JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 14. April 2019.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 18.03. - 24.03.2019

Montag, 18. März

arte, 16.40 Uhr
Rehe und Rotwild
Die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner gehen auf Rehjagd in der Region Haute-Marne. Doch sie wollen dem Tier nicht ans Fell, sondern ihm lediglich einen GPS-Sender verpassen. Forscher wollen so mehr über Rehe erfahren. Was, wann und wie lange fressen sie und wo halten sie sich auf? Förster in Frankreich und Deutschland klagen, dass das Reh- und Rotwild die Bäume zu stark verbeißt. In Deutschland und Frankreich sucht man daher nach Lösungen. Mit einer sogenannten Notzeitfütterung im Winter versuchen deutsche Jäger den Verbiss zu minimieren, in Frankreich hält man von dieser Lösung nichts. In den südlichen deutschen Bundesländern sperrt man Rotwild in spezielle Gebiete ein, um die restlichen Wälder zu schützen. Doch Rotwildgebiete und Winterfütterungen erscheinen einigen Naturschützern und Forschern kontraproduktiv. Was sind die Alternativen? Die ARTE-Moderatoren hören sich um.

arte, 18.35 Uhr
Das Oder-Delta
Grenzenlose Wildnis an der Ostsee
Ein Wolfsrudel hat sich im Delta der Oder gut eingelebt – auf einem Truppenübungsplatz. Die Wölfe haben sich diesen Ort fernab menschlicher Zivilisation ausgesucht, um ihre Welpen aufzuziehen. Hier konnte der Filmemacher Christian Hauschild erstmals mit der Kamera einfangen, wie ein neuer Rüde die Jungen des Vorgängers adoptiert. Doch nicht jeder ist von der Rückkehr des Wolfes begeistert. Ähnlich steht es um die einst ausgerotteten Wisente: Während sie von der polnischen Bevölkerung behütet werden wie ein Schatz, fühlt man sich auf deutscher Seite oftmals von den Tieren bedroht.

3sat, 20.15 Uhr
Wildes Deutschland – Die Lausitz
Weit im Osten Deutschlands liegt die Lausitz, das Land der 1.000 Teiche, eine Landschaft voller Gegensätze. In der beschaulichen Teichlausitz leben seltene Tiere wie Fischotter oder die sonderbare Rohrdommel. In den Bruchwäldern ziehen sogar Elche wieder ihre Kälber groß. Nur wenige Kilometer entfernt gleicht die Lausitz einer Mondlandschaft. Jahrzehntelanger Braunkohletagebau hat in der Lausitz riesige Abraumhalden und Bergbauseen hinterlassen. Nirgendwo sonst in Deutschland wurde die Landschaft so großflächig und radikal verändert wie hier. Doch die Natur zwischen Brandenburg und Sachsen kehrt zurück: Wolfsrudel und Rothirsche durchstreifen Truppenübungsplätze.

3sat, 21.00 Uhr
NETZ NATUR
Die Naturreportage aus der Schweiz
Wer ist hier fremd?
Die Gefahr kommt nahezu lautlos und ist klitzeklein: Tigermücke, Pollen der Ambrosiapflanze, Laubholzbockkäfer – sie bringen gefährliche Sika- und Dengue-Viren, Asthmaanfälle und zerfressen das Holz der Bäume unserer Alleen und Pärke. Der internationale Handel macht die Welt klein und verfrachtet unzählige Organismen aus ihrer ursprünglichen Heimat in fremde Teile der Welt. Und weil sie an das dortige Ökosystem nicht angepasst sind, können sie sich massenhaft vermehren und Probleme verursachen: Sie drängen einheimische Arten zurück oder bringen sie sogar ganz zum Verschwinden, sie schaden der Landwirtschaft oder gar der menschlichen Gesundheit. Manche von Ihnen mögen sogar putzig sein wie Waschbären, Bisam oder Nutria: Die flauschigen Pelztiere machen sich breit, nachdem sie aus Pelztierfarmen oder Gehegen ausgebüxt sind und jetzt durch unsere Natur geistern – mit zum Teil erheblichen Folgen für einheimische Tier- und Pflanzenarten und unsere Lebensräume. NETZ NATUR liefert die Hintergründe hinter zahlreichen Schlagzeilen in den Tagesmedien über eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten, zeigt aber auch, dass viele heute vertraute Arten, vor noch nicht allzu langer Zeit auch als „Fremde“ eingewandert sind.

Dienstag, 19. März

Phoenix, 6.45 Uhr
Kielings wilde Welt (3/3)
Äthiopische Wölfe und Wisente im Rothaargebirge
In der dritten Folge des Dreiteilers „Kielings wilde Welt“ stellt er die äußerst seltenen Äthiopischen Wölfe vor, Wisente im Rothaargebirge sowie Bartgeier in den Alpen. In Afrika will Andreas Kieling die äußerst seltenen Äthiopischen Wölfe filmen. Nur 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeda erstreckt sich die größte zusammenhängende alpine Landschaft des ganzen afrikanischen Kontinents – die Balé Berge. Fast so groß wie das Saarland gilt dieser Nationalpark als Hotspot für seltene Tierarten. Hier leben nur noch rund 500 Exemplare der Äthiopischen Wölfe. Andreas Kieling begleitet Wolfsspezialist Claudio Sillero-Zubiri vom „Schutzprojekt für äthiopische Wölfe“. Der argentinische Biologe bekämpft seit vielen Jahren die Ansteckung der Wölfe mit Tollwut durch die Hütehunde der Bauern. In dem weitläufigen Gebiet keine einfache Aufgabe. Mitten in Deutschland, im Rothaargebirge lebt seit kurzem eine wilde Herde Wisente. Tierfilmer Andreas Kieling ist dort mit Jörg Tillmann unterwegs. Der Biologe hat über zehn Jahre alles daran gesetzt, eine achtköpfige Herde in die Freiheit zu entlassen. Die Tiere stammen – wie alle weltweit lebenden 4500 Wisente – aus einer Erhaltungszucht und sind deshalb an Menschen gewöhnt. Bevor die Kolosse in die freie Wildbahn dürfen, müssen sie noch eine wichtige Prüfung über sich ergehen lassen. Beim Scheuversuch wird getestet, ob die schwergewichtigen Pflanzenfresser sich wie Wildtiere verhalten und „ordnungsgemäß“ vor dem Menschen flüchten. Das nächste Ziel von Andreas Kieling sind die Alpen, Lebensraum des Bartgeiers. Der virtuosen Flieger erreicht eine Spannweite von knapp drei Metern und wiegt bis zu sieben Kilogramm. Früher lebte der imposante Vogel überall in den Alpen, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts durch hohen Jagddruck ausgerottet wurde. Seit 1986 wurden Bartgeier in den Alpenländern wiederangesiedelt. Andreas Kieling trifft den Leiter des internationalen Projekts Prof. Hans Frey bei der Auswilderung von Bartgeierküken. Ranger setzen die Jungvögel in einen Horst und füttern sie – ohne von ihnen gesehen zu werden – vier Wochen täglich über ein Fallrohr. So verhindern die Ranger eine Fehlprägung auf Menschen.

Bayerisches Fernsehen, 11.55 Uhr
Reisen in ferne Welten: Namibia
Der Mythos der Buschleute
X!au und Ghabbo sind Jäger aus dem Volk der San, Buschleute, die im südlichen Afrika leben. Ohne zu wissen, was sie erwartet, verlassen die beiden eines Tages ihr Dorf Richtung Westen, um das sagenhafte Land ihrer Urväter zu suchen. 2.000 Kilometer reisen sie in Begleitung eines Filmteams durch ein Land mit faszinierenden, bizarren, manchmal surrealen Landschaften und einer vielfältigen Fauna und Flora. Die San sind, genetisch betrachtet, die letzten noch lebenden direkten Verwandten unserer Urahnen. Ihre traditionelle Lebensweise und ihr ganz spezielles Weltbild erlauben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der menschlichen Evolution. Heute droht ihre Kultur im Zuge der Globalisierung unterzugehen und in Vergessenheit zu geraten.

arte, 18.35 Uhr
Wilde Ostsee
Von Dänemark bis Lettland
Die Dokumentation führt u.a. zu einer Hirschbrunft in den Dünen des Darß, bis der Zuschauer schließlich im Schatten der Wanderdüne auf der Kurischen Nehrung Seeadler bei ihren Kämpfen erleben kann. Die Sendung ist auch online verfügbar von 19/03 bis 26/03 auf dem Internetportal von ARTE.

ARD-alpha, 21.00
Die jungen Forscher
Biologin Sophia Kimmig analysiert Anpassungsstrategien von Wildtieren an verschiedene Lebensbedingungen. Ihr Forschungsprojekt am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ist der Fuchs in der Großstadt.

Mittwoch, 20. März

arte, 18.35 Uhr
Wilde Ostsee
Von Estland bis Finnland
Online verfügbar von 20/03 bis 27/03
Finnlands Schärenmeer ist eine Welt aus 80.000 Inseln. In diesem Labyrinth lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große Bären schwimmen im goldenen Licht der weißen Nächte von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat. Auf Saaremaa der größten estnischen Insel schallen im Herbst nasale Laute über die Insel. Es sind die Paarungsrufe der Elche. Große Bullen ziehen zu den traditionellen Brunftplätzen.

arte, 19.40 Uhr
Polens Naturerbe in Gefahr
Der Kampf um den letzten Urwald Europas
Ein Naturparadies ist bedroht! Der Bialowieza-Nationalpark in Polen ist der letzte europäische Urwald und ein UNESCO-Weltnaturerbe. Seine beeindruckendsten Bewohner sind die 800 Kilogramm schweren Wisente. Daneben gibt es Wölfe, Luchse, Elche und mehr als 120 Vogelarten. Doch seit im März dieses Jahres die nationalkonservative Regierung in Warschau eine Verdreifachung des Holzeinschlags beschlossen hat, ist der Urwald zum Schauplatz eines Kampfes geworden. Umweltschützer der Organisation „Wildes Polen“ versuchen, die Abholzungen zu verhindern. Sie haben herausgefunden, dass es nicht – wie von offizieller Seite behauptet – um die Bekämpfung des Forstschädlings Borkenkäfer geht, sondern um kommerzielle Interessen beim Holzverkauf. ARTE begleitet den Umweltschützer und Gründer des Vereins Adam Bohdan bei seinem Protest. Die Aktivisten blockieren die Fällarbeiten, ketten sich an Forstmaschinen und demonstrieren für die Erhaltung des Urwalds. Trotz der oft gewaltvollen Reaktionen der Polizisten und Forstwächter, lassen sich Adam Bohdan und seine Mitstreiter nicht von ihrem Protest abbringen. Mittlerweile droht die UNESCO, den Bialowieza-Nationalpark auf die Rote Liste des gefährdeten Naturerbes zu setzen. Und der Europäische Gerichtshof verfügte ein sofortiges Ende der Abholzungen. Doch die polnische Regierung und die Forstverwaltung geben sich davon unbeeindruckt und roden weiter.

Donnerstag, 21. März

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Baltikum – Die Küste
Durch die Küstenwälder streifen Luchse, in den Orchideenwiesen finden Wendehals und Wiedehopf ausreichend Nahrung.

arte, 12.15 Uhr
Polens Naturerbe in Gefahr
Der Kampf um den letzten Urwald Europas
Ein Naturparadies ist bedroht! Der Bialowieza-Nationalpark in Polen ist der letzte europäische Urwald und ein UNESCO-Weltnaturerbe. Seine beeindruckendsten Bewohner sind die 800 Kilogramm schweren Wisente. Daneben gibt es Wölfe, Luchse, Elche und mehr als 120 Vogelarten. Doch seit im März dieses Jahres die nationalkonservative Regierung in Warschau eine Verdreifachung des Holzeinschlags beschlossen hat, ist der Urwald zum Schauplatz eines Kampfes geworden. Umweltschützer der Organisation „Wildes Polen“ versuchen, die Abholzungen zu verhindern. Sie haben herausgefunden, dass es nicht – wie von offizieller Seite behauptet – um die Bekämpfung des Forstschädlings Borkenkäfer geht, sondern um kommerzielle Interessen beim Holzverkauf. ARTE begleitet den Umweltschützer und Gründer des Vereins Adam Bohdan bei seinem Protest. Die Aktivisten blockieren die Fällarbeiten, ketten sich an Forstmaschinen und demonstrieren für die Erhaltung des Urwalds. Trotz der oft gewaltvollen Reaktionen der Polizisten und Forstwächter, lassen sich Adam Bohdan und seine Mitstreiter nicht von ihrem Protest abbringen. Mittlerweile droht die UNESCO, den Bialowieza-Nationalpark auf die Rote Liste des gefährdeten Naturerbes zu setzen. Und der Europäische Gerichtshof verfügte ein sofortiges Ende der Abholzungen. Doch die polnische Regierung und die Forstverwaltung geben sich davon unbeeindruckt und roden weiter …

arte, 18.35 Uhr
Wilde Ostsee
Von Finnland bis Schweden
Die Ostsee ist das jüngste Meer der Erde und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Es scheint so vertraut, bietet aber viele Überraschungen. Die dritte Folge führt an den Bottnischen Meerbusen, den unbekanntesten Teil der Ostsee. Im Winter ist die Ostsee auf 300 Kilometer Länge gefroren. Beeindruckende Felsformationen mit Buchten und Inseln, Mooren und Wäldern waren die Kulisse für den Film „Ronja Räubertochter“. Braunbären streifen durch den Nationalpark Skuleskogen auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen. Zur Sommersonnenwende wandern Lachse die großen Ströme Finnlands empor. Die Sendung ist auch online verfügbar von 21/03 bis 28/03 auf dem Internetportal von ARTE.

Freitag, 22. März

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Baltikum – Wälder und Moore
Im zweiten Teil seiner Dokumentation zeigt Christoph Hauschild die Vielfalt der baltischen Natur jenseits der Küste: Braunbären, Luchse und Auerhühner in den Wäldern Estlands, den breitesten Wasserfall Europas oder die Balz der Doppelschnepfen in den Feuchtwiesen an der Grenze von Lettland zu Litauen. In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben mehr als 350 Braunbären. Im Frühling verwandelt sich der Soomaa Nationalpark in Estland in einen riesigen See. Es ist die sogenannte fünfte Jahreszeit: Kurz nach der Schneeschmelze füllt sich die Region mit Wasser und ist nur noch mit dem Boot zu erreichen. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland. Anfang Mai ziehen Rußnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die kaum einen halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. Mehr als 1.000 Wölfe leben in Lettlands Wäldern. Litauen ist auch ein Land der Störche – mit rund 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum. Die Dokumentation „Wildes Baltikum – Wälder und Moore“ führt in Regionen, die vom Menschen seit Jahrhunderten beeinflusst und dennoch naturnah sind. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die drei Länder aus luftiger Perspektive, extreme HD-Zeitlupen von Schreiadlern, Fischottern oder Prachtlibellen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner. Einfühlsam porträtiert Tierfilmer Christoph Hauschild das Baltikum im Nordosten Europas und zeigt eine Natur, die man anderenorts bereits schmerzlich vermisst.

arte, 18.35 Uhr
Ein Sommer in Alaska
Im Südosten von Alaska lebt auf Admiralty Island die größte Braunbär-Population Amerikas. Für die Bärenjungen ist die Insel eine tolle Kinderstube – vorausgesetzt, ihre Mutter beschützt sie vor ihren männlichen Artgenossen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 22/03 bis 29/03 auf dem Internetportal von ARTE.

Samstag, 23. März

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Bären in der Nachbarschaft
Die wilden Karpaten Rumäniens sind heute noch Heimat der größten europäischen Population von Wolf und Bär. Schafherden ziehen durch die Gebirge, bewacht von riesigen Hunden, die bereit sind, sich im Kampf gegen die Räuber zu opfern. Zwischen den Wäldern liegt Brachov – eine Stadt, die mehr oder weniger mit ihren großen Räubern leben muss. Nachts kommen die Bären bis in die Vororte und kümmern sich um den Inhalt der Mülltonnen. Und Wölfe trotten im Schutz der Dunkelheit mitten durch bewohnte Gebiete. Zwar ist man in Brachov seit jeher gewohnt, mit wilden Tieren zusammenzuleben. Trotzdem ist die Situation ein Pulverfass. Mitarbeiter der Wildbiologischen Gesellschaft München e. V. versuchen, Konflikten zwischen Mensch und Tier vorzubeugen. Man will nicht warten, bis ernsthafte Zwischenfälle das Zusammenleben von Mensch und Wildtier beeinträchtigen, sondern versucht zu helfen, bevor es für eine gemeinsame Zukunft zu spät ist.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Herr der Greifvögel
Nahezu alle gestrandeten Greifvögel im Großraum München und Freising landen bei Willi Holzer. Gerade im Frühjahr geht es bei dem Falkner rund. Ein Filmteam hat ihn bei seiner Arbeit beobachtet und dabei viele spannende Geschichten aus der Welt der Greifvögel festgehalten. Der Falkner Willi Holzer hat sein Leben ganz dem Schutz der Greifvögel verschrieben. Nahezu alle gestrandeten Greifvögel im Großraum München und Freising landen bei ihm. Zuvor werden die Vögel eingehend in der Oberschleißheimer Vogelklinik untersucht und wenn nötig entsprechend behandelt. Im Frühjahr haben die Greife Nachwuchs. In den Stadtparks ausfliegende junge Waldkäuze sitzen tagsüber manchmal am Boden. Nicht selten werden diese von Passanten gefunden und abgegeben. Willi Holzer versucht, sie wieder zu ihrer Familie zurückzubringen. Oft stürzen in den Städten junge Wanderfalken von Nistkästen, die an hohen Türmen angebracht wurden. Auch diese Bruchpiloten versucht der Falkner wieder auszuwildern. Zuvor müssen sie jedoch in seiner Voliere richtig fliegen lernen und gut fressen. Willi Holzer ist es auch ein großes Anliegen, die Greifvögle vor den noch immer zahlreichen Nachstellungen zu schützen. Als Grundlage dafür kartiert er jedes Jahr die aktuellen Sperber-, Habichts- und Uhuhorste. Regelmäßig kontrolliert er diese, um gezielte Störungsaktivitäten von Greifvogelgegnern rechtzeitig zu bemerken. Der Falkner sucht auch nach illegalen Fallen oder Gifteiern, die ausgelegt wurden, um Greifvögel zu vergiften. Markus Schmidbauer hat in seinem Film viele spannende Geschichten aus der Welt der Greifvögel eingefangen.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Das Engadin – Naturwunder der Alpen
Eine schroffe, dennoch schöne Landschaft im Herzen Europas, geformt von Wasser, Eis und Felsen – das ist das Engadin. Ein Tal, tief verborgen in den Schweizer Alpen, geformt von einem Fluss, dem Inn, und von allen Seiten von Bergen umgeben. Gigantische Gletscher überspannen die Gipfel, die enorme Kraft des Eises schneidet neue Wege in die Landschaft. Diese karge Wildnis ist eine letzte Zuflucht für viele alpine Spezialisten wie Steinböcke und Gämsen. Mit dem 1914 gegründeten ältesten Nationalpark der Alpen wollte man einen Ort schaffen, an dem die Natur ohne Einfluss durch den Menschen studiert werden kann und die Zukunft einiger von Europas berühmtester Tiere gesichert ist. Aber Bemühungen, den Luchs und den Bartgeier im Engadin wieder heimisch zu machen, zeigen, dass der Schutz allein nicht ausreicht. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte – die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

Sonntag, 24. März

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Wildes Deutschland – Der Bodensee
Filmautor Jens-Uwe Heins hat sich mit seinem Team drei Jahre rund um den See auf die Lauer begeben.

3sat, 15.50 Uhr
Wildes Karelien
Land der Braunbären und Singschwäne
Singschwäne verkünden mit trompetenartigem Gesang den Beginn der neuen Jahreszeit: In Karelien wird es Licht! Die Sonne erscheint endlich wieder über dem Horizont und befreit die wald- und wasserreiche Landschaft im Norden Russlands von Eis und Dunkelheit des langen Winters. Helligkeit, Wärme und Energie wecken die Natur aus der Winterstarre. Die Russlandkenner Henry M. Mix und Axel Gebauer führen durch einen kurzen Sommer voller Leben, durch Landschaften aus Wasser und Licht, so schön und ursprünglich, wie sie in Europa nur noch selten zu erleben sind.

3sat, 16.35 Uhr
Das Wolfsexperiment
Drei in einem Zoo geborene Wölfe und vier mit der Flasche sozialisierte Jungwölfe sollen besendert und in der Nähe eines Dorfes ausgewildert werden. Doch schon das Einfangen dieser inzwischen verwilderten Tiere gestaltet sich schwierig.

TV-Programm 25.03. - 31.03.2019

Montag, 25. März

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Colorado – Rocky Mountain National Park
Der Rocky Mountain National Park im US-Bundesstaat Colorado ist der höchst gelegene Nationalpark der Vereinigten Staaten und mehr als 1.000 Quadratkilometer groß. Seine Landschaft ist abwechslungsreich, sie ist geprägt durch Seen, Flüsse und Bäche sowie eine gewaltige Gebirgskette. Im Nationalpark leben zahlreiche Tierarten wie Biber, Schwarzbären oder Waipitihirsche. Letztere bieten Naturliebhabern ein imposantes Schauspiel in der Brunftzeit. Eine Bedrohung für die Wälder des Nationalparks stellt der Borkenkäfer dar. Bäume, die nach Befall des Käfers absterben, erhöhen besonders die Waldbrandgefahr. Im Falle eines Waldbrandes schreiten die Feuerwehrleute der Elite-Feuerwehr „Alpine Hotshots“ ein, die beste mobile Feuerwehrsondereinheit der USA. Besucher des Nationalparks können im Städtchen Estes Park übernachten. Mit Voranmeldung ist es aber auch möglich, direkt im Nationalpark zu campen. Neben Wanderungen und Klettertouren bieten die Cowboys der Sombrero Ranch auch Reitausflüge und Lagerfeuerromantik für Touristen an. Im Museum Never Summer Ranch ist zu sehen, wie die deutsche Auswandererfamilie Holzwarth in ihrer 1917 erbauten Blockhütte lebte.

3sat, 20.15 Uhr
Tierpark Mautern – Ein Jahr am Wilden Berg
Bis zu 2.000 Menschen pro Tag sorgen im Sommer für Trubel im steirischen Alpentierpark in Mautern. Doch im Winter kehrt Ruhe ein. Bären schlafen in Heu-Nestern, weiße Wölfe spielen im Schnee. Für ihren Film besucht Waltraud Paschinger ein Jahr lang den „Wilden Berg“, wo so manches wilde Tier ungewöhnlich zahm ist, denn viele sind Findelkinder und wurden von Hand aufgezogen. Noch blind und gerade einmal handgroß sind auch die drei jungen Füchse, die während der Dreharbeiten vom Tierpark aufgenommen wurden. Ein 24-Stunden-Job für Sonja Gollenz. Sie ist die biologische Leiterin des Wildparks, packt jeden Morgen beim Füttern mit an und ist bei Bedarf Mutterersatz für so manche Neuankömmlinge. Waschbären, Ziegen, Esel – viele der Tiere des Parks waren Sonjas Flaschenkinder. Besonders spannend ist der Tag, an dem der Nachwuchs erstmals zur Füchsin „Foxi“, der Hausherrin, ins Gehege kommt. Bereits legendär ist Buzzi, der Gänsegeier. Er betrachtet Menschen als Mitglieder seiner Geierkolonie, hat keine Scheu vor Menschen und besucht gelegentlich das nahe gelegene Schwimmbad oder ein Grillfest. Und Fritzi, der Grauwolf, hielt 2015 für einige Wochen die Presse und die Umgebung des Tierparks in Atem. Damals war Fritzi ausgebüxt und konnte seinen Jägern für kurze Zeit immer wieder geschickt entkommen. Neben den wilden Alpentieren beherbergt der „Kinderbauernhof“ alte Haustierrassen wie die gefleckten Turopolje-Schweine, Kaninchen oder Meerschweinchen. Eine „Ziegen-Gang“ läuft frei durch das Parkgelände, holt sich Futter und Streicheleinheiten bei den Gästen ab. Die Dokumentation zeigt aber auch die Momente, die den Besuchern gänzlich verborgen sind. Ab Herbst ist der Tierpark gesperrt. Die schneereichen Winter lassen einen Ganzjahresbetrieb nicht zu. Selbst einige Tiere, wie Jaks, Hirschkühe und Hirsche, werden Ende Oktober ins Tal getrieben. Jedes Jahr aufs Neue bedeutet dieser Tag Anspannung für das Tierpfleger-Team. Sind die Gatter geöffnet, legen die mächtigen Hirsche in nur wenigen Sekunden die 300 Höhenmeter über die steile Bergflanke zurück. Mit den ersten Schneefällen wird es ruhig am Berg. Die Tiere sind vorsichtiger, bleiben eher in Deckung, und man muss lange suchen, um einen der weißen Polarwölfe im tief verschneiten Terrain zu entdecken. In der kalten Jahreszeit schalten die Tiere auf Reserve, keine Bewegung zu viel, vor allem bei den Braunbären ist Energiesparen angesagt. Sie liegen zusammengerollt in ihren warmen Heu-Nestern und schlafen fünf Monate, ohne zu fressen und zu trinken. Eine Zeit, in der das Filmteam den sonst so flinken Raubtieren ganz nahe kommen konnte. Mit dem Frühling kehrt wieder Leben in das Gehege ein: Bären rangeln, um ihre Hierarchien neu zu ordnen, Jungtiere kommen zur Welt, und das Training für die Flug-Show beginnt.

3sat, 21.00 Uhr
NETZ NATUR
Was Dachse heimlich alles treiben
Der Dachs ist ein gewichtiger Brocken: bis zu 17 Kilogramm schwer und fast einen Meter lang. Und doch ist er wohl unser heimlichstes Wildtier, denn er wird kaum je gesehen und sein Leben ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt. Von Dachsen ist gut bekannt, was man an einem toten Tier alles erkennen kann, denn sie werden oft auf der Strasse überfahren, wenn sie auf ihren nächtlichen Streifzügen auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern unterwegs sind. Auch ihre Baue, die ausgedehnte Tunnel- und Höhlensysteme umfassen können und oft während Generationen von einem Clan bewohnt werden, sind recht gut erforscht und verraten eines: Dachse sind unglaublich grabtüchtig und verbringen mehr Zeit unter dem Boden, als an der Erdoberfläche. Doch gerade bei dem, was Dachse so alles treiben, wenn sie nachts unterwegs sind, wird das Wissen spärlich. Zwei Schweizer Tierfilmer, Feix Labhardt und Jost Schneider, haben sich in Zusammenarbeit mit NETZ NATUR auf unterschiedliche Weise den Dachsen angenähert: Felix Labhardt hat sich zunutze gemacht, dass im Sommer die Nächte kurz sind – zu kurz für die Dachse, um sich ausreichend zu ernähren. Im letzten Licht der Dämmerung hat er während Jahren einen Dachsclan vor seinem Bau beobachtet und gefilmt. Jost Schneider hingegen nutzte bei einer anderen Dachsfamilie die Technologie von unbemannten Videofallen, die automatisch bei Bewegung auslösen, und hat so viele Szenen aus dem Leben der Dachse heimlich aufgezeichnet. Das umfangreiche Videomaterial bringt unglaubliche Einzelheiten ans Licht: Dachse sind unglaublich verspielt, aber auch ab und zu griesgrämig. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedliche Charaktere – Männer etwa sind fürsorglich und zärtlich, oder sie können grobe Machos sein, die nichts anbrennen lassen. Die Jungen spielen unermüdlich und oft ohne Grenzen: Immer wieder lassen sie laut hören, wenn etwas weh tut. Und Geduld und unbemannte Kameras brachten zutage, wie sehr Dachse mit ihren Nachbarn, den Füchsen, im Konflikt stehen – total überraschende Videoszenen belegen das konfliktgeladene Verhältnis der beiden ungleichen Arten: So lassen die Füchse gerne von den Dachsen bequeme und sichere Höhlen graben – und schmeißen die Schwerarbeiter dann gewalttätig raus. Doch diese wissen sich auf ganz andere Art zu revanchieren… NETZ NATUR zeigt ein völlig neues Bild der Dachse, der größten Marderart hierzulande und geht auch der bewegten Geschichte dieser Tiere in unserem Land auf den Grund: Von der Beinahe-Ausrottung der Dachse im Kampf gegen die Tollwut in den frühen 1970er-Jahren bis zur heutigen Erholung der Bestände, wirft die Sendung auch einen kritischen Blick auf die Behauptungen, dass Dachse gefährliche Krankheiten übertragen sollen. So entsteht ein erstaunliches Porträt über eine wenig bekannte Tierart in unserem Land, wie man es noch nie gesehen hat.

Dienstag, 26. März

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Einsatz in Alaska – Auf Streife in der Wildnis
Der Kodiak-Archipel, eine Inselgruppe südlich des Festlandes von Alaska, verfügt über einzigartige Landschaften, wild und unzugänglich. Die dort beheimateten Menschen können sich nicht vorstellen, das Inselarchipel jemals zu verlassen. Denn Alaskas Wildnis und das ungewöhnliche Leben auf Kodiak Island lassen sie nicht mehr los. Daniel Valentine und seine Kollegen sind auf dem Kodiak-Archipel nahe des Festlandes von Alaska stationiert. Die Inselgruppe südwestlich von Anchorage verfügt über einzigartige Landschaften, wild und unzugänglich, und ist ein beliebtes Freizeitgebiet für Jäger und Angler. Alan Jones ist der einzige Pilot der Truppe. Sein Einsatzgebiet erstreckt sich über 300 Kilometer. Die Polizisten greifen hart durch, wenn Jagdgesetze übertreten oder Fischereibestimmungen missachtet werden. Wen sie erwischen, dem drohen bis zu 10.000 Dollar Bußgeld und bis zu einem Jahr Gefängnis. Wenn jedoch Roy Rastopsoff jagt, gelten andere Gesetze. Er gehört zu den Aleuten, den Ureinwohnern, und genießt daher Sonderrechte. Für seine Familie darf er sogar Seehunde erlegen, was Anderen nicht erlaubt ist. Insgesamt leben 13.000 Menschen auf dem Kodiak-Archipel. Einige von ihnen werden von Elise Pletnikoff medizinisch versorgt. Die Ärztin arbeitet im Krankenhaus der Stadt Kodiak, Verwaltungssitz der gleichnamigen Insel. Aber manchmal ist die 31-Jährige auch mit dem Flugzeug unterwegs zu ihren Patienten. Im Notfall müssen die Patienten in die Klinik geflogen werden. Die meisten Bewohner auf Kodiak Island leben vom Fischfang oder vom Tourismus. Aber manche sind auch Lebenskünstler wie Sherri Ewing. Sie betreibt einen Cateringservice und ein Outdoor-Restaurant. Als sie vor 20 Jahren aus dem Bundesstaat Wisconsin auf die Insel zog, hat sie als Köchin in einem Bärenjägercamp angeheuert. Filmemacher Christian Pietscher zeigt in seiner Dokumentation einzigartige Landschaften und ungewöhnliche Menschen. Sie alle können sich nicht vorstellen, das Inselarchipel jemals zu verlassen.

arte, 19.40 Uhr
Schweine in Gefahr
Wie Europa mit der Seuche umgeht
Malgorzata Bruczynska ist Veterinärinspektorin in Piaseczno, einer Kleinstadt südlich von Warschau. Die 47 Jahre alte Polin hat seit drei Monaten viel zu tun. Im November 2017 ist in ihrer Gegend die afrikanische Schweinepest, kurz ASP, ausgebrochen. Nun kämpft sie gemeinsam mit dem polnischen Militär und den Behörden gegen die Ausbreitung der Seuche. Unter anderem muss sie sich darum kümmern, dass die Kadaver ordnungsgemäß entsorgt werden. Doch das Engagement kommt vier Jahre zu spät, findet der polnische Schweinebauer Adam Zboina, er hat Angst, dass sein Tierbestand gekeult werden muss, denn die Seuche verbreitet sich rasend schnell und ist hoch ansteckend. Anders in Deutschland, hier herrscht schon seit Wochen Alarmbereitschaft, dabei ist die Seuche noch 300 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Deutsche Bauernverband fordert vorsorglich einen Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine. Für Angela Dinter vom Fachverband für Nutztiere ein „Schuss ins Blaue“ – sie will sich ein eigenes Bild davon machen, wie groß die Gefahr in Deutschland wirklich ist. Was ist Panikmache und welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll, um zu verhindern, dass die Seuche auch nach Deutschland kommt? ARTE begleitet Angela Dinter zur letzten Treibjagd in Schwerin und auf ihrer Reise an die polnische Grenze. Sie fährt zu einem Freilandbauern und zu einem Großmäster, um zu schauen, welche präventiven Maßnahmen bereits umgesetzt wurden.

Mittwoch, 27. März

ARD-alpha, 9.30 Uhr
Hadzabe heißt: wir Menschen
Die letzten Jäger und Sammler in Tansania
Die Hadzabe leben – heute hier, morgen dort – in der kargen Savanne im ostafrikanischen Grabenbruch. Sie sind nur noch knapp 1000 an der Zahl. Eine kleine, versteckte Gruppe von ihnen lebt fast noch so, wie unser aller Vorfahren das vor Tausenden von Jahren taten: Sie jagen und sammeln. Die Hadzabe nehmen, was die Natur ihnen gibt: Die Frauen und Kinder pflücken Beeren von den Sträuchern. Sie sammeln die Früchte der Affenbrotbäume und graben Wurzeln aus. Die Männer bringen mit Pfeil und Bogen Antilopen zur Strecke. Kaum vorstellbar, dass eine solch archaische Lebensform noch existiert.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Zuchthunde und Raubtiere
Der Hund – Des Menschen bester Freund
Um das Verhalten sowie die Bedürfnisse von Hunden besser zu verstehen, ist es wichtig ihre uralten Wurzeln zu kennen. Welche Charaktereigenschaften zeichnen einen Wildhund aus? Was unterscheidet ein gezüchtetes Haustier von einem wildlebenden Raubtier? Kurzum: Wie viel Wolf steckt in einem Hund? Vom genetischen Ursprung bis zur domestizierten Verwandtschaft, vom Überlebenskampf in der Wildnis bis ins heimische Wohnzimmer: Diese Folge geht dem Familienstammbaum der Hunde auf den Grund – und erklärt anhand von bemerkenswerten Beispielen rund um den Globus, woher unsere Vierbeiner wirklich kommen.

Donnerstag, 28. März

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Unbekanntes Bulgarien – Durch die wilden Gebirge am Rande Europas
Im Bärenpark in Belitsa hat die lange und grausame Tradition der bulgarischen Tanzbären endlich ein Ende gefunden und die gequälten Kreaturen genießen ihren verdienten Ruhestand.

Schweizer Fernsehen SRF1, 20.05 Uhr
NETZ.NATUR
Naturreportage von und mit Andreas Moser
Die Redaktion NETZ NATUR produziert vier Eigenproduktionen im Jahr, die vom Biologen Andreas Moser moderiert und kommentiert werden. Auf der NETZ NATUR-Internetseite des Schweizer Fernsehens ist außerdem eine Sendung zum Thema „Die Schweiz und die Jagd“ (mit anschließender Diskussion) zu sehen. Viele Jahrtausende prägte die Jagd das tägliche Leben unserer eiszeitlichen Vorfahren. Jagen hieß für sie überleben, denn ihre Nahrung bestand hauptsächlich aus Fleisch. Doch welche Rolle spielt die Jagd in der Schweiz heute?

n-tv, 20.15 Uhr
Tödliches Tempo – Wilde Savanne
Tief in der Savanne lauern unzählige Gefahren. Jeden Moment können Tiere unerwartet aus dem Hinterhalt zuschlagen und ihre Gegner erlegen. Nicht nur Krokodile und Fischadler lauern darauf, unvermittelt anzugreifen, auch der Gepard jagt seine Beute erbarmungslos mit 120km/h bis zur totalen Erschöpfung. Doch was steckt hinter der unglaublichen Beschleunigung? Die Doku geht den beeindruckenden tierischen Fähigkeiten auf den Grund.

Freitag, 29. März

Bayerisches Fernsehen, 13.30 Uhr
Kanada
Auf Eisstraßen zum Polarmeer
Das Kamerateam beginnt die Fahrt in den Norden Kanadas auf dem legendären Dempster Highway, der vom einstigen Goldgräberort Dawson City im Yukon 700 Kilometer weit nach Norden in die Northwest Territories nach Inuvik führt, dem Versorgungsort der Region. Dort beginnen die Eisstraßen ins Delta des Mackenzie River und hinaus bis ins Polarmeer zum Inuit-Ort Tuktoyatuk. Familien und Trucker nutzen sie, aber auch Jäger, Rentierzüchter und sogar der Pfarrer von Inuvik, der im Winter seine abgelegenen Kirchengemeinden gut über das Eis erreichen kann.

3sat, 15.30 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (3 Folgen)
Ernstbrunn – Montana und zurück
Was unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazu gewonnen? Inwieweit sind auch Wölfe bereit, mit Menschen zu kooperieren, und akzeptieren sie Haushunde als Kooperationspartner? Erstmals in der Canidenforschung ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun ein Rudel Wölfe mit der Hand auf, die eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern aufbauen. Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit einigen Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center (WSC). Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen – diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe.

arte, 17.10 Uhr
Elfenbein
Vom Stoßzahn zum Kunstobjekt
Elfenbein fasziniert durch seine einzigartige Farbe, Beständigkeit und Oberflächenbeschaffenheit. Heute jedoch steht der Stoßzahn des Elefanten in Verruf. Die Nachfrage nach dem „weißen Gold“ führte zu ungezügelter Wilderei und letztlich zur Bedrohung der Afrikanischen Elefanten. Als die Politik Ende der 80er Jahre reagierte und ein weltweites Handelsverbot aussprach, wendeten sich Elfenbeinschnitzer vermehrt alternativen Materialien zu. Vor allem das fossile Elfenbein vom Mammut wird heute genutzt. Welche anderen Ersatzstoffe es noch gibt und wie man sie verarbeitet, finden die ARTE-Moderatoren heraus. Gemeinsam mit Lehrlingen der Berufsfachschule für das Holz und Elfenbein verarbeitende Handwerk in Michelstadt im Odenwald versuchen sie sich selbst in dem jahrhundertealten Handwerk.

Samstag, 30. März

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Der australische Dachs
In Australien, vorwiegend auf der Insel Tasmanien, lebt ein Tier, das dem europäischen Dachs sehr stark ähnelt, doch überhaupt nicht mit ihm verwandt ist: der Wombat. Er ist etwa gleich groß, wendig, schnell, und baut Behausungen unter der Erde. Ein BR-Team hat ihn beobachtet. Als die ersten Siedler aus Europa nach Australien kamen, fanden sie dort ein Tier, das ihnen bekannt vorkam: Es ist etwa so groß wie ein Dachs, es verhält sich wie ein Dachs, es baut sich im Boden Burgen, ist wendig und schnell. Die Jäger stellten fest, das Fleisch des Tieres schmeckte wie Dachsfleisch – kein Wunder, dass man das Tier den australischen Dachs nannte. Doch der Wombat hat nichts mit dem europäischen Dachs zu tun – nicht einmal in seiner Vergangenheit, denn schon zur Zeit der Saurier unterschieden sich ihre Vorfahren grundlegend. Wombats sind putzig, freundlich, aber leider bekommt sie der Normal-Australier nicht oft zu Gesicht. Nur in den wenig besiedelten Regionen Australiens, wie der Insel Tasmanien, kann man sie hautnah erleben. Tierfilmer Felix Heidinger geht dem Leben, der Geschichte und den Besonderheiten eines Tieres nach, das ihn übrigens eher an einen Bären, als an einen Dachs erinnert.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Das vergessliche Eichhörnchen
Der Filmautor berichtet vom Umgang der Eichhörnchen mit Futter, das sie als Vorrat verstecken, jedoch nicht immer wiederfinden, wodurch sie mitunter zu Pflanzern von Bäumen werden. Die scheuen Eichhörnchen leben in den Wäldern, doch wenn sie Zutrauen zu den Menschen gewonnen haben, trifft man sie auch in Stadtparks an. Ständig sind sie auf Futtersuche, und was sie nicht gleich fressen können, legen sie als Vorrat an. Dabei werden sie oftmals von anderen Tieren beobachtet. Rabenkrähen, aber auch Eichelhäher versuchen, ihnen ständig etwas abzuluchsen. Doch die Verluste sind für die Hörnchen gering, und so wuseln sie unbeirrt weiter. Es ist ein ständiges Suchen, Wiederfinden und Verstecken. Aber Eichhörnchen sind mitunter vergesslich und finden eine Vielzahl ihrer Verstecke nie mehr wieder. So werden sie zu Pflanzern der Parks und Wälder.

Sonntag, 31. März

Phoenix, 10.30 Uhr
Das Grüne Band
Vom Todesstreifen zur Lebenslinie
Das ehemalige Grenzgebiet zwischen dem Ostblock und Westeuropa ist heute ein Refugium für seltene Pflanzen und ein friedlicher Rückzugsort für bedrohte Tierarten. Das Grüne Band verbindet Europa, wo der „Eiserne Vorhang“ es einst trennte. Naturparadiese voller Leben direkt am ehemaligen Todesstreifen, seltene Tiere und Pflanzen im Schatten von Wachtürmen. Entlang der über 7.000 Kilometer langen Grenze, die Europa vier Jahrzehnte lang trennte, hatten sich von der Polarregion Finnlands über die innerdeutsche Grenze bis nach Mazedonien und ans Schwarze Meer Lebensräume erhalten, die andernorts längst verschwunden waren. Vierzig Jahre teilte eine unmenschliche Grenze Deutschland. Sie war zugleich Symbol für den ideologischen Graben zwischen Ost und West. Nach der Grenzöffnung im Jahr 1989 entdeckten Biologen und Naturschützer, dass sich im ehemaligen Niemandsland, das jahrzehntelang nur von einigen Grenzsoldaten betreten werden durfte, eine außergewöhnliche Natur entwickelt hatte. Viele der hier lebenden Tiere und Pflanzen standen und stehen bis heute auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer sprach damals sogar von europäischem Tafelsilber. 2007 machte sich Filmautor Heribert Schöller ein Jahr lang auf die Suche nach dem, was vom einstigen Tafelsilber noch übrig ist, und er entdeckte Erstaunliches. Heute werden weite Bereiche des Grünen Bandes geschützt, teilweise in groß angelegten Projekten des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Zahlreiche Naturschutzgebiete sind entstanden, mehrere Biosphärenreservate – Rhön, Elbe, Drömling, Schaalsee – und der Nationalpark Harz. Fast 1.400 Kilometer geht die Reise vom Vogtland bis hinauf zur Ostsee. Der Film erzählt von den typischen Landschaften und Lebensräumen entlang des Grünen Bandes. Es ist in höchstem Maße repräsentativ für Deutschland und Mitteleuropa: die Mittelgebirge von Rhön und Harz mit ihren riesigen Waldgebieten, wo wieder Schwarzstorch und Luchs leben, das große Urstromtal der Elbe mit seinen Störchen, Seeadlern und den legendären Elbebibern, und nicht zuletzt die Ostsee mit dem ungewöhnlichen Ruf eines der seltensten Vögel Deutschlands und mit freiem Blick aufs Meer.

SWR Fernsehen, 11.15 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?
Sie sind wieder in der Nachbarschaft – Wölfe. Den Menschen sind sie oft nicht geheuer, gelten als gefährlich. Doch ist das wirklich so? Um dies heraus zu finden, wurde eine Wolfsfamilie zwei Jahre lang intensiv beobachtet. Mit Hilfe sensationeller Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben der Raubtiere. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in der Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

arte, 13.00 Uhr
Das Oder-Delta
Grenzenlose Wildnis an der Ostsee
Grenzenlose Wildnis liegt nur einen Flügelschlag hinter den weißen Stränden der berühmten Ostseebäder. Die Inseln Usedom und Wollin schieben sich wie ein Riegel vor das Delta der Oder. Hier, zwischen Deutschland und Polen, sind viele seltene Tierarten zu Hause. Das erste Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern siedelt sich hier seit Jahren erfolgreich an. Große Herden von Wildpferden ziehen über weite Grasebenen und einst ausgerottete Wisente streifen durch die Wälder. Etwa 200 Seeadler kommen im heißen Sommer zum Jagen im Anklamer Stadtbruch zusammen. ARTE zeigt dieses einzigartige Naturschauspiel. Das Oder-Delta ist eine der aufregendsten Naturlandschaften im nördlichen Mitteleuropa. Hinter den weißen Ostseestränden, zwischen Deutschland und Polen, liegt die grenzenlose Wildnis, in der sich die Natur frei entfalten kann. So finden hier die unterschiedlichsten Tierarten ihren Platz wie die wilden Konik-Pferde oder die Seeadler. Dank des Fischreichtums ist das Oder-Delta zu einem Jagdhotspot der majestätischen Greifvögel geworden. Mehr als 200 Paare nisten kolonieartig in einem überschwemmten Wald beieinander – ein einzigartiger Anblick in Europa. Am Wasser treffen auch der östliche schwarze und der westliche braune Biber aufeinander, die sogar gemeinsam Familien bilden. Die Dokumentation gibt einmalige Einblicke in die innere Architektur einer Biberburg sowie in die konstante Bautätigkeit der geschickten Nager. Auch ein Wolfsrudel hat sich im Delta der Oder gut eingelebt – auf einem Truppenübungsplatz. Die Wölfe haben sich diesen Ort fernab menschlicher Zivilisation ausgesucht, um ihre Welpen aufzuziehen. Hier konnte der Filmemacher Christian Hauschild erstmals mit der Kamera einfangen, wie ein neuer Rüde die Jungen des Vorgängers adoptiert. Doch nicht jeder ist von der Rückkehr des Wolfes begeistert. Ähnlich steht es um die einst ausgerotteten Wisente: Während sie von der polnischen Bevölkerung behütet werden wie ein Schatz, fühlt man sich auf deutscher Seite oftmals von den Tieren bedroht.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Erfolgreich ohne abzuheben? – Wenn Vögel zu Fuß gehen
Über vierzig Vogel-Arten sind zum Laufen zurückgekehrt – auch wenn sie, wie die Afrikanischen Strauße, noch ansehnliche Federn und Flügel haben. Was hat sie zu diesem Rückschritt bewogen? Oder war der Flugverzicht gar nicht so freiwillig? Sind sie einfach zu schwer geworden, um noch in die Luft zu kommen? Immerhin ist der Strauß mit über zwei Metern Höhe der größte Vogel der Erde, und mit 130 Kilo Gewicht ist jeder Traum vom Fliegen ausgeträumt.

TV-Programm 01.04. - 07.04.2019

Montag, 1. April

3sat, 13.35 Uhr
unterwegs – Kenia
Savanne, Wildtiere und Moderne
In Kenia, dem Land der weiten Savannen und der großen Gastfreundschaft, leben Elefanten, Löwen und Giraffen in freier Wildnis. Andrea Jansen hat dort vielfältige Eindrücke gesammelt. Dabei wurde sie stets mit einem herzlichen „Karibu!“ willkommen geheißen. In Lamu, an der Ostküste Kenias, beginnt ihre Reise. Die Zeit scheint hier zuweilen stehen geblieben, ganz im Gegensatz zu Nairobi, der nächsten Station. Auf das hektische Treiben in der Millionenstadt folgen endlose Weiten in der Masai Mara, dem Endpunkt von Andrea Jansens Reise. Mit dem Masai James erlebt Andrea Jansen die unvergessliche Wildnis Afrikas: Sie beobachtet Giraffen, Nilpferde, Zebras und Elefanten und erlebt sogar eine dramatische Flussüberquerung von Hunderten von Gnus hautnah mit. Ihr großer Wunsch ist es, den König der Löwen endlich einmal in freier Wildbahn zu sehen. Hakuna Matata! – alles kein Problem.

arte, 16.45 Uhr
Pelz
Renaissance der Pelze?
Getarnt als modische Accessoires etwa an Kapuzen und Mützen – sie sind wieder da: Pelze. Und das obwohl die Mehrheit der Deutschen gegen Echtfell ist. 80 Prozent sprechen sich sogar für ein Pelztierfarmverbot aus. Dennoch steigt die Nachfrage seit Jahren an – woran liegt das? Woher ein Pelz stammt, ist für Verbraucher oft schwer zu erkennen, denn die Herkunft muss nicht deklariert werden. Auch bleibt meist unklar, ob es sich um Echtfell oder Kunstpelz handelt. Denn der Unterschied ist nur für Fachleute sofort zu sehen. Gemeinsam mit dem Berliner Modedesigner Marcel Ostertag finden die ARTE-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard heraus, woran man Echtpelz erkennt und warum Kunstpelz eine sinnvolle Alternative sein kann. Außerdem erfahren sie, unter welchen Bedingungen die Tiere gezüchtet werden, welche Rolle der Tierschutz spielt und dass es Unterschiede in der europäischen und asiatischen Pelzproduktion gibt. Die Sendung ist auch online verfügbar von 01/04 bis 30/06 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 2. April

arte, 10.20 Uhr
Wilde Ostsee
Von Estland bis Finnland
Online verfügbar von 20/03 bis 27/03
Die Ostsee ist das jüngste Meer der Erde und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Es scheint so vertraut, bietet aber viele Überraschungen. Finnlands Schärenmeer ist eine Welt aus 80.000 Inseln. In diesem Labyrinth lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große Bären schwimmen im goldenen Licht der weißen Nächte von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat.

arte, 11.05 Uhr
Wilde Ostsee
Von Finnland bis Schweden
Der 1984 eingerichtete Nationalpark Skuleskogen mit einer Gesamtfläche von 2.360 Hektar liegt in einer bergigen, sehr abwechslungsreichen Küstenregion an der Ostsee Mittelschwedens. An Tieren lassen sich im Park Elche, Rehe, Luchse, Bären, Füchse, Dachse sowie einige seltene Vogelarten beobachten. Braunbären streifen durch den Nationalpark Skuleskogen auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen. Zur Sommersonnenwende wandern Lachse die großen Ströme Finnlands empor. Dank strenger Regeln ziehen heute wieder über Hunderttausend der Tiere alljährlich zu den Laichplätzen. Der Tornio ist damit der bedeutendste Lachsfluss der Ostsee. Dem jüngsten Meer der Welt, mit salzigem Wasser im Westen und süßem im Norden. Einem Kind der letzten Eiszeit. Die Sendung ist auch online verfügbar von 21/03 bis 28/03 auf dem Internetportal von ARTE.

Mittwoch, 3. April

arte, 19.40 Uhr
Die neue Lust am Pelz
Wildtiere im Visier
Seit Jahren wird um Pelz erbittert gestritten, jetzt geht der Kampf in eine neue Runde. Der Deutsche Jagdverband will die Felle von gejagten Wildtieren zunehmend nutzen und vermarkten. Ein ökologischer Ansatz – oder nur ein weiterer Versuch, die Jagd zu rechtfertigen und der Pelzindustrie wieder zu einem besseren Image zu verhelfen? 7.000 Füchsen, Mardern und Waschbären hat Frederik Daniels das Fell im letzten Jahr über die Ohren gezogen. Daniels leitet die deutschlandweit bisher einzige Tier-Abgabestation in Raststatt in Baden-Württemberg und ist einer von vorerst zwei Mitarbeitern des Pilotprojekts „Fellwechsel“. Mit dem Projekt will der Deutsche Jagdverband etwas für sein Image tun. Das Argument der Jäger: Wildtiere wie Füchse müssen ohnehin zur Waldpflege geschossen werden. Nun sollen zumindest die Felle nicht mehr entsorgt, sondern weiterverarbeitet und verkauft werden. „Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern vermindert auch Billigimporte aus Fernost und grausame Zuchthaltung“, so Daniels. Das sieht Revierförster Mario Natale aus Saarlouis im Saarland anders. Natale war früher selbst einmal Jäger und ist heute erbitterter Gegner der Jagd. Natale befürchtet, dass die Jagd auf Füchse weiter intensiviert werden könnte. „Ich verstehe, dass Menschen sich gern mit diesem schönen Tier schmücken wollen, doch mir ist ein Fuchs, der sich bewegt, lieber als ein toter Fuchs.“ Mario Natale hält den Jägern Zahlen entgegen: Im letzten Jagdjahr wurden mehr als 400.000 Füchse von Jägern erlegt. Wenn man nun aktuell rund 7.000 Felle nutzt, sei das verschwindend gering. Auch Krankheiten wie die Räude oder der Fuchsbandwurm ließen sich, anders als von Jägern oft behauptet, durch die Jagd nicht verhindern. Vom Nachbarland Luxemburg fühlt sich Natale bestätigt. Dort hat man die Fuchsjagd bereits 2015 abgeschafft.

3sat, 23.50 Uhr
Die Hüter vom Krüger Nationalpark
Die Reportage begleitet Ranger Nethengwe, Tierarzt Peter Buss und den Zoologen Antoine Marchal auf ihren Streifzügen – bei der Betäubung eines Elefanten für den Tuberkulose-Check, bei der Jagd nach Wilderern und bei der Beobachtung des Familienlebens der Wildhunde. Rendani Nethengwe hält eine blutige Patrone in seiner Hand, der Ranger hat sie eben aus dem leblosen Elefantenkörper herausgeschnitten. „Es ist traurig“, sagt er. „Wilderer zerstören die Zukunft unseres Landes – die Tiere sind unser Kapital, sie bringen Touristen und damit Geld ins Land.“ Nethengwe ist einer der erfahrensten Ranger im südafrikanischen Kruger-Nationalpark und für den Schutz der Tiere in jeder Hinsicht verantwortlich: Mal ist er im Kampf gegen die Wilderer im Einsatz – mal mit dem Tierarzt Peter Buss unterwegs. Und der ist zurzeit sehr besorgt um die Elefanten im Park. Denn vor kurzem hat er ein totes Tier untersucht und in den Blutproben den menschlichen Tuberkulose-Erreger entdeckt. „Das könnte eine große Bedrohung unserer Elefanten sein“, sagt er. Regelmäßig nimmt er nun Blutproben der Tiere. Zu den seltensten Tieren im Krugerpark aber gehören die Wildhunde. Und hier gibt es eine gute Nachricht. „Wir haben jetzt wieder eine richtig große Gruppe hier im Park“, sagt Antoine Marchal. Antoine Marchal ist Zoologe, aus vielen Einzeltieren hat er eine neue Gruppe zusammengestellt. Normalerweise funktioniert das nicht. Es könnte in einem blutigen Gemetzel enden – oder eben doch als glückliche Familie. Überleben jedenfalls können Wildhunde nur in großen Jagdgemeinschaften. Es ist ein Experiment um die selten gewordenen Tiere vor dem Aussterben zur retten. Die Reportage begleitet Ranger Nethengwe, Tierarzt Peter Buss und den Zoologen Antoine Marchal auf ihren Streifzügen – bei der Betäubung eines Elefanten für den Tuberkulose-Check, bei der Jagd nach Wilderern und bei der Beobachtung des Familienlebens der Wildhunde.

Donnerstag, 4. April

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere bauen
Viele Tiere sind als Baumeister nicht weniger geschickt als der Mensch. Tierbauten sind meistens einfach, aber immer genial durchdacht. Sie geben interessante Einblicke in die Lebensweise und das Verhalten der Baumeister. Das Faszinierende bei allen Tierbauten ist, dass sie grundsätzlich aus Naturmaterialen gebaut werden. Und während der Menschen sein Revier gern für sich allein hat, ist es im Tierreich völlig normal, dass – oftmals viele verschiedene – andere Tiere einen Bau nutzen oder als Nachnutzer einziehen.

3sat, 14.05 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich herausputzen
Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich nie die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens sehr viel Zeit auf ihr Äußeres. Sie kratzen, lecken und pudern sich, sie kämmen ihre Federn, nehmen Schlammbäder oder halten sich eine Putzhilfe. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen, oder kann für die Beziehung nützlich sein.

3sat, 14.50 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen
„Bloß nicht auffallen!“, lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Lauf ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten an sie an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab. Manche Tiere benutzen dabei das Tarnen und Täuschen als List, um sich vor potenziellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen, andere verwenden diese Mittel, um sich auf der Jagd nach Beute eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen.

3sat, 15.30 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere kommunizieren
Tiere mögen zwar keine Sprache haben, die unserer menschlichen ähnlich ist, trotzdem kommunizieren sie. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Lebewesen – oft einfach, aber effektiv. Wenn man einen Hirsch röhren hört, wenn ein Hund gegen den Zaunpfahl pinkelt, markiert er sein Revier. Tiere teilen sich auch mit, wo es etwas zu Essen gibt, dass sie paarungsbereit sind oder dass Gefahr droht.

3sat, 16.15 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere durchhalten
Eine der bemerkenswertesten Erscheinungen in der Tierwelt ist der extreme Tiefschlaf. Unter außergewöhnlichen Bedingungen können sich manche Tiere in todesähnliche Zustände versetzen. Andere verbringen die kalte Jahreszeit mit einem monatelangen Winterschlaf. Es gibt sogar Lebewesen, die sich nahezu selbst einfrieren können, sie benutzen dazu ein körpereigenes „Frostschutzmittel“, das ihre Zellen intakt hält. Der Film zeigt jedoch auch, dass bei aller Anpassungsfähigkeit an außergewöhnliche Umweltbedingungen diese Überlebenstechniken nicht ohne Risiken sind.

3sat, 17.00 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere schlafen
Der Schlaf bei Tieren ist bislang noch weitgehend unerforscht. Die Bandbreite ist riesig: Zwar schlafen alle Lebewesen, aber manche nur für ein paar Sekunden am Stück. Andere wiederum schlafen fast 90 Prozent ihres Lebens. Ein Film über ungewöhnliche Arten des Schlafs.

3sat, 17.45 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie erfinderisch Tiere sind
Obwohl noch viele Geheimnisse entschlüsselt werden müssen, entwickelt sich die Wissenschaft der Übernahme ausgeklügelter Muster der Natur rasant weiter.

3sat, 20.15 Uhr
Rechte der Tiere
Tiere treibt mehr an als der bloße Fortpflanzungs- und Überlebenstrieb: Zahlreiche Studien belegen, dass viele Tiere ein Bewusstsein haben, dass sie leidens- und schmerzfähig sind. Haustierbesitzer wissen intuitiv, dass Hund und Katze Gefühle haben. Und die Wissenschaft kann Emotionen inzwischen bei vielen Tieren nachweisen – vom Ferkel bis zur Honigbiene. Umso dringender ist die Frage, welche Rechte der Mensch den Tieren zubilligt. Tierliebe wird bei uns groß geschrieben – in deutschen Haushalten leben rund 14 Millionen Katzen und fast zehn Millionen Hunde. Jeder empört sich über Tierquälerei, Tierversuche und die Massentierhaltung. Doch Tiere werden weiterhin entweder wie lebloser Besitz behandelt oder leiden unter Wohlstandsverwahrlosung, wenn sie wie Menschen gekleidet, frisiert, fettreich gefüttert und in Puppenwagen spazieren gefahren werden. Im Jahr 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel im deutschen Grundgesetz verankert. Doch noch immer ist die Ferkelkastration ohne Betäubung erlaubt. Die Schweiz trägt in ihrer Bundesverfassung immerhin der „Würde der Kreatur“ Rechnung, was Tiere nicht nur vor Schmerzen, Leiden, Schäden und Ängsten schützen soll, sondern ihnen einen grundsätzlichen Schutzanspruch vor Erniedrigung oder übermäßiger Instrumentalisierung garantiert. Die Wissenschaftsdokumentation „Recht der Tiere“ untersucht, wie Tierwohl und artgerechte Haltung im Spannungsverhältnis von Verhaltensbiologie und wirtschaftlichen Interessen immer wieder neu definiert werden.

3sat, 21.00 Uhr
scobel – Rechte der Tiere
Menschen behandeln Tiere unterschiedlich. Manche werden gehegt und gepflegt, andere gemästet und getötet. Gert Scobel diskutiert mit Gästen den widersprüchlichen Umgang mit Tieren. Ist es die fehlende Bindung zu den Nutztieren, die Rechte von Tieren in einem anderen Licht erscheinen lassen? Lassen sich die gegensätzlichen Einstellungen des Menschen im Umgang mit Tieren verändern? Und wie können Tiere vor Misshandlungen geschützt werden? Das deutsche Tierschutzgesetz aus dem Jahr 1972 soll dafür sorgen, dass sowohl das Leben als auch das Wohlbefinden der Tiere geschützt wird. „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“, lautet der Grundsatz des Gesetzes. Tierwohl und Tierethik spiegeln das Verhältnis des Menschen zu Tieren. Schon der Wolf hatte eine enge Beziehung zum Menschen. Aus seiner Domestizierung entwickelten sich mehr als dreißig Hundearten. Forscher fanden in Belgien einen Hundeschädel, den sie auf über 36.000 Jahre datierten. Damit ist der Hund das älteste Haustier des Menschen. Heute gibt es fast zehn Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Die Zahl der Katzen beträgt fast 14 Millionen, dafür leben sie aber erst seit 9500 Jahren in der unmittelbaren Umgebung des Menschen. Haustiere wie Hunde und Katzen werden in der Regel geachtet und versorgt. Sie können Glücksgefühle auslösen und haben einen positiven Effekt auf die körperliche Gesundheit der Tierliebhaber.

Freitag, 5. April

arte, 11.30 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich Autos und Spaziergängern ungewöhnlich dicht annäherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schief laufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

Samstag, 6. April

hr-fernsehen, 18.45 Uhr
Erlebnis Hessen: Angebissen
Jens Kölker und die Fischer vom Edersee
Angeln hat sich vom Altherrensport zu einer Trendaktivität entwickelt. Angeln und Fischen boomen, auch in Hessen. Angler geben Unsummen aus für ihr Hobby. Jens Kölker, vom Angeln keine Ahnung, will der Sache auf den Grund gehen. Was ist das Faszinierende am Angelsport, worum geht es den Anglern: Jagdtrieb? Lust auf den größten Fang? Geselligkeit im Verein? Ruhe in der Natur? Kölker macht sich auf zum Edersee, Deutschlands Raubfischangelparadies. Also: Angel rein, der Spaß beginnt? Von wegen. Seine erste Lektion: Ohne Angelschein läuft in deutschen Gewässern gar nichts. Mit Dimitri Schill geht es raus auf dem Edersee. Schill hat seine Passion zum Beruf gemacht, er hilft Anglern in schwierigen Gewässern, ihren „Traumfisch“ zu fangen. Auch wenn jede Menge Technik mit an Bord ist, Geduld und Durchhaltevermögen sind oberstes Gebot, und am Ende – entscheidet der Fisch. Das weiß auch Jonas Kauppert, der seit Jahren als Fliegenfischer unterhalb des Edersees unterwegs ist. Von ihm lernt Jens Kölker, dass zum Angeln viel mehr gehört, als einen Fisch zu fangen. Gewässerkunde, Umwelt- und Tierschutz, auch das Binden der Köderfliegen, die richtige Technik beim Werfen – eine Wissenschaft für sich. Die zeigen die echten Profis bei den hessischen Meisterschaften im „Casting“, also dem gezielten Werfen des Köders an der Angelschnur – ein Präzisionssport. Ob die Petri-Jünger Jens Kölker für ihr Hobby begeistern können? Angebissen hat er zumindest.

GEO Television, 19.25 Uhr
Wildes Deutschland – Der Schwarzwald
Die Dokumentation stellt Deutschlands berühmtestes Mittelgebirge vor, den Schwarzwald. Beherrscht werden die Wälder im Südwesten der Bundesrepublik von der Weißtanne. Habicht und Eichhörnchen leben in den dunklen Wäldern, heimlich kehren auch Luchs und Wildkatze dorthin zurück, und Auerhähne kämpfen ums Überleben.

Sonntag, 7. April

3sat-Thementag „Wilde Wälder“

3sat, 6.15 Uhr
Der Kobold und der Förstersmann
Auf der Suche nach dem Siebenschläfer
Martin Schmid ist Forstingenieur in Mecklenburg. Sein Ziel ist es, diesen Lebensraum wieder naturnah zu gestalten. Im Sternberger Seenland stößt er auf Spuren eines Siebenschläfers. Diese scheuen Tiere gelten in der Gegend als extrem selten. Martin Schmid begibt sich auf Spurensuche. In einem uralten Wald auf der Insel Oie stößt er auf eine Kolonie von über 400 Tieren. Es entstehen faszinierende Fotos der nachtaktiven Tiere. Zurück auf dem Festland setzt Martin Schmid seine Erfahrungen bei der Beobachtung der „nächtlichen Kobolde“ nun auch in den heimischen Wäldern fort. Seine Hoffnung sind die Waldbesitzer. Ihnen will er bewusst machen, dass nur die naturnahen Wälder genügend Schutz für viele Tierarten, darunter auch den Siebenschläfer, bieten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

3sat, 6.45 Uhr
Der alte Förster und das wilde Borstenvieh
Der Film erzählt die Geschichte von Hans Jalaß, einem alten Förster, zu dem ein Rudel Wildschweine Vertrauen gefasst hat. Jalaß kommuniziert mit den Tieren. Er darf sie sogar streicheln. „In manchen Momenten waren die Wildschweine fast meine Familie“, sagt Hans Jalaß. Seit fast 20 Jahren besucht der Mann mit dem Filzhut auf dem Kopf „seine“ Wildschweinrotte. Insgesamt 40 Jahre lang hat Hans Jalaß als Förster gearbeitet. Mühselig gewöhnte er die Wildschweine an sich. Inzwischen wissen die Tiere genau, wann er kommt, und warten auf ihn. An manchen Tagen lassen sie sich sogar kraulen. Wenn sich Jalaß heute seine unzähligen Aufnahmen der Tiere anschaut, ist er erstaunt über sein inniges Verhältnis zu ihnen – und über die vielen komischen Situationen, die er schon mit den Schweinen erlebt hat. Nur noch selten geht Jalaß inzwischen auf die Jagd. Lieber zieht er mit der Kamera los und versucht, schöne Tierfotos zu „schießen“, im Wald und in den Elbtalauen, die auch bei ihm in der Nähe liegen. Vor einigen Jahren siedelte sich auch der Wolf in seiner Gegend an. Immer wieder gelingt es Jalaß, sich leise anzupirschen und wundervolle Bilder von den Tieren einzufangen. Seine schönstes zeigt einen Wolf zwischen zwei Hirschen. Dieser Moment hat Jalaß tief berührt. Wenn er jetzt mit anderen Jägern zusammensitzt und sie über den Wolf diskutieren, ist er oft allein mit seiner Meinung: Jalaß begrüßt ausdrücklich die Rückkehr des Wolfes in Deutschland. Für ihn als Jäger sind die Tiere keine Konkurrenz, sondern Zeichen einer intakten Natur. In Vorträgen versucht er, die Menschen davon zu überzeugen, dass der Wolf keine Bestie ist. Bei einem Treffen mit der österreichischen Wolfsforscherin Gudrun Pflüger zeigt der 72-Jährige ihr seine ungewöhnlichsten Aufnahmen: Wölfe, die wie Hunde bellen. Auch die Forscherin ist beeindruckt. Doch für sie besteht keinerlei Grund zur Sorge, ein vollkommen normales Verhalten des Wolfes.

3sat, 8.45 Uhr
Andreas Kieling: Mitten im wilden Deutschland
Wildnis Harz
In dieser Folge der Entdeckungsreise entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze steht der Harz im Mittelpunkt. Mit dem Brocken ist der Harz das höchste Gebirge Norddeutschlands. In den urwüchsigen Wäldern im ehemaligen Grenzgebiet gibt es einen heimlichen Herrscher – den Luchs. Die elegante und scheue Katze ist dort seit der Jahrtausendwende wieder heimisch. Ihr Überleben und das einiger anderer seltener Harzbewohner ist eng mit der Geschichte des Eisernen Vorhangs verknüpft. Die Naturschutzgebiete der ehemaligen Grenzregion liefern ihnen die nötigen Rückzugsräume, und seit es die Grenze nicht mehr gibt, haben sie auch …

3sat, 7.10 Uhr
Der Bärenmann
Reno Sommerhalders Leben unter Bären
Seit dreißig Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst – gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz – vor allem das Tessin – durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains – und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als „Ersatzmutter“ für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären in dem Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor – und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen – und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.

3sat, 8.45 Uhr
Andreas Kieling: Mitten im wilden Deutschland
Wildnis Harz
In dieser Folge der Entdeckungsreise entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze steht der Harz im Mittelpunkt. Mit dem Brocken ist der Harz das höchste Gebirge Norddeutschlands. In den urwüchsigen Wäldern im ehemaligen Grenzgebiet gibt es einen heimlichen Herrscher – den Luchs. Die elegante und scheue Katze ist dort seit der Jahrtausendwende wieder heimisch. Ihr Überleben und das einiger anderer seltener Harzbewohner ist eng mit der Geschichte des Eisernen Vorhangs verknüpft. Die Naturschutzgebiete der ehemaligen Grenzregion liefern ihnen die nötigen Rückzugsräume, und seit es die Grenze nicht mehr gibt, haben sie auch ausreichend Bewegungsfreiheit.

3sat, 9.30 Uhr
Wilde Heide
Leben in Rostocks Urwald
Die Rostocker Heide ist das größte geschlossene Waldgebiet an der deutschen Ostseeküste. Seit 1252 ist sie in städtischem Besitz und umfasst gut 6.000 Hektar Fläche. Forstamtsleiter Jörg Harmuth hat sich zur Aufgabe gemacht, sie in ihrer natürlichen Vielfalt zu erhalten: vom Naturstrand über Moorgebiete bis hin zu Urwaldzonen. Und er liebt seinen Job. Der Film begleitet Harmuth in seinem Revier bei einem spannenden Projekt. Erstmals sollen – gemeinsam mit Forschern der Uni Rostock – Wildschweine mit GPS-Sendern versehen werden, um herauszufinden, auf welchen Routen sie sich bewegen und ob sie die Wildruhezonen annehmen. Dazu …

3sat, 10.00 Uhr
Urwald der Alpen – Wildnisgebiet Dürrenstein
Seit 2017 ist das Wildnisgebiet Dürrenstein in den Ybbstaler Alpen Österreichs erstes UNESCO-Weltnaturerbe. Eine Landschaft mit dem größten Urwaldrest des Alpenbogens. Im Urwald Rothwald leben und gedeihen Fauna und Flora weitestgehend ohne menschlichen Eingriff. Der Film zeigt die Schönheit dieses Gebietes im südwestlichen Niederösterreich. Bereits seit 2009 läuft ein Projekt zur Wiederansiedelung einer speziellen Eulenart: Der Habichtskauz galt infolge stark veränderter Lebensbedingungen und gezielter Verfolgung in Österreich bereits als ausgestorben. Bisher wurden 70 Tiere ins Wildnisgebiet Dürrenstein und das umgebende Natura-2000-Gebiet Ötscher-Dürrenstein gebracht und freigelassen. Die Käuze sind mit einem Sender ausgestattet – so können ihre Reviere beziehungsweise Streifgebiete erfasst und ihr langfristiges Verhalten analysiert werden. Geforscht wird im Wildnisgebiet auch über den Borkenkäfer. Er ist in der ökonomisch orientierten Forstwirtschaft als bedeutender Schädling gefürchtet und wird deshalb mit großem Aufwand bekämpft. Im Wildnisgebiet hingegen ist er Partner und natürlicher Teil des Ökosystems. Der Käfer trägt hier unter anderem maßgeblich zur beschleunigten Umwandlung der sekundären Fichtenbestände in standorttypische Mischbestände bei. Außerdem wird auch dokumentiert, wie behutsame, zeitlich und räumlich klar definierte Management-Maßnahmen den ursprünglichen, natürlichen Bestand der Waldflächen langfristig schützen und fördern.

3sat, 11.10 Uhr
Wildes Bayern: Der Nationalpark Bayerischer Wald
1990 begann eine starke Borkenkäfer-Vermehrung im Nationalpark Bayerischer Wald. Mehrere Tausend Hektar alter Fichtenbestände wurden vernichtet. Eine Bekämpfung wurde unterlassen. Bald begann ein neuer, gesünderer Wald heranzuwachsen – ein neuer Urwald, der auch viele neue Tier- und Pflanzenarten anzog. Selbst Luchs und Fischotter sind zurückgekehrt. Der Film stellt diesen größten deutschen Waldnationalpark im Lauf der Jahreszeiten vor. Sein schönstes Kleid trägt der junge Wald wohl im Herbst. Es ist eine Symphonie der Farben, die die Hänge überzieht. In manchen Jahren kann man das Röhren der Hirsche bis Ende Oktober hören. …

3sat, 11.55 Uhr
Die Rückkehr der Wildnis
Reno Sommerhalders Suche nach der intakten Natur
Die Schweiz ist ein übernutztes Land. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz. Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis. Tiere, die längst ausgerottet waren, kehren zurück: Bär, Wolf, Bartgeier – und vielleicht sogar bald der Wisent. Der Film stellt Menschen vor, die sich für eine intakte Natur einsetzen. Ein beglückender Moment für Reno Sommerhalder: In seiner kanadischen Wahlheimat Banff werden Bisons ausgewildert – 130 Jahre, nachdem sie dort ausgemerzt worden waren. Vielleicht wird auch im Solothurner Jura der Europäische Bison, der Wisent, erneut heimisch. Es gibt Pläne, das archaische Tier zurück in den Jurawald zu bringen. Dazu reist Reno Sommerhalder in den Osten Polens, nach Bialowieza, wo 1952 die ersten Zoo-Wisente in die freie Wildbahn entlassen worden sind und mittlerweile wieder 1000 der mächtigen Tiere, meist gut versteckt, im größten Urwald Europas leben. Für den lokalen Naturtourismus sind sie inzwischen zu einer treibenden Kraft geworden. 2016 kehrte erstmals ein Bär ins Innerste der Schweiz, in den Kanton Uri, zurück – fast 200 Jahre, nachdem er dort ausgerottet worden war. Es wurde ein turbulentes Jahr für Wildhüter Fredy Arnold: Wie wird sich das Großraubtier verhalten? Beträchtlich war die Skepsis in der Bevölkerung, bis sich herausstellte, dass das junge Bärenmännchen sehr scheu ist, fast unsichtbar, keinen Kontakt wünscht zum Menschen. Der Wald wächst in der Schweiz jährlich um eine Fläche, die 8500 Fußballplätzen entspricht. Der Tessiner Forstingenieur Roberto Buffi hat schon vor Jahrzehnten für einen „wilden Wald“ gekämpft, hat mehrere Waldreservate im Tessin mit gegründet, in denen das Gehölz sich selbst überlassen bleibt, wodurch ein langsam heranwachsender Urwald entsteht. Der heutige Mensch, vor allem der urbane, sieht die Wildnis oft als Sehnsuchtsort – und doch weckt die wilde Natur im Menschen auch Unbehagen, ja Furcht. „Es ist die Angst vor dem Irrationalen, dem Unkontrollierbaren“, sagt Buffi.

3sat, 13.30 Uhr
Roseggers Waldheimat – Ein Jahr im Zauberwald
Im Winter eine Märchenlandschaft, im Sommer eine Region, um Geist und Seele zu erfrischen: So hat der Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918) seine „Waldheimat“ in seinen Werken verewigt. Die steirische Region in den Fischbacher Alpen, die Rosegger beschrieb, zählt noch heute zu den waldreichsten Gebieten Österreichs. Hier, inmitten unberührter Natur und großen Tierreichtums, führt der Film durch alle vier Jahreszeiten.

3sat, 14.20 Uhr
Europa ungezähmt
Die großen Wälder
Im zweiten Teil der Reihe geht es um die großen Wälder Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung Europäischer Bisons in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt.

3sat, 19.30 Uhr
Der Schwarzwald
Wildnis mit Aussicht
Atemberaubende Landschaften, jahrhundertealte Traditionen und eine reiche Tierwelt: Der Schwarzwald, das höchste Mittelgebirge Deutschlands, hat weit mehr zu bieten als Kuckucksuhren. Er ist ein Naturidyll im Herzen Europas. In stimmungsvollen Bildern porträtiert die Dokumentation die reiche Welt des Schwarzwalds, in dem viele Menschen einen Weg gefunden haben, Tradition und Moderne, Natur und Kultur harmonisch zu verbinden.

TV-Programm 08.04. - 14.04.2019

Montag, 8. April

ARD-alpha, 10.00 Uhr
Ich mach’s!
Büchsenmacher/-in
Ob Jäger, Sportschütze oder Biathlet – sie alle sind auf die präzise Arbeit von Büchsenmachern angewiesen. In aufwendiger Handarbeit bauen sie Gewehre und Pistolen, sind Schlosser, Schreiner, Kunsthandwerker in einem – und sorgen dafür, dass der Jäger seinen Rehbraten und der Biathlet die Goldmedaille bekommt.

3sat, 12.45 Uhr
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Vlkolínec, Slowakische Republik Holzdorf im Wolfsland
Zwischen Himmel und Erde, zwischen Niederer und Hoher Tatra liegt das Dorf Vlkolinec in der östlichen Slowakei. Nachts, so erzählen die Alten aus Erfahrung und die Kinder voller Respekt, höre man die Wölfe heulen. Die Gegend ist eine der wenigen in Europa, wo tatsächlich noch Bären und Wölfe hausen. Die wilden Jäger haben dem Ort schließlich seinen Namen gegeben – Wolfsdorf. Auf einem Hochplateau vor der grandiosen Kulisse des Bergkegels Sidorovo gelegen, hat sich Vlkolinec seit Jahrhunderten vom Weltgeschehen ferngehalten. Keine Straße, kein Strom, kein Wassernetz, keine Revolutionen haben bis vor kurzem den Charakter der Siedlung tangiert und die Enklave aus ihrem mittelalterlichen Kulturschlaf geweckt. So konnte sich die einmalige Architektur des Ortes bewahren, eine Wohn- und Arbeitswelt ganz aus Holz geschnitzt, ein geschlossenes Ensemble aus rund 50 Bauten, geduckt und bunt bemalt – einmalig in Mitteleuropa. In Vlkolinec leben heute noch 35 Bewohner. Viele sind um die achtzig Jahre alt und leben hier ein Leben im Einklang mit der Natur. Tiere, Pflanzen und Menschen in einer Symbiose – 800 Meter über dem Meer.

Phoenix, 20.15 Uhr
Das Gesetz der Löwen (1/3)
Feindesland
Einst streiften Abertausende Löwen durch die Savannen von ganz Afrika, mächtige Rudel herrschten Seite an Seite. Und noch immer gibt es solche Gegenden, wo die Natur mit all ihrer Gewalt regiert. Die dreiteilige Reihe, die sechs Jahre lang gedreht wurde, führt nach Tansania und erzählt die Saga dreier Löwenrudel.

Phoenix, 22.30 Uhr
Die Hüter vom Krüger-Nationalpark
Rendani Nethengwe ist einer der erfahrensten Ranger im südafrikanischen Krüger Nationalpark und für den Schutz der Tiere in jeder Hinsicht verantwortlich. Er hält eine blutige Patrone in seiner Hand, die er gerade aus dem leblosen Elefantenkörper herausgeschnitten hat. „Es ist traurig. Wilderer zerstören die Zukunft unseres Landes. Die Tiere sind unser Kapital, sie bringen Touristen und damit Geld ins Land“, sagt er. Nethengwe ist mal im Kampf gegen die Wilderer im Einsatz, mal mit dem Tierarzt Peter Buss unterwegs. Und der ist sehr besorgt um die Elefanten im Park. Denn er hat in den Blutproben eines toten Tieres den menschlichen Tuberkuloseerreger entdeckt. Das könnte eine große Bedrohung für die Elefanten sein. Er nimmt nun regelmäßig Blutproben von den Tieren. Zu den seltensten Tieren im Krüger Nationalpark aber gehören die Wildhunde. Eine gute Nachricht, mittlerweile gibt es wieder eine richtig große Gruppe dort. Antoine Marchal ist Zoologe und hat aus vielen Einzelgängertieren eine neue Gruppe zusammengestellt. Normalerweise funktioniert diese Zusammenführung nicht, könnte in einem Gemetzel enden, nun aber doch als glückliche Familie. Überleben jedenfalls können Wildhunde nur in großen Jagdgemeinschaften. Es ist ein Experiment, um die selten gewordenen Tiere vor dem Aussterben zu retten.

Dienstag, 9. April

ARD-alpha, 20.15 Uhr
Himba, Buschmänner und Löwen
Wildnis- und Kulturmarketing in Namibia
Werner Zips geht in seiner Dokumentation einem internationalen Trend in der Kulturvermarktung auf den Grund: vor allem bei indigenen Völkern wie den San in Namibia werden die lebendigen Kulturen zunehmend zu musealen Einheiten umorganisiert, die sich selbst vermarkten (sollen). Zips fragt nach, inwieweit diese Vermarktung selbstbestimmt und auf eigene Rechnung geschieht und wie sich das Leben in einem „Kulturdorf“ anfühlt. Handelt es sich bei dieser Form der kommerziellen Verwertung von ethnischer Geschichte um eine Chance, unter Beibehaltung der eigenen Traditionen zu überleben oder führt die gezielte Selbstdarstellung bei den Betroffenen zu einem fortschreitenden Identitätsverlust und dem Gefühl der kulturellen Prostitution?

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Erlebnis Hessen: Im wilden Rheingauer Wald
Der Rheingauer Hinterlandswald ist Hessens größtes zusammenhängendes Waldgebiet. Sicherlich auch eines der schönsten und ursprünglichsten, denn die steilen, schroffen Felsen sind nur schwer zu bewirtschaften, und Spaziergängern begegnet man nur selten. Die Wildkatze lebt hier, und den Luchs wollen einige auch schon gesehen haben: Vierzig Prozent der Fläche stehen inzwischen unter Schutz. Harald Löschner weiß genau, wo man am besten Rehe und Hirsche, Wildschweine oder auch die scheuen Mufflons sehen kann. Er ist ganz in der Nähe aufgewachsen, hat sich immer gewünscht, hier Förster zu werden.

Mittwoch, 10. April

3sat, 17.00 Uhr
Elstners Reisen
Die Retter der Elefanten
Sri Lanka, die Inselrepublik am südlichen Zipfel von Indien, hat die höchste Elefantendichte der Welt: 6000 wilde „graue Riesen“ leben auf der Insel im Indischen Ozean. Hinzu kommen über 150 gezähmte Elefanten, die für schwere Forstarbeiten, als Touristenattraktion oder für buddhistische Prozessionen eingesetzt werden. Wie gehen die Menschen mit den Elefanten um? Welche Probleme gibt es, und wie versuchen sie, diese zu lösen? Über 2000 Kilometer fuhr das Kamerateam um Frank Elstner in Geländewagen, typischen einheimischen Bussen, Booten und sogar einem Tuktuk quer über die Insel. Das Team hat Menschen getroffen, die ihr Leben der Rettung von Elefanten widmen, aber auch solche, die durch Angriffe von Elefanten ein Familienmitglied verloren haben. Frank Elstner wirft einen Blick hinter die Kulissen der oft kritisierten touristischen Elefantenangebote und entdeckt in einem Nationalpark ein neugeborenes Elefantenbaby in freier Natur. Außerdem besucht er die Auffangstation im Udawalawe-Nationalpark. Hier leben über 50 Elefantenkälber, die liebevoll aufgezogen werden. Viele sind Unfallopfer oder haben Schusswunden, weil Bauern sie von ihren Feldern vertreiben wollten. Vier davon können jetzt wieder ausgewildert werden.

rbb Fernsehen, 21.15 Uhr
Wenn der Wolf zum Problem wird
Wie funktioniert Brandenburgs Wolfsverordnung?
Der Film beschäftigt sich mit den Konflikten, die entstehen, wenn ein Wolf in eine Stadt kommt. Gezeigt werden auch die Sorgen und Hoffnungen eines Schäfers inmitten mehrerer Wolfsreviere. Geklärt wird die Rolle von Wolfs-Mischlingen. Dabei wird auch hinterfragt, welche konkreten Lösungen die Wolfsverordnung bieten kann. Seit Anfang 2018 gilt in Brandenburg eine Wolfsverordnung. Darin ist der Umgang mit „verhaltensauffälligen Wölfen“ geregelt. Gemeint sind Tiere, die sich Menschen auf ungewöhnliche Art und Weise nähern. Wölfe, die wiederholt Nutztiere reißen, obwohl diese den Vorschriften entsprechend geschützt wurden. Und Wolfshybriden, Mischlinge aus einer Paarung von Hund und Wolf. Doch was sich in der Theorie eindeutig definieren lässt, ist in der Praxis komplizierter. Sind die vermeintlich problematischen Tiere wirklich „verhaltensauffällig“ oder werden sie von uns Menschen dazu gemacht?

Donnerstag, 11. April

Animal Planet, 17.05 Uhr
Das große Hunde-ABC: Best of
Der Hund ist der beste Freund und Begleiter des Menschen. Mit 800 verschiedenen Hunderassen weltweit treten auch unterschiedliche Eigenschaften und Verhaltensweisen zutage. Welcher Windhund kann 50 Kilometer ohne Unterbrechung zurücklegen? Welche Rasse ist die kleinste der Welt? Und warum ist der Golden Retriever der perfekte Familienhund? Das große Hunde-ABC zeigt die erstaunlichsten Vierbeiner dieser Erde und ihre Beziehung zum Menschen. Hunde-Experten, Tierfreunde sowie Veterinäre liefern spannende Fakten und kuriose Einblicke in die Welt der Hunde.

Freitag, 12. April

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Kanadas wilder Westen
Die Reisemöglichkeiten in der westlichen Provinz Kanadas sind fast so unendlich wie die Weite ihrer Wälder und die Anzahl der schneebedeckten Berggipfel. Naturfreunde kommen in British Colombia voll auf ihre Kosten. Filmautor Gerhard Amm erlebt Vancouver Island mit seiner wilden Westküste: Von Telegraph Cove geht es hinaus in die Johnstone Strait zum Whale Watching. In Campbell River startet Amm anschließend mit dem Buschflieger zur Knight Inlet Lodge. In dem Bärencamp hat er beste Voraussetzungen zur Beobachtung der mächtigen Grizzlys. Von Port Hardy geht es nach Bella Coola, einer Siedlung an dem gleichnamigen Fluss.

Samstag, 13. April

Das Erste (ARD), 11.30 Uhr
Quarks im Ersten
Hilfe! Die Wölfe kommen – müssen wir uns fürchten?
Seit zwanzig Jahren leben wieder Wölfe in Deutschland. Sehr bald werden sich die ersten von ihnen wieder in NRW ansiedeln. Zuerst eroberten die aus Osteuropa kommenden Jäger ihre Lebensräume in den östlichen Bundesländern. 2011 kamen sie nach Niedersachsen und jetzt leben dort schon 14 Wolfsrudel. Da ein Rudel ein Territorium von 250 bis 300 Quadratkilometern benötigt und sich junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium nur mehr nach Westen ausbreiten können, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das erste Wolfsrudel im Sauerland oder in Ostwestfalen ansiedelt.

Sonntag, 14. April

Das Erste (ARD), 8.05 Uhr
Tiere bis unters Dach
Der Wolf kommt
Kinder- und Familienserie
Niemand glaubt Außenseiter Paul, dass er im Wald einen echten Wolf gesehen hat – niemand bis auf Greta. Das in Deutschland ausgestorbene Raubtier ist tatsächlich in den Schwarzwald zurückgekehrt. Und Annettes Sorge um ihre Kinder auf dem einsamen Schulweg erweist sich als berechtigt: Als Lilie ihrem Hund Brezel in den Wald nachrennt, steht sie dem Graupelz plötzlich Auge in Auge gegenüber. Als Lilie nicht nach Hause zurückkehrt, machen sich die besorgten Eltern auf die Suche. Zur gleichen Zeit streifen Greta und Paul durchs Unterholz – um den Wolf vor einem unbekannten Jäger zu retten …