JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 27. Juni 2021.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 07.06.2021 - 13.06.2021

Montag, 7. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
Der Wald
Die Reihe zeigt das Leben des dänischen Tierreichs – Geschichten von Geburt und Tod, Paarung und Hunger, Beutezügen und Zärtlichkeit – und ist ein Ausdruck des Wunsches, die wilde Welt vor der Haustür wiederzuentdecken. Die erste Folge der fünfteiligen Dokumentationsreihe führt in die Wälder Dänemarks und gibt Einblicke in das Leben von Füchsen, Adlern, Mäusen, Grünspechten, Mardern und Rehkitzen. Heute sind nur noch etwa 15 Prozent der Fläche von Dänemark mit Wäldern bedeckt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Waldstücke gerodet, um Platz für Ackerland zu schaffen. Einige der Gebiete wurden zwar wieder aufgeforstet, doch Büsche und Pflanzen entfalten sich zwischen den akkurat gepflanzten Baumreihen nicht so gut wie in einem natürlich gewachsenen Wald. Die dänische Regierung bemüht sich nun, das ursprüngliche Ökosystem wiederherzustellen und die verbleibenden Tier- und Pflanzenarten bestmöglich zu schützen, um die Artenvielfalt in Dänemarks Wäldern nachhaltig zu verbessern. Weitere Folgen sind im Anschluss zu sehen.

3sat, 14.50 Uhr
Faszination Afrika (1/5)
Tiere im Okawango-Delta
Afrikas Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und beeindrucken mit ihrer Vielfalt an Tieren. Zu den faszinierendsten Gebieten zählt das Okavango-Delta in Botsuana. Jedes Jahr flutet Regenwasser aus Angola das mit 20 000 Quadratkilometern größte Binnendelta der Welt und bildet einen paradiesischen Lebensraum. Doch im Lauf eines Jahres verwandelt sich das UNESCO-Weltnaturerbe inmitten der Kalahari zu einer Wüstenlandschaft. Wenn die Trockenzeit ihren Höhepunkt erreicht, trocknet der Sumpf völlig aus. Der Kampf ums Überleben beginnt. Sumpfbewohner wie Büffel, Zebras und Antilopen versammeln sich zu Herden, um ihre Wanderung zur einzigen permanenten Wasserquelle, dem Boteti River, anzutreten. Die 240 Kilometer lange Reise birgt unzählige Gefahren. Für Aasfresser wie Schakale und Geier ist es die futterreichste Zeit. Das Ende der Trockenzeit wird von gewaltigen Bränden begleitet. Die Flammen brennen in Minutenschnelle trockene Gras- und Buschflächen nieder und bescheren nährstoffreiche Asche. Mit dem einsetzenden Regen füllt sich das Delta, und neues Leben macht sich breit. Die Landschaft blüht auf, und die Paarungszeit der Tiere beginnt, bevor die nächste Flut das Delta aufs Neue speist.

3sat, 15.35 Uhr
Faszination Afrika (2/5)
Tiere im MalaMala-Reservat
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Zu ihnen zählt auch das MalaMala-Reservat am Rand des berühmten Kruger-Nationalparks. Es ist Teil der größten Wildnis Südafrikas. Löwen, Elefanten, Nashörner, Kaffernbüffel und Leoparden – die „Big Five“ Afrikas finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Doch mit Beginn des südafrikanischen Winters hält die Trockenzeit Einzug in MalaMala. Nach und nach fallen Bäche und Flüsse trocken, bis nur noch ein letzter Strom übrig bleibt. Der Sand River ist die Lebensader des Reservats. Elefanten und Kaffernbüffel ziehen jeden Tag zu Hunderten an den Fluss, um ihren Durst zu stillen. Doch das lockt auch Fressfeinde an. Für Raubtiere ist die Trockenzeit die beste Zeit des Jahres, um leichte Beute zu machen. Kein Wunder also, dass Leoparden und Tüpfelhyänen gerade jetzt ihren Nachwuchs großziehen – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Denn während sich die Leoparden-Mutter allein um ihre beiden Jungen kümmern muss, arbeiten im Hyänen-Rudel bei der Aufzucht des Nachwuchses alle zusammen. Wenn die Regenzeit Einzug hält, wird das Leben für Pflanzenfresser wie Nashörner, Kaffernbüffel und Elefanten wieder leichter. Überall gibt es Wasser und Nahrung im Überfluss. Davon profitieren auch Hornraben, die ihrem Nachwuchs das Jagen beibringen. Und der Waran findet sogar im Nashorndung fette Beute.

3sat, 16.20 Uhr
Faszination Afrika (3/5)
Tiere im Mashatu-Reservat
Das Mashatu-Reservat im Osten Botsuanas wird auch „Land der Riesen“ genannt, denn gewaltige Baobabs – manche mehr als 5000 Jahre alt – wachen über die beeindruckende Tierwelt. Während der Trockenzeit leidet das Land unter sengender Hitze. Selbst die großen Flüsse trocknen aus. Die letzten Wasserstellen werden zum Sammelpunkt für Klein und Groß: Ob Vögel, Paviane, Impalas oder Elefanten – vom Durst getrieben kommen die Tiere an den Fluss. Im Wasser jedoch lauert tödliche Gefahr: Nilkrokodile. Die riesigen Panzerechsen haben Monate auf die Trockenzeit gewartet – jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie fette Beute machen. Und die Trockenheit hat noch andere Profiteure: Auch Wildhunde machen jetzt leichte Beute. Das ist wichtig für sie, denn das Rudel hat hungrige Welpen zu versorgen. Wenn nach Monaten der Trockenheit endlich die Regenzeit einsetzt, schöpft das Land neue Kraft. Nun treten andere Protagonisten auf den Plan: Afrikanische Ochsenfrösche haben die Trockenzeit im Boden vergraben überdauert. Mit dem Wasser kehren sie zurück und widmen sich lautstark der Familienplanung. Auch die Nilkrokodile zeigen sich fürsorglich: Die Mütter beschützen ihre Jungtiere. Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in großer Vielfalt und in ihrem Kampf um Leben und Tod. Die Reihe „Faszination Afrika“ stellt beeindruckende Naturschutzgebiete des „schwarzen Kontinents“ vor.

3sat, 17.00 Uhr
Faszination Afrika (4/5)
Tiere im Luangwa-Tal
Das Luangwa-Tal liegt im Osten Sambias. Es ist ein Tal der Extreme, das ein einzigartiges Naturschutzgebiet umfasst und unzähligen Wildtieren eine Heimat bietet. Mit einer Länge von rund 800 Kilometern schlängelt sich der Luangwa-Fluss durchs Tal und belebt Busch und Wälder. Seine Ufer ziehen mehr als 60 Säugetierarten und über 400 Vogelarten an. Doch die üppige Pracht verwandelt sich in der Trockenzeit in eine Wüste. Mit der sengenden Hitze verdunstet das Flusswasser. Übrig bleiben vereinzelte Tümpel, verstreut über das Tal. Dann treibt die Dürre Raub- und Beutetiere zu den verbliebenen Wasserstellen. Für die Bewohner des Tals beginnt ein Kampf ums Überleben: Flusspferde verteidigen ihre schrumpfenden Reviere. Giraffen- und Elefantenherden ziehen durch das Labyrinth der trockenen Wälder auf der Suche nach Wasser. Gelbschnabelstörche arbeiten mit hungrigen Krokodilen zusammen, um ihre Beute in die Enge zu treiben. Und Paviane, die normalerweise pflanzliche Nahrung bevorzugen, gehen auf die Jagd. Am Ende der Trockenzeit bringen heftige Regenschauer endlich die Erlösung. Das Tal erblüht, und der Kreislauf beginnt von vorn. Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in großer Vielfalt und in ihrem Kampf um Leben und Tod. Die Reihe „Faszination Afrika“ stellt beeindruckende Naturschutzgebiete des „schwarzen Kontinents“ vor.

3sat, 17.45 Uhr
Faszination Afrika (5/5)
Tiere in der Wüste Namib
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und faszinieren mit ihrer Vielfalt an Tieren, die nicht selten einen Kampf um Leben und Tod führen. Diese Folge führt in die Namib. Die Wüste ist einer der lebensfeindlichsten Orte der Welt. Nur dank geschickter Anpassung überleben die dort heimischen Tiere die extremen Bedingungen. Mit über 55 Millionen Jahren ist die Namib-Wüste die älteste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 95 000 Quadratkilometern und zählt zu den wenigen Küstenwüsten der Erde. An der Skelettküste peitschen die rauen Winde des Atlantiks über das Land. Eine Süßwasserlagune direkt am Ufer ist die letzte Raststätte für Flamingos auf der Reise zu ihren Brutplätzen. Weiter im Landesinneren ist Nebel die einzige Wasserquelle. Er transportiert wertvolle Feuchtigkeit über die Dünen. Die Wüstenbewohner haben sich an die extreme Trockenheit angepasst. Der Nebeltrinker-Käfer nutzt seinen Körper, um Kondenswasser zu sammeln, während sich der Namib-Gecko den Tau direkt von den Augen leckt. Elefanten und Giraffen sind auf die Früchte des Anabaums angewiesen. Er grünt mitten in der Trockenzeit. Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte seiner Art. In seinen Schluchten wurden Rekordtemperaturen von 50 Grad Celsius gemessen. Nur wenige Tiere halten diesen extremen Bedingungen stand. Eines von ihnen ist die größte Schlange Afrikas, der Südliche Felsenpython. Mit einem speziellen Organ unter der Nase nimmt er Wärmestrahlung wahr, mit dem er seine Beute aufspürt. Südafrikanische Seebären versammeln sich zu Tausenden an der Küste im Westen des Landes. Während der Brutzeit kämpfen die Männchen um die besten Territorien. Vor wenigen Jahrzehnten war die Art beinahe ausgerottet. Nun erholen sich ihre Bestände wieder. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Seine gigantischen Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit – von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in ihrer großen Vielfalt und führen häufig einen Kampf um Leben und Tod.

Dienstag, 8. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
Meere und Küsten
Ganz im Osten Dänemarks nahe der Insel Christiansø teilen sich unzählige Tierarten den Meeresraum: Kegelrobben schwimmen Seite an Seite mit Schweinswalen, einer kleinen, mit den Delfinen verwandten Zahnwalart, die als einzige weltweit zur Paarungszeit die dänischen Gewässer aufsucht. Auch Wanderfalken und die nachtaktiven Europäischen Hummer – die größten Krustentiere des Landes – fühlen sich in den Küstengebieten zu Hause. Dänemarks Mini-Sahara Råbjerg Mile steht niemals still: Die Düne wandert jährlich etwa 15 Meter mit dem Wind von der Landspitze der Stadt Skagen in Richtung der Ostküste Jütlands.

Mittwoch, 9. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
Auf dem Land
Um auf den Feldern und Wiesen Dänemarks zu überleben, sind Schläue und Erfindungsreichtum gefragt. Im nordwestlich von Jütland gelegenen Nationalpark Thy kämpfen brünstige Rothirsche um den Fortbestand ihrer Art: Die Männchen prallen frontal mit ihren Geweihen aufeinander und messen sich, der Stärkere darf möglichst viele Hirschkühe begatten. Der Kleine Moorbläuling bringt Ameisen geschickt dazu, seinen Schmetterlingsnachwuchs aufzuziehen. Im Herbst erfüllt der Tanz der Stare den Himmel und ihr beeindruckender Schwarm hängt wie eine schwarze Sonne über der Erde. Millionen Zugvögel machen auf ihrer Reise gen Süden in Dänemark Rast. Auf der Suche nach Nahrung verbringen sie die Nacht in den Sümpfen Jütlands und bieten ein atemberaubendes Naturschauspiel.

hr fernsehen, 10.05 Uhr
Staatsfeind Wildschwein
Dänemark und sein eiserner Vorhang
Dänemark verstärkt seine Grenze zu Deutschland mit einem 70 Kilometer langen Eisenzaun zwischen Nord- und Ostsee, der heftig umstritten ist. Er soll Wildschweine aus dem Land fernhalten, denn dänische Ferkelzüchter fürchten, dass sie die Afrikanische Schweinepest einschleppen und die Zuchtbetriebe ruinieren könnten. Das ASP-Virus breitet sich derzeit von Ost- nach Westeuropa aus. In Dänemark leben sechs Millionen Menschen, und immerhin werden im Nachbarland zwölf Millionen Hausschweine gehalten. „Wir haben ja richtig Angst wegen der Afrikanischen Schweinepest. Wenn das nach Dänemark kommt, wenn das wirklich hier kommen sollte, dann ist das richtig gefährlich für uns“, sagt der Züchter Claus Jörgensen in „schweinegutem“ Deutsch. Aber die Gegner auf beiden Seiten der Grenze sehen in der Stahlbarriere ein schädliches Zeichen der Abschottung in einem kriselnden Europa, zumal Dänemark vorher schon die Grenzkontrollen wieder eingeführt hatte. „Psychologisch, für ein zusammenwachsendes Europa, ist es eine Katastrophe. Das trennt ja schließlich nicht nur die Wildschweine, das trennt auch die Menschen“, beklagt ein Milchbauer, dessen Flächen auf beiden Seiten der Grenze liegen. Auch Wildbiologen schütteln den Kopf, weil der neue Grenzzaun jetzt Rehen, Hirschen oder Füchsen ihre Wildwechselrouten versperrt. Wildschweine dagegen gebe es kaum in der Region. Und sogar der Sinn des Zehn-Millionen-Euro-Projekts wird in Zweifel gezogen, da der Grenzzaun Lücken für Straßen und Bahngleisen hat, also auch Lücken für Schwarzwild. Eine unterhaltsame Reportage aus der deutsch-dänischen Grenzregion über den Kampf gegen Wildschweine, die sich einfach nicht an Ländergrenzen halten.

Donnerstag, 10. Juni

arte, 7.55 Uhr
Wildes Dänemark
Seen und Flüsse
In Dänemark gibt es mehr als 120.000 Seen und 70.000 Kilometer Wasserstraßen. Diese Gewässer bieten zahlreichen Tierarten einen Lebensraum. Der farbenfrohe Eisvogel taucht blitzschnell ins Wasser ein, um Beutefische zu fangen. Nicht weit entfernt baut der Biber seinen Damm aus allem, was er in der Umgebung findet, und die Meerforelle schwimmt Hunderte Kilometer gegen den Strom zu ihrem Laichplatz. Mit einem Körpergewicht von etwa 25 Kilogramm kann der Hecht die Größe eines siebenjährigen Kindes erreichen. Der Kormoran wird in Dänemark nicht überall gerne gesehen, denn der schwarz gefiederte Vogel hat einen so unbändigen Hunger, dass er einige Fischbestände bedroht.

Freitag, 11. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
In der Stadt
Die letzte Folge der Dokumentationsreihe „Wildes Dänemark“ ergründet, wie einige Tierarten, für welche die Lebensräume in der Natur immer knapper werden, urbane Lebensräume erobern und lernen, die Vorteile des Zusammenlebens mit dem Menschen zu nutzen. So lässt zum Beispiel die Krähe bewusst Walnüsse auf die Straße fallen und wartet, bis ein Auto darüberfährt und die harte Schale für ihn knackt. Diese Episode beobachtet die klugen Verhaltensweisen von Tieren in den dänischen Städten, die sich auf der Suche nach Nahrung und einem warmen Unterschlupf an die Lebensweise des Menschen angepasst haben.

arte, 18.30 Uhr
Elstern
Clevere Überflieger
Wer kennt sie nicht, die schwarz-weißen Vögel von nebenan. Echte Elstern findet man fast überall auf der Welt, aber sie haben auch weniger bekannte Verwandte wie die Blauelster. Und dann gibt es noch Elstern, die so heißen, aber eigentlich gar keine sind. Die australischen Magpies, zu Deutsch „Elstern“, sind eigentlich Flötenkrähenstare. Elstern gelten als diebisch und hinterlistig. Tatsächlich sind die Rabenvögel aber sehr klug und neugierig. Ihr markantes Aussehen und die Tatsache, dass sie sich häufig in Menschennähe aufhalten, hat sie Teil unserer Kultur werden lassen. Wer kennt sie nicht, die schwarz-weißen Vögel von nebenan, mit den langen Schwanzfedern und dem keckernden Ruf. Die sogenannten Echten Elstern haben aber auch weniger bekannte Verwandte wie die Blauelster. Und es gibt Elstern, die so heißen, aber eigentlich gar keine sind. Die australischen Magpies, zu Deutsch „Elstern“, sind eigentlich Flötenkrähenstare. Der Ruf der Echten Elstern ist häufig schlecht. Sie gelten als diebisch und hinterlistig. Tatsächlich sind die Rabenvögel aber sehr klug und neugierig. Deshalb sieht man sie oft in der Nähe von anderen Tieren. In der Nähe von Menschen fühlen sich die Vögel aber auch sehr wohl. Blauelstern besitzen eine im Tierreich äußert seltene Eigenschaft: Sie sind sozial und helfen sich untereinander bei der Jungenaufzucht. Magpies sind in Australien berühmt-berüchtigt – zum einen für ihren unglaublichen Gesang und ihre Fähigkeit, andere Geräusche nachzuahmen, zum anderen wegen ihres Verhältnisses zu Menschen. Haben die Vögel einmal schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht oder erkennen jemanden als Eindringling in ihrem Revier, so greifen sie an. Meist enden solche Attacken aber harmlos, und die Australier haben gelernt, die Vögel in manchen Gebieten einfach in Ruhe zu lassen. Das markante Aussehen der eurasischen Elstern und die Tatsache, dass sie sich häufig in Menschennähe aufhalten, hat sie Teil unserer Kultur werden lassen. Die Dokumentation räumt mit Vorurteilen auf und zeigt neue Erkenntnisse und Geschichten, die wir so von Elstern nicht erwarten würden.

Samstag, 12. Juni

3sat, 15.30 Uhr
Geschützte Wildnis – Leben im Nationalpark Donau-Auen
Ein Ausflug in die magische Naturlandschaft des Nationalparks Donau-Auen lässt staunen: Sogar einige Seeadler-Paare haben sich dort wieder angesiedelt. Der Film erzählt die Entwicklung der 9300 Hektar großen Fläche zwischen Wien und Bratislava und zeigt in stimmungsvollen Bildern diese letzte große Fluss-Auen-Landschaft Mitteleuropas. Dem schon ausgestorben geglaubten Hundsfisch und eleganten Graureiher, unzähligen Bibern und leuchtend gefiederten Eisvögeln – zahlreichen Tierarten bietet der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum.

Sonntag, 13. Juni

3sat, 19.40 Uhr
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Head-Smashed-In, Kanada
Abgrund der toten Bisons
Der „Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons“ ist ein Ort, der an eine Zeit erinnert, in der sich Amerikas Ureinwohner das Land mit den Bisons teilten. „Head-Smashed-In Buffalo Jump“ gilt als einer der ältesten und besterhaltenen Jagdplätze Nordamerikas. „Head-Smashed-In“ wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der Abgrund liegt in der kanadischen Provinz Alberta, etwa 175 Kilometer südlich von Calgary. Bei der historischen Bisonjagd versuchten getarnte Jäger, die Tiere in eine Richtung zu locken, aus der sie nur auf einen Abgrund fliehen konnten. Wenn sich Tiere aus der Herde der Klippe näherten, tauchten schreiend und winkend weitere Indianer auf. Sie umzingelten die erschrockene Herde, die in Panik auf den Abgrund zurannte. Die ersten Bisons versuchten meist, an der Kante zu stoppen, wurden aber von den nachfolgenden Tieren überrannt. Sie stürzten sich wie die Lemminge in den Tod. Seinen Namen verdankt „Head-Smashed-In“ aber nicht den getöteten Bisons, sondern einer Legende: Ein junger Krieger wollte die herabstürzenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wände der Klippe, die Bisons stürzten vor ihm zu Tode. An diesem Tag war die dem Exitus geweihte Herde jedoch größer als sonst. Immer mehr Tiere stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an dem steilen Fels. Die Blackfoot nannten die Stelle „where he got his head smashed in“ – „wo sein Schädel zerschmettert wurde“.

TV-Programm 14.06.2021 - 20.06.2021

Montag, 14. Juni

arte, 7.05 Uhr
Wasserlöcher – Oasen für Afrikas Fauna (3 Folgen)
In der afrikanischen Savanne sind Wasserlöcher lebensnotwendig: Elefanten, Löwen, Leoparden und zahlreiche andere Tierarten treffen in den Oasen aufeinander und streiten um Wasser. Allerdings ist nur wenig über die tierische Koexistenz in dieser kleinen Welt bekannt. Deswegen wurde im Wildreservat Mwiba in Tansania zum ersten Mal eine künstliche Wasserstelle mit integrierten Kameras eingerichtet. Für diese Reihe wurde die Wasserstelle ununterbrochen über sechs Monate hinweg gefilmt, um einen einmaligen Einblick in die komplexe Dynamik des dortigen Geschehens zu geben und neue Einsichten in die Lebensweisen afrikanischer Tiere zu erlangen.

Dienstag, 15. Juni

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Spaniens wilder Norden – Im Reich der Bären
In aufwendiger Technik entstandene Landschaftsbilder vom Norden machen die wildeste Region Spaniens mit ihren fesselnden Naturgeschichten hautnah erlebbar. Die nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien sind kühl und feucht, grün und wild. Für Bären ist es der einzig verbliebene große Rückzugsort im westlichen Europa. In den vergangenen Jahren stieg die Bärenpopulation von wenigen Dutzend Individuen wieder auf bis zu 300 an. Filmemacher Bernhard Rübe fand die Kantabrischen Braunbären zurückgezogen in unberührten Wäldern aus Stein- und Korkeichen, Buchen und Esskastanien, eingebettet in eine Urlandschaft aus Kalktürmen, tiefen Schluchten und klaren Flüssen. In der Bevölkerung sind sie beliebt und geachtet, sie sind das Symboltier der Kantabrischen Kordillere. Die Bären haben hier ein so reichhaltiges Nahrungsangebot, dass Angriffe auf Nutztiere praktisch nicht vorkommen. Allein die Imker müssen ihre Stöcke durch Elektrozäune vor hungrigen Bären schützen. In über zwei Jahren Drehzeit gelang es, noch nie gefilmtes Verhalten wilder Kantabrischer Bären in Kinoqualität zu dokumentieren. Gezeigt wird, wie Bärenmütter ihren Nachwuchs vor den Männchen schützen, ihre Höhlen polstern, nach Ameisen, Blättern, Früchten und Beeren suchen, und wie sie vom Wintereinbruch überrascht werden. Zu sehen ist auch, wie sich die Männchen bei der Partnersuche gegenseitig übervorteilen, dabei jedoch alles nach dem Willen des Weibchens geschieht. Bernhard Rübe und seinem Filmteam gelang es, mit aufwendiger Kameratechnik die wildeste Region Spaniens mit ihren fesselnden Naturgeschichten einzufangen.

3sat, 17.45 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Erstmals seit über 100 Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben „das Land der bleichen Berge“, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lassen sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten. Mit atemberaubender Geschicklichkeit queren Gämsen eine nahezu senkrechte Wand. Im Alpenglühen zieht der Steinadler zwischen bizarren Zinnen und Türmen seine Kreise.

Mittwoch, 16. Juni

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Spaniens wilder Norden – Wolfsschluchten
In aufwendiger Technik entstandene Landschaftsbilder vom Norden lassen die Zuschauer/innen die wildeste Region Spaniens mit ihren fesselnden Naturgeschichten hautnah erleben. In den nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien leben zwischen 1.000 und 3.000 Iberische Wölfe in kleinen Familienverbänden. Die Wölfe leben scheu und zurückgezogen, sie jagen Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse und Hasen. Unter Wildbiologen ist es eine Tatsache, dass Wölfe das ökologische Gleichgewicht im Wald in einer Weise regulieren, zu der der Mensch nicht imstande ist. Filmautor Bernhard Rübe dokumentiert, wie die Verständigung im Familienverband bei Jagd und Jungenaufzucht funktioniert, wie Rangkämpfe ausgefochten werden, und wie die Jungen langsam in die Sozialstruktur des Rudels eingeführt werden. Eindrucksvoll zeigt er, dass ein einzelner Wolf bei der Jagd auf Wildtiere kaum eine Chance hat und erhärtet so den Verdacht, dass Wolfsabschüsse den Konflikt zwischen Viehhaltern und Wölfen erst verstärken: Werden eingespielte Familienverbände durch das Töten der Elterntiere auseinandergerissen, entstehen vermehrt Einzelgänger. Diese gehen aus der Not heraus auf Schafe oder andere Nutztiere los. Mehrere Lösungsansätze für ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Wolf stellt Bernhard Rübe in seinem Film vor. Durch umsichtiges Verhalten und Vorkehrungen geht die Zahl der Viehrisse in den nordspanischen Wolfsgebieten gegen null. Ein Ansporn, Wölfe auch in anderen Teilen Europas wieder willkommen zu heißen. Bernhard Rübe und seinem Filmteam gelang es, mit aufwendiger Kameratechnik die wildeste Region Spaniens mit ihren fesselnden Naturgeschichten einzufangen.

Donnerstag, 17. Juni

arte, 11.30 Uhr
Bedrohte Wildnis
Tibets Antilopen, eine Tierart im roten Bereich
Die Tibetantilopen, die auch Tschiru genannt werden, leben in den tibetischen Hochebenen auf über 4.000 Meter Höhe. Im Winter wird es hier bis zu minus 30 Grad Celsius kalt; die Luft enthält dann 35 bis 40 Prozent weniger Sauerstoff als auf Höhe des Meeresspiegels. In diesem ungemütlichen Klima kämpfen die Tibetantilopen täglich ums Überleben. Zu ihren ärgsten Feinden gehören jedoch weder die extremen Wetterbedingungen noch natürliche Jäger – die Gefahr geht von einer Eisenbahnlinie aus. Die unüberwindbare Grenze der Stützmauer der neuen Eisenbahn, die China fortan mit Tibet verbindet, wird zur Falle für die umherziehenden Tibetantilopen. 2006 wurde in China die höchste Eisenbahnlinie der Welt eingeweiht: Die Qingzang-Bahn, die über Hunderte Kilometer von China nach Tibet führt. Majestätisch schlängeln sich die Schienen durch die tibetischen Hochebenen, wo die letzten Tibetantilopen leben. Dabei wurden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen, damit die einheimische Fauna so wenig wie möglich unter der neuen Bahnlinie leidet. Durch Unterführungen sollen die Tiere von einer Seite der Gleise auf die andere gelangen. Doch für die Tibetantilopen, auch Tschirus genannt, die zum Kalben in fruchtbare Weideflächen ziehen, stellen die oft über zehn Meter langen Bahntrassen ein unüberwindbares Hindernis dar. Sie legen seit Jahrtausenden den Weg in die sumpfigen und fruchtbaren Täler der südlichen Hochebenen zurück und brauchen oft mehrere Wochen, um die rettenden Durchgänge zu finden. Nur wenige Antilopen können ihre Wanderung fortsetzen. Die Herden, die sich an den Bahngleisen drängen, werden zur Zielscheibe für hungrige Wölfe. Die cleveren Raubtiere haben begriffen, dass die Antilopen in der Falle sitzen, und werden immer mutiger. Auch sind sie leichte Beute für Wilderer. Der Bau der Eisenbahnlinie hat massiv in das natürliche Gleichgewicht der tibetischen Hochebene eingegriffen. Die Tibetantilopen sind seit 2006 besonders bedroht: Vorher gab es Millionen von ihnen, die hier auf über 4.000 Metern täglich ums Überleben kämpften. Doch erst der menschliche Eingriff in ihre Umwelt dezimierte ihre Population auf knapp 150.000.

Freitag, 18. Juni

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Deutschland – Der Bayerische Wald
Nach einer Borkenkäferplage in den 1980-er Jahren ist im Nationalpark Bayerischer Wald ein neuer gesunder Mischwald entstanden. Als sich in den 1980er-Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer außergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterließ, hatte das weitreichende Folgen. Binnen weniger Jahre starben mehrere Tausend Hektar alte, ehemals wirtschaftlich genutzte Fichtenbestände in den Hochlagen ab. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Knapp 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall zeigt sich jetzt endlich der Erfolg der Nationalpark-Idee „Natur Natur sein lassen“. Genau die Baumarten kehrten ganz von alleine zurück, die seit alters her hier gesund gedeihen können. Der „katastrophenartige“ Zusammenbruch der alten Fichten war deshalb nicht das Ende des Bergwaldes, sondern er war ein Anstoß zur Entwicklung in Richtung „Urwald“. Der Film zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur „Katastrophe“ kam, und wie daraus heute der „Urwald von morgen“ heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen, und warum der Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt.

3sat, 15.30 Uhr
Steffens entdeckt: Rocky Mountains
Heimat der Bären
Fantastische Landschaften, hohe Berge, riesige Seen und wilde Tiere, das sind die Kanadischen Rocky Mountains. Im Banff- und Jasper-Nationalpark leben nicht nur Schwarzbären. Die Reihe „Steffens entdeckt“ zeigt die letzten Paradiese der Erde. In dieser Folge macht sich Moderator Dirk Steffens gemeinsam mit dem Bärenexperten Reno Sommerhalder auf die Suche nach den beeindruckenden Tieren. Auch etwa 100 Grizzlys, Elche, Dickhornschafe, Wapitis und Bergziegen sind in den Kanadischen Rocky Mountains heimisch. Der Tierreichtum lockt Touristen an – fünf Millionen jährlich. Ist ein Bär am Straßenrand zu sehen, bildet sich schnell ein kleiner Stau, sogenannte „Bear-Jams“. Was Touristen freut, wird von der Parkverwaltung allerdings kritisch bewertet: Die Bären gewöhnen sich an die Menschen und fliehen nicht mehr vor ihnen. Eine Frage der Zeit, bis es zu gefährlichen Übergriffen der Wildtiere auf die Besucher kommt. Dirk Steffens lernt einiges über den Pflanzenschutz im Gebiet und über das empfindlichste Tier in den Rocky Mountains: die Banff Springs Snail, eine winzige, unscheinbare Schnecke, die in kleinen warmen Thermalquellen lebt und stärker vom Aussterben bedroht ist als Grizzly oder Puma. Der Grund: Menschen baden in den warmen Quellen und verunreinigen dabei das Wasser mit Creme oder Insektenschutzmittel.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Deutschland – Der Bayerische Wald
Nach einer Borkenkäferplage in den 1980-er Jahren ist im Nationalpark Bayerischer Wald ein neuer gesunder Mischwald entstanden. Als sich in den 1980er-Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer außergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterließ, hatte das weitreichende Folgen. Binnen weniger Jahre starben mehrere Tausend Hektar alte, ehemals wirtschaftlich genutzte Fichtenbestände in den Hochlagen ab. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Knapp 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall zeigt sich jetzt endlich der Erfolg der Nationalpark-Idee „Natur Natur sein lassen“. Genau die Baumarten kehrten ganz von alleine zurück, die seit alters her hier gesund gedeihen können. Der „katastrophenartige“ Zusammenbruch der alten Fichten war deshalb nicht das Ende des Bergwaldes, sondern er war ein Anstoß zur Entwicklung in Richtung „Urwald“. Der Film zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur „Katastrophe“ kam, und wie daraus heute der „Urwald von morgen“ heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen, und warum der Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt.

Samstag, 19. Juni

arte, 6.15 Uhr
Wildes Dänemark
In der Stadt
Die letzte Folge der Dokumentationsreihe „Wildes Dänemark“ ergründet, wie einige Tierarten, für welche die Lebensräume in der Natur immer knapper werden, urbane Lebensräume erobern und lernen, die Vorteile des Zusammenlebens mit dem Menschen zu nutzen. So lässt zum Beispiel die Krähe bewusst Walnüsse auf die Straße fallen und wartet, bis ein Auto darüberfährt und die harte Schale für sie knackt. Diese Episode beobachtet die klugen Verhaltensweisen von Tieren in den dänischen Städten, die sich auf der Suche nach Nahrung und einem warmen Unterschlupf an die Lebensweise des Menschen angepasst haben.

Sonntag, 20. Juni

Das Erste (ARD), 13.15
Wildes Deutschland
Der Thüringer Wald
Thüringen ist Deutschlands grünes Herz. Über ein Drittel seiner Landesfläche ist von Wald bedeckt. Im Westen des Freistaates liegt der Thüringer Wald, ein fast 1000 Meter hohes Mittelgebirge, das sich von der Werra im Nordwesten bis zum Frankenwald im Südosten hinzieht. In den dichten, teilweise ursprünglichen Wäldern fühlen sich nicht nur Eichhörnchen und Waschbären wohl. Auch die seltenen Schwarzstörche haben sich hier wieder angesiedelt. Rotmilane bauen in den Kronendächern ihre Nester und auch die scheue Wildkatze findet ausreichend Deckung. Über den Gebirgskamm des Thüringer Waldes führt der Rennsteig, einer der schönsten Wanderwege Deutschlands. Die liebliche Landschaft lockt seit Jahrhunderten Naturliebhaber an und hat schon berühmte Komponisten und Dichterfürsten wie Bach, Schiller oder Goethe inspiriert. Aber auch an den Rändern der Waldgebiete gibt es viel zu entdecken. Im Thüringer Becken, einer der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, sind Feldhamster noch sehr zahlreich vertreten. Es ist eines der letzten und wichtigsten Rückzugsgebiete der vom Aussterben bedrohten Nager in ganz Europa. Eine Seltenheit sind auch viele Orchideenarten, wie das Purpurknabenkraut oder der Bienenragwurz, die im Saaletal zu finden sind. Hier hat man vor über 100 Jahren mit dem Anbau von Pfingstrosen begonnen, eine Familientradition die bis heute gepflegt wird. Thüringen ist auch berühmt für seine Burgen. Die wohl berühmteste ist die Wartburg. In vielen alten Mauern haben sich Dohlen und Turmfalken eingenistet und Dachstühle kleiner Dorfkirchen bieten seltenen Fledermäusen Unterschlupf, wie etwa dem Großen Mausohr oder der Kleinen Hufeisennase. Der Thüringer Wald, ein Erholungsort und Rückzugsgebiet für Mensch und Tier. Eine grüne Oase im Herzen Deutschlands. Über zwei Jahre haben der Tierfilmer Uwe Müller und sein Team damit verbracht, die Schönheit der Heimat des Autoren mit der Kamera einzufangen. Das Ergebnis ist eine Reise durch die Jahreszeiten zu den schönsten Orten und seltensten Tier- und Pflanzenarten des Thüringer Waldes und seiner reizvollen Umgebung, ein liebevolles Porträt alter Traditionen und sagenhafter Landschaften. Zahlreiche Kamerafahrten, Luftaufnahmen und der Einsatz spezieller Technik, wie bewegte Zeitraffer und extreme Zeitlupen, machen die Bilder zu einem visuellen Erlebnis.

3sat, 15.55 Uhr
Wunderwelt Schweiz: Das Tessin
Erzählt von Max Moor
Das Tessin ist immer schon reich an landschaftlicher Schönheit gewesen. Auf den Bergwiesen der Alpe Piora und Dötra liegen wahre Blumenmeere. Doch nicht nur die Flora, auch die Fauna ist bunt und abwechslungsreich: vom Murmeltier bis zur Smaragdeidechse reicht die Palette. Auf dem Monte Generoso begegnet man mit etwas Glück sogar Wildpferden.

TV-Programm 21.06.2021 - 27.06.2021

Montag, 21. Juni

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Trauminseln im Mittelmeer – Naturpark zwischen Korsika und Sardinien
Korsika und Sardinien – zwei Traumziele im zentralen Mittelmeer. Zwischen den beiden Inseln wurde eines der ersten internationalen Schutzgebiete des Mittelmeeres etabliert: die „Bouche de Bonifacio“. Diese Meerenge mit ihren vielen kleinen Inseln beherbergt zahllose Tierarten. Wildschweine teilen mit den Urlaubern den Strand, große Kolonien von Krähenscharben tauchen bei ihrer Jagd nach Fischen wie Pfeile in das kristallklare Meer und eine nur auf einer Insel vorkommende Population von schneeweißen Eseln gibt den Experten bis heute Rätsel auf. Sie leben auf der kleinen Insel Asinara – in den Ruinen eines ehemaligen Gefangenenlagers.

Dienstag, 22. Juni

arte, 9.45 Uhr
Wildes Dänemark
Der Wald
Die Reihe zeigt das Leben des dänischen Tierreichs – Geschichten von Geburt und Tod, Paarung und Hunger, Beutezügen und Zärtlichkeit – und ist ein Ausdruck des Wunsches, die wilde Welt vor der Haustür wiederzuentdecken. Die erste Folge der fünfteiligen Dokumentationsreihe führt in die Wälder Dänemarks und gibt Einblicke in das Leben von Füchsen, Adlern, Mäusen, Grünspechten, Mardern und Rehkitzen. Heute sind nur noch etwa 15 Prozent der Fläche von Dänemark mit Wäldern bedeckt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Waldstücke gerodet, um Platz für Ackerland zu schaffen. Einige der Gebiete wurden zwar wieder aufgeforstet, doch Büsche und Pflanzen entfalten sich zwischen den akkurat gepflanzten Baumreihen nicht so gut wie in einem natürlich gewachsenen Wald. Die dänische Regierung bemüht sich nun, das ursprüngliche Ökosystem wiederherzustellen und die verbleibenden Tier- und Pflanzenarten bestmöglich zu schützen, um die Artenvielfalt in Dänemarks Wäldern nachhaltig zu verbessern. Die Reihe zeigt das Leben des dänischen Tierreichs – Geschichten von Geburt und Tod, Paarung und Hunger, Beutezügen und Zärtlichkeit. In jeder Episode bildet ein Biotop den Rahmen für die Geschichte: der Wald, das Meer und die Küste, die Moore und die Wiesen, die Seen und Flüsse sowie die Stadt. Die Reihe ist Ausdruck des Wunsches, die wilde Welt vor der Haustür wiederzuentdecken. Die Verhaltensweisen verschiedener Tierarten werden in wunderschönen Aufnahmen, viele davon Makroaufnahmen, eingefangen und auf eine Art und Weise erzählt, die die Zuschauer emotional berührt. Drei weitere Folgen „Wildes Dänemark“ sind im Anschluss auf ARTE zu sehen.

Mittwoch, 23. Juni

3sat, 15.35 Uhr
Ohne Pfeil und Bogen
Buschmänner in der Kalahari
Seit mehr als 20.000 Jahren leben die Buschmänner – oder San, wie sie auch genannt werden – in der Kalahari, der großen Wüste, die heute zu Namibia, Botsuana und Südafrika gehört. In jüngster Vergangenheit hat sich die Welt des ältesten Jäger- und Sammlervolks der Erde radikal verändert. Drei Buschleute aus Botsuana erzählen, wie sie den Herausforderungen der Gegenwart begegnen.

3sat, 16.15 Uhr
Die Löwen der Kalahari
Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Einst war sie Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20.000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari stark verändert, ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden.

Donnerstag, 24. Juni

3sat, 13.20 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Magie des Yukon: Der Kluane National Park
Der Norden Kanadas ist Natur pur, nicht besiedelt und für viele Besucher mit seiner schier endlosen einsamen Wildheit immer noch voller Geheimnisse. 1972 wurde im südwestlichen Yukon der Kluane-Nationalpark gegründet, ein Gebiet fast so groß wie Belgien. Mit spektakulären Naturphänomenen wie dem Mount Logan, dem mit 5959 Metern höchsten Berg Kanadas, und dem weltweit größten nichtpolaren Gletscherfeld. Große Eisbrocken lösen sich dort und stürzen mit Getöse ins Meer. Vom Schiff aus wirkt das Gletscherfeld wie eine riesige Wand aus Eisbergen. Vom Land her fasziniert die „kalte Magie“ der bis ins Unendliche reichenden Eisfelder. Fernab der Zivilisation ist hier für Emma aus Norddeutschland ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie arbeitet im Auftrag der kanadischen Parks an einem einsamen kleinen Ort namens Haines Junction. Eine Siedlung, wo die Straße einfach aufhört. Was bewegt Emma und weitere deutsch-kanadische Wissenschaftler und Ranger in ihrem Alltag hier draußen, im eisigen Norden, im Wilden Westen? Wie erleben und gestalten sie die heutige Rolle der großen Nationalparks? Ein Jahr lang hat das deutsch-kanadische Filmteam seine Protagonisten in der wilden Schönheit Kanadas begleitet – von der Schneeschmelze im Frühling über den intensiven Indian Summer bis hin zum Wintereinbruch.

3sat, 14.05 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Yellowstone
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den legendären „Yellowstone National Park“. Hinter den Kulissen begleitete es Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Eine brodelnde Magmakammer unter der Erde, ein fantastischer Tierreichtum – was sind heute die Herausforderungen für diesen ältesten Nationalpark der Erde? Die Dokumentation fragt im Yellowstone nach der Zukunft der großen Parks. Der Yellowstone-Nationalpark ist der berühmteste und, bereits 1872 gegründet, auch der älteste Nationalpark der Welt. Die UNESCO erklärte ihn zum Weltnaturerbe, weil er eine einzigartige Tierwelt schützt: Wolfsrudel, Bisons, Elche, Grizzlybären, Kojoten, Steinadler und viele andere wilde Parkbewohner. Unvergleichlich ist die Vulkanlandschaft mit Geysiren, Fumarolen, Schlammtöpfen und mehr als der Hälfte aller heißen Quellen der Erde. Nur fünf Kilometer unter der Erdoberfläche brodelt eine gigantische Magmakammer, die an der Oberfläche Farbspektakel und bizarre Landschaftsformationen erschafft. Irgendwann wird der Vulkan wieder ausbrechen, sagt der Geologe Kenneth Sims, der das Kamerateam mitnimmt, wenn er mithilfe moderner Technik den Gesteinstrumm untersucht, dessen bis zu 1600 Grad Celsius heiße Masse aus der Tiefe aufsteigt. Der Yellowstone-Nationalpark ist internationaler Vorreiter für die Idee der Nationalparks und Antrieb für Menschen, die ihr Leben dem Schutz der Natur widmen – ein wichtiges Ziel angesichts von mittlerweile fast 7,3 Milliarden Weltbevölkerung. Hier begann auch eine ehrgeizige Vision: Die „Yellowstone to Yukon Conservation Initiative“ will Ökosysteme in Nordamerika großflächig verbinden, sodass Wildtiere weit in den Norden wandern und ihre Wege dem veränderten Klima der Erde anpassen können. Die Zuschauer treffen Karsten Heuer und Harvey Locke, die Initiatoren der Y2Y-Initiative. Allerdings erlebt der Park selbst bereits an den eigenen Grenzen Konflikte. Viele Tiere verlassen das Schutzgebiet – auch die Wölfe, die erst 1995 wieder angesiedelt wurden. Die scheuen Raubtiere werden immer wieder gejagt, von Trophäenjägern und von Farmern, die um ihren Viehbestand fürchten. Auch die Bisons sorgen immer wieder für Streit. Heute leben im Yellowstone-Nationalpark über 4000 Tiere. Herden suchen neue Lebensräume und drängen gerade im Winter in tiefergelegene Gebiete außerhalb des Parks, wo sich leichter Nahrung findet lässt. So wurden in den vergangenen Jahren wieder massenhaft Bisons abgeschossen, obwohl die Tiere eigentlich geschützt sind. Ein neues Projekt zu ihrer Rettung zieht junge Leute aus aller Welt in den Yellowstone. Auch Andreas Hofer (21), gelernter Elektriker aus Kitzbühel, gab zu Hause alles auf, um sich mit den Bisonschützern eine Holzhütte zu teilen und in der nordamerikanischen Wildnis zu leben. Die Zuschauer erleben eine der schönsten und wildesten Gegenden der Erde von der Schneeschmelze durch den Indianersommer bis hin zum Wintereinbruch. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Yellowstone im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die Dokumentation widmet sich den Chancen der Nationalparks für die Herausforderungen unserer Zeit.

3sat, 14.50 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Alaskas Majestät
Der Denali Nationalpark
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den spektakulären Denali-Nationalpark. Dort begleiteten sie Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Barack Obama machte sich im Denali ein Bild davon, wie der Klimawandel spürbar wird – was sind heute die Herausforderungen für diesen besonderen Park? Die ZDF-Reihe fragt in Alaska nach der Zukunft der großen Nationalparks. Er verschlägt jedem Betrachter den Atem. Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der spektakulärsten Nationalparks der Welt. Barack Obama hat dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurückgegeben: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Vor über 100 Jahren wurde die Nationalpark-Idee in Amerikas Westen geboren, damals lebten eine Milliarde Menschen auf der Erde, und die Parks luden sie ein, sich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen. Heute, mit über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wandelt sich auch die Rolle der Schutzgebiete. Die Filmemacher schauen ein Jahr lang hinter die Kulissen des Denali-Nationalparks und fragen nach der Zukunft der großen Parks. Und sie treffen Menschen, die die Schöpfung der Natur für ein neues Jahrtausend und seine Herausforderungen bewahren wollen. Denny Capps, Chefgeologe des Parks, macht sich Sorgen wegen der Klimaerwärmung. Durch die steigenden Temperaturen taut der Permafrostboden, der weite Teile des Nationalparks bedeckt. Mit dramatischen Folgen: Gerade wurde die Park Road, die einzige Straße, die in den Nationalpark führt, von einem großen Erdrutsch verschüttet. Davyd Betchkal leitet ein einzigartiges Projekt im Nationalpark. Der Physiker will die Geräusche der Einsamkeit beschützen. Und er schlägt Alarm: Selbst mitten im Nationalpark gibt es immer mehr „Geräusch-Verschmutzung“, vor allem durch Flugzeuge und Helikopter, das zeigt sein über den gesamten Nationalpark installiertes Netz von Sound-Aufnahmestationen. Patricia Owen hat ein ganz anderes Problem. Die Biologin ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“, der „Großen Fünf“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25 000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher in den Park. So auch Frank Stelges aus Essen, der hier mehrere Monate lang den „Big Five“ auf der Spur ist. Der Denali, Alaskas Majestät, hat nach wie vor eine ungeheure Anziehungskraft, vor allem für junge Abenteurer. Sie fasziniert auch die Geschichte von Millionärssohn Christopher McCandless, der 1992 die Wildnis suchte und auf tragische Weise mitten im Park ums Leben kam und dessen Schicksal im Hollywoodfilm „Into the Wild“ verewigt wurde. Viele suchen heute in der Wildnis Alaskas Frieden, physische Herausforderung oder sich selbst. Weitab von jeglicher Zivilisation, dem Wetter und der unwirtlichen Landschaft ausgesetzt, begeben sich immer wieder Wanderer in Lebensgefahr und müssen gerettet werden. Der Grat zwischen fröhlichem Abenteuer und Katastrophe ist in Alaskas Weiten extrem schmal. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Denali-Nationalparks im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die ZDF-Reihe „Im Zauber der Wildnis“ widmet sich den Chancen der Parks für die Herausforderungen unserer Zeit.

3sat, 15.35 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Ein kalifornischer Traum: Der Yosemite-Nationalpark
Der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien ist einer der bekanntesten Nationalparks der Welt: spektakuläre Ausblicke, gewaltige Wasserfälle, uralte Mammutbäume – eine atemberaubende Natur. Doch die Insel der Wildnis inmitten des bevölkerungsreichsten Staates der USA ist bedroht. Vier Millionen Besucher rollen jedes Jahr durch die geschützte Wildnis. Die durstige Landwirtschaft saugt die knappen Wasservorräte aus den Seen und Reservoirs. Die Filmemacher Catharina Kleber und Christian Bock haben den rund 3000 Quadratkilometer großen Park mit seinen unzähligen Flüssen und Seen bereist, mit einer Vielfalt von mehr als 400 Wirbeltier- und über 1500 Pflanzenarten. Dabei spürten sie vor allem auch den Verbindungen zwischen Park und Außenwelt nach. Gerade an diesem Ort des Blauen Planeten wird nämlich deutlich, wie fragil das Gleichgewicht der Natur in Zeiten von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcen-Ausbeutung ist. Der Yosemite-Nationalpark lockt jährlich mehr als vier Millionen Besucher. Er ist nur wenige Hundert Kilometer entfernt von amerikanischen Städten wie Sacramento, San Francisco oder Los Angeles, deren Smog bis in den Park zieht. Ein erträgliches Gleichgewicht zwischen Wildnis und den Ansprüchen der Zivilisation zu wahren, ist daher eine der großen Herausforderungen für die Hüter des Yosemite-Nationalparks. Aber auch eine der zentralen Fragen der Wissenschaftler, die hier arbeiten: Wie viel Mensch verträgt die Natur? Um dieses Paradies zu schützen, greifen die Verantwortlichen dabei auch zu ungewöhnlichen Methoden. Sie arbeiten mit der Staatlichen Feuerwehr zusammen, die wiederum Häftlinge in ihre Arbeit einbindet. Dabei geht es nicht immer nur darum, Feuer zu verhindern. Nicht selten müssen sogar geplante Brände gesetzt werden, um die natürliche Entwicklung der Flora zu gewährleisten. Denn Naturschutz bedeutet auch, der Natur innerhalb gewisser Grenzen freien Lauf zu lassen. An anderer Stelle wiederum muss dieser Lebensraum scharf kontrolliert werden. Der staatliche Beauftragte für Wildtiermanagement ist im Jagdgebiet unterwegs und überprüft die Beute und Methoden der Jäger. Hydrologen und Mammutbaum-Forscher sorgen sich indes um die Tausende von Jahren alten Bäume. Denn sie sind bedroht von der Erderwärmung – und der schwankenden Wasserversorgung. Die Wissenschaftler gewähren einen Blick in ihre Arbeit, lassen sich von der Kamera begleiten bis in die Gipfel der Urweltriesen und zu den Gletschern des Parks. Dass dieser Zauber der Wildnis erhalten bleiben kann, trotz einer nicht immer gerade umweltfreundlichen Politik in den USA, davon ist der Naturschützer Pete Devine überzeugt: „Es ist egal, ob man Amerikaner ist oder Europäer. Alle verstehen, dass dies ein Teil von Amerika ist, den wir als wunderschön erkannt haben.“ Er fordert, ihn so zu erhalten, wie er ist, damit diese Region „für die Menschen im Jahr 2117 genauso schön ist wie heute für uns“.

3sat, 16.20 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Geheimnis der Rockies: Der Banff National Park
Wie sah die Erde aus, bevor wir Menschen sie besiedelten und bewirtschafteten? Es gibt sie noch, die Orte voller ursprünglicher Wildnis, deren Zauber wir eingeladen sind zu erleben. Da, wo Nationalparks die unwiederbringliche Schönheit der Erde beschützen und bewahren. Als begeisterte Pioniere und mutige Naturschützer Ende des 19. Jahrhunderts die ersten großen Parks in der Wildnis Nordamerikas gründeten, gab es nur eine Milliarde Menschen. Sie sollten in die Parks kommen und deren Schönheit erleben. Heute bevölkern mehr als sieben Milliarden Menschen unseren Planeten, und die Bedeutung der Nationalparks hat sich radikal verändert. Welche Rolle spielen sie heute – in Zeiten schnellen Wachstums, knapper Kassen und immer verletzlicherer Balance der Natur? Und wie erleben diejenigen sie, die tagtäglich dort leben und arbeiten – die Ranger und Abenteurer, die irgendwann aus Deutschland kamen und blieben? Ihren unvergleichlichen und meist unbekannten Alltag zu begleiten, ist dem Filmteam in zwei kanadischen Parks gelungen. Die zweiteilige Dokumentation „Im Zauber der Wildnis“ entführt die Zuschauer in eine atemberaubende Welt, weit im eisigen Norden und wilden Westen Kanadas. In Kanada, einem Land voller natürlicher Schönheit und unendlicher Weite, sollen bereits seit fast 130 Jahren Nationalparks einmalige Naturlandschaften bewahren und für ein natürliches Zusammenleben von Mensch und Tier sorgen. Ein deutsch-kanadisches Autorenteam hat ein Jahr in zwei Parks verbracht, die unterschiedlicher nicht sein könnten und gerade deswegen exemplarisch für Kanadas einmalige Wildnis wirken: der Banff-Nationalpark in den Rocky Mountains und der Kluane-Nationalpark im Yukon. „Im Zauber der Wildnis“ erzählt die faszinierenden Geschichten derer, die die Parks magisch angezogen haben, die blieben und die sie immer besser kennenlernen. Es ist eine moderne Entdecker-Szene, oft mit deutschen Wurzeln, die von Fernweh und Abenteuerlust erzählt. Die Geschichte des Buschpiloten Thor aus Siegen, der zu Hause alles aufgab und Deutschland als Architekt verließ, um in einem einsamen Holzhaus zu leben – und der heute wie kein anderer den Yukon von oben kennt. Wenn die Kamera sein Leben weit im Norden begleitet, entsteht das bewegende Bild von der Kraft der Natur und vom täglichen Kampf der Ranger, Wissenschaftler und Abenteurer um den Erhalt der Wildnis dort, wo für sie die Erde am schönsten ist. Mit ihnen gelingt dem Filmteam der Blick hinter die Kulissen dieser geschützten Naturräume in zwei legendären Gegenden Kanadas: den Rocky Mountains und dem Yukon. Im Wilden Westen Kanadas stoßen Arbeiter beim Bau der Eisenbahn 1885 auf schwefelhaltige Quellen. Dieser Zufallsfund markiert die Stunde Null des Banff-Nationalparks. Der Eisenbahnmagnat William van Horne ist beeindruckt und beschließt, die Quelle und die einzigartige Schönheit der sie umgebenden Bergwelt für die Menschheit zu erhalten. So entsteht einer der ersten Nationalparks der Welt. Heute ist Banff UNESCO-Welterbe und zieht mit magischen Orten wie dem Lake Louise und dem Icefield Parkway Besucher in seinen Bann. Für den Erhalt dieses Naturschauspiels kämpfen Wissenschaftler aus aller Welt. Einer von ihnen kommt aus Deutschland: Fernab der Touristenrouten, auf der „Ya Ha Tinda Ranch“, lebt ein Cowboy aus Münster mit seiner Familie. Holger erforscht an einem der entlegensten Orte des Banff-Nationalparks die Wanderwege der Wapiti-Hirsche. Eine Herausforderung nicht nur für den gelernten Wildbiologen, sondern auch für seine Frau Antje und die beiden Kinder, die das Leben des Westfalen in den Rocky Mountains seit Jahren begleiten. Die schneebedeckten Gipfel des „Valley of the Ten Peaks“, endlose Wälder, grüne Seen und wilde Flüsse – die Dokumentation begleitet Holger, Antje und weitere deutsch-kanadische Abenteurer durch ein Jahr in dieser attraktiven Welt und lässt die Zuschauer die gewaltige Herausforderung spüren, diese Wildnis zu bewahren.

Freitag, 25. Juni

WDR Fernsehen, 13.05 Uhr
Abenteuer Erde
Wildes Deutschland – Die Uckermark
Seen und Sölle, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen – das ist die Uckermark. Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in klaren Flüssen nach Forellen und Neunaugen, Biber stauen Bäche zu Seen. Dachse, Marderhund, Hasen und Füchse leben gemeinsam mit Hirschen und Rehen in einer der einsamsten Regionen Deutschlands. Weit im Nordosten Deutschlands hinterließen die Gletscher der letzten Eiszeit und ihre Schmelzwasser eine Bergwelt im Miniaturformat mit unzähligen Seen, dichten Wäldern, Wiesen und Weiden, Mooren und Sümpfen. Der Mensch schuf hier eine besonders abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Von Feldsteinmauern umgrenzte Äcker und Wiesen, Hecken und die Sölle – kreisrunde Kleingewässer mitten auf dem Feld – sind voller Leben. Die Uckermark – 80 Kilometer von Berlin entfernt und in direkter Nachbarschaft zu Mecklenburg-Vorpommern und Polen – ist das Grenzland zwischen der waldreichen Schorfheide und den großen Ackerschlägen in Vorpommern. Beide Lebensräume schaffen ein Mosaik unterschiedlichster Lebensräume mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Helikopter-Aufnahmen zeigen die Region aus Perspektiven aus der Luft, extreme HD-Zeitlupen von Kranichen, Fischadlern oder Fledermäusen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Nordosten Brandenburgs. Tierfilmer Christoph Hauschild porträtiert eine der einsamsten Regionen Deutschlands im Wandel der Jahreszeiten und gibt seltene Einblicke in diese Natur. Seen und Sölle, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen – das ist die Uckermark. Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in klaren Flüssen nach Forellen und Neunaugen, Biber stauen Bäche zu Seen. Dachse, Marderhund, Hasen und Füchse leben gemeinsam mit Hirschen und Rehen in einer der einsamsten Regionen Deutschlands. Weit im Nordosten Deutschlands hinterließen die Gletscher der letzten Eiszeit und ihre Schmelzwasser eine Bergwelt im Miniaturformat mit unzähligen Seen, dichten Wäldern, Wiesen und Weiden, Mooren und Sümpfen. Der Mensch schuf hier eine besonders abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Von Feldsteinmauern umgrenzte Äcker und Wiesen, Hecken und die Sölle – kreisrunde Kleingewässer mitten auf dem Feld – sind voller Leben. Die Uckermark – 80 Kilometer von Berlin entfernt und in direkter Nachbarschaft zu Mecklenburg-Vorpommern und Polen – ist das Grenzland zwischen der waldreichen Schorfheide und den großen Ackerschlägen in Vorpommern. Beide Lebensräume schaffen ein Mosaik unterschiedlichster Lebensräume mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Helikopter-Aufnahmen zeigen die Region aus Perspektiven aus der Luft, extreme HD-Zeitlupen von Kranichen, Fischadlern oder Fledermäusen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Nordosten Brandenburgs. Tierfilmer Christoph Hauschild porträtiert eine der einsamsten Regionen Deutschlands im Wandel der Jahreszeiten und gibt seltene Einblicke in diese Natur.

Samstag, 26. Juni

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Gorongosa – Das Paradies kehrt zurück
Der Gorongosa-Nationalpark in Mosambik war bis Mitte der 70er-Jahre eine Oase für riesige Tierherden, vergleichbar mit denen in der Serengeti. Ein langer Bürgerkrieg bedeutete jedoch auch das Ende für viele Tiere. 2004 begann man den Park wieder aufzubauen. Mit der finanziellen Unterstützung einer amerikanischen Stiftung kehrte das Wildleben in den Park zurück. 2006 wurden viele Tierarten aus Südafrika in den Gorongosa-Nationalpark in Mosambik umgesiedelt. Auch der Elefantenbulle G3: 1.200 Kilometer strapaziöse Lkw-Fahrt liegen hinter ihm, mit ihm sind fünf weitere graue Riesen gekommen. Das war im Oktober 2008. Anfang dieses Jahrtausends lebten in Gorongosa nur noch ganze 100 Elefanten, scheu, verstört und aggressiv gegen jeden, der sich ihnen näherte – und sie hatten keine Stoßzähne. Diese Tiere hatten die Wilderer übriggelassen, sie waren für sie nutzlos, weil sie deren Elfenbein nicht verkaufen konnten. G3 hat einen Sender, über den er geortet werden kann. Das Problem: Die Batterien sind schon fast leer. G3 muss betäubt werden, damit ein neuer Sender mit frischer Batterie angelegt werden kann. Auch eine Löwenfamilie soll noch besendert werden. Spannende Tage und Wochen im Park, der immer weiter in seinen Urzustand zurückkehrt und so wieder zum Paradies von Mosambik wird.

Sonntag, 27. Juni

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Servale – Afrikas unbekannte Katzen
Sie leben im Schatten von Löwen, Leoparden und anderen Großkatzen Afrikas. Dennoch gehört der Serval zu den erfolgreichsten Raubtieren der Savanne. Sein Fell ähnelt in Färbung und Muster dem von Geparden und tatsächlich wirkt er aufgrund seiner Statur wie eine grazile Miniaturausgabe der Sprintweltmeister. Ungewöhnlich lange Beine verleihen dem Serval zudem eine elegante Erscheinung. Dennoch spielte der Serval meist nur eine Nebenrolle in Naturfilmen. Der Grund hierfür sind seine riesigen Reviere von bis zu 50 Quadratkilometern, in denen er oft erst in der Dämmerung aktiv wird. Für diesen Film reist Afrikaspezialist Reinhard Radke in die Masai Mara, um die scheue Raubkatze mit neusten, lichtstarken 4K-Kameras auch in spektakulären Zeitlupen bei der Jagd zu filmen.

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