Großwildjagd in Namibia

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Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, in Namibia auf Großwild zu jagen: Auf Farmen ist bei entsprechender Quotenfreigabe die Leopardenjagd möglich. (Die Cites-Quote für Namibia beträgt pro Jahr 150 Leoparden.)


Am Rande von Nationalparks, Großwild-Konzessionen und kommunalen Gebieten kommt es gelegentlich vor, dass Elefanten, Löwen oder Büffel in Farmland eindringen. Auf Sondergenehmigung können diese Wildarten vom Naturschutz als Problemtiere für die Jagd freigegeben werden. Die Freigabe wird bewusst äußerst restriktiv gehandhabt. Pro Art und Jahr liegt die Freigabe unter fünf Stück einschließlich der Problemtiere in den Konzessionen.

Solche Jagden kann man verständlicherweise nicht im Voraus buchen. Man muss sich entweder (zufällig) in Namibia aufhalten, oder kurzfristig anreisen. Das „Problem“ muss ja schnell gelöst werden.

Die „normale“ Großwildjagd findet in Namibia in einer der sieben staatlichen Konzessionen statt. Vier davon liegen im Caprivi und zwar (von Ost nach West, siehe Karte auf Seite 24):

  • Mahango-Game-Reserve; zur Zeit sind jährlich freigegeben: zehn Elefanten, ein Leopard, zwei Büffel, drei Sable, eine Roan, ein Krokodil, zwei Kudus, zwei Lechwes, zwei Riedböcke, zwei Streifengnus und zwei Impalas.
  • Bwabwata-Nationalpark West (Buffalo): sechs Elefanten, ein Leopard, vier männliche und zwei weibliche Büffel, ein Kudu sowie ein Krokodil.
  • Bwabwata-Nationalpark Ost: sechs Elefanten, zwei Löwen, vier Leoparden, vier männliche und zwei weibliche Büffel sowie zwei Sable, eine Roan, ein Eland, eine Hyäne und je zwei Steinböckchen und Ducker.
  • Ost-Caprivi: acht Elefanten, zwei männliche und vier weibliche Löwen, vier Leoparden, zwei Flusspferde, zwei Krokodile, zwei Kudus und zwei Hyänen. Soweit die Konzessionen im Caprivi.

    Außerhalb liegen noch drei Großwild-Konzessionen:

  • Ost-Kavango: fünf Elefanten, zwei männliche und zwei weibliche Löwen, zwei Leoparden und zwei Roan.
  • West-Kavango: vier Elefanten und zwei Leoparden.
  • Waterberg: zwei Büffel, zwei Sable, zwei Roan, zwei Eland, zwei Giraffen, zwei Impalas.

    Kommunale Hegegebiete
    Eine weitere Möglichkeit, in Namibia auf Großwild zu jagen, liegt in den teilweise sehr großen kommunalen Hegegebieten (Conservancies). Eine davon, die Salambala Conservancy (siehe Karte Seite 24), liegt im Ost-Caprivi (Größe: 93.000 Hektar). Frei sind neben verschiedenen Plains-Game-Arten drei Elefanten, zwei Büffel und ein Löwe.

    Nyae Nyae (930.000 Hektar): vier Elefanten, drei Leoparden. Khoadi Hoas (336.600 Hektar): ein Elefant, ein Leopard. Torra (352.200 Hektar): ein Elefant. Doros Nawas (407.300 Hektar): ein Elefant. Ehirivopuka (208.100 Hektar): ein Elefant, ein Leopard und ein Löwe.

    (Die Quoten für Plainsgame-Arten sind in den Conservancies durchweg gut und deutlich höher als in den staatlichen Konzessionen.) Außerhalb der staatlichen Konzessionsgebiete sind also auf kommunalen Hegegebieten (Conservancies) immerhin elf Elefanten, zwei Büffel, fünf Leoparden und zwei Löwen freigegeben. Alles in allem wird man erkennen, dass die Großwild-Freigaben in Namibia ausgesprochen zurückhaltend gehandhabt werden. Andreas Rockstroh

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