JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 17. Oktober 2021.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 20.09.2021 - 26.09.2021

Montag, 20. September

arte, 18.40 Uhr
Jäger der Lüfte
Habichte, Bussarde und Adler
Greifvögel faszinieren durch ihre einzigartigen Sinnesleistungen, ihre erstaunlichen Flugkünste und ihre vielfältigen Jagdstrategien. Habicht, Bussard und Adler leben von der Jagd. Das hat ihnen in vielen Kulturen Bewunderung, ja schwärmerische Verehrung eingetragen. Aber der Mensch hat diesen Vögeln auch zu allen Zeiten als Jagd- und Nahrungskonkurrenten Ressentiments entgegengebracht und sie gnadenlos verfolgt. Die Dokumentation liefert spektakuläre Einblicke in die oft unbekannte Welt der Greifvogelarten und will den Zuschauer für den Schutz und den Erhalt der Lebensräume dieser schönen Tiere sensibilisieren. So verschieden wie ihre Nahrung sind auch die Jagdmethoden der Greifvögel: Ob Suchflug in hoher Luft, Patrouillieren in Bodennähe, Sturzjagd vom Anstand aus oder Parforcejagd im freien Luftraum – jede Vogelart hat sich auf eine andere Jagdstrategie spezialisiert. Das Greifen und Festhalten der Beute mit den Fängen hat ihnen ihren deutschen Namen „Greifvögel“ eingetragen. Der Habicht ist zwar eine der bekanntesten einheimischen Greifvogelarten, doch gesehen wird er nur selten, denn Habichte flüchten vor den Menschen schon auf große Distanz. Sie sind äußerst geschickte und kräftige Jäger, die sich hervorragend an ihren Lebensraum angepasst haben. Er hat vor allem die Überraschungsjagd zur Perfektion entwickelt. Mit kurzen, relativ runden Schwingen und einem langen Schwanz als Steuer kann er sogar zwischen Bäumen geschickt jagen und auf kurze Strecken mit kräftigen Flügelschlägen sehr stark beschleunigen. Die Dokumentation zeigt auch die Besonderheiten der wichtigsten anderen mitteleuropäischen Greifvögel wie Mäuse- und Wespenbussard sowie Stein-, See-, Fisch-, Schlangen-, Schrei- und Kaiseradler. Jede dieser so unterschiedlichen Greifvogelarten spielt eine besondere Rolle im Haushalt der Natur. Dank ihrer Schnelligkeit, ihrer Wendigkeit und einem überdurchschnittlichen Sehsinn meistern sie täglich ihren individuellen Kampf ums Überleben. Nur gegen ihren größten Feind, den Menschen, haben sie oft keine Chance. Kein anderer Greifvogel ist zu einem derartigen Symbol für rücksichtslose Verfolgung geworden wie der Habicht. Er steht seit jeher als Inbegriff für einen Raubvogel. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war vor allem durch die Nachstellung von Jägern und Taubenzüchtern der Bestand in vielen Ländern Europas dramatisch zurückgegangen. Dank strenger Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand zwar erholt, aber noch immer gibt es illegale Verfolgung. Den meisten Greifvögeln macht jedoch heute vor allem die zunehmende Lebensraumzerstörung zu schaffen.

Dienstag, 21. September

arte, 18.30 Uhr
Wildes Spanien
Der atlantische Norden
Von den Schilfgebieten im Baskenland über die fantastische Welt des Kantabrischen Gebirges bis nach Galicien mit seinen spektakulären Küsten: Das ist die Wildnis Nordspaniens, die eine ungeahnte Vielfalt bietet und dem Besucher die eher unbekannte Seite Spaniens zeigt. Rothirsche tragen inmitten von Feuchtgebieten während der Brunft ihre erbitterten Kämpfe aus, bis das Wasser um sie herum zu brodeln scheint. Das Kantabrische Gebirge ist Lebensraum von rund 140 Kantabrischen Braunbären – der größten Bärenpopulation Westeuropas. Weibchen streifen mit ihren Jungen auf der Suche nach Futter umher. Männliche Bären und steile Berghänge sind für die Jungbären eine ständige Gefahr. Beobachtet werden sie dabei von schillernden Blaukehlchen, die ihre Reviergrenzen gegen Rivalen verteidigen. Oberhalb der Baumgrenze ist das Reich der Kantabrischen Gämsen. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit dem farbenprächtigen Mauerläufer, einem überaus seltenen Vogel der Hochgebirgsregion. Der Asturische Feuersalamander ist der einzige mit einer komplett gelben Färbung – an Bachufern geht er auf Beutefang. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik, der von Riesen bewohnt wird: von Pottwalen bis hin zu Riesenhaien, den zweitgrößten Fischen der Welt. Der raue Norden hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bergbauern im Nationalpark Picos de Europa, der noch traditionelle Viehwirtschaft betreibt, und einen Entenmuschelsammler an der Costa da Morte, der den vielleicht gefährlichsten Job der Welt hat.

Mittwoch, 22. September

ARD-alpha, 7.30 Uhr
Felix und die wilden Tiere
Die Insel der Antilopen
Sie werden kaum größer als Schoßhündchen, die Antilopen auf der Insel Sansibar. Man nennt die Art Ader’s Duiker und es gibt sie nur auf Sansibar. Der Lebensraum der kleinen Antilopen wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte durch Rodung und Besiedelung immer stärker eingeschränkt. Außerdem wurde Jagd auf sie gemacht. Ihr Fortbestand ist inzwischen höchst gefährdet. Deshalb wurde eine Rettungsprojekt gestartet, das der Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn, Henning Wiesner, leitet. Felix und sein Kamerateam sind dabei. Zunächst einmal streifen sie lange mit 15 einheimischen Jägern durch das dichte Unterholz, um Antilopen beiderlei Geschlechts einzufangen. Die Tiere werden dann mit dem Boot auf die kleinere unbewohnte Nachbarinsel Chumbe gebracht und da freigelassen. Es gibt noch eine Insel-Tierart, über die Felix berichtet. Auch sie ist nur auf Sansibar heimisch und verlor, wie die kleinen Duiker-Antilopen, ihren Lebensraum. Es sind die roten Colobusaffen. Erst Jozani-Reservat, für sie errichtet. Biologen beobachten seither ihren Fortbestand. Der hat sich erfreulicherweise gut erholt. Inzwischen leben im Jozani-Reservat an die 2000 rote Colobusaffen.

arte, 7.50 Uhr
Die Wildnis Afrikas: Vier Jahreszeiten
Herbst
Die vierteilige Reihe dokumentiert den Verlauf der Jahreszeiten in Afrika und zeigt die ganz unterschiedlichen Bedingungen, die Frühling, Sommer, Herbst und Winter in Afrika prägen. Mit dem Einzug des Herbstes eröffnen sich in Afrika neue Möglichkeiten: Den Landtieren bringt der Regen nach der Sommerhitze Erleichterung; für die Meeresbewohner bricht mit den fallenden Temperaturen eine Schlemmerzeit an. Der Herbst ist die Zeit von Massenwanderungen und kurzen Liebesspielen – denn das Zeitfenster der Gelegenheiten ist klein, bald breitet sich die Trockenzeit über weite Teile Südafrikas aus. Wenn sich die Erdachse gen Sonne neigt, geht in der südlichen Hemisphäre der Sommer zu Ende. Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter; die Natur bereitet sich auf die harten Wintermonate vor und speichert Energie für die mageren Zeiten. Im Landesinneren beginnt es jetzt zu regnen und die Resthitze des Sommers prallt auf Gewitterkaltfronten. Der Regen lässt die Vegetation sprießen und hilft so den Grasfressern, sich auf den Winter vorzubereiten. Ende April lassen die ablandigen Böen, die den ganzen Sommer über die Küste peitschen, allmählich nach. Die Regenzeit veranlasst die Chamäleons auf der Insel Madagaskar zu Paarungsspielen, während Haie und Schildkröten beginnen, die Ostküste entlangzuwandern. Zur Zeit des ersten Herbstvollmonds locken die hellen, nebligen Nächte die Kap-Regenfrösche zu einem skurrilen Paarungsritual aus ihren Verstecken. Anfang Mai zieht der Winter auf. Tiere mit längerer Tragzeit müssen sich vor dem Winter paaren, damit ihre Nachkommen im üppigen Frühling geboren werden. Gegen Ende des Herbstes verleiht die Trockenzeit der Savanne ihre typische Winterfärbung – eine wirksame Tarnung für Katzen auf Beutejagd. Die Trockenperiode ist eine Zeit des Überflusses für große Raubtiere, die ihre Beutetiere durch die trockene Vegetation leichter erspähen und erlegen können. Im Herbst verändert sich der Lebenszyklus vieler Tiere. Doch schon bald breitet sich die Trockenzeit über weite Teile Südafrikas aus. Wenn sich den kommenden Monaten mit dem Winter der Kreis der Jahreszeiten schließt, beginnt für alle Lebewesen in der afrikanischen Wildnis eine Zeit harter Herausforderungen.

Donnerstag, 23. September

arte, 7.50 Uhr
Die Wildnis Afrikas: Vier Jahreszeiten
Winter
n den nächsten drei Monaten werden die Tage im südlichen Afrika kürzer und kälter. Der Winter ist hart und unerbittlich: Auf den Berggipfeln bildet sich Eis und die Savanne dörrt aus. Am kürzesten Tag des Jahres tritt eine Erdmännchenfamilie mit ihren Jungen vor ihren Bau: Die kalten Monate sind für sie eine Herausforderung, die sie nur durch engen Zusammenhalt bewältigen kann! Nur einer Spezies bieten die tiefen Temperaturen gute Bedingungen für den Neubeginn: Die Brutzeit der Brillenpinguine fällt mit dem Winteranfang zusammen. Im Krüger-Nationalpark im Landesinneren beginnt im Juni die Trockenzeit. Die dürre Winterlandschaft ist ein Jagdparadies für Raubtiere: Ein Gepardenpaar, das seit Tagen nichts gefressen hat, ist einem Wasserbock auf der Spur. In den Drakensbergen gefrieren die Wasserflächen; die Tiere, die dazu in der Lage sind, verlassen die Hochlagen, um im milderen Klima auf den niederen Hängen zu überwintern. Jene, die oben bleiben, sind an das Überleben in der Kälte angepasst. Ab Ende Juni weht an der Westküste ein frischer Wind: Wenn die warme Landluft auf das eisige Küstengewässer trifft, bildet sich dichter Nebel – ein Winterphänomen, das die Pflanzenwelt an der kargen Küste und landeinwärts bestimmt. In den Nebelwäldern des äthiopischen Simien-Massivs wird ein toter Steinbock zur Nahrungsquelle für Raben, Aasgeier, Adler und einen Bartgeier. Zwei Monate nach Beginn der Trockenzeit ist das Grasland der Savanne zu Staub zerfallen – ein Todesurteil für gebrechliche und schwache Tiere. Eine alte Giraffe wird zum Festmahl für ein Löwenrudel – und für die Geier, die es wagen, sich einen Bissen zu ertrotzen.

tagesschau 24, 9.30 Uhr
Weltspiegel-Reportage: Im spanischen Wolfsland
Zwei- bis dreitausend Wölfe leben im Nordwesten der iberischen Halbinsel: so viele wie in kaum einer anderen Region in Europa. Nach einer kritischen Phase in den 1960er, 70er Jahren, in der der Wolf durch Jagd und Futtermangel fast ausgerottet war, ist der Bestand wieder stabil. Trotzdem hat die spanische Regierung beschlossen, den Abschuss von Wölfen landesweit zu verbieten. Jäger und Viehzüchter laufen Sturm gegen das Verbot. Viele Bauern halten Kühe, Ziegen oder Schafe noch auf der Weide. Wolfsattacken reißen immer wieder empfindliche Löcher in die Herden. „Wer sich so ein Abschussverbot ausdenkt, hat keine Ahnung von unseren Dörfern, unserem Leben, unserer Kultur“ sagt Bäuerin Marta García. Der Streit um den Wolf hat sich zum Konflikt zwischen Stadt und Land ausgewachsen. ARD-Korrespondentin Natalia Bachmayer hat im Wolfsland mit Viehzüchtern wie Felipe Codesal gesprochen. Der junge Mann hat vor ein paar Jahren die Schafherde seiner Eltern übernommen, im Winter durch einen Wolfsriss 47 Tiere verloren und denkt manchmal ans Aufgeben – das Abschussverbot der Regierung hält er für eine Schnapsidee. In derselben Gegend gibt es aber auch Schäfer wie Rosi González und Alberto Fernández, die sich eine wahre „Armee“ von 17 Hunden der Rasse „Mastin Espanol“ zugelegt haben. Diese Tiere werden schon seit Jahrhunderten zur Verteidigung des Nutzviehs eingesetzt. Rosi González und Alberto Fernández haben noch nie ernsthafte Verluste erlitten und sagen: Die Gefahren durch den Wolf werden übertrieben. Wir müssen uns nur angucken, wie unsere Vorfahren das gemacht haben – dann können wir unsere Herden schützen.

Freitag, 24. September

arte, 7.05 Uhr
Die Wildnis Afrikas: Vier Jahreszeiten
Frühling
Mitte September werden die Tage im Süden Afrikas wieder länger. Licht und Wärme kehren zurück. Für viele Tierarten ist die Zeit gekommen, sich zu vermehren und Nachwuchs zu zeugen. An der Südspitze des Kontinents versammeln sich tausende Kaptölpel zur Brut, während an der Westküste südafrikanische Seebären ihre Jungen zur Welt bringen. Die Kleinen dürfen nicht aus den Augen gelassen werden, denn Fressfeinde lauern bereits, angelockt vom regen Treiben und dem Geruch der Neugeborenen. Im Laufe des Monats wird das Land bevölkert von Zugvögeln. Das warme Wetter beschert ihnen ausreichend Nahrung. An einer Lagune im Westen, wo es kleine Krebse, Fische und Schnecken gibt, scharen sich zahlreiche verschiedene Arten, von Flamingos bis hin zu Gänsen. Auch unter Wasser entsteht im Frühling neues Leben. Bei den seltenen Knysna-Seepferdchen ist es der Vater, der die Jungen zur Welt bringt. Sie sind, anders als die Kaptölpel, ab der Geburt für sich selbst verantwortlich. Die Vogelküken hingegen werden bis zum Sommer von ihren Eltern versorgt. Mitte November sind viele Tierjunge bereits gewachsen. Überall im Süden Afrikas herrscht nun Leben. Zwei Sansibar-Stummelaffen, Geschwister, erkunden auf unbeschwerte Art ihren neuen Lebensraum. Sie müssen erst lernen, welche Gefahren in der Welt auf sie lauern. Zum Sommer hin wartet eine letzte Hürde: Ein Sturm braut sich über der Westküste zusammen. Hohe Wellen brechen über den Strand. Die kleinen Seebären, die das Schwimmen inzwischen nicht gelernt haben, sind verloren. Im Dezember neigt sich der Frühling schließlich dem Ende zu. Die Jungtiere sind mittlerweile zu jungen Erwachsenen geworden. Nun ist es an der Zeit, sich ihren Familien anzuschließen oder ein eigenes Leben zu starten. Es gilt, auf die Probe zu stellen, was sie in den letzten Monaten gelernt haben. Die kommenden Jahreszeiten erwarten sie mit neuen Herausforderungen.

arte, 7.50 Uhr
Die Wildnis Afrikas: Vier Jahreszeiten
Sommer
Der Sommer ist die Jahreszeit, in der die Erdachse sich am stärksten zur Sonne neigt. Dies sorgt auf der einen Erdhalbkugel für Licht und Wärme, während auf der anderen Kälte und Dunkelheit herrschen. Diese jahreszeitlichen Verschiebungen führen zu gravierenden Veränderungen im Verhalten der Tiere. Eine Unechte Karettschildkröte schleppt sich nach ihrer 10.000 Kilometer langen Pilgerreise an einen südafrikanischen Strand, um ihre Eier abzulegen. Mit den steigenden Wassertemperaturen taucht aus den Tiefen des Indischen Ozeans der Walhai auf: Der Sommer verursacht eine explosionsartige Vermehrung des Planktons, von dem sich der größte Fisch der Welt ernährt. Wenn das Quecksilber im südlichen Afrika steigt, weicht die üppige Frische des Frühlings der Sommerhitze. Doch nicht alle Teile des Kontinents verwandeln sich in Wüsten – in der Wildnis des Okavango-Deltas etwa wechseln sich Feuchtgebiete, Ebenen, Wälder und Lagunen ab. Der Einfluss des Sommers ist im südlichen Afrika überall spürbar. Auf dem Meer wirkt er als Katalysator für Veränderungen. Jetzt statten südliche Buckelwale aus der Antarktis Afrika einen Besuch ab, um sich am Krill zu laben. Im Januar versengen in den südlichen Trockengebieten Temperaturen von 50 Grad Celsius und unablässig wehende Winde das Land. Im Sommer, wenn die Elemente den Lebensrhythmus diktieren, gehen viele Tiere an ihre Grenzen – und darüber hinaus. Die Schwachen leiden, die Starken gedeihen. Mit dem Ende der Jahreszeit kündigt sich ein Wandel an. Die fallenden Temperaturen des beginnenden Herbstes veranlassen viele zum Aufbruch.

3sat, 15.30 Uhr
Freche Viecher
Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Einst aus ehemaligen Pelzfarmen entwichen, besiedeln sie seit Jahrzehnten Europas Gewässer. Dort bauen sie Höhlen in die Ufer und knabbern an der Vegetation. Während Wasserbauer und Naturschützer die Nager vehement bekämpfen, füttern Tierfreunde sie in den Städten. Wie umgehen mit den umstrittenen Pelztieren? Und wie konnten sie sich so ausbreiten? Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhricht-Vegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbots und Strafandrohung gefüttert. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf.

Samstag, 25. September

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Räuberkinder
Wenn tief in den osteuropäischen Waldgebieten der letzte Schnee verschwindet, kommen langsam die Jungen der großen europäischen Räuber aus ihren Verstecken. Während der Sommermonate erlernen sie spielerisch Fähigkeiten für ihr späteres Raubtierleben. Es ist ihr erster Sommer – Bär, Wolf, Luchs oder Seeadler zeigen sich jetzt von ihrer sanften Seite: als liebevolle Eltern.

hr fernsehen, 14.25 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten
Erntedank
Die Jahreszeiten sind das Uhrwerk der Erde. In jeweils fünf Folgen entdeckt die Dokureihe die Besonderheiten jeder Jahreszeit. In dieser Folge: Herbst – Die Ernte muss eingebracht werden. Nicht überall in Europa haben die Felder gute Erträge gebracht. Dennoch wird überall die Tradition des Erntedankfests begangen. Es besiegelt das Ende der fruchtbaren Jahreszeit. Mit den letzten warmen Tagen des Jahres leeren sich in Europa die Felder, während sich die Speisekammern füllen. Das Erntedank besiegelt das Ende der fruchtbaren Jahreszeit. Auf der Schwäbischen Alb hat Obstbauer Jörg Geiger mit einem schlechten Erntejahr zu kämpfen und versucht, mit Hilfe von anderen Beigaben die Apfelweine zu retten. Auch die Selbstversorger Silvio und Catrin Roßberg stehen in Thüringen vor einer mageren Ernte. Sie haben vor allem mit schlechtem Wetter und gefräßigen Insekten zu kämpfen. In Südfrankreich haben die Olivenbauern andere Probleme. Matthieu Tourtin und seine Erntehelfer müssen die Früchte per Hand pflücken. Hilfe bekommen sie von der benachbarten Olivenbäuerin Julia Martini. In Thüringen macht die Habichtdame „Hexe“ ihre ersten Flugversuche nach der Mauser im Sommer. Falkner Thilo Roßbach trainiert den Vogel mit seiner Tochter Lea für die Beizjagd im Herbst. Und bevor sich die Fledermäuse in der Blautopfhöhle auf der Schwäbischen Alb zum Winterschlaf versammeln, geht Höhlenforscher Andreas Schober mit seinem Team auf die letzte Expedition des Jahres. Die Ernte ist bald eingebracht. Mit dem Erntedank besinnen sich die Menschen auf die früher existenzielle Bedeutung einer ertragreichen Ernte. Denn von nun an müssen sich die Menschen vorwiegend von dem ernähren, was in den Vorratsspeichern lagert.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Grizzlys hautnah – Bären wie wir
Die Katmai-Küste in Alaska ist eine Landschaft von rauer, ungezähmter Schönheit – und sie ist ein Bärenparadies. Der Bärenforscher Chris Morgan kennt diese Bären wie kaum ein anderer. Mit viel Sympathie und Augenzwinkern zeigt er, wie die Bären in ihrem täglichen Leben zurechtkommen, an guten wie auch an schlechten Tagen. An der wilden Katmai-Küste in Alaska kommen jedes Jahr viele Bären zusammen, weil es dort mehr zu fressen gibt als in den Bergen. Für den Bärenforscher Chris Morgan ist das eine besondere Gelegenheit, das Sozialverhalten der ansonsten eher einsiedlerisch lebenden Grizzlys zu beobachten. Das Leben der Bären ist alles andere als einfach. Schon allein die Werbung um die Weibchen ist kompliziert und nicht immer erfolgreich. Wenn ausgewachsene Bären mit ihren Nebenbuhlern kämpfen, wirkt das bedrohlich, aber oft auch unfreiwillig komisch. Eine Bärenmutter muss viel Erfahrung mitbringen, um sich hier gegen andere Bären zu behaupten. Jungbären, die zum ersten Mal allein unterwegs sind, suchen Anschluss bei Familien und müssen lernen, den Gefahren zu trotzen. Chris Morgan und das Filmteam sind hautnah dabei und erfahren, dass Bären nicht nur groß und stark, sondern auch anpassungsfähig und clever sind. Und eines haben sie mit uns Menschen gemeinsam: Sie sind alle Individualisten.

Sonntag, 26. September

Bayerisches Fernsehen, 11.15 Uhr
natur exclusiv
Die Rückkehr – Wölfe in Bayern
Wölfe sind in Bayern auf dem Vormarsch – und sie polarisieren. Wo sind die geschützten Raubtiere unterwegs, wie breiten sie sich aus? Kann es zu unerwarteten Begegnungen kommen, und wo verlaufen die Fronten zwischen Schützern und Gegnern? Seit 2014 haben sich die ersten Wolfs-Pärchen in Bayern gefunden. Im Veldensteiner Forst ist sogar schon das erste Rudel beobachtet und gefilmt worden. Höchstwahrscheinlich werden sich die Wölfe von dort aus weiter ausbreiten. Aber mit der Zahl der Wölfe werden auch die Konflikte zunehmen. Und noch hat die Politik für viele Probleme, die die Beutegreifer mit sich bringen, keine Lösung. Sind Elektrozäune genug Schutz für Rinder und Schafe? Werden sie sich im Alpenvorland errichten lassen, insbesondere auf den steilen Hängen der Almen? Wie gefährlich oder gefährdet sind Herdenschutzhunde? Welche Maßnahmen sind nötig, damit sie zwar Wölfe von den Nutztieren fernhalten, aber nicht Spaziergänger mit Hunden angreifen? Und vor allem: Wie behalten Wölfe ihre natürliche Scheu vor dem Menschen? In Niedersachsen und den östlichen Bundesländern laufen neugierige Wölfe offenbar Menschen mit Hunden hinterher und ziehen am helllichten Tag durch Dörfer. In Deutschland dürfen sogenannte „Problemwölfe“ in letzter Konsequenz geschossen werden. Aber eine generelle, wenn auch staatlich kontrollierte Bejagung von Wölfen wäre derzeit undenkbar. Anhand der Entwicklung in Bayern besteht die Chance, die Rückkehr eines faszinierenden, aber sehr umstrittenen Wildtiers in unsere Lebenswelt mitzuerleben sowie die durchaus kontroversen Reaktionen. Das Filmteam verfolgt aus nächster Nähe die jüngsten Geschehnisse, zeigt die vielen Fragen, die diese aufwerfen, und endet mit einem „open end“ – ganz im Sinne dessen, was einer der Wissenschaftler sagt: „Die Rückkehr der Wölfe nach Bayern ist etwas Historisches.“ Historisch ist die Rückkehr nicht nur, was den Artenschutz angeht, sondern auch, wie und ob es verschiedenste Interessensgruppen schaffen werden, mit den Problemen, die der Wolf mit sich bringt, umzugehen. Noch ist nicht klar, wie viele Zugeständnisse Politik, Landwirtschaft, Jäger/innen, Forstwirtschaft, Naturschützer/innen, aber auch die breite Bevölkerung machen werden, um den Wolf wieder heimisch werden zu lassen. Die Rückkehr des Wolfes ist ein brisantes Projekt, bei dem viel schiefgehen kann. Sollte es gelingen, wird es ein Meilenstein für den Artenschutz sein.

TV-Programm 27.09.2021 - 03.10.2021

Montag, 27. September

hr fernsehen, 10.40 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten
Erntedank
Die Jahreszeiten sind das Uhrwerk der Erde. In jeweils fünf Folgen entdeckt die Dokureihe die Besonderheiten jeder Jahreszeit. In dieser Folge: Herbst – Die Ernte muss eingebracht werden. Nicht überall in Europa haben die Felder gute Erträge gebracht. Dennoch wird überall die Tradition des Erntedankfests begangen. Es besiegelt das Ende der fruchtbaren Jahreszeit. Mit den letzten warmen Tagen des Jahres leeren sich in Europa die Felder, während sich die Speisekammern füllen. Das Erntedank besiegelt das Ende der fruchtbaren Jahreszeit. Auf der Schwäbischen Alb hat Obstbauer Jörg Geiger mit einem schlechten Erntejahr zu kämpfen und versucht, mit Hilfe von anderen Beigaben die Apfelweine zu retten. Auch die Selbstversorger Silvio und Catrin Roßberg stehen in Thüringen vor einer mageren Ernte. Sie haben vor allem mit schlechtem Wetter und gefräßigen Insekten zu kämpfen. In Südfrankreich haben die Olivenbauern andere Probleme. Matthieu Tourtin und seine Erntehelfer müssen die Früchte per Hand pflücken. Hilfe bekommen sie von der benachbarten Olivenbäuerin Julia Martini. In Thüringen macht die Habichtdame „Hexe“ ihre ersten Flugversuche nach der Mauser im Sommer. Falkner Thilo Roßbach trainiert den Vogel mit seiner Tochter Lea für die Beizjagd im Herbst. Und bevor sich die Fledermäuse in der Blautopfhöhle auf der Schwäbischen Alb zum Winterschlaf versammeln, geht Höhlenforscher Andreas Schober mit seinem Team auf die letzte Expedition des Jahres. Die Ernte ist bald eingebracht. Mit dem Erntedank besinnen sich die Menschen auf die früher existenzielle Bedeutung einer ertragreichen Ernte. Denn von nun an müssen sich die Menschen vorwiegend von dem ernähren, was in den Vorratsspeichern lagert.

3sat, 11.05 Uhr
Die Welt der Tüpfelbeutelmarder
Ein verlassenes Farmhaus in Tasmanien bietet einer Familie von Tüpfelbeutelmardern ein Zuhause. Auf dem australischen Festland längst ausgestorben, finden sie dort ein Versteck. Doch auch im Paradies lauern Gefahren: Der Bestand ist bedroht durch invasive Raubtiere wie verwilderte Katzen, den Klimawandel und die Menschen, die in den Lebensraum der Tierart eindringen. Könnte man helfen, das Überleben der Tüpfelbeutelmarder zu sichern? Der Naturforscher und Filmemacher Simon Plowright hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die einzigartige Tierwelt Tasmaniens zu verstehen und zu schützen. Als er von dem verlassenen Farmhaus tief in der Wildnis Tasmaniens erfuhr, in dem die seltenen Tüpfelbeutelmarder leben sollen, packte er seine Sachen und zog dort ein, um mehr über dieses rätselhafte Beuteltier zu erfahren. Als der Tierfilmer im Winter dort ankam, fand er bald eine Familie Tüpfelbeutelmarder in einer verfallenen Hütte. Plowright hat ein Jahr auf der verlassenen Farm in einem versteckten Tal verbracht, um in die Welt dieser Tiere einzutauchen und deren Geheimnisse zu entdecken. Nur dank einer Nachtsichtkamera gelang es ihm, das geheime Leben der nachtaktiven Tiere zu erforschen: Die jungen Beutelmarder tobten in ihrem Nest unter dem Hüttenboden, verspielt und neugierig. Als sie heranwuchsen, brachten sie auch im Farmhaus einiges durcheinander.

arte, 18.30 Uhr
Wildes Neuseeland
Im Reich der Extreme
Neuseeland ist voller Gegensätze. Während der Norden sonnig und warm ist, ist der Süden kalt und wechselhaft. An manchen Tagen laufen alle vier Jahreszeiten auf einmal innerhalb von 24 Stunden ab. Die Küsten der Inseln sind geprägt von orkanartigen Winden, die Gletscher reichen bis ans Meer, und in den schroffen Bergen der Südalpen müssen Tiere tagtäglich mit Eis und Schnee ringen. Wer in diesem Reich der Extreme lebt, muss anpassungsfähig, robust und clever sein. Keas sind berühmt für ihren Spieltrieb – doch sie sind auch findige Jäger, die dank ihrer Neugier mit den harschen Bedingungen der Berge gut zurechtkommen. Neuseeländische Seelöwenweibchen dagegen sind eher zurückhaltende Charaktere. Sie säugen ihren Nachwuchs im Schutz einsamer Dünenwälder, um ihr Junges vor aggressiven Robbenbullen zu schützen. Folgt man kleinen Bachläufen zu ihrem Ursprung, entdeckt man tief in verborgenen Felsgrotten ein zauberhaftes Feenreich unter einem Firmament verhängnisvoller Irrlichter. Verursacht werden sie von kleinen Mückenlarven, die mit langen Fangfäden und selbst erzeugtem Licht nach Insekten angeln. Der Meister der Anpassung aber ist die Weta, eine Heuschrecke, die so groß ist wie eine Maus; ihre Überlebensstrategie lässt sie selbst von den Toten wieder auferstehen.

Dienstag, 28. September

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Inseln: Vancouver Island
Vor der kanadischen Küste, nahe der Stadt Vancouver, liegt die Insel Vancouver Island. Mit 450 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite ist sie die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Vancouver Island bietet vielen einzigartigen Tieren einen Lebensraum. Die spektakuläre Berglandschaft der Insel mit ihren vielen Wasserfällen ist von einem dichten Netzwerk aus Flüssen und Bächen geprägt. Zahlreiche Tierarten fühlen sich dort wohl. Vor allem die Pazifischen Lachse: Jahr für Jahr zieht eine halbe Milliarde Lachse in die Flüsse ihrer Geburt, um zu laichen. Für Millionen von ihnen ist Vancouver Island das Ziel – doch nicht alle kommen an. Von den Killerwalen vor den Küsten der Insel über Weißkopfseeadler bis zu den Schwarzbären, die im seichten Wasser auf reiche Beute warten, ernähren sich unzählige Tiere von Lachsen. Sogar die Waldbäume auf Vancouver Island sind auf die alljährliche Wanderung der großen Fische angewiesen. Sie prägen das gesamte Ökosystem dieser wilden Insel. Die Dokumentationsreihe „Wilde Inseln“ ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

Mittwoch, 29. September

3sat, 15.30 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Geheimnis der Rockies: Der Banff Nationalpark
Wie sah die Erde aus, bevor wir Menschen sie besiedelten und bewirtschafteten? Es gibt sie noch, die Orte voller ursprünglicher Wildnis, deren Zauber wir eingeladen sind zu erleben. Da, wo Nationalparks die unwiederbringliche Schönheit der Erde beschützen und bewahren. Als begeisterte Pioniere und mutige Naturschützer Ende des 19. Jahrhunderts die ersten großen Parks in der Wildnis Nordamerikas gründeten, gab es nur eine Milliarde Menschen. Sie sollten in die Parks kommen und deren Schönheit erleben. Heute bevölkern mehr als sieben Milliarden Menschen unseren Planeten, und die Bedeutung der Nationalparks hat sich radikal verändert. Welche Rolle spielen sie heute – in Zeiten schnellen Wachstums, knapper Kassen und immer verletzlicherer Balance der Natur? Und wie erleben diejenigen sie, die tagtäglich dort leben und arbeiten – die Ranger und Abenteurer, die irgendwann aus Deutschland kamen und blieben? Ihren unvergleichlichen und meist unbekannten Alltag zu begleiten, ist dem Filmteam in zwei kanadischen Parks gelungen. Die zweiteilige Dokumentation „Im Zauber der Wildnis“ entführt die Zuschauer in eine atemberaubende Welt, weit im eisigen Norden und wilden Westen Kanadas. In Kanada, einem Land voller natürlicher Schönheit und unendlicher Weite, sollen bereits seit fast 130 Jahren Nationalparks einmalige Naturlandschaften bewahren und für ein natürliches Zusammenleben von Mensch und Tier sorgen. Ein deutsch-kanadisches Autorenteam hat ein Jahr in zwei Parks verbracht, die unterschiedlicher nicht sein könnten und gerade deswegen exemplarisch für Kanadas einmalige Wildnis wirken: der Banff-Nationalpark in den Rocky Mountains und der Kluane-Nationalpark im Yukon. „Im Zauber der Wildnis“ erzählt die faszinierenden Geschichten derer, die die Parks magisch angezogen haben, die blieben und die sie immer besser kennenlernen. Es ist eine moderne Entdecker-Szene, oft mit deutschen Wurzeln, die von Fernweh und Abenteuerlust erzählt. Die Geschichte des Buschpiloten Thor aus Siegen, der zu Hause alles aufgab und Deutschland als Architekt verließ, um in einem einsamen Holzhaus zu leben – und der heute wie kein anderer den Yukon von oben kennt. Wenn die Kamera sein Leben weit im Norden begleitet, entsteht das bewegende Bild von der Kraft der Natur und vom täglichen Kampf der Ranger, Wissenschaftler und Abenteurer um den Erhalt der Wildnis dort, wo für sie die Erde am schönsten ist. Mit ihnen gelingt dem Filmteam der Blick hinter die Kulissen dieser geschützten Naturräume in zwei legendären Gegenden Kanadas: den Rocky Mountains und dem Yukon. Im Wilden Westen Kanadas stoßen Arbeiter beim Bau der Eisenbahn 1885 auf schwefelhaltige Quellen. Dieser Zufallsfund markiert die Stunde Null des Banff-Nationalparks. Der Eisenbahnmagnat William van Horne ist beeindruckt und beschließt, die Quelle und die einzigartige Schönheit der sie umgebenden Bergwelt für die Menschheit zu erhalten. So entsteht einer der ersten Nationalparks der Welt. Heute ist Banff UNESCO-Welterbe und zieht mit magischen Orten wie dem Lake Louise und dem Icefield Parkway Besucher in seinen Bann. Für den Erhalt dieses Naturschauspiels kämpfen Wissenschaftler aus aller Welt. Einer von ihnen kommt aus Deutschland: Fernab der Touristenrouten, auf der „Ya Ha Tinda Ranch“, lebt ein Cowboy aus Münster mit seiner Familie. Holger erforscht an einem der entlegensten Orte des Banff-Nationalparks die Wanderwege der Wapiti-Hirsche. Eine Herausforderung nicht nur für den gelernten Wildbiologen, sondern auch für seine Frau Antje und die beiden Kinder, die das Leben des Westfalen in den Rocky Mountains seit Jahren begleiten. Die schneebedeckten Gipfel des „Valley of the Ten Peaks“, endlose Wälder, grüne Seen und wilde Flüsse – die Dokumentation begleitet Holger, Antje und weitere deutsch-kanadische Abenteurer durch ein Jahr in dieser attraktiven Welt und lässt die Zuschauer die gewaltige Herausforderung spüren, diese Wildnis zu bewahren.

3sat, 16.15 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Magie des Yukon: Der Kluane National Park
Der Norden Kanadas ist Natur pur, nicht besiedelt und für viele Besucher mit seiner schier endlosen einsamen Wildheit immer noch voller Geheimnisse. 1972 wurde im südwestlichen Yukon der Kluane-Nationalpark gegründet, ein Gebiet fast so groß wie Belgien. Mit spektakulären Naturphänomenen wie dem Mount Logan, dem mit 5959 Metern höchsten Berg Kanadas, und dem weltweit größten nichtpolaren Gletscherfeld. Große Eisbrocken lösen sich dort und stürzen mit Getöse ins Meer. Vom Schiff aus wirkt das Gletscherfeld wie eine riesige Wand aus Eisbergen. Vom Land her fasziniert die „kalte Magie“ der bis ins Unendliche reichenden Eisfelder. Fernab der Zivilisation ist hier für Emma aus Norddeutschland ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie arbeitet im Auftrag der kanadischen Parks an einem einsamen kleinen Ort namens Haines Junction. Eine Siedlung, wo die Straße einfach aufhört. Was bewegt Emma und weitere deutsch-kanadische Wissenschaftler und Ranger in ihrem Alltag hier draußen, im eisigen Norden, im Wilden Westen? Wie erleben und gestalten sie die heutige Rolle der großen Nationalparks? Ein Jahr lang hat das deutsch-kanadische Filmteam seine Protagonisten in der wilden Schönheit Kanadas begleitet – von der Schneeschmelze im Frühling über den intensiven Indian Summer bis hin zum Wintereinbruch.

3sat, 17.00 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Alaskas Majestät: Der Denali Nationalpark
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den spektakulären Denali-Nationalpark. Dort begleiteten sie Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Barack Obama machte sich im Denali ein Bild davon, wie der Klimawandel spürbar wird – was sind heute die Herausforderungen für diesen besonderen Park? Die ZDF-Reihe fragt in Alaska nach der Zukunft der großen Nationalparks. Er verschlägt jedem Betrachter den Atem. Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der spektakulärsten Nationalparks der Welt. Barack Obama hat dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurückgegeben: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Vor über 100 Jahren wurde die Nationalpark-Idee in Amerikas Westen geboren, damals lebten eine Milliarde Menschen auf der Erde, und die Parks luden sie ein, sich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen. Heute, mit über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wandelt sich auch die Rolle der Schutzgebiete. Die Filmemacher schauen ein Jahr lang hinter die Kulissen des Denali-Nationalparks und fragen nach der Zukunft der großen Parks. Und sie treffen Menschen, die die Schöpfung der Natur für ein neues Jahrtausend und seine Herausforderungen bewahren wollen. Denny Capps, Chefgeologe des Parks, macht sich Sorgen wegen der Klimaerwärmung. Durch die steigenden Temperaturen taut der Permafrostboden, der weite Teile des Nationalparks bedeckt. Mit dramatischen Folgen: Gerade wurde die Park Road, die einzige Straße, die in den Nationalpark führt, von einem großen Erdrutsch verschüttet. Davyd Betchkal leitet ein einzigartiges Projekt im Nationalpark. Der Physiker will die Geräusche der Einsamkeit beschützen. Und er schlägt Alarm: Selbst mitten im Nationalpark gibt es immer mehr „Geräusch-Verschmutzung“, vor allem durch Flugzeuge und Helikopter, das zeigt sein über den gesamten Nationalpark installiertes Netz von Sound-Aufnahmestationen. Patricia Owen hat ein ganz anderes Problem. Die Biologin ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“, der „Großen Fünf“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25 000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher in den Park. So auch Frank Stelges aus Essen, der hier mehrere Monate lang den „Big Five“ auf der Spur ist. Der Denali, Alaskas Majestät, hat nach wie vor eine ungeheure Anziehungskraft, vor allem für junge Abenteurer. Sie fasziniert auch die Geschichte von Millionärssohn Christopher McCandless, der 1992 die Wildnis suchte und auf tragische Weise mitten im Park ums Leben kam und dessen Schicksal im Hollywoodfilm „Into the Wild“ verewigt wurde. Viele suchen heute in der Wildnis Alaskas Frieden, physische Herausforderung oder sich selbst. Weitab von jeglicher Zivilisation, dem Wetter und der unwirtlichen Landschaft ausgesetzt, begeben sich immer wieder Wanderer in Lebensgefahr und müssen gerettet werden. Der Grat zwischen fröhlichem Abenteuer und Katastrophe ist in Alaskas Weiten extrem schmal. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Denali-Nationalparks im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die ZDF-Reihe „Im Zauber der Wildnis“ widmet sich den Chancen der Parks für die Herausforderungen unserer Zeit.

Donnerstag, 30. September

3sat, 11.05 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Yellowstone
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den legendären „Yellowstone National Park“. Hinter den Kulissen begleitete es Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Eine brodelnde Magmakammer unter der Erde, ein fantastischer Tierreichtum – was sind heute die Herausforderungen für diesen ältesten Nationalpark der Erde? Die Dokumentation fragt im Yellowstone nach der Zukunft der großen Parks. Der Yellowstone-Nationalpark ist der berühmteste und, bereits 1872 gegründet, auch der älteste Nationalpark der Welt. Die UNESCO erklärte ihn zum Weltnaturerbe, weil er eine einzigartige Tierwelt schützt: Wolfsrudel, Bisons, Elche, Grizzlybären, Kojoten, Steinadler und viele andere wilde Parkbewohner. Unvergleichlich ist die Vulkanlandschaft mit Geysiren, Fumarolen, Schlammtöpfen und mehr als der Hälfte aller heißen Quellen der Erde. Nur fünf Kilometer unter der Erdoberfläche brodelt eine gigantische Magmakammer, die an der Oberfläche Farbspektakel und bizarre Landschaftsformationen erschafft. Irgendwann wird der Vulkan wieder ausbrechen, sagt der Geologe Kenneth Sims, der das Kamerateam mitnimmt, wenn er mithilfe moderner Technik den Gesteinstrumm untersucht, dessen bis zu 1600 Grad Celsius heiße Masse aus der Tiefe aufsteigt. Der Yellowstone-Nationalpark ist internationaler Vorreiter für die Idee der Nationalparks und Antrieb für Menschen, die ihr Leben dem Schutz der Natur widmen – ein wichtiges Ziel angesichts von mittlerweile fast 7,3 Milliarden Weltbevölkerung. Hier begann auch eine ehrgeizige Vision: Die „Yellowstone to Yukon Conservation Initiative“ will Ökosysteme in Nordamerika großflächig verbinden, sodass Wildtiere weit in den Norden wandern und ihre Wege dem veränderten Klima der Erde anpassen können. Die Zuschauer treffen Karsten Heuer und Harvey Locke, die Initiatoren der Y2Y-Initiative. Allerdings erlebt der Park selbst bereits an den eigenen Grenzen Konflikte. Viele Tiere verlassen das Schutzgebiet – auch die Wölfe, die erst 1995 wieder angesiedelt wurden. Die scheuen Raubtiere werden immer wieder gejagt, von Trophäenjägern und von Farmern, die um ihren Viehbestand fürchten. Auch die Bisons sorgen immer wieder für Streit. Heute leben im Yellowstone-Nationalpark über 4000 Tiere. Herden suchen neue Lebensräume und drängen gerade im Winter in tiefergelegene Gebiete außerhalb des Parks, wo sich leichter Nahrung finden lässt. So wurden in den vergangenen Jahren wieder massenhaft Bisons abgeschossen, obwohl die Tiere eigentlich geschützt sind. Ein neues Projekt zu ihrer Rettung zieht junge Leute aus aller Welt in den Yellowstone. Auch Andreas Hofer (21), gelernter Elektriker aus Kitzbühel, gab zu Hause alles auf, um sich mit den Bisonschützern eine Holzhütte zu teilen und in der nordamerikanischen Wildnis zu leben. Die Zuschauer erleben eine der schönsten und wildesten Gegenden der Erde von der Schneeschmelze durch den Indianersommer bis hin zum Wintereinbruch. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Yellowstone im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die Dokumentation widmet sich den Chancen der Nationalparks für die Herausforderungen unserer Zeit.

WDR Fernsehen, 21.00 Uhr
Abenteuer Erde: Die Bären in den Himmelsbergen
Tien Shan, die „Himmelsberge“ gelten als Naturparadies im Süden Kasachstans, im Herzen Zentralasiens. Hier zieht eine Braunbärin mit ihren Jungen durch die Bergsteppe. Für die Bärenkinder beginnt ihr erster Sommer voller Abenteuer. Zwei Jahre werden sie mit ihrer Mutter durch die Wildnis wandern und alles Wichtige von ihr lernen. Das Familienleben der Braunbären in den Gebirgen Zentralasiens ist noch nie vorher gefilmt worden. Kein Wunder – die Himmelsberge sind in vielen Teilen noch eine schwer zugänglich Wildnis, zudem steht das Gebiet seit 80 Jahren unter Naturschutz. Trotzdem versuchen Wilderer fast überall Bären zu töten, im nahen China wird viel Geld für Bärenteile bezahlt. Dementsprechend sind die Bären sehr scheu. So hatte Filmemacher Tobias Mennle großes Glück, dass er das Leben einer Bärenmutter mit ihren zwei Söhnen für eine Weile miterleben durfte. Die bedrohten Tien Shan-Braunbären leben in hohen Bergregionen, wandern aber im Sommer herab in die Wälder, um Früchte, Beeren und Blumenzwiebeln zu suchen. Ihre Nahrung besteht fast nur aus Pflanzen. Kalorien und Eiweiß sind Mangelware, da wird Fressen zu Vollzeitbeschäftigung. 20.000 Kilokalorien muss die Bärenmutter zu sich nehmen können, um die Jungen gut zu säugen. Spinnen und Insekten verschmähen sie nicht, sie sind eine wichtige Eiweißquelle. Im Sommer wandern sie bis in die Gipfelzone, hier bieten Schneefelder grandiose Abkühlung zu den 40 Grad Celsius im Tal. Richtige Kuhlen graben die Bären in den Schnee, um sich dann genüsslich in die „Bärenkühlschränke“ zu legen. Die Steppen Kasachstans sind die Urheimat der Tulpen – nirgendwo gibt es mehr Arten als hier. Die Blüten von Greigs Tulpe können einen Durchmesser von 15 Zentimeter erreichen. Von den Himmelsbergen aus eroberten sie die Gärten der Welt. Die Bergsteppe des Tien-Shan- Gebirges ist zudem ein Paradies für Pferde und eines der letzten Schutzgebiete für die zentralasiatischen Braunbären. Tien Shan, die „Himmelsberge“ gelten als Naturparadies im Süden Kasachstans, im Herzen Zentralasiens. Hier zieht eine Braunbärin mit ihren Jungen durch die Bergsteppe. Für die Bärenkinder beginnt ihr erster Sommer voller Abenteuer. Zwei Jahre werden sie mit ihrer Mutter durch die Wildnis wandern und alles Wichtige von ihr lernen. Das Familienleben der Braunbären in den Gebirgen Zentralasiens ist noch nie vorher gefilmt worden. Kein Wunder – die Himmelsberge sind in vielen Teilen noch eine schwer zugänglich Wildnis, zudem steht das Gebiet seit 80 Jahren unter Naturschutz. Trotzdem versuchen Wilderer fast überall Bären zu töten, im nahen China wird viel Geld für Bärenteile bezahlt. Dementsprechend sind die Bären sehr scheu. So hatte Filmemacher Tobias Mennle großes Glück, dass er das Leben einer Bärenmutter mit ihren zwei Söhnen für eine Weile miterleben durfte. Die bedrohten Tien Shan-Braunbären leben in hohen Bergregionen, wandern aber im Sommer herab in die Wälder, um Früchte, Beeren und Blumenzwiebeln zu suchen. Ihre Nahrung besteht fast nur aus Pflanzen. Kalorien und Eiweiß sind Mangelware, da wird Fressen zu Vollzeitbeschäftigung. 20.000 Kilokalorien muss die Bärenmutter zu sich nehmen können, um die Jungen gut zu säugen. Spinnen und Insekten verschmähen sie nicht, sie sind eine wichtige Eiweißquelle. Im Sommer wandern sie bis in die Gipfelzone, hier bieten Schneefelder grandiose Abkühlung zu den 40 Grad Celsius im Tal. Richtige Kuhlen graben die Bären in den Schnee, um sich dann genüsslich in die „Bärenkühlschränke“ zu legen. Die Steppen Kasachstans sind die Urheimat der Tulpen – nirgendwo gibt es mehr Arten als hier. Die Blüten von Greigs Tulpe können einen Durchmesser von 15 Zentimeter erreichen. Von den Himmelsbergen aus eroberten sie die Gärten der Welt. Die Bergsteppe des Tien-Shan- Gebirges ist zudem ein Paradies für Pferde und eines der letzten Schutzgebiete für die zentralasiatischen Braunbären.

Freitag, 1. Oktober

WDR Fernsehen, 12.00 Uhr
Abenteuer Erde: Die Bären in den Himmelsbergen
Tien Shan, die „Himmelsberge“ gelten als Naturparadies im Süden Kasachstans, im Herzen Zentralasiens. Hier zieht eine Braunbärin mit ihren Jungen durch die Bergsteppe. Für die Bärenkinder beginnt ihr erster Sommer voller Abenteuer. Zwei Jahre werden sie mit ihrer Mutter durch die Wildnis wandern und alles Wichtige von ihr lernen. Das Familienleben der Braunbären in den Gebirgen Zentralasiens ist noch nie vorher gefilmt worden. Kein Wunder – die Himmelsberge sind in vielen Teilen noch eine schwer zugänglich Wildnis, zudem steht das Gebiet seit 80 Jahren unter Naturschutz. Trotzdem versuchen Wilderer fast überall Bären zu töten, im nahen China wird viel Geld für Bärenteile bezahlt. Dementsprechend sind die Bären sehr scheu. So hatte Filmemacher Tobias Mennle großes Glück, dass er das Leben einer Bärenmutter mit ihren zwei Söhnen für eine Weile miterleben durfte. Die bedrohten Tien Shan-Braunbären leben in hohen Bergregionen, wandern aber im Sommer herab in die Wälder, um Früchte, Beeren und Blumenzwiebeln zu suchen. Ihre Nahrung besteht fast nur aus Pflanzen. Kalorien und Eiweiß sind Mangelware, da wird Fressen zu Vollzeitbeschäftigung. 20.000 Kilokalorien muss die Bärenmutter zu sich nehmen können, um die Jungen gut zu säugen. Spinnen und Insekten verschmähen sie nicht, sie sind eine wichtige Eiweißquelle. Im Sommer wandern sie bis in die Gipfelzone, hier bieten Schneefelder grandiose Abkühlung zu den 40 Grad Celsius im Tal. Richtige Kuhlen graben die Bären in den Schnee, um sich dann genüsslich in die „Bärenkühlschränke“ zu legen. Die Steppen Kasachstans sind die Urheimat der Tulpen – nirgendwo gibt es mehr Arten als hier. Die Blüten von Greigs Tulpe können einen Durchmesser von 15 Zentimeter erreichen. Von den Himmelsbergen aus eroberten sie die Gärten der Welt. Die Bergsteppe des Tien-Shan- Gebirges ist zudem ein Paradies für Pferde und eines der letzten Schutzgebiete für die zentralasiatischen Braunbären. Tien Shan, die „Himmelsberge“ gelten als Naturparadies im Süden Kasachstans, im Herzen Zentralasiens. Hier zieht eine Braunbärin mit ihren Jungen durch die Bergsteppe. Für die Bärenkinder beginnt ihr erster Sommer voller Abenteuer. Zwei Jahre werden sie mit ihrer Mutter durch die Wildnis wandern und alles Wichtige von ihr lernen. Das Familienleben der Braunbären in den Gebirgen Zentralasiens ist noch nie vorher gefilmt worden. Kein Wunder – die Himmelsberge sind in vielen Teilen noch eine schwer zugänglich Wildnis, zudem steht das Gebiet seit 80 Jahren unter Naturschutz. Trotzdem versuchen Wilderer fast überall Bären zu töten, im nahen China wird viel Geld für Bärenteile bezahlt. Dementsprechend sind die Bären sehr scheu. So hatte Filmemacher Tobias Mennle großes Glück, dass er das Leben einer Bärenmutter mit ihren zwei Söhnen für eine Weile miterleben durfte. Die bedrohten Tien Shan-Braunbären leben in hohen Bergregionen, wandern aber im Sommer herab in die Wälder, um Früchte, Beeren und Blumenzwiebeln zu suchen. Ihre Nahrung besteht fast nur aus Pflanzen. Kalorien und Eiweiß sind Mangelware, da wird Fressen zu Vollzeitbeschäftigung. 20.000 Kilokalorien muss die Bärenmutter zu sich nehmen können, um die Jungen gut zu säugen. Spinnen und Insekten verschmähen sie nicht, sie sind eine wichtige Eiweißquelle. Im Sommer wandern sie bis in die Gipfelzone, hier bieten Schneefelder grandiose Abkühlung zu den 40 Grad Celsius im Tal. Richtige Kuhlen graben die Bären in den Schnee, um sich dann genüsslich in die „Bärenkühlschränke“ zu legen. Die Steppen Kasachstans sind die Urheimat der Tulpen – nirgendwo gibt es mehr Arten als hier. Die Blüten von Greigs Tulpe können einen Durchmesser von 15 Zentimeter erreichen. Von den Himmelsbergen aus eroberten sie die Gärten der Welt. Die Bergsteppe des Tien-Shan- Gebirges ist zudem ein Paradies für Pferde und eines der letzten Schutzgebiete für die zentralasiatischen Braunbären.

Samstag, 2. Oktober

hr fernsehen, 14.25 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten
Die Jahreszeiten sind das Uhrwerk der Erde. Die Dokureihe entdeckt die Besonderheiten jeder Jahreszeit. In dieser Folge: Der Herbst erreicht mit dem Goldenen Oktober seinen Höhepunkt. Das farbenprächtige Naturschauspiel kündigt aber schon langsam den Übergang von Herbst zum Winter an. Wenn die Tage im Herbst deutlich kürzer werden und die Temperaturen allmählich sinken, tritt ein farbenprächtiges Naturschauspiel auf. Im Goldenen Oktober ist mit der Laubfärbung der Bäume der Höhepunkt des Herbstes erreicht. Der Ballonfahrer Klaus Sarinski nutzt in Niedersachsen die letzten schönen Tage für seine Ballonfahrten und einen schönen Ausblick auf die Farbenpracht. Der Jäger Edmund Puzio genießt auf seiner Pirsch in den Wäldern Masurens das bunte Blätterkleid und den herbstlichen Geruch des Waldes schon fast mehr als die eigentliche Jagd. In Südfrankreich bereiten sich derweil auch die Murmeltiere auf den Winter vor. Der Naturführer Jean-Sébastien Gion nutzt die letzte Gelegenheit zur Beobachtung der Tiere, bevor sie sich in ihre Unterschlüpfe für den Winterschlaf verkriechen. Menschen und Tiere nutzen die letzten warmen Tage, bevor im November Nebel und Sturm zu- und die Temperaturen abnehmen.

Sonntag, 3. Oktober

Kinderkanal, 16.35 Uhr
Anna und die wilden Tiere
Der Falkner und seine Greifvögel
Schon vor 4.000 Jahren gingen Menschen in asiatischen Ländern mit Greifvögeln auf die Jagd nach Fasanen und Rebhühnern. Die Spezialisten auf diesem Gebiet nennt man heute Falkner. Denn der schnellste Jäger der Lüfte ist der Falke. Auch Wolfgang Schreyer ist ein Falkner. Seine Falken haben jedoch auch andere Aufgaben: Sie verjagen oder erlegen Tiere, die Schaden anrichten. Z.B. Krähen, die auf der Suche nach Nahrung die Plastikfolien von Futterballen für die Rinderzucht aufhacken.

TV-Programm 04.10.2021 - 10.10.2021

Montag, 4. Oktober

3sa, 10.20 Uhr
Die Kommunikation der Tiere
Mimik, Gestik, Körperhaltung
Ob im Dschungel, auf Bergen oder im Meer – Tiere kommunizieren auch ohne Worte ständig. Wissenschaftler erforschen diese besondere Sprache und machen faszinierende Entdeckungen. Wie stellen Wölfe die Rangfolge im Rudel klar? Warum tanzt ein Arabischer Tahr in der Wüste? Wie setzen Schimpansen ihren Willen durch? Weltweit untersuchen Verhaltensforscher die Körpersprache von Tieren und stellen enorme Gemeinsamkeiten mit dem Menschen fest. Ob Reptil, Säugetier oder Vogel – alle Tiere kommunizieren mittels Körpersprache. Es geht um Dominanz, soziale Bindung, Verteidigung, Balz und Verführung. Vom Kaptölpel im Süden Afrikas über den Tahr in den Wüsten Arabiens bis hin zu Schimpansen in einem schottischen Zoo analysieren Wissenschaftler die besondere Körpersprache der Tiere. Selbst bei bereits gut erforschten Tierarten gibt es noch erstaunlich viel zu entdecken. Neue Erkenntnisse zeigen, dass es wesentlich mehr Gemeinsamkeiten zwischen der Körpersprache von Mensch und Tier gibt, als bisher bekannt war.

3sat, 11.05 Uhr
Die Kommunikation der Tiere
Rufe und Laute
Ob im Meer, der Savanne oder im Dschungel: Die Lebensräume von Tieren sind von Rufen und Lauten erfüllt. Wissenschaftler analysieren deren Bedeutung und stoßen auf Erstaunliches. Wildhunde, die demokratisch abstimmen, Fische, die ihre Absichten lauthals äußern, und Giraffen, die summen – selbst gut erforschte Tierarten überraschen Forscher. Fest steht, dass die Kommunikation der Tiere deutlich ausgefeilter ist, als bisher angenommen. Nicht nur Menschen haben eine komplexe Sprache entwickelt. Auch wenn Tiere keine Worte verwenden, kommunizieren sie ständig mittels Lauten und Rufen. Junge Seebären finden so ihre Mutter wieder, Meerkatzen können mittels eines ausgeklügelten Alarmsystems vor Bedrohungen aus der Luft und am Boden warnen, Elefanten und Giraffen halten Kontakt zu anderen Artgenossen, und Fische verteidigen lautstark ihr Revier. Neue Aufnahmeverfahren ermöglichen es Wissenschaftlern, einzelne Tiersprachen zu isolieren und zu analysieren. Ihre Erkenntnisse sind nicht nur erstaunlich, sondern können in Zeiten von Lärmverschmutzung und Klimawandel auch zum Schutz gefährdeter Tierarten beitragen.

3sat, 13.25 Uhr
Ein Jahr am Wilden Berg
Es ist eine aufregende und geheimnisvolle Welt am „Wilden Berg“ in Mautern. Seit mehr als 50 Jahren kann man dort in einem außergewöhnlichen Wildpark die Alpentierwelt erleben. Der Film widmet sich dem steirischen Wildpark und gibt spannende, seltene und lustige Einblicke in das Zusammenleben von Mensch und Tier. Er zeigt die Abenteuer von Wölfen, Geiern, Waschbären und Co. und begleitet Jungtiere in der Frühlings- und Sommerzeit. Der Film zeigt auch jene besonderen Momente der Herbst- und Wintermonate, die sonst im Verborgenen bleiben – wenn der Tierpark geschlossen ist und Bären in Strohnestern schlafen, Yaks und Hirsche ins Tal wandern und weiße Wölfe im Schnee spielen.

3sat, 13.50 Uhr
Wildnis am Strom – Nationalpark Donau-Auen
Der Nationalpark Donau-Auen ist einzigartig in vieler Hinsicht: Beginnend in Wien, reicht er bis vor die Tore von Bratislava und verbindet die beiden Hauptstädte miteinander. Auf über 36 Kilometern Länge schützt der Nationalpark eine der letzten freien Fließstrecken der Donau und gleichzeitig die letzte große Auenlandschaft Mitteleuropas. Beeindruckend ist die Vielfalt der Lebensräume, die dort zu finden ist. Außergewöhnlich ist auch die Zahl der Tiere und Pflanzen, die in dem Park überleben können. Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1996 wird versucht, die Au wieder stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme miteinander verbunden und Treidelwege am Fluss gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. Der Film erzählt von der neuen, alten Aulandschaft, vom steten Wandel, der allein das Überleben der Aubewohner ermöglicht, und von den großen und kleinen Ereignissen, die das Jahr im Nationalpark bestimmen.

3sat, 16.15 Uhr
Turmfalken – Jäger der Großstadt
Turmfalken sind die erfolgreichsten Greifvögel Europas. Sie sind ebenso anpassungsfähige Bewohner von Au-Gebieten wie von alpinen Regionen – und sie sind wahrlich meisterhafte Jäger. Die Dokumentation begleitet zwei Brutpaare: eines in einer gut geschützten Mauernische im Zentrum der Millionenstadt Wien und eines in einer verwaisten Blumenkiste am Fensterbrett desselben Innenstadthauses. Ein ergreifendes Drama entwickelt sich um den Nachwuchs. Während das unerfahrene Brutpaar des einen Nests ständig dazulernt und am Ende erfolgreich ist, mündet die Brut des anderen Paares in einer Tragödie.

Dienstag, 5. Oktober

3sat, 10.15 Uhr
Wildes Venedig
Venedig ist ein Mythos, die prächtigste Kulisse der Welt. Doch die Stadt führt ein Doppelleben – hier die quirlige Lagunenstadt, da die faszinierende Welt der vielen zum Teil unbewohnten Inseln. Sie vermitteln noch heute den Eindruck jener Zeit, als die ersten Siedler ihre Pfähle in den schlammigen Boden rammten. Mensch und Natur schufen einen gemeinsamen Lebensraum, den sie sich seit Jahrtausenden teilen: die Lagune. Hinter der malerischen Kulisse aus Palästen, Kirchen und Kanälen existiert ein kaum erforschter Kosmos, bevölkert von einer außergewöhnlichen Menagerie von Lebewesen, allgegenwärtig, aber kaum sichtbar. Sie leben mitten in der Stadt, tauchen unter ihr hinweg oder blicken von hoch oben aus der Luft auf sie herab. Wer hätte in der Lagune von Venedig Korallenriffe vermutet; wer hätte gedacht, dass die Sandbänke und Inseln Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren sind – von Füchsen über Marder bis hin zu den Abertausenden von Zugvögeln; wer kennt schon die bunte Tierwelt der versteckten Gärten Venedigs? Die Dokumentation „Wildes Venedig“ erforscht das unbekannte Venedig der Tiere. Sie zeigt anhand der reichen Fischpopulation den Zusammenhang von offenem Meer und Lagunengewässer, sie trifft auf die reiche Vogelpopulation der unbewohnten Laguneninseln, findet Venedigs junge Falken in ihrem gut versteckten Unterschlupf und blickt über die Mauern der geheimen Gärten der Stadt, voll bunter Kleinlebewesen, deren Bestände sich seit dem Rückgang der hohen Zahl an Katzen nun wieder erholen. Es ist auch eine Reise an die versteckten Plätze der Lagune, die Touristen üblicherweise verschlossen bleiben.

3sat, 11.00 Uhr
Wildes Istanbul
Einst Sammelpunkt der Seidenstraßen, ist Istanbul auch für Wildtiere anziehend: als wichtiger Zwischenstopp für Zugvögel wie Störche, Bussarde und Schlangenadler auf der Nord-Süd-Route. Am Land- beziehungsweise Wasserweg sorgen Wildschweine für Aufsehen, denn sie durchschwimmen sogar den Bosporus. Und von den vielen Straßenhunden werden Wölfe angezogen, nicht ohne Folgen: In den Regionen rund um Istanbul paaren sich Wölfe mit verwilderten Hunden. Man spricht sogar schon vom Entstehen einer neuen Spezies, dem Wolfhund. Wolfhunde durchstreifen die Außenbezirke der Metropole, wo sie sich das Territorium mit Füchsen, Dachsen, Wildschweinen, migrierenden Wölfen, aber vor allem den Straßenhunden der Stadt streitig machen. Der Film begleitet einen jungen Wolfhund auf seinem Weg nach und durch Istanbul. Angezogen vom abwechslungsreichen Rudel-Leben der städtischen Streuner sucht er Anschluss in der Stadt. Seine Reise bringt ihn durch die dunklen Gassen der Vororte, lässt ihn eine der Bosporus-Brücken überqueren, durch den geschichtsträchtigen Belgrader Wald im europäischen Norden der Stadt ziehen, bis er schließlich auf Störche trifft, die im Herbst mit ihren Jungen nach Süden ziehen und sich am Rande der Stadt eine Rast gönnen.

Mittwoch, 6. Oktober

3sat, 10.15 Uhr
Die Kommunikation der Tiere
Geheimnisvolle Signale
Tiere kommunizieren nicht nur mittels Rufen und Gesten, sondern auch auf subtilere Weise – durch Gerüche und Farben. Wissenschaftler weltweit analysieren diese verborgene Sprache der Tiere. Ohne Hilfsmittel sind tierische Kommunikationsformen für Menschen oft nicht wahrnehmbar. Doch ihre Erforschung kann dazu beitragen, bedrohte Arten zu retten. Je mehr Wissenschaftler über Zusammensetzung und Wirkung von duftenden und visuellen Signalen erfahren, umso besser können sie zum Schutz vieler bedrohter Tierarten beitragen – und vielleicht einige vor dem Aussterben bewahren.

Donnerstag, 7. Oktober

3sat, 5.45 Uhr
Im wilden Nairobi
Safari in Kenias ältestem Nationalpark
Eine pulsierende Hauptstadt mit mehr als drei Millionen Einwohnern und gerade mal zehn Kilometer vom Stadtkern entfernt leben Zebras, Antilopen, Raubkatzen, Nashörner in freier Wildbahn. Etwa 70 Säugetierarten leben geschützt durch den Nairobi Nationalpark. Der Park ist Kenias erster Nationalpark und wurde 1946 eröffnet. Rund 120 Quadratkilometer umfasst das Gebiet, das entspricht in etwa der Fläche einer deutschen Kleinstadt. Damit ist der Nairobi Nationalpark im Verhältnis zu anderen Parks des Landes winzig, trotzdem gibt es diese große Artenvielfalt – nur für Elefanten ist das Gebiet zu klein. Der überwiegende Teil des Parks besteht aus Savannen-Landschaft, das heißt offene Grasflächen mit lichtem Akazienbestand. Der Haupteingang liegt nur wenige Kilometer vom internationalen Flughafen entfernt. Einige Touristen lassen sich direkt nach der Ankunft dort abholen und fahren sofort auf Safari. Die Skyline der Großstadt kann vom Park aus gesehen werden. Nur ein Zaun trennt die Tiere von der Stadt. Diese Nähe verursacht Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung, vor allem weil es die Wanderrouten der Huftierherden gefährdet. Die meisten Tiere sind das ganze Jahr über zu sehen, einige Herdentiere wie Zebras und Antilopen kommen nur in der Trockenzeit, wenn viele Wasserstellen außerhalb des Parks ausgetrocknet sind. Aufgrund vieler kleiner Dämme entlang des Mbagathi Flusses hat der Park mehr Wasserreserven als die Regionen außerhalb. Diese künstlich angelegten Dämme haben auch attraktiven Lebensraum für viele Vögel und Wassertiere geschaffen. Im Frühjahr können besonders viele Jungtiere beobachtet werden. Im Park befindet sich auch eine weltberühmte Aufzuchtstation für Elefanten- und Nashorn-Jungtiere (David Sheldrick Wildlife Trust). Kranke oder verwaiste Jungtiere werden hier von Hand aufgezogen. Diese Station wird von Daphne Sheldrick betrieben und ist für Besucher eine Stunde täglich geöffnet. Daphne gilt als „Mutter der Elefanten“ und wird international als Expertin geschätzt. Im Jahr 1989 ließ der damalige Präsident Daniel Arap Moi im Nairobi-Nationalpark öffentlich Elfenbein im Wert von 760.000 US Dollar verbrennen, um ein Zeichen gegen Wilderei zu setzen. Noch heute erinnert ein Mahnmal an dieses Ereignis.

arte, 7.50 Uhr
Jäger der Lüfte
Habichte, Bussarde und Adler
Greifvögel faszinieren durch ihre einzigartigen Sinnesleistungen, ihre erstaunlichen Flugkünste und ihre vielfältigen Jagdstrategien. Habicht, Bussard und Adler leben von der Jagd. Das hat ihnen in vielen Kulturen Bewunderung, ja schwärmerische Verehrung eingetragen. Aber der Mensch hat diesen Vögeln auch zu allen Zeiten als Jagd- und Nahrungskonkurrenten Ressentiments entgegengebracht und sie gnadenlos verfolgt. Die Dokumentation liefert spektakuläre Einblicke in die oft unbekannte Welt der Greifvogelarten und will den Zuschauer für den Schutz und den Erhalt der Lebensräume dieser schönen Tiere sensibilisieren. So verschieden wie ihre Nahrung sind auch die Jagdmethoden der Greifvögel: Ob Suchflug in hoher Luft, Patrouillieren in Bodennähe, Sturzjagd vom Anstand aus oder Parforcejagd im freien Luftraum – jede Vogelart hat sich auf eine andere Jagdstrategie spezialisiert. Das Greifen und Festhalten der Beute mit den Fängen hat ihnen ihren deutschen Namen „Greifvögel“ eingetragen. Der Habicht ist zwar eine der bekanntesten einheimischen Greifvogelarten, doch gesehen wird er nur selten, denn Habichte flüchten vor den Menschen schon auf große Distanz. Sie sind äußerst geschickte und kräftige Jäger, die sich hervorragend an ihren Lebensraum angepasst haben. Er hat vor allem die Überraschungsjagd zur Perfektion entwickelt. Mit kurzen, relativ runden Schwingen und einem langen Schwanz als Steuer kann er sogar zwischen Bäumen geschickt jagen und auf kurze Strecken mit kräftigen Flügelschlägen sehr stark beschleunigen. Die Dokumentation zeigt auch die Besonderheiten der wichtigsten anderen mitteleuropäischen Greifvögel wie Mäuse- und Wespenbussard sowie Stein-, See-, Fisch-, Schlangen-, Schrei- und Kaiseradler. Jede dieser so unterschiedlichen Greifvogelarten spielt eine besondere Rolle im Haushalt der Natur. Dank ihrer Schnelligkeit, ihrer Wendigkeit und einem überdurchschnittlichen Sehsinn meistern sie täglich ihren individuellen Kampf ums Überleben. Nur gegen ihren größten Feind, den Menschen, haben sie oft keine Chance. Kein anderer Greifvogel ist zu einem derartigen Symbol für rücksichtslose Verfolgung geworden wie der Habicht. Er steht seit jeher als Inbegriff für einen Raubvogel. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war vor allem durch die Nachstellung von Jägern und Taubenzüchtern der Bestand in vielen Ländern Europas dramatisch zurückgegangen. Dank strenger Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand zwar erholt, aber noch immer gibt es illegale Verfolgung. Den meisten Greifvögeln macht jedoch heute vor allem die zunehmende Lebensraumzerstörung zu schaffen.

Freitag, 8. Oktober

3sat, 13.20 Uhr
Die neue Wildnis (1/3)
Frühling
Die Oostvaardersplassen, das größte Feuchtgebiet der Niederlande, lag vor 40 Jahren noch unter dem Meeresspiegel. In der unberührten Natur kann man den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Im Frühling herrschen Gedränge und Trubel auf den Wiesen und in den Sümpfen des Naturschutzgebiets. Die Überfülle neuen Lebens versucht in spektakulären Gefechten, ihr eigenes Terrain zu erobern. Mit Krach und stolzem Gehabe wollen sich alle Arten behaupten. Oostvaardersplassen ist ein junges Naturgebiet von 5600 Hektar Land zwischen Almere und Lelystad – etwa 30 Kilometer nordöstlich von Amsterdam. Zwar wurde die Provinz von Menschenhand geschaffen, aber sie ist doch eine der unberührtesten Naturlandschaften Europas. Bei der Trockenlegung der zwölften Provinz der Niederlande gab es zuerst Pläne, die Oostvaardersplassen zu einem Industriegebiet zu machen. Da der Boden aber zu nass war, entschied man sich dafür, der Natur ihren Lauf zu lassen. Das Gebiet ist inzwischen als Sumpfland und Überwinterungsregion für Vögel von internationaler Bedeutung. Die trockeneren höheren Landstriche sind sehr geeignet für große Grasfresser wie Konikpferde, Rothirsche und Heckrinder. Oostvaardersplassen ist ein Schutzgebiet unter der gesetzlichen Aufsicht der staatlichen Forstverwaltung und beschränkt zugänglich für Besucher.

3sat, 14.05 Uhr
Die neue Wildnis (2/3)
Sommer
Im Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen, dem größten Feuchtgebiet der Niederlande, kann man den Wechsel der Jahreszeiten gut beobachten. Der Sommer ist die Jahreszeit des Überflusses. Es ist aber auch eine Zeit voller Herausforderungen. Alle Jungtiere müssen lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Schon jetzt gilt es, Kräfte für den langen harten Winter zu sammeln. In den Tümpeln wird das Wasser knapp.

3sat, 14.50 Uhr
Die neue Wildnis (3/3)
Herbst/Winter
Im Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen, dem größten Feuchtgebiet der Niederlande, kann man den Wechsel der Jahreszeiten gut beobachten. Im Winter ist es eine grimmige Landschaft. Es gibt weniger Nahrung. Deshalb müssen die Bewohner des Graslandes und der Sümpfe nach Auswegen suchen, die ihr Überleben sichern.

Samstag, 9. Oktober

SWR Fernsehen, 7.30 Uhr
Rettung in letzter Minute
Die Menschen beanspruchen immer mehr Lebensraum für sich. Flächen werden versiegelt, Wälder gerodet und wildlebende Tiere verdrängt. Die Artenvielfalt nimmt immer mehr ab. Direkt oder indirekt haben Menschen zum Aussterben einiger Tierarten in Europa beigetragen. Engagierte Naturschützer*innen suchen nach Wegen, Fehler der Vergangenheit rückgängig zu machen. Begleitet wird der irische Journalist Derek Mooney auf seinem Weg zu Artenschutzprojekten in Spanien, Italien, Slowenien, Irland und der Schweiz. Gemeinsam wollen Wissenschaftler*innen und die örtliche Bevölkerung Wölfe, Bären, Luchse oder Rotmilane vor dem Aussterben bewahren. Gibt es eine Chance für ein Miteinander von Menschen und wilden Tieren? Gelingt die Rettung in letzter Minute?

NDR Fernsehen, 8.30 Uhr
Die Nordreportage – Maisernte unter Hochdruck
Die Maisernte muss in einem kleinen Zeitfenster über die Bühne gehen, es darf nicht zu trocken und nicht zu nass sein. Wenn die Bedingungen stimmen, wollen alle Landwirte auf einmal ernten. Und jedes Jahr werden die Flächen, auf denen Mais angebaut wird, größer. Für Wildschweine sind das paradiesische Bedingungen. Sie fressen sich dort, gut geschützt, zu jeder Tages- und Nachtzeit satt. Das führt dazu, dass die Landwirte große Schäden hinnehmen müssen. Darum gibt es in Niedersachsen während der Maisernte eine spezielle Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern. In der Region Lüneburg findet jedes Jahr die sogenannte „Erntejagd“ statt. Dabei postieren sich die Jäger mit ihren Gewehren rund um die Maisfelder, die abgeerntet werden und erlegen regelmäßig viele Tiere.

3sat, 10.45 Uhr
Abenteuer Schönbrunn – Wo sich Eisbären und Löwen zu Hause fühlen
Im diesem Teil erforscht Naturfilmer Erich Pröll, welche Auswirkungen der Klimawandel auf unsere Umwelt hat – denn auch viele Tierarten sind von den höheren Temperaturen negativ betroffen. Meeresfische und Korallen kämpfen durch die wärmeren Gewässer ums Überleben, Rentiere leiden an Futtermangel, längere Trockenperioden zerstören die Lebensräume der Koalas. Aber wie funktioniert das im Zoo? Welche Lebensbedingungen brauchen bedrohte Tierarten?

ARD-alpha, 13.00 Uhr
Planet Wissen
Winterfütterung von Wildtieren – Sinnvoll oder schädlich
Viele Jäger füttern im Winter Rehe und Hirsche. Das schreibt das Jagdgesetz vor, außerdem sind viele Jäger überzeugt, dass die Tiere sonst leiden. Doch stimmt das und ist eine Fütterung nötig? Die Forschung des Münchner Wildbiologen Andreas König weckt Zweifel daran. Auch Hirsche werden im Winter gefüttert, in Süddeutschland in festen Wintergattern. Hier dürfen sie nur in bestimmten Gebieten leben, um Konflikte mit Waldbesitzern zu vermeiden. Tierschützer kritisieren das. Gibt es eine Lösung im Konflikt Wild gegen Wald? Das diskutieren die Studiogäste bei Planet Wissen.

Sonntag, 10. Oktober

3sat, 13.30 Uhr
Unsere wilde Schweiz (1/4)
Das Oberengadin
Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Flora und Fauna der Alpen Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche.

3sat, 14.20 Uhr
Unsere wilde Schweiz (2/4)
Das Vanil Noir
Wildhüter Patrick Romanens macht sich auf Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: Ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen – weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.

3sat, 15.10 Uhr
Unsere wilde Schweiz (3/4)
Der Aletschgletscher
Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. „Pro-Natura“-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte „Totholzburgen“, um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.

3sat, 16.00 Uhr
Unsere wilde Schweiz (4/4)
Das Verzascatal
Das Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen. Es ist ein raues, wildes Tal mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.

TV-Programm 11.10.2021 - 17.10.2021

Montag, 11. Oktober

3sat, 13.20 Uhr
Herr Jäger und sein Bock
36 Jahre hat Domenic Jäger auf den Moment gewartet, einen kapitalen Steinbock zu erlegen. Das wäre der Höhepunkt seines Jägerlebens. „Reporter“ begleitet ihn auf die Jagd. „Der Steinbock ist unser Wappentier, unser Stolz. Nur alle zehn Jahre kriegt man die Chance, diese Tiere zu jagen; einen richtig großen, einen kapitalen Steinbock sogar nur einmal im Leben!“, schwärmt Domenic Jäger wenige Tage vor Jagdbeginn. Doch mit der Freude kommen beim Jäger auch Bedenken auf: Normalerweise kennt er sein Jagdgebiet in- und auswendig. Die Berge und Täler im Albrisgebiet oberhalb von Pontresina aber, wo sich die Steinbockkolonie befindet, die er bejagen darf, sind Neuland für ihn. Der Druck ist groß. Reporter Curdin Fliri heftet sich an Domenic Jägers Fersen. Er macht sich mit ihm auf die Suche nach den majestätischen Tieren, die im kargen Gebirge mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen sind, pirscht sich mit ihm zwischen Felsen und Geröll an, auf der Jagd nach seinem Traum.

Dienstag, 12. Oktober

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Ötscher – Im Reich der sanften Riesen
Der Bergstock des Ötscher liegt am östlichen Rand der Alpen. Sein Gipfel ist keine 2000 Meter hoch. Und dennoch dominiert dieser Berg eine ganze Region, eine Landschaft der Superlative. In manchen Jahren, aber nur im Winter, trifft man hoch oben am Gipfel das legendäre Ötscher-Schneehuhn, einen Meister der Tarnung, der hier beinahe genauso selten ist wie die vereinzelten Luchse, die in den Urwäldern jagen.

3sat, 17.00 Uhr
Wilde Inseln: Sansibar
Östlich von Tansania, vierzig Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, liegt eine der exotischsten Inselgruppen der Welt: der Sansibar-Archipel. Sansibar ist die Insel der ungezähmten Wildnis. Seit Jahrtausenden vom Festland isoliert, haben sich die Lebewesen auf diesem begrenzten Raum an Nischen angepasst und in rasanter Geschwindigkeit neue Arten gebildet. Die Dokumentationsreihe „Wilde Inseln“ ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

Mittwoch, 13. Oktober

3sat, 14.00 Uhr
Von Wölfen, Hunden und Menschen
Die Mensch-Tier-Beziehung kann unterschiedlich aussehen. Eine Arbeitsgruppe der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle an der Universität Wien erforschte unter anderem die gegenseitige Beeinflussung. Es zeigte sich, dass die Persönlichkeitsmerkmale des Besitzers nicht nur stark die Beziehung bestimmen, sondern das Verhalten des Tieres entscheidend beeinflussen. Es begann mit einer Studie an Menschen mit Katzen. Doch wie sieht es bei Wolf, Hund und Mensch aus?

3sat, 14.30 Uhr
Wenn aus Wölfchen Wölfe werden
Wenn Wolfsbabys in einem Tierpark zur Welt kommen, können sie meist nicht im Rudel der Eltern bleiben. Die Gehege sind zu klein, um das Rudel zu vergrößern. So auch im Wildpark Schorfheide. Vier Welpen sollen im Alter von zwei Monaten an einen Wildpark in der Schweiz abgegeben und dort in ein anderes Rudel integriert werden. Zuvor müssen sie sozialisiert werden, um sich an Menschen zu gewöhnen. Doch alles kommt anders als erwartet. Die junge Tierärztin Claudia lebt zunächst zwei Monate mit den Wolfsbabys als Ersatzmutter im Wildpark, füttert sie Tag und Nacht und baut eine Beziehung zu den Tieren auf. Wolfsgeheul-Stunden sind inklusive. Doch dann kommt der große Tag: Die vier Jungwölfe werden von dem Wildpark Berlin Schorfheide in die Schweiz gebracht. Werden sie von dem Rudel dort, das kaum sozialisiert ist, akzeptiert? Falls nicht, kann es gefährlich für die Kleinen werden.

arte, 18.30 Uhr
Der Sibirische Tiger
Der Sibirische Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. In den Urwäldern im Osten Russlands trägt er als höchstes Glied in der Nahrungskette entscheidend zur Aufrechterhaltung des Ökosystems bei. Das mächtige Raubtier gilt als „Seele der russischen Wildnis“ – dabei hätte der Mensch es in den 1940er Jahren fast ausgerottet. Zwar ist der Tigerbestand inzwischen dank strikter Artenschutzmaßnahmen wieder gewachsen, doch nun bedrohen neue Urbanisierungstrends seinen Lebensraum zusehends … Die Dokumentation sucht nach Lösungen für das Zusammenleben mit dem Raubtier und erinnert daran, dass das Schicksal des Sibirischen Tigers in der Hand des Menschen liegt. Der Sibirische Tiger, auch Amurtiger genannt, ist die größte Raubkatze der Welt. Er lebt in den Urwäldern des Sichote-Alin, einem rund 1.500 Kilometer langen Hochgebirge zwischen dem Japanischen Meer und der russisch-chinesischen Grenze. Als höchstes Glied in der Nahrungskette trägt die gefürchtete Raubkatze dort entscheidend zur Erhaltung des Ökosystems bei. Der Sibirische Tiger gilt als „Seele der russischen Wildnis“ – dabei hätte der Mensch ihn bereits fast ausgerottet: 1940 gab es nur noch 40 Amurtiger weltweit. Inzwischen ist der Bestand dank strikter Artenschutzmaßnahmen wieder gewachsen – doch nun droht eine neue Gefahr: Der russische Osten wird immer dichter besiedelt, und das enge Zusammenleben von Mensch und Tiger sorgt zunehmend für Spannungen. Wird sich das mächtigste Raubtier der Welt gegenüber neuen Urbanisierungstrends behaupten können? Die Dokumentation folgt einem jungen Tiger auf seiner Suche nach einem neuen Territorium. Dabei werden auch Menschen porträtiert, die regelmäßig auf das Raubtier stoßen – so wie Kim, der sein Jagdgebiet mit dem Tiger teilt, und Yuri Kolpak, der sich mit seinem Team für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Raubkatze einsetzt. Die seltenen Aufnahmen geben Einblick in das Leben der Amurtiger, die trotz ihrer Stärke und Geschicklichkeit ums Überleben kämpfen. Dabei wird auch die Artenvielfalt der ostrussischen Berge mit ihren Sikahirschen, Wildschweinen und Kragenbären beleuchtet.

Donnerstag, 14. Oktober

3sat, 17.45 Uhr
Eine Erde – viele Welten
Städte
Städte wachsen schneller als jeder andere Lebensraum auf der Erde. Beinahe vier Milliarden Menschen leben in diesen Zentren. Auch die kühnsten unter den Wildtieren zieht es an diese Orte. Für die wagemutigen Anpassungskünstler offenbart sich ein Lebensraum voller überraschender Chancen. Leoparden streifen durch die Straßen von Mumbai, Wanderfalken jagen zwischen New Yorks Wolkenkratzern, und eine Million Stare führen bizarre Lufttänze über Rom auf. Einige der Tiere werden sogar in unseren Städten willkommen geheißen. In Harar finden sich Bewohner, die in engem Kontakt mit wilden Hyänen leben und sie mit Fleisch und Knochenresten gut versorgen. Viele Tiere jedoch kämpfen täglich um ihr Überleben im Großstadtdschungel. Er ist laut, überbevölkert, kommt nie zur Ruhe, und der natürliche Zyklus von Aktivität und Erholung ist aufgehoben. Eine Stadtlandschaft ist ständigem Wechsel unterworfen und bringt neue Gefahren, aber auch Möglichkeiten hervor. So werden die Lichter des Zentrums im chinesischen Shanghai oder dem kanadischen Toronto zu einer tödlichen Falle für Zugvögel. Von den Leuchttürmen angezogen, kollidieren sie mit den Wolkenkratzern und sterben. An den Stränden von Barbados verwirren die Lichter des Urlaubsresorts die Karettschildkröten. Die frisch geschlüpften Jungen laufen auf den hellsten Horizont zu. Heute ist es nicht mehr der Mond über dem Meer, sondern es sind die Hotels, die leuchten und die kleinen Schildkröten ins Verderben ziehen. Die Teams reisten rund um die Welt, um die Veränderungen und eindrucksvollen Überlebensstrategien zu dokumentieren und den ungewöhnlichen Einwanderern ganz nahe zu kommen. Mit Infrarot- und Wärmebildkameras fingen die Kamerakollegen erstmals nächtliche Jagdgänge der Leoparden in Mumbai ein. 200 Menschen wurden in den vergangenen 25 Jahren von den Raubtieren angegriffen. Mithilfe von 4K-„Low-Light“-Kameras konnten die Hyänen in Harar verfolgt werden. Zeitweise wurde das Team von über 100 kämpfenden Hyänen umringt. Um den Wanderfalken in New York zu dokumentieren, bemühten sich die Filmemacher allein neun Monate um Genehmigungen für den Dreh auf den Dächern der Wolkenkratzer und für den Überflug mit dem Helikopter. Es ist das erste Mal, dass hier über der Stadt jemand Aufnahmen vom schnellsten Vogel der Welt gemacht hat. Dabei erreichte der Wanderfalke Spitzengeschwindigkeiten von 300 Stundenkilometern. In der Folge „Städte“ aus der Reihe „Eine Erde – viele Welten“ begegnet das Team höchst unterschiedlichen Geschöpfen und ihren Strategien in diesem neuen unvergleichlichen Lebensraum.

Freitag, 15. Oktober

3sat, 17.45 Uhr
Brahmaputra – Wasser vom Himalaya
Der Brahmaputra ist ein gewaltiges Flusssystem unserer Erde. Er entspringt zwischen den höchsten Gipfeln des Himalaya, donnert durch die tiefsten Schluchten und mündet im größten Küstendelta weltweit. Ebenso vielfältig wie die verschiedenen Landschaftsräume, die der Brahmaputra durchfließt, ist die Tier- und Pflanzenwelt. Exotische und seltene Tiere wie Gorale oder Nebelparder leben in den abgelegenen Wäldern. Die Auengebiete sind Lebensraum von Elefanten, Panzernashörnern, wilden Wasserbüffeln und einer Vielzahl verschiedener Vogelarten. Axishirsche durchstreifen die Mangrovenwälder an der Küste, stets auf der Flucht vor den selten gewordenen Königstigern.

Samstag, 16. Oktober

3sat, 7.00 Uhr
nano
Themen „Yellowstone in Europa“ u. a.
Die Welt von morgen
Vom 11. bis 24. Oktober 2021 findet in Kunming, China die UN-Biodiversitätskonferenz statt. Es soll ein Megaevent zur Rettung der Natur werden und die Wende im Artenschutz bringen. „nano“ berichtet in der Woche vom 11. bis 15. Oktober täglich in einem Beitrag von bedrohten Lebensräumen und ambitionierten Rettungsversuchen. Fünf Themenblöcke zeigen, dass echter Artenschutz vor allem eines wird: unbequem.

ZDF neo, 8.00 Uhr
Geschichte der Tiere: Der Hund
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die zweiteilige „Terra X“-Reihe erzählt alles Wissenswerte dieser einzigartigen Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung. „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“ Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. „Canis lupus“ ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher. Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in seine Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen – die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren. Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt deren vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt. Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der jahrtausendealten Geschichte zwischen Mensch und Hund.

ZDF neo, 8.45 Uhr
Der erste Freund des Menschen
Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ist legendär. In atemberaubenden Bildern zeigt „Terra X“, was Wissenschaftler über die Beziehung der ungleichen Partner herausgefunden haben. Wann wurde der erste Wolf gezähmt? Warum blieb das mächtige Raubtier beim Menschen? Wie beeinflusste der Hund die Entwicklung des Menschen? Neueste Ergebnisse der Paläogenetik, Verhaltensforschung und Zoologie geben erstaunliche Antworten auf diese Fragen. Dass der Hund das erste Haustier des Menschen war, hatten Wissenschaftler schon lange vermutet, aber das Team von Prof. Burger (Universität Mainz) war dann doch sehr erstaunt, dass Menschen und Wölfe offenbar viel früher zusammenlebten als bisher angenommen. „Unsere Daten haben ergeben, dass der Zeitraum, der am wahrscheinlichsten für die Domestikation ist, zwischen 20 000 und 40 000 Jahren lag“, fasst Burger die Ergebnisse seines Teams zusammen. „Das ist geradezu ein unwahrscheinliches Ergebnis! Es ist ja relativ einfach, ein Tier zu domestizieren, wenn man es an das Haus binden kann. Aber diesen Vorteil hatten die Jäger und Sammler nicht. Sie lebten in hoch mobilen Gruppen, die ihren Beutetieren hinterherziehen mussten. Unter diesen Umständen die Konstanz für eine Domestizierung aufzubringen und Züchtung zu betreiben, das ist eine besonders große Leistung.“ Eine Leistung, die offenbar nicht nur zu gravierenden Veränderungen im Leben des Hundes führte, sondern auch den Menschen veränderte. Prof. Kurt Kotrschal vom Wolfsforschungszentrum (WSC) Ernstbrunn in Österreich ist sich sicher: „Man kann durchaus sagen, dass Hunde während des Sesshaftwerdens des Menschen eine große Rolle gespielt haben. Zu dieser Zeit wurden auch Schaf, Rind und Ziege domestiziert. Die Leute begannen, halbnomadisch mit diesen Tieren zu leben, was ja wirtschaftlich sehr erfolgreich war, und das wäre ohne den Hund nicht gegangen. Damals gab es überall, wo Vieh gehalten wurde – also im Fruchtbaren Halbmond, im Nahen Osten, bis in die zentralasiatischen Steppen – viele Wölfe. Das heißt, es wäre völlig undenkbar gewesen, dass Menschen ohne die Hilfe des Hundes Schaf und Rind domestiziert hätten. So gesehen, haben Hunde einen riesigen Beitrag für die folgenden Kulturentwicklungen geleistet. Heute unterstützt der Hund den Menschen noch immer als Hütehund, übernimmt aber auch immer höher spezialisierte Aufgaben als Spür-, Jagd-, Minen-, Schlitten- und sogar als Therapiehund. Die meisten der freundlichen Vierbeiner werden allerdings gezüchtet, um Teil einer menschlichen Familie zu werden. Längst haben sie ihre Kommunikation auf den Menschen umgestellt. Kein anderes Tier versteht die Mimik und Gestik des Menschen so gut wie der Hund. Sogar das Bellen sehen die Forscher als Antwort auf den „redseligen“ Partner Mensch an.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Herbst der Hirsche
Rotwild ist die größte Wildart in unseren Wäldern. Rothirsche sind hierzulande extrem scheu, denn bis zu neun Monate im Jahr sind sie zum Abschuss freigegeben. Der Grund für die starke Verfolgung: Rothirsche gelten als Waldschädlinge, denn vor allem im Winter knabbern sie an der Rinde. Waldbauern und Waldbäuerinnen sowie Förster/innen schätzen sie daher nicht. Und die Jäger/innen freuen sich über ein prächtiges Geweih als Trophäe, doch auch das bedeutet schließlich den Tod des Tieres. Es liegt leider nur wenigen daran, nach Lösungen zu suchen, um mit dem majestätischen Tier in Frieden zu leben.

hr fernsehen, 13.55 Uhr
Bodyguards für Schafe – Mit Kangals gegen Wölfe
Der Wolf ist zurück in Niedersachsen. Seither sind Nutztiere wie Schafe in Lebensgefahr, denn sie sind Beute des Wolfes. Schäfer Holger Benning hat eine Lösung gefunden, seine Herde zu schützen. Er setzt Kangals, eine Hirtenhunderasse, als Herdenschutzhunde ein. Sie sind die „Security“ für die Schafe. Die uralte Hunderasse ist widerstandsfähig, temperamentvoll, aber nicht unumstritten. Da müssen Holger und seine Frau Nicole Benning auch mal hart durchgreifen. Gerade haben sie einen Wurf von acht Kangalwelpen. Sie alle sollen Herdenschützer werden. Doch die Ausbildung zum „Bodyguard“ für Schafe ist lang. Die Kangals müssen schon im Welpenalter viel lernen, zum Beispiel den ersten, unangenehmen Kontakt mit dem Elektrozaun. Und dann steht Unterricht bei einer Schulungsherde an, bei der alte Schafböcke die Lehrer der Hunde sind. Einen Welpen wollen die Bennings im Betrieb als Herdenschützer behalten. Nur, welcher ist am besten geeignet? Der Film begleitet die Entwicklung der Kangalwelpen über Monate hinweg, von der Geburt bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie zu ausgewachsenen Herdenschutzhunden geworden sind. Am Ende müssen die Kangals noch eine Prüfung ablegen. Dann zeigt sich, ob sie das Potenzial haben, sich gegen einen Wolf zur Wehr zu setzen.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Festmahl der Tiere
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen genau wissen, was in freier Wildbahn mit Kadavern passiert. Denn jeder Tod bedeutet Leben für zigtausende andere Lebewesen: Es ist der Beginn eines komplexen Kreislaufs. Man weiß recht wenig über die Tiere, die nach dem Tod einen Körper besiedeln, über die Organismen, die die Chemie des Körpers grundlegend verändern, und die Pflanzen, die die wertvollen Nährstoffe weiter verwerten. Im Film „Festmahl der Tiere“ wird eine fremde Welt offenbart, in der verendete Tierkörper zu behaglichen Refugien für Kleinlebewesen werden, und sich als praktische „Fast-Food Restaurants“ für andere Opportunisten entpuppen. Dabei erlebt man mitunter auch bekannte Tiere wie die Schmeißfliege oder den Totengräberkäfer von einer ganz neuen, erstaunlichen Seite. Aber statt düsterer Geschichten über den Tod zu erzählen, geht es in diesem Film darum, das Leben in den Fokus zu stellen und zu erzählen, wie jeder Körper die Basis für zahlreiche Nahrungsketten stellt.

Sonntag, 17. Oktober

arte, 12.15 Uhr
Wildes Indochina
Vietnam: Schatzkammer neuer Tierarten
Online verfügbar von 04/09 bis 04/10
Fast wie durch ein Wunder haben verschwunden geglaubte Tiere in Höhlen die Wirren des Krieges in Vietnam überstanden. Unter den Pflanzen ist der Bambus der größte Überlebenskünstler. Vor nicht einmal 50 Jahren sah es in diesem geschundenen Land noch ganz anders aus. Über ein Jahrzehnt lang, als der Kampf zwischen den Menschen zu einem Krieg gegen die Natur wurde, verschwanden große Waldflächen Vietnams unter anderem durch den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange. Die Verwüstung war so massiv, dass die Begriffe „Naturkrieg“ und „Umweltzerstörung“ die Region prägten. Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielte Hang Toi, eine der größten Höhlen der Welt. Sie wäre groß genug, um ein Hochhaus dort hineinzubauen. Damals rettete sie als Schutzraum Menschen und Tieren das Leben. Noch heute nutzen seltene Primaten die Höhle, von denen man angenommen hatte, sie seien ausgestorben.

arte, 13.00 Uhr
Wildes Indochina
Thailand: Juwel des Orients
Online verfügbar von 10/10 bis 10/11
In Thailand treffen sowohl in der Landschaft als auch in der Tierwelt Extreme aufeinander. Die Dokumentation zeigt diese unterschiedlichen Lebenswelten, die in krassem Kontrast zueinanderstehen. Tiere und Pflanzen sind in diesem Land Südostasiens Bedingungen ausgesetzt, die das Überleben zum tagtäglichen Kampf machen. Doch Flora und Fauna wissen sich zu wehren. So enthüllt die Dokumentation unter anderem das Geheimnis von Thailands Tieren, die immer wieder Wege finden, den ständigen Gefahren zu trotzen. Der Naturfilm porträtiert einen Hotspot der Artenvielfalt, in dem zahlreiche Heilpflanzen vorkommen, die Menschen, aber auch Tiere zu nutzen wissen. Thailand ist wie eine Apotheke für die Tiere. Gleichzeitig besticht das Land durch seine grandiosen Millionen Jahre alten Landschaften und seine uralte Kultur.

arte, 13.45 Uhr
Wildes Indochina
Kambodscha: Im Herzen des Mekong
Online verfügbar von 11/10 bis 11/11
Wenn in Kambodscha der Monsun ausbleibt, herrscht extreme Trockenheit. Dann bestimmt die Suche nach den letzten Wasserstellen das Leben der Tiere. Es entsteht ein zäher Überlebenskampf, und das Gedränge um das wenige verbliebene Wasser wird gefährlich. Vor allem die schwächeren Tiere setzen für einige Tropfen vom kostbaren Nass ihr Leben aufs Spiel. Wenn der langersehnte Regen dann endlich fällt, überrollen Flutwellen das Land. Sie füllen die zahlreichen Wasserwege, die das Land wie Arterien versorgen. Dann schafft der Regen ein buntes Gemisch von Lebensräumen in einem Gebiet von 30.000 Quadratkilometern. Selten gewordene Raubtiere wie der Nebelparder schleichen darin durch den Dschungel. Es wachsen Pflanzen, die besondere Strategien entwickelt haben, um jeden Tropfen Wasser zu nutzen. In der Naturdokumentation über Kambodscha beobachtet die Kamera aus nächster Nähe, wie ein Kragenbär mit seiner höchst sensiblen Nase Nahrung findet und Kahlkopfgeier den natürlichen Kreislauf in Gang halten.

3sat, 15.35 Uhr
Wilde Inseln: Philippinen
Die Landschaft der Philippinen ist ausgesprochen vielfältig. Karge Berge, dichter Regenwald, Sümpfe und Klippen prägen die 7000 großen und kleinen Eilande der pazifischen Inselgruppe. Einer der artenreichsten Lebensräume der Philippinen findet sich in den dichten Urwäldern von Palawan. Die sechstgrößte Insel der Philippinen ist zugleich auch die am dünnsten besiedelte. Dort leben Raubtiere wie der Palawan-Binturong, den es nur auf dieser Insel gibt. Binturongs werden auch „Marderbären“ genannt, weil sie mit ihrem gedrungenen, bärenartigen Körper und dem spitzen Kopf wie eine kuriose Mischung aus Marder und Bär wirken.

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