Nevada/USA: Die Zahl der Dickhornschafe wächst wieder

1970

Naturschutz, Waffenindustrie sowie Jägerinnen und Jäger arbeiten Hand in Hand, um Dickhornschafe wieder heran zu hegen. Allein in Nevada gibt es inzwischen über 12.000 Individuen, wie das „Nevada Department of Wildlife“ berichtet.

Dickhornschaf (Ovis Canadensis) (Foto: PublicDomainImages/Pixabay)

Einst gab es Millionen „Bighorn Sheep“ im amerikanischen Westen sowie in Texas und Dakota. Doch Siedlungen, die Ausdehnung der Landwirtschaft, Konkurrenz mit dem Vieh um Weidegründe und Wasser sowie unregulierte Abschüsse der Farmer zur Eigenversorgung hatten nur noch ein paar tausend Tiere zu Beginn des 20. Jahrhunderts übrig gelassen. In einigen Bundesstaaten waren sie ganz verschwunden. 1960 begann dann ein Schutzprogramm. Dazu gehören Umsiedlungen von Tieren, Habitatverbesserung und ein wissenschaftliches Monitoring. Mehr als 4.000 Schafe wurden seitdem in Nevada ausgewildert. Nevada gilt als trockenster Staat der USA, und die Bereitstellung von Wasser ist überlebenswichtig für die Wildschafe.

Parallel zum Wachstum der Bestände konnte auch die nachhaltige Bejagung ausgeweitet werden.1965 betrug die Jagdquote 25 Böcke, heute sind es jährlich um die 350. Die Lizenzabgaben fließen in die Erhaltung. Eine Partnerschaft zwischen den staatlichen Agenturen für den Wildschutz, der Waffen- und Munitionsindustrie, die aus Verbrauchssteuern ein Schutzprogramm finanziert, und der Jägerschaft, die Zeit und Geld einbringt, hat eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die noch nicht ihr Ende erreicht hat, wie die Behörde meint.

rdb

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