JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 11. August 2019.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 15.07. - 21.07.2019

Montag, 15. Juli

arte, 11.30 Uhr
Der unsichtbare Puma
Ein Besucher in Frankreichs Wäldern?
In Südfrankreich trieb sich vor 250 Jahren ein berüchtigtes Untier herum: die Bestie von Gévaudan. Heute kursiert erneut ein Gerücht: Ein Puma soll an den steilen Hängen des Mont Mouchet hausen. Bruno Loisel kennt sich mit Pumas aus. Seit über zwanzig Jahren folgt der Tierfotograf den Spuren dieser Raubkatzen und dokumentiert sie in ihrem natürlichen Lebensraum. Da diese Geschichte die Beziehung zwischen Mensch und Wildnis reflektiert und die Sichtung eines Pumas ein äußerst seltenes Erlebnis ist, begibt sich Bruno in Frankreich und Kanada auf die Suche nach der vermeintlichen neuen „Bestie von Gévaudan“.

Bayerisches Fernsehen, 13.30 Uhr
Expedition in die Heimat
Wilde Tiere, tolle Touren – Täler im Pfälzerwald
Luchse in den verzweigten Tälern im Herzen des Pfälzerwaldes – abenteuerlustig wie Moderator Jens Hübschen eben ist und mit Unterstützung kundiger Einheimischer lernt er auf seiner Expedition Täler und Tiere kennen.

Dienstag, 16. Juli

Bayerisches Fernsehen, 14.15 Uhr
Felix und die wilden Tiere
Wettlauf der Hörnchen
Tierfilmer Felix Heidinger geht es diesmal um die flinken Kletterer mit dem roten, buschigen Schwanz: die europäischen Eichhörnchen. Den kleinen Europäern droht Gefahr, und zwar von der eigenen Verwandtschaft. Ein paar wenige nordamerikanische Grauhörnchen und asiatische Schönhörnchen wurden vor rund 100 Jahren nach Norditalien und auf die Britischen Inseln eingeschleppt. Inzwischen haben sie sich rasant vermehrt. Die Nachfahren der fremden Hörnchenarten, die kräftiger und fortpflanzungsfreudiger sind als unsere heimischen Eichhörnchen, richten wegen ihrer Futtervorlieben nicht nur enorme Schäden in den Wäldern an, sondern verdrängen auch die europäischen Vettern aus ihren angestammten Lebensräumen. Auf den Britischen Inseln sind die Grauhörnchen eindeutig die Sieger. Zwei Millionen amerikanische Grauhörnchen haben sich inzwischen in Wäldern, Parks und Gärten des Inselreichs breitgemacht. Eichhörnchen gibt es nur noch in einigen höher gelegenen Waldregionen des Inselreichs. Biologen schätzen, dass die Schönhörnchen und Grauhörnchen, die jenseits der Alpen in Norditalien in großen Scharen ansässig sind, noch etwa 40 Jahre brauchen, bis sie einen Weg nach Mitteleuropa gefunden haben. Und wenn es nicht gelingt, den Vormarsch der Fremdlinge aufzuhalten, dann wird es unseren Eichhörnchen genauso ergehen wie denen auf den Britischen Inseln. Ihre Zahl wird immer kleiner werden, weil ihnen die überlegenen Hörnchen-Vettern die Reviere und das Futter wegnehmen.

arte, 17.05 Uhr
Der Wald der wilden Katzen
Der Harz ist Katzenland. Hier leben die einzigen beiden wilden Katzenarten Deutschlands gleichzeitig. Luchs und Wildkatze teilen sich ein riesiges Gebiet von über 2.000 Quadratkilometern. In der Mitte thront der über elfhundert Meter hohe Brocken. Luchse waren hier ausgerottet und wurden erst seit dem Jahr 2000 wieder angesiedelt. Inzwischen leben schon gut neunzig „Pinselohren“ hier. Der Reichtum an natürlichen Strukturen im Harz bietet gleichzeitig über 500 Wildkatzen Schutz. Jetzt werden die Katzen-Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den Wald der wilden Katzen verlassen und neue erobern.

3sat, 17.30 Uhr
Israel – Der Norden
Küste und Berge
Der Norden Israels erstreckt sich von Tel Aviv über den See Genezareth bis zu den Golanhöhen. Intensive Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden macht die Region zum „Brotkorb des Landes“. Ein Streifzug durch bizarre Höhlenlabyrinthe und eine fruchtbare Kulturlandschaft überrascht mit spektakulären Wildtieren, unbekannten historischen Orten und Forschern, die sich mit Leidenschaft für den Erhalt der letzten Wildnisgebiete einsetzen. Um natürliche Lebensräume zu erhalten, agieren Biologen als Vermittler zwischen Landwirten, Wildtieren und Tierfreunden. So haben Wölfe in den Golanhöhen eine Heimat gefunden, Klippschliefer erobern die Festungen von Kreuzrittern, Goldschakale bevölkern die Parks der Städte, und große Haiarten wandern ins Mittelmeer ein.

3sat, 18.15 Uhr
Israel – Der Süden
Der Süden Israels umfasst das Gebiet zwischen Jerusalem und Eilat am Roten Meer. David Ben-Gurion sah als erster Ministerpräsident des Landes vor, die Wüstenregion zum Blühen zu bringen. In unberührten Gegenden sind Wölfe, Hyänen und Sandfüchse unterwegs – und bedrohte Tierarten wie die Oryxantilope werden wiederangesiedelt. Geologisch gibt der Ostafrikanische Grabenbruch, der sich über das Tote Meer durch eine Kraterlandschaft bis ans Rote Meer zieht, die Route vor, auf der jedes Jahr Millionen Zugvögel von Afrika nach Europa und zurückfliegen.

Mittwoch, 17. Juli

3sat, 16.45 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich herausputzen
Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens ungeheuer viel Zeit auf ihr Äußeres. Sie kratzen, lecken und pudern sich, sie kämmen ihre Federn, nehmen Schlammbäder oder halten sich eine Putzhilfe. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen oder kann für die Beziehung nützlich sein.

3sat, 17.30 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen
„Bloß nicht auffallen!“, lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Laufe ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten daran an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab.

3sat, 18.10 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere kommunizieren
Tiere mögen zwar keine Sprache haben, die unserer menschlichen ähnlich ist, trotzdem kommunizieren sie. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Lebewesen – oft einfach, aber effektiv. Wenn man einen Hirsch röhren hört, weiß man, es ist Brunftzeit. Wenn eine Klapperschlange mit ihrer Rassel warnt, ist Gefahr in Verzug. Wenn ein Hund gegen den Zaunpfahl pinkelt, markiert er sein Revier. Tiere teilen sich auch mit, wo es etwas zu Essen gibt, dass sie paarungsbereit sind oder dass Gefahr droht.

Donnerstag, 18. Juli

arte, 6.45 Uhr
Artenspürhunde: Auf Mission für Mensch und Tier
Hunde sind nicht nur für Zoll- und Polizeibeamte wichtige Helfer. Auch bei Wissenschaftlern und Naturschützern machen sie Karriere. Mit entsprechendem Training können Hunde fast jedes Tier oder dessen Hinterlassenschaften auffinden: Wölfe, Luchse, Fischotter, Bettwanzen und sogar Fledermäuse. Gerade Fledermäuse und ihre Quartiere waren bisher nur schwer aufzuspüren. Der Mensch bekommt sie nur selten zu sehen und kann ihre Ultraschalllaute kaum hören. Die ARTE-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug trainieren einen Tag lang mit den Hunden der Wildlife Detection Dogs. Im Projekt Wildlife Detection Dogs werden Hunde nicht nur speziell für den Dienst in der Wissenschaft und im Naturschutz ausgebildet, sondern auch die Effizienz und Wirksamkeit ihrer Mitarbeit untersucht.
Außerdem: Igelspürhund Fine findet Igel noch im unzugänglichsten Versteck. Sie ist dabei so erfolgreich, dass sie ganz offiziell in den Dienst der Wissenschaft gestellt wurde. Sozusagen als Mitarbeiterin im Projekt „Igel in Berlin“ des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung. Sie soll helfen, den Igelbestand zu ermitteln, um Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen. Um zu verhindern, was in England passierte, wo die Igelpopulation so gut wie unbemerkt fast verschwunden ist. Die Sendung ist auch online verfügbar von 18/07 bis 16/10 auf dem Internetporta von ARTE.

Freitag, 19. Juli

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland – Grenzgänger am Grünen Band
Das „Grüne Band“ verbindet von der Ostsee bis zum Vogtland entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze auf 1.400 Kilometern Länge über 100 verschiedene Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Seltene Tiere wie Schwarzstorch, Fischotter, Wanstschrecke oder Braunkehlchen finden ideale Bedingungen in Sumpfgebieten, Mooren, Pionierwäldern oder auf Magerrasenflächen. In diesem einzigartigen Biotopverbund leben über 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter über 600 stark gefährdete. Am „Grünen Band“ sind tierische Grenzgänger unterwegs wie die Wildkatzen, die über den Korridor heute vom Vogtland nach Bayern wandern können. Seeadler, die in den angrenzenden Fluren in Niedersachsen ihren Nachwuchs großziehen und in Sachsen-Anhalts Gewässern die Fische fangen. Oder Biber, die immer in der ehemaligen DDR heimisch waren und erst nach deren Ende aufbrachen und nun auch in den westlichen Feuchtbiotopen Bäume fällen. Der Tierfilmer Uwe Müller beobachtete das Leben an der ehemaligen Grenze über ein Jahr lang mit modernster HD-Technik zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Bei seinen Wachdiensten in den blühenden Landschaften und neuen Lebensräumen kamen ihm Jäger und Gejagte, aber auch Grenzzeugen vor die Kamera.

Bayerisches Fernsehen, 14.15 Uhr
Felix und die wilden Tiere
Mit den Wölfen heulen
Wölfe stehen im Mittelpunkt dieser Folge. Auch in Russland, dem einzigen Land in Europa, in dem nach wie vor viele Wolfsrudel in den weiten Wäldern leben, hassen und verfolgen die Menschen den Wolf, weil er gelegentlich Vieh reißt. Der Wolfsforscher Vladimir Bologov ist wohl der einzige Freund, den die Wölfe in Russland haben. Er hat eine einfache und kostengünstige Methode entwickelt, mit der die nächtlichen Räuber wirksam von Rindern, Schafen und Pferden ferngehalten werden – nämlich mit bunten Luftballons! Dabei macht er sich das Misstrauen des vorsichtigen Wolfs zunutze. Noch muss Vladimir für die unblutige Wolfsabwehr viel Überzeugungsarbeit in den meist staatlichen Viehhaltungsbetrieben leisten. Von der traditionellen Wolfsjagd sind russische Jäger und Hirten nämlich nicht so leicht abzubringen, auch wegen des Kopfgelds, das sie von der Regierung für jeden erlegten Wolf bekommen.

Samstag, 20. Juli

arte, 16.45 Uhr
Steinadler – König der Berge
Die Doku entstand in einem Zeitraum von drei Jahren und zeigt ausnahmslos wildlebende, ungezähmte Adler. Die Dokumentation begleitet das Erwachsenwerden von zwei Steinadlerküken in der Hohen Tatra, vom Bebrüten der Eier im April bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Jungvögel im Juni den Horst verlassen. Tragische Ereignisse, wie etwa der Tod eines fast flüggen Kükens, und lustige Momente, wenn die Steinadlerküken in ihrem Nest Besuch von Maus und Schmetterling bekommen, machen diesen Film zu einem kurzweiligen Ausflug in die Baumkronen der europäischen Bergwälder. Spektakuläre Szenen, wie Flugaufnahmen von einer Steinadler-Hochzeit oder der Kampf zwischen Seeadler und Steinadler an einem Riss, wechseln sich ab mit berührenden Einblicken in die Kinderstube der Steinadler. Die Botschaft des Films: „Steinadler benötigen weite, einigermaßen ungestörte Landschaften mit intakter Natur.“ Daraus folgt die Erkenntnis, dass der Fortbestand des Steinadlers auf unserem Kontinent auch von der künftigen Nutzungsform der europäischen Wälder abhängt. Der Wald ist eine wichtige regenerative Energiequelle. Aber quer durch Europa drohen viele alte Wälder zu Holzplantagen zu werden, in denen keine Adler leben können. „Steinadler – König der Berge“ erzählt vom Niedergang der Adler durch die unerbittliche Verfolgung durch den Menschen. Nachdem die Jagd im 20. Jahrhundert verboten wurde, bewohnen Steinadler heute wieder die Alpen, die Karpaten und die Bergregionen Skandinaviens. Eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes, so könnte man meinen. Aber bis heute haben es die Steinadler nicht geschafft, ihre Reviere im Flachland wieder zu besiedeln. Wird der „König der Berge“ eines Tages auch wieder über den Wäldern der Ebenen seine Kreise ziehen? Die Dokumentation möchte Werbung machen für den deutschen Wappenvogel, der unseren Schutz braucht und dessen Lebensraum vor der Ausbeutung des Menschen geschützt werden muss.

tagesschau24, 19.30 Uhr
Australien: Dingos oder Schafe?
Überleben am längsten Zaun der Welt
Es ist der längste ununterbrochene Zaun der Welt: Mehr als 5.600 Kilometer Maschendrahtzaun – quer durch Australien, von der Südküste bis zur Ostküste. Der Dingozaun soll Australiens Wildhunde von den Schafen fernhalten, schon seit mehr als 130 Jahren trennt das Jahrhundert-Bauwerk Australiens schafreiche Gebiete im Südosten des riesigen Landes von den wilderen nördlichen Regionen. Die Wildhunde sind perfekt an ihre harte Umgebung angepasst. Mit ihrem goldbraunen Fell sind sie schwer in der Umgebung auszumachen, sie sind schnell und extrem ausdauernd – und wenn die Nahrung im kargen australischen Outback zu spärlich wird, dann wandern die Dingos zu den Schafherden im Süden. Für die Farmer eine echte Bedrohung. In manchen Bundesstaaten gibt es Kopfgeldprämien für jeden toten Dingo. Schaf- und Rinderverluste durch Dingos kosten die australische Wirtschaft jährlich Unsummen. Deshalb wird der Zaun aufwendig intakt gehalten, ständig repariert und gewartet – sieben Ranger teilen sich die Strecke und patrouillieren entlang des Zauns, der sich durch drei Bundesstaaten schlängelt. Nicht nur Stürme und starker Regen, sondern auch Tiere, vor allem die wilden Kamele, beschädigen den Megazaun. Die Arbeit der Ranger ist mühsam, denn die Bedingungen im Outback sind extrem – heiß, trocken und menschenleer. Die Pfosten-Draht-Konstruktion ist eine der radikalsten Anstrengungen, die ein Land je unternommen hat, um Raubtiere von Viehherden zu trennen. Die Instandhaltung kostet das Land jährlich mehrere hunderttausend Euro. Doch inzwischen wird die Kritik von Tierschützern und Wissenschaftlern an dem Bauwerk immer lauter: Die Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht sind enorm, da Dingos und auch andere Wildtiere aus einem riesigen Teil des australischen Kontinents komplett ausgeschlossen sind. Wildkatzen und Füchse breiten sich dort ungehindert aus und richten großen Schaden im empfindlichen Ökosystem Australiens an.

Sonntag, 21. Juli

arte, 7.40 Uhr
Der unsichtbare Puma
Ein Besucher in Frankreichs Wäldern?
In Südfrankreich trieb sich vor 250 Jahren ein berüchtigtes Untier herum: die Bestie von Gévaudan. Heute kursiert erneut ein Gerücht: Ein Puma soll an den steilen Hängen des Mont Mouchet hausen. Bruno Loisel kennt sich mit Pumas aus. Seit über zwanzig Jahren folgt der Tierfotograf den Spuren dieser Raubkatzen und dokumentiert sie in ihrem natürlichen Lebensraum. Da diese Geschichte die Beziehung zwischen Mensch und Wildnis reflektiert und die Sichtung eines Pumas ein äußerst seltenes Erlebnis ist, begibt sich Bruno in Frankreich und Kanada auf die Suche nach der vermeintlichen neuen „Bestie von Gévaudan“. Im Herzen Südfrankreichs erstreckt sich ein für Nebel anfälliges Gebiet, in dem der Legende nach vor 250 Jahren eine blutrünstige Kreatur ihr Unwesen trieb. An diesem sagenumwobenen Ort geht seit fünf Jahren ein Gerücht um: Augenzeugen berichten von einem Tier mit großen Pranken und langem Schwanz, das Straßen mit einem einzigen Sprung überquert – kräftig genug, ein Pferd zu reißen und verstümmelt auf der Weide zurückzulassen.

hr-fernsehen, 20.15 Uhr
Auf Leben und Tod (1)
Der Film zeigt das über Jahrtausende perfektionierte Versteckspiel zwischen Jägern und Gejagten im Wald. Wälder bedecken ein Drittel aller Kontinente, in ihnen verborgen leben mehr als die Hälfte aller Tierarten. Hautnah sind die Tiere zu erleben, wenn sie sich den Herausforderungen stellen, die das Jagen im Wald mit sich bringt – eine enge, verwirrende und dreidimensionale Welt, in der allein das Finden von Beute extrem schwierig ist. Wenn ein Raubtier endlich fündig geworden ist, gilt es gleich, neue Probleme zu bewältigen: Freies Blickfeld gibt es meist nicht, genauso wenig wie Raum, um die Beute mit hoher Geschwindigkeit zur Strecke zu bringen. Zudem gibt es zahllose Fluchtwege, um im Dickicht zu verschwinden. Jeder Wald hat seine eigenen Regeln, und in jedem gibt es Spieler, die diese perfekt beherrschen – wie etwa der Tiger. Er kennt jeden Winkel seines Reviers und ist ein Meister der Jagd aus dem Hinterhalt. Aber auch in Nordamerika gibt es Spezialisten: Baummarder stöbern Mäuse unter dem Schnee auf. In den Laubwäldern Europas fliegt das Fernsehteam Seite an Seite mit Sperbern und erlebt, wie sie kleinere Vögel aus der Luft fangen.

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Auf Leben und Tod (2)
Die Hälfte der Kontinente ist von Wüste oder Grasland bedeckt. In diesen ungeschützten Lebensräumen ist es für Gepard, Weißkopfseeadler und Löwe leicht, ihre Beute zu entdecken. Aber auch die Beutetiere können die Gefahr frühzeitig erkennen. Ausdauer, Geschwindigkeit und Cleverness führen zumindest bei mancher Jagd zum Erfolg. Der Film zeigt die Strategien von Jägern und Gejagten, die ständig auf dem Präsentierteller sitzen. Auch in diesem Gelände gibt es Spezialisten: Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch, indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere Tiere haben aus der minimalen Deckungsmöglichkeit in dieser Landschaft das Beste gemacht. Die Fellfarbe des Karakals zum Beispiel verschmilzt perfekt mit der des hohen, trockenen Grases der afrikanischen Savanne. Die Löwen der Etosha-Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich dadurch besser anschleichen können; die Wetterlage versetzt ihre Beute zusätzlich noch in Panik.

TV-Programm 22.07. - 28.07.2019

Montag, 22. Juli

3sat, 13.15 Uhr
Geschützte Wildnis – Leben im Nationalpark Donau-Auen
Ein Ausflug in die magische Naturlandschaft des Nationalparks Donau-Auen lässt staunen: Sogar einige Seeadler-Paare haben sich dort wieder angesiedelt. Der Film erzählt die Entwicklung der 9300 Hektar großen Fläche zwischen Wien und Bratislava und zeigt in stimmungsvollen Bildern diese letzte große Fluss-Auen-Landschaft Mitteleuropas. Dem schon ausgestorben geglaubten Hundsfisch und eleganten Graureiher, unzähligen Bibern, leuchtend gefiederten Eisvögeln und seltenen Europäischen Sumpfschildkröten – zahlreichen Tierarten bietet der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum.

3sat, 13.45 Uhr
Die Rückkehr des Wiedehopfs
Ursprünglich tief aus den Savannen Afrikas kommend, besucht jedes Jahr ein besonders auffälliger Gast die idyllische Weinbauregion am österreichischen Wagram: der Wiedehopf. Doch der unverwechselbare Vogel ist in ganz Europa zur bedrohten Art geworden, seine Population ist – außer in Spanien – stark rückläufig. Seit Manfred Eckenfellner einen Wiedehopfjungvogel aufgezogen hat, sieht er die Rückkehr des Wiedehopfs in das Gebiet des Wagrams als seine Lebensaufgabe. Der Film beweist gefühlvoll und eindrücklich, was engagierter Naturschutz und die Begeisterung eines Einzelnen bewirken können.

arte, 17.00 Uhr
Der unsichtbare Puma
Ein Besucher in Frankreichs Wäldern?
In Südfrankreich trieb sich vor 250 Jahren ein berüchtigtes Untier herum: die Bestie von Gévaudan. Heute kursiert erneut ein Gerücht: Ein Puma soll an den steilen Hängen des Mont Mouchet hausen. Bruno Loisel kennt sich mit Pumas aus. Seit über zwanzig Jahren folgt der Tierfotograf den Spuren dieser Raubkatzen und dokumentiert sie in ihrem natürlichen Lebensraum. Da diese Geschichte die Beziehung zwischen Mensch und Wildnis reflektiert und die Sichtung eines Pumas ein äußerst seltenes Erlebnis ist, begibt sich Bruno in Frankreich und Kanada auf die Suche nach der vermeintlichen neuen „Bestie von Gévaudan“. Ist die Bestie von Gévaudan wieder zurück? Der Tierfotograf Bruno Loisel hat eine rationalere Erklärung: Nur ein Tier passt zu all dem Beschriebenen – der Puma! Die Großkatze wird vom Norden Kanadas bis zur Südspitze Argentiniens als mystisches Tier angesehen. Flink wie eine Katze und stark wie ein Löwe, sind seine Sinne sehr ausgeprägt – durch die Farbe seines Fells ist er an sein Umfeld so gut angepasst, dass er sich fast unsichtbar fortbewegen kann. In freier Wildbahn ist es kaum möglich, ihm zufällig zu begegnen. Wer sich auf seine Spur begibt, lässt sich selbst mit speziell ausgebildeten Spürhunden und Spurenverfolgern auf eine lange und schier unmögliche Expedition ein. Gerade diese Herausforderung sucht Bruno Loisel zu bewältigen – alleine und über 7.000 Kilometer vom natürlichen Puma-Verbreitungsgebiet entfernt. Um seine Chancen zu erhöhen, beginnt er die Suche am entgegen gesetzten Ende: Kanada, der natürlichen Umgebung des Pumas. Dort will er die Techniken erlernen, die ihn vielleicht zum Ziel bringen werden. Im Bundesstaat Alberta begleitet er ein Forscherteam und einen Jäger, die mit dem Fang eines Pumas und dem Anbringen eines GPS-Halsbands endet. Aus Quebec bringt Bruno einen speziellen Duftköder mit, um die Großkatze zurück in Frankreich vor die Wildkamera zu locken. Werden sich die Bemühungen lohnen? Wird Bruno das Rätsel um die neue Bestie von Gévaudan lösen können?

arte, 17.45 Uhr
Der Wald der wilden Katzen
Der Harz ist Katzenland. Hier leben die einzigen beiden wilden Katzenarten Deutschlands gleichzeitig. Luchs und Wildkatze teilen sich ein riesiges Gebiet – Gebirge und Vorland zusammen über 2.000 Quadratkilometer. In der Mitte thront der über elfhundert Meter hohe Brocken. Dass beide Katzenarten hier zu entdecken sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Raubtiere hatten und haben es schwer im dicht besiedelten Deutschland. Der Luchs wurde vor 200 Jahren ausgerottet. Der letzte Harzer Luchs wurde 1818 erlegt. Erst seit dem Jahr 2000 wurden die „Pinselohren“ wieder angesiedelt. Inzwischen leben schon 55 erwachsene und 35 Jungluchse hier. Auch die Wildkatze wurde bejagt und stark zurückgedrängt. Ihre Art überlebte nur in kleinen, inselartigen Gebieten. Eines davon ist der Harz. Sonnige Waldsäume und leuchtende Bergwiesen sind das Jagdgebiet der Wildkatze. Der Reichtum an natürlichen Strukturen hat ihr das Überleben im Verborgenen ermöglicht und bietet heute über 500 Tieren Schutz. Im März hallen die klagenden Rufe der Luchse durch den Wald. Es ist Paarungszeit bei den gefleckten Katzen. Doch nun werden die Katzen-Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den Wald der wilden Katzen verlassen und neue erobern. Kein einfaches Unterfangen. Denn Straßen und zersiedelte und bewirtschaftete Flächen hemmen die Wanderungen von Deutschlands wilden Katzen. Wo aber Wildbrücken und –zäune das sichere Queren von Autobahnen und Schnellstraßen ermöglichen, lassen sich selbst entfernte Naturräume miteinander vernetzen. Und so eine Ausbreitung von Wildkatze und Luchs in Deutschland befördern. Die Sendung ist auch online verfügbar von 04/07 bis 11/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 23. Juli

3sat, 17.30 Uhr
Die Tricks der Tiere
Magie des Waldes
Der Film beobachtet die Wälder Nordamerikas über ein ganzes Jahr hinweg. Die BBC-Produktion zeigt, wie das Ökosystem Wald nur gemeistert werden kann, wenn auch alle Tiere in perfekter Übereinstimmung „funktionieren“. Er zeigt Filmaufnahmen von Eichhörnchen, die von Baum zu Baum springen, Bilder davon, wie der Luchs den Winter überlebt und wie wichtig für den Wald das Beutegut der Bären ist.

Mittwoch, 24. Juli

3sat, 13.50 Uhr
Die Macht der Jahreszeiten: Frühling & Sommer
Die Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Urzeiten prägen sie den Rhythmus der Natur. Je nach geografischer Lage fallen sie zwar unterschiedlich aus, dennoch gelten sie weltweit als konstante Größe. In den tropischen Klimazonen sind es nur zwei, auf der Nord- und Südhalbkugel hingegen vier Jahreszeiten, die den Takt vorgeben. So auch in Deutschland: Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach dem Ablauf von Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

3sat, 14.35 Uhr
Die Macht der Jahreszeiten: Herbst & Winter
Während in der ersten Folge Frühling und Sommer vorgestellt wurden, konzentriert sich der zweite Teil auf Herbst und Winter. Die Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Urzeiten prägen sie den Rhythmus der Natur. Je nach geografischer Lage fallen sie zwar unterschiedlich aus, dennoch gelten sie weltweit als konstante Größe. In den tropischen Klimazonen sind es nur zwei, auf der Nord- und Südhalbkugel hingegen vier Jahreszeiten, die den Takt vorgeben. So auch in Deutschland: Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach dem Ablauf von Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Donnerstag, 25. Juli

hr-fernsehen, 10.30 Uhr
Auf Leben und Tod (2)
Die Hälfte der Kontinente ist von Wüste oder Grasland bedeckt. In diesen ungeschützten Lebensräumen ist es für Gepard, Weißkopfseeadler und Löwe leicht, ihre Beute zu entdecken. Aber auch die Beutetiere können die Gefahr frühzeitig erkennen. Ausdauer, Geschwindigkeit und Cleverness führen zumindest bei mancher Jagd zum Erfolg. Der Film zeigt die Strategien von Jägern und Gejagten, die ständig auf dem Präsentierteller sitzen. Auch in diesem Gelände gibt es Spezialisten: Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch, indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere Tiere haben aus der minimalen Deckungsmöglichkeit in dieser Landschaft das Beste gemacht. Die Fellfarbe des Karakals zum Beispiel verschmilzt perfekt mit der des hohen, trockenen Grases der afrikanischen Savanne. Die Löwen der Etosha-Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich dadurch besser anschleichen können; die Wetterlage versetzt ihre Beute zusätzlich noch in Panik.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Mehr als ein Job!
Wildlife Alaska – Ranger im Einsatz
Die weitläufigen Schutzgebiete Alaskas sollen ausschließlich dem Schutz und der Erhaltung der dortigen Natur und der Wildtierbevölkerung. Die indigene Flora und Fauna ist unersetzlich, muss in ausgewogenem Gleichgewicht gehalten werden und vor der unwiederbringlichen Zerstörung geschützt werden. Für die Männer und Frauen des US-amerikanischen Fish and Wildlife Service ist dieses Unterfangen nicht nur ein ganz normaler Job – es ist ihre Berufung. Für sie ist es ein täglicher Kampf ohne Pause, die vom Aussterben bedrohten Tiere und Pflanzen – die Schätze der amerikanischen Natur – zu Lande, unter Wasser und in der Luft zu schützen.

Freitag, 26. Juli

Phoenix, 17.15 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Der Waterton Glacier National Park
An der Grenze zwischen den USA und Kanada vereint ein großes Projekt ganz unterschiedliche Akteure: Sie wollen einen Nationalpark vergrößern, um ihn zu retten. Der Waterton Glacier National Park ist eine einzigartige Naturregion. Große Teile des fast 5000 Quadratkilometer umfassenden Schutzgebietes sind unberührt von menschlichen Eingriffen. Seit 1492, das als Referenzpunkt für europäische Einflüsse in Amerika gilt, ist hier fast keine Tier- oder Pflanzenart ausgestorben. Das gesamte Areal ist so artenreich wie kaum eine andere Wildnis auf der Erde: Insgesamt leben hier über 70 Säugetier- und rund 250 Vogelarten; nachgewiesen sind fast 1200 Pflanzenarten. Die Dokumentation über die Zukunft der Nationalparks führt hinein in diese einzigartige Welt und begleitet eine Expedition in das Gebiet, in dem noch nie zuvor ein Kamerateam filmen durfte. Der Park, seit 1932 ein Zusammenschluss des kanadischen Waterton Lakes National Park und des US-amerikanischen Glacier National Park, ist der erste „Friedenspark“ der Welt. Doch die Einzigartigkeit des grenzübergreifenden Ökosystems ist in Gefahr. Im Nordwesten ragt ein großer Keil ungeschütztes Gebiet mitten hinein in den Park. Einer der wichtigsten kanadischen Highways führt durch die Region, es wird massiv Holz eingeschlagen – und es darf gejagt werden. Die Jäger-Lobby ist mächtig. Der wichtigste Wildtier-Korridor Nordamerikas ist hier brutal zerschnitten. Der Nationalpark könnte ohne die Verbindung zu nördlicheren Schutzgebieten wie dem Banff National Park zu einer Insel werden – das langsame Aussterben und das Ende einer der bedeutendsten Naturräume des Planeten wäre damit vorprogrammiert. Aktivisten, Wissenschaftler und Naturliebhaber haben dieser Bedrohung den Kampf angesagt. Für sie gibt es nur eine Lösung: Der Park muss vergrößert werden. Die Dokumentation begleitet die Enthusiasten durch ein wichtiges Jahr: Geologe Richard Hauer macht sich Sorgen um den Flathead River, die Lebensader des National Parks. Die Kiesbett-Flussauen des sich wild schlängelnden Flusses bieten Raum für die größte Artenvielfalt der gesamten Region. Doch das Quell- und Einzugsgebiet des Flusses liegt außerhalb des Parks, im bisher ungeschützten Bereich. Mit seinem Observationsflugzeug ist Richard Hauer drohenden Gefahren permanent auf der Spur. Naturschutz-Aktivist Harvey Locke ist die treibende Kraft bei der Vergrößerung des Parks. Um die politischen Entscheider von der Notwendigkeit der Erweiterung zu überzeugen, unternimmt er Expeditionen mitten hinein in die Wildnis des „fehlenden Tortenstückes“, in ein Gebiet, in dem noch nie ein Kamerateam war. Biologin Mirjam Barrueto aus der Schweiz steckt ihre ganze Forschungskraft in das Projekt. Mit einer innovativen Datensammlung wollen sie und ihr Team feststellen, ob und wie viele der Maderart Vielfraße in dem ungeschützten Gebiet leben. Der Nachweis der scheuen Tiere wäre ein weiteres Argument für die Vergrößerung des Parks. „Krone des Kontinents“ wird die Region genannt – die schneebedeckten Gipfel des Waterton Glacier National Parks ragen wie Zacken einer Krone spektakulär empor. Eine Region, die Sehnsüchte weckt – auch für Deutsche. Oliver Meister kam vor 25 Jahren während einer Wanderung zufällig in dieses Gebiet – und konnte sich nicht mehr losreißen. Er wurde Ranger im Park und betreibt ein uriges Hostel mitten in der Wildnis. Kim Pearson, die Wildtierbiologin des kanadischen Park-Teils, hat schon in vielen Naturschutzgebieten gearbeitet – aber so vielseitig und anspruchsvoll wie hier war es noch nirgendwo. Kim ist verantwortlich für eine kleine Herde Bisons, die im Park lebt. Sie und ihr Team haben eine mutige Vision: Irgendwann sollen die Tiere wieder wild und grenzenlos in den Ebenen entlang der Rocky Mountains und im Nationalpark zwischen den USA und Kanada umherstreifen. Die Blackfeet-Indianer, deren Siedlungsgebiet im Osten des Nationalparks liegt, haben aus diesem Grund sogar eine stammesübergreifende Büffel-Initiative gegründet. Sie versuchen, ihre eigene Herde Jahr für Jahr zu vergrößern. Mit Erfolg: Derzeit haben sie 600 Tiere. Wenn die Größe auf einige Tausend angewachsen ist, dann wollen sie den Versuch wagen, die Bisons auszuwildern – dann wäre das Ökosystem rund um den Waterton Glacier National Park wieder so intakt wie vor 1492. Ein spannendes Jahr hinter den Kulissen eines spektakulären Nationalparks – ein Jahr im Zauber der Wildnis.

Phoenix, 21.45 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Alaskas Majestät: Der Denali National Park
Er verschlägt jedem Betrachter den Atem: Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6.200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der wichtigsten Nationalparks der Welt. Einst hatte US-Präsident Barack Obama dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurück verliehen: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Vor über 100 Jahren wurde die Nationalpark-Idee in Amerikas Westen geboren, damals lebte eine Milliarde Menschen auf der Erde, und die Parks luden sie ein, sich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen. Heute, mit über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wandelt sich auch die Rolle der Schutzgebiete. Die ZDF-Filmemacher dokumentieren ein Jahr hinter den Kulissen des Denali National Park und fragen nach der Zukunft der großen Parks. Patricia Owen hat ein ganz besonderes Problem. Die Biologin ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Denali National Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25.000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher. So auch Frank Stelges aus Essen, der hier den „Big Five“ auf der Spur ist. Der Denali, Alaskas Majestät, hat nach wie vor eine ungeheure Anziehungskraft, vor allem für junge Abenteurer. Sie fasziniert die tragische Geschichte von Millionärssohn Christopher McCandless, der 1992 die Wildnis suchte – und dessen Schicksal im Hollywood-Film „Into the Wild“ verewigt wurde. Viele suchen heute in der Wildnis Alaskas Frieden, physische Herausforderung oder sich selbst. Weitab von jeglicher Zivilisation dem Wetter und der unwirtlichen Landschaft ausgesetzt, begeben sich immer wieder Wanderer in Lebensgefahr und müssen gerettet werden. Der Grat zwischen fröhlichem Abenteuer und Katastrophe ist in Alaskas Weiten extrem schmal. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Denali National Park im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die ZDF-Reihe „Im Zauber der Wildnis“ widmet sich den Chancen der Parks für die Herausforderungen unserer Zeit.

Samstag, 27. Juli

Phoenix, 18.00 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Der Yosemite-National Park
Der staatliche Beauftragte für Wildtiermanagement ist im Jagdgebiet unterwegs und überprüft die Beute und Methoden der Jäger.

Phoenix, 21.-45 Uhr
Kanadas Nationalparks
Riding Mountain: Insel der Wildnis
Die Provinz Manitoba liegt im Herzen Kanadas und besticht durch die schier endlose Weite ihrer Landschaft und die ausgeprägten Jahreszeiten. Der Süden wird oft als die weltgrößte Kornkammer bezeichnet. Dort bestimmen Agrarwirtschaft und Viehzucht das Bild, während sich im nahezu unbewohnten Norden riesige Tundraflächen mit Nadelwäldern abwechseln. Dazwischen liegt der Riding Mountain National Park, dessen ökologische Vielfalt weltweit einzigartig ist. Der Park liegt höher als der Rest Manitobas. In seinem Mikroklima wechseln sich Grasland, Laubwald und Nadelwald auf engstem Raum ab. Bei seiner Gründung wurde er als „Insel der Wildnis im Ozean aus Farmland“ bezeichnet. In diesem Park der Gegensätze kann es im Sommer zu 30 Grad Celsius heiß werden, während im Winter Temperaturen um minus 30 Grad keine Seltenheit sind. 239 Vogelarten und 60 verschiedene Säugetierarten bietet er eine Heimat. Hier leben Biber, Schwarzbären, Bisons, Elche und Wapitis, Kojoten, Wölfe, Stachelschweine, Luchse und Pumas. Seit 1986 gehört Riding Mountain zum Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. So soll die Artenvielfalt bewahrt und das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur gefördert werden. Ganz unterschiedliche Menschen wie Reade Tereck, Leiter einer speziellen Feuerwehrtruppe, der Botaniker Peter Tarleton und der Wildhüter Tim Sallows arbeiten daran, diese einzigartige Landschaft zu erhalten.

Sonntag, 28. Juli

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr
Wildes Frankreich
Von den sanften Hügeln der Provence durch das karge Massif des Maures, den aussichtsreichen Esterel und die Hochebenen des Baskenlandes, von den malerischen Schluchten des Jura über die sturmerprobten Klippen der Bretagne bis zu den manikürten Gärten des Schlosses Chenonceau – diese Dokumentation zeigt Frankreich so wild, wie es noch nie zu sehen war. Im Juragebirge verfolgen die SWR-Zuschauerinnen und Zuschauer die ersten Schritte eines neugeborenen Hirschkalbs sowie die ersten Erfolge der Rückkehr eines legendären Räubers, des Luchses. Die Reise geht weiter in die Provence, einen Landstrich voller Farben und Düfte, dessen spezielles Licht einige der größten Maler in den Bann gezogen hat. Hier beobachten die SWR Zuschauerinnen und Zuschauer eine der klassischen, gleichnishaften Rivalitäten der Natur – zwischen Fuchs und Rabe. Wer wird am Ende den anderen überlisten? Im Gebiet des Massif Central begegnen die Zuschauerinnen und Zuschauer einem Tier, das nur sehr selten beobachtet wird: der Ginsterkatze. Außerdem folgt die Kamera einer Gruppe von Kranichen auf ihrem alljährlichen Weg zum Schutzgebiet von Arjuzanx. Eine alte Braunkohlegrube wurde hier zum Kranich-Paradies: 50.000 Vögel versammeln sich jeden Winter. Wo die Pyrenäen auf den Atlantik treffen, erstreckt sich eine fantastische Landschaft, das Baskenland – voller Farben und sanfter Hügel. Hier leben, weitgehend sich selbst überlassen, die Herden der Pottock-Ponys. In den Zentral-Pyrenäen wurden Braunbären wieder angesiedelt, die Wölfe kamen von selbst zurück. Ihre Rückkehr lässt eine uralte Tradition wiederaufleben: Die Schäferei mit Hilfe der traditionellen Pyrenäenberghunde.

TV-Programm 29.07. - 04.08.2019

Montag, 29. Juli

3sat, 19.30 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Die Jura-Region
Während der Rest der Schweiz vergleichsweise dicht besiedelt ist, gibt es in der Jura-Region noch viel Platz für unberührte Natur. Vom Frühling im bunt blühenden Ajoie, dem Obstgarten der Nordostschweiz, über den Sommer im idyllischen Vallée de Joux bis hin zum bitterkalten Winter im kältesten Ort der Schweiz – das Jahr im Jura steckt voller Überraschungen. Sogar der Luchs ist mittlerweile ins Jura zurückgekehrt.

Dienstag, 30. Juli

3sat, 15.35 Uhr
Nashörner für die Serengeti
In der weitläufigen Serengeti leben Tausende Tierarten – eines davon ist das Spitzmaulnashorn, doch es ist vom Aussterben bedroht. Ein Großprojekt soll den Artbestand retten. Drei Nashorn-Weibchen und zwei Männchen gehen auf die Reise ins Land ihrer Vorfahren: Der Film begleitet den Auftakt zur größten Umsiedlung, die jemals durchgeführt wurde, vom Einfangen der Tiere in Südafrika bis zur Entlassung in die Wildnis. Die Serengeti im ostafrikanischen Tansania ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratkilometern Steppe, Savanne und Busch finden Hunderte von Tierarten ihre Heimat – davon mehr als eineinhalb Millionen Pflanzenfresser und mehrere Tausend Raubtiere. Allein eineinhalb Millionen Gnus ziehen jedes Jahr, wenn die Trockenzeit beginnt, durch das weite Land und lassen auf der Suche nach Futter und Wasser den Boden unter sich beben. Ohne den Dung der Gnus gäbe es in der Serengeti kein Gras. Nur das älteste Landsäugetier, das seit rund 14 Millionen Jahren den afrikanischen Kontinent bevölkert, sucht man in der Serengeti inzwischen fast vergeblich. Anhaltende skrupellose Wilderei hat den Bestand innerhalb von 20 Jahren an den Rand der Ausrottung gebracht. Während 1970 noch rund 60 000 Spitzmaulnashörner durch die afrikanischen Savannen streiften, sind heute nur noch circa 4000 dieser eindrucksvollen Tiere übrig. Von der am stärksten bedrohten Unterart „Diceros Bicornis Michaeli“ leben insgesamt nur noch 700 Tiere, davon knapp 70 verteilt auf drei verschiedene Gebiete in Tansania. Zu wenige, um die Art zu erhalten. Mit dem „Serengeti Rhino Repatriation Project“ der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sollen 32 Artgenossen aus Südafrika die Gruppe der letzten Spitzmaulnashörner in der Serengeti überlebensfähig machen. Fünf bis sechs Tiere pro Flugzeug, in Transportkisten verpackt, sollen auf der Steppenpiste in der Serengeti landen. Zurück ins Land ihrer Ahnen, die im Jahr 1961 zum Schutz vor Wilderern nach Südafrika in Sicherheit gebracht wurden. Nun sollen deren Nachkommen die Letzten ihrer Art vor dem Aussterben bewahren. Rettung in letzter Sekunde. Doch das millionenschwere Projekt, ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zugunsten von Mensch und Tier, ist noch lange nicht beendet. Der schwierigste Teil steht noch bevor: den Schutz der Tiere gegen Wilderer zu gewährleisten. Militärisch geschulte Ranger haben ihre Arbeit bereits aufgenommen – 24 Stunden täglich auf den Spuren der ersten Hoffnungsträger.

3sat, 16.20 Uhr
Die Löwen der Kalahari
Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Sie war einst Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Tausende Huftiere – und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde – zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Davon profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20 000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari jedoch stark verändert. Die riesige zusammenhängende Wildnis ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten.

3sat, 17.05 Uhr
Grenzen frei für Dickhäuter!
Afrikas größtes Schutzgebiet
Im Kavango-Sambesi-Projekt soll das größte Schutzgebiet der Welt entstehen. Benannt ist es nach den beiden Flüssen, die durch Namibia, Sambia, Zimbabwe, Angola und Botsuana fließen. Das Besondere des Projektes: Auch die Bewohner sind Teil der Schutzgebiete – es entsteht kein klassischer Naturpark, in dem Dorfgemeinschaften keinen Platz mehr haben. Die Menschen der fünf afrikanischen Länder sind sozusagen die natürlichen Wächter der Wildnis. Sie verzichten auf die Jagd und den Trophäenhandel, sodass der Tierbestand wachsen kann und Touristen anlockt. Die Einnahmen aus dem Tourismus kommen direkt den Dörfern des Schutzgebietes zugute, das eine Fläche von Deutschland und Österreich zusammen umfasst. Da es ein länderübergreifendes Schutzgebiet ist, müssen staatliche Grenzzäune abgebaut werden. Damit können Tiere, speziell die Elefanten, wieder ihren alten Wanderwegen folgen. So hoffen die Einwohner in Sambia, dass sich in ihrem Land endlich wieder ein Tierbestand aufbaut. Im Gegensatz zu Botsuana gibt es in Sambia fast keine Wildtiere mehr – eine Folge der vielen Bürgerkriege in der Region. Das Wild war Nahrung für die Truppen. Finanziert wird das Kanvango-Sambesi-Projekt von der deutschen Bundesregierung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ralph Kadel führt durch die fünf Länder und zeigt, wie er unermüdlich die Menschen vor Ort für die Idee des größten Schutzgebietes der Welt gewinnen will. „Denn“, so sagt er, „das Projekt kann nur mit den Menschen Erfolg haben und nicht gegen sie.“

3sat, 19.30 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Winterliches Graubünden
Graubünden im Winter, das heißt für viele Pistenspaß und Aprés-Ski-Vergnügen. In der Natur herrscht jedoch wegen Kälte, Schnee und Eis ein ständiger Kampf um das Überleben. Ob Steinbock, Murmeltier oder Kreuzotter, sie alle haben sehr unterschiedliche Strategien, um in der Eiseskälte des Alpenwinters zu überleben. Der Film erzählt erstaunliche Geschichten aus der winterlichen Natur Graubündens und zeigt prächtige Landschaftsaufnahmen. Bei den Murmeltieren lautet die Strategie: Fett anfressen und die kalte Jahreszeit schlafend überstehen. Dieser Winterschlaf ist jedoch nicht mit dem erholsamen Schlaf in der Nacht zu vergleichen: Er ist vielmehr eine lebensbedrohliche Notsituation. Forscher haben herausgefunden: Wenn Murmeltiere nicht manchmal aus dem Winterschlaf erwachen, und „richtig“ schlafen, dann sterben sie. Verblüffend auch die Überlebenstaktik der Steinböcke. Obwohl sie im Hochgebirge leben, scheinen sie keinen Schnee zu mögen. Sie gehen ihm aus dem Weg, wo immer sie können. In den kalten Winternächten sinkt zum Energiesparen ihre Körpertemperatur in den Beinen auf bis zu 15 Grad. Was für andere Tiere den Tod durch Erfrieren bedeuten würde, ist für den Steinbock möglich – eine Fähigkeit, die ihm das Überleben sichert. Doch auch der härteste Winter ist irgendwann einmal zu Ende, und die Natur atmet auf. Dies wird am deutlichsten beim Anblick von Gamsen, die voller Lebensfreude mit verrückten Sprüngen die Ankunft des Frühlings zu feiern scheinen. Die Murmeltiere haben für so etwas keine Zeit. Ihr Sommer ist oft so kurz, dass die Männchen die noch schlafenden Weibchen begatten. Für sie sind Frühling und Sommer nichts anderes als Vorbereitungszeit für den nächsten Überlebenskampf im Graubündner Winter.

Mittwoch, 31. Juli

3sat, 6.00 Uhr
Kenia: Kein Platz für wilde Tiere
Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

arte, 9.35 Uhr
Tiere urban
Die dreiteilige Serie „Tierisch urban“ zeigt, wie Wildtiere einen neuen, vielfältigen Lebensraum erobern: die Städte. Kein Lebensraum der Welt wächst sich so schnell wie die Städte. Die rasante Urbanisierung führt zum Rückgang der Naturzonen – oft zum Leidwesen der dort lebenden Tierarten. Manche von ihnen haben die Lösung gefunden: Sie ziehen in die Stadt! Im vermeintlich grauen Asphaltdschungel finden Wildtiere mit ein paar Tricks alles, was sie zum Leben brauchen. Und meistern bisweilen ähnliche Herausforderungen wie der Mensch. Die beiden weiteren Folgen sind gleich im Anschluss um 10.20 und 11.00 Uhr auf ARTE zu sehen

3sat, 19.30 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Das Tessin
Es ist die sonnigste, aber gleichzeitig die regnerischste Region der Eidgenossenschaft. Schroffes Hochgebirge trifft auf mediterranes Klima, und während im Norden noch Schnee liegt, blühen im Süden bereits Kamelien und Magnolien. Durch seine geografische Lage vereinen sich hier die unterschiedlichsten Klimazonen auf engstem Raum. Berühmt ist das Tessin auch für seine Seen. Die bekanntesten sind der Lago Maggiore und der Luganer See. Entstanden aus den Gletschern der Eiszeit, sind sie heute das Sinnbild für italienisches Dolce-Vita-Flair vor alpiner Kulisse und beliebte Touristenziele. Doch unweit der Piazzas und Promenaden findet sich wilde Natur, sei es im Vogelparadies Bolle di Magadino oder im rauen Maggiatal. Noch vor gar nicht langer Zeit war das Tessin ein bitterarmer Kanton. Davon zeugen viele verlassene Dörfer – besonders in den unzugänglichen Seitentälern der rauen Bergwelt. In manchen, wie dem Val Bavona, gibt es nur in einem Dorf Strom. Doch das Tessin ist schon immer reich an landschaftlicher Schönheit gewesen. Auf den Bergwiesen der Alpe Piora und Dötra liegen wahre Blumenmeere. Doch nicht nur die Flora, auch die Fauna ist bunt und abwechslungsreich: vom Murmeltier bis zur Smaragdeidechse reicht die Palette. Auf dem Monte Generoso begegnet man mit etwas Glück sogar Wildpferden. Der Film zeigt in farbenprächtigen Bildern die ganze Vielfalt des Tessins. Aufregende Tieraufnahmen wie die berühmten Balztänze der Haubentaucher oder die Flugkünste der Rauchschwalben lassen den Zuschauer staunen und entführen ihn in eine der zauberhaftesten Regionen der Schweiz.

3sat, 21.45 Uhr
Unsere wilde Schweiz
Das Verzascatal
Das Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen. Es ist ein raues, wildes Tal mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.

Donnerstag, 1. August

3sat, 21.45 Uhr
Unsere wilde Schweiz
Das Vanil Noir
Nahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er zählt nicht zu den höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit. Wildhüter Patrick Romanens macht sich auf Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: Ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen – weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.

Freitag, 2. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Spanien
Der mediterrane Süden
Ginsterkatzen gehen im Schutz der Nacht auf Beutezug. Diese Vertreter der Schleichkatzen haben europaweit auf der Iberischen Halbinsel ihr größtes Vorkommen. Auch Geier sind in Spanien so zahlreich vertreten wie nirgends sonst in Europa.

Samstag, 3. August

NDR Fernsehen, 8.30 Uhr
Auf der Pirsch
Von Frauen, die jagen wollen
Ein beeindruckender Film über die Faszination Jagd aus der Sicht von zwei Jägerinnen. Die eine ist Anfängerin, die andere seit knapp drei Jahren Jägerin. Die Jagd wandelt sich, auch dank der Frauen, die das Hobby für sich entdecken. Vor 20 Jahren hatte nur rund ein Prozent der Frauen in Deutschland einen Jagdschein, mittlerweile sind es knapp zehn Prozent. Aktuell ist ungefähr sogar jeder fünfte Teilnehmer an einem Jagdscheinkurs eine Frau. So wie Malene. Die 35-Jährige aus dem Wendland ist auf dem Land und mit der Jagd aufgewachsen. Doch selber jagen? Ein Tier töten? Davor hatte sie lange Hemmungen. Jetzt traut sie sich und macht in einer Jagdschule in der Umgebung einen Intensivkurs als Vorbereitung zum „Grünen Abitur“, wie der Jagdschein auch genannt wird. In ihrem Kurs ist sie die einzige Frau. Derbe Sprüche werden kommen, erwartet sie. Doch Malene lässt sich nicht beirren. Sorgen bereitet ihr nur das Schießen. Sie hatte zuvor noch nie eine Waffe in der Hand. Zur Jägerprüfung gehören Schießprüfungen in drei Disziplinen. Und tatsächlich läuft das erste Schießen nicht rund. In nur zwei Wochen muss sich das ändern, wenn sie die Prüfung bestehen will. Die Zahl der Jäger ist auf einem Rekordhoch. Fast 400.000 Menschen in Deutschland haben einen Jagdschein. So viele wie noch nie. Und es werden immer mehr: 2017 bestanden allein in Niedersachsen 3.428 Menschen die Prüfung zum Jagdschein. In Niedersachsen kommt auf 132 Einwohner ein Jäger (oder eine Jägerin), im Bundesdurchsschnitt sind auf 214 Einwohner. Viele Neujäger sehnen sich nach mehr Nähe zur Natur. Sie wollen wissen, woher ihr Essen kommt und wie die Natur funktioniert. Gerade Frauen ticken anders als die „Altjäger“. Barbara ist eine dieser Jungjägerinnen. Die 51-Jährige hat seit knapp drei Jahren den Jagdschein. Sie kommt aus der Großstadt Hannover, steht voll im Beruf, hatte vorher eigentlich überhaupt keine Berührungspunkte zur Jagd. „Ich wollte aber schon immer in die Natur, wollte ursprünglich mal Bäuerin werden“, lacht sie. Jahrelang überlegte sie, ob sie das Abenteuer Jagdschein wagen wollte. Irgendwann musste sie Überstunden abbauen und machte den Kurs im Wendland. Seitdem ist sie mit dem „Jagdfieber“ infiziert, kaufte sich ein Gewehr, ein Ferienhaus im Wendland und einen jungen Jagdhund. So kann sie ihre zweite Leidenschaft, die Arbeit mit dem Hund, mit der Jagd verbinden. Doch die Jägerinnen haben nicht nur mit wilden Tieren, sondern auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Jagen sei Männersache, Frauen seien zu weich. Und die Jagd ist ein exklusiver Club: Hat man kein eigenes Revier, ist man darauf angewiesen, zur Jagd eingeladen zu werden. „Als Frau aus der Großstadt, die keinen in der Szene kannte, gar nicht so einfach“, erinnert sich Barbara. Doch die Jagd wandelt sich. Auch dank der Frauen. Was fasziniert die Menschen an der Jagd? Ist es das Erlebnis in der Natur, die Hege des Waldes oder doch die Lust an der Trophäenjagd? Wie ändert sich das durch die Frauen? In dieser Reportage werden zwei Frauen begleitet, die jagen wollen: durch die Ausbildung und danach.

arte, 10.55 Uhr
Bulgariens Bergwelten
Das Balkan-Gebirge
Stara Planina, Pirin, Rila und Rhodopen – Bulgariens Bergwelten sind nur wenigen Nicht-/Bulgaren ein Begriff. Die abgeschiedene Gegend ist die Heimat von Karakatschan-Hunden und Braunbären. In den einsamen Dörfern lässt sich seltenes Kunsthandwerk und kulinarische Traditionen – wie der Grünschimmelkäse – entdecken. Die zweiteilige Dokumentation unternimmt eine Entdeckungsreise in eine unbekannte Region mitten in Europa, deren landschaftliche Vielfalt von atemberaubender Schönheit ist.

hr-fernsehen, 20.15 Uhr
Die Bärenbande
In Skandinaviens Wäldern
Hoch im Norden Europas liegt das Reich der Braunbären. Verborgen in den Wäldern von Finnland, Schweden und Norwegen leben bis heute mehrere Tausend Bären. Mitten im Winter, wenn draußen meterdicker Schnee ihre Höhle bedeckt, bringen die Weibchen ihre Jungtiere zur Welt. Monatelang bleiben die Bärenjungen dicht bei der Mutter, werden von ihr gewärmt und gesäugt, bevor die Drillinge im Frühjahr beginnen, ihre Welt außerhalb der Höhle zu erkunden. Gemeinsam mit der „Bärenbande“ geht der Naturfilm auf Entdeckungsreise in Skandinaviens wilde Wälder, in die Heimat der mächtigen Elche und cleveren Wölfe, zu den seltenen Waldrentieren und segelnden Gleithörnchen. Drei Jahre lang arbeiteten die renommierten Tierfilmer Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg an den Aufnahmen für den Film. Sie verbrachten viele Hundert Drehtage in den Wäldern Nordeuropas. Mit viel Geduld und noch mehr Know-how gelangen ihnen äußerst seltene und spannende Verhaltensaufnahmen aus der Wildnis Skandinaviens, unterstützt mit Aufnahmen von Jan Henriksson, Rolf Steinmann, Kari Kemppainen, Joosep Matjus und Florian Leo.

rbb Fernsehen, 21.00 Uhr
Wildes Deutschland
Die Lausitz
Weit im Südosten Deutschlands liegt das kleine Land der tausend Teiche – die Lausitz, eine Region voller Gegensätze. Sie beherbergt seltene Tierarten in paradiesischen Teichlandschaften. In der beschaulichen Teichlausitz leben seltene Tiere wie Fischotter oder die sonderbare Rohrdommel; in den Bruchwäldern ziehen sogar Elche wieder ihre Kälber groß. Nur wenige Kilometer entfernt gleicht die Lausitz einer Mondlandschaft. Jahrzehntelanger Braunkohletagebau hat in der Lausitz riesige Abraumhalden und Bergbauseen hinterlassen. Doch die Natur zwischen Brandenburg und Sachsen kehrt zurück: Wolfsrudel und Rothirsche durchstreifen Truppenübungsplätze. Farbenfrohe Wiedehopfe und Bienenfresser erobern Rekultivierungsflächen. Wenn es Frühling wird, erfüllen seltsame Laute die Wasserwelt der Teichlausitz: Balzrufe der äußerst seltenen Rohrdommel. Nicht nur die Teichlausitz bietet Wildtieren wertvollen Rückzugsraum – selbst dorthin, wo der Tagebau die Landschaft extrem verändert hat, kehren Neusiedler wie Bienenfresser und Wiedehopfe zurück. Deutschlands „neue“ Wölfe, eingewandert aus Polen, haben auf den Manöverplätzen Fuß gefasst. Wo Wasser ist, fühlen sich auch Waschbären und Marderhunde wohl – beide stammen ursprünglich nicht aus Europa, gehören mittlerweile jedoch zur Lausitzer Tierwelt.

Sonntag, 4. August

3sat, 15.25 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Die Jura-Region
Während der Rest der Schweiz vergleichsweise dicht besiedelt ist, gibt es in der Jura-Region noch viel Platz für unberührte Natur. Vom Frühling im bunt blühenden Ajoie, dem Obstgarten der Nordostschweiz, über den Sommer im idyllischen Vallée de Joux bis hin zum bitterkalten Winter im kältesten Ort der Schweiz – das Jahr im Jura steckt voller Überraschungen. Das Filmteam begegnet Füchsen und Fledermäusen. Sogar der Luchs ist mittlerweile ins Jura zurückgekehrt.

TV-Programm 05.08. - 11.08.2019

Montag, 5. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
natur exclusiv
Wildnis am Lago Maggiore
Der Naturfotograf Dino Perrotta lebt in zwei Welten: Sein Heimatort liegt am Westufer des Lago Maggiore. Hier treffen mediterrane Atmosphäre und alpine Bergwelt, Campari Soda und Wildnis aufeinander. Im Hinterland des Lago Maggiore liegt Dino Perottas andere Welt: das Val Grande. Das verlassene Bergland mit seiner Wildheit und Einsamkeit ist ein reizvoller Kontrast zur touristischen Geselligkeit am Seeufer. Mit beindruckenden Flugaufnahmen zeigt der Film von Andrea Rüthlein, wie nah die Wildnis des Val Grande an das Westufer des Lago Maggiore reicht – zwei Welten verbunden durch Dino Perrotta und Rolf Platen.

Dienstag, 6. August

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
die nordstory – Der Hirschrufer
Immo Ortlepp liebt die Natur, sie ist sein Zuhause. Am Rande eines kleinen Dorfes in der Wedemark bei Hannover hat sich der passionierte Jäger und Naturfreund seinen Traum vom Leben verwirklicht. Er führt Jagdscheinanwärter zum „Grünen Abitur“, gibt Seminare, präpariert Trophäen und bringt Kindern und Jugendlichen die heimische Natur nahe. Sein „Biologieunterricht zum Anfassen“ ist legendär. Wer einmal bei Immo Ortlepp eine „Dschungeltour“ mitgemacht hat, verwechselt nie mehr einen Hasen mit einem Kaninchen. Auf dem Waldgrundstück des ambitionierten Berufsjägers grunzen, röhren, gackern und blöcken die verschiedenen Tierarten, von frühmorgens bis zum Sonnenuntergang. Immo Ortlepp lebt mit großen und kleinen Wildschweinen, Frettchen, Hühnern, Puten, Hunden und dem zahmen Rothirschen Harry zusammen. Er kann sich ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. Kerstin Patzschke-Schulz zeigt die unterschiedlichen Lebenswelten dieses besonderen Menschen. Das NDR Team hat den außergewöhnlichen Niedersachsen durch das Jahr begleitet. Höhepunkt dieser „nordstory“ ist die Teilnahme von Immo Ortlepp an der Deutschen Meisterschaft im Hirschrufen und sein spektakulärer Sieg.

WELT, 20.15 Uhr
Das Wunder Leben – Jäger und Gejagte
Die Jagd ist eines der Grundprinzipien der Natur. Viele Arten lassen sich in Jäger und Gejagte unterteilen, doch so manche nehmen auch beide Rollen zugleich ein. Auch hier spielt die Fähigkeit von Säugetieren, erlerntes Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben, eine wichtige Rolle.

Mittwoch, 7. August

3sat, 5.50 Uhr
Herr Jäger und sein Bock
Auf Jagd nach dem König der Alpen
36 Jahre hat Domenic Jäger auf den Moment gewartet, einen kapitalen Steinbock zu erlegen. Das wäre der Höhepunkt seines Jägerlebens. „Reporter“ begleitet ihn auf die Jagd. „Der Steinbock ist unser Wappentier, unser Stolz. Nur alle zehn Jahre kriegt man die Chance, diese Tiere zu jagen; einen richtig großen, einen kapitalen Steinbock sogar nur einmal im Leben!“, schwärmt Domenic Jäger wenige Tage vor Jagdbeginn. Doch mit der Freude kommen beim Jäger auch Bedenken auf: Normalerweise kennt er sein Jagdgebiet in- und auswendig. Die Berge und Täler im Albrisgebiet oberhalb von Pontresina aber, wo sich die Steinbockkolonie befindet, die er bejagen darf, sind Neuland für ihn. Der Druck ist groß. Reporter Curdin Fliri heftet sich an Domenic Jägers Fersen. Er macht sich mit ihm auf die Suche nach den majestätischen Tieren, die im kargen Gebirge mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen sind, pirscht sich mit ihm zwischen Felsen und Geröll an, auf der Jagd nach seinem Traum.

3sat, 7.00 und 9.45 Uhr
Wolf im Fadenkreuz
Zwischen Wut und Gelassenheit
Beim Wolf ist die Nation leidenschaftlich gespalten. Zwar begrüßt eine Mehrheit der Deutschen die Rückkehr des Wolfes. Doch dort, wo er neu auftaucht, herrscht mitunter blanke Angst. „Wir sind kein Wolfsfutter“, steht auf Plakaten bei einem Mahnfeuer im niedersächsischen Rodewald, wo sich mehr als 100 Wolfsgegner zum Protest verabredet haben. Viele hier sagen, dass die Situation völlig außer Kontrolle geraten sei. Mehr als 1000 Tiere sollen mittlerweile durch Deutschland streifen. Über 5000 Risse an Nutztieren wie Schafen, Ziegen und Ponys zählt die Statistik in den vergangenen zehn Jahren. Und das sind nur die, für die der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. „Ich gehe nur noch mit Pfefferspray aus dem Haus.“ Solche Sätze hört man häufig in Regionen, in denen sich der Wolf angesiedelt hat. Im brandenburgischen Ziesar berichtet Ulrike H., dass die Wölfe gar auf dem Friedhof waren. Sie hätten dort einen Wassertrog für Gießkannen als Tränke genutzt. Vasilio H. aus Winsen an der Aller schildert eine unheimliche Begegnung mit dem Wolf frühmorgens mitten im Stadtzentrum. „Schießen“, meint ein Schafzüchter von der Nordseeküste auf die Frage, wie man dem wilden Tier begegnen sollte. „Der Wolf gehört hier nicht her, er war noch nie hier, seit neun Generationen züchtet meine Familie Schafe, ich bin der Erste, der mit dem Wolf leben soll.“ Er will, dass das Land hinterm Deich zur wolfsfreien Zone wird. „Das ist alles Augenwischerei“, sagt Jens Matzen, der als sogenannter Wolfsmanager vom Umweltministerium beauftragt ist, zwischen Tierhaltern und Wolf zu vermitteln. „Mit der Forderung nach wolfsfreien Zonen gaukelt man sich Sicherheiten vor, die gar nicht vorhanden sind. Meine tiefste Überzeugung ist, es hilft nur ein guter Zaun.“ Tatsächlich ist der behördlich genehmigte Abschuss von zwei sogenannten „Problemwölfen“, die zu häufig hohe Zäune überwunden haben, über Monate hinweg nicht gelungen. Das zeigt, wie schwer es ist, die Tiere in ihren großen Revieren überhaupt aufzuspüren. In den zwanzig Jahren seit der Rückkehr des Wolfes hat es noch keinen nachgewiesenen Angriff auf Menschen gegeben. Doch die Angst scheint stärker zu sein als der nüchterne Blick auf die gegenwärtige Lage. Die Reportage erkundet an verschiedenen Orten zwischen Nordseeküste und Südbrandenburg, wie Menschen den Wolf wahrnehmen. Wie soll man mit dem wilden Tier umgehen?

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Korsika – Die ungebändigte Schöne
Fast immer in ihrer 6.000 Jahre langen Besiedlungsgeschichte wurde Korsika von außen, von fremden Mächten beherrscht. Und schon immer gab es Widerstand dagegen – bis heute. Die Menschen treten stolz für diese Kultur ein und ringen um ihre Anerkennung – oder leben sie einfach, ob sie nun bis tief in die Nacht den traditionellen Hirtengesang, die Paghjella, praktizieren, Wildschweine jagen, Bier aus Kastanien brauen oder einem Weltkonzern wie Coca Cola ein Schnippchen schlagen. „Wir fühlen uns zuerst und vor allem als Korsen“, sagt Patrizia Gattaceca.

Donnerstag, 8. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Pyrenäen – Winterzauber und Frühjahr
Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkise Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. Der Winter in den Pyrenäen ist hart, Nahrung ist jetzt für alle knapp, die meisten Tiere der Berge kämpfen um ihr Überleben. Gämsen suchen in den Tälern nach letzten genießbaren Leckerbissen. Wölfe unternehmen weite Wanderungen und suchen nach Beute. Auch die Bartgeier finden kaum Nahrung. Spanische Vogelschützer haben deshalb in den Pyrenäen Futterplätze für die Bartgeier eingerichtet. Sie liegen in eisigen Höhen und dorthin muss das Futter zu Fuß hinaufgebracht werden. Ab Mitte Februar erreichen die ersten Frühlingsboten die Pyrenäen. Tausende Kraniche kommen jetzt aus ihren zentralspanischen Winterquartieren und rasten ein letztes Mal in den Bergstauseen, bevor sie auf ihrem Weg nach Frankreich und Nordeuropa die Pyrenäen überqueren müssen. In den Wäldern balzen Auerhühner und die ersten Wiedehopfe lassen sich in den romantischen Bergdörfern beobachten. Bei den Bartgeiern ist der Nachwuchs geschlüpft. Aber nur, wenn genug Nahrung da ist, werden die Jungen die nächsten vier Monate bis zum Ausfliegen überleben.

3sat, 13.15 Uhr
Zentralkalahari – Nur für Löwen?
Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53.000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um die dort lebenden San zu schützen. Konflikte zwischen den Jägern und Sammlern mit Viehhirten waren vor der Gründung des Reservats alltäglich. Immer ging es um die Frage, wer das Land nutzen darf. Die Lebensweise der San gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des dritten Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen ein Rückkehrrecht in das Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit allein den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.

NDR Fernsehen, 15.15 Uhr
Frankreichs Paradiese
Der Nationalpark Pyrenäen
Die Pyrenäen bilden vom Mittelmeer bis zum Atlantik die mehr als 400 Kilometer lange Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Auf französischer Seite ist das Hochgebirge seit 1967 auf einem Viertel der Länge Nationalpark. In dem 500 Quadratkilometer großen, wenig bekannten Schutzgebiet erreichen die Bergwipfel eine Höhe bis zu 3.000 Meter, Wasserfälle stürzen viele Hundert Meter in die Tiefe, es gibt stille Bergseen und dunkler Wald wechselt sich mit bunten Bergwiesen ab. Der Nationalpark Pyrenäen dient gleichermaßen zum Erhalt dieser großartigen Landschaft als auch dem Schutz seiner einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. An den Klippen von Asté-Beon im Ossau-Tal befindet sich die größte Geierkolonie außerhalb Spaniens. Durch abgelegene Täler und stille Wälder streifen die letzten Braunbären der französischen Pyrenäen. In den Sommermonaten kann man grazile Pyrenäengämse auf den Bergwiesen oberhalb der Baumgrenze beim Klettern beobachten. Sie sind das Symbol des Nationalparks und waren in den 1950er-Jahren nahezu ausgerottet. Seitdem sie jedoch unter Schutz stehen, hat sich ihr Bestand im Nationalpark nahezu verzehnfacht. Einer der Väter dieses Erfolges ist der Ranger Jean-Paul Crampe. Seit Jahrzehnten erforscht er im Tal von Cauteret Gämse, niemand kennt die Tiere so gut wie er. In der Einsamkeit der Berge, hoch über dem Vallée d`Aspe, verbringt der Schäfer Patrice Gouin mit seinen 500 Schafen den Sommer. Patrice gehört zu den wenigen Bergbauern, die noch im Rhythmus der Jahreszeiten mit ihrer Herde zwischen Berg und Tal wandern. Die Idylle täuscht, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist der Schäfer auf den Beinen, 365 Tage im Jahr. Glücklich ist er dennoch, niemals würde er gegen einen anderen Beruf tauschen. Die Täler im Nationalpark Pyrenäen sind mit 40.000 Menschen nur dünn besiedelt. Vor allem die jungen Menschen zieht es in der Hoffnung auf einen guten Job in die großen Städte. Stéphanie Augras ging den umgekehrten Weg. Die junge Filmerin kam von Bordeaux nach Bedous, sie tauschte laute Straßenschluchten gegen die Stille einsamer Täler. Rund um das Dorf Bedous findet sie die Motive für ihre Fotos und Filme, von denen schon einige preisgekrönt wurden. Der Nationalpark Pyrenäen lässt da, wo es nötig ist, die Natur ursprünglich sein, fördert zugleich aber auch die Menschen, die hier noch traditionell wirtschaften und somit zum Erhalt dieser einmaligen Bergwelt im äußersten Süden Frankreichs beitragen.

3sat, 16.45 Uhr
Yellowstone (1/3)
Feuer und Eis
Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder. Der Yellowstone-Nationalpark ist geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Vulkanische Aktivität im Untergrund sorgt auch im Winter für offene Wasserstellen, während die Landschaft ringsum bei 40 Grad Celsius unter Null in Frost und Kälte erstarrt. Diese Wasserstellen sind im Hochwinter die Bühne für so manches Drama: Hier bekommt es der noch unerfahrene Nachwuchs des Wolfsrudels zum ersten Mal mit einem ausgewachsenen Elchbullen zu tun. Was anfangs nach einer klaren Sache für den mächtigen Geweihträger aussieht, entwickelt sich im Laufe des Winters zu einem Kampf auf Leben und Tod. Im Gebiet des Yellowstone-Nationalparks herrschen einzigartige Umweltbedingungen: Durchschnittlich fallen im Bergmassiv der Rocky Mountains während der kalten Jahreszeit etwa drei Meter Schnee. Durch tiefe Gebirgseinschnitte gelangen jedoch feuchte Luftmassen vom Pazifischen Ozean im Westen bis nach Yellowstone, wo sie rasch abkühlen – und den Winter über für bis zu 15 Meter Schnee sorgen. Die mächtigen Bisons kommen mit der Kälte im Normalfall gut zurecht. Ihr dichtes, dickes Fell schützt sie weitgehend vor dem Frost. Yellowstone beherbergt die letzten wilden Bisonherden, die hier seit Jahrtausenden überlebt haben. Aber auch die Bisons haben ihre Grenzen. Wenn es zu kalt wird, suchen sie instinktiv einen ganz bestimmten Fluss auf, der von warmem Wasser aus der Tiefe gespeist und damit eisfrei gehalten wird. Der Fluss leitet die Bisonherde in ein Gebiet voller Geysire, deren heißes Wasser den Boden ringsum schneefrei hält und das verdorrte Gras zugänglich. Doch die Tiere dürfen nicht zu viel davon fressen, denn das dürre Gras enthält hohe Konzentrationen von Kieselerde und Arsen. Diese Nahrung ist nicht nur sehr karg, sondern sogar gesundheitsgefährdend. Den meisten Bewohnern des Nationalparks machen Schnee und Eis zu schaffen – so auch dem Fuchs. Dennoch hat er einen Weg gefunden, den Winter zu überstehen: Er jagt Schneemäuse, die sich am Boden in Gängen und Höhlen unter dem Schnee verbergen. Bei seinem Lauschangriff achtet der Fuchs auf das leiseste Geräusch, das den Standort einer Schneemaus verrät. Hat er ein potenzielles Opfer ausgemacht, vollführt der Fuchs eine sehenswerte Aktion: Er springt hoch in die Luft und taucht mit der Schnauze voran tief in den Schnee, wo er mit etwas Glück die begehrte Beute erwischt. Die winterlichen Bedingungen sind auch für die Otter ein Problem. Die meisten Flüsse und Bäche sind jetzt von einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt, und darüber türmen sich die Schneemassen. Die Otter ziehen die Ufer entlang, um einen offenen Zugang zum Wasser zu finden, wo sie ihre wichtigste Nahrung jagen können, Fische. Als einer der Otter endlich einen erwischt, hat er dabei einen höchst interessierten Beobachter: Ein Kojote trachtet danach, dem Otter den Fisch abzujagen. Dieser denkt jedoch nicht daran, seine Beute aufzugeben, sondern taucht blitzschnell ab und versteckt sich unter der verschneiten Eisdecke im Fluss. Am Ende muss der Kojote unverrichteter Dinge abziehen. Wenn es kalt genug ist, zeigt sich in Yellowstone ein faszinierendes Naturschauspiel: Aus heiterem Himmel gefriert die Feuchtigkeit der Luft zu winzigen Eiskristallen, die in der Sonne glitzern, ein Phänomen, das als „Diamond Dust“, Diamantenstaub, bekannt ist.

3sat, 17.30 Uhr
Yellowstone (2/3)
Leben auf dem Vulkan
Ein halbes Jahr lang halten Eis und Schnee Yellowstone in frostigem Griff. Doch schließlich erwacht das Leben im Nationalpark langsam wieder. Nach dem langen Winterschlaf führt eine Grizzlybärin ihre neugeborenen Jungen zum ersten Mal durch ihr Revier. Doch sie könnte zu früh erwacht sein, denn das Land liegt dieses Jahr noch unter einer dicken Schneedecke verborgen – und so gibt es kaum Futter. Einmal mehr zeigt sich, wie anpassungsfähig Grizzlys sind. Mit Tatzen, die mit einem Hieb einen Hirsch töten können, tastet die Bärenmutter unter den Eisschollen nach Fischen, die sich zum Überwintern ein allzu seichtes Gewässer ausgesucht haben – und daher erfroren sind. Die Bärin stärkt sich mit gefrorenem Fisch, um bei Kräften zu bleiben und ihre Kleinen säugen zu können. Sobald die Tage wärmer werden, kehren auch Rudel von mächtigen Wapiti-Hirschen und Herden pfeilschneller Gabelböcke auf das Hochplateau zurück. Die Hirsche hatten in den Wäldern am Rand des Nationalparks Schutz vor der Kälte gesucht, die Gabelböcke haben hingegen eine Wanderung von beinahe 200 Kilometern hinter sich. Die Winterquartiere der schnellsten Sprinter Amerikas liegen fernab der unwirtlichen Hochtäler. Gabelböcke sind faszinierende Tiere, die auf der Flucht Geschwindigkeiten von etwa 80 Kilometern pro Stunde erreichen können. Jetzt ist die Zeit für den Nachwuchs: Ob Bisons, Wapitis oder Gabelböcke – sie alle bekommen nun ihre Jungen. Auf diesen Moment haben die Wölfe und Kojoten nur gewartet, denn auch sie müssen ihre neugeborenen Kleinen durchbringen, bis diese sich selbst versorgen können. Dabei stoßen die Tiere auf unerwartete Probleme: Die spezielle Lage und Geologie von Yellowstone bringt es mit sich, dass hier sogar im Juni gelegentlich noch heftige Schneestürme über die Landschaft hereinbrechen. Sie ahnen nichts davon, aber all die Bewohner des Nationalparks verbringen ihr Leben auf einem schlafenden Super-Vulkan. Tief im Untergrund von Yellowstone verbirgt sich ein gewaltiges Magma-Reservoir. Im Lauf der Erdgeschichte kam es hier bereits mehrfach zu unvorstellbaren Ausbrüchen – seit einigen Jahren registrieren Forscher immer wieder einen zunehmenden Druck im Erdinneren, durch den manche Bereiche des Nationalparks langsam angehoben werden. Die spektakulären Landschaften von Yellowstone wurden auch von den Eiszeiten geprägt: Als die Gletscher wuchsen und vordrangen, planierten sie weite Gebiete und schliffen dabei den Untergrund ab. Als sich die Eismassen wieder zurückzogen, bildete der mineralreiche Gesteinsstaub einen besonders fruchtbaren Boden für schier endlose Grasebenen. Zu Beginn des Sommers beginnt das Land hier unter der sengenden Sonne zu verdorren. Mit Fortschreiten der heißen Jahreszeit trocknet die Landschaft immer mehr aus – und schon ein Blitzschlag genügt, um verheerende Waldbrände auszulösen. Diese alles vernichtenden Feuerstürme sind eine große Bedrohung für das Leben in Yellowstone. So zerstörte 1988 ein katastrophaler Waldbrand etwa ein Drittel des Baumbestandes im Nationalpark. Doch auch diese Brände sind Teil eines ewigen Kreislaufs – denn die Asche düngt den Boden, auf dem dann rasch wieder neues, üppigeres Leben gedeiht.

3sat, 18.15 Uhr
Yellowstone (3/3)
Zeit des Wandels
Im Sommer, wenn die Wiesen ein Meer aus Blumen und Blüten bilden, bietet der Yellowstone-Nationalpark einen eindrucksvollen Anblick. Doch diese Pracht währt nur kurz. Schon nach wenigen Wochen erlebt Yellowstone erneut eine Zeit des Wandels. Der Herbst hält Einzug und ein besonderes Schauspiel beginnt: Bei der Brunft der mächtigen Wapiti-Hirschbullen kommt es zu spektakulären Kämpfen um die Vorherrschaft über Weibchen und Revier. Andere Tiere bereiten sich auf den nahenden Winter vor: Biber überprüfen und reparieren ihre kunstvollen Baue, mit denen sie Bäche und kleinere Flüsse zu Teichen aufstauen. Diese Gewässer sind auch ein Anziehungspunkt für Elche. Diese gewaltigen Geweihträger ernähren sich unter anderem von Wasserpflanzen, die in den seichten Teichen wachsen. Daneben fressen Elche auch Zweige und Äste, aus denen wiederum die Biber ihre Baue errichten. Als ein Elch einem Biberbau zu nahe kommt, verteidigt der Nager seinen Unterschlupf und vertreibt den riesigen Störenfried, indem er mit seinem breiten Schwanz auf die Wasseroberfläche schlägt. Yellowstone, ein unberührtes Naturjuwel, in dem seit Menschengedenken allein der Rhythmus der Jahreszeiten das Leben bestimmt? Nicht ganz! Zwar ist der älteste Nationalpark der Welt größer als so mancher amerikanische Bundesstaat, doch die Wildtiere kümmern sich nicht um Parkgrenzen und von Menschen willkürlich festgelegte Zonen.

arte, 20.15 Uhr
Russlands versteckte Paradiese
Im fernen Osten auf Kamtschatka liegt der Kurilensee, ein Paradies für die größten Braunbären der Welt. Zur Zeit der Lachswanderung finden sie Nahrung im Überfluss. Eine engagierte Anti-Wilderer-Einheit schützt die etwa 500 Bären. Hoch im Norden in einer Wüste aus Eis leben die Rentierherden der Nenzen. Seit Jahrhunderten sind die Huftiere und die nomadisch lebenden Menschen bestens an die extremen Bedingungen auf der Halbinsel Jamal angepasst. Im Süden begrenzt der mächtige Kaukasus das Land. Die uralten Bergwälder in Nordossetien bieten ideale Lebensräume für Europas größte Urrinder, die Wisente.

SWR Fernsehen, 21.00 Uhr
Der mit dem Wald spricht – Unterwegs mit Peter Wohlleben
Peter Wohlleben begrüßt in der dritten Folge Schauspielerin Adele Neuhauser und Moderator und Literaturkritiker Denis Scheck. Gemeinsam erkunden sie den Naturpark Schönbuch bei Tübingen, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Süddeutschlands. Urwüchsig und schön, aber dennoch ein Kulturwald. Zwei Tage wandern Peter Wohlleben und seine Gäste durch den Wald – inklusive einer Übernachtung im Buchenhain, der einst extra für Kurfürstin Olga angelegt wurde. Doch die Aussicht auf eine Nacht im Schlafsack trifft nicht bei allen auf Begeisterung – besonders Denis Scheck hat sich an ein gutes Buch im Bett vor dem Schlafengehen gewöhnt. Ob er sich doch noch dazu entschließt, die Nacht im Freien zu verbringen? Zumindest wäre er für etwaige nächtliche Zwischenfälle gerüstet – der Schwabe hat kürzlich einen Jagdschein erworben. Schauspielerin Adele Neuhauser hingegen kommt nur in ihrer Rolle als Ermittlerin im Wiener „Tatort“ mit Schusswaffen in Kontakt. Welche Rolle spielen nicht-heimische Baumarten bei Waldbrandgefahr? Wie viele Kleinstlebewesen tummeln sich in einer Handvoll Wald-Erde? Welche Gefahr geht von den vielen Wildschweinen in deutschen Wäldern aus? Diese und andere Fragen klärt Peter Wohlleben dieser unterhaltsamen und spannenden Wanderung zu den Geheimnissen des Waldes.

Freitag, 9. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Pyrenäen – Berge des Lichts
Gut 400 Kilometer erstrecken sich steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkise Bergseen in der bis heute noch ursprünglichen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik. Ein Eldorado für unzählige Tiere und Pflanzen. In der französischen Cirque de Gavarnie ziehen Murmeltiere ihre Jungen auf und Bären wandern durch die Schlucht von Aran. Die Bartgeier kontrollieren jeden Tag riesige Reviere in der Bergwildnis – im Segelflug suchen sie nach Beute. Finden sie endlich einen Knochen, wird dieser aufgesammelt, mit ihm in große Höhen gesegelt und dann fallen gelassen. Erst wenn der „Leckerbissen“ durch die Wucht des Aufpralls zertrümmert ist, gelangen die Bartgeier an ihr Fressen. Fast überall sind die Bartgeier in Europa verschwunden. Auf Kreta brüten die letzten vier Paare Griechenlands, auf Korsika noch zehn. Im ganzen Alpenraum stieg der Bestand von null auf zehn Brutpaare wieder an, allerdings nur durch ein aufwendiges Wiederansiedlungsprojekt begeisterter Naturschützer. In den Pyrenäen scheint der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt. Abgelegene Gebirgsschluchten bieten ihnen Rückzugsräume für die Jungenaufzucht. Ob von abgestürzten Gämsen oder Schafen, Knochen finden die Bartgeier hier noch reichlich.

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
die nordstory – Grüne Großstadt
Natürlich Hannover
Heinz Pyka ist Hannovers Stadtjäger. Sein Jagdrevier umfasst fast 900 Hektar, von der Leinemasch bis mitten in die City. Tiere erobern zunehmend die Stadt. Vor allem Waschbären, Marder und Füchse haben sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. So muss der Jäger auch manchmal mitten in der Stadt mit seinem Gewehr auf die Jagd gehen.

Samstag, 10. August

ZDFneo, 7.00 Uhr
Terra X
Kielings wildes Deutschland (1)
Andreas Kieling entdeckt die wildesten Regionen unserer Heimat, von den Berchtesgadener Alpengipfeln über die Wälder des Hochharzes bis zu den Wiesen und Flussauen des Norddeutschen Tieflandes. Beeindruckende Tieraufnahmen, atemberaubende Flüge und wunderschöne Zeitraffer zeigen, wie es um unsere Tierwelt steht. Es ist die Geschichte von vielen Gewinnern und Verlieren, von alarmierenden Zahlen, aber auch von Chancen. Urige Wälder, Wildnis, weite und stille Natur so weit das Auge reicht. Nicht nur in Kanada, Südamerika oder Australien, sondern auch bei uns. Und das oft genug nur wenige Autominuten von der eigenen Haustür entfernt. Doch vielen Menschen sind die Naturschätze Deutschlands so unbekannt wie ein fremder Kontinent. Dieses wilde Deutschland zu entdecken, ist das Thema der zweiteiligen „Terra X“-Dokumentation von Andreas Kieling. Fast 60 000 Kilometer reist der bekannte Tierfilmer zusammen mit seinem Team und Hündin Cleo durch unser Land: von den Alpen bis zum Wattenmeer, von den Mittelgebirgen bis zu den großen Flusstälern. Es ist eine Reise der Superlative. Deutschland ist trotz dichter Besiedlung mit 80 Millionen Einwohnern das artenreichste Land Europas. Neueste Bestandszahlen der Wissenschaft, in modernen Animationen umgesetzt, zeigen, wo genau und in welcher Zahl die Charaktertiere Deutschlands heute noch leben. Folge 2 ist im Anschluss ab 7.45 Uhr zu sehen.

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Der Starnberger Wolf
In den Bergen rund um das italienische Cuneo lebt ein Wolfsrudel, dessen Nachwuchs bevorzugt nach Norden in Richtung Bayern wandert. So soll zum Beispiel ein vor den Stadttoren von Starnberg überfahrener Wolf aus diesem Rudel stammen. Viel von sich reden macht ein Wolfsrudel, das in den Bergen rund um das italienische Cuneo lebt. Sein Nachwuchs wandert bevorzugt nach Norden in Richtung Bayern. Der Wolf, der vor den Stadttoren von Starnberg überfahren wurde, soll aus diesem Rudel stammen. Und auch die zugewanderten Tiere im Gran Paradiso stammen möglicherweise aus diesem Rudel. Es wird noch viel zu hören sein von dieser Keimzelle neuer Wolfspopulationen in Europa.

Sonntag, 11. August

Animal Planet, 21.45 Uhr
Der Ruf der Wildnis
Wolves and Warriors
In den Wäldern Montanas rücken Matthew Simmons und seine Truppe aus, um skrupellosen Wilderern das Handwerk zu legen. Mitten im Bitterroot National Forest finden die Männer Hinweise auf illegale Jagdmethoden. Mit so genannten Fangeisen sollen wildlebende Wölfe zur Strecke gebracht werden. Dabei verenden die Raubtiere meist auf qualvolle Weise! Die Wolfsschützer zögern nicht lange und setzen die brutalen Fallen außer Gefecht.