Rehe in Rumänien vergiftet

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Ein Nagergift ist offensichtlich die Ursache für den Tod von mehr als 50 Stück Rehwild im rumänischen Landkreis Arat.

 

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Rehwild verblutete, weil es auf Äckern Rattengift fraß. Foto: Jürgen Weber
Mit 40 Stück ist bereits die Hälfte der in der rumänischen Ortschaft Nadab lebenden Rehwildpopulation verendet. Weitere Stücke seien nach Angaben der Internetseite punkto.ro beim Dorf Dorobanti gefunden worden. Damit sind im rumänischen Landkreis Arat insgesamt etwa 50 Stück Rehwild verendet. Als Ursache führen rumänische Medien Nagetiergifte an, die lokale Landwirte großflächig auf ihren Feldern ausgebracht hatten.
Eine veterinärmedizinische Untersuchung zeigte, dass das Rehwild innerlich verblutet ist. Nagetierköder können unter anderem Cumarinderivate enthalten, die die Blutgerinnung hemmen. Da das Giftgetreide auch andere Tiere wie Hasen oder Rehwild tötet, soll es nicht offen ausgelegt, sondern mit einer sogenannten Legeflinte in Mauselöcher eingebracht werden. Landwirte, die derartige Giftstoffe einsetzen, müssen zuvor die entsprechende Sachkunde erwerben.
Das Giftgetreide ist normalerweise an einer rötlichen Färbung zu erkennen, die auch Getreide mit Beizmittel kennzeichnet. Den Landwirten, die das Gift unsachgemäß eingesetzt haben, drohen strafrechtliche Konsequenzen, sofern Anzeige erstattet wird.   
sd
        
 


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