Südafrika: Afrikanischer Jagdverband OPHAA gegen Löwenabschüsse im Gatter

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Der Afrikanische Verband der Outfitter und Berufsjäger (OPHAA) verurteilt erneut den Abschuss von Löwen im Kleingatter.

Nach eigenen Angaben vertritt die „Operators and Professional Hunting Associations of Africa“ alle anerkannten Jagdverbände von Botswana, Kamerun, Äthiopien, Marokko, Mosambik, Namibia, Südafrika, Tansania, Uganda, Sambia und Simbabwe.

Es sei von großer Bedeutung, dass alle internationalen Jagdverbände jede Form des Abschießens von Löwen, die in Gefangenschaft aufgewachsen sind, ablehnen. Diese Praktiken schadeten dem Ansehen der Jagd und dem Naturschutz weltweit.

(Foto: Shutterstock)

Auch die südafrikanische Berufsjägervereinigung PHASA habe diese Praktiken in einer Resolution auf ihrer Mitgliederversammlung 2015 verurteilt. Die OPHAA stellte auch klar, dass die PHASA aus dem afrikanischen Verband ausgeschlossen würde, wenn sie ihre Ablehnung des „canned shooting“ aufgibt.

Hintergrund ist die Tatsache, dass eine aktive Minderheit der PHASA-Mitglieder aus wirtschaftlichen Gründen pro „canned shooting“ Position beziehen. PHASA-Präsident Stan Burger war deshalb im Mai zurückgetreten.

In Südafrika halten 300 Zuchtbetriebe 8.500 Löwen in Gefangenschaft. Jährlich werden etwa 600 dieser Tiere abgeschossen

Der Gesamtwert der Löwenindustrie einschließlich ihrer Umsätze dürfte mehrere hundert Millionen Euro ausmachen.

Sowohl der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) als auch der Deutsche Jagdverband (DJV) haben sich von den Abschüssen der  Zuchtlöwen im Gatter distanziert. Es handele sich dabei nicht um Jagd.

rdb

JWW