JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 17. Juni 2018.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 21.05. - 27.05.2018

Montag, 21. Mai

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
natur exclusiv
Spessart – Natur nach Plan
Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte – die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

National Geographic WILD, 13.35 Uhr
Wilde Inseln
Vancouver Island
Im Südwesten der kanadischen Provinz British Columbia, unmittelbar an der Grenze zu den Vereinigten Staaten, liegt eine Insel, wie sie wilder kaum sein könnte: Vancouver Island. Auf rund 30.000 Quadratkilometern tummeln sich Schwarzbären, Murmeltiere und Biber. An Nahrung mangelt es ihnen allen nicht, denn die Flüsse und Küstengewässer sind extrem fischreich. Auch Orcas, Buckelwale und andere Meeresbewohner fühlen sich hier pudelwohl. „Wilde Inseln“ taucht ein in den magischen Kosmos von Vancouver Island.

Dienstag, 22. Mai

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Das Emsland
Niedersachsens wilder Westen
Im Frühling scheint die Natur an Ems und ihrem wichtigsten Nebenfluss Hase zu explodieren. Biber und Europäische Nerze, die seltensten Säuger Deutschlands, leben hier neben winzigen Zwergmäusen und gnomenhaften Steinkäuzen. Dort gibt es Deutschlands seltenste Tiere und die größten Moore Westeuropas – das Emsland ist „Niedersachsens wilder Westen“. Der Winter im Emsland ist mild: Scharen von Sing- und Zwergschwänen bevölkern die Ufer der Ems. So bemerkenswert wie die Tierwelt sind auch die Menschen, die in diesem Landstrich mit und von der Natur leben – vom Kornbrenner bis zum alten Gutsherren, der seit Jahrzehnten die vom Aussterben bedrohten Bentheimer Landschafe züchtet. Die Landschafe passen zum Emsland, so bodenständig, genügsam und robust wie sie sind. Das Filmteam hat die Natur des Emslandes im Jahresverlauf eingefangen und gewährt hautnahe Einblicke in das Verhalten und Familienleben der heimischen Tiere: Winzige Fingerkameras zeigen die Kinderstube der Zwergmäuse, per Fernsteuerung gelingen Aufnahmen der Nerze und ihrer Jungen, Unterwasserkameras beobachten sie bei der Jagd auf Fische. Super-Zeitlupen-Aufnahmen von Schmetterlingen und Uferschwalben ermöglichen Bilder, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleiben. Mehr als zwei Jahre lang drehten die Naturfilmer Svenja und Ralph Schieke im Emsland – entstanden ist ein außergewöhnliches Naturporträt über Niedersachsens wilden Westen.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Auf Leben und Tod
Teil 3. Der Wald
Die dritte Folge aus der Serie „Auf Leben und Tod“ vom „Planet Erde“-Produzenten Alastair Fothergill dringt in den Wald vor und zeigt das über Jahrtausende perfektionierte Versteckspiel zwischen Jägern und Gejagten. Wälder bedecken ein Drittel aller Kontinente und in ihnen verborgen, leben mehr als die Hälfte aller Tierarten. Hautnah erleben wir Wildtiere, wenn sie sich den Herausforderungen stellen, die das Jagen im Wald mit sich bringen. Eine enge, verwirrende und dreidimensionale Welt, eine Welt in der allein das Finden von Beute extrem schwierig ist. Wenn ein Raubtier endlich Beute entdeckt hat, fangen die Probleme erst an: Ein freies Blickfeld gibt es nicht, genauso wenig wie Raum, um die Beute mit hoher Geschwindigkeit zur Strecke zu bringen. Zudem gibt es zahllose Fluchtwege, um im Dickicht zu verschwinden. Doch der Gewinn in diesem großen Versteckspiels ist für die Jäger jede Mühe wert. Jeder Wald hat seine eigenen Regeln und in jedem gibt es Spieler, die diese perfekt beherrschen, wie etwa der Tiger. Er kennt jeden Winkel seines Reviers und ist ein Meister der Jagd aus dem Hinterhalt. Aber auch in Nordamerika gibt es Spezialisten: Baummarder stöbern Mäuse unter dem Schnee auf, wo sich ein Labyrinth aus Tunneln gebildet hat. Dort beginnt ein Katz- bzw. Marder-und-Maus-Spiel. In den Laubwäldern Europas fliegen wir Seite an Seite mit Sperbern und erleben, wie sie kleinere Vögel aus der Luft fangen. Schließlich dringen wir in den Dschungel der Tropen vor, dem wahrscheinlich schwierigsten aller Reviere. Dort sind wir dabei, wenn springende Spinnen, Koboldmakis, Harpyien und Schimpansen auf die Jagd gehen. Sie alle bewältigen die Schwierigkeiten ihres besonderen Lebensraumes mit bemerkenswerten Strategien. Wdh. der Sendung am Freitag, 25. Mai, um 12.00 Uhr im WDR

Mittwoch, 23. Mai

3sat, 11.15 Uhr
Engel fragt: Ist der Mensch mehr wert als das Tier?
Die meisten Deutschen lieben Tiere. In mehr als einem Drittel der Haushalte befindet sich mindestens ein Tier. Für ihre Halter sind sie ein vollwertiges Mitglied der Familie. Gleichzeitig haben Deutsche ein sehr widersprüchliches Verhältnis zu Tieren. Während sie dem Hund einen Platz auf dem Sofa gewähren, treiben sie Schweine auf die Schlachtbank. Moderator Philipp Engel fragt: Sind Menschen mehr wert als Tiere? Rund 60 Prozent befürworten zwar eine artgerechte Tierhaltung, aber nur 33 Prozent sind bereit, dafür mehr Geld auszugeben. In Debatten sprechen sich alle klar gegen Tierversuche aus – aber wer würde seinem Kind einen Impfstoff verabreichen lassen, dessen Wirkung nicht an Tieren getestet wurde?

Donnerstag, 24. Mai

WDR Fernsehen, 8.35 Uhr
Immer unterwegs! – Reiselustige Tiere in Nordrhein-Westfalen
Der Film beantwortet viele Fragen rund um unsere tierischen Nachbarn und erzählt Reisegeschichten von einsamen Wölfen, untreuen Störchen und hungrigen Geiern, die es auf ihren Flügen bis nach Nordrhein-Westfalen verschlägt.

arte, 8.40 Uhr
Wildes Deutschland
Die Havel
Die Entdeckungsreise entlang der Havel von der Quelle bis zur Mündung zeigt mit aufwendiger Technik spektakuläre Naturschauspiele zwischen Müritz, Potsdam und Elbe von kämpfenden Seeadlern, über junge Biber in der Burg bis hin zu einem Wiedehopf, der im wohl sichersten Nistplatz der Welt brütet: einem ausgedienten Panzer. Die außergewöhnliche Flussreise lässt aus ungewöhnlichen Blickwinkeln ein intimes Porträt dieser Region entstehen. Die Havel im Nordosten Deutschlands ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnlicher Fluss. Sie schlängelt sich 334 Kilometer durch zahlreiche naturbelassene Seen und eine in weiten Strecken fast unbewohnte Gegend. Umso größer ist der Kontrast, wenn der Fluss Großstädte wie Berlin und Potsdam streift. Entlang der Ufer konnte sich an vielen Stellen bis heute eine einzigartige Tierwelt erhalten. Einst bedroht, ist der Seeadler wieder der unumstrittene König der Lüfte an der Havel und brütet in besonders geschützten Bereichen zwischen Quelle und Mündung. Während sich Seltenheiten wie Fischotter eher im Bereich der Quelle aufhalten, finden sich Biber sogar in den Großstädten. Im Mündungsbereich röhren Rothirsche, und ein Wiedehopf zieht sogar in einem alten Panzer auf einem Truppenübungsplatz seine Jungen groß. Die Natur an der Havel ist aber auch bedroht: Der Fluss wird für Freizeit, Naherholung und Schifffahrt genutzt, über Kilometer sind die Ufer befestigt und die Altarme abgeschnitten. 2005 wurden deshalb die ersten Pläne gemacht, den Schutz und Umbau der Unteren Havelniederung umzusetzen. Bei dem ehrgeizigen Projekt sollen auf 90 Kilometer Flusslänge die Ufer renaturiert, Auwälder angelegt und Altarme wieder an den Fluss angeschlossen werden. Nur so kann die Havel ihr natürliches Gesicht zurückerhalten. Die Dokumentation zeigt den dramatischen Überlebenskampf der Seeadler im Winter und bei der Jungenaufzucht im Frühjahr. Sie kommt schlüpfenden Hechten und jagenden Libellenlarven ganz nah und beobachtet auf dem Truppenübungsplatz Klietzer Heide die seltenen Wiedehopfe beim Brüten.

Freitag, 25. Mai

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Berlin
Berlin ist eine Metropole, eine Großstadt mit internationalem Flair und gleichzeitig Lebensraum von Tausenden Waschbären, Füchsen, Fledermäusen, Eichhörnchen, Igeln und Bibern. Die Wildnis ist ein fester Bestandteil Berlins: eine faszinierende, urbane Parallelwelt voller kleiner und großer Naturwunder direkt vor der Haustür. Für den Film „Wildes Berlin“ haben Rosie Koch und Roland Gockel die Tierwelt der Hauptstadt durch alle vier Jahreszeiten begleitet. Nach dem Silvesterfeuerwerk, wenn oft selbst die großen Berliner Seen von einer Eisfläche bedeckt sind, teilen sich Wasservögel aller Arten die wenigen eisfreien Stellen in der Spree oder im Landwehrkanal. Mit dem Tauwetter beginnt eine geschäftige Zeit. Biber reparieren ihre Burgen und müssen sich mit dem Berliner Fährbetrieb über die Vorfahrt einigen. Der Wanderfalke vom Roten Rathaus bezieht wieder sein Revier hoch über dem Alexanderplatz und eine Eichhörnchenmutter versorgt bereits emsig ihren Nachwuchs im vierten Stock eines Mietshauses in Schöneberg. Wenn die mehr als 400.000 Bäume Berlins endlich wieder Laub tragen, wird die Stadt buchstäblich zum Großstadtdschungel. Überall finden Brutpaare zusammen. 300 Stockenten legen ihre Eier auf den Balkonen der Stadt und brüten in Blumenkästen. Die scheueren Berliner warten, bis es Nacht wird. Waschbären im Tiergarten machen sich auf die Suche nach Nahrung und in einem Berliner Hinterhof macht ein Dachs die Treppenhäuser unsicher. Kaninchen, Nashornkäfer, Füchse – sie alle finden ihr Auskommen und ihre Nische in der Millionenstadt. Der Sommer ist die schönste Zeit in Berlin. Spatzen und Menschen bevölkern die Biergärten, die schrillen Rufe der Mauersegler erfüllen die Luft, und Bienenvölker schwärmen aus. Mit kürzeren Tagen und kühleren Nächten kündigt sich der Herbst an. Die Stare verlassen Berlin vor Einbruch der kalten Jahreszeit: In immer größeren Schwärmen finden sie sich am Berliner Abendhimmel zu einem spektakulären Schauspiel zusammen. Der Jahreskreis schließt sich im Oktober mit dem Festival of Lights.

3sat, 15.35 Uhr
Europa ungezähmt
Die großen Wälder
In Teil zwei geht es um die „großen Wälder“ Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überstehen.

Samstag, 26. Mai

ZDFneo, 6.00 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1)
Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben. 100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum. Der Zweiteiler „Die Odyssee der einsamen Wölfe“ betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der europäischen Wolfsforschung.

ZDFneo, 6.45 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2)
Die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen findet ihre Fortsetzung mit der Geschichte des deutschen Wanderwolfs Alan. Er war 2010 von der Lausitz aus Richtung Osten gestartet. Über Wochen und über Hunderte Kilometer hält er Kurs. Der 400 Meter breite Weichselstrom bei Danzig ist für ihn kein Hindernis. Im Biebrza-Nationalpark legt er eine ungewöhnlich lange Ruhepause ein. Möglicherweise kuriert er eine Verletzung aus. Das ist zumindest die Vermutung der deutschen Wolfsexpertin Ilka Reinhardt, die die Route von Alan zusammen mit ihrem Hund Jacques noch einmal nachvollzieht. Ihre Reise endet schließlich im Grenzdreieck Polen-Litauen-Weißrussland. Dort sind Alans GPS-Signale verstummt. Der slowenische Wanderwolf Slavko ist einer jener Glücksfälle, wie sie in zig Jahren kaum einmal passieren. Vom slowenischen Karst bei Triest macht er sich auf Richtung Norden, taucht am Flughafen von Ljubljana auf, erlebt bei Klagenfurt den Schock eines Silvester-Feuerwerks, steigt hoch in die Alpen und erreicht schließlich den Nationalpark Lessinia bei Verona. Hier endlich begegnet er einer Gefährtin. Und so unglaublich es klingen mag: Diese Gefährtin, Giulia, ist – genetisch gesichert – selbst eine Wanderwölfin, kommt aus den französischen Meeralpen. Und als wäre das nicht schon genug: Eine Foto-Video-Falle lichtet das Paar ab und zeigt es, umgeben von Welpen. Hubert Potocnik kennt das Schicksal von Slavko bis in alle Einzelheiten. 2011 hatte er den jungen Rüden besendert. Jetzt begibt er sich für den Film noch einmal auf die Spuren des Wanderwolfs und führt den Zuschauer zu markanten Orten seiner Reise. Erstmals können die Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mit Hilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwändige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.

3sat, 10.00 Uhr
Schladminger Bergwelten
Von Gipfeln und Gämsen
Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen. Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region. In den klaren Gewässern rund um Schladming leben Äschen und Steinkrebse, und die Moore der Niederen Tauern bilden ein Universum für Tiere und Pflanzen.

Das Erste (ARD), 16.00 Uhr
W wie Wissen
Was Tiere bewegt
In Mecklenburg-Vorpommern machen sich Wildschweine zunehmend unbeliebt: Sie untergraben den Hochwasserschutz, weil sie vielerorts die Flussdeiche beschädigen. Um den Schutz der Deiche und die Jagd auf die Tiere effektiver zu machen, muss man wissen, wo genau die Wildschweine sich bevorzugt aufhalten. Das Team um Dr. Hinrich Zoller von der Uni Rostock versieht Tiere mit Sendern, um Bewegungsprofile der Schweine erstellen und sie von sensiblen Gebieten fernhalten zu können. Leben ist Bewegung! Am Institut für spezielle Zoologie der Uni Jena gibt es ein weltweit einzigartiges Gerät: eine Röntgenkamera, die Lebewesen in Bewegung durchleuchten kann. Vor der Kamera stehen durchweg Tiere. Das Ergebnis: ein ganzes Archiv von Filmen mit laufenden Skeletten. Damit gehen die Forscher der Frage nach der Evolution des Bewegungssystems nach. Das Ziel der Forscher ist es, biologische Lösungsprinzipien auf die Technik zu übertragen. Zum Beispiel, um Roboter endlich den sicheren aufrechten Gang beizubringen. Oder sie zum Fliegen zu bringen, etwa um sie zum Vergrämen von Plagegeistern, wie manche Vögel es sein können, einsetzen zu können. Denn Vögel können gefährlich werden: Zum Beispiel auf Flughäfen, wo sie in die Turbinen von startenden oder landenden Flugzeugen geraten, was im Extremfall zu Notlandungen oder gar Abstürzen führen kann. Wie also die Tiere auf Abstand halten? Bewährt hat sich der Einsatz von Raubvögeln. Der Anblick eines Falken reicht, um eine komplette Krähenkolonie in Aufruhr zu versetzen und zu vertreiben. Kaum ein Flughafen kommt ohne Falkner aus. Doch muss das wirklich ein echter Falke sein, fragten sich die drei Erfinder des RoBird. Ihr Ziel: eine ferngesteuerte, flugfähige Attrappe, die die unerwünschten Vögel ebenso zuverlässig vertreibt wie ein echter Falke. Funktioniert das? Kann der Roboterfalke den Flug des echten Raubvogels täuschend echt imitieren? Es sind magische Bilder, wenn sich im Herbst die Zugvögel versammeln und in riesigen Schwärmen ihre Flugkünste zeigen. Oder wenn sich Tausende von Fischen durch das Meer bewegen wie ein einziger gigantischer Organismus. Iain Couzin, Leiter des Zentrums für Schwarmforschung an der Universität Konstanz, untersucht das Schwarmverhalten: Wie schaffen es die Tiere, nicht zusammen zu stoßen? „Der Schwarm ist die Intelligenz der vielen“, so nennt es der Wissenschaftler.

Sonntag, 27. Mai

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Wildes Italien (1)
Von den Alpen zur Toskana
Zweiteiliger Film von Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse
Von den schneebedeckten Dolomiten zum türkisblauen Mittelmeer: Italiens spektakuläre Landschaften sind vielen Menschen bekannt. Dabei hat „Bella Italia“ noch viel mehr zu bieten, nämlich eine wilde, unbekannte Seite! Abseits von Touristenströmen und heiß begehrten Reisezielen leben seltene Tiere wie Abruzzengämsen, Rosaflamingos und sogar Riesenhaie. Der Zweiteiler „Wildes Italien“ porträtiert die Natur zwischen Stiefelspitze und Alpengipfeln mit bezaubernden Aufnahmen. In der Folge „Von den Alpen zur Toskana“ steht der Norden Italiens im Mittelpunkt. Winter im Norden Italiens: Eis und Schnee beherrschen die Dolomiten, viele Monate lang. Nur Spezialisten können hier im Hochgebirge überleben, so wie der Steinbock. Kaum ein anderes Tier klettert so trittsicher, erklimmt so elegant die steilsten Hänge. Doch selbst Steinböcke zieht es bei Eis und Schnee in etwas tiefere Lagen, das Risiko abzustürzen ist im Winter einfach zu groß. Wenn es doch einmal ein Tier erwischt, profitiert der Steinadler. Der „König der Lüfte“ wird im Winter zum Aasfresser, wenn er nicht selber Beute machen kann. Und er muss sie wohl oder übel teilen, denn auch Raben und Krähen sind schnell zur Stelle, wo ein Tier verendet ist. Sobald es Frühling wird, beginnen riesige Schmelzwassermassen aus den Dolomiten ins Tal zu stürzen, nähren Bäche und Flüsse in ganz Norditalien, auch den Po. An der Adriaküste mündet der längste Fluss Italiens ins Mittelmeer und bildet ein ausgedehntes Delta. Wo noch bis in die 1980er-Jahre Salinen betrieben wurden, liegt heute ein Vogelparadies: Das geschützte Delta zieht seltene Wasservögel wie Purpurreiher und sogar Rosaflamingos magisch an. Südlich der italienischen Alpen erstreckt sich eine der bekanntesten Kulturlandschaften der Welt, die Toskana. Mildes Klima, Olivenhaine, Weinberge und kleine Wälder prägen die Region. Wer genau hinschaut, entdeckt auch die wilde Seite der Toskana: In der Krone einer alten Eiche kämpfen zwei Hirschkäfer um die Gunst des Weibchens und auf einer blühenden Wiese vernascht eine Landschildkröte frische Blüten. Zwei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten zu „Wildes Italien“. Die Naturfilmer Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse flogen Heißluftballon, setzten Kameraschienen, Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die Natur und die Tiere von den Alpen bis zur Toskana hautnah zu porträtieren.

TV-Programm 28.05. - 03.06.2018

Montag, 28. Mai

arte, 15.55 Uhr
Tierisch Alt!
Lange Leben
Wie alt können verschiedene Tierarten in freier Wildbahn werden? Welche soziobiologischen Faktoren bestimmen das Leben alternder Tiere? Und welche Vorteile hat ein hohes Alter in der Natur?
Studien zu Altern und Vergreisung fokussieren sich in der Regel auf große Tiere. Doch Forschungsarbeiten zu den kleinsten Vertretern der Tierwelt liefern Erkenntnisse, die womöglich das Verständnis von der Degeneration des Gehirns revolutionieren werden. In einem spannenden Experiment wird gezeigt, wie soziale Kontakte den Vergreisungsprozess im kleinen Gehirn der Bienen umkehren können.Unter dem Aspekt des Alterns wirft die fünfteilige Dokumentationsreihe einen ganz neuen Blick auf die Tierwelt – auf spannende, aufschlussreiche und hintergründige Weise. Die fünf Folgen der Serie „Tierisch Alt“ sind in der Woche vom 28. Mai bis 1. Juni täglich um 15.55 Uhr im Programm von ARTE zu sehen.

Animal Planet, 21.45 Uhr
Wildes Australien
Traumreisen in die Tierwelt
Auf Großwild-Safari in Afrika, Australiens wildes Outback, Wölfe im Yellowstone-Nationalpark oder spektakuläre Eindrücke beim Whale-Watching mitten im Pazifik: Diese Dokumentar-Serie gibt wertvolle Tipps für alle Naturliebhaber, die unsere Tierwelt einmal hautnah erleben wollen. Von luxuriösen Eco-Lodges über abenteuerliche Dschungel-Hikes bis hin zu Kanu-Trips durch unberührte Flusslandschaften – hier kommen Globetrotter und Tierfreunde voll auf ihre Kosten.

Dienstag, 29. Mai

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Niedersachsens schlaue Füchse
Mit „Niedersachsens schlaue Füchse“ ist dem Tierfilmer Günter Goldmann ein liebevolles Porträt der Region rund um Osnabrück und seiner Tierwelt gelungen. Das Osnabrücker Land im Südwesten Niedersachsens ist bekannt für den geschichtsträchtigen Teutoburger Wald, jahrhundertealte Fachwerkhäuser und liebevoll restaurierte Wasser- und Windmühlen. Der Landkreis ist aber auch ein wichtiger Naturraum Norddeutschlands mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Tierfilmer Günter Goldmann beobachtet eine Fuchsfähe bei der Aufzucht ihres Nachwuchses und zeigt seltene Einblicke in einen Fuchsbau. Er folgt den Welpen im Frühling bei ihren ersten Ausflügen und Spielen außerhalb der Höhle bis hin zu den Raufereien der heranwachsenden Halbstarken im Spätsommer. Auch in der Stadt und auf den Gehöften findet man Tiere. Seit mehreren Jahren bringen Siebenschläfer die Bewohner Osnabrücks um den Schlaf. Zwischen Mai und Juni verrät das nächtliche Tippeln, Scharren und Kratzen auf den Dachböden und Dielen ihre Anwesenheit. Die flinken Tiere sind äußerst gefräßig und deshalb nicht bei allen Bewohnern willkommen. Konrad Brockmann, Deutschlands einziger Siebenschläfer-Jäger, hat sich den unter Naturschutz stehenden „Untermietern“ angenommen und lockt sie geschickt in die Falle. Filmaufnahmen geben Einblicke in die Aufzucht des Siebenschläfer-Nachwuchses und zeigen sie bei ihren nächtlichen Streifzügen.

Mittwoch, 30. Mai

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Solling
Niedersachsens wilder Süden
Der Solling ist nach dem Harz das größte geschlossene Waldgebiet Norddeutschlands. Aber auch sanfte Wiesentäler, klare Bäche und urtümliche Moore prägen das Landschaftsbild. Seit dem Jahr 2000 wird das Experiment Hutewald im Solling wieder gewagt. Heckrinder und Exmoorponys ziehen seitdem umher und halten den Wald offen und damit artenreich. Auch Tiere, die in anderen Regionen Deutschlands selten geworden oder ganz verschwunden sind, kann man im Solling noch entdecken. Herden von Mufflons ziehen durch die alten Hutewälder, der scheue Schwarzstorch zieht seinen Nachwuchs im Verborgenen auf und der winzige, tagaktive Sperlingskauz, die kleinste Eule Deutschlands, geht auf die Jagd. Im Film wird ein Kauzpaar bei der Brut bis zum Ausfliegen der Jungvögel gezeigt. Dabei bietet eine Fingerkamera in der Bruthöhle intime Einblicke in das Leben dieser seltenen Eulenart.

3sat, 11.40 Uhr
Das Tier und wir
Einblicke in ein widersprüchliches Verhältnis
Es gibt Tiere, die der Mensch liebt, und es gibt Tiere, die er isst. Mit anderen Worten: Die Beziehung des Menschen zum Tier ist widersprüchlich. Inwiefern offenbaren sich die Menschen durch ihren Umgang mit Tieren? Der forensische Psychiater Frank Urbaniok sagt, das menschliche Verhalten sei Ausdruck der Persönlichkeit, man müsse nur genau hinschauen. Filmemacher Simon Christen tat dies. Immer mehr Menschen nehmen Tiere als Wesen wahr, die ein Bewusstsein haben, einen Willen und Gefühle. Sie sind davon überzeugt, dass Tiere den Menschen sehr ähnlich sind – und dass man sie entsprechend behandeln sollte. Anderseits hat die moderne Gesellschaft die Tötung von Tieren in einem gewaltigen Ausmaß perfektioniert. Und die meisten Menschen scheinen diesen Widerspruch problemlos auszuhalten. Wie ist dieses widersprüchliche Verhalten zu erklären? Und was verrät es über uns Menschen? Simon Christen erzählt die Geschichten von drei Menschen, die täglich im Kontakt mit Tieren stehen: Landwirt Reto Weber hat eine enge Beziehung zu seinen Kühen. Wie kann er gleichzeitig davon leben, deren Nachwuchs zu mästen und dem Metzger ans Messer zu liefern? Helen Gerber fühlt sich Tieren seit Kindertagen sehr nahe. Daraus hat sie einen Beruf gemacht: Sie ist Tierkommunikatorin, unterhält sich also professionell mit Vierbeinern. Wenn Reden allerdings nicht mehr geholfen hat, hat sie auch schon Tiere getötet. Und Jäger Martin Bühlmann sagt von sich, er habe Tiere gern – viele von ihnen sogar zum Fressen gern, auch Katzen. Das war für ihn nie ein Widerspruch.

Donnerstag, 31. Mai

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Im Land der Höhlen, Felsen und Falken – Die Fränkische Schweiz
Die Fränkische Schweiz ist eine fast idealtypische Natur- und Kulturlandschaft. In seiner aufwendigen Dokumentation zeigt Jürgen Eichinger einen ganzen Tag in dieser zauberhaften Gegend – vom Sonnenaufgang bis zum nächsten Morgen. Im Tagesgang stellt der Filmemacher die außergewöhnliche und oft bedrohte Tier- und Pflanzenwelt dieser Region vor wie etwa Wanderfalken, Siebenschläfer, Apollofalter und Dachse.

Bayerisches Fernsehen, 12.25 Uhr
Wiener Wälder – Grüne Juwele
Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht zugleich. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. Im Westen und im Norden der Donaumetropole erstreckt sich der Wienerwald, im Osten liegt der Nationalpark Donau-Auen. Unzählige Wäldchen und Grünanlagen finden sich direkt im Stadtgebiet. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt jedoch 150 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwab-Massiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32 000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind.

3sat, 13.10 Uhr
Der wilde Wald der Kaiserin
Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Waldpark: Die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ist Schauplatz der Dokumentation. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Elisabeth errichten. Heute strömen jährlich eine halbe Million Touristen hierher. Was die Besucher nicht zu sehen bekommen, zeigt dieser Film: die atemberaubende Tierwelt. „Der wilde Wald der Kaiserin“ zeigt die Geschichte jener Tiere, die den 25 Quadratkilometer großen Lainzer Tiergarten am Stadtrand Wiens zum Lebensraum haben. Der Film porträtiert Wildschweine, Mufflons, Damwild und viele weitere Arten.

arte, 18.35 Uhr
Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens
Online verfügbar von 31/05 bis 30/06
Warum haben Rehkitze weiße Flecken, die mit dem Auswachsen verschwinden? Wieso sind Frischlinge gestreift und erwachsene Wildschweine nicht? „Somatolyse“ heißt das Zauberwort – der Begriff aus dem Griechischen bedeutet „Auflösung des Körpers“ und bezeichnet eine besondere Schutzfunktion, die für viele Jungtiere in den ersten Lebenswochen wie eine Tarnkappe wirkt. Die Dokumentation „Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens“ des österreichischen Tierfilmers Kurt Mündl spürt die Meister der Tarnung in ihrem Lebensraum auf und geht diesem Kniff der Natur auf den Grund. Wenn Rehgeißen sich auf Nahrungssuche begeben, lassen sie ihre Jungen häufig im Dickicht der Wälder zurück – zu schwach sind die kleinen Rehe kurz nach der Geburt, um der Mutter zu folgen. Schutzlos und allein in der Natur zurückgeblieben, ist die einzige „Waffe“ der Kitze, sich für ihre Feinde quasi unsichtbar zu machen. Die weißen Flecken auf ihrem Rücken helfen ihnen dabei. Doch nicht nur Rehkitze verfügen über diese spezielle Tarnung, die im Fachjargon als Somatolyse bezeichnet wird. Der Feldhase etwa ist, obwohl er eigentlich nur ein schlichtes, braunes Haarkleid trägt, ein Meister der Tarnung. Die feinen Farbnuancen seines Fells lassen ihn mit seiner Umgebung verschmelzen, sodass Hasenbabys oft nicht einmal aus einem Meter Entfernung zu erkennen sind. Auch das Fell junger Wildschweine ist mit weißen Streifen durchzogen und macht sie zwischen Bäumen und Sträuchern unsichtbar. Wie auch bei den Jungrehen gehen die Tarnmuster im Laufe ihres ersten Lebensjahres verloren. Doch bereits seit Jahrtausenden genügt diese Finesse der Evolution, um das Überleben dieser Arten zu sichern. In der Dokumentation begleitet der österreichische Tierfilmer Kurt Mündl das Heranwachsen eines Rehkitzes und zeigt, welche ausgefeilten Tarnstrategien Kitz und Co. vor ihren natürlichen Feinden schützen sollen. Das Phänomen tritt nicht nur bei Säugetieren auf. Auch Wildvögel bedienen sich einer speziellen Farbmusterung, um in ihrem Lebensraum so wenig wie möglich aufzufallen. Wesentlich bei allen Meistern der Tarnung ist ihre Fähigkeit, völlig unbewegt auszuharren, auch wenn Menschen oder Tiere in ihre Nähe geraten.

Bayerisches Fernsehen, 18.45 Uhr
natur exclusiv
Jäger der Lüfte – Habicht, Bussard, Adler
Der Naturfilmer Jürgen Eichinger liefert spektakuläre Einblicke in die Welt von Habicht, Bussard und Adler. Mit diesem Film will er auch die Zuschauer für den Schutz und den Erhalt der Lebensräume dieser Greifvogelarten sensibilisieren. Habicht, Bussard und Adler leben von der Jagd. Das hat ihnen in vielen Kulturen Bewunderung eingetragen. Aber der Mensch hat diese Vögel auch zu allen Zeiten als Jagd- und Nahrungskonkurrenten gehasst und gnadenlos verfolgt. Greifvögel faszinieren vor allem durch ihre einzigartigen Sinnesleistungen, ihre erstaunlichen Flugkünste und ihre vielfältigen Jagdstrategien. Ob Suchflug in hoher Luft, Patrouillieren in Bodennähe, Sturzjagd vom Anstand aus oder Parforcejagd im freien Luftraum – jede Vogelart hat sich auf eine andere Jagdstrategie spezialisiert. Der Hauptdarsteller dieser aufwendigen Dokumentation ist der Habicht: Er gehört zwar zu einer der bekanntesten einheimischen Greifvogelarten, doch gesehen wird er nur selten, denn Habichte leben sehr versteckt und halten große Distanz zu Menschen. Die äußerst geschickten und kräftigen Jäger haben sich hervorragend an ihren Lebensraum und ihre potenziellen Beutetiere angepasst. Vor allem die Überraschungsjagd haben sie zur Perfektion entwickelt. Mit kurzen, relativ runden Schwingen und einem langen Schwanz als Steuer können Habichte sogar zwischen Bäumen geschickt jagen und auf kurze Strecken mit kräftigen Flügelschlägen sehr stark beschleunigen. Filmemacher Jürgen Eichinger wirft auch einen Blick auf die Besonderheiten der wichtigsten anderen mitteleuropäischen Greifvögel wie Mäuse- und Wespenbussard sowie Stein-, See-, Fisch-, Schlangen-, Schrei- und Kaiseradler. Denn jede dieser so unterschiedlichen Greifvogelarten spielt eine besondere Rolle im Haushalt der Natur. Jede Art ist für ihr Leben und ihre Jagd speziell ausgerüstet. Zu sehen ist, wie sie dank ihrer Schnelligkeit, ihrer Wendigkeit und einem überdurchschnittlichen Sehsinn Tag für Tag aufs Neue ihren individuellen Kampf ums Überleben meistern. Nur gegen ihren größten Feind – den Menschen – haben sie oft keine Chance! Kein anderer Greifvogel ist zu einem derartigen Symbol für rücksichtslose Verfolgung geworden wie der Habicht. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war vor allem durch die Nachstellung von Jägern und Taubenzüchtern der Bestand in vielen Ländern Europas dramatisch zurückgegangen. Dank strenger Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand zwar erholt, aber noch immer gibt es illegale Verfolgung. Den meisten Greifvögeln macht jedoch heute vor allem die zunehmende Lebensraumzerstörung zu schaffen.

Freitag, 1. Juni

arte, 15.55 Uhr
Tierisch alt!
Am Ende
Online verfügbar von 01/06 bis 01/07
Wie alt können verschiedene Tierarten in freier Wildbahn werden? Welche soziobiologischen Faktoren bestimmen das Leben alternder Tiere? Und welche Vorteile hat ein hohes Alter in der Natur? Unter dem Aspekt des Alterns wirft die fünfteilige Dokumentationsreihe einen ganz neuen Blick auf die Tierwelt – auf spannende, aufschlussreiche und hintergründige Weise. Vor einer beeindruckenden, in 4K-Aufnahmen gefilmten Naturkulisse – von der afrikanischen Savanne bis zu den Seychellen – erklären renommierte Forscher wie Cynthia Moss oder Jeanne Altmann ihre jüngsten Erkenntnisse. Die letzte Folge dreht sich um die Faktoren, die das Lebensende von Tieren herbeiführen können, wie Krankheit, Verletzungen, Fressfeinde, Hunger und Durst. Manche Tierarten wie der Nacktmull sind zwar nicht unsterblich, doch offenbar gefeit vor bestimmten Krankheiten wie Krebs. Gibt es Dinge, die der Mensch von den Tieren lernen kann? Beleuchtet wird das Verhalten von Tierarten, die stark auf Todesfälle reagieren, wie etwa Elefanten oder Krähen. Diese Folge begleitet die verschiedenen Lebewesen bei ihrem letzten Atemzug – aber stets mit Blick auf die Erneuerung des Lebens.

Samstag, 2. Juni

arte, 11.50 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe
Das Wunder im Yellowstone Nationalpark
Im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark vermehrten sich die Wapiti-Rothirsche lange Zeit ungebremst und das zuungunsten der dortigen Flora und Fauna – bis Wölfe in das Gebiet Einzug hielten. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen Folgen, die die Wiederansiedlung von Wölfen Ende der 1990er Jahre für das gesamte Ökosystem im Yellowstone-Nationalpark hat. Ein aus den Fugen geratenes Ökosystem ist durch die Rückkehr der Raubtiere wieder in ein natürliches Gleichgewicht gelangt. 70 Jahre lang vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nahezu ungebremst. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme an Hirschen zu begrenzen, breiteten sich diese immer weiter aus und zerstörten weite Teile der Vegetation des Parks. Sie fraßen den Nationalpark buchstäblich kahl. Doch mit der gezielten Wiederansiedlung von 41 kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 bis 1997 ereignete sich geradezu ein Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht in den Nationalpark zurück. Die Wölfe jagten die Wapitis und, was noch entscheidender war, sie beeinflussten das Verhalten der Hirsche, sodass diese sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Das eigentlich Faszinierende daran: Durch die Anwesenheit der Wölfe reduzierte sich nicht nur die Population der Wapiti-Hirsche von 20.000 auf circa 7.000 Tiere, auch die Pflanzenwelt des Nationalparks erholte sich und es entstand neuer Lebensraum für andere Tierarten. Die Wissenschaftler und Experten sprechen bei diesem Phänomen von einer sogenannten trophischen Kaskade, einer Kettenreaktion, die durch die Veränderung der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird.Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen und dramatischen Folgen, die die Wiederansiedlung der Wölfe auf das gesamte Ökosystem des Nationalparks hat. Entgegen ihrem eigentlichen Ruf der gnadenlos tötenden Räuber, sind die Wölfe Schöpfer neuen Lebens, die das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wiederherstellen.

arte, 13.25 Uhr
Tierisch alt!
Im Namen der Fortpflanzung
Diese Folge zeigt, wie sich eine der wichtigsten Triebkräfte des Lebens – die Weitergabe der Gene – im Lauf der Zeit entwickelt. Unterhaltsam und fundiert wird dabei das Paarungsverhalten und Gemeinschaftsleben verschiedener älterer Tiere beobachtet

3sat, 13.15 Uhr
Wildes Deutschland
Der Bodensee
Der Filmautor Jens-Uwe Heins hat sich mit seinem Team drei Jahre rund um den See auf die Suche begeben und fand dabei nicht nur bedrohte Brachvögel, Blaukehlchen und balzende Haubentaucher. Auch ein ganz besonderes Uhu-Paar mitten in Überlingen, eine ungewöhnliche Weißstorchkolonie am Affenberg Salem, ein Meer von blühenden Schwertlilien im Eriskircher Ried und Tausende von rastenden Zugvögeln in den geschützten Seebuchten werden vorgestellt.

arte, 14.10 Uhr
Tierisch alt!
Eine Frage des Ranges
Wenn zwei wuchtige Wapiti-Hirsche ihre Geweihe aneinanderstoßen, ist das eine echte Machtdemonstration. Bei anderen Tierarten wie dem Alpenmurmeltier hängt der Machterhalt von gegenseitiger Unterstützung in der Familie ab. Heißt älter werden in der Tierwelt zwangsläufig, den schwer erkämpften sozialen Rang an Jüngere abzugeben? Hintergründig und unterhaltsam berichtet die Folge von den Herausforderungen, die die Alpha-Tiere meistern müssen, um ihre Herrschaftsposition nicht zu verlieren.

arte, 15.50 Uhr
Tierisch alt!
Am Ende
Wie alt können verschiedene Tierarten in freier Wildbahn werden? Welche soziobiologischen Faktoren bestimmen das Leben alternder Tiere? Und welche Vorteile hat ein hohes Alter in der Natur? Unter dem Aspekt des Alterns wirft die fünfteilige Dokumentationsreihe einen ganz neuen Blick auf die Tierwelt – auf spannende, aufschlussreiche und hintergründige Weise. Vor einer beeindruckenden, in 4K-Aufnahmen gefilmten Naturkulisse – von der afrikanischen Savanne bis zu den Seychellen – erklären renommierte Forscher wie Cynthia Moss oder Jeanne Altmann ihre jüngsten Erkenntnisse. Die letzte Folge dreht sich um die Faktoren, die das Lebensende von Tieren herbeiführen können, wie Krankheit, Verletzungen, Fressfeinde, Hunger und Durst. Manche Tierarten wie der Nacktmull sind zwar nicht unsterblich, doch offenbar gefeit vor bestimmten Krankheiten wie Krebs. Gibt es Dinge, die der Mensch von den Tieren lernen kann? Beleuchtet wird das Verhalten von Tierarten, die stark auf Todesfälle reagieren, wie etwa Elefanten oder Krähen. Diese Folge begleitet die verschiedenen Lebewesen bei ihrem letzten Atemzug – aber stets mit Blick auf die Erneuerung des Lebens.

Sonntag, 3. Juni

MDR Fernsehen, 9.30 Uhr
Waschbären-Party
Für ihre Klugheit und die geschickten Pfoten wurden Waschbären schon in ihrer ursprünglichen Heimat, dem amerikanischen Kontinent, bewundert. Zahlreiche indianische Legenden ranken sich um die schwarz-weiße Zorro-Maske der Kleinbären, die für Dunkelheit und Licht, für das Diesseits und Jenseits stand und von verschiedenen Stämmen mit schwarz-weißer Gesichtsbemalung imitiert wurde. Aus dem indianischen Wort „Aroucun“ wurde das englische „Racoon“ für Waschbären. Da sie Allesfresser sind und bei uns kaum natürliche Feinde haben, sind sie in der deutschen „Waschbärenhauptstadt“ Kassel zu einer regelrechten Plage geworden. Die Bürger versuchen sie abzuschrecken, indem sie ihre Öko-Tonnen abschließen und Elektrozäune auf ihre Dächer montieren, damit die immer hungrigen Kleinbären kein Chaos anrichten können. Denn gelangen sie erst einmal in eine Wohnung, wird dort eine zünftige Waschbärenparty gefeiert.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Wildes Italien (2)
Von Sardinien zu den Abruzzen
Die Abruzzen, auf der Höhe Roms gelegen, bilden das „wilde Herz“ Süditaliens. Die raue, menschenleere Bergwelt mit ihren urtümlichen Buchenwäldern macht die Abruzzen so besonders. Das ist Italien von seiner unbekannten Seite! Die unzugänglichen Steilhänge sind das Revier der extrem seltenen Abruzzengämsen. Während der Brunft liefern sich die Böcke atemberaubende Verfolgungsjagden zwischen den Felsen. Zwei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten zu „Wildes Italien“. Naturfilmer Hans-Peter Kuttler setzte hochstabilisierte Hubschrauberaufnahmen, Kameraschienen, Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die faszinierende Natur Süditaliens zu dokumentieren.

TV-Programm 04.06. - 10.06.2018

Montag, 4. Juni

3sat, 20.15 Uhr
Geschichte der Tiere: Der Hund
Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Mensch eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung. „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“ Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern Recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. „Canis lupus“ ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher. Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in ihre Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen – die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren. Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt ihre vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt. Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der Jahrtausende alten Geschichte zwischen Mensch und Hund.

3sat, 21.00 Uhr
Geschichte der Tiere: Die Katze
Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Geschichte der Katze. Vor etwa 11 000 Jahren kommt sie auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen aus der Wildnis und erobert sich einen Platz in der Zivilisation. Ihrem Wesen nach aber bleibt die Hausmieze eine Wildkatze. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky hat einmal über die Katze gesagt, sie sei das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet habe, er müsse es versorgen, ohne dass es selbst dafür etwas tun müsse. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich überaus eigensinnig. Die Katze gehorcht nicht, will sich nicht unterordnen und bleibt ein sturer Einzelgänger. Selbst die treueste und verschmusteste Katze der Welt kann schon mal von heute auf morgen die Beziehung zu ihrem Besitzer beenden und grußlos für immer verschwinden. Katzenhalter können sich ihres unberechenbaren Mitbewohners nie hundertprozentig sicher sein. Dabei ist es die Katze – genauer gesagt die Falbkatze – die vor rund 11 000 Jahren in einer Art „Selbstdomestikation“ die Welt des Menschen betritt. Doch anders als der Hund wartet das kleine Raubtier damit, bis die Jäger und Sammler des Alten Orients das Feuer beherrschen und sesshaft sind. Ihre Karriere beginnt sie als Resteverwerter und erfolgreicher Mäusejäger. Kein anderes Haustier beherrscht die Technik des Lauerns, des schnellen Zugriffs und Tötens so wie die Katze. Die Jungsteinzeitler schätzen sie dafür. Und nicht nur sie, wo immer in den folgenden Jahrtausenden auf dem Globus Siedlungen entstehen, gehört mindestens eine Katze zum Haushalt. Kultische Verehrung erfahren die Samtpfoten vor allem im Alten Ägypten. Forscher sagen, dass das Pharaonenreich ihren Wohlstand auch den Katzen zu verdanken habe, die in den zahlreichen Getreidespeichern Ratten und Mäusen nachstellten. Für ihre wertvollen Dienste werden die Jäger sogar vergöttlicht. Millionen enden trotzdem als Opfergabe an die Katzengöttin Bastet, die Ägypter kaufen von Händlern teure Katzenmumien. Mehr als einmal werden die Käufer dabei über den Tisch gezogen, wie jüngste Untersuchungen offenbaren. Nicht in jedem Exemplar ist auch tatsächlich Katze enthalten. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Röntgenbildern Hölzer, Hunde- und andere Tierknochen. Die Nachfrage hat das Angebot zeitweise offensichtlich bei weitem überstiegen. Das erklärt vielleicht auch, warum die Pharaonen den Export von Katzen in fremde Länder unter Todesstrafe gestellt haben. Um 500 vor Christus gelangen über Griechenland trotzdem die ersten Katzen nach Europa und vermischen sich mit der dort heimischen Wildkatze. In Italien erobern sie als exotische Luxusgeschöpfe zunächst die Herzen der reichen Damen, bevor sie im Römischen Reich auch kultische Weihen erhalten. Erst ab dem 2. Jahrhundert nach Christus ist die Katze ein Haustier für alle und erweist sich als nützlicher Jäger auf üble Nager. Marder und Wiesel, die dafür immer eingesetzt wurden, sind schon bald aus dem Rennen – auch deshalb, weil Katzen nicht so stinken und viel reinlicher sind. Im nebligen Germanien beginnt man, die Wildkatze anzuhimmeln. Sie ist aber nicht domestiziert, sondern als mystische Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin Freya vorbehalten. Mit der Christianisierung jedoch folgt der tiefe Fall. Die Katze wird als Geschöpf des Teufels, der Hexen und Dämonen verdammt und später manchmal auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr schlechtes Image hält sich über Jahrhunderte. Noch im späten Mittelalter entstehen zahlreiche Sprichwörter, Mythen und Legenden – alle mit eindeutig negativer Botschaft. Nach damaligem Verständnis verkörpern Katzen weibliche Laster. Sie gelten als unmäßig, diebisch, treulos und sündig. Das halbwilde, unkontrollierbare Wesen von Katzen, die nächtlichen Jagdausflüge und das lautstarke Paarungsverhalten sorgen bis ins 18. Jahrhundert für Misstrauen und Verfolgungsexzesse durch Kirche und Staat. Erst ab dem 19. Jahrhundert gewinnt die Katze wieder an Ansehen. Dafür sorgt unter anderem der deutsche Zoologe Alfred Brehm. Inzwischen ist sie gesellschaftlich rehabilitiert, geliebt und bewundert. Manche von ihnen sind prominent, einige kosten ein Vermögen, Millionen leben als eigenwillige Stubentiger auf dem Sofa.

Dienstag, 5. Juni

arte, 7.15 Uhr
360° – GEO Reportage
Die letzten Cowboys der Toskana
Das TV-Team durfte die Cowboys der Maremma auf ihren Ritten begleiten. In der Maremma, dem wilden Westen der Toskana im Mündungsgebiet des Obrone, hüten die sogenannten Butteri vom Rücken ihrer Pferde exotisch anmutende Rinderherden, die einst von Piraten eingeführt wurden.

arte, 15.30 Uhr
animalisch
Die Begegnung von Mensch … und Esel
Der Esel kommt aus dem Lateinischen „equus asinus“. Hausesel sind ebenso wie Wildesel kleiner als Pferde, haben lange Ohren und für gewöhnlich graues Fell. Auf der ganzen Welt sagt man dem Esel nach, er sei störrisch und dumm. Seit der Zeit der alten Salzkarawanen, der Errichtung der Pyramiden und dem Bau der Chinesischen Mauer macht sich der Mensch den Esel zunutze. Warum wird dieses intelligente Tier, das den Menschen seit 6.000 Jahren treu begleitet, häufig immer noch verkannt? Die Dokumentation begibt sich auf eine wissenschaftlich fundierte Spurensuche und erzählt die Geschichte dieses Tieres.

Mittwoch, 6. Juni

3sat, 13.15 Uhr
Der Flug des Seeadlers
Victors Leben beginnt so wie das eines jeden Seeadler-Kükens. Er nimmt durch seine Eischale seine Eltern wahr, die unermüdlich Wache über ihn und seinen Bruder halten. Dann kommt der große Tag – seine Schale passt ihm nicht mehr, die Nährstoffe werden knapp, und so beginnt er sich unter Aufwand all seiner Kräfte zu befreien. Er pickt ein Loch in die Eischale und befreit sich. Victor ist erschöpft. Das Leben beginnt also mit Erschöpfung. Dieses Animal-Drama erzählt die wahre Geschichte eines Jahre lang beobachteten Individuums nach, die Lebensgeschichte des Seeadlermännchens Victor. Seine Geschichte beginnt mit dem Schlupf in einem mitteleuropäischen Auwald, erzählt von seinem Heranwachsen und seinen ersten Ausflügen gemeinsam mit seinen Geschwistern und von seinen weiten Wanderungen bis nach Skandinavien. Ursprünglich war er fast überall in Europa verbreitet und in verschiedenen Ländern wurde er zum Wappentier – der Seeadler. Durch Verfolgung, den erhöhten Einsatz von Pestiziden und durch die Zerstörung seines Lebensraumes wurde er im 19. und 20. Jahrhundert an den Rand der Ausrottung getrieben. Diese Umstände haben ihn auch zu einem der scheuesten Greifvögel Mitteleuropas gemacht. Die „Universum“-Dokumentation „Der Flug des Seeadlers“ von Wildlife-Filmemacher István Nádaskay und Tierärztin Elisabeth Korinek erzählt die wahre Geschichte eines Jahre lang beobachteten Individuums nach: die Lebensgeschichte eines Männchens – angefangen vom Schlupf in einem mitteleuropäischen Auwald über den ersten Ausflug gemeinsam mit seinen Geschwistern und seine weiten Wanderungen bis nach Skandinavien, bis hin zu einer dramatischen Bleivergiftung und seiner Gesundung und Wiederaussiedelung in einem Schutzgebiet.

3sat, 14.45 Uhr
Der Flug der Eule
Sie gelten als Symbol für Weisheit, als Meister des lautlosen Flugs und als ausgeklügelte Jäger: Eulen. Regisseur Istvan Nadaskay lüftet in seiner neuen „Universum“ Dokumentation, „Der Flug der Eule“ die letzten Geheimnisse dieses geheimnisvollen Vogels anhand der Suche eines Schleiereulenweibchens nach neuem Lebensraum. Das Heim des Schleiereulenweibchens – ein altes Haus – wurde abgerissen. Nun ist sie ist gezwungen, ein neues Revier zu finden. Ein Jahr lang dokumentiert Istvan Nadaskay diese abenteuerliche Suche. Jede Begegnung, die das Schleiereulenweibchen mit einer anderen Eulenart macht, offenbart eine neue Geschichte. So trifft sie im Nationalpark Neusiedler See auf eine Sumpfohreule, die sich gegen Störche, Goldschakale und nicht zuletzt gegen Mähmaschinen durchsetzen muss. Im nördlichen Niederösterreich trifft sie auf einen Wald- und Habichtskauz und schließlich auf einen Uhu. Die Reise der Schleiereule endet mit einem Happy End: Das Weibchen findet letztlich einen neuen Lebensraum, trifft auf Artgenossen und bekommt sogar Nachwuchs. Mit Hilfe modernster Slow-Motion-Technik lüftet Regisseur Nadaskay das Geheimnis des lautlosen Flugs und die ausgeklügelten Überlebensstrategien der heimischen Eulenarten, von denen einige akut vom Aussterben bedroht sind. Der Film bietet einen Überblick über heimische Eulenarten respektive deren Lebensräume. Immer wieder prallen die Interessen von Menschen und Eulen aufeinander. Intensive Agrarwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben die Population viele Eulenarten dezimiert. Andererseits üben Eulen als Schädlingsvertilger einen positiven Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht aus. Aus diesem Grund gibt es auch mehrere Wiederansiedlungsinitiativen. Nicht zuletzt beleuchtet der Film die Eule als mythisches Wesen. Eulen wurden bereits in der Jungsteinzeit dargestellt, sie spielen eine große Rolle in Mythologie und Märchen, etwa als Boten der Finsternis. Warum galten sie als Boten des Todes, was verursachte ihren schlechten Ruf und ihre gnadenlose Verfolgung? Irrtümer und blinder Aberglaube, wie der Film eindrucksvoll zeigt. Am Ende ihrer aufregenden Reise findet die Schleiereule schließlich einen neuen Lebensraum – ein Glücksfall, denn das Fortbestehen der Eulen in Österreich oder Europa hängt nicht nur von guten Mäusejahren, sondern auch von Nachzuchtprogrammen und menschlicher Toleranz ab.

Donnerstag, 7. Juni

3sat, 14.05 Uhr
Steffens entdeckt: Rocky Mountains
Heimat der Bären
Fantastische Landschaften, hohe Berge, riesige Seen und wilde Tiere, das sind die Kanadischen Rocky Mountains. Im Banff- und Jasper-Nationalpark leben nicht nur Schwarzbären. Auch etwa 100 Grizzlies, Elche, Dickhornschafe, Wapities und Bergziegen sind dort heimisch. Der Tierreichtum lockt Touristen an – fünf Millionen jährlich. Ist ein Bär am Straßenrand zu sehen, bildet sich schnell ein kleiner Stau, sogenannte „Bear-Jams“. Was Touristen freut, wird von der Parkverwaltung allerdings kritisch bewertet: Die Bären gewöhnen sich an die Menschen und fliehen nicht mehr vor ihnen. Eine Frage der Zeit, bis es zu gefährlichen Übergriffen der Wildtiere auf die Besucher kommt. Gemeinsam mit dem Bärenexperten Reno Sommerhalder, macht Dirk Steffens sich für seinen Film aus der Reihe „Steffens entdeckt“ auf die Suche nach den beeindruckenden Tieren. Er lernt einiges über den Pflanzenschutz im Gebiet und über das empfindlichste Tier in den Rocky Mountains: die Banff Springs Snail, eine winzige, unscheinbare Schnecke, die in kleinen warmen Thermalquellen lebt und stärker vom Aussterben bedroht ist als Grizzly oder Puma. Der Grund: Menschen baden in den warmen Quellen und verunreinigen dabei das Wasser mit Creme oder Insektenschutzmittel.

arte, 18.35 Uhr
Wildschweine – Das Comeback
Sie sind die Schweizer Messer unter den Tieren: kompakt, unverwüstlich und für alle Fälle gerüstet. Im vorletzten Jahrhundert galten Wildschweine in Europa als ausgerottet. Heute leben wieder mehrere Millionen Tiere in unseren Wäldern. Und das aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften: soziale Kompetenz und Anpassungsfähigkeit. Eine Dokumentation über ein Tier, das in unseren Wäldern lebt und völlig unterschätzt wird. Und es ist zugleich die Geschichte über sein bemerkenswertes Comeback. Sie haben alles, was zum Überleben wichtig ist: ein ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit – vor allem aber: Sie sind lernfähig. Wildschweine sind die heimlichen Herrscher des Waldes. Das war nicht immer so. Noch vor Jahrhunderten waren sie in vielen Teilen Europas ausgerottet – aufgrund intensiver Bejagung und Abholzung der Wälder. Doch die Wildschweine sind zurück. Ihr Comeback ist spektakulär: In den europäischen Wäldern leben mittlerweile wieder mehrere Millionen Tiere. Und ihre Population dehnt sich weiter aus. Das Wildschwein des 21. Jahrhunderts findet im Vergleich zu seinen Vorfahren veränderte Lebensbedingungen vor. Seine natürlichen Hauptfeinde Braunbär und Wolf existieren in Europa nicht mehr oder stellen zumindest keine Gefahr dar. Der Uhu greift sich zwar immer wieder einzelne Jungtiere, aber gefährden kann er den Bestand nicht. Und auch der größte natürliche und alljährlich wiederkehrende Feind – die winterliche Kälte – kann das Comeback nicht stoppen. Denn durch Klimawandel und Erderwärmung werden die Winter milder, was die Population zwangsläufig begünstigt. Doch die Klimaveränderungen erklären ihr Comeback nur unvollständig. Die Dokumentation „Wildschweine – Das Comeback“ geht vor allem der Frage nach, was das „Erfolgsrezept“ der Tiere ist. Für Regisseurin Astrid Miller war es wichtig, das Sozialverhalten in der Gruppe und die Anpassungsfähigkeit der Tiere filmisch zu dokumentieren. Der Film zeigt das Leben von Wildschweinen in drei unterschiedlichen Habitaten Europas – im Osten Österreichs, im Süden Frankreichs und im Osten Polens.

Freitag, 8. Juni

3sat, 17.45 Uhr
Wilde Inseln: Vancouver Island
Vor der kanadischen Küste, nahe der Stadt Vancouver, liegt die Insel Vancouver Island. Mit 450 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite ist sie die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Vancouver Island bietet vielen einzigartigen Tieren einen Lebensraum. Die spektakuläre Berglandschaft der Insel mit ihren vielen Wasserfällen ist von einem dichten Netzwerk aus Flüssen und Bächen geprägt. Zahlreiche Tierarten fühlen sich dort wohl. Vor allem die pazifischen Lachse: Jahr für Jahr zieht eine halbe Milliarde Lachse in die Flüsse ihrer Geburt, um zu laichen. Für Millionen von ihnen ist Vancouver Island das Ziel – doch nicht alle kommen an. Von den Killerwalen vor den Küsten der Insel über Weißkopfseeadler bis zu den Schwarzbären, die im seichten Wasser auf reiche Beute warten, ernähren sich unzählige Tiere von Lachsen. Sogar die Waldbäume auf Vancouver Island sind auf die alljährliche Wanderung der großen Fische angewiesen. Sie prägen das gesamte Ökosystem dieser wilden Insel.

Samstag, 9. Juni

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Otter – die Fischer vom Dienst
Otter gehören zu den gefräßigsten Fischfängern überhaupt. Dass sie bei uns so gut wie verschwunden sind, hat damit sicher einiges zu tun. Umso erstaunlicher erscheint da eine Methode, mit der Fischer in Bangladesch sich zahmer Otter bedienen – als Partner, die mithelfen, die Netze zu füllen. Im Delta des Ganges trifft Felix Heidinger auf Fischer, die mithilfe der Otter ihre Familien ernähren können. Doch die Otter verlangen auch ihren Anteil. Wie bescheiden die Erträge in den Netzen auch sein mögen – ein Kilo pro Tier muss pro Tag abgegeben werden. Die Menschen aber wissen, was sie an den zahmen Wildtieren haben. Neben Haus und Boot sind sie ihr wertvollster Besitz.

Sonntag, 10. Juni

WELT, 16.10 Uhr
Die Waffen der Tiere – Im Nahkampf
Geweihe, Hörner und regelrechte Muskelberge sind im Zweikampf gegen Fressfeinde und Artgenossen für Hirsch, Bison oder Känguru hilfreich. Die Wucht ihrer Attacken spricht für sich: Oft reicht ein einziger Hieb oder Kick bereits aus, um den Herausforderer oder Jäger außer Gefecht zu setzen. Jagd, Verteidigung und Angriff: In spektakulären Nahaufnahmen zeigt die Dokumentation, wer dank seiner ausgeklügelten Techniken im Kampfring der Wildnis garantiert nicht den Kürzeren zieht.

Animal Planet, 20.15 Uhr
Die Serengeti
Geschwindigkeit spielt im Leben eine entscheidende Rolle – nicht nur bei uns Menschen, sondern ganz besonders im Tierreich. Denn Jagderfolg oder rechtzeitige Flucht im Fall einer Bedrohung hängen oft einzig und allein von der Schnelligkeit eines Individuums ab. „Speed of Life – Momentaufnahmen des Lebens“ stellt dies auf eindrucksvolle Weise unter Beweis. Mit neuartigen Kameratechniken, extremer Zeitlupe und spektakulären Makroaufnahmen zeigt die Dokumentarserie einzigartige Bilder einer ungezähmten Natur, die ihren eigenen Regeln folgt und dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleibt. Von gnadenlosen Jägern, die in der brütenden Mittagshitze der Sonora-Wüste auf Beute lauern, über seltene Raubtiere der afrikanischen Serengeti bis hin zu geheimnisvollen nachtaktiven Wesen im Regenwald Costa Ricas: So nah haben wir die Wildnis noch nie erlebt. Zwischen Nordtansania und Südkenia erstreckt sich auf einer Fläche von 30.000 Quadratkilometern die Serengeti – eine fast baumlose Savanne, die in der Sprache der Massai soviel bedeutet, wie „das endlose Land“. Fernab jeglicher Zivilisation dokumentiert diese Folge von „Speed of Life“ die Überlebensstrategien von Jägern und Gejagten in der afrikanischen Wildnis und fängt dabei einzigartige Aufnahmen einer beeindruckenden Tierwelt ein.

TV-Programm 11.06. - 17.06.2018

Montag, 11. Juni

arte, 18.35 Uhr
An den Ufern des Mississippi
Amerikas Strom im Norden
Der Mississippi ist ein mächtiger Strom. Er durchfließt beziehungsweise berührt zehn amerikanische Bundesstaaten und mündet 160 Kilometer südlich von New Orleans in den Golf von Mexiko. Mit mehr als 3.700 Kilometern ist er der längste schiffbare Wasserlauf in Nordamerika und einer der längsten Flüsse der Erde. Seine gesamte Ausdehnung ist so groß, dass ganz Indien hineinpassen würde, und seine Auen bergen eine reiche Artenvielfalt. Entlang den Ufern entstand eine Reihe von Naturparks – Paradiese für Vögel, Fische, Rehwild, Elche und Bären. 40 Prozent aller Zugvogelarten nutzen den Mississippi als Orientierungshilfe; für manche von ihnen ist der obere Abschnitt des Flusses der einzige Rastplatz auf dem langen Weg in den Süden. Lappentaucher, Enten, Blesshühner und Reiher sind hier ein willkommenes Fressen für die Seeadler; Wasserratten und Hermine spielen Verstecken, Elche stillen ihren Durst und Bären erwachen aus dem Winterschlaf. In der kalten Jahreszeit verlieren die Bäume ihre Blätter, und auf dem Fluss bildet sich eine Eisschicht, auf der sich Wölfe um einen erbeuteten Hirsch raufen. Ein ausgeklügeltes System an Staudämmen und Schleusen am oberen Abschnitt des Mississippis schützen die Bevölkerung vor Hochwasser und bilden künstliche Seen. Hier siedelten sich unzählige Tierarten an.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
Bayern erleben
Der Main
Am Main zeigt sich die unglaubliche Anpassungsfähigkeit von Tieren und Pflanzen, selbst unwirtliche Lebensräume zu nutzen. So bietet der Main Raum für rare Spezialisten und seltene Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze oder gar Luchse und Fischadler. Auf seinem langen Weg fließt er an vier großen deutschen Mittelgebirgen vorbei, Fichtelgebirge, Steigerwald, Spessart und Hassberge liegen an seinen Ufern. Auwaldreste, Feuchtgebiete und Trockenhänge säumen seinen Weg.

Dienstag, 12. Juni

NDR Fernsehen, 18.15 Uhr
NaturNah: Mal kurz den Wald retten
Freiwillige Helfer im Harz
Eine Woche lang wohnen 25 Freiwillige in einer schlichten Berghütte im Harz und arbeiten bei jedem Wetter unter freiem Himmel. Wo früher für den Bergbau, Fichten in Monokultur angebaut wurden, entsteht heute das größte Waldwildnisgebiet Deutschlands. Seit 20 Jahren unterstützen ehrenamtliche Helfer des Vereins „Bergwaldprojekt e. V.“, dies mit viel Fleiß, Schweiß und harter körperlicher Arbeit. Nach einem kräftigenden Frühstück, geht es in den Wald. In nur fünf Tagen werden hier unter Anleitung von Projektförster Jonathan Schüppel, etwa 3.000 Rotbuchen-Setzlinge gepflanzt und teilweise meterhoch hoch eingezäunt und an einem Bachlauf sollen der Unterwuchs sowie bis zu drei Meter hohe Fichten entfernt werden. Nationalpark-Ranger Christian Struwe begleitet das Bergwaldprojekt schon seit Jahren. Er weiß, wie wichtig die Maßnahmen für die Artenvielfalt im Harz sind. Mit etwas Glück sehen die fleißigen Helfer nicht nur Insekten wie den glänzenden Goldschmied-Käfer, scheue Vogelarten wie Schwarzstorch oder Uhu und wilde Räuber wie Fuchs, Marder oder Waschbär, sondern auch das Symboltier für den erfolgreichen Waldumbau im Nationalpark: den imposanten Luchs. Die Dokumentation aus der Reihe „NaturNah“ begleitet Projektförster Schüppel, Ranger Struwe und die ehrenamtlichen Helfer des Bergwaldprojekts eine Woche lang im Nationalpark Harz. Der Film zeigt, mit welcher Motivation die Freiwilligen in den Harz kommen und welche positiven Effekte die Arbeit der vergangenen 20 Jahre für die niedersächsische Pflanzen- und Tierwelt hat.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Wildkatzen – Versteckt in Deutschlands Wäldern
Unbezähmbar, scheu und fast unsichtbar – das sind Wildkatzen. Zuhause in mitteleuropäischen Wäldern, sind sie heute vielerorts verschwunden. Wo Wildkatzen noch vorkommen – wie in der Eifel – führen sie ein äußerst heimliches Leben. Wildkatzen verbringen die meiste Zeit versteckt im Wald und zeigen sich nur, wenn sie auf den angrenzenden Wiesen jagen. Fette Mäuse sind ihre Leibspeise – und die gibt es auf den Eifel-Wiesen reichlich. So reichlich, dass auch Füchse, Bussarde und andere Mäusejäger genügend Beute finden. Zurück im schützenden Wald, scheinen die Katzen mit den Schatten zu verschmelzen: Wie kleine Waldgeister, lautlos und unsichtbar, schleichen sie durchs Unterholz. Selbst Experten können die Katzen nur selten in ihrem Lebensraum beobachten: Die Wildbiologen Ingrid Büttner und Manfred Trinzen sind den scheuen Tieren seit Jahren mit der Kamera auf der Spur. Mit viel Geduld gelingen den beiden einmalige Aufnahmen von freien Wildkatzen in Wald und Flur. Von Jägern droht den Wildkatzen heute keine Gefahr mehr, im Gegenteil: Deutschlandweit versuchen Naturschützer, den Tieren durch so genannte Katzenkorridore neue Verbreitungswege zu erschließen. In der Eifel gibt es allerdings einen besonderen „Korridor“: Die im Zweiten Weltkrieg erstellten Betonhöcker und Bunker des Westwall-Verteidigungssystems sind inzwischen völlig zugewachsenen und schützen viele Tiere auf ihren Wanderungen von Wald zu Wald. Trotz aller Bemühungen, Wildkatzen zu schützen, geraten Jungtiere bei Waldarbeiten oder durch wohlmeinende Spaziergänger immer wieder in Lebensgefahr. Sogenannte Wildkatzen-Findlinge sehen zwar niedlich aus, lassen sich jedoch bei bestem Willen nicht zähmen. Wenn die wilden Kätzchen Glück haben, landen sie schließlich in der Auffangstation bei Ingrid und Manfred. Die beiden Experten päppeln die Jungtiere auf, bis sie groß genug sind, um in der Wildnis allein zurecht zu kommen. Eine mühevolle, doch besondere Aufgabe: Jahrelang begleiten die beiden Wissenschaftler ihre Schützlinge. Mit stimmungsvollen Bildern aus der Eifel und authentischen Aufnahmen erzählt dieser Film die faszinierende Geschichte des heimlichen und kaum bekannten Lebens der Wildkatzen. Sie könnten überall in unserer Nähe wohnen – versteckt in Deutschlands Wäldern.

Mittwoch, 13. Juni

arte, 15.55 Uhr
Tierisch alt!
Reich an Erfahrung
Diese Folge beschäftigt sich mit der Rolle des Älterwerdens für das Gemeinschaftswohl und die Weitergabe der Kultur. Denn auch Orcas, Elefanten oder Wölfe geben ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an die Nachfahren weiter. Durch Beobachtung lernen die Jungtiere von den Alten: Sie lernen, wann es angebracht ist zu kämpfen oder zu fliehen, wie sie den passenden Lebenspartner erkennen und wo es Nahrung gibt. Grizzlybär Nicht alle Fähigkeiten sind dem Grizzlybären angeboren: Manches muss er lernen und immer wieder üben. Bärenforscherin Shannon Donahue beobachtet die Tiere in der Nähe von Haines in Alaska. Eine Grizzlymutter schützt dort ihre Jungen vor den Gefahren, die an den Ufern des Chilkoot-Flusses lauern. Wenn eine Elefantenkuh zum ersten Mal Mutter wird, ist die Hilfe ihrer eigenen Mutter für das Überleben der Jungen enorm wichtig. Die Forscher haben dafür einen Namen: den „Großmuttereffekt“ (grandmother effect). Im kenianischen Amboseli-Nationalpark erforschen die renommierte Ethologin Cynthia Moss und ihre junge Kollegin Vicki Fishlock das Verhalten der Dickhäuter. Seit ihrer Wiederansiedelung werden Wölfe im Yellowstone-Nationalpark beobachtet. Die ältesten Tiere halten das Rudel zusammen und passen auf, die Jüngsten haben Respekt vor den Alten. Diese Ordnung und die ausgeprägte Loyalität sind wichtig für das Überleben der ganzen Gruppe, denn neben dem Verletzungsrisiko bei der Jagd und der Kälte stellen auch fremde Rudel eine mögliche Gefahr dar.

Donnerstag, 14. Juni

SWR Fernsehen, 7.00 Uhr
Planet Schul
Natur nah: Specht & Co
Wenn im Bergwald die Knospen sprießen und in den Tälern der Frühling einzieht, bricht bei den Spechten das Baufieber aus. Das Weibchen klopft nur leicht an den Stamm, doch das genügt, um ihren Auserwählten anzuspornen. Jetzt lassen Bunt- und Schwarzspechte ihren spitzen Schnabel mit voller Wucht gegen den Buchenstamm krachen, bis die Späne fliegen – eine harte Arbeit bis die Höhle fertig ist. Dietmar Keil hat das vielfältige Leben im Wald in unterschiedlichen Jahreszeiten eingefangen. Wildschweine brechen durchs Unterholz, suhlen sich genüsslich, Frischlinge toben ausgelassen, sind verspielt, wie auch die kleinen Füchse. Im Frühjahr überzieht ein Blütenmeer aus Buschwindröschen, Blausternlilien und Veilchen den Boden. Im Herbst wachsen die bizarren Fruchtkörper der Pilze ans Licht. Laut röhrend sorgt der Platzhirsch dafür, dass sein Rudel beisammen bleibt.

arte, 15.55 Uhr
Tierisch alt!
Am Ende
Die letzte Folge dreht sich um die Faktoren, die das Lebensende von Tieren herbeiführen können, wie Krankheit, Verletzungen, Fressfeinde, Hunger und Durst. Manche Tierarten wie der Nacktmull sind zwar nicht unsterblich, doch offenbar gefeit vor bestimmten Krankheiten wie Krebs. Gibt es Dinge, die der Mensch von den Tieren lernen kann? Beleuchtet wird das Verhalten von Tierarten, die stark auf Todesfälle reagieren, wie etwa Elefanten oder Krähen. Diese Folge begleitet die verschiedenen Lebewesen bei ihrem letzten Atemzug – aber stets mit Blick auf die Erneuerung des Lebens. Der Elch wird trotz seiner imposanten Größe und Kraft selbst zur Beute: von Jägern oder, wenn er verletzt davonkommt, von Wölfen. Seine schlimmsten Feinde sind jedoch Kälte und Schnee. Wenn sich der Elch keinen ausreichenden Fettvorrat angefressen hat, überlebt er den Winter nicht. Sein Tod ist natürlich nicht umsonst: In der Natur geht nichts verloren, alles wandelt sich. Die Krähe gilt als Vorbote des Todes, möglicherweise wegen ihres schwarzen Federkleids und ihres schaurigen Krächzens. Es gäbe aber auch einen anderen Grund: Die Krähe gehört zum kleinen Kreis der Tiere, die den Tod eines Artgenossen erkennen. Biologin Kaeli Swift führt dieses Verhalten vor. Immer wieder werden Elefanten neben den sterblichen Überresten eines anderen Elefanten beobachtet. Aufmerksam und vorsichtig werden diese Überreste betastet. Gehörte das tote Tier der eigenen Familie an, fällt die Reaktion noch deutlicher aus: Die Elefanten halten an und scheinen sich gegenseitig zu trösten.

Freitag, 15. Juni

arte, 15.55 Uhr
Tierisch Alt!
Lange Leben
Wie alt können verschiedene Tierarten in freier Wildbahn werden? Welche soziobiologischen Faktoren bestimmen das Leben alternder Tiere? Und welche Vorteile hat ein hohes Alter in der Natur? Unter dem Aspekt des Alterns wirft die fünfteilige Dokumentationsreihe einen ganz neuen Blick auf die Tierwelt – auf spannende, aufschlussreiche und hintergründige Weise. Vor einer beeindruckenden, in 4K-Aufnahmen gefilmten Naturkulisse – von der afrikanischen Savanne bis zu den Seychellen – erklären renommierte Forscher wie Cynthia Moss oder Jeanne Altmann ihre jüngsten Erkenntnisse. Diese Folge beschäftigt sich mit den Faktoren, die die Lebenserwartung verschiedener Tierarten beeinflussen. Am Beispiel von Elefanten, die bis zu 70 Jahre alt werden können, und des Weißkopfseeadlers, der eine Lebenserwartung von 20 Jahren hat.

Samstag, 16. Juni

NDR Fernsehen, 17.35 Uhr
Tim Mälzer kocht!
Gast: Alexander Herrmann
Normalerweise überrascht Tim Mälzer mit ungewöhnlichen Kreationen, diesmal wird er selbst überrascht: Sternekoch Alexander Herrmann geht ihm bei der Zubereitung von Spätzle zur Hand. Die sind unverzichtbare Beilage für ein herzhaftes Wildschweingulasch. Für die volle Entfaltung ihres Aromas werden Gewürze in der Pfanne kurz angebraten und dann gemörsert. Auch das von Natur aus herzhafte Fleisch aus der Wildschweinschulter wird kurz in der Pfanne angebraten und dann im Topf mit herzhaften Beilagen geschmort. Klassische Wildküche – mit einer raffinierten Würzmischung zubereitet.

Animal Planet, 21.45 Uhr
Ausnahmezustand im Schutzgebiet
Kampf den Elfenbeinjägern
Mehr als 30 000 Elefanten werden jährlich Opfer einer neuen Generation von Wilderern. Ihre Gier nach den wertvollen Stoßzähnen der Tiere kennt keine Grenzen. Vor allem in China ist der illegale Elfenbeinhandel ein Milliardengeschäft. Die Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Wildlife Works riskieren ihr Leben, um die skrupellosen Wilderer zu stoppen und die Dickhäuter zu schützen. Unterstützt wird ihr Kampf gegen die Elfenbeinjäger von ehemaligen US Navy Seals, die sich mit den Vorgaben der Tierschützer etwas schwer tun, denn das Team von Wildlife Works lehnt Waffeneinsatz strikt ab.

Sonntag, 17. Juni

3sat, 15.05 Uhr
Eine Erde – viele Welten
Berge
In den Hochgebirgsregionen der Erde müssen Pflanzen und Tiere härteste Anforderungen erfüllen – eine großartige Welt, aber nur für extreme Spezialisten. In den Rocky Mountains, den Anden und im Himalaya herrschen raue Witterungsbedingungen. Zerklüftetes Terrain, steile Hänge und ein Mangel an Sauerstoff, Futter und Wasser bilden die größten physischen Herausforderungen des Planeten. Nur extreme Kletterkünstler wie der Nubische Steinbock oder der gewandte Schneeleopard können sich hier behaupten.

3sat, 18.00 Uhr
Mythos Wald (1/2)
Tierparadies und Schattenreich
Einst war ganz Mitteleuropa von dichten Urwäldern bedeckt, doch diese Zeiten sind vorbei, nur wenige grüne Inseln haben überdauert. „Mythos Wald“ erzählt die Geschichte dieser letzten Oasen. Für den Film von den Machern der weltweit ausgezeichneten Produktion „Die Wiese“ wurden Teile der Ausrüstung sogar eigens angefertigt, um mit sehr langen Zeitraffern, extremen Zeitlupen und neuen Makrooptiken Phänomene zu zeigen, die das Auge nicht sieht. So sieht man den „Tanz der Lebermoose“ oder wie der Blütenstaub der Haselnuss durch den Wald weht. „Mythos Wald“ ist eine opulente Reise in eine Welt, die wir zu kennen glaubten und nun nie wieder mit denselben Augen sehen werden. Der römische Autor Tacitus schrieb einst über den mitteleuropäischen Wald: „Die Bäume waren so gewaltig, dass die Legionäre unter ihren Wurzeln hindurch reiten konnten“. Doch diese Wälder sind lange verschwunden. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass selbst die Wälder in einem Nationalpark fern von echten Urwäldern sind. Nachdem die großen Pflanzenfresser wie Bison und Auerochse ausgerottet waren, haben wir ein Biotop verloren, das artenreicher war als jedes andere in Mitteleuropa. Die Sendung zeigt auf, wie dieses Paradies, das wir einst verloren haben, zurückgewonnen werden kann. Noch immer ist der Wald der Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Der Film zeigt Füchse, die im Frühjahr unter der Erde ihre Jungen bekommen, und verspielte Welpen, die noch tapsig ihren Bau verlassen. Auch die Erlebnisse einer Wildschwein-Rotte werden dokumentiert.

3sat, 18.45 Uhr
Mythos Wald (2/2)
Der Kampf ums Licht
Die Macher des weltweit ausgezeichneten Films „Die Wiese“ schaffen mit spezieller Kameratechnik ein völlig neues Bild des Waldes und erklären das enge Netzwerk zwischen unzähligen von Arten. Eindrucksvolle Bilder halten fest, wie ein Hirschkalb aufwächst, wie sich eine Fuchsfamilie durchschlägt und wie sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung durch einen Waldbrand oder den Borkenkäfer wieder regeneriert und artenreicher als je zuvor empor wächst. Im Herbst beginnt dann das Buhlen um die Weibchen: Krachend stoßen die Geweihkronen der Hirsche aufeinander, und auch die Wildschweinkeiler kämpfen aggressiv. Aber es gibt auch die „kleinen Kämpfe“, die genauso erbittert geführt werden, so etwa zwischen zwei Hirschkäfern.

Animal Planet, 20.40 Uhr
Auge in Auge mit dem Leitwolf
Shaun Ellis ist der „Wolf-Mann“: Kaum ein anderer Mensch hat es bisher geschafft, wilden Wölfen so nahe zu kommen. Er isst, schläft, spielt und jagt sogar gemeinsam mit ihnen. Im Laufe der Zeit hat er sich so den Respekt der Raubtiere erarbeitet und konnte sich einen festen Platz innerhalb des Rudels sichern. Doch Naturbursche Shaun muss stets auf der Hut sein – eine falsche Bewegung, eine unbedachte Provokation könnte tödlich für ihn enden. Neben den Wölfen nimmt aber auch seine Lebensgefährtin Helen einen ganz besonderen Platz in seinem Herzen ein. Wird das Rudel das unbekannte „Weibchen“ in seinem Kreis akzeptieren oder muss sich der Tierfreund am Ende zwischen beiden entscheiden?

JWW