Tierschützer gehören vor den Internationalen Gerichtshof!

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Ländliche Basisgruppen im südlichen Afrika wollen westliche Tierrechtler und -schützer vor internationale Gerichte bringen.

Fast täglich werden Menschen im südlichen und östlichen Afrika von gefährlichem Großwild getötet. Die Wildschäden sind riesig. Was macht man, wenn – wie hier Nähe Waterberg in Namibia – plötzlich ein Elefant am Weidezaun steht? (Quelle: Dirk Smit/Orpa Safaris)

Der Vorwurf: Durch Boykotte und Handelsverbote für das afrikanische Wild, mit dem sie den Raum teilen, werden ihnen legitime Nutzungsrechte verwehrt. Dies sei ein Verstoß gegen Menschenrechte. So schreibt Luckmore Safuli auf dem Nachrichtendienst von Radio Simbabwe (ZBC), dass die südafrikanische Hegegemeinschaft Makuya andere Basisorganisationen zum gemeinsamen Handeln aufruft. Genug der Ungerechtigkeit, heißt es.

Man habe es satt, dass reichen Tierschützern das Wohl armer Afrikaner völlig egal sei. Sie sollten sterben, damit Tiere leben könnten. „Die sogenannten Tierrechtsgruppen verwehren den lokalen Gemeinden das Recht, aus ihrem Wild einen Nutzen zu ziehen, indem sie Kampagnen gegen Trophäenjagd und Handel mit Elfenbein veranstalten.“

Ob eine afrikanische Initiative, den neuen „grünen“ Kolonialismus vor internationale Organisationen und Gerichte anzuklagen, Erfolg haben könnte, sei einmal dahingestellt. Es zeigt aber deutlich auf, dass Basisorganisationen in Afrika sich nicht weiter von den Tierrechtlern in reichen Ländern bevormunden lassen wollen.

rdb

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