JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2019.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 20.05. - 26.05.2019

Montag, 20. Mai

3sat, 21.05 Uhr
NETZ NATUR
Die Naturreportage aus der Schweiz
Was tun mit fremden Arten?
Der globale Handel, grenzenlose Reisetätigkeit und unbedachte Aussetzungsaktionen bringen neue Arten von Pflanzen und Tieren in die Schweiz. Das bereitet Sorgen. Wie geht der Mensch mit den neuen Arten um? Weshalb lösen sie Kontroversen, Ablehnung und Angst aus und wie sinnvoll ist ihre Bekämpfung?

Dienstag, 21. Mai

3sat, 13.20 Uhr
Die „Roten“ der Rhön
Der elegante Segler am Himmel weiß es nicht, aber da unten am Boden verfolgen sie jeden seiner Flüge über der hügeligen, weiten Landschaft der Rhön. Hier lebt eine der größten Rotmilan-Populationen Europas, nirgendwo in der Welt kommen Rotmilane häufiger vor als in Deutschland. Mit einem faszinierenden Greifvogel-Projekt im UNESCO-Biosphärenreservat werden sie beringt, beobachtet und ihre Bestände kartiert. Damit sollen Folgen der Umweltentwicklung für die markanten rostroten Greife erforscht werden. Die ersten Erkenntnisse zeigen – Deutschlands heimlicher Wappenvogel wird zunehmend Opfer der heutigen Landwirtschaft, und er ist ein Beispiel für den Konflikt zwischen Erneuerbaren Energien und Artenschutz. Denn während der dichte Teppich landwirtschaftlicher Kulturen gerade im Frühjahr – zur Fütterungszeit der Jungvögel – schnell den Blick auf Beute am Boden verdeckt, nehmen die Vögel die Brachflächen rund um Windräder zu gerne als Jagdrevier und fallen den Rotoren zum Opfer. Aber das ist nur ein Aspekt in Frank Koschewskis Film, der die „Roten“ der Rhön in faszinierenden Aufnahmen von der Brut bis zum Vogelzug zeigt. Denn Rotmilane sind Zugvögel. Wie könnte ihre Zukunft aussehen, warum braucht die Natur diese Herren der Lüfte, was würde fehlen, wenn sie nicht mehr majestätisch überm Land schweben?

3sat, 13.50 Uhr
Ein Jahr in der Lewitz
Ein Naturparadies in Mecklenburg
Südlich von Schwerin liegt ein einzigartiges Naturparadies: die Lewitz. Das nahezu unbewohnte Gebiet zählt zu den ältesten Vogelschutzgebieten in Mecklenburg-Vorpommern. Burkhard Fellner ist dort aufgewachsen und setzt sich als ehrenamtlicher Naturwart mit großer Leidenschaft für Seeadler, Graugans und Kormoran ein. Der Film begleitet den Buchautor und Tierfotografen ein Jahr lang durch seine Heimat.

3sat, 16.15 Uhr
Rabenvögel – Gaukler der Lüfte
Kaum eine andere Vogelgruppe beschäftigt die Menschen so sehr wie die Rabenvögel. Der Film begibt sich auf eine Reise durch die Welt dieser intelligentesten heimischen Tiere. Rabenvögel sind außergewöhnlich neugierig, gelehrig und intelligent. Raben sind die einzigen Vögel, die Werkzeuge nicht nur verwenden, sondern sogar selbst herstellen. Viele leben in festen sozialen Strukturen und sind ihrem Partner ein Leben lang treu. Ausdrücke wie „Rabeneltern“ oder „Rabenbrut“ müssten als Kompliment aufgefasst werden, denn mit ihrem Nachwuchs gehen Rabenvögel extrem fürsorglich um. Der Film liefert viele neue und faszinierende Einblicke in die Welt der Rabenvögel: von Alpendohlen in der Winterwelt des Hochgebirges, von Saatkrähenkolonien in Städten, von der kleinen intelligenten Dohle, die gern in Kaminen, aber auch in Kaninchenbauen nistet, von Raben- und Nebelkrähen und nicht zuletzt vom König der Rabenvögel, dem Kolkraben. Er ist nicht nur der größte Singvogel der Erde, sondern überrascht Wissenschaftler zunehmend mit einer außergewöhnlichen Intelligenz.

3sat, 17.00 Uhr
Majestät im Aufwind
Seeadler – Neubürger in Mitteldeutschland
Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern zählen Seeadler zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Die beeindruckenden Vögel waren lange bedroht. Nun erholt sich der Bestand. Das Jagdrevier eines Seeadlerpaares umfasst 20 bis 50 Quadratkilometer. Auf der Suche nach Nahrung segeln sie lange Strecken majestätisch durch die Lüfte und erkennen dabei selbst aus fünf Kilometern Entfernung die kleinste Maus. Von Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden die großen Vögel intensiv verfolgt, was ihre Population stark dezimierte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erste Schutzbemühungen. Seither hat sich ihr Bestand wieder ausgeweitet. Aus Polen kommend, ließen sie sich in Mitteldeutschland zuerst in der Lausitz, später auch in wald- und seenreichen Regionen Nordwestsachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens nieder, wo sie Ruhe und genügend Nahrung finden.

Mittwoch, 22. Mai

rbb Fernsehen, 22.00 Uhr
Tiermythen
Jäger des Lichts
Der neunjährige Dani lebt in einem kleinen Dorf an der rauen Ostküste Grönlands. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Großonkel macht er sich auf die Reise, um Moschusochsen zu jagen. Die beiden gehören zu den letzten Jägern in Grönland, die noch wie früher mit Hundeschlitten unterwegs sind. Auch Dani soll die Tradition seiner Vorfahren kennenlernen.

rbb Fernsehen, 22.45 Uhr
Planet Deutschland – 300 Millionen Jahre
Das Ende der Wildnis
Die vorerst letzte Eiszeit ist die Zeit der großen Weidetiere. Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in der Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben. Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land von heute – es entsteht das Wattenmeer.

Donnerstag, 23. Mai

Schweizer Fernsehen SRF1, 20.05 Uhr
NETZ.NATUR
Naturreportage von und mit Andreas Moser
Die Redaktion produziert vier Eigenproduktionen im Jahr, die vom Biologen Andreas Moser moderiert und kommentiert werden.

Freitag, 24. Mai

Animal Planet, 21.00 Uhr
Lone Star Law – Die Gesetzeshüter von Texas
Wildhüter James Barge kümmert sich in Angelina County um einen verletzten Streifenkauz. Der gebrochene Flügel des Raubvogels wird von einem Tierarzt geschient und anschließend wird die Eule in einer Voliere untergebracht, bis sie wieder fliegen kann. Mack Chambers und seine Kollegin Jennifer Provaznik haben unterdessen in Galveston einen Austernfischer im Visier. Die Muscheln bringen auf dem Markt viel Geld ein, doch sie müssen mindestens eine Größe von 7,6 Zentimetern haben. Ansonsten wandert der Fang zurück ins Wasser.

Samstag, 25. Mai

arte, 19.30 Uhr
Die Adlerjäger in der Mongolei
Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi als Nomaden im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Am Beginn der Jagdsaison im Oktober steht das Adlerfest. Es zieht auch Touristen aus vielen Ländern an, und die Berkutschi genießen ihre neue Rolle: Sie verstehen sich als Bewahrer ihrer uralten Tradition in der modernen Welt. Wenn der erste Schnee fällt, reitet Baibolat mit seinem Adler in die Berge. Jetzt beginnt die Jagdsaison im Altai-Gebirge. Mit seinem Raubvogel als Waffe erlegt Baibolat Hasen, Murmeltiere und Füchse, der Felle wegen. Mit viel Glück stößt das Jagdgespann sogar auf einen Wolf. Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Baibolat nennt sein Adlerweibchen Balapan, die Einjährige. Baibolat lebt mit seiner Frau Altingül und seinem fünfjährigen Sohn Baka in einer Jurte. Sie sind Nomaden und gerade im Herbstlager angekommen – mitsamt ihren Ziegen, Schafen, Kühen, Pferden und Kamelen. Wenn ihm die Arbeit Zeit lässt, trainiert Baibolat seinen Vogel. Er hat Balapan als Küken aus dem Nest geholt und muss den Jagdtrieb bei dem Tier erst noch fördern. Doch bis ihm Balapan gehorchen wird, vergehen Wochen. Dann steht die erste Prüfung bevor: das Adlerfest. Das Adlerfest ist ein Kräftemessen der besten Berkutschi. Auch Baibolat reitet mit seinem Adlerweibchen in die Provinzhauptstadt Ulgii. In zwei Wettbewerben versuchen die Adlerjäger, ihre Raubvögel von einem Hügel anzulocken. Doch Adler sind nicht nur klug, sie sind auch eigensinnig und schwerer zu trainieren als zum Beispiel Falken. In diesem Jahr weht der mongolische Wind mit besonderer Stärke, so dass mancher Vogel seinem Herrn den Gehorsam versagt.

Sonntag, 26. Mai

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Wildes Deutschland: Spessart und Steigerwald
Spessart und Steigerwald sind die beiden größten Laubwaldgebiete in Bayern. Hier finden sich Reviere mit jahrhundertealten Buchen und Eichen. Während der Spessart sich nördlich des Mains über die sanften Höhen aus Sandstein und Gneis erstreckt, zieht sich der Steigerwald südöstlich davon über die Hügel zwischen Bamberg, Würzburg und Nürnberg. Getrennt und gleichzeitig verbunden sind die beiden Gebiete durch das Maintal. Intensive Flugaufnahmen mit ungewohnten Perspektiven entführen die Zuschauer in die malerische Landschaft von Spessart und Steigerwald und verbinden die witzigen, überraschenden und beeindruckenden Geschichten aus der Natur: seien es seltene Kreuzottern im Schnee, eine Fledermaus, die Fische jagt oder der Wanderfalter aus Afrika. Mit Highspeed- und anderen Spezialkameras erhalten die Zuschauer einzigartige Einblicke bis in die Welt kleinster Tiere. Umso überdimensionierter wirken Wildschweine, Hirsche und Biber, die mit einmaligem Verhalten überraschen. Im Spessart erzählen selbst die Bäume und Pflanzen Geschichten.

TV-Programm 27.05. - 02.06.2019

Montag, 27. Mai

Animal Planet, 0.05 Uhr (in der Nacht von Montag auf Dienstag)
Beinbruch im Nirgendwo
Spinner gibt es bekanntlich viele. Aber wer mit einer Schrotflinte bewaffnet in der Nähe einer Schule auf Gänsejagd geht, der muss schon ziemlich durchgeknallt sein! Genau das ist jetzt im Revier von Wildlife-Ranger Ron Arsenault passiert. Auf der Suche nach handfesten Beweisen gegen den Täter kommt Spürhund Ruby ins Spiel. Mit seiner feinen Nase soll der Vierbeiner Patronenhülsen oder eine andere heiß Spur erschnüffeln. Schaffen es die Beamten, den Schießwütigen dingfest zu machen? Auch in dieser Folge: Conservation Officer Bill Boudreau wird zum Leutnant befördert und am Mount Madison rückt Ranger Glen Lucas zu einem nächtlichen Rettungseinsatz aus, um einen verletzten Wanderer zu bergen.

Dienstag, 28. Mai

3sat, 12.50 Uhr
Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno
Tirol und Bayern sind in Aufruhr: Braunbär Bruno geht um, und alle machen Jagd auf ihn. Bärenexperte Wolfgruber und Tierparkdirektor Rettensteiner wollen ihn fangen, andere retten. Bruno wird zum Medienstar und zum Politikum. Während die Bärenschützer alle Register ziehen, um Bruno anzulocken, wartet die Jägerschaft bereits mit dem Finger am Abzug auf den Schießbefehl. „Der Bär ist los!“ ist eine turbulente Filmsatire, prominent besetzt mit Harald Krassnitzer, Fritz Karl und Nadeshda Brennicke und inspiriert vom Fall des authentischen „Problembären“ Bruno, der 2006 im Grenzgebiet zwischen Tirol und Bayern für Aufsehen sorgte und letztendlich geschossen wurde.

Mittwoch, 29. Mai

Animal Planet, 0.00 Uhr (in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag)
North Woods Law – Die Wildlife-Ranger
Von den schneebedeckten Bergen der Appalachen bis zu den felsigen Ufern des Atlantiks: Die wild zerklüftete Landschaft in New Hampshire ist ein Mekka für abenteuerhungrige Outdoor-Fans! Jagen, Fischen und Wandern gehören bei Einheimischen wie Touristen zu den beliebtesten Aktivitäten. Damit die traumhaft schöne Natur auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt, sind die Beamten des „New Hampshire Fish and Game Department“ pausenlos im Einsatz. Lebensgefährliche Rettungsaktionen, halsbrecherische Verfolgungsjagden oder bedeutende Projekte zum Artenschutz – Diese Dokumentarserie begleitet die Männer und Frauen der Wildlife-Behörde bei ihren vielschichtigen Aufgaben in freier Natur. Hirsche, Wildschweine oder Bären: In den Wäldern von New Hampshire tummeln sich zahlreiche Säugetierarten. Damit das sensible Ökosystem nicht aus dem Gleichgewicht gerät, müssen sich Jäger an die Vorgaben der Naturschutzbehörde halten. Heute ist Wildlife-Officer Chris McKee zwei Männern auf der Spur, die verdächtigt werden, ihre Köder bereits vor dem Beginn der offiziellen Jagdsaison ausgelegt zu haben – ein Verstoß, der die Jäger teuer zu stehen kommen könnte! Allerdings sind die Beschuldigten alles andere als kooperativ. Außerdem in dieser Folge: In Alton Bay gerät ein illegaler Fischer ins Visier der Ermittler und ein Liebespaar wird bei seinem nächtlichen Ausflug gestört…

Donnerstag, 30. Mai

3sat, 8.35 Uhr
Wieviel Wolf steckt im Hund?
Wie viel Wolf tatsächlich noch im Hund steckt, ist eine Frage, die Forscher wie Hundeliebhaber gleichermaßen beschäftigt. Denn eines ist sicher: Alle unsere Hunde stammen vom Wolf ab. Auch wenn sie heute ganz anders aussehen. Wie muss man sich diese Entwicklung vorstellen? Der Film von Andrea Rüthlein erzählt mit anschaulichen Bildern, wo die Wurzeln der langjährigen Partnerschaft von Mensch und Hund liegen. Vor über 12 000 Jahren sind die ersten Hunde aufgetaucht. Doch diese Hunde waren nur eine Vorstufe von dem Tier, das im Laufe der Zeit zum besten Freund des Menschen wurde.

3sat, 9.05 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben. 100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum. Der Zweiteiler „Die Odyssee der einsamen Wölfe“ betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der europäischen Wolfsforschung. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum einzelne junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium unglaubliche Distanzen von mehr als 1000 Kilometern zurücklegen. Die Geschichte dreier solcher Wanderwölfe bringt Licht in ihren spannenden Alltag: Sie ziehen quer durch Europa, überwinden reißende Flüsse, klettern Felswände empor, queren frostklirrende Bergmassive. Sie bewältigen Barrieren der Zivilisation, Autobahnen, Grenzsicherungen und Großstädte. Unverzichtbar für das Projekt: Die drei Helden tragen Sender. Wissenschaftler entwickelten so detailreiche GPS-Karten. Es sind Dokumente, die die Routen der Wölfe exakt nachvollziehen lassen und beweisen, dass es einzelnen Tieren auf diese Weise gelingt, in den versprengten Wolfspopulationen Europas für genetische Vielfalt zu sorgen. Im ersten Teil läuft der italienische Wanderwolf Ligabue 2004 von Parma aus durch den Apennin, gelangt bis hoch hinauf zum Monte Ebro und stößt schließlich in den französischen Meeralpen auf Artgenossen. Doch was ein Happy End zu sein scheint, entpuppt sich als tödliche Falle. Die italienische Wolfsforscherin Francesca Marucco vollzieht die Wanderung von Ligabue heute noch einmal nach und erklärt die besonderen Herausforderungen. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht 2009 in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze auf. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan quert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen? Erstmals kann der Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mithilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwendige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.

3sat, 9.45 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)
Die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen findet ihre Fortsetzung mit der Geschichte des deutschen Wanderwolfs Alan. Er war 2010 von der Lausitz aus Richtung Osten gestartet. Über Wochen und über Hunderte Kilometer hält er Kurs. Der 400 Meter breite Weichselstrom bei Danzig ist für ihn kein Hindernis. Im Biebrza-Nationalpark legt er eine ungewöhnlich lange Ruhepause ein. Möglicherweise kuriert er eine Verletzung aus. Das ist zumindest die Vermutung der deutschen Wolfsexpertin Ilka Reinhardt, die die Route von Alan zusammen mit ihrem Hund Jacques noch einmal nachvollzieht. Ihre Reise endet schließlich im Grenzdreieck Polen-Litauen-Weißrussland. Dort sind Alans GPS-Signale verstummt. Der slowenische Wanderwolf Slavko ist einer jener Glücksfälle, wie sie in zig Jahren kaum einmal passieren. Vom slowenischen Karst bei Triest macht er sich auf Richtung Norden, taucht am Flughafen von Ljubljana auf, erlebt bei Klagenfurt den Schock eines Silvester-Feuerwerks, steigt hoch in die Alpen und erreicht schließlich den Nationalpark Lessinia bei Verona. Hier endlich begegnet er einer Gefährtin. Und so unglaublich es klingen mag: Diese Gefährtin, Giulia, ist – genetisch gesichert – selbst eine Wanderwölfin, kommt aus den französischen Meeralpen. Und als wäre das nicht schon genug: Eine Foto-Video-Falle lichtet das Paar ab und zeigt es, umgeben von Welpen. Hubert Potocnik kennt das Schicksal von Slavko bis in alle Einzelheiten. 2011 hatte er den jungen Rüden besendert. Jetzt begibt er sich für den Film noch einmal auf die Spuren des Wanderwolfs und führt den Zuschauer zu markanten Orten seiner Reise. Erstmals können die Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mithilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwendige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.

3sat, 10.30 Uhr
Unter Grizzlys (1/2)
Das Abenteuer beginnt
Top-Wildlife-Kameraleute und Bärenexperten haben einige Wochen in Alaskas Wildnis verbracht, um das Leben der Grizzlys aus nächster Nähe zu verfolgen. Noch nie wurden die riesigen Raubtiere Nordamerikas filmisch so außergewöhnlich nah porträtiert, während sie sich zu Hunderten an den Stromschnellen im Katmai-Nationalpark versammeln, um Lachse zu fangen. 35 Kameras waren im Einsatz. Über und unter Wasser, in den Uferzonen, auf Plattformen, im Wald und auf den Weiden dokumentieren die Kameras einen Sommer lang das atemberaubende Spektakel. Die Bärenkenner begleiten die Teams Tag und Nacht, und so kommt es zu ungewöhnlichen Begegnungen. In der ersten Folge kämpft eine noch unerfahrene Grizzly-Mutter unermüdlich um das Überleben ihrer beiden Jungen. Ihr Sommer ist voller tragischer Ereignisse. Hungrig und müde im eiskalten Wasser nach Nahrung suchend, verliert sie eines ihrer Kleinen. Nur die Hälfte der Jungtiere überlebt die Saison in der Wildnis Alaskas. Die Gegend wird beherrscht von einem riesigen Grizzly-Männchen und seiner Partnerin, die die Filmcrew als hoch aggressives Weibchen erlebt. Ausgewachsene hungrige Bären stellen eine tödliche Bedrohung für den Nachwuchs dar. Für die Mutter des überlebenden Jungtiers ist es eine harte Zeit voller unerwarteter Abenteuer und Herausforderungen. Hautnah verfolgt die Crew den Überlebenskampf der Bärenmütter und ihrer Kinder, die bedrohlichen Attacken des großen Clanchefs und der zu allem entschlossenen Konkurrenten. Dabei erleben selbst die Bärenkenner Dinge, die sie vorher noch nicht gesehen haben. Tag für Tag werden sie Zeuge von großen persönlichen Dramen und überraschend traurigen Ereignissen. Welche großen Risiken sie dafür in Kauf nehmen, wird den Teams immer dann bewusst, wenn sich ein Grizzly unvermittelt bis auf wenige Meter nähert und keiner weiß, was in den nächsten Sekunden passieren wird. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit den Raubtieren ist die Crew am Ende des Sommers unversehrt.

3sat, 11.15 Uhr
Unter Grizzlys (2/2)
Drama in der Wildnis
Grizzlys hautnah. Ein 25 Mann starkes Team schlägt in Alaskas Wildnis seine Zelte auf und dokumentiert das Leben der riesigen Raubtiere so nah wie nie zuvor. Wenn Millionen von Lachsen auf ihrer Laichwanderung die Flüsse Alaskas bevölkern, drängeln sich Hunderte von Grizzlys an den Stromschnellen, um tonnenweise Fisch zu verschlingen. Ein Hauen und Stechen beginnt. 35 Kameras über und unter Wasser, in den Uferzonen, auf Plattformen, im Wald und auf den Weiden dokumentieren einen ganzen Sommer lang das atemberaubende Spektakel. Die Bärenkenner begleiten die Teams Tag und Nacht, und so kommt es zu ungewöhnlich nahen Begegnungen und Einblicken in das Leben einzelner Bären in dieser Gemeinschaft. Bärenmütter kämpfen bis zur Erschöpfung um das Überleben ihrer Kinder, die Attacken des großen Clanchefs nehmen bedrohliche Ausmaße an. Konkurrenten sind zu allem entschlossen, wenn es um die Lachse aber auch um die Weibchen geht. Selbst die Bärenkenner erleben Dinge, die sie vorher nie gesehen haben. Tag für Tag werden sie Zeuge von großen Dramen und überraschend traurigen Ereignissen. Welche Risiken sie dafür in Kauf nehmen, wird den Teams immer dann bewusst, wenn sich ein Grizzly unvermittelt bis auf wenige Meter nähert und keiner weiß, was in den nächsten Sekunden passieren wird. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit den Raubtieren kann die Crew am Ende des Sommers unversehrt zurückkehren.

3sat, 12.00 Uhr
Die Rückkehr der großen Raubtiere
Unterwegs mit drei Wildtierfotografen
Wolf, Luchs und Bär – vor rund 150 Jahren aus dem Schweizer Landschaften hinausgedrängt und ausgerottet. Jetzt sind sie wieder da und sorgen für Kontroversen. Es gibt nur wenige Fachleute in der Schweiz, die viel über die rückkehrenden Raubtiere wissen. Unter anderen sind dies drei Wildtierfotografen: Laurent Geslin, Peter Dettling und David Bittner. Beat Häner begleitete sie bei Ansitzjagd und Pirsch mit der Kamera. Laurent Geslin, der gebürtige Bretone, beschloss im Jahr 2010, von Luchsen in freier Wildbahn qualitativ hochwertige Fotos zu machen – etwas, was vor ihm keiner geschafft hatte. 170 Luchse leben derzeit in der Schweiz. Laurent Geslin zog für dieses Fotoprojekt extra mit Frau und Kind hierher, in den Neuenburger Jura. Mehr als ein Jahr lang bereitete er sich intensiv vor. Er erhielt dabei die Unterstützung von Wildhütern und Jägern sowie den Forschern des Vereins Kora, die im Auftrag des Bundes das Monitoring der Großraubtiere betreiben. Peter Dettling ist Naturfotograf aus Sedrun im Kanton Graubünden. Im Jahr 2008 glückte es ihm, in seiner Heimat im Vorderrheintal einen ersten rückkehrenden Wolf zu fotografieren. Ihm gelang damit die erste Fotografie überhaupt eines wildlebenden Wolfes in der Schweiz. Seither hat ihn die Faszination für dieses Tier nicht mehr losgelassen. Seit 2013 beobachtet Peter Dettling die Calanda-Wolfsfamilie – das erste Schweizer Wolfsrudel auf Schweizer Boden nach weit über 100 Jahren, eingewandert aus Italien. David Bittner ist Biologe, Bärenforscher und Fotograf aus Schlossrued, Aargau. Seit 13 Jahren verbringt er fast jeden Sommer in der Wildnis in Alaska und lebt dort mit den Grizzlys. Bittner hat persönliche Beziehungen zu einzelnen Bären aufgebaut – Wildtier und Mensch kennen einander. Bittners Interesse gilt immer mehr dem Alpenbraunbär. Über ein Dutzend junge Männchen streiften in den letzten Jahren durch die Schweiz – Bären, die aus dem italienischen Trentino kommen. Alle drei verstehen sich als Vermittler, suchen die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Keinem der drei geht es um das schnelle Bild. Vielmehr wollen sie mit ihren Reportagen aufklären, vermitteln, Interesse wecken. Denn sie wissen: Was man nicht kennt, verursacht Skepsis und Ängste. Ihr Anliegen ist deshalb, ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Raubtier, Mensch und Nutztier zu ermöglichen.

Freitag, 31. Mai

arte, 11.30 Uhr
Die Adlerjäger in der Mongolei
Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi als Nomaden im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Am Beginn der Jagdsaison im Oktober steht das Adlerfest. Es zieht auch Touristen aus vielen Ländern an, und die Berkutschi genießen ihre neue Rolle: Sie verstehen sich als Bewahrer ihrer uralten Tradition in der modernen Welt.

Samstag, 1. Juni

MDR Fernsehen, 13.15 Uhr
Junger Wespenbussard, wohin?
Die Bruchlandung in der Münchener Innenstadt gibt Rätsel auf. Der junge Wespenbussard kann jedoch geborgen und in einer Freisinger Greifvogelstation wieder aufgepäppelt werden. Weil über das Verhalten dieser Zugvögel noch längst nicht alles bekannt ist, wird er hier mit einem kleinen Sender ausgestattet, der ab dem Tag seiner Freilassung mithelfen soll, sein „persönliches Geheimnis“ zu lüften. Wo ist dieser Vogel im Sommer zuhause? Die Funksignale zeigen, wie er schließlich in die Nähe der polnischen Ostseeküste fliegt. Dort, in einem wahren Schlaraffenland für Wespenbussarde, die sich am liebsten von Wespenwaben ernähren, die sie aus Erdnestern buddeln, entdeckt ihn das Filmteam wieder. Es ist genau der Tag, an dem er auch seine lange Reise ins Winterquartier startet. Wie jeden europäischen Wespenbussard führt sie ihn alljährlich nach Westafrika. Doch schon im Schwarzwald erwarten ihn schlechtes Wetter – und andere Gefahren. Dabei liegen noch gut fünftausend Kilometer vor ihm.

Sonntag, 2. Juni

MDR Fernsehen, 11.30 Uhr
Unsere Gebirge von oben
Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge, der Kyffhäuser, das Schiefergebirge oder das Elbsandsteingebirge – jedes von ihnen hat seine eigene Gestalt und seine besondere Geschichte. Gemeinsam umrahmen ihre Höhenzüge in einem weiten Bogen Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. In faszinierenden Bildern und mit persönlichen Geschichten wird erzählt, wie Mitteldeutschland durch seine Gebirge gemacht wurde und bis heute geprägt wird. Mit atemberaubenden Einstellungen aus der Luft, wird die besondere Schönheit der Landschaften und Orte deutlich. Erzählt wird die Geschichte von Menschen und Wildtieren, die in und mit ihren Gebirgen leben und deren Schicksal auch durch sie bestimmt wird.

TV-Programm 03.06. - 09.06.2019

Montag, 3. Juni

3sat, 20.15 Uhr
Yellowstone (1/3)
Feuer und Eis
Der „Yellowstone“-Nationalpark ist größer als mancher Bundesstaat der USA. Er ist geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis, von vulkanischen Geysiren und von extremer Kälte im Winter. Viele bedrohte Tierarten finden hier noch Rückzugsgebiete. Es war im Winter 1807, als ein Trapper auf der Suche nach wertvollen Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang. Was er dort an den Ufern des Yellowstone River entdeckte, war ein Stück unberührte Natur, eine vergessene Welt. 65 Jahre später, 1872, wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt – dem allerersten der Welt. Der „Yellowstone“-Nationalpark ist größer als so mancher Bundesstaat der USA – und geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Im Winter sorgt vulkanische Aktivität im Untergrund für offene Wasserstellen – während die Landschaft ringsum bei 40 Grad unter null erstarrt. Bison und Bär, Wolf und Wapiti, Otter und Biber finden noch Rückzugsgebiete im größten intakten Ökosystem der gemäßigten Breiten. Ihr Leben ist jedoch geprägt von Extremen. Über ein halbes Jahr liegt der Park unter einer Schneedecke, die bis zu 15 Meter hoch werden kann, und einer dicken Eisschicht. Der meterhohe Schnee macht die Wege mühsam und Energie verzehrend für Wapitis und Bisons, zu fressen gibt es so gut wie nichts. Füchse jagen Mäuse unter Schnee, Otter suchen über Kilometer eine offene Wasserstelle, in der sie fischen können. Nur die Wölfe kommen in dieser Zeit auf ihre Kosten, denn ihre Beutetiere werden im Lauf des Winters immer schwächer. Linderung verschaffen die heißen Quellen und Geysire des Parks.

Dienstag, 4. Juni

3sat, 17.00 Uhr
Yellowstone (2/3)
Sommer der Bären
Der Sommer im ältesten Nationalpark der Welt, im „Yellowstone“, dauert nur wenige Wochen. Sobald die Tage wärmer werden, verwandelt sich die eiskalte Hochebene in kurzer Zeit in blumenbedeckte Weidegründe.

Mittwoch, 5. Juni

3sat, 17.00 Uhr
Yellowstone (3/3)
Herbst der Hirsche
Nach einem kurzen Sommer erlebt der „Yellowstone“-Nationalpark erneut eine Zeit des Wandels. Der Herbst hält Einzug, und ein besonderes Schauspiel beginnt: Bei der Brunft der mächtigen Wapitihirsche kommt es zu spektakulären Kämpfen um die Vorherrschaft über Weibchen und Revier. Biber überprüfen und reparieren ihre kunstvollen Dämme, mit denen sie Bäche zu Seen stauen. Vögel und Eichhörnchen sammeln Vorräte für die kalte Jahreszeit, Grizzlybären fressen sich schnell noch zusätzliches Fett an für den langen Winterschlaf in ihren Höhlen. Schon fällt in den Bergen der erste Schnee, und die Hänge leuchten in den Farben des Herbstes. Wenn sie spüren, dass sich der Winter ankündigt, ziehen Gabelböcke und Wapitis in langen Trecks hinaus auf die umliegenden Weiden und Äcker. Dabei verlassen sie die Sicherheit, die ihnen der älteste Nationalpark der Welt bietet. Die Wapitihirsche machen sich im angrenzenden Farmland über das spärliche Futter für Rinder und Pferde her. Von den erst 1995 wieder angesiedelten Wölfen folgen viele den Wapitihirschen über die Parkgrenzen hinaus. Einige Farmer, die um ihre Rinder fürchten, greifen zur Waffe, manche belassen es jedoch bei Warnschüssen. Auf den Winterweiden der Gabelböcke liegen heute die größten Gasfelder der USA, von Straßen zerschnitten. Den rasenden Autos sind selbst die schnellsten Antilopen der Welt nicht gewachsen, und viele werden überfahren.

Donnerstag, 6. Juni

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilder Iran – In den heißen Süden
Wüsten und große Seen, urige Laubwälder, sprudelnde Wasserfälle und schneebedeckte Berge – der Iran bietet überraschend spektakuläre Landschaften. Die abgelegenen Nationalparks des riesigen Landes beherbergen eine einzigartige Mischung von Tierarten aus Afrika, Asien und Europa, Bären neben Leoparden, Flamingos und Geiern. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation stellt den Süden des Landes in den Mittelpunkt. Der Iran, doppelt so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen, ist weitgehend ein weißer Fleck im Bewusstsein vieler Europäer, vor allem, was Natur- und Kulturschätze angeht. Der Deutsch-Iraner Benny Rebel, international renommierter Tierfotograf und Umweltschützer, hat zwanzig Jahre seine Heimat nicht besucht, nun unternimmt er eine Expedition durch das ehemalige Persien. Ausgerüstet mit professioneller Kameratechnik sucht er in Nationalparks und Wildschutzgebieten nach Raritäten und Besonderheiten. Seine Reise zeigt einen anderen Iran, wie man ihn so kaum zuvor gesehen hat. Mit Erfahrung und Glück gelingen dem Naturfotografen überraschende Aufnahmen von seltenen Tieren. So trifft er in der Steppe einen der Letzten Asiatischen Geparden. Nicht einmal hundert der Großkatzen gibt es noch in freier Wildbahn. In der Wüste spürt er die letzten Onager auf, eine äußerst scheue Art der Wildesel. Benny Rebel interessiert auch das Verhältnis der Iraner zur Natur. Er besucht einen historischen Taubenturm und trifft Vogelliebhaber, die mit eigenartigen Tauben Haus und Hof verwetten. In den paradiesischen persischen Gärten findet der 43-jährige Abenteurer Pelikane, zwischen den antiken Ruinen von Persepolis spürt er Eulen, Schlangen und Echsen auf.

arte, 17.40 Uhr
Yukon – Auf sich allein gestellt
Kim Pasche ist experimenteller Archäologe, Trapper, prähistorischer Handwerker, Experte für ursprüngliche Lebensweisen und Autor diverser Bücher über das Leben und Überleben in der Wildnis. Nach einer Kindheit in der Schweiz zog es ihn mit 20 Jahren in den kanadischen Nordwesten, zu den indigenen Völkern des Yukon. Der weitgehend bewaldete Yukon-Nationalpark ist so groß wie Spanien und fast menschenleer. In dieser immensen Wildnis, wo Kim das Leben in völliger Autonomie erlernte, lebt er jedes Jahr für ein paar Monate, manchmal 700 Kilometer von der nächsten menschlichen Siedlung entfernt. Seine Leidenschaft für die Natur und ursprüngliche Überlebensformen ist ansteckend: Neben der Zusammenarbeit mit Archäologiemuseen in der französischsprachigen Schweiz organisiert er regelmäßig Workshops, in denen er den Menschen von heute die Techniken ihrer Vorfahren näherbringt. Dabei lernen die Teilnehmer, wie man Feuer macht, Steine metzt, Seile und Körbe aus Naturfasern flicht oder Alltagsgegenstände aus Holz und Knochen herstellt. „Yukon – Auf sich allein gestellt“ ermöglicht eine faszinierende Reise durch Zeit und Raum auf den Spuren der ersten Menschen. Gleichzeitig regt Kim Pasches Leben und Arbeiten zum Nachdenken an über die Zukunftschancen der heutigen Gesellschaftsformen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 06/06 bis 13/06 auf dem Interportal von ARTE.

arte, 18.35 Uhr
Unser Wild
Sein Name ist Hase
Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens dämmerungs- und nachtaktiv. Leider gibt es kaum noch Nachwuchs, in vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung durch intensive Landwirtschaft zu schaffen. Doch es geht auch anders, wie der Jäger Michael Höfler in Baden-Württemberg beweist. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ Lange Ohren, braunes Fell und auf flinken Pfoten unterwegs: Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens als Einzelgänger dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber dagegen kann man die Langohren am besten zwischen Januar und August beobachten, wenn die Feldhasen Hochzeit halten. Doch Nachwuchs gibt es kaum noch. In vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. In einigen Bundesländern Deutschlands steht er mittlerweile sogar auf der Roten Liste der bedrohten Säugetiere. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung zu schaffen. Das Gesicht unserer gewohnten Kulturlandschaft verändert sich dramatisch. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit riesigen Monokulturen und zahllosen Maisfeldern vernichtet vielerorts noch intakte Natur – genau das ist der Hasenkiller Nummer eins. Es geht auch anders. In Deutschland leben elf Hasen pro Quadratkilometer. In einem Revier des Jägers Michael Höfler in Baden-Württemberg dagegen sind es zehnmal so viele. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ Wissenschaftlerinnen der Universität Potsdam und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin wollen wissen, warum in Nordostdeutschland die Hasenbestände drastisch zurückgehen und in Bayern noch relativ stabil sind. Wo liegt eigentlich die Hasenhauptstadt Deutschlands, und warum gibt es immer mehr Hasenfindelkinder? Die Sendung ist auch online verfügbar von 06/06 bis 13/06 auf dem Internetportal von ARTE.

n-tv, 20.15 Uhr
Großkatzen – Wilde Jäger (1)
Der erfolgreichste Jäger der Welt ist die Katze. Ihre Gattungsfamilie hat viele Arten. Eine davon ist der Nebelparder, der im Dschungel von Thailand beheimatet ist. Doch auch abseits der tropischen Gebiete haben sich Großkatzen angesiedelt. Die Dokumentation ist den gefährlichen Tieren auf der Spur und zeigt ihre Intelligenz, Schnelligkeit und ihren Stolz.

SWR Fernsehen, 21.00 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe – Schießen oder schützen?
150 Jahre lang war der Wolf ausgerottet. Inzwischen gibt es neue Rudel. Das Raubtier kommt den Menschen näher, auch im Südwesten. Der spektakulärste Vorfall war, dass ein Wolf nachts auf eine Schafweide in Bad Wildbad eindrang und mehr als 40 Tiere tötete. Seitdem kochen die Emotionen hoch. „Abschießen“ fordern die einen, „schützen“ die anderen. Michael Glock aus Lahr hört beiden Gruppen zu. Mit einem SWR Fernsehteam reist der Wolfskenner durch den Südwesten, um zu erkunden, wo bald wieder ganze Wolfsrudel leben werden. Muss man Angst vor Wölfen haben? Und wie viel Schutz brauchen Schäfer für ihre Weidetiere? Für Michael Glock ist klar – der Wolf ist gekommen, um zu bleiben. Der Mensch muss lernen, wieder mit ihm klarzukommen.

n-tv, 21.05 Uhr
Großkatzen – Wilde Jäger (2)
Die Gattungsfamilie der Katze gehört zu den gefährlichsten und erfolgreichsten Jägern der Welt. In Zentralamerika leben die winzigen Ozelot-Katzen und jagen im Dickicht des Dschungels. Ihre extreme Anpassungsfähigkeit macht sich auch beim kanadischen Luchs bemerkbar, der Schnee und Eiseskälte trotzt. Die Doku reist außerdem in den US-Bundesstaat Texas, wo Pumas beheimatet sind und nach Afrika, um das Jagdverhalten der Leoparden zu beobachten.

Freitag, 7. Juni

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilder Iran – In den grünen Norden
Wüsten und große Seen, urige Laubwälder, sprudelnde Wasserfälle und schneebedeckte Berge – der Iran bietet überraschend spektakuläre Landschaften. Die abgelegenen Nationalparks des riesigen Landes beherbergen eine einzigartige Mischung von Tierarten aus Afrika, Asien und Europa, Bären neben Leoparden, Flamingos und Geiern. In der zweiten Folge wird die Tier- und Pflanzenwelt im Norden des Irans vorgestellt. Der Deutsch-Iraner Benny Rebel, international renommierter Tierfotograf und Umweltschützer, macht sich auf den Weg in den Norden des Landes. Auch auf dieser Reise gelingen dem Naturfotografen wieder überraschende Aufnahmen von seltenen Tieren. Aus seinen Verstecken beobachtet er Antilopen und stattliche Wildschafe in den Gebirgen. Leoparden und Braunbären kreuzen seinen Weg im märchenhaften Laubwald. Und am größten See der Welt, dem Kaspischen Meer, sammeln sich rosafarbene Flamingos zur Nahrungssuche. Auf seiner Foto- und Filmreise dokumentiert Benny Rebel die Naturschätze des Irans, auch um sich bei der Regierung seines Heimatlandes für deren Schutz einzusetzen.

arte, 18.35 Uhr
Die verrückte Welt der Hörnchen
Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren auf der Welt. Überall sind sie zu sehen, sie begleiten so manchen Spaziergänger im Park oder im Wald, fordern ihren Anteil an der mitgebrachten Vesper und amüsieren uns mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Hörnchen haben mittlerweile fast alle Lebensräume der Erde besiedelt, man begegnet ihnen in Städten, im Wald, in Wüsten, in den Bergen und im hohen Norden. Die Eichhörnchen und ihre Verwandten sind heute aus kaum einer Region wegzudenken. Die Dokumentation erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Welt eines der populärsten Säugetiere des Planeten. Manche Hörnchen können fliegen, viele leben am Boden oder in Bäumen und einige bevorzugen die Kälte oder die Hitze. Ob Jung oder Alt, es gibt kaum einen Menschen, der sich dem Charme eines drollig dreinschauenden Hörnchens mit vollen Backen entziehen kann. Die Vielfalt im Reich der Hörnchen ist faszinierend und beeindruckend zugleich. Der Film entführt den Zuschauer in die faszinierende Welt dieser kleinen Wesen und zeigt in unterhaltsamen Geschichten, wie sie sich auf der ganzen Welt so erfolgreich behaupten konnten. Er enthüllt die zauberhafte Welt der Hörnchen und bringt eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung und Faszination auf den Bildschirm. Die Sendung ist auch online verfügbar von 07/06 bis 05/09 auf dem Internetportal von ARTE.

Samstag, 8. Juni

Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr
Rehe und Rotwild – Was im Konflikt zwischen Wild und Wald hilft
Ein Reh fangen – das versuchen die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner in der Haute-Marne. Sie wollen ihm einen GPS-Sender verpassen. Forscher erhoffen sich, so mehr über Rehe zu erfahren, denn Förster klagen, dass das Wild Bäume verbeißt. Mit einer Winterfütterung versuchen deutsche Jäger, den Verbiss zu minimieren. In einigen Bundesländern sperrt man Rotwild in spezielle Gebiete ein. Doch diese Lösungen erscheinen einigen Forschern kontraproduktiv.

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Sky – über den Gipfeln des Karwendel
Das Filmteam begleitet Sky, einen ganz besonderen Steinadler: Er ist der Erste, der von einem Falkner trainiert wird, um mit einer Kamera auf dem Rücken über den Alpengipfeln seine Kreise zu ziehen. Der Steinadler Sky wird von einem Falkner trainiert, um mit einer Kamera auf dem Rücken über den Alpengipfeln seine Kreise zu ziehen. Seitdem Sky seine Eischale aufbrach, hat Falkner Martin Reindl die ersten zwei Lebensmonate des Adlers dokumentiert. Danach wurde er im Falkenhof Lenggries trainiert. Es begann mit dem „Abtragen“, wo sich der Vogel an die Gegenwart des Falkners auf dessen Hand gewöhnt. Eine Woche später startete das Flugtraining von Sky. Von Anfang an trug er einen Rucksack auf dem Rücken, in dem später die 320 Gramm schwere Kamera befestigt wurde. Zuerst lernte Sky damit am Brauneck zu fliegen und seine Heimat von oben zu dokumentieren. Ab August kreiste er dann auch im Karwendel: vom Juifen Richtung Falkenhütte, über den Ahornboden und dem Rissbach.

arte, 11.15 Uhr
Mörderische Mieze – Die Katze
Katzen gelten als niedliche Schmusetiger mit hohem Flauschfaktor. Sie werden von allen geliebt und überall auf der Welt mit großer Hingabe umsorgt. Im Internet werden wir mit Cat-Content – Katzenbildern und -videos – geradezu überflutet. Doch trotz zehntausendjähriger Domestizierung und ganz abgesehen von dem guten Image in den sozialen Medien ist und bleibt das weltweit beliebteste Haustier vor allem eins: ein Raubtier. In gefährdeten Ökosystemen wie Neukaledonien und Australien richten Katzen großen Schaden an, indem sie Jagd auf bedrohte Arten machen.

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr
Natur im Südwesten
Die Tiere und wir
Der Südwesten ist ein Naturparadies für unzählige Tierarten, die in der direkten Nachbarschaft leben. Wie kommen diese Tiere mit den Menschen zurecht? Die Dokumentation von Jürgen Vogt erzählt Geschichten von Wölfen und Luchsen, Waschbären und Wildkatzen, die in den mehr als 20.000 Naturschutzgebieten, den über 5.000 Seen, in den Bergen, Wäldern und Feldern leben – in der Wildnis vor der Haustür. Seit mindestens 40.000 Jahren haben die Menschen die Umwelt nach ihren Bedürfnissen gestaltet und damit auch den Lebensraum unserer tierischen Nachbarn verändert. Welche Tiere sind verschwunden – und welche sind zurückgekommen? Welche Tiere haben sich angepasst – und welche in die hintersten Winkel zurückgezogen? Welche Tiere profitieren davon, dass wir Seen aufgestaut und Felder angelegt haben? Und wie rettet man fast ausgestorbene Tierarten vor dem völligen Verschwinden? Und welcher Tierart haben wir die größte archäologische Entdeckung der Menschheitsgeschichte zu verdanken?

Sonntag, 9. Juni

hr-fernsehen, 9.50 Uhr
Hessen von oben
Land der Wälder und Höhen
„Hessen von oben“ führt diesmal über Höhenzüge und Wälder, zeigt Landschaften im Schnee und in ihrer Blüte.

n-tv, 14.10 Uhr
Im Angesicht des Raubtiers – Unter Löwen
Auf der Suche nach Löwen im entlegenen Osten Sambias: Der ehemalige US Navy Seal Joel Lambert will die kraftvollen Raubtiere aus nächster Nähe beobachten und erforschen. Um das zu ermöglichen, reist Lambert mit einem Käfig aus Polycarbonat und Aluminium durch den Busch – das erlaubt ihm, hautnah in die Lebenswelt der Tiere einzutauchen. Die Dokumentation begleitet das spannende Projekt.

n-tv, 19.10 Uhr
Überleben! Knapp entkommen
Hat der Mensch eine Chance, gegen angriffslustige Tiere wie beispielsweise wütende Bären zu bestehen? Die Dokumentation zeigt die Extreme der Natur hautnah und verrät, wie es Menschen gelingen kann, sie zu bezwingen.

TV-Programm 10.06. - 16.06.2019

Montag, 10. Juni

SWR Fernsehen, 12.00 Uhr
Amerikas Naturwunder
Yosemite
Im Winter hängt der Nebel wie ein Schleier über dem vielleicht berühmtesten Tal der Welt, dem Yosemite Valley. Für die Tiere des Nationalparks eine harte Zeit, um an Nahrung zu gelangen. Der Rotluchs hat eine ganz besondere Technik entwickelt, um unter Schnee und Gras Wühlmäuse aufzuspüren. Für den Kojoten hingegen kann es gefährlich werden, wenn sich ein Steinadler für seine Beute interessiert. Mit fast zweieinhalb Metern Spannweite ist der Greifvogel ein ernstzunehmender Gegner. Mit dem Frühling taucht neues Leben im Park auf. Die Rotluchsmutter hat Nachwuchs und zeigt den Kleinen, wie man jagt.

arte, 18.30 Uhr
Die fünf Geparde
Gemeinsam durch die Serengeti
Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige wagen sich an größere Beutetiere. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite. In der nördlichen Serengeti taucht eine Gruppe männlicher Geparde auf. Es ist das größte Bündnis, das jemals beobachtet wurde. Der Tierfilmer Reinhard Radke reiste nach Kenia in die nördliche Masai Mara, um Geparde zu filmen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Dabei gelangen ihm nicht nur spektakuläre Aufnahmen von der Jagd, sondern auch rührende Familiengeschichten zweier Mütter, die ihren Nachwuchs großziehen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 10/06 bis 10/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
Bayern erleben
Wölfe in Bayern
Wölfe sind in Bayern auf dem Vormarsch – und sie polarisieren. Wo sind die geschützten Raubtiere unterwegs, wie breiten sie sich aus? Kann es zu unerwarteten Begegnungen kommen und wo verlaufen die Fronten zwischen Schützern und Gegnern? Seit 2014 haben sich die ersten Wolfs-Pärchen in Bayern gefunden. Im Veldensteiner Forst ist sogar schon das erste Rudel beobachtet und gefilmt worden. Höchstwahrscheinlich werden sich die Wölfe von dort aus weiter ausbreiten. Aber mit der Zahl der Wölfe werden auch die Konflikte zunehmen. Und noch hat die Politik für viele Probleme, die die Beutegreifer mit sich bringen, keine Lösung. Sind Elektrozäune genug Schutz für Rinder und Schafe? Werden sie sich im Alpenvorland errichten lassen, zumal auf den steilen Hängen der Almen? Wie gefährlich oder gefährdet sind Herdenschutzhunde? Welche Maßnahmen sind nötig, damit sie zwar Wölfe von den Nutztieren fernhalten, aber nicht Spaziergänger mit Hunden angreifen? Und vor allem: Wie behalten Wölfe ihre natürliche Scheu vor dem Menschen? In Niedersachsen und den östlichen Bundesländern laufen neugierige Wölfe offenbar Joggern mit Hunden hinterher und ziehen am helllichten Tag durch Dörfer. In Deutschland dürfen sogenannte „Problemwölfe“ in letzter Konsequenz geschossen werden. Aber eine generelle, wenn auch staatlich kontrollierte Bejagung von Wölfen wäre derzeit undenkbar. Anhand der Entwicklung in Bayern haben wir die Chance, die Rückkehr eines faszinierenden, aber sehr umstrittenen Wildtiers in unsere Lebenswelt mitzuerleben sowie die durchaus kontroversen Reaktionen. Das Filmteam verfolgt aus nächster Nähe die jüngsten Geschehnisse, zeigt die vielen Fragen, die diese aufwerfen, und endet mit einem „open end“ – ganz im Sinne dessen, was einer der Wissenschaftler sagt: „Die Rückkehr der Wölfe nach Bayern ist etwas Historisches.“ Historisch ist die Rückkehr nicht nur, was den Artenschutz angeht, sondern auch, wie und ob es verschiedenste Interessensgruppen schaffen werden, mit den Problemen, die der Wolf mit sich bringt, umzugehen. Noch ist nicht klar, wie viele Zugeständnisse Politik, Landwirtschaft, Jäger, Forstwirtschaft, Naturschützer, aber auch die breite Bevölkerung machen werden, um den Wolf wieder heimisch werden zu lassen. Die Rückkehr des Wolfes ist ein brisantes Projekt, bei dem viel schiefgehen kann. Sollte es gelingen, wird es ein Meilenstein für den Artenschutz sein. Der Film ist eine lebensnahe, facettenreiche und aktuelle Reportage, die zugleich den Stellenwert eines Zeitdokuments hat.

Phoenix, 0.45 Uhr (in der Nacht von Montag auf Dienstag)
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben. 100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum. Der Zweiteiler „Die Odyssee der einsamen Wölfe“ betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der europäischen Wolfsforschung. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum einzelne junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium unglaubliche Distanzen von mehr als 1.000 Kilometern zurücklegen. Die Geschichte dreier solcher Wanderwölfe bringt Licht in ihren spannenden Alltag: Sie ziehen quer durch Europa, überwinden reißende Flüsse, klettern Felswände empor, queren frostklirrende Bergmassive. Sie bewältigen Barrieren der Zivilisation, Autobahnen, Grenzsicherungen und Großstädte. Unverzichtbar für das Projekt: Die drei Helden tragen Sender. Wissenschaftler entwickelten so detailreiche GPS-Karten. Es sind Dokumente, die die Routen der Wölfe exakt nachvollziehen lassen und beweisen, dass es einzelnen Tieren auf diese Weise gelingt, in den versprengten Wolfspopulationen Europas für genetische Vielfalt zu sorgen. Im ersten Teil läuft der italienische Wanderwolf Ligabue 2004 von Parma aus durch den Apennin, gelangt bis hoch hinauf zum Monte Ebro und stößt schließlich in den französischen Meeralpen auf Artgenossen. Doch was ein Happy End zu sein scheint, entpuppt sich als tödliche Falle. Die italienische Wolfsforscherin Francesca Marucco vollzieht die Wanderung von Ligabue heute noch einmal nach und erklärt die besonderen Herausforderungen. Der zweite Teil ist um 1.30 Uhr im Programm von Phoenix zu sehen.

Dienstag, 11. Juni

Phoenix, 8.15 Uhr
Zurück zum Urwald
Nationalpark Kalkalpen
Der Wald ist viel mehr als bisher gedacht – das zeigt die neue Dokumentation „Zurück zum Urwald – Nationalpark Kalkalpen“ der preisgekrönten Filmemacher Rita und Michael Schlamberger. Ihre neue Produktion porträtiert das größte Verwilderungsgebiet der Alpen, das sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem wildromantischen Urwald entwickelt hat. In diesem riesigen, unberührten Gebiet, in dem der Mensch die Natur Natur sein lässt, kommunizieren Bäume untereinander, streifen Luchse majestätisch anmutend am Waldboden und springen Gelbhalsmäuse zehn Mal so weit wie sie lang sind. Dabei hatten die Kalkalpen vor nicht allzu langer Zeit ein gänzlich anderes Erscheinungsbild. Erst im Jahr 1997 wurden das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge als Nationalpark Kalkalpen unter strengen Schutz gestellt. Gleichzeitig mit einer mutigen Entscheidung: Fortan sollte das Bewirtschaften des Waldes den natürlichen dynamischen Prozessen überlassen sein. Nicht wenige Experten warnten damals vor diesem Schritt und befürchteten eine Verwesung des Waldes. Heute, fast 20 Jahre später, ist klar, dass alle Zweifel unberechtigt waren. Das deutlichste Symbol dafür ist die Wiederkehr der Luchse. Nachdem ein Vorbote für die zukünftige Erfolgsgeschichte schon 1998 in den Nationalpark gekommen war, wurden 2011 Luchse aus der Schweiz angesiedelt. Schon ein Jahr später gab es den ersten Nachwuchs. Der einzige Feind, den die erste Luchspopulation in den Alpen seit ihrer Ausrottung vor 115 Jahren noch hat, ist der Mensch. Denn der sieht den Luchs nicht selten als Trophäe. Doch das mächtigste Symbol der Kalkalpen ist letztlich der Baum. Seit über 350 Millionen Jahre haben sich Bäume zu perfekt angepassten Lebewesen entwickelt, zu pflanzlichen Genies, die in einem hochkomplexen Verbund den Organismus Wald bilden. Bäume sind Teil der wohl größten Gemeinschaftsarbeit in der Geschichte des Lebens – sie arbeiten Hand in Hand mit den Pilzen. Denn Myriaden von Pilzen zersetzen und verarbeiten das Totholz. Verborgen im Untergrund führen die Pilze ein finsteres Dasein. Irgendwann bahnen sie sich ihren Weg an die Oberfläche und spannen dort energisch ihre Schirme auf. Das, was wir dann landläufig als Pilz bezeichnen, dient nur der Vermehrung. Im Herbst, wenn die Pilze an die Oberfläche drängen, verraten sie indirekt, wo sie im Untergrund wachsen und sich ausbreiten.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wels in der Saale und Falke im Turm
Die Fauna in und rund um die Saale ist äußerst vielfältig, wie Biber, Wanderfalken, Rehe, Fledermäuse und Krähen beweisen. Anfang der 1990er-Jahre haben Fischer in der Saale Welse wieder angesiedelt, nachdem es 40 Jahre lang unterhalb der Chemiestandorte Leuna und Buna keine mehr gab. Manche Exemplare bringen es auf stattliche zwei Meter. Die Nutrias in der Saale freuen sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen. Viele Leute bringen den Nagern Futter ans Ufer. Man kann es ihnen nicht verdenken – mit einer Möhre zwischen den Pfoten sehen die auch als Biberratte bezeichneten Tiere einfach putzig aus. In 30 Metern Höhe ziehen Wanderfalken an einer Industrieanlage ihre Jungen auf. Sie haben den „Kunstfelsen“ im flachen Land um Halle für sich ausgesucht. Die großen Greife stehen unter besonderer Beobachtung engagierter Naturschützer. Ihre kleineren Verwandten, die Turmfalken, nisten direkt im Stadtzentrum. Über dem Halleschen Markt kreisen sie um den Roten Turm. Hoch über der Saale thront die Burg Giebichenstein. In einem alten Taubenschlag innerhalb der Burgmauern dienen verwilderte Haustauben der Wissenschaft. Ihre Eier werden auf Umweltgifte untersucht, die die Tauben mit der Nahrung aufnehmen. In Halle-Neustadt haben ihre Artgenossen leer stehende Hochhäuser „besetzt“. Ursprünglich Felsbrüter, besiedeln diese Vögel gern Balkone und Nischen in den Häuserschluchten. Viele Tiere haben die grünen Inseln der Saalestadt für sich entdeckt: Rehe ein Wäldchen an einer Schnellstraße, Mopsfledermäuse die Dölauer Heide, und Tausende Saatkrähen aus Europas Nordosten finden ihre Schlafbäume im Winter auf Ziegelwiese und Peißnitz.

Mittwoch, 12. Juni

3satm, 21.45 Uhr
Kenia: Kein Platz für wilde Tiere
Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

Animal Planet, 22.35 Uhr
Die Monster-Jäger – Bestien auf der Spur
Sendereihe
In Kentucky treibt angeblich seit 50 Jahren ein riesiger Wolf sein Unwesen. In West Virginia geht die Legende vom „Sheepsquatch“ um, und in den Höhlen von Greenbrier County lauert ein Furcht einflößendes Raubtier auf seine Beute. Solche Horrorgeschichten gehören in den Appalachen beinahe zum Alltag, denn die Menschen dort sind abergläubisch. Obendrein finden sich immer wieder Augenzeugen, die felsenfest behaupten, die besagten Monster mit eigenen Augen gesehen zu haben. In dieser Doku-Serie geht eine Handvoll uriger Naturburschen den Gruselstorys auf den Grund. Die Jäger und Fallensteller haben sich fest vorgenommen, Beweise für die Existenz der mysteriösen Kreaturen zu liefern und sie anschließend einzufangen.

Donnerstag, 13. Juni

hr-fernsehen, 10.30 Uhr
Wildes Deutschland
Grenzgänger am Grünen Band
Eine außergewöhnliche Perlenschnur der Natur zieht sich längs durch Deutschland. Von der Ostsee bis zum Vogtland verbindet sie auf 1.400 Kilometern Länge über 100 verschiedene Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten zum Grünen Band. Raritäten wie Schwarzstorch, Fischotter, Wanstschrecke oder Braunkehlchen finden ideale Bedingungen in Sumpfgebieten, Mooren, Pionierwäldern oder auf Magerrasenflächen. In diesem einzigartigen Biotopverbund leben über 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter über 600 stark gefährdete. Die langgestreckte grüne Oase ist ein besonders geschütztes Gebiet, dessen Ursprung lebensfeindlicher nicht sein kann. Der Tierfilmer Uwe Müller beobachtete das Leben an der alten Grenze über ein Jahr lang zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Bei seinen Wachdiensten in den blühenden Landschaften und neuen Lebensräumen kamen ihm Jäger und Gejagte, aber auch Grenzzeugen vor die Kamera. Der Film zum 25. Jubiläum des Grünen Bandes lässt diesen längsten Biotopverbund Deutschlands dadurch gleichzeitig auch als besondere Erinnerungsstätte lebendig werden.

arte, 15.45 Uhr
Israel – Der Norden
Der Norden Israels erstreckt sich von Tel Aviv über den See Genezareth bis zu den Golanhöhen. Intensive Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden macht die Region zum Brotkorb Israels. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise durch eine vielfältige Kulturlandschaft. Leidenschaftliche Forscher vermitteln zwischen Landwirten, Tieren und Tierfreunden, um die letzten Wildnisgebiete zu erhalten. So haben Wölfe in den Golanhöhen eine sichere Heimat gefunden und Goldschakale bevölkern die Parks der Städte.

Freitag, 14. Juni

WDR Fernsehen, 11.55 Uhr
Wilder Rhein
Die zweiteilige Dokumentation begleitet den Rhein stromaufwärts von der Mündung ins niederländische Wattenmeer durch sechs Länder hinauf zu den Rheinquellen in den Schweizer Alpen und zeigt die Tiere die am oder im Rhein leben. Alteingesessene wie den Hecht, Heimkehrer wie den Biber und Neuankömmlinge wie den Halsbandsittich. Im Mündungsdelta tummeln sich Seehunde und im Oberlauf blicken Steinböcke auf seine Fluten hinab. Smaragdeidechsen, Uhus, Wildschweine und Weinhähnchen gehören zu den tierischen Stars der Sendung wie auch Wasseramsel, Siebenschläfer, Mausohrfledermaus und hunderttausende Wasservögel, die in der kalten Jahreszeit am Rhein rasten und hier überwintern.

Samstag, 15. Juni

MDR Fernsehen, 18.00 Uhr
Heute im Osten – Reportage
Rettung mit Hindernissen: Die Straßenhunde vom Goldstrand
Wenn Jeni Karabishlieva von Frankfurt ins bulgarische Varna reist, dann nicht, um sich am berühmten Goldstrand zu sonnen. Sie will Hunde retten. Denn allein in Varna leben Hunderte Straßenhunde. Viele verwahrlost und krank. Mithilfe von Spendengeldern, die sie über ihren Verein „Animal Hope Bulgaria-Varna“ auch in Deutschland einsammeln, päppeln Jeni und ihre bulgarischen Mitstreiter die Hunde auf und suchen neue Herrchen für sie – vor allem in Deutschland. Doch nun sind die Tierschützerinnen in Aufruhr: Die Regierung in Sofia hat neue Regeln eingeführt – zusätzlich zu geltenden EU-Bestimmungen. Was bedeutet das für ihre Schützlinge? Werden sie sie überhaupt noch an die Tierliebhaber in Deutschland vermitteln können? Blogger Ivailo Vassilev recherchiert für seine Leser. Manche von ihnen haben Angst vor den vielen herrenlosen Hunden oder fürchten, dass sie Touristen abschrecken könnten. Er will wissen, was sich die Behörden von der neuen Regelung verspricht. Ändert sie etwas am Problem mit den Straßenhunden?

arte, 22.40 Uhr
Die Wiedergeburt des Mammuts
Es klingt wie Science-Fiction: Mit Hilfe von Zellproben wollen Wissenschaftler die Gene des Mammuts in das Erbgut des asiatischen Elefanten einschleusen – und so einen Klon erzeugen. Lässt sich das vor Jahrtausenden ausgestorbene Wollhaarmammut tatsächlich wieder zum Leben erwecken? Die Dokumentation begleitet zwei internationale Forscherteams bei ihrem einzigartigen Projekt und ist unter anderem bei der Autopsie eines schockgefrorenen Mammuts in Sibirien dabei. Im Mai 2013 sorgten russische Wissenschaftler für internationale Schlagzeilen: Im Dauerfrostboden einer abgelegenen Insel vor der sibirischen Küste fanden sie einen hervorragend erhaltenen Mammutkadaver. Das Fleisch war so frisch, dass die Forscher sogar davon kosten konnten. Zudem wurden kleine Mengen einer blutähnlichen Flüssigkeit sichergestellt. In der Hoffnung auf verwertbares DNA-Material reisten schon bald südkoreanische Klonspezialisten an, um Zellproben zu entnehmen. Die Auswertungen ergaben, dass es sich bei dem Fund um eine 40.000 Jahre alte Mammutkuh handelt. Doch viele Fragen bleiben offen: Warum blutete das Mammut noch immer? Wie viel Nachwuchs brachte es zur Welt? Wie und woran starb es? Werden eines Tages wieder Mammuts durch die sibirische Tundra streifen? „Die Wiedergeburt des Mammuts“ begleitet das südkoreanische Forscher-Team und trifft Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Harvard, die versuchen, bestimmte Gene des Mammuts in das Erbgut des ihm genetisch am nächsten stehenden asiatischen Elefanten einzuschleusen. Das auf diese Weise entstehende Mischwesen soll seinem prähistorischen Vorfahren ähneln und sich wie dieser verhalten. Die Sendung ist auch online verfügbar von 15/06 bis 23/06 auf dem Internetportal von ARTE.

Sonntag, 16. Juni

MDR Fernsehen, 9.30 Uhr
Überleben
Die Welt entdecken
Als Polarfuchs-Welpe lebt es sich nicht schlecht: Drei Monate lang verwöhnt die Fuchsmutter ihre Kleinen mit Futter, sie haben viel Zeit zum Spielen – bis zu dem Tag, an dem die Mutter der Kindheit ihrer Jungen ein jähes Ende setzt: Sie vertreibt ihren Nachwuchs, schickt ihn in den arktischen Winter! Völlig auf sich allein gestellt streift der junge Fuchs bei -50 Grad Celsius durch die Wildnis, bis zu 100 Kilometer täglich, ständig auf der Suche nach Fressbarem. Um zu überleben, hat er nur eine Chance: Er muss es schaffen, Lemminge zu jagen – aber die wohnen gut versteckt unter dem Schnee. Sie zu erwischen will gelernt sein.

TV-Programm 17.06. - 23.06.2019

Montag, 17. Juni

arte, 18.35 Uhr
Wüstenkönige – Die Löwen der Namib
Am Rande der Namib-Wüste erschließen Rinderhirten ständig neue Weidegebiete für ihre Herden. So geraten die Löwen dort immer öfter in Konflikt mit den Menschen. Sie werden Opfer von hinterhältigen Fallen oder beim Angriff auf Nutz- und Weidetiere erschossen. Ist das Ende für die Wüstenlöwen Namibias gekommen? Mehr als zwei Jahre haben die Naturfilmer Will und Lianne Steenkamp in der kargen Wüste Namibias verbracht, um ein achtköpfiges Löwenrudel durch endlos heiße Tage zu begleiten und filmisch zu porträtieren. Für zwei Jahre haben die Filmemacher Will und Lianne Steenkamp ihre Wohnung mit dem Geländewagen und ihr Bett mit dem Schlafsack getauscht, um an der Seite eines Löwenrudels in der Wüste zu verbringen. Sie tauchen ein in das Leben im Hoanib-Becken der Namib-Wüste und erzählen eine Geschichte voller Emotionen. Die engagierten Kameraleute konnten lückenlos die entscheidenden Momente im Heranwachsen der prächtigen Tiere miterleben. Das porträtierte Löwenrudel setzt sich aus einer sehr erfahrenen Löwin, ihren beiden erwachsenen Töchtern und deren fünf heranwachsenden männlichen Löwenjungen an der Schwelle zum Erwachsenenalter zusammen. Die alte Löwin ist bereits 17 Jahre alt, eine routinierte Jägerin und trotz ihres hohen Alters mutig und wild. Ihre Spezialität ist die Jagd auf Giraffen. Die Löwen der Namib-Wüste sind eine langsam verschwindende Spezies. Löwen sind kaum für ein Leben in derart trockenen Gebieten geschaffen, und nur sehr wenige Rudel haben sich im Lauf von Jahrhunderten an diese Umgebung adaptiert und spezielle Jagdstrategien entwickelt. Damit die kleine Population der Wüstenlöwen überlebt, müssen die jungen Männchen das Erwachsenenalter erreichen und sich mit Weibchen aus anderen Rudeln fortpflanzen. Die Zeit drängt, denn die Löwenpopulation in der Namib ist schon verschwindend klein. Nur wenn die jungen Löwen rasch lernen, selbstständig zu jagen und unabhängig von ihren Müttern zu leben, gibt es überhaupt eine Chance für sie, ein eigenes Rudel zu gründen. Das könnte entscheidend sein für das Überleben einer ganzen Art, denn männliche Löwen gibt es nur mehr wenige in den Wüstenregionen Namibias. Die Dokumentation begleitet drei Löwenweibchen mit ihren fünf Jungen durch die Wüste Namib. Hautnah erlebt das Publikum die entscheidenden Phasen des Abkapselns von den Müttern bis hin zur ersten selbstständigen erfolgreichen Jagd der jungen Löwengang. Die Geschichte folgt den Löwen von den Sandstränden der legendären Skelettküste bis weit in die namibische Wüste, ins Hoanib-Tal, wo die Löwen Tag für Tag durch surreal wirkende Trockenlandschaften ziehen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 17/06 bis 17/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 18. Juni

3sat, 14.20 Uhr
Von Alaska nach Feuerland
Der Banff-Nationalpark ist berühmt für seine Wölfe und Bären. Der Schweizer Peter Dettling fotografiert sie in freier Natur und nimmt Reto Brennwald mit auf eine Foto-Jagd.

arte, 18.35 Uhr
Die Wüstenlöwen der Namib
Aufbruch und Wiederkehr
Die fünf jungen Löwen aus der Dokumentation „Wüstenkönige – Die Löwen der Namib“, die 2015 entstand, sind inzwischen erwachsen geworden. Die Fortsetzung der emotionalen Beobachtung der fünf „Musketiere“ begleitet die Wüstenlöwen auf der Suche nach Weibchen. Doch das hoffnungsvolle Bild endet dramatisch: Nachdem die Löwen in der Nähe einer Siedlung einen Esel reißen, verenden vier von ihnen an Gift. Nur Tullamore überlebt und wird umgehend in ein sicheres Revier gebracht. Die Sendung ist auch online verfügbar von 18/06 bis 25/06 auf dem Internetportal von ARTE.

Mittwoch, 19. Juni

arte, 8.00 Uhr
Unser Wild
Reh und Hirsch
Reh und Hirsch – für die einen sind sie begehrte Jagdtrophäen, für die anderen lästige Waldschädlinge. Über den richtigen Umgang mit Rehen und Rotwild wird seit Jahrzehnten heftig gestritten. Während Rehe überall frei herumlaufen können, dürfen Hirsche in Deutschland nur in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an veränderte Landschaften an. In einigen Regionen haben Rehe eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Nach Ansicht vieler Waldbesitzer und Förster ist vor allem die falsche Art der Jagd schuld. Das einseitige Fördern …

arte, 16.45 Uhr
Der Luchs
Wieder heimisch und doch gefährdet
Sein schlimmster Feind war und ist der Mensch: Der Luchs mit seinen charakteristischen „Pinselohren“ wurde gnadenlos verfolgt. Er galt als Trophäe und Konkurrenz um Wildtiere und war fast ausgerottet. Naturschützer versuchen nun, den Luchs wieder in unseren Wäldern heimisch zu machen. Nach wie vor ist er aber gefährdet. Die größte Raubkatze Europas hat ein fantastisches Hörvermögen und kann das Rascheln einer Maus auf eine Entfernung von fünfzig Metern hören. Dank seiner extrem lichtempfindlichen Augen sieht der Luchs auch bei nächtlicher Jagd noch gut. Ein EU-LIFE-Projekt will dem scheuen Jäger im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein neues Zuhause schaffen. Aus den slowakischen Karpaten und den Schweizer Bergen werden dafür seit 2015 einzelne Tiere im größten deutschen zusammenhängenden Waldgebiet freigelassen. Die Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade folgen den Spuren dieser Luchse. Mit GPS-Sendern, aber auch einzigartigen Luchshunden orten sie die scheuen Tiere und erfahren mehr über die Lebensweise und Gefahren der Raubkatzen. Anders als im Bayerischen Wald und im Harz arbeitet man im Pfälzerwald mit Jägern zusammen, in der Hoffnung, dass die Tiere bald wieder zahlreich durch die Wälder streifen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 19/06 bis 17/09 auf dem Internetportal von ARTE.

rbb Fernsehen, 22.00 Uhr
Wildes Frankreich
Frankreich bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: der Braunbär lebt dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten Frankreichs ist von Bergen geprägt: hier verlaufen die Alpen – hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger hier ist der Wolf. Die Vogesen im Nordosten sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Meter Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau – eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten – eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. An der Atlantikküste nördlich von La Rochelle liegt der Marais Poitevin – eine ausgedehnte Sumpflandschaft mit einer spektakulären Tier- und Pflanzenwelt. Die Cevennen sind die wilde Bergregion im Süden. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Eine ganz spezielle Rolle im „Wilden Frankreich“ spielt Korsika. Die Insel beherbergt eine sehr ursprüngliche Natur – das Naturschutzgebiet La Scandola ist das älteste in ganz Frankreich. Sein Symboltier ist der Fischadler, dessen Bestand hier seit einiger Zeit wieder zunimmt.

Donnerstag, 20. Juni

arte, 5.45 Uhr
Der Luchs
Wieder heimisch und doch gefährdet
Sein schlimmster Feind war und ist der Mensch: Der Luchs mit seinen charakteristischen „Pinselohren“ wurde gnadenlos verfolgt. Er galt als Trophäe und Konkurrenz um Wildtiere und war fast ausgerottet. Naturschützer versuchen nun, den Luchs wieder in unseren Wäldern heimisch zu machen. Nach wie vor ist er aber gefährdet. Die größte Raubkatze Europas hat ein fantastisches Hörvermögen und kann das Rascheln einer Maus auf eine Entfernung von 50 Metern hören. Dank seiner extrem lichtempfindlichen Augen sieht der Luchs auch bei nächtlicher Jagd noch gut. Ein EU-LIFE-Projekt will dem scheuen Jäger im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein neues Zuhause schaffen. Aus den slowakischen Karpaten und den Schweizer Bergen werden dafür seit 2015 einzelne Tiere im größten deutschen zusammenhängenden Waldgebiet freigelassen. Die „Xenius“-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade folgen den Spuren dieser Luchse. Mit GPS-Sendern, aber auch einzigartigen Luchshunden orten sie die scheuen Tiere und erfahren mehr über die Lebensweise und Gefahren der Raubkatzen. Anders als im Bayerischen Wald und im Harz arbeitet man im Pfälzerwald mit Jägern zusammen, in der Hoffnung, dass die Tiere bald wieder zahlreich durch die Wälder streifen.

arte, 8.00 Uhr
Unser Wild
Sein Name ist Hase
Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens dämmerungs- und nachtaktiv. Leider gibt es kaum noch Nachwuchs, in vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung durch intensive Landwirtschaft zu schaffen. Doch es geht auch anders, wie der Jäger Michael Höfler in Baden-Württemberg beweist. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ Lange Ohren, braunes Fell und auf flinken Pfoten unterwegs: Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens als Einzelgänger dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber dagegen kann man die Langohren am besten zwischen Januar und August beobachten, wenn die Feldhasen Hochzeit halten. Doch Nachwuchs gibt es kaum noch. In vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. In einigen Bundesländern Deutschlands steht er mittlerweile sogar auf der Roten Liste der bedrohten Säugetiere. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung zu schaffen. Das Gesicht unserer gewohnten Kulturlandschaft verändert sich dramatisch. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit riesigen Monokulturen und zahllosen Maisfeldern vernichtet vielerorts noch intakte Natur – genau das ist der Hasenkiller Nummer eins. Es geht auch anders. In Deutschland leben elf Hasen pro Quadratkilometer. In einem Revier des Jägers Michael Höfler in Baden-Württemberg dagegen sind es zehnmal so viele. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ Wissenschaftlerinnen der Universität Potsdam und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin wollen wissen, warum in Nordostdeutschland die Hasenbestände drastisch zurückgehen und in Bayern noch relativ stabil sind. Wo liegt eigentlich die Hasenhauptstadt Deutschlands, und warum gibt es immer mehr Hasenfindelkinder?

arte, 18.35 Uhr
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Servale – Afrikas unbekannte Katzen
Auf einer Reise durch die Serengeti entdeckt der Zuschauer abseits von Löwen, Elefanten und Büffeln weitestgehend unbekannte Tierarten, die am unteren Ende der Nahrungskette stehen. In der Hauptrolle: der Serval, Afrikas unbekannte Katze. Der Serval gehört zu den überlebensstärksten Raubtieren der afrikanischen Savannen und doch kennt kaum jemand das dem Geparden ähnelnde Tier. Afrikaspezialist Reinhard Radke setzt die Raubkatzen mit neuester Kameratechnik und in spektakulären Zeitlupen in Szene. In einigen afrikanischen Nationalparks wie der Serengeti zwischen Tansania und Kenia existiert noch heute ein Ökosystem mit all seinen natürlichen Bewohnern – von den ganz Großen bis zu den ganz Kleinen. Kaum größer als eine heimische Hauskatze, gehört der Serval zu den erfolgreichsten Raubtieren der afrikanischen Savannen. Sein Fell ähnelt in Farbe und Muster dem von Geparden. Mit seinem kleinen Kopf, den großen, runden Ohren und ungewöhnlich langen Beinen wirkt Afrikas unbekannte Katze wie eine grazile Miniaturausgabe der Sprintweltmeister. Das Dasein des Servals ist ein immerwährendes Jagen und Gejagt werden. Denn er befindet sich in der Mitte der Nahrungskette und führt während seiner Suche nach der nächsten Beute ein gefährliches Leben im Schatten der großen Raubtiere. Die großen Ohren der schlanken Raubkatze sind ihr wichtigstes Werkzeug: Sie helfen beim Aufspüren von Beute und Feind zugleich. Servale sind Einzelgänger und leben unauffällig. Sie verharren geräuschlos im hohen Gras der Savanne, um mit Hilfe ihres exzellenten Gehörs die Beute zu lokalisieren und sich dann mit einem langen Satz darauf zu stürzen. Doch ständig begleitet von aufgeregten Vögeln, kann er sich bei der Jagd auf Buschhasen, Gazellenkitze und Frankoline kaum unbemerkt bewegen. Hat die hungrige Katze keinen Erfolg bei größeren Tieren, muss sie auf Nager und Insekten ausweichen. In Naturfilmen spielen unbekannte Tiere wie der Serval meist nur eine Nebenrolle. Diese Dokumentation rückt die Savannenbewohner am unteren Ende der Nahrungskette in den Fokus. Afrikaspezialist Reinhard Radke setzt die Servale mit neuester Kameratechnik und in spektakulären Zeitlupen in Szene. Die Sendung ist auch online verfügbar von 20/06 bis 20/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Freitag, 21. Juni

arte, 18.35 Uhr
Bedrohte Wildnis
Botswana, auf den Fährten der Zebras
Von allen afrikanischen Großtieren legen Zebras die längsten Strecken zurück. Über 280 Kilometer wandern die rund 250.000 Tiere jährlich vom Okavango-Delta bis zu den grünen Weideflächen des Nationalparks Makgadikgadi Pans. Doch ihr Weg dorthin ist voller Gefahren: Allzu oft werden die Zebras von Zäunen und Viehgattern aufgehalten, mit denen die Viehwirte ihren Bestand vor Krankheiten und einheimischen Raubtieren schützen wollen. Können sie die künstlichen Barrieren nicht überwinden, fallen die Zebras ihren natürlichen Feinden zum Opfer oder sterben an Hunger und Durst. Die Sendung ist auch online verfügbar von 21/06 bis 29/06 auf dem Internetportal von ARTE.

Animal Planet, 21.00 Uhr
North Woods Law – Die Wildlife-Ranger
Von den schneebedeckten Bergen der Appalachen bis zu den felsigen Ufern des Atlantiks: Die wild zerklüftete Landschaft in New Hampshire ist ein Mekka für abenteuerhungrige Outdoor-Fans. Jagen, Fischen und Wandern gehören bei Einheimischen wie Touristen zu den beliebtesten Aktivitäten. Damit die traumhaft schöne Natur auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt, sind die Beamten des „New Hampshire Fish and Game Department“ pausenlos im Einsatz. Lebensgefährliche Rettungsaktionen, halsbrecherische Verfolgungsjagden oder bedeutende Projekte zum Artenschutz – Diese Dokumentarserie begleitet die Männer und Frauen der Wildlife-Behörde bei ihren vielschichtigen Aufgaben in freier Natur. Ein Notruf geht bei der Wildlife-Behörde von New Hampshire ein: Auf dem Gelände einer Schule wurde ein Bär gesichtet! Conservation Officer Chris McKee und Biologe Pat Tate verlieren keine Zeit und eilen zum Einsatzort in Manchester. Das völlig verängstigte Tier hat sich auf einen Baum gerettet. Jetzt soll ein gezielter Schuss mit dem Betäubungsgewehr den Schwarzbären zu Fall bringen, bevor Menschenleben in Gefahr geraten. Später rücken Matt Holmes und Kollege Jim Sears zu einer Rettungsmission am Mount Washington aus. Zwei Wanderer stecken im Schneegestöber fest und ihnen droht der Kältetod! Dank einer großangelegten Suchaktion kann das Pärchen per Helikopter in Sicherheit gebracht werden.

Samstag, 22. Juni

Animal Planet, 20.15 Uhr
Kampf den Elfenbeinjägern
Mehr als 30 000 Elefanten werden jährlich Opfer einer neuen Generation von Wilderern. Ihre Gier nach den wertvollen Stoßzähnen der Tiere kennt keine Grenzen. Vor allem in China ist der illegale Elfenbeinhandel ein Milliardengeschäft. Die Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Wildlife Works riskieren ihr Leben, um die skrupellosen Wilderer zu stoppen und die Dickhäuter zu schützen. Unterstützt wird ihr Kampf gegen die Elfenbeinjäger von ehemaligen US Navy Seals, die sich mit den Vorgaben der Tierschützer etwas schwer tun, denn das Team von Wildlife Works lehnt Waffeneinsatz strikt ab.

Sonntag, 23. Juni

arte, 13.40 Uhr
Unser Wild
Reh und Hirsch
Reh und Hirsch – für die einen sind sie begehrte Jagdtrophäen, für die anderen lästige Waldschädlinge. Über den richtigen Umgang mit Rehen und Rotwild wird seit Jahrzehnten heftig gestritten. Während Rehe überall frei herumlaufen können, dürfen Hirsche in Deutschland nur in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an veränderte Landschaften an. In einigen Regionen haben Rehe eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Nach Ansicht vieler Waldbesitzer und Förster ist vor allem die falsche Art der Jagd schuld. Das einseitige Fördern von jagdlich interessanten Tieren und der Wunsch, möglichst große Trophäen zu erbeuten, gehe auf Kosten des Waldes. Der Rothirsch gilt als der „König der Wälder“, und seit Jahrhunderten ist er ein Politikum. Weil die Bauern für Schäden auf Feldern und Wiesen vom Jagdpächter Entschädigung fordern können, vertreiben die Jäger den „Schädling“ in den Wald. Dem „König des Waldes“, der eigentlich ein Steppentier ist, wird sein Reich aufgezwungen. Und er schädigt es: Mangels Gras fressen Rothirsche junge Bäume und schälen Rinde ab. Während Rehe überall frei herumlaufen können, dürfen Hirsche in Deutschland nur in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Zwischen diesen Inseln gibt es keine Verbindung, Wanderungen sind nicht möglich. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an die durch den Menschen veränderte Landschaft an und können so ständig neue Lebensräume besiedeln. Das Reh besiedelte ursprünglich Waldrandzonen und -lichtungen. Mittlerweile kommt es auch in offener, fast deckungsloser Agrarsteppe vor. Die Folgen sind dramatisch: In einigen Regionen haben Rehe eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Die Maßnahmen der Schadensbegrenzung werden kontrovers gesehen. Sie reichen vom Einzäunen über eine Verringerung des Rehbestandes durch Abschuss bis hin zur wildgerechteren Waldwirtschaft. Allerdings ist jede Maßnahme mit erheblichem Aufwand verbunden. Der Hauptstreitpunkt ist und bleibt die Jagd. Die Zahl der erlegten Rehe hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, aber um den Bestand so zu dezimieren, dass sich die Waldschäden verringern, würde nur eine gezielte Bejagung helfen. Nach Ansicht vieler Waldbesitzer und Förster ist vor allem die falsche Hege durch die Jäger für die hohen Rehwildbestände verantwortlich. Das einseitige Fördern von jagdlich interessanten Tieren und der Wunsch, möglichst große Trophäen zu erbeuten, gehe auf Kosten des Waldes. Von Seiten der Wildbiologen heißt es zudem, Wildfütterung sei unnatürlich, denn das Wild sei durch die lange Evolution an den winterlichen Nahrungsengpass angepasst. Fütterung sei daher oftmals kontraproduktiv, da sie die Reproduktionsrate erhöhe und damit das Wald-Wild-Problem zusätzlich anheize.

TV-Programm 24.06. - 30.06.2019

Montag, 24. Juni

rbb Fernsehen, 5.45 Uhr
Leben unter Bäumen – Ein Jahr im Wald
Seelensdorf – ein kleiner Ort im Wald des Domstifts Brandenburg. Hier leben 35 Einwohner, umgeben von 1.900 Hektar Wirtschaftswald aus Kiefern, Eichen, Buchen, Lärchen und Erlen. Mitten drin: Hirsche, Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. Es fährt kein Bus, es gibt keinen Laden, dafür aber ein Sägewerk mit sieben Mitarbeitern. Das ist das Reich von Förster Friedrich Hinz. Seit 27 Jahren ist er Domstiftsforstmeister in Seelensdorf. Mit seiner Frau und seiner 12-jährigen Tochter lebt er in einer Dienstwohnung mitten im Dorf. Für ihn ist der Wald Lebensraum, Arbeitsplatz, Wirtschaftsfaktor und Naturparadies. Die Kamera hat Friedrich Hinz ein Jahr lang im Seelensdorfer Forst begleitet.

3sat, 20.15 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies. Kurt Mayer und Judith Doppler haben das „sagenhafte Juwel der Alpen“ mehr als ein Jahr lang bereist. Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben „das Land der bleichen Berge“, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lassen sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten. Mit atemberaubender Geschicklichkeit queren Gämsen eine nahezu senkrechte Wand. Im Alpenglühen zieht der Steinadler zwischen bizarren Zinnen und Türmen seine Kreise. Im Gewittersturm treiben Schlernbauern ihr Vieh über lebensgefährliche Steige auf die Sommeralm. Auf der Fanes-Hütte, dem höchsten ganzjährig bewohnten Anwesen Südtirols, auf den Höfen des Ahrntals, im Vilnöß und auf den abenteuerlichen Steigen des Schlern verbinden sich Tradition mit Naturschutz und moderner Alpinwirtschaft.

Dienstag, 25. Juni

3sat, 14.05 Uhr
Der Prinz der Alpen
Es ist das imposanteste Schauspiel des Jahres in den Alpen: die Brunft des Rotwildes. Die stärksten Hirsche versammeln einen Harem und verteidigen ihn gegen Rivalen. Die Dokumentation begleitet ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens. Sie beginnt mit den ersten Lebenstagen, schildert die weiten Wanderungen mit seiner Mutter, das Zusammenleben im Rudel und den Überlebenskampf des Wildes im Winter.

Phoenix, 20.15 Uhr
Kielings wildes Afrika
Seit 25 Jahren bereist Andreas Kieling als Tierfilmer die Welt und berichtet von den schönsten Tierparadiesen. In dieser Folge widmet er sich ausschließlich dem afrikanischen Kontinent. Extreme jeder Art stehen immer wieder im Vordergrund: Von der legendären Serengeti und dem Mahale-Nationalpark in Tansania geht es ins äthiopische Hochland. Um die seltenen äthiopischen Wölfe geht es am nächsten Ziel. Andreas Kieling begleitet in den Bale-Bergen, der größten zusammenhängenden alpinen Landschaft des Kontinents, den argentinischen Biologen Claudio Sillero-Zubiri. Der Wolfsspezialist bekämpft seit Jahren die Ansteckung der Wölfe mit Tollwut durch die Hütehunde der Bauern.

Mittwoch, 26. Juni

3sat, 13.15 Uhr
Mit Bärenwaisen durchs Tigerland
Seit 25 Jahren lebt der schweizerisch-kanadische Bärenforscher Reno Sommerhalder unter Bären. 2013 macht er sich im äußersten Osten Sibiriens an ein besonders ambitioniertes Projekt. Zusammen mit dem russischen Biologen Sergey Kolchin bringt er junge Bärenwaisen durch ihren ersten Sommer. Die beiden Forscher kümmern sich um insgesamt elf Bärenwaisen, deren Mütter von Jägern getötet wurden. Ohne sie hätten die Kleinen keine Überlebenschancen. Mit vier jungen Schwarzbären sind die beiden Männer bis Ende des Herbstes unterwegs, bevor sich die Tiere zur Winterruhe zurückziehen. Doch Menschen als Ersatzmütter, kann das gut gehen?

rbb Fernsehen, 22.45 Uhr
Die Südheide
Wälder, Wiesen, weites Land
Wälder und Felder, Moore und Heide, Schäfer und Schnucken: das sind die Merkmale einer Landschaft, die schon vor 100 Jahren vom Heimatdichter Hermann Löns wegen ihrer Urwüchsigkeit gepriesen wurde. Dabei ist die Region im Städtedreieck Celle, Walsrode und Uelzen alles andere als naturbelassen. Jahrhundertelang wurde sie von Heidebauern geprägt und als norddeutsche Kulturlandschaft geformt. Der Film erzählt von einem fast unbekannten Landstrich, der vom Menschen seit Jahrhunderten stark beeinflusst und dennoch vielgestaltig ist. Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene.

Donnerstag, 27. Juni

Animal Planet, 20.15 Uhr
Wolf vs. Wilderer
Wolves and Warriors – Die Wolfstherapie
Am Mythos Wolf scheiden sich die Geister. Einst von Kelten und Germanen als übernatürliches Wesen verehrt, steht Canis lupus bei Jägern oft auf der Abschussliste. Der schlechte Ruf als Viehdieb eilt den Raubtieren voraus, so dass der Wolf beinahe ausgerottet wurde. Navy-Veteran Matthew Simmons und Psychologin Dr. Lorin Lindner verfolgen beim Schutz der Tiere einen völlig neuen Ansatz. Sie sind überzeugt, dass der Kontakt zu Wölfen auch Menschen heilen kann! Im kalifornischen Los Padres National Forest betreibt das Ehepaar das „Lockwood Animal Rescue Center“. Hier bekommen gerettete Problemwölfe und traumatisierte Ex-Soldaten, die sich um die Tiere kümmern, eine zweite Chance im Leben… Start frei für „Operation Wolfguard“! Das Team des „Lockwood Animal Rescue Center“ rückt zu einem dreimonatigen Einsatz aus: In den Wäldern des Bitterroot National Forest in Montana wollen die Tierschützer Jagd auf illegale Wolfsjäger machen. Die groß angelegte Undercover-Mission soll helfen, die majestätischen Raubtiere in ihrem angestammten Lebensraum zu verteidigen. Denn sämtlichen Verboten zum Trotz werden hier immer wieder Fallen aufgestellt oder sogar einzelne Exemplare geschossen. Was dabei oft in Vergessenheit gerät: Der Wolf gehört zum Ökosystem dazu und leistet einen wichtigen Beitrag, natürliche Prozesse im Gleichgewicht zu halten!

Freitag, 28. Juni

3sat, 9.45 Uhr
Eine Reise durch Niederösterreichs Naturparke
Von wilden Tieren, Mooren und Ruinen
Was verbindet 200 Jahre alte Rotbuchen, verspielte Fischotter, fleischfressende Pflanzen und begeisterte Sternengucker? Sie alle sind in den niederösterreichischen Naturparks zu finden. Von den 47 derartigen geschützten Landschaften in ganz Österreich liegen 22 in Niederösterreich – einige davon werden in diesem Film vorgestellt. Die Reise beginnt im Naturpark Hohe Wand, wo sich alpine und pannonische Vegetation mischen. Am imposanten „Sky Walk“ können Naturparkbesucher – fast frei schwebend über dem Abgrund – hautnah Felsen, Alpenblumen und die atemberaubende Landschaft erleben. Eindrucksvolle Aufnahmen zeigen auch ganz junge Steinböcke, die hier mittlerweile in einer stattlichen Population leben. Nicht zuletzt erklärt ein ehemaliger Austrian-Airlines-Pilot, warum er gerade hier Schlitten- und Wagenfahrten mit Huskys anbietet.

Samstag, 29. Juni

arte, 12.55 Uhr
Wildes Österreich – Die Kraft des Wassers
Vom Gletscher geformt
Opulente filmische Reise durch eines der schönsten Länder der Welt. Vom der schneebedeckten eisigen Welt des Hochgebirges mit seinen mächtigen Gletschern, tosenden Wasserfällen und reißenden Gebirgsbächen, durch die letzten Urwälder bis zum warmen Steppensee, folgt die Dokumentation den Spuren des Wassers – dem Element, das die vielfältige Natur dieses Landes geprägt hat wie kein anderes. Wo Österreich den Himmel berührt: Die österreichischen Alpen sind eine faszinierende Welt mit berühmten Gipfeln. Der 3.798 Meter hohe Großglockner ist nicht nur die markanteste Spitze im Nationalpark Hohe Tauern, sondern auch so etwas wie der österreichische Mythenberg. 8.000 Menschen stehen in guten Sommern auf seinem Gipfel. Doch im Winter ist es eine einsame Welt. Österreichs Wilder Osten: Während am höchsten Punkt Österreichs lange noch Einsamkeit herrscht, hat am tiefsten Punkt, dem Neusiedler See, längst der Frühling begonnen. Millionen Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück. Zum Kuckuck! Zurück ist auch ein ganz spezieller Vogel. Der Kuckuck baut kein Nest, brütet keine Eier und zieht keine Jungen groß. Er lässt andere für sich arbeiten. Mit raffinierten Tricks hat er sein Brutgeschäft ausgelagert.

arte, 13.40 Uhr
Wildes Österreich – Die Kraft des Wassers
Im Fluss der Zeit
Wasser ist nicht nur die Grundlage alles Lebens, es hat Österreich auch einige der spektakulärsten Naturwunder Europas geschenkt. In tiefen Wäldern springen Entenküken von hohen Bäumen, um schwimmen zu lernen, in unzugänglichen Klammen hat eine Urform der Forelle überlebt, und in reißenden Wildflüssen hat das älteste Wirbeltier der Welt über Jahrmillionen überdauert. Gänsesäger haben in einer alten Weide am Flussufer des Kamp gebrütet. Die Küken sind gerade geschlüpft, schon verlässt die Mutter das Nest. Die Küken rufen nach ihr. Vom Fluss aus versucht sie, die Küken aus der Höhle zu locken. Was folgt, ist ein Sprung ins kalte Wasser. Stärker als Stein: Wasser ist stärker als Stein. Es gewinnt immer den Kampf dieser beiden Elemente. Im Gesäuse kann man dieses Ringen eindrucksvoll erleben. Es ist eine von Eis und Wasser geschaffene Hochgebirgslandschaft, die in puncto Schönheit ihresgleichen sucht. Land am Strom: In der größten zusammenhängenden natürlichen Au Mitteleuropas lässt sich erahnen, wie Österreichs Flussniederungen bis ins Mittelalter ausgesehen haben. Dieses Naturparadies hat sich vor den Toren Wiens erhalten, denn die Donau-Auen konnten als Nationalpark vor Kraftwerksprojekten gerettet werden.

Sonntag, 30. Juni

arte, 12.40 Uhr
Die Wiedergeburt des Mammuts
Es klingt wie Science-Fiction: Mit Hilfe von Zellproben wollen Wissenschaftler die Gene des Mammuts in das Erbgut des asiatischen Elefanten einschleusen – und so einen Klon erzeugen. Lässt sich das vor Jahrtausenden ausgestorbene Wollhaarmammut tatsächlich wieder zum Leben erwecken? Die Dokumentation begleitet zwei internationale Forscherteams bei ihrem einzigartigen Projekt und ist unter anderem bei der Autopsie eines schockgefrorenen Mammuts in Sibirien dabei. Im Mai 2013 sorgten russische Wissenschaftler für internationale Schlagzeilen: Im Dauerfrostboden einer abgelegenen Insel vor der sibirischen Küste fanden sie einen hervorragend erhaltenen Mammutkadaver. Das Fleisch war so frisch, dass die Forscher sogar davon kosten konnten. Zudem wurden kleine Mengen einer blutähnlichen Flüssigkeit sichergestellt. In der Hoffnung auf verwertbares DNA-Material reisten schon bald südkoreanische Klonspezialisten an, um Zellproben zu entnehmen. Die Auswertungen ergaben, dass es sich bei dem Fund um eine 40.000 Jahre alte Mammutkuh handelt. Doch viele Fragen bleiben offen: Warum blutete das Mammut noch immer? Wie viel Nachwuchs brachte es zur Welt? Wie und woran starb es? Werden eines Tages wieder Mammuts durch die sibirische Tundra streifen? „Die Wiedergeburt des Mammuts“ begleitet das südkoreanische Forscher-Team und trifft Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Harvard, die versuchen, bestimmte Gene des Mammuts in das Erbgut des ihm genetisch am nächsten stehenden asiatischen Elefanten einzuschleusen. Das auf diese Weise entstehende Mischwesen soll seinem prähistorischen Vorfahren ähneln und sich wie dieser verhalten.