Kenia: Britische Soldaten zündeln im Wildreservat und verbrennen Elefanten

1985

Britische Soldaten haben während eines Manövers Buschbrände verursacht. Das bestätigte ein Militärsprecher. Britische Zeitungen sprechen von einem tödlichen Inferno.

Eines der Feuer breitet sich in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Nanyuki aus, gefährdet aber auch Bewohner angrenzender Dörfer. Über 4.000 Hektar Busch sollen dort abgebrannt sein. Anscheinend hat ein Gasofen beim Abkochen trockenes Gras angezündet. In einem anderen Fall trafen Soldaten auf Elefanten. Militärpolizei feuerte Leuchtpatronen ab, um die Tiere zu verjagen und verursachte dadurch ein Feuer. Ein Elefantenjunges wurde offenbar von den Flammen eingeschlossen und getötet. Nach Zeitungsberichten sollen bis zu fünf Elefanten in den Bränden den Tod gefunden haben.

Mit 350 Soldaten, Helikoptern und schwerem Gerät unterstützen die britischen Truppen die kenianischen Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung. (Quelle: Britische Armee/Internet)

Das Manöver mit über 1.000 Soldaten wurde zwischenzeitlich abgebrochen. Helikopter und militärisches Gerät ist im Einsatz gegen die Flammen. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig wegen explodierender Manövermunition. Die britische Botschafterin Nairobi bestätigte, dass 350 Soldaten zur Feuerbekämpfung abgestellt worden seien und man die Ursachen der Brände untersuche. Anwohner wurden allerdings mit den Worten zitiert, es brenne immer, wenn die Briten Manöver machten.

Durch den ironischen Tweet eines britischen Soldaten in den sozialen Medien weiteten sich die Feuer diesmal zu einem Skandal aus. Der Soldat hatte unter anderem geschrieben, man sei kaum zwei Monate da und schon würden ein paar tausend Acres brennen und ein Elefant tot sein.

rdb

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