JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 28. Januar 2018.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 01.01. - 07.01.2018

Montag, 1. Januar

3sat, 6.45 Uhr
Wilde Inseln: Philippinen
Die Landschaft der Philippinen ist ausgesprochen vielfältig. Karge Berge, dichter Regenwald, Sümpfe und Klippen prägen die 7.000 großen und kleinen Eilande der pazifischen Inselgruppe. Einer der artenreichsten Lebensräume der Philippinen findet sich in den dichten Urwäldern von Palawan. Die sechstgrößte Insel der Philippinen ist zugleich die am dünnsten besiedelte. Hier leben Raubtiere wie der Palawan-Binturong, den es nur auf dieser Insel gibt. Binturongs werden auch „Marderbären“ genannt, weil sie mit ihrem gedrungenen, bärenartigen Körper und dem spitzen Kopf wie eine kuriose Mischung aus Marder und Bär wirken.

arte, 7.10 Uhr
Tiere im Fokus
Der Andenkondor in Peru
Online verfügbar von 01/01 bis 09/01
Kein Tier symbolisiert Peru stärker als der Andenkondor. Mit drei Metern Flügelspannweite sind der Kondor und der Albatros die größten Vögel der Welt. Die peruanische Illescas-Halbinsel, wo er vor nicht allzu langer Zeit Andenkondore entdeckt hat, wurde zum Schutzgebiet erklärt. Dort befindet sich die vermutlich größte Kondor-Population von ganz Peru. Wobei der nationale Bestand inzwischen nur noch auf maximal 500 geschätzt wird; auf Illescas leben geschätzt rund 30 Vögel.

Dienstag, 2. Januar

3sat, 6.45 Uhr
Wilde Inseln: Sri Lanka
Wie eine winzige Träne liegt Sri Lanka nur sechs Grad über dem Äquator inmitten des Indischen Ozeans. Der Inselstaat umfasst weniger als 75 000 Quadratkilometer. Die Vielfalt seiner Tierwelt kann es jedoch mit jedem Kontinent aufnehmen. Und auch die komplexen klimatischen und geografischen Bedingungen sind von besonderem Ausmaß.

3sat, 14.35 Uhr
Europa ungezähmt
Eisige Welten
Von den Eiswüsten Nordeuropas über die waldreichen Mittelgebirge, den Feuchtgebieten des Donaudeltas bis zu den Halbwüsten der Iberischen Halbinsel – Europas Landschaften sind einzigartig. Der erste Teil der Reihe „Europa ungezähmt“ widmet sich „eisigen Welten“: Während auf dem Großteil des Kontinentes mildes Klima herrscht, müssen sich die nördlichen Regionen auf Temperaturen bis zu minus 40 Grad einstellen. Ein Härtetest für jede Form von Leben. Trotzdem findet sich eine enorme Vielfalt: vom weltgrößten Landraubtier, dem Eisbären, der die eisigen Polarregionen durchstreift, bis hin zum kleinsten Wiesel, das in den tief verschneiten Wäldern auf die Jagd geht. In dieser lebensfeindlichen, weiß umhüllten Welt überleben nur die Stärksten. Wer hier nicht perfekt angepasst ist, hat keine Chance.

Mittwoch, 3. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
ABENTEUER WILDNIS
Alaskas Bären – Ein Sommer unter Grizzlys
Der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan ist 5.000 Kilometer durch Alaska, den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten gereist, um Bären in freier Wildbahn zu beobachten. Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reiste der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In der nahezu unberührten Küstenlandschaft der Alaskahalbinsel trifft er auf eine außergewöhnliche Grizzlygesellschaft. Auf engem Raum leben hier so viele Braunbären zusammen wie nirgendwo sonst. Bärenmutter Nadie führt ihre beiden im Frühjahr geborenen Jungen durch die üppigen Seggenwiesen. Die Grizzlykinder sammeln dabei lauter neue Eindrücke. Während der Paarungszeit muss sich die Familie ihren Weg durch die gefährliche Kampfzone der Rivalen bahnen. Im Juli füllt sich der Strom langsam mit Lachsen, die zu ihren Laichgewässern landeinwärts streben. Für die Grizzlys eine Zeit des Überflusses, aber auch der Konflikte. Es gibt Streit um die besten Fangplätze. Nur resolute Tiere wie Nadie kommen voll auf ihre Kosten. Oft setzt sich die erfahrene Mutter gegen Männchen durch, die doppelt so groß sind wie sie. Die langen Wintermonate werden die drei Bären in ihrer Schlafhöhle gut überstehen.

3sat, 14.35 Uhr
Europa ungezähmt
Die Alpen
Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden bis heute einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.

Donnerstag, 4. Januar

Phoenix, 6.30 Uhr
Die Wölfe von Tschernobyl
Für Menschen ist das am 26. April 1986 verseuchte Niemandsland um Tschernobyl bis heute unbewohnbar. Dort gibt es neue Herrscher: Wölfe regieren nun die Sperrzone zwischen der Ukraine und Weißrussland. Diese Dokumentation zeigt die Auswirkungen der Katastrophe: Ein Vierteljahrhundert nach dem Unglück wurde das gesperrte Gebiet unbeabsichtigt zu einem riesigen ökologischen Versuchslabor. Die Wolfsexperten Christoph und Barbara Promberger untersuchen mit dem weißrussischen Raubtierforscher Vadim Sidorovich die Umstände. Die Wolfsexperten Christoph und Barbara Promberger untersuchen mit dem weißrussischen Raubtierforscher Vadim Sidorovich unter anderem die Fragen: Wie viele Wölfe gibt es in dem Gebiet? Wie kommen die Tiere mit der Radioaktivität zurecht? Wiegt die Abwesenheit des Menschen schwerer als die immer noch vorhandene radioaktive Verseuchung? Welche Auswirkungen sind bei anderen Tierarten nachweisbar? Ist Tschernobyl ein Fenster in eine Vergangenheit, bevor es den Menschen gab? Oder in eine Zukunft nach dem Kollaps unserer Zivilisation?

WDR Fernsehen, 13.05 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten – Winterhärte
Im österreichischen Kärnten findet das Rotwild immer weniger Nahrung. Der Jäger Sixtus Volpini begibt sich daher zur Fütterung der Tiere in den Wald und beobachtet dabei den Wildwechsel. Der ewige Frost frisst die letzten Reserven und zwingt die Tiere in einen Überlebenskampf. Mensch und Tier hoffen immer sehnsüchtiger auf die ersten Frühlingsboten und die wärmende Kraft der Sonne.

arte, 21.40 Uhr
Eine Welt aus Wäldern
In Zeiten des Eises
Erstausstrahlung
Die dreiteilige Dokumentation taucht in die Naturgeschichte Europas ein und zeigt, wie sich die Tierwelt von der letzten Eiszeit bis heute über den Kontinent ausbreiten konnte. Paris, Montmartre: Vor 20.000 Jahren erstreckte sich hier eine unendliche eisige Weite. In dieser Folge geht es um Anpassungsfähigkeit: Wie konnten so kälteempfindliche Tierarten wie Eichhörnchen, Hirsch oder Igel der 80.000 Jahre dauernden letzten Kaltzeit standhalten? Vor 12.000 Jahren änderte sich das Klima abrupt und die Erde erwärmte sich. Rasch breiteten sich die Wälder auch jenseits ihres bisherigen Schutzraumes am Mittelmeer aus. Mit den Laubbäumen eroberten auch die Waldtiere den europäischen Kontinent. Während der 80.000-jährigen letzten Kaltzeit ist der nördliche Teil des Kontinents unter einem riesigen Gletscher begraben, ganz Europa scheint vor Kälte wie gelähmt. Nur einige wenige Landstriche haben ein gemäßigtes Klima bewahrt. Sie liegen im Süden auf der Pyrenäen-, Apenninen- und Balkanhalbinsel, gegenüber von Afrika am Ufer des Mittelmeers. Hier gibt es die letzten Laubwälder Europas, hier konnten Eichen, Buchen und Linden der Eiskappe entgehen. Und hier schreitet die Evolution von Eichhörnchen, Igeln, Füchsen und Wildschweinen weiter voran. Vor 12.000 Jahren veränderte sich das Klima und die Erde erwärmte sich. Aus der Vogelperspektive wirkt die enorme Verwandlung des Kontinents besonders eindrucksvoll: Das Gletschereis zieht sich auf die Gipfel der Alpen und Pyrenäen sowie in die nördlichen Breiten Skandinaviens zurück. Das Schmelzwasser fließt in die Ozeane, wodurch der Meeresspiegel stark ansteigt und sich die gesamte europäische Küstenlandschaft verändert. Für die Bewohner der Kälte beginnt der Exodus. Rentiere und Moschusochsen ziehen auf der Suche nach den letzten Eislandschaften nach Osten und Norden. Die Laubwälder hingegen breiten sich dank des milderen Klimas vom Mittelmeerraum nach Norden aus. Mit ihnen erobern auch die Waldtiere den vom Eis befreiten europäischen Kontinent.
Die Sendung ist auch online verfügbar von 04/01 bis 11/01 auf dem Internetportal von ARTE.

arte, 22.25 Uhr
Eine Welt aus Wäldern
Macht und Pracht des Waldes
Erstausstrahlung
In dieser Folge geht es um das goldene Zeitalter des Waldes. Als die Eismasse, die halb Europa bedeckte, wegen der Klimaerwärmung schmolz, verschwanden Millionen Kubikmeter Eis im Meer. Innerhalb weniger Jahrhunderte breiteten sich die Bäume über den ganzen Kontinent aus. Ungestört von den Menschen, die in kleinen Gruppen als Jäger und Sammler lebten, konnte sich die Natur über 6.000 Jahre lang im Rhythmus der Jahreszeiten entfalten. Vor 20.000 Jahren erstreckte sich in Europa ein Reich aus Eis und große Wildtierherden kämpften mit dem eisigen Klima. Rentiere gehören zu den in großer Zahl vorkommenden Arten der letzten Kaltzeit. In riesigen Herden durchstreifen sie den europäischen Kontinent. An den Ufern des Mittelmeeres behaupten sich winzige Grünflächen. Inmitten der Zeiten des Eises existiert eine andere Welt: die Welt der Wälder. Die Eismasse, die halb Europa bedeckt hatte, wird durch eine neue Klimaerwärmung dezimiert. Das Eis, das sich im Laufe von 80.000 Jahren angesammelt hat, stürzt in sich zusammen und verschwindet im Meer. Der europäische Kontinent ist nun von Bäumen übersät. Es ist das goldene Zeitalter des Waldes, der sich vom Atlantik bis zum Ural und vom Mittelmeer bis zum Baltikum erstreckt. Die üppige Natur ernährt Mensch und Tier im Rhythmus der Jahreszeiten. Im Frühjahr beginnt für Wolfs- und Fuchswelpen, Rehkitze, Fohlen, Bären- und Bisonjunge die Zeit des Lernens. Im Herbst legen die Waldbewohner Vorräte an und bereiten sich auf den Winter vor. Die kalte Jahreszeit ist wie eine kleine Eiszeit: Tiere und Pflanzen harren aus, bis im nächsten Frühjahr das Leben neu beginnt. In heute unvorstellbarer Nähe bewohnen Mensch und Tier gemeinsam den Wald. Die Jäger und Sammler leben im Einklang mit der Natur und den Ressourcen des Waldes: Der ökologische Fußabdruck, den sie hinterlassen, ist minimal. Jahrhunderte und Jahrtausende vergehen. Im Schatten der alten Baumkronen bildet sich im regengesättigten Boden fruchtbarer Humus. Insekten beginnen mit der Zersetzung umgestürzter Bäume, aus denen später neuer Erdboden entsteht. Doch die „goldene“ Zeit der Waldbewohner ist begrenzt: Bald werden die ersten Bäume unter den Schlägen von Steinäxten fallen, Vögel fortziehen und Hirsche verschwinden.

Freitag, 5. Januar

arte, 10.35 Uhr
Eine Welt aus Wäldern
Der Wald im Wandel
Erstausstrahlung
Diese Folge widmet sich den letzten sechs Jahrtausenden in der Naturgeschichte Europas. An die Stelle des Waldes tritt vielerorts der ländliche Raum. Völlig neue Landschaften entstehen, in denen die Tiere sich neue Nischen suchen. Im 20. Jahrhundert beschleunigt sich der Lauf der Geschichte so sehr, dass die wildlebenden Tier- und Pflanzenarten mit den menschengemachten Veränderungen nicht mehr Schritt halten können. Das 21. Jahrhundert ist eine Zeit der Paradoxe: Während das Landleben nach und nach verschwindet, breiten sich neue Wälder aus. Die Natur erobert die Seineufer zurück. In den Wäldern fallen reihenweise Bäume den Steinäxten zum Opfer. Die Wildtiere erleben die Ankunft merkwürdiger Wesen – Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine – im Schlepptau der ersten Landwirte, die das Land roden und pflügen, Getreide säen und ihr Vieh weiden lassen. Neue Menschen aus dem Orient eignen sich das Land an und domestizieren die Tiere. Jäger und Sammler verschwinden, an ihre Stelle treten die ersten bäuerlichen Gemeinschaften. Viehzucht und Rodung drängen den Wald zurück, der ländliche Raum entsteht. Bison, Elch, Wildpferd und Schwarzstorch sterben aus oder werden an die Ränder des europäischen Kontinents gedrängt. Andere Arten wie Bären, Wölfe und Luchse versuchen sich eine Zeit lang anzupassen und ziehen sich dann in die Höhenlagen zurück: Berge und Flüsse sind nun die letzten wilden Landschaften. Andere Tiere, darunter Wildschweine, Hirsche und Füchse, werden zu nachtaktiven Einzelgängern. Nach der Französischen Revolution erreicht das Vorkommen wilder Arten seinen historischen Tiefstand, fast das gesamte Land ist bewirtschaftet. Der Wolf wird in Frankreich zum Volksfeind Nummer eins erklärt und im 19. Jahrhundert, der Blütezeit der Pferde, ausgerottet. Das Leben von Pferden und Hunden ist eng an das des Menschen gekoppelt: Sie begleiten ihn bei der Arbeit, beim Spiel und sogar im mörderischen Wahnsinn des Ersten Weltkriegs. Der Mensch unterwirft die Natur einem immer rascheren Wandel. Kaum sind die Wälder endlosen Feldern gewichen, kehrt er dem Land schon wieder den Rücken und zieht in die neu entstandenen Städte. Im 20. Jahrhundert gestaltet der Mensch selbst Flüsse und Bergregionen um, der ländliche Raum verändert sich radikal. Derweil breitet sich die Natur still und leise in den Großstädten aus. Die Schleiereule fliegt auf ihren nächtlichen Streifzügen über die Dächer von Paris wie einst über hohe Baumwipfel. In vom Menschen verlassenen Gegenden breiten sich neue Wälder aus, und mit ihnen lange vergessene Tierarten: Adler und Geier, Hirsche, Steinböcke, Bären, Luchse, selbst einzelne Wölfe. Sie beweisen, dass wilde Arten überleben und zurückkehren, wenn der Mensch ihnen Zeit und Raum dafür lässt.

3sat, 14.30 Uhr
Europa ungezähmt
Die großen Wälder
In Teil zwei geht es um die „großen Wälder“ Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.

3sat, 18.15 Uhr
Reisen in ferne Welten: Kanada – Auf Eisstraßen zum Polarmeer
Im hohen Norden Kanadas werden jeden Winter Fahrbahnen auf gefrorenen Flüssen und Seen angelegt. Über Hunderte Kilometer verbinden diese Eis-Highways abgelegene Dörfer mit der Außenwelt. Familien und Trucker nutzen sie, aber auch Jäger und Rentierzüchter.

Samstag, 6. Januar

WDR Fernsehen, 11.00 Uhr
Quarks: Vierbeinige Verführer – Warum wir verrückt nach Katzen sind
Katzen sind überall. In sozialen Netzwerken und auf YouTube sind Katzenvideos echte Klickwunder. Auch im wahren Leben ist die Katze das beliebteste Haustier der Deutschen – noch vor dem Hund. Warum sind gerade Katzen so beliebt? Dabei gelten Katzen eher als unangepasste Einzelgänger. Sind Katzen wirklich kleine Wildtiere, die ihre Menschen nur als Dosenöffner betrachten? Oder sind sie doch fähig zu wahrer Liebe? Quarks gibt Antworten. Katzen verstehen es bestens, uns Menschen zu manipulieren. Sie haben dafür sogar eine eigene Sprache gelernt. Quarks zeigt, welche Tricks Katzen beherrschen, um bei uns ihren Willen durchzusetzen. Unsere Obsession für Katzen führt auch zu Problemen: Streunende Katzen vermehren sich unkontrolliert und können auch Krankheiten übertragen. Darunter leiden nicht nur die Tiere selbst. Aber sollten Jäger die Katzen deswegen erschießen dürfen? Quarks begleitet Tierschützer und Jäger – und zeigt Alternativen im Kampf gegen das Katzenelend.

rbb Fernsehen, 12.55 Uhr
Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern
Hoch im Norden Europas liegt das Reich der Braunbären. Verborgen in den Wäldern von Finnland, Schweden und Norwegen leben bis heute mehrere Tausend Bären. Mitten im Winter, wenn draußen meterdicker Schnee ihre Höhle bedeckt, bringen die Weibchen ihre Jungtiere zur Welt. Monatelang bleiben die Bärenjungen dicht bei der Mutter, werden von ihr gewärmt und gesäugt, bevor die Drillinge im Frühjahr beginnen, ihre Welt außerhalb der Höhle zu erkunden. Gemeinsam mit der „Bärenbande“ geht dieser außergewöhnliche Naturfilm auf Entdeckungsreise in Skandinaviens wilde Wälder, in die Heimat der mächtigen Elche und cleveren Wölfe, zu den seltenen Waldrentieren und segelnden Gleithörnchen. Eisiger Wind, kaum Tageslicht und immer wieder Schnee, der Winter in Skandinavien ist unerbittlich! Braunbären verkriechen sich monatelang, halten Winterruhe in ihrer Höhle. Dabei hat selbst die kalte Jahreszeit ihre Experten: Der Bartkauz ist auch im Winter ein extrem erfolgreicher Jäger, denn die große Eule fixiert ihre Beute nicht nur mit den Augen, sondern hört sogar Geräusche von Nagetieren unter dem Schnee!

arte, 14.25 Uhr
Bedrohte Wildnis
Tibets Antilopen, eine Tierart im roten Bereich
Die Tibetantilopen, die auch Tschiru genannt werden, leben in den tibetischen Hochebenen auf über 4.000 Meter Höhe. Im Winter wird es hier bis zu minus 30 Grad Celsius kalt; die Luft enthält dann 35 bis 40 Prozent weniger Sauerstoff als auf Höhe des Meeresspiegels. In diesem ungemütlichen Klima kämpfen die Tibetantilopen täglich ums Überleben. Zu ihren ärgsten Feinden gehören jedoch weder die extremen Wetterbedingungen noch natürliche Jäger – die Gefahr geht von einer Eisenbahnlinie aus. 2006 wurde in China die höchste Eisenbahnlinie der Welt eingeweiht: Die Qingzang-Bahn, die über Hunderte Kilometer von China nach Tibet führt. Majestätisch schlängeln sich die Schienen durch die tibetischen Hochebenen, wo die letzten Tibetantilopen leben. Dabei wurden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen, damit die einheimische Fauna so wenig wie möglich unter der neuen Bahnlinie leidet. Durch Unterführungen sollen die Tiere von einer Seite der Gleise auf die andere gelangen. Doch für die Tibetantilopen, auch Tschirus genannt, die zum Kalben in fruchtbare Weideflächen ziehen, stellen die oft über zehn Meter langen Bahntrassen ein unüberwindbares Hindernis dar. Sie legen seit Jahrtausenden den Weg in die sumpfigen und fruchtbaren Täler der südlichen Hochebenen zurück und brauchen oft mehrere Wochen, um die rettenden Durchgänge zu finden. Nur wenige Antilopen können ihre Wanderung fortsetzen. Die Herden, die sich an den Bahngleisen drängen, werden zur Zielscheibe für hungrige Wölfe. Die cleveren Raubtiere haben begriffen, dass die Antilopen in der Falle sitzen, und werden immer mutiger. Auch sind sie leichte Beute für Wilderer. Der Bau der Eisenbahnlinie hat massiv in das natürliche Gleichgewicht der tibetischen Hochebene eingegriffen. Die Tibetantilopen sind seit 2006 besonders bedroht: Vorher gab es Millionen von ihnen, die hier auf über 4.000 Metern täglich ums Überleben kämpften. Doch erst der menschliche Eingriff in ihre Umwelt dezimierte ihre Population auf knapp 150.000.

Sonntag, 7. Januar

rbb Fernsehen, 14.00 Uhr
Wildes Deutschland
Vorpommerns Küste
Die Natur an Vorpommerns Küste ist außergewöhnlich. Die einzigartige Landschaft zwischen Ostsee und Bodden steht seit 1990 unter strengem Schutz. Der Nationalpark ist mit über 80.000 Hektar neben dem Nationalpark Wattenmeer an der Nordsee das größte Schutzgebiet Deutschlands. Im Nordosten Deutschlands liegt an der Ostsee eine der schönsten Naturlandschaften des Landes. Die Kreidefelsen der Insel Rügen ragen knapp 120 Meter in den Himmel und bieten den seltenen Wanderfalken Brutmöglichkeiten. In den Buchenwäldern von Jasmund am Rande der weißen Klippen ziehen Dachse und Damhirsche ihre Jungen auf. Die Bodden genannten Lagunen zählen zu den artenreichsten Regionen Vorpommerns. Sie sind nur durch schmale Meerengen mit der Ostsee verbunden und bieten Nist- und Rastplätze für eine Vielzahl von Vögeln. So rasten im Herbst bis zu 60.000 Kraniche in der Region, in der auch Seeadler auf die Jagd gehen. Im Darßer Urwald kommen Hirsche bis in die Dünengürtel der Strände. Dort liefern sich die Bullen zur Brunft erbitterte Kämpfe; ein Anblick, den man so nur an Vorpommerns Küste erlebt. Im Schatten des Leuchtturms am Dornbusch auf der Insel Hiddensee liegt eine der wenigen Zwergseeschwalben-Kolonien der Ostsee. Die Küken dieser kleinsten Seeschwalbenart sind kaum größer als eine Streichholzschachtel. In nur drei Wochen werden sie flügge. Ende September beginnt die Wanderung der Meerforellen. Sie ziehen in die Flüsse Mecklenburgs zu ihren Laichplätzen. Tierschützer fangen dann etwa 250 Weibchen und 50 Männchen, um die Tiere unter kontrollierten Bedingungen zu vermehren. Auf diese Weise hoffen sie, den Bestand der Art zu stabilisieren. Die Natur an Vorpommerns Küste ist außergewöhnlich. Die einzigartige Landschaft zwischen Ostsee und Bodden steht seit 1990 unter strengem Schutz. Der Nationalpark ist mit über 80.000 Hektar neben dem Nationalpark Wattenmeer an der Nordsee das größte Schutzgebiet Deutschlands.

3sat, 18.00 Uhr
Schneebabys – Der erste Winter
Was bedeuten Schnee, Eis und Minustemperaturen für Jungtiere in den Polarregionen? Der Film begleitet junge Füchse, Eisbären und Kaiserpinguine in ihrem ersten Winter. Kleine Polarfüchse und Karibus kommen im kurzen Polarsommer in den Tundren der nördlichen Hemisphäre zur Welt. Die wichtigsten Fähigkeiten für das Überleben müssen rasch erworben werden, bevor der Winter die Natur am Ende der Welt grundlegend verändert. Zu Winterbeginn sind die Jungfüchse in den arktischen Gebieten schon selbstständig und müssen nicht mehr von den Elterntieren mit Nahrung versorgt werden. Ihr braunes Sommerfell verwandelt sich nun rasch in ein schneeweißes Tarnkleid. Und die Geschicklichkeit, die sie im Sommer beim übermütigen Spiel mit ihren Geschwistern erworben haben, erweist sich jetzt als unverzichtbare Grundlage für das Überleben. Wenn die Eisbärin das Kleine zum ersten Mal aus der winterlichen Höhle führt, in der sie es geboren hat, ist die Polarregion eine durch und durch gefrorene Welt. Für junge Eisbären beginnt das „Abenteuer Leben“ mit einer Rutschpartie den Hang hinunter. Die Bärenmutter hingegen ist nach der langen Winternacht völlig ausgehungert. Sie muss dringend wieder Nahrung finden, und der Nachwuchs folgt ihr bei der Robbenjagd auf Schritt und Tritt. Lässt aber die Sonne das Eis langsam schmelzen, zerrinnt dem kleinen Bären die Welt, wie er sie kennt, buchstäblich unter den Füßen.

TV-Programm 08.01. - 14.01.2018

Montag, 8. Januar

3sat, 9.30 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere durchhalten
Eine der bemerkenswertesten Erscheinungen in der Tierwelt ist der extreme Tiefschlaf. Unter außergewöhnlichen Bedingungen können sich manche Tiere in todesähnliche Zustände versetzen. Andere verbringen die kalte Jahreszeit mit einem monatelangen Winterschlaf. Es gibt sogar Lebewesen, die sich nahezu selbst einfrieren können, sie benutzen dazu ein körpereigenes „Frostschutzmittel“, das ihre Zellen intakt hält. Der Film zeigt jedoch auch, dass bei aller Anpassungsfähigkeit an außergewöhnliche Umweltbedingungen diese Überlebenstechniken nicht ohne Risiken sind.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Ostpreußens Küste – Elche, Sand und Seeadler
Schon von der Memelmündung aus sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche.

3sat, 16.55 Uhr
Der Bärenmann
Reno Sommerhalders Leben unter Bären
Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst – gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz – vor allem das Tessin – durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf auch für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains – und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als „Ersatzmutter“ für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären durch das Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor – und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen – und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.

Dienstag, 9. Januar

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
Ostpreußens Wälder
Land der Wisente, Wildpferde und Störche
Ostpreußen, ein Land der Seen und historischen Städte. Seine tiefen Wälder aber haben noch viel mehr zu bieten: eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt wie man sie nur noch in wenigen europäischen Gebieten findet. Gedreht von dem renommierten Naturfilmer Thomas Willers wird diese abgelegene Region Osteuropas in diesem Film zu allen Jahreszeiten vorgestellt. Die weiten Wälder und angrenzenden Wiesen bieten Platz für große Herden von freilebenden Wisenten, Wildschweinen und Damwild. Auch Füchse gibt es hier, obwohl sie in der Vergangenheit von Jagdgesellschaften arg verfolgt wurden. Heute können sie in der von Menschen fast ungestörten Natur gut überleben. Auch der reichen Vogelwelt kommt die Ruhe dieser faszinierenden Naturlandschaft zugute: Störche und Kraniche sind hier beheimatet, Eisvögel und viele Arten von Singvögeln. Ostpreußen ist ein melancholisches Land, von vielen Bewohnern ehemals verlassen. Geblieben ist die einmalige Natur: satte, grüne Wiesen, von kleinen Bächen durchzogen, tiefe Wälder. Eine unfassbare Idylle, von Förstern bewacht, von den wenigen hier lebenden Bauern und Fischern kaum gestört. Eine faszinierende Region im Osten Polens.

3sat, 14.30 Uhr
Karpaten – Leben in Draculas Wäldern
Der Hirtenhund Hajduk hat viel zu lernen in diesem Jahr. Mit der erfolgreichen Abwehr eines Karpatenbären besteht er seine Feuertaufe. Der Karpatenbogen beherbergt die größte Bären- und Wolfspopulation Europas. Ohne wehrhafte, gut ausgebildete Hirtenhunde ist hier Weidewirtschaft unmöglich. Ein Karpatenwolf reißt durchschnittlich ein Schaf pro Jahr. Im internationalen Vergleich ist diese Quote sehr niedrig. Der Grund dafür: In Rumänien werden die Schafherden durchgehend von Schäfern bewacht und von intensiv trainierten Hunden gegen Angreifer geschützt.

NDR Fernsehen, 15.00 Uhr
die nordstory – Grüne Großstadt
Natürlich Hannover
Heinz Pyka ist Hannovers Stadtjäger. Sein Jagdrevier umfasst fast 900 Hektar, von der Leinemasch bis mitten in die City. Tiere erobern zunehmend die Stadt. Vor allem Waschbären, Marder und Füchse haben sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. So muss der Jäger auch manchmal mitten in der Stadt mit seinem Gewehr auf die Jagd gehen.

3sat, 15.15 Uhr
Zauberberge – Die Wildnis der Hohen Tatra
Auch im dicht besiedelten Europa gibt es noch wilde Naturlandschaften. Eine solche ist die Hohe Tatra an der Grenze zwischen der Slowakei und Polen. In dieser Region hat sich eine Tierwelt erhalten, die man im restlichen Europa nicht mehr findet. So leben in den slowakischen Karpaten rund 200 Wölfe in Rudeln. Im Unterschied dazu ist der Luchs ein überzeugter Einzelgänger, den man in freier Wildbahn kaum zu sehen bekommt. Die Karpaten sind die letzte Hochburg der Luchse. In der Slowakei gibt es nach Schätzungen von Biologen rund 400 dieser großen Katzen. Auch Braunbären finden in der Hohen Tatra noch ausreichend Lebensraum: Zu Hunderten streifen sie durch die einsamen Wälder, nicht selten zum Ärger von Hirten, Bauern und Imkern. Die Gämsen der Tatra bilden eine eigene Unterart. Dass sie sich von den alpinen Gämsen unterscheiden, hat man erst 1970 entdeckt. Doch die Bestände sind durch intensive Bejagung stark zurückgegangen.

3sat, 16.50 Uhr
Der wilde Wald der Kaiserin
Der Film zeigt die Geschichte jener Tiere, die den 25 Quadratkilometer großen Lainzer Tiergarten am Stadtrand Wiens zum Lebensraum haben. Der Film porträtiert Wildschweine, Mufflons, Damwild und viele weitere Arten. Der „wilde Wald der Kaiserin“ bietet auch perfekten Lebensraum für eine besonders schöne Eulenart. Vor etwa 60 Jahren in Österreich ausgestorben, wird der Habichtskauz in einem ambitionierten Wiederansiedelungsprojekt heute in seine alte Heimat zurückgeführt. Erster Nachwuchs in freier Wildbahn hat sich bereits eingestellt.

Mittwoch, 10. Januar

3sat, 17.45 Uhr
mare TV
Winterzauber
Alle drei bis vier Jahre friert der Greifswalder Bodden zu. Auf der kleinen Insel Koos leistet dann Jäger Ronald Abraham „Winterdienst“. Im Schnee sucht er nach frischen Spuren, denn jetzt kommen Füchse übers Eis – und die Vogelwelt von Koos ist in Gefahr. Abraham muss dann einschreiten.

Animal Planet, 17.10 Uhr
Vet School – Die jungen Tierärzte
Vierbeiner in akuter Lebensgefahr, Routineuntersuchung bei einem Zebra oder Stress pur in der Notaufnahme: Wer Tierarzt werden will, braucht nicht nur das entsprechende Know-how, sondern auch ein dickes Fell! Das erleben die Tiermedizin-Studenten an der Universität von Pennsylvania tagtäglich am eigenen Leib. Denn nur wer sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt und in kritischen Situationen einen kühlen Kopf behält, hat eine Chance auf den begehrten Doktortitel. Diese Dokumentarserie begleitet sechs leidenschaftliche Tiermediziner, die kurz vor dem Uni-Abschluss stehen, bei ihrer großen Bewährungsprobe: dem nervenaufreibenden Arbeitseinsatz in einer der modernsten Tierkliniken der Welt.

National Geographic WILD, 23.20 Uhr
Great Migrations – Das große Wunder der Tierwanderungen
Folge 1 – Zum Wandern geboren
Um eine große Armee sicher ans Ziel zu bringen, braucht man Generäle und Offiziere, Mannschaften aber auch Pioniere und Scouts. Das ist bei den großen Tierwanderungen nicht anders. Immer gibt es Leittiere, die dafür sorgen, dass die Herde, das Rudel oder der Schwarm auf Kurs bleibt. Wie Hirten halten sie ihre Artgenossen zusammen. Ihre inneren, instinktiven Navigationssysteme steuern die Tiere über Kontinente und durch Ozeane. Ob Reisende tatsächlich und in ausreichender Anzahl ihre Ziele erreichen? Diese Frage ist entscheidend für Triumph oder Untergang. Es ist eine Frage von Leben und Tod.

Donnerstag, 11. Januar

NDR Fernsehen, 11.30 Uhr
NaturNah: Der alte Förster und das wilde Borstenvieh
Ungewöhnliche, noch nie im Fernsehen gezeigte Bilder erzählen die Geschichte von Hans Jalaß , einem alten Förster und seiner Liebe zur Natur und zu den Tieren. Insbesondere ein Wildschweinrudel hat zu ihm Vertrauen gefasst, er kommuniziert mit den Tieren und darf sie sogar streicheln. „In manchen Momenten meines Lebens waren die Wildschweine fast meine Familie“, sagt Hans Jalaß und lacht. Seit fast 20 Jahren besucht er „seine“ Wildschweinrotte im Wald. Mühselig gewöhnt er die Tiere an sich, dann wissen sie genau, wann er kommt und warten auf ihn, vertrauen ihm. An manchen Tagen, lassen sich die Tiere sogar kraulen. Der alte Förster ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich, durch seine jahrzehntelange Freundschaft mit den Wildschweinen, seine Liebe grundsätzlich zur Natur und auch sein Aussehen. Mit dem Filzhut auf dem Kopf erinnert er an einen Waldschrat. Wenn sich Hans Jalaß heute seine unzähligen, einmaligen Aufnahmen anschaut, ist er erstaunt über sein inniges Verhältnis zu den Tieren und den vielen komischen Situationen. Insgesamt 40 Jahre lang hat er als Förster gearbeitet. Vor einigen Jahren siedelte sich auch der Wolf in seiner Gegend an. Immer wieder gelingt es ihm, sich leise anzupirschen und wundervolle Naturbilder einzufangen. Seine schönste Begegnung: ein Wolf zwischen zwei Hirschen. Dieser Moment hat ihn tief berührt. Wenn er jetzt mit anderen Jägern zusammensitzt und sie über den Wolf diskutieren, ist er oft allein mit seiner Meinung. Jalaß begrüßt ausdrücklich die Rückkehr des Wolfes in Deutschland. Für ihn als Jäger sind die Tiere keine Konkurrenz, sondern Zeichen einer intakten Natur. In Vorträgen versucht er die Dorfbevölkerung davon zu überzeugen, dass der Wolf keine Bestie ist. Bei einem Treffen mit der österreichischen Wolfsforscherin Gudrun Pflüger zeigt der 72-Jährige ihr seine ungewöhnlichsten Aufnahmen: Wölfe, die wie Hunde bellen. Auch die Forscherin ist beeindruckt. Doch für sie besteht keinerlei Grund zur Sorge, ein vollkommen normales Verhalten vom Wolf. Nur noch selten geht Jalaß inzwischen auf die Jagd. Lieber zieht er mit der Kamera los und versucht schöne Tierfotos zu „schießen“, im Wald und in den Elbtalauen, die auch bei ihm in der Nähe liegen.

Freitag, 12. Januar

rbb Fernsehen, 15.15 Uhr
Im Bann der Jahreszeiten – Winter (5/5)
Frühlingsboten
Ende Februar befindet sich die Natur in einer Aufbruchsstimmung, die sich auf den Menschen überträgt. Passend dazu kündigt sich bei den Tieren der „Pferdeflüsterin“ Marlena Boron im Naturreservat Popielno im polnischen Masuren die Geburt der Konik-Fohlen an. In den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns geht Förster Jens Mielke derweil auf die Suche nach Geweihen, die die Hirsche in seinem Revier nach der Brunft abgeworfen haben und die er nun katalogisiert.

NDR Fernsehen, 21.15 Uhr
Singvögel als Delikatesse?
Der Kampf um die letzten Ortolane
Der Ortolan, auch Gartenammer genannt, wird in Deutschland für viel Geld geschützt, in Frankreich für teures Geld serviert. Nur noch ein paar wenige Brutreviere nennt er in Deutschland sein Eigen, die mit kostspieligen Schutzprogrammen und viel Herzblut erhalten werden sollen. Doch immer weniger Vögel schaffen es aus ihren Winterquartieren zurück. Zu Tausenden wird der Ortolan auf dem Durchzug in Frankreich gefangen, um ihn zur „Fettammer“ zu mästen und für viel Geld an Gourmets unter der Hand zu verkaufen. Obwohl der Fang von Singvögeln laut EU-Vogelschutzrichtline auch in Frankreich illegal ist, servieren Spitzenköche ihn dort immer noch als teure Spezialität. Besonders in der Gegend von Bordeaux werden jedes Jahr auf dem Herbstzug Schätzungen zufolge 30.000 bis 40.000 Ortolane von heimischen Bauern gefangen und gemästet, anschließend in Armagnac „ertränkt“ und als teure Delikatesse verkauft. Die niedersächsische Ornithologin Petra Bernardy will nicht mehr hilflos zuschauen. Vor mehr als 20 Jahren ist sie ins Wendland gezogen, um sich mit ganzer Kraft dem Ackervogelschutz zu widmen. Der Ortolan liegt ihr dabei besonders am Herzen, dessen Lebensräume durch Monokulturen und die moderne Landwirtschaft immer weiter zerstört werden. Dabei gehörte die kleine Ammer über Jahrhunderte zur typischen deutschen Kulturlandschaft, ihr schmetternder Gesang soll sogar Ludwig van Beethoven inspiriert haben. Im Wendland konnte eines der letzten Brutgebiete des Ortolans in Deutschland erhalten werden, auch dank Petra Bernardys unermüdlichen Engagements. Doch auch der verbliebene Bestand ist in Gefahr. Petra Bernardy macht sich auf die Reise nach Frankreich, um ihren Schützlingen vor Ort zu helfen. Zusammen mit dem „Komitee gegen den Vogelmord“ und dem erfahrenen Vogelschützer Willi Schuppert aus der Pfalz will sie möglichst vielen Wilderern das Handwerk legen. Willi Schuppert hat bei seinen Einsätzen schon viel erlebt, nicht nur Angenehmes. Aber für seine Berufung nimmt er das gerne in Kauf. Am Fuße der Pyrenäen wird der kleine Vogel beim Flug vom niedersächsischen Brutgebiet ins westafrikanische Winterquartier von Wilderern abgefangen. In Frankreich gilt der Ortolan seit Jahrhunderten als Delikatesse. Und solange dort die Fangzahlen steigen, läuft der teure Artenschutz in Deutschland ins Leere. Jahrelanges Engagement wird somit zunichte gemacht. Die Aktivisten sind seit vielen Jahren in mehreren Mittelmeerländern aktiv, um gegen die illegale Jagd auf Zugvögel zu kämpfen. Dabei kommt ihnen die Hilfe aus dem Wendland sehr gelegen. Auf den Feldern suchen Petra Bernardy und Willi Schuppert die Fallen und Fanganlagen. Darin sitzen in Käfigen verängstigte Ortolane, die als Lockvögel die Neuankömmlinge anködern sollen. Wenn die Vogelschützer sie finden, befreien sie gefangene Vögel aus den Fallen und die Lockvögel. Dabei müssen sie mit größter Vorsicht vorgehen; nicht selten sind die Bauern wütend und oft auch gewaltbereit. Das ist kein Wunder, denn es geht um viel Geld. Bis zu 150 Euro bekommen die Wilderer für einen lebend gefangenen Ortolan. Gemästet und zubereitet als „Fettammer“ verlangen Spitzenköche sogar bis zu 500 Euro für ein Menü. Das alles ist verboten. Doch scheinen die EU-Gesetze die Delikatesse noch beliebter zu machen. Die französische Oberschicht liebt es exklusiv. Je seltener, desto attraktiver wird es, EU-Verbot hin oder her.

Samstag, 13. Januar

arte, 15.55 Uhr
Tiermythen
Im Auge des Löwen
Vor langer, langer Zeit … Naturvölker erzählen sich seit Jahrhunderten Märchen über ihre heimische Tierwelt – ob in langen Winternächten oder abends am Lagerfeuer. Sie verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart, bringen den Kindern die Schöpfung näher, dienen der Erziehung und nicht zuletzt der Unterhaltung. Die Tiermythen spiegeln das Weltbild dieser Völker wider und eine für die Menschen wichtige Thematik. Der aktuelle Beitrag der Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit zu den Buschmännern Namibias. Jahrtausende lang haben die San, die Buschmänner Namibias, als Jäger und Sammler gelebt. Im Einklang mit einer atemberaubenden, aber oft lebensfeindlichen Natur. Viele ihrer alten Mythen und Legenden haben bis heute überlebt: Sie erzählen von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben schon immer eine wichtige Rolle in den traditionellen Geschichten gespielt. Doch seit viele San in Dörfern leben und Vieh besitzen, nehmen die Konflikte mit den gefährlichen Raubkatzen zu. Denn Kühe sind eine leichte Beute für Löwen. Immer wieder kommt es zu Angriffen. Und auch wenn seit längerem keine der wilden Tiere mehr in der Nähe gesehen worden sind, leben im nur 40 Kilometer entfernten Botsuana noch etliche. Grenzzäune, die die Tiere aufhalten könnten, gibt es keine. So auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Die San leben hier heute zwischen Tradition und Moderne. Immer seltener gehen die Männer – so wie früher üblich – auf die Jagd. Als eines Tages wieder die großen Raubkatzen das Dorf bedrohen, begeben sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit; auch die jungen Menschen in Doupost sollen sich über ihre tiefen Wurzeln wieder bewusster werden. Mit jedem Tag wird für die San der Spagat zwischen ihrer jahrtausendealten Tradition und der Konfrontation mit einem bequemen Leben schwieriger. Am Ende werden vielleicht nur ihre Geschichten überleben …

Sonntag, 14. Januar

MDR Fernsehen, 14.00 Uhr
Sagenhaft – Thüringens Mitte
In Launewitz im Saale-Holzlandkreis heißt es früh aufstehen. Zum ersten Mal geht Axel Bulthaupt mit einer Jägerin auf die frühmorgendliche Pirsch.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Bärenkinder
Bären sind die größten und mächtigsten Landraubtiere Europas. Natürliche Feinde haben sie nicht, dennoch gibt es nur noch wenige Regionen, in denen Bären vorkommen: Der Mensch reduziert ihren Lebensraum, drängt sie immer weiter in entlegene Gebiete zurück. Doch einige Bären-Arten drehen den Spieß um. Sie passen sich ihrer neuen Umgebung an und profitieren sogar von der Nähe zum Menschen. Der Tscheche Vaclav Chaloupek hat versucht, mehr über die Anpassungsfähigkeit der Tiere zu erfahren – da wurde er ungewollt zur Ersatzmutter von zwei Bärenwaisen. Was er herausgefunden und erlebt hat, lässt diese Tiere und ihre Klugheit in neuem Licht erscheinen. Ein Jahr zieht Vaclav Chaloupek zwei europäische Braunbären groß. Er teilt mit ihnen sein Haus, spendet ihnen Körperwärme, füttert sie und erklärt ihnen die Welt – wie es eine Bärenmutter tun würde. Nur durch diese unmittelbare Nähe hat er die einmalige Chance, mehr und vor allem bisher Unbekanntes über Bären zu lernen. Eins wird schnell klar: Bär ist nicht gleich Bär. Während das Weibchen als vorsichtige Entdeckerin die Welt erkundet, ist das Männchen ein ungestümer Rüpel, der Vaclav oft an seine Grenzen und nicht selten in brenzlige Situationen bringt. Je älter die Bären werden, umso schwieriger wird es, die beiden auf ihren abenteuerlichen Streifzügen durch den fast unberührten Böhmer Wald zu bändigen. Vor allem, wenn ihnen doch einmal fremde Menschen begegnen. Die Bärengeschwister sind nicht aggressiv, aber sie haben Menschen gegenüber keine Scheu. Das könnte ihnen irgendwann zum Verhängnis werden. Weil Bären unglaublich klug sind, finden sie sich schnell in einer durch Menschen geprägten Umwelt zurecht. Mehr noch: Sie akzeptieren ihre besondere Situation nicht nur, sie fühlen sich offensichtlich auch noch sehr wohl: ein deutliches Zeichen, wie anpassungsfähig Bären sind. Doch wie viel Ursprung, wie viel „echter“ Bär steckt dann noch in ihnen? Haben die beiden nicht schon längst alles Wilde verloren? Sind sie überhaupt noch mit ihren wilden Verwandten zu vergleichen? Die beiden Bärenkinder sind der lebende Beweis dafür, dass sie durch ihre Cleverness über ihren angestammten Lebensraum hinauswachsen können, ohne ihre Identität zu verlieren. Der Film zeigt intime und sensationelle Bilder von jungen Bären: wie sie ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie von ihrer Ersatzmutter lernen, aber auch, was an Wissen bereits in ihren Genen steckt.

TV-Programm 15.01. - 21.01.2018

Montag, 15. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Weiße Löwen – Afrikas seltene Jäger
Das Timbavati-Naturreservat in Südafrika birgt einen Schatz, der nirgendwo sonst in der Wildnis zu finden ist – Löwen mit einem Fell so weiß wie Schnee. Im Mai 2009 erblickten zwei dieser außergewöhnlich seltenen Tiere das Licht der Welt. Filmautor Joe Kennedy folgt den weißen Löwen Nkani und Shinga in der Wildnis Südafrikas und begleitet sie auf ihrem Weg. Das Timbavati-Naturreservat ist Teil des weitläufigen Kruger-Nationalparks, und in dieser Wildnis haben es bereits normal farbige, braune Löwenbabys schwer, ihr erstes Lebensjahr zu überstehen. Umso härter ist es für Löwen, die durch ihre auffällige Fellfärbung weithin sichtbar sind. Im afrikanischen Busch ist Tarnung eine Lebensversicherung. Von Geburt an stehen die Überlebenschancen der weißen Löwenbabys nicht gut. Doch bereits in den ersten Monaten zeigt sich, dass die zwei kleinen Raubkatzen einen außergewöhnlich starken Kampfgeist besitzen. Nkani, kleiner Kämpfer, und Shinga, kleiner Jäger, werden sie deshalb von den Wildhütern des Parks genannt. Aus Angst vor Konfrontationen mit anderen Raubtieren verlassen die Löwinnen ihr altes Revier. Das Rudel flieht vor drei herumstreifenden Männchen, die sowohl das Gebiet als auch die Löwinnen als Partnerinnen für sich beanspruchen. Nur wenn sie es schaffen, die Jungtiere zu töten, wären die Löwinnen wieder frei und zu einer Paarung bereit. Doch die Löwinnen bringen ihren Jungen nicht nur bei, wie man Gefahren aus dem Weg geht. Sie müssen sie auch zu perfekten Jägern ausbilden. Neben der Verteidigung ihrer eigenen Beute lernen die Jungtiere von ihren Müttern auch, wie man mit diplomatischem Geschick an der Beute anderer Löwenrudel mitnaschen kann.

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Wo Sibirien endet – Die Tschuktschen am Polarmeer
Die Tschuktschen in Sibirien führen heute (wieder) das traditionelle Leben der Eskimos. Nach Jahrzehnten der Zwangskollektivierung im Sozialismus hat sich das Volk der Tschuktschen zurückbesonnen auf die alten Werte, sie nähen ihre Kleidung selbst aus Walrosshaut und Robbenfell und ziehen mit Rentieren über die weiten Ebenen. Das Volk der Tschuktschen lebt in Sibirien, an der Beringstraße. Heute ziehen sie wieder mit ihren Herden im Sommer durch die Tundra.

Dienstag, 16. Januar

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Winterparadies Schweden
Am schönsten ist es, wenn man abends im exklusiven Baumhotel im nordschwedischen Luleå Station macht. Das hat auch im Winter geöffnet, selbst die Sauna hängt im Baumwipfel. Hier birgt der Wald noch Überraschungen, z. B. die Wolfssafari: Forscher und Touristen begeben sich auf die Pfade der Tiere in einem der aktivsten Wolfsreviere Schwedens. Früher war das eine nicht ganz ungefährliche Idee, heute ist es ein Kick für Touristen, wenn man dazu mit Schlafsack und Zelt bei Minustemperaturen im Schnee übernachtet.

Mittwoch, 17. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Chinas letzte Elefanten
Einst zogen Tausende Elefanten durch die Weiten Chinas. Heute gibt es nur noch 250, die sich in den Bergtälern, Ebenen und Bambuswäldern des Xishuangbanna Naturreservats im äußersten Südosten Chinas in der Provinz Yunnan bewegen. Allen Widrigkeiten zum Trotz sind sie die Letzten ihrer Art. Kameramann Richard Kirby macht sich auf die Suche nach Chinas rätselhaften Elefanten. Er beschließt, sie zu finden und zu filmen, bevor sie für immer verschwinden. Damit will er auch auf ihre Bedrohung aufmerksam machen und die Tiere vor der Ausrottung bewahren. Hilfe bekommt er von Grace Gabriel, einer Tierschützerin, die alles dafür tut, die Haltung der Menschen vor Ort den wilden Elefanten gegenüber zu verändern.

Animal Planet, 0.00 Uhr
Der Tierangriff – Geschichten vom Überleben
Über 100.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von Tierangriffen. Doch so sehr diese Zahl erschrecken mag: Es gibt auch Fälle, bei denen Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen mit gefährlichen Tieren mit knapper Not entkommen sind. Welche Umstände entscheiden im Extremfall über Leben und Tod? Welche Tiere sind besonders gefährlich und wie sollte man auf eine Attacke reagieren? Die Dokumentar-Serie zeigt packende Bilder, analysiert reale Fälle, gibt wichtige Survival-Tipps und klärt über wissenschaftliche Hintergründe auf.

Donnerstag, 18. Januar

ZDFneo, 6.10 Uhr
Terra X
Kielings wildes Deutschland (1)
Andreas Kieling entdeckt die wildesten Regionen unserer Heimat, von den Berchtesgadener Alpengipfeln über die Wälder des Hochharzes bis zu den Wiesen und Flussauen des Norddeutschen Tieflandes. Beeindruckende Tieraufnahmen, atemberaubende Flüge und wunderschöne Zeitraffer zeigen, wie es um unsere Tierwelt steht. Es ist die Geschichte von vielen Gewinnern und Verlieren, von alarmierenden Zahlen, aber auch von Chancen. Urige Wälder, Wildnis, weite und stille Natur so weit das Auge reicht. Nicht nur in Kanada, Südamerika oder Australien, sondern auch bei uns. Und das oft genug nur wenige Autominuten von der eigenen Haustür entfernt. Doch vielen Menschen sind die Naturschätze Deutschlands so unbekannt wie ein fremder Kontinent. Dieses wilde Deutschland zu entdecken, ist das Thema der zweiteiligen „Terra X“-Dokumentation von Andreas Kieling.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Die Dachse von Rügen
Tierfilmer Günter Goldmann folgt auf der Ostseeinsel Rügen mit der Kamera den meist scheuen Dachse. Er ist dabei, als der Dachs im Frühjahr nach der Winterruhe aus seinem Bau kommt. Ungewöhnlich nahe Kameraperspektiven zeigen den Marder mit der markanten schwarz-weißen Gesichtsmaske bei seinen abendlichen Streifzügen, seiner trickreichen Futtersuche oder auch beim Markieren seines Reviers. Einmal im Jahr bekommen die Dachse bis zu sechs Junge, das Kamerateam filmt selten gezeigte Szenen im unterirdischen Bau. Auch die Wildbiologin Gerlinde Walliser spürt den Dachsen von Rügen nach. Sie erforscht, welchen Veränderungen die Dachse seit der Wiedervereinigung ausgesetzt sind. Ihre langjährigen, überwiegend nächtlichen, Pirschgänge haben ergeben, dass die Dachse mit der Landwirtschaft recht gut zurechtkommen. Auch die Nähe des Menschen macht ihnen kaum etwas aus. Was ihnen wirklich zu schaffen macht, ist die zunehmende Zerschneidung ihres Lebensraums durch den Neubau von Verkehrswegen, Dachse werden beim Überqueren der Straßen oft überfahren.

Freitag, 19. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Im Bann des Sibirischen Tigers
Die seltensten Großkatzen der Welt finden und filmen – das ist der Traum des britischen Ökologen und Naturschützers Chris Morgan. Die unwegsame Wildnis in Russlands Osten und der gewaltige Bewegungsradius der Sibirischen Tiger machen das Aufspüren jedoch zu einer Herausforderung. Sibirische Tiger sind in freier Natur nahezu unsichtbar. Der Tierforscher Chris Morgan wagt sich in ihr Revier, denn die seltensten Großkatzen der Welt finden und filmen – das ist sein Traum. Doch die unwegsame Wildnis in Russlands Osten und der gewaltige Bewegungsradius der Tiger machen das Aufspüren zu einer Herausforderung. Deshalb trifft sich der britische Ökologe und Naturschützer mit dem koreanischen Tierfilmer Sooyong Park, dem es geglückt ist, fünf Jahre lang eine Tigerfamilie über drei Generationen hinweg zu beobachten. Dabei hat der Koreaner sensationelle Einblicke in das Leben der Sibirischen Tiger gewonnen: vom Sozialverhalten der Raubkatzen, von ihren Kämpfen, von der Suche nach neuen Revieren und von ihrem Sterben. Von Sooyong Park erfährt Chris Morgan, wie die letzten Tiger in den riesigen Wäldern jagen, aber auch, dass sie selbst gejagt werden und ihr Bestand durch Wilderei extrem bedroht ist. Sooyong Park schildert, welche außergewöhnlichen Strapazen er für seine Aufnahmen auf sich genommen hat. „Ich wartete drei Monate ohne einen einzigen Tiger zu sehen“, erinnert er sich. Das nahezu regungslose Verharren in seinem kleinen Versteck bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius bewirkten gefährlichen Muskelschwund bei dem Koreaner. Schließlich folgt Chris Morgan im Revier von Sooyong Parks Tigerfamilie allein den Spuren der seltenen Katzen. Bis er schließlich tatsächlich einer alten Bekannten begegnet …

Phoenix, 21.45 Uhr
Das Geheimnis der Eiszeitjäger
Deutschland im Norden vor knapp 12.000 Jahren war fest im Griff der letzten Eiszeit. Massive Eisschollen aus Skandinavien breiteten sich bis zur Elbe aus. Lange Zeit hielt es die Wissenschaft für unmöglich, dass Menschen zu jener Zeit dort überhaupt existieren konnten. Bis ein Mann kam und alle bisherigen Forschungsergebnisse auf den Kopf stellte: Alfred Rust, arbeitsloser Elektriker aus Hamburg, sollte mit seinen Funden im Ahrensburger Tunneltal 1933 das Wissen revolutionieren. Die Funde gelten noch heute als die ergiebigsten Relikte der eiszeitlichen Jäger. Doch woher kamen sie?

Samstag, 20. Januar

arte, 8.10 Uhr
Löwen
Sind sie noch zu retten?
Schön, stolz und majestätisch – und vom Aussterben bedroht: der Löwe. Die Fakten sind alarmierend. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Löwen um fast 90 Prozent zurückgegangen. Hauptgrund: In der freien Wildbahn schwindet der Lebensraum der Tiere. Denn Menschen dringen immer weiter in die letzten Rückzugsgebiete der Löwen vor. Ihre Refugien werden nicht nur immer kleiner, sondern sind auch nicht mehr miteinander verbunden. Ein Wechsel vom einen Revier zum anderen ist damit kaum noch möglich. Durch den mangelnden Austausch der verschiedenen Populationen ist die genetische Vielfalt gefährdet. Unkontrollierte Jagd und Krankheiten verschärfen die Probleme der Löwen zusätzlich. Seit den 70er Jahren kämpfen Forscher in Tansania für den Schutz und Erhalt der Tiere. Gemeinsam mit der Bevölkerung versuchen sie, den Lebensraum und die Anzahl der Löwen zu vergrößern. Kein leichtes Unterfangen, da in den betroffenen Gebieten viele Menschen von der Rinderzucht leben und den Löwen als gefährliches Raubtier fürchten. Werden wir Löwen in Zukunft also nur noch in Zoos bewundern können? Im Berliner Tierpark treffen die beiden Reporter auf Züchter, die den Fortbestand des Asiatischen Löwen sichern wollen. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) findet ein regelmäßiger Austausch von Tieren statt, um die genetische Vielfalt zu erhalten. Wie sieht die Zukunft der seltenen Raubtiere aus?

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tier
Bruno und der Bär
Seit einiger Zeit koordiniert Bruno d‘ Amicis die „rewilding Apennines“-Initiative. Im Mittelpunkt steht die Wiederkehr der großen Grasfresser Wildpferd, Wisent und Rothirsch. Im Gefolge Luchse, Bären und Wölfe. In den Abruzzen sollen Schutzgebiete zu Korridoren nach Rumänien, den Ostkarpaten, dem kroatischen Velebit verwildern. Doch bis dahin liegt ein langer Weg vor Bruno d’Amicis. Vielleicht 50 Abruzzenbären – eine Unterart der Braunbären, die nur im italienischen Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise und seiner Umgebung vorkommt – gibt es mittlerweile wieder. Das ist trotzdem zu wenig, um eine sichere Zukunft für das Wahrzeichen dieser Region zu garantieren. Fast die Hälfte des Bärennachwuchses überlebt das erste Jahr nicht. Das soll sich jetzt mithilfe eines engagierten Wildtierfotografen und der Rewilding Europe Initiative ändern. Knapp zwei Autostunden entfernt von Rom, in der südlichsten alpinen Region Europas, liegt die Heimat der Bären. Nicht nur der Abruzzenbär, sondern auch der italienische Wolf lebt hier. Große Hirschrudel durchstreifen die einsamen Berge, dazu Wildschweinrotten und Rehwild. Wehrhafte Kuhrassen laufen frei, ebenso halbwilde Pferde. In den über 2.000 Meter hohen Bergen hat man die fast ausgestorbene Abruzzengämse erfolgreich wieder angesiedelt. Ökotourismus soll wieder Arbeitsplätze schaffen. Denn nun sind die Abruzzen zu einer der besten Regionen Europas für das Beobachten von wilden Tieren geworden. Der preisgekrönte Wildlifefotograf Bruno D’Amicis hat dort seine Wurzeln und unterstützt die „rewilding Apennines“-Initiative. Jedes Jahr im Frühsommer, wenn fast alle wilden Tiere Nachwuchs bekommen haben, ist Bruno D’Amicis mit seiner Kamera in den Abruzzen unterwegs und hofft, die ersten Bärenjungen zu sehen. Filmautorin Andrea Rüthlein und ihr Team begleiten Bruno D’Amicis bei seinen Streifzügen durch die wilden Abruzzen.

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Wildes Rumänien
Land der Bären und Wölfe
Durch die unzugänglichen Wälder Rumäniens streifen noch Bären und Wölfe, in seinen abgelegenen Dörfern leben die Menschen bis heute im Einklang mit der Natur. Wenn im Sommer große Schafherden auf den Bergwiesen weiden, droht ihnen Gefahr durch hungrige Bären; große Schutzhunde begleiten daher die Schafe und ihre Hirten. Abseits der Alm tummeln sich Murmeltiere. Während des kurzen Sommers im Hochgebirge sind sie vor allem damit beschäftigt, sich so viel Speck wie möglich für den nächsten Winterschlaf anzufressen.

Sonntag, 21. Januar

rbb Fernsehen, 14.00 Uhr
Wildes Deutschland
Der Bayerische Wald
Der Film porträtiert den Bayerischen Wald an der Grenze zu Tschechien. Die Dokumentation zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur Katastrophe kam, die unter dem Namen Waldsterben bekannt wurde. Und sie demonstriert, wie daraus heute der „Urwald von morgen“ heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen. Der Film porträtiert den Bayerischen Wald an der Grenze zu Tschechien. Die Dokumentation zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur Katastrophe kam, die unter dem Namen Waldsterben bekannt wurde. Und sie demonstriert, wie daraus heute der „Urwald von morgen“ heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen und warum der einst die Katastrophe auslösende Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde.

rbb Fernsehen, 19.00 Uhr
Wilde Berliner
Von kleinen Füchsen und schwärmenden Bienen
Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen, tierischen Artenvielfalt aufwarten – mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank ausgedehnter Grünflächen und vielen Gewässern finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Immer öfter kommt es zu spannenden Begegnungen mit Wildtieren. Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen, tierischen Artenvielfalt aufwarten – mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank ausgedehnter Grünflächen und vielen Gewässern finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Immer öfter kommt es zu spannenden Begegnungen mit Wildtieren. Ursula Stöter bekommt tierischen Nachwuchs! Ein kleiner Rotfuchs und zwei Waschbären werden in diesem Sommer von ihr und ihren zwei Hunden mit der Flasche großgezogen. Doch auch ein Fuchsbaby muss lernen – denn aus ihm soll mal ein richtige Filmfuchs werden. Erika Mayr (43) ist leidenschaftliche Stadtimkerin. Um zu sehen wie der Honig in einem anderen Stadtbezirk schmeckt, werden vier ihrer Bienenvölker vom Moritzplatz zur Messe Berlin umgesetzt. Wie gut der Umzug und die Eingewöhnung gelingen, bleibt abzuwarten. Erika Mayr macht in diesem Jahr außerdem ein Geschmacks-Experiment, einige ihrer Bienenvölker stellt sie in der Uckermark auf. Wie wird sich der Stadthonig geschmacklich vom Uckermark-Honig unterscheiden? Wie jedes Jahr zum Sommeranfang ist Klaus Roggel (72) aus Wilmersdorf nervös. Bald kommen seine Mauersegler von ihrer langen Reise zurück. Der Architekt und passionierte Amateurfotograf hat für seine Lieblingstiere eigene Brutkästen entworfen. Gespannt wartet Klaus Roggel auf seine Mauersegler und hofft, dass die Kästen auf seinem Balkon wie jedes Jahr ein guter Platz zum Wohlfühlen sind. Gisela Polz (67) bekommt einen Frischling aus Bayern. Die erste Zeit wird er in ihrer Nähe bleiben und dann später zu den ausgewachsenen Wildschweinen kommen. Gisela Polz nutzt diese für die Hundeausbildung, die sie für Jagdhunde anbietet.

TV-Programm 22.01. - 28.01.2018

Montag, 22. Januar

arte, 20.15 Uhr
Magie der Moore
Wie kaum ein anderer Lebensraum birgt das Moor unzählige Geschichten: Seine Anziehungskraft und dunklen Mythen lassen uns erschauern, die Pracht seiner Artenvielfalt staunen. Naturfilmer Jan Haft lenkt den Blick auf eines der wichtigsten und schönsten Biotope, im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten. Als Heimat großer und kleiner Tiere bieten Moore eine schier unfassbare Vielfalt an Lebensformen. Nicht Wasser, nicht Land, nicht See und nicht Wald: Sie befinden sich an den Schnittstellen verschiedener Existenzformen, die im Kreislauf der Tages- und Jahreszeiten ein faszinierendes Eigenleben entwickelt haben. In der Nacht sind die Moore das Reich der Fallensteller und Jäger, ein vibrierendes Labyrinth, in dem man zu versinken droht:

3sat, 23.55 Uhr
37 Grad: Geheimsache Tiertransporte
Wenn Gesetze nicht schützen
Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs. Seit 1991 hat der „37°“-Autor Manfred Karremann oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz. Manfred Karremann wollte wissen: Sind die Bilder vom Tierleid Ausnahmen? Oder wird hier systematisch ein Gesetz nicht eingehalten? In einer mehrmonatigen, investigativen Recherche, die ihn von deutschen Bauernhöfen über Bulgarien und die Türkei bis in den Libanon geführt hat, geht er dieser Frage nach. Mit einem erschreckenden Ergebnis. „37°“ zeigt seine Bilanz.

Dienstag, 23. Januar

arte, 6.40 Uhr
Die Stadtfüchse von London
London ist nicht nur das Revier einer Meute gieriger Broker, sondern auch ein angestammtes Gebiet der Rotfüchse. Laut einer Studie von Professor Stephen Harris von der Universität Bristol – der einzigen zu diesem Phänomen – leben in Großbritannien schätzungsweise 33.000 „Stadtfüchse“, davon 10.000 in der Hauptstadt. Marie Schneider und Guillaume Mazille gehen diesen Füchsen heute mit der Kamera auf die Spur. Mit 10.000 Füchsen weist London den höchsten Fuchsbestand Europas auf. Meister Reineke hat sich an das neue Ökosystem angepasst: Er bettelt hinter den Fastfood-Restaurants, macht in den Parks Jagd auf Eichhörnchen und läuft zwischen den Stoßstangen der Autos Slalom. Wildtiere, die durch die Stadt streifen, das gibt tolle Fotos! Guillaume, Marie und ihre kleine Tochter Muse fahren in einem alten VW-Campingbus durch London, um die Menschen zu treffen, die das Verhalten der Stadtfüchse erforschen. Sie fotografieren mit Fernauslöser, damit der Fuchs möglichst nah an die Kamera herankommt. Um die Großstadtkulisse und den Müll, den die Füchse fressen, einzufangen, fotografieren sie mit einem 20mm-Superweitwinkelobjektiv. Terry Woods, der sich für den Schutz der Tiere einsetzt, hilft den beiden Tierfotografen bei der Motivsuche: Er liebt Tiere und kümmert sich seit über 20 Jahren um die Füchse in der Stadt. Mit den riesigen Parks, den vielen Vorgärten und Bergen von Müllsäcken auf den Gehwegen ist London ein wahres Paradies für Füchse. Seit den frühen 30er Jahren hat sich die Hauptstadt immer mehr auf angestammtem Fuchsgebiet breit gemacht. Der Mensch ist in den Lebensraum der Füchse eingedrungen, nicht umgekehrt. In der Stadt wird ein Fuchs im Schnitt zwei Jahre alt, in der Natur mehr als zehn. 60 Prozent der verendeten Tiere gehen auf Kosten der Autofahrer. In der Klinik des Fox Project, einem Krankenhaus speziell für Füchse, erfahren Guillaume und Marie, dass rund 700 verletzte Füchse pro Jahr behandelt werden müssen.

Mittwoch, 24. Januar

3sat, 17.00 Uhr
Wilde Schönheiten
Rund ums Kaspische Meer
Das Kaspische Meer ist das größte Binnengewässer der Erde. Majestätische Berge, endlose Steppen, heiße Sandwüsten und üppige Sumpflandschaften umgeben das Gewässer. An den waldreichen Berghängen des Kaukasus haben Luchse und Wölfe ihre Heimat, das weitverzweigte Mündungsdelta der Wolga bietet Wasservögeln, Amphibien und der Rohrkatze ideale Lebensbedingungen.

Animal Planet, 22.10 Uhr
Das große Hunde-ABC: Best Of
Der Hund ist der beste Freund und Begleiter des Menschen. Mit 800 verschiedenen Hunderassen weltweit treten auch unterschiedliche Eigenschaften und Verhaltensweisen zutage. Welcher Windhund kann 50 Kilometer ohne Unterbrechung zurücklegen? Welche Rasse ist die kleinste der Welt? Und warum ist der Golden Retriever der perfekte Familienhund? Das große Hunde-ABC zeigt die süßesten und erstaunlichsten Vierbeiner dieser Erde und ihre Beziehung zum Menschen. Hunde-Experten, Tierfreunde sowie Veterinäre liefern spannende Fakten und kuriose Einblicke in die Welt der Hunde.

Donnerstag, 25. Januar

NDR Fernsehen, 13.15 Uhr
Wo Sibirien endet
Die Tschuktschen am Polarmeer
Diese Menschen leben am Ende Sibiriens, 10.000 Kilometer von Moskau entfernt, an der Beringstraße, die Russland von Alaska trennt. Die Ureinwohner dieser Region, die Tschuktschen, ziehen mit ihren Rentieren über die Tundra, wohnen im kurzen arktischen Sommer und im eiskalten Polarwinter in ihrem traditionellen Rundzelt, der Jaranga. An den Küsten gehen sie auf die Jagd nach Walen, Robben und Walrossen. Selbstverständlich ist das nicht, denn als die Oktoberrevolution nach Tschukotka kam und das Gebiet in nächster Nähe zur USA für die Russen aus strategischen Gründen wichtig wurde, verstaatlichte man auch die Nomaden am Ende der Welt. Aus Familienclans wurden Brigaden, aus Jägern Planerfüller des Volkes. Plötzlich bestimmten fremde Maßstäbe ihr Leben. Ihre Kinder wurden weit weg von der Tundra in Internatsschulen geschickt, gewöhnten sich an die Annehmlichkeiten der Zivilisation: feste Häuser, warmes Wasser, geheizte Räume auch bei minus 40 Grad. Manche kehrten danach nicht mehr in die Tundra zurück. Doch als mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Wegfall hoher Polarzulagen immer mehr Russen ins Mutterland, das so genannte „materik“, zurückkehrten, besannen sich die Tschuktschen wieder auf ihre eigenen Kräfte. Auch junge Leute leben heute wieder in der Tundra mit den Rentieren, nähen Kleidung für den Winter, legen Vorräte an, gehen wieder auf die Jagd nach Walen und Robben. Natürlich gibt es immer noch Siedlungen, in denen die Alten und die Kinder leben. Manche sind auch nicht mehr an das harte Leben draußen gewöhnt, träumen von der Stadt, haben ihre Muttersprache verlernt. Aber viele Tschuktschen haben auch wieder ihre uralten Traditionen entdeckt, sind wieder Herren im eigenen Land.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Ein Mann unter Wölfen
Shaun Ellis ist der „Wolf-Mann“: Kaum ein anderer Mensch hat es bisher geschafft, wilden Wölfen so nahe zu kommen. Er isst, schläft, spielt und jagt sogar gemeinsam mit ihnen. Im Laufe der Zeit hat er sich so den Respekt der Raubtiere erarbeitet und konnte sich einen festen Platz innerhalb des Rudels sichern. Doch Naturbursche Shaun muss stets auf der Hut sein – eine falsche Bewegung, eine unbedachte Provokation könnte tödlich für ihn enden. Neben den Wölfen nimmt aber auch seine Lebensgefährtin Helen einen ganz besonderen Platz in seinem Herzen ein. Wird das Rudel das unbekannte „Weibchen“ in seinem Kreis akzeptieren oder muss sich der Tierfreund am Ende zwischen beiden entscheiden?

Freitag, 26. Januar

3sat, 17.00 Uhr
Wildes Allgäu – Hohe Berge, tiefe Schluchten
Die scheinbar so gezähmte Natur im westlichen Bayern hat eine ganz andere, wilde Seite: In tiefen Wäldern, wo einst die Kelten Gericht hielten, liegen riesige, haushohe Steinblöcke. Wie graue versteinerte Gletscher erstrecken sich ebenso riesige wie öde Karstfelder zwischen den verschneiten Berggipfeln. Wasserfälle stürzen über steile Felsen. In Jahrtausenden haben sich hier und da Bäche in das Gestein hinein gegraben und tiefe Schluchten geschaffen – die „Klammen“, für die das Allgäu berühmt ist. Zu Füßen der Berge entstanden vor langer Zeit auch weite Moore voller Raritäten aus der Tier- und Pflanzenwelt. Idyllische Bauernhöfe und schmucke Dörfer scheinen in die Landschaft eingestreut. Berühmte Kirchenbauten und Schlösser machen diesen Landstrich zu einem Besuchermagneten.

Samstag, 27. Januar

3sat, 16.45 Uhr
Wildes Deutschland
Der Bayerische Wald
Im Bayerischen Wald, im einstigen Wirtschaftswald an der Grenze zu Tschechien, kam es in den 1980er-Jahren zum schlimmsten Waldsterben Deutschlands – im Endeffekt eine Verjüngungskur. Heute wächst daraus der „Urwald von morgen“ heran. Die Dokumentation zeigt, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen und warum der einst die Katastrophe auslösende Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Als sich in den 1980er-Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer außergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterließ, hatte das weitreichende Folgen: Binnen weniger Jahre starben mehrere Tausend Hektar alter, ehemals wirtschaftlich genutzter Fichtenbestände in den Hochlagen ab. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter, als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Knapp 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall zeigt sich jetzt endlich der Erfolg der Nationalpark-Idee „Natur Natur sein lassen“: Genau die Baumarten kehrten ganz von allein zurück, die hier seit alters her gesund gedeihen können. Der „katastrophenartige“ Zusammenbruch der alten Fichten war deshalb nicht das Ende des Bergwaldes, sondern er war ein Anstoß zur Entwicklung in Richtung „Urwald“. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt.

Sonntag, 28. Januar

Animal Planet, 19.25 Uhr
Unbefugter Zugang
Blutiges Elfenbein – Wilderern auf der Spur
Wilderer auf der Jagd nach Elfenbein und organisierte Verbrechersyndikate, die damit den internationalen Schwarzmarkt bedienen: In Tansania ist ein tödlicher Kampf entbrannt! Schätzungen zufolge fallen in dem ostafrikanischen Land jeden Tag dreißig Elefanten der Gier nach dem weißen Gold zum Opfer. Jetzt vereinen zwei Männer ihre Kräfte, um das kriminelle Geschäft ein für allemal zu stoppen. Denn Robert Mande, Leiter einer staatlichen Spezialeinheit gegen Wilderei, und Ryan Tate, Gründer einer bewaffneten Tierschutztruppe aus amerikanischen Ex-Soldaten, verfolgen ein gemeinsames Ziel: Das Netzwerk der Elfenbeinhändler zu zerschlagen und so die Elefanten Tansanias vor der Ausrottung zu bewahren.

arte, 19.30 Uhr
360° Geo Reportage
Bisons, die sanften Riesen von Montana
Erstausstrahlung
Bisons sind nicht nur das Wahrzeichen der amerikanischen Ureinwohner, sondern auch die Hauptattraktion des Yellowstone-Nationalparks im Nordwesten der USA. Hier finden sie üppiges Weideland und reichlich Futter. Doch die Idylle trügt. Sobald die Bisons den Nationalpark verlassen und privates Terrain betreten, dürfen sie erschossen oder meilenweit zurück in den Nationalpark getrieben werden. Umweltschützer wie Mike Mease begleiten deshalb die Wanderungen der Tiere, dokumentieren ihre Route und das Verhalten der Ranger und Farmer. Ihr Ziel: Schaden von den Tieren und besonders ihren Kälbern abzuwenden. „360° – Geo Reportage“ hat die Region besucht und Gegner und Befürworter der Büffelwanderungen getroffen. Einst wanderten Millionen Bisons durch Nordamerika. Von den indigenen Völkern verehrt, wurden sie ab Mitte des 19. Jahrhunderts von weißen Siedlern fast ausgerottet. Eine einzige, rund zwei Dutzend Tiere zählende Herde überlebte das Massaker, versteckt in einem Tal des Yellowstone-Nationalparks. Von ihnen stammen alle heute dort lebenden Bisons ab. Es sind die einzigen genetisch reinen Tiere in ganz Nordamerika. Mittlerweile hat sich ihre Population erholt, was für die nahe dem Nationalpark lebenden Rinderzüchter nicht nur Grund zur Freude ist. Denn jeden Frühling verlassen die Bisons den Park und wandern auf ihren angestammten Routen über das Land der Züchter. Als Überträger der Infektionskrankheit Brucellose bedrohen sie damit die Herden, was ihre Halter zu Feinden der Bisons macht. Bis vor wenigen Jahren wurde gnadenlos Jagd auf die Tiere gemacht. Heute werden sie mehrheitlich vertrieben, was besonders für die in dieser Zeit neu geborenen Kälber eine Strapaze bedeutet und nicht selten tödlich endet. Umweltschützer Mike Mease, der den Umgang mit den Tieren bereits seit den 90er Jahren beobachtet, begleitet und überwacht die Wanderungen der Bisons mit Gleichgesinnten und dokumentiert das Verhalten von Rangern und Rinderzüchtern, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So auch in diesem Jahr. Konflikte scheinen vorprogrammiert.

JWW