JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 13. Februar 2022.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 17.01.2022 - 23.01.2022

Montag, 17. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Rentiere auf dünnem Eis
Seit Jahrtausenden ziehen Nomaden mit ihren Herden durch die Tundra im arktischen Sibirien, doch die alten Wanderrouten werden durch den Klimawandel bedroht – die Rentiere bewegen sich auf dünnem Eis. Der Klimawandel hat die Nenzen und ihre Rentiere erreicht. Das riesige Gebiet am russischen Polarkreis liegt wie im Fieber. Ureinwohner und Wildtiere spüren die Folgen der Erwärmung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen das Ausmaß und die Konsequenzen der Veränderungen zu erfassen. Ein Schlüssel zu ihrem Verständnis liegt in der tiefgefrorenen Erde Sibiriens. Dort geraten die natürlichen Fundamente ins Wanken. Riesige Krater, wie der Kessel von Batagai, öffnen sich im tauenden Permafrostboden und legen Urzeitknochen sowie Urzeitgefahren durch Viren und Bakterien frei. Unheilvolle Verkettungen der Erderwärmung: Waldböden trocknen aus wie Zunder und die Taiga gerät in Flammen. Die Packeisfelder vor den Küsten schmelzen und nehmen Eisbären den Lebensraum. Hungrige Bären dringen in menschliche Siedlungen vor oder wildern Kolonien der extrem seltenen Elfenbeinmöwen. Die Veränderungen in der Natur fügen sich mit den Messungen von Forscherinnen und Forschern und Beobachtungen der Ureinwohner zu einem beunruhigenden Gesamtbild: In der russischen Arktis wurde die „Büchse der Pandora“ geöffnet. „Rentiere auf dünnem Eis“ zeigt in beeindruckenden und bedrückenden Bildern bereits real existierende Auswirkungen, Phänomene und unheilvolle Verkettungen der Erderwärmung. Doch es gibt nicht nur Verlierer. Mit dem Abschmelzen des Eises wird das größte Land der Welt auch noch ein bisschen größer.

3sat, 21.45 Uhr
Zentralkalahari – Nur für Löwen?
Die Zentralkalahari im Herzen Botswanas ist das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Immer noch ist das fast 53.000 Quadratkilometer große Schutzgebiet touristisch kaum erschlossen. Weltberühmt ist die Zentralkalahari für seine schwarz-mähnigen Löwen. Gegründet wurde das Schutzgebiet jedoch ursprünglich, um den letzten hier lebenden Jäger und Sammler Kulturen der San Schutz vor Landnahmen durch Viehhirten zu gewähren. Doch deren Lebensweisen gelten der heutigen botswanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des dritten Jahrtausends wurden die San aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen im Jahr 2006 ein Rückkehrrecht in das heiß umkämpfte Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.

Dienstag, 18. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Winterwelten
Die Filmemacher Annette und Klaus Scheurich haben auf ihrer Winterreise durch die Natur Deutschlands zauberhafte Bilder von weißen Schneelandschaften eingefangen. In eindrucksvollen, aber auch heiteren und humorvollen Aufnahmen, zeigen sie, wie die heimische Tierwelt über den Winter kommt. Der Winter ist eine Zeit voller Gegensätze. Neuschnee umhüllt Berge und Täler mit einem weißen Schleier und verzaubert das Land auf märchenhafte Weise. Glitzernde Eisskulpturen entstehen wie zerbrechliche Kunstwerke aus Kälte und Wasser. Und wenn die Sonne scheint, funkelt die Welt plötzlich in einem ganz neuen Licht. Für viele Tiere beginnt jedoch eine Zeit der Entbehrungen und ein täglicher Kampf ums Überleben. Ob Fuchs, Maus, Wildschwein, Hirsch, Eichhörnchen oder Vogel – jeder versucht auf seine Weise dem Hunger und der Kälte zu trotzen. Ein dichtes Winterfell oder Daunenkleid schützt vor der Kälte, aber die Nahrung ist für alle knapp. Hirsche fahren ihren Stoffwechsel herunter, um mit dem kargen Futter auszukommen und bewegen sich möglichst wenig, um keine Energie zu verschwenden. Wasservögel müssen sich bewegen, denn sonst frieren sie auf dem Eis fest. Eichhörnchen haben gut vorgesorgt und machen sich auf die Suche nach ihren heimlichen Nahrungsvorräten, die sie bereits im Herbst versteckt haben. Der Fuchs dagegen muss ständig jagen. Es ist kein leichtes Unterfangen unter dem Schnee Mäuse zu fangen, und häufig auch vergebens. Die Strategien der Natur sind vielfältig und voller Wunder und führen oft zu erstaunlichen, aber auch heiteren Begebenheiten.

Mittwoch, 19. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Äthiopien – Im Hochland der Wölfe
Äthiopiens Hochland ist einzigartig. Monumentale Felstürme und tiefe Schluchten wechseln sich auf engstem Raum ab. Die eindrucksvolle Landschaft ist einer der artenreichsten Lebensräume der Erde. Der Äthiopische Wolf steht wie kein anderer Bewohner der Hochplateaus für die Einzigartigkeit, aber auch für die Verletzlichkeit dieser Region. Der Äthiopische Wolf steht wie kein anderer Bewohner der Hochplateaus für die Einzigartigkeit, es gibt weltweit nur noch weniger als 500 Exemplare. Äthiopische Wölfe sind eng mit dem Europäischen und dem Amerikanischen Wolf verwandt. Im Laufe der Jahrtausende haben sich die „Wölfe mit dem roten Fell“ perfekt an ihren extremen Lebensraum angepasst. Ihre Hauptnahrung sind die bis zu ein Kilo schweren Riesenmaulwurfsratten. Auch sie gibt es nur im Hochland von Äthiopien. Äthiopische Wölfe müssen natürliche Konkurrenz und Jäger kaum fürchten. Ihre Beute ist im Überfluss vorhanden, Wilderei oder Trophäenjagd gibt es nicht. Dennoch sind sie vom Aussterben bedroht. Der Grund ist die Tierseuche Staupe, die mit den Viehzüchtern und ihren Hunden als tödliche Gefahr ins Hochland gelangt ist. Der Film erzählt die Geschichte der Wölfin Megeti. Sie hat ihr Rudel durch die Staupe verloren und ist auf sich allein gestellt. Die Suche nach einer neuen Familie führt sie in Territorien, die von fremden Wölfen oder Viehzüchtern besetzt sind. Zwei Jahre lang arbeiteten die Tierfilmer Yann Sochaczewski und Henry Mix im Hochland von Äthiopien, um das Leben der „roten Wölfe“ und anderer seltener Tierarten zu dokumentieren. Entstanden ist ein Film, der mit charismatischen Protagonisten in eine atemberaubende Region der Welt entführt, die so bislang kaum im Fernsehen gezeigt werden konnte.

Donnerstag, 20. Januar

arte, 17.50 Uhr
Könige des Himmels – Seeadler
Der Lebensraum der Seeadler erstreckt sich bis weit in den Norden unseres Kontinents. Bis zu sieben Kilogramm Gewicht, Flügel, die fast zweieinhalb Meter spannen, und zwei muskulöse Fänge mit nadelspitzen Krallen – der Seeadler ist perfekt für das Jagen ausgestattet und gilt deshalb als Sinnbild für Macht und Stärke. Hoch im Norden Europas finden die majestätischen Vögel alles, was sie zum Leben brauchen: Wälder, Seen und Sümpfe im Wechsel, kaum Landwirtschaft und wenig Menschen. Aber auch bei uns in Deutschland sind mittlerweile wieder mehr als 700 Seeadlerreviere besetzt – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. Die Dokumentation zeigt spektakuläre Bilder, etwa von den norwegischen Lofoten, wo die Adler mit den Orcas und Buckelwalen ziehen und von deren Jagderfolg profitieren. Oder aus den Mooren Finnlands, wo die Seeadler die Nähe zu Wolf und Bär suchen, denn auch hier profitieren sie von dem Jagdglück anderer. Bei uns in Deutschland leben die meisten Seeadler im gewässerreichen Nordosten der Republik. Der Film begleitet die Adler, die auf einer von Hunderten Kormoranen besiedelten Insel unterwegs sind, um dort die „Babynahrung“ der Kormoran-Küken zu fressen. Auch hier zieht der Adler wieder einmal Profit aus dem Erfolg der Mitgeschöpfe in seinem Lebensraum. Dank engagierter Naturschützer, Förster und Jäger haben in unseren Wäldern noch nie so viele Seeadler gebrütet wie heute, und die Zeiten, in denen Adler als Schädlinge betrachtet wurden, sind endgültig vorbei. Andere Bedrohungen, wie die bleihaltige Jagdmunition, sind überschaubar. Nur eines fehlt dem Seeadler: eine Wildnis, in der sich auch die großen Tiere entfalten können, in der Herden von Huftieren und Räuber wie Wolf und Bär wieder heimisch sind. Dann kann der „Vogel Phönix“ die Großtiere begleiten und darauf warten, dass etwas für ihn abfällt, und er ist nicht mehr so sehr auf den Menschen angewiesen. Die Rückkehr des Seeadlers ist ein Vorzeigeprojekt des Artenschutzes, doch weiterhin muss die Unberührtheit seiner Lebensräume bewahrt werden.

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Land der Adler – Britisch Kolumbien im Winter
Britisch Kolumbien – die Austragungsorte der Olympischen Spiele 2010 – werden gesäumt von einer einzigartigen Landschaft, einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Wie reagierten Natur und Mensch auf den Ansturm der Olympiatouristen 2010? Winter bedeutet in Britisch Kolumbien Temperaturen von plus 10 bis minus 30 Grad. Warme Küsten, Kaltregenwälder, hochalpine Regionen und Gletscher formen die Westküste Kanadas. Die Gegend weist eine einzigartige Landschaft und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf. Von und mit dieser Natur leben bis heute die einheimischen Indianer. Der Ansturm der Olympiatouristen 2010 löste bei den einen Furcht vor dem Verlust ihres wertvollen Lebensraums aus, die anderen erhofften sich neue Einnahmequellen.

Freitag, 21. Januar

arte, 18.35 Uhr
Yukons Grizzlys
Ein mächtiger Berg, tief im eisigen Nordwesten Kanadas, ist die Heimat der jungen Bärin Sophie. Der Film erzählt die bemerkenswerte Geschichte, wie aus dem unerfahrenen Grizzlyweibchen eine hingebungsvolle Mutter wird. Dank ihrer Ausdauer und des einzigartigen Nahrungsreichtums eines ganz besonderen Flusses schafft sie es, sich gegen alle Widrigkeiten zu behaupten. In dieser unberührten und unbarmherzigen Eiswildnis im hohen Norden Kanadas zieht die junge Mutter erfolgreich zwei Junge groß und führt sie durch das schwierigste Jahr ihres Lebens. Im Schatten eines mächtigen Berges beginnt die Geschichte einer jungen Grizzlybärin – Sophie. In einer unbarmherzigen Wildnis kämpft sie darum, ihren Platz zu finden. Für Sophie ist die Nahrungsbeschaffung in diesem Jahr besonders wichtig. Die junge Bärin hat zum ersten Mal Nachwuchs. Doch gerade jetzt, da sie so sehr auf Nahrung angewiesen ist, bleiben die Lachse aus. Das Leben der Bärenfamilie steht auf dem Spiel. Wenn sie jetzt nicht genug fressen, werden Sophie und die Jungen den Winter nicht überleben. Erst mit mehreren Wochen Verspätung erreicht die Wanderung der Lachse ihr Ziel. Jedes Jahr begeben sich Zehntausende Ketalachse auf die mehr als 2.500 Kilometer lange Reise vom Beringmeer bis zu den Flüssen des Yukon, um dort zu laichen. Nun braucht Sophie all ihre Erfahrung und ihr Geschick, um die verlorene Zeit aufzuholen. Doch sie muss nicht nur die flinken Fische erbeuten, sondern auch den kräftigen Männchen aus dem Weg gehen, die ihren Jungen gefährlich werden könnten. Sie muss ihre Jungen immer im Auge behalten, denn sie sind dauerhaft in Lebensgefahr. Es braucht Mut und Ausdauer, sich bei der Lachsjagd gegen die stärkeren Bärenmännchen durchzusetzen. Von der Nahrung, die sie jetzt zu sich nimmt, muss sie ihren ganzen Winterschlaf über zehren. Aber nicht nur sie selbst, sondern auch ihre zwei Jungbären. Eine große Aufgabe für die junge Grizzlybärin. Wird Sophie es schaffen, sich zu behaupten und ausreichend zu fressen, bevor der lange eisige Winter einbricht?

Samstag, 22. Januar

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Kleiner Tiger in bayerischen Wäldern
Es ist noch nicht lange her, da waren Wildkatzen weit verbreitet in Europa. Heute sind sie fast überall verschwunden. Doch es gibt sie noch. Nur bekommt kaum jemand sie zu Gesicht. Kleine Populationen von Wildkatzen gibt es in Bayern, Thüringen und Hessen, aber es ist fraglich, ob sie das Überleben der reinrassigen Wildkatze bei uns sichern können. Und ob es überhaupt eine Chance in unseren dicht besiedelten und von Autobahnen zerschnittenen Landschaften gibt, diese kleinen Bestände wieder miteinander zu verbinden. Genau dies hat sich ein bundesländerübergreifendes Projekt zur Rettung der Wildkatze vorgenommen. Das Ziel: die Vernetzung der verinselten Wildkatzenlebensräume in Bayern, Hessen und Thüringen und die genetische Überprüfung der Wildkatzen. Es soll ein grünes Netz entstehen, das nicht an Ländergrenzen haltmacht. Holzpflöcke mit Ködern aus Baldrian und Katzenminze locken Wildkatzen an. Die Katzen reiben sich an den Stöcken, es bleiben Haare am rauen Holz hängen. So kann man mit einem Gentest feststellen, wo reinrassige Wildkatzen noch vorkommen. Außerdem lässt sich genau prüfen, ob Lebensraumvernetzungen tatsächlich von Wildkatzen genutzt werden.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Im Tal der Adler
Zwischen Vancouver und dem Bergort Whistler liegt das Tal des Squamish River. Hier spielt sich Ende Januar alljährlich ein besonderes Naturschauspiel ab: Hunderte von Weißkopfseeadlern aus ganz Nordamerika treffen sich in Brackendale, um vom letzten Laichzug der Lachse im Jahr zu profitieren. Im Westen Kanadas liegt das Tal des Squamish River. Ende Januar treffen sich dort alljährlich Hunderte von Weißkopfseeadlern aus ganz Nordamerika, um vom letzten Laichzug der Lachse im Jahr zu profitieren. Ein Schlemmermahl für die Giganten der Lüfte. Um 1960 waren die Weißkopfseeadler beinahe ausgerottet. Jäger und vor allem der Gebrauch des Insektizids DDT hatten diese nur in Nordamerika vorkommende Adlerart fast ausgelöscht. Dabei haben die imposanten Vögel gerade für Amerika besondere Symbolkraft: Der Weißkopfseeadler ist das Wappentier der USA. Der Verzicht auf DDT und ein strikter Schutz haben den Adlern mittlerweile ein Comeback beschert und sie sind in ihrem wichtigsten Verbreitungsgebiet – in der Fjordwelt am Pazifik zwischen British Columbia und Alaska – wieder zahlreich zu finden. In dem kleinen Ort Brackendale kümmert sich der Tierschützer und Künstler Thor Froslev um den Erhalt der Adler. 3.769 Exemplare wurden im Rekordjahr 1994 gezählt. Doch die spärlicher werdenden Lachse und in manchen Jahren auch Kälte und Blizzards bedrohen das Treffen der Adler. Seit Jahrtausenden war dieses Schauspiel für die Indianer der Region ein wichtiges Ereignis und prägte die Kultur der Squamish-Indianer. Wie lange werden die Adler noch den Squamish River anfliegen?

3sat, 10.45 Uhr
Rund um den Hahnenkamm mit Hermann Maier
Im Zentrum Tirols, zwischen Zillertal und Zeller See, erstrecken sich die Kitzbüheler Alpen. Die zahlreichen Almen verliehen dem Mittelgebirge auch den Namen „Tiroler Grasberge“. Jährlich versammeln sich hier Skisportbegeisterte aus aller Welt. Sie bejubeln die Jagd nach der Rekordzeit vor atemberaubender Naturkulisse, die auch abseits von diesem Trubel viel zu bieten hat: Abgesehen von den einige Wochen lang stattfindenden sportlichen Ereignissen gehören die Berge nämlich den Tieren. Hoch oben mit bester Aussicht brütet ein Steinadler, in den Felsen des Wilden Kaisers turnen Gämsen, auf den Wiesen ziehen Grasfrösche zu ihren Laichgewässern, tief im Wald versteckt zieht eine Hirschkuh ihr Kalb auf und auf dem Steilhang grasen Rehe. Diese Seite der Berge bleibt Skifahrern und ihren Fans verborgen.

arte, 16.40 Uhr
Eine Welt aus Wäldern (3)
Der Wald im Wandel
Die dreiteilige Dokumentation taucht in die Naturgeschichte Europas ein und zeigt, wie sich die Tierwelt von der letzten Eiszeit bis heute über den Kontinent ausbreiten konnte. Paris, Place de la Concorde: Vor 6.000 Jahren fielen hier Bäume den Steinäxten des Menschen zum Opfer. Diese Folge widmet sich den letzten sechs Jahrtausenden in der Naturgeschichte Europas. An die Stelle des Waldes tritt vielerorts der ländliche Raum. Völlig neue Landschaften entstehen, in denen die Tiere sich neue Nischen suchen. Im 20. Jahrhundert beschleunigt sich der Lauf der Geschichte so sehr, dass die wildlebenden Tier- und Pflanzenarten mit den menschengemachten Veränderungen nicht mehr Schritt halten können. Das 21. Jahrhundert ist eine Zeit der Paradoxe: Während das Landleben nach und nach verschwindet, breiten sich neue Wälder aus. Pont Alexandre III. in Paris am frühen Morgen: Die Natur erobert die Seineufer zurück. In den Wäldern fallen reihenweise Bäume den Steinäxten zum Opfer. Die Wildtiere erleben die Ankunft merkwürdiger Wesen – Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine – im Schlepptau der ersten Landwirte, die das Land roden und pflügen, Getreide säen und ihr Vieh weiden lassen. Neue Menschen aus dem Orient eignen sich das Land an und domestizieren die Tiere. Jäger und Sammler verschwinden, an ihre Stelle treten die ersten bäuerlichen Gemeinschaften. Viehzucht und Rodung drängen den Wald zurück, der ländliche Raum entsteht. Bison, Elch, Wildpferd und Schwarzstorch sterben aus oder werden an die Ränder des europäischen Kontinents gedrängt. Andere Arten wie Bären, Wölfe und Luchse versuchen sich eine Zeit lang anzupassen und ziehen sich dann in die Höhenlagen zurück: Berge und Flüsse sind nun die letzten wilden Landschaften. Andere Tiere, darunter Wildschweine, Hirsche und Füchse, werden zu nachtaktiven Einzelgängern. Nach der Französischen Revolution erreicht das Vorkommen wilder Arten seinen historischen Tiefstand, fast das gesamte Land ist bewirtschaftet. Der Wolf wird in Frankreich zum Volksfeind Nummer eins erklärt und im 19. Jahrhundert, der Blütezeit der Pferde, ausgerottet. Das Leben von Pferden und Hunden ist eng an das des Menschen gekoppelt: Sie begleiten ihn bei der Arbeit, beim Spiel und sogar im mörderischen Wahnsinn des Ersten Weltkriegs. Der Mensch unterwirft die Natur einem immer rascheren Wandel. Kaum sind die Wälder endlosen Feldern gewichen, kehrt er dem Land schon wieder den Rücken und zieht in die neu entstandenen Städte. Im 20. Jahrhundert gestaltet der Mensch selbst Flüsse und Bergregionen um, der ländliche Raum verändert sich radikal. Derweil breitet sich die Natur still und leise in den Großstädten aus. Die Schleiereule fliegt auf ihren nächtlichen Streifzügen über die Dächer von Paris wie einst über hohe Baumwipfel. In vom Menschen verlassenen Gegenden breiten sich neue Wälder aus, und mit ihnen lange vergessene Tierarten: Adler und Geier, Hirsche, Steinböcke, Bären, Luchse, selbst einzelne Wölfe. Sie beweisen, dass wilde Arten überleben und zurückkehren, wenn der Mensch ihnen Zeit und Raum dafür lässt.

Bayerisches Fernsehen, 17.00 Uhr
Anna und die Haustiere
Norwegische Waldkatze
Norwegische Waldkatze – das hört sich ganz schön wild an, findet Anna. Die Tierreporterin macht sich auf den Weg nach München, um herauszufinden, ob sich diese Katzen wirklich als Haustiere eignen. Bei Diana und ihren vier Norwegischen Waldkatzen wird Tierreporterin Anna schnell klar, dass diese Rasse alles andere als wild ist. Anna kommt aus dem Kuscheln kaum noch raus, so anhänglich sind die Norweger. Außerdem spielen diese Katzen für ihr Leben gern und auch bei schlechtem Wetter wollen sie an die frische Luft. Norwegische Waldkatzen sind nämlich dank ihres Fells perfekt an Schnee und Regen angepasst.

Sonntag, 23. Januar

ZDF neo, 6.15 Uhr
Wilde Winterwelten
Mit Einbruch der Kälte beginnt für viele Tiere eine entbehrungsreiche Zeit. Mit dieser Winterreise von Pol zu Pol taucht der Film in die Welt der zähsten Anpassungskünstler des Planeten ein. Im Zeitraffer verwandeln sich ganze Landstriche in Winterlandschaften, Gewässer frieren zu und entwickeln sich zu eisigen Wüsten. „Terra X“ erzählt in anrührenden, dramatischen, aber auch launigen Geschichten von den vielfältigen Überlebensstrategien der Tiere. Ein „Winter spezial“, gestaltet aus den Highlights der erfolgreichsten Hochglanz-Koproduktionen mit der BBC. Schwerpunkt der Dokumentation sind die Polarregionen. Selten gewordene Aufnahmen von Geschöpfen, die existenziell gefährdet sind, von Helden einer weißen Welt, die immer kleiner wird und zu verschwinden droht. Doch noch herrscht die Kälte. In der Arktis steht die Sonne monatelang unter dem Horizont. Den meisten Tieren bleibt nichts anderes, als nach Süden abzuwandern. In der Antarktis ist der Winter noch grausamer. Stürme bis zu 160 Kilometer je Stunde und Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius. In der kältesten Zeit des Jahres, auf dem kältesten Kontinent der Erde, gründet der Kaiserpinguin sogar eine Familie. Tausende werdende Väter harren Monate ohne Nahrung und beinahe bewegungslos auf dem Eis aus. Sie wiegen ihr Jüngstes auf dem Fußrücken – nur Zentimeter über dem eisigen Tod – und warten auf die Rückkehr der Weibchen. Nur wenige geben auf, auch wenn die eigenen Fettreserven unter ein lebenswichtiges Minimum fallen. Und das ist nicht die einzige unglaubliche Leistung dieses Frost-Experten. Pro Brutsaison pendeln Kaiserpinguin-Paare unzählige Male zwischen Ozean und Kolonie. 2000 Kilometer – so schätzt man – kommen allein auf dem Eis zusammen. Am Nordpol gelang es den Teams trotz extremer Bedingungen, den König der Arktis durch die klirrend kalte Polarnacht zu begleiten. Der Eisbär, das größte an Land lebende Raubtier, macht keinen Winterschlaf, sondern legt auf seinen einsamen Jagdzügen auch weite Strecken zurück. Eisbärweibchen vergraben sich im Winter in einer Schneehöhle, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Mit dem Klimawandel verlieren die weißen Riesen zunehmend ihr Terrain und damit ihr Leben – nach vorsichtigen Prognosen schon bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Neben den Helden der Polarregionen dokumentiert der Film auch andere hart gesottene Überlebenskünstler. Viele Tiere fliehen aus Tundra und Taiga, doch Wölfe, Füchse, Bisons, Elche, Lemminge, Wiesel und Karibus sind gezwungen, den erbarmungslosen Winter zu durchleben. Die Kleinsten sind unter der schützenden Schneedecke aktiv.

SWR Fernsehen, 10.45 Uhr
Elstners Reisen
Die Retter der Bären
Moderator Frank Elstner begibt sich auf eine spannende Reise durch Europa – zu den bedrohten und gequälten Wildtieren Europas. Besonders das Schicksal der Braunbären in der Ukraine will er beleuchten und aktiv mithelfen, einige aus ihren winzigen Käfigen zu befreien. Dazu begleitet er Carsten Hertwig von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ bei zwei Bären-Rettungen. „Ich habe ja nicht geahnt, wie gefährlich das werden kann“, erzählt Frank Elstner rückblickend. Bei der Befreiung des Bären „Tyson“ versuchten teils bewaffnete Männer, die Tierschützer:innen zu vertreiben – ohne Erfolg. „Es ist ein Moment, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde: Als Tyson das erste Mal in der Auffangstation Gras unter seinen Pfoten spürte – da hatte ich wirklich Gänsehaut“, berichtet Elstner. Auf seiner Reise trifft er auch engagierte Zoologinnen und Zoologen, die Geier in Bulgarien auswildern, Forscher*innen, die versuchen, die längst ausgestorbenen Waldrappen am Bodensee wieder anzusiedeln und wandert durch das Biotop der Wölfe in Brandenburg. Eine Reise, die Frank Elstner aus vielen Gründen nicht vergessen wird. Immer mit dabei ist sein Freund, der Biologe und Karlsruher Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

TV-Programm 24.01.2022 - 30.01.2022

Montag, 24. Januar

3sat, 10.15 Uhr
Eine Erde – viele Welten
Berge
In den Hochgebirgsregionen der Erde müssen Pflanzen und Tiere härteste Anforderungen erfüllen – eine großartige Welt, aber nur für extreme Spezialisten. In den Rocky Mountains, den Anden und im Himalaja herrschen raue Witterungsbedingungen. Zerklüftetes Terrain, steile Hänge und ein Mangel an Sauerstoff, Futter und Wasser bilden die größten physischen Herausforderungen des Planeten. Nur extreme Kletterkünstler wie der Nubische Steinbock oder der gewandte Schneeleopard können sich hier behaupten. Die gewaltigen Gebirgsregionen zählen zu den beeindruckendsten Landschaften der Erde, doch nur wenige Pioniere sind zäh genug, hier zu siedeln. Steinadler gleiten pfeilschnell durch Schluchten und Täler. Im Sturzflug erreichen sie über 300 Kilometer pro Stunde. Sie sind die zweitschnellsten Tiere der Welt. Da sie vom Säuger bis zu Aas alles fressen, gehören sie zu den erfolgreichsten Greifvogelarten. Um ihre Flugkünste aus der Nähe zu filmen, hat sie ein Kameramann mit einem Gleitschirm verfolgt und war fast so wendig wie die Adler. Nubische Steinböcke verfügen über weiche konkave Hufe, die eine bessere Griffigkeit aufweisen als jeder Kletterschuh. Selbst steilste Felswände turnen sie geschmeidig hinauf und hinunter. Der Schneeleopard, das stärkste Raubtier des Hochgebirges, kann dank seiner Fellzeichnung mit der Umgebung optisch verschmelzen. Er ist dann so gut wie unsichtbar. Schneeleoparden sind besonders schwer zu filmen. Mithilfe von Kamerafallen ist es der Crew gelungen, Einblicke in die Welt dieser seltenen Wildtiere zu gewinnen. Grizzlybären trotzen heftigsten Lawinen, indem sie weit oben in Höhlen an schneebedeckten Abhängen überwintern. Flamingos führen in eiskalten Salzseen in über 4000 Metern Höhe Tanzparaden auf. Die zerbrechlich wirkenden rosafarbenen Schönheiten trotzen widrigsten ^^Bedingungen. Sie alle sind Bergspezialisten, die erstaunliche Antworten auf die extremen Herausforderungen der Bergwelten gefunden haben. „Terra X“ geht gemeinsam mit der BBC auf eine atemberaubende Weltreise, um extreme Lebensräume und ihre Bewohner in ihrer Einzigartigkeit zu dokumentieren.

Dienstag, 25. Januar

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Auf Leben und Tod
Die Savanne
Die Hälfte der Kontinente ist von Wüste oder Grasland bedeckt. In diesen ungeschützten Lebensräumen ist es für Gepard, Weißkopfseeadler und Löwe leicht, ihre Beute zu entdecken. Aber auch die Beutetiere können die Gefahr frühzeitig erkennen. Ausdauer, Geschwindigkeit und Cleverness führen zumindest bei mancher Jagd zum Erfolg. Der Film zeigt die Strategien von Jägern und Gejagten, die ständig auf dem Präsentierteller sitzen. Auch in diesem Gelände gibt es Spezialisten: Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch, indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere Tiere haben aus der minimalen Deckungsmöglichkeit in dieser Landschaft das Beste gemacht. Die Fellfarbe des Karakals zum Beispiel verschmilzt perfekt mit der des hohen, trockenen Grases der afrikanischen Savanne. Die Löwen der Etosha-Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich dadurch besser anschleichen können; die Wetterlage versetzt ihre Beute zusätzlich noch in Panik. Um in der offenen Savanne zu überleben, müssen Jäger und Gejagte ständig ihre Strategien verbessern. Denn in dieser erbarmungslosen Wildnis werden weder Fehler noch Schwächen verziehen.

Mittwoch, 26. Januar

3sat, 17.00 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies. Kurt Mayer und Judith Doppler haben das „sagenhafte Juwel der Alpen“ mehr als ein Jahr lang bereist. Erstmals seit über 100 Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben „das Land der bleichen Berge“, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lassen sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten. Mit atemberaubender Geschicklichkeit queren Gämsen eine nahezu senkrechte Wand. Im Alpenglühen zieht der Steinadler zwischen bizarren Zinnen und Türmen seine Kreise. Im Gewittersturm treiben Schlernbauern ihr Vieh über lebensgefährliche Steige auf die Sommeralm. Auf der Fanes-Hütte, dem höchsten ganzjährig bewohnten Anwesen Südtirols, auf den Höfen des Ahrntals, im Vilnöß und auf den abenteuerlichen Steigen des Schlern verbinden sich Tradition mit Naturschutz und moderner Alpinwirtschaft.

Donnerstag, 27. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Tiermythen – Im Auge des Löwen
Jahrtausende lang haben die San, die Buschmänner Namibias, als Jäger und Sammler gelebt. Im Einklang mit einer atemberaubenden, aber oft lebensfeindlichen Natur. Viele ihrer alten Mythen und Legenden erzählen sogar von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben schon immer eine wichtige Rolle in den traditionellen Geschichten gespielt. Doch seit viele San in Dörfern leben und Vieh besitzen, nehmen die Konflikte mit den Raubkatzen zu. Auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Als wieder einmal Löwen das Dorf bedrohen, machen sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit …

Freitag, 28. Januar

3sat, 14.05 Uhr
Russlands versteckte Paradiese
Russland ist mit Abstand das größte Land der Welt. Seine gewaltige und abwechslungsreiche Natur zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. Mehr als 100 Naturschutzgebiete, Nationalparks und Biosphärenreservate gibt es zwischen der Tiefebene im Westen und den Feuerbergen auf Kamtschatka im Osten. Engagierte Forscher und Naturschützer kämpfen täglich dafür, dass dieser Schatz erhalten bleibt. Im Fernen Osten auf Kamtschatka liegt der Kurilensee, ein Paradies für die größten Braunbären der Welt. Zur Zeit der Lachswanderung finden sie hier Nahrung im Überfluss. Seit eine engagierte Anti-Wilderer-Einheit die etwa 500 Bären im Blick hat, sind die pelzigen Giganten in Sicherheit. Zuvor haben Wilderer immer wieder Jagd auf die Braunbären gemacht und einen florierenden Markt für Bärenprodukte in China bedient. Neben den gigantischen Landschaftsräumen geben zahlreiche Wissensinseln mit modern gestalteten Animationen einen Eindruck von der unendlichen Weite und Vielfalt Russlands.

Samstag, 29. Januar

3sat, 11.39 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies. Kurt Mayer und Judith Doppler haben das „sagenhafte Juwel der Alpen“ mehr als ein Jahr lang bereist. Erstmals seit über 100 Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben „das Land der bleichen Berge“, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lassen sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten.

Sonntag, 30. Januar

Bayerisches Fernsehen, 8.30 Uhr
Pia und die wilden Tiere
Wie wild ist die Wildkatze?
Pia reist um die Welt, immer auf der Suche nach wilden Tieren in ihrer natürlichen Umgebung. In jeder Folge geht es um ein spezielles Tier – und Menschen, die sich mit diesen Tieren beschäftigen, mit ihnen arbeiten und sich für ihre Erhaltung einsetzen. Pia macht Bekanntschaft mit der Europäischen Wildkatze. Diese Katzen gehören zu den scheuesten und seltensten Säugetieren, die in unseren Wäldern heimisch sind. Ihr Erkennungszeichen ist der schwarz-geringelte Schwanz und der dunkle Aalstrich auf dem Rückenfell. Doch wegen der Ähnlichkeit mit zahmen Hauskatzen werden junge Wildkätzchen immer wieder verwechselt und aus dem Wald mit nach Hause genommen. Das wird nie gut gehen, denn die Wildkatze ist eben wild. So landen vermeintlich hilflose Kätzchen jedes Jahr in Pflegestellen, wo sie aufgepäppelt werden und nur mit viel Glück wieder ausgewildert werden können. Bei solch einer Auswilderungsaktion von vier Wildkatzen ist Pia dabei. Im Wildkatzendorf Hütscheroda begegnet Pia vier weiteren Wildkatern – zwei davon feiern Geburtstag: Für Karlo gibt’s eine neue Baumhöhle, für seinen Bruder Tokko ein Geburtstagsständchen auf der Ukulele. Bei ihrem Besuch stellt Pia fest, dass Wildkatzen äußerst vorsichtig sind. Kein Wunder, denn mit Menschen haben sie nur schlechte Erfahrungen gemacht. Die Tierart wurde stark bejagt und erst seit Kurzem sorgen Artenschutzprogramme für eine bessere Zukunft der schönen Wildkatzen.

3sat, 14.35 Uhr
Nationalparks der Zukunft – Toronto
Der 2015 gegründete weltweit erste „urbane Nationalpark“ der Welt liegt mitten in Toronto, der größten Metropole Kanadas. Ringsherum leben gut fünf Millionen Menschen. Trotzdem kann man auf einer Fläche von rund 16 000 Hektar eine verblüffende Vielfalt an Tieren und Pflanzen erleben: Zu den 1700 Arten zählen Habichte, Kojoten und Stinktiere ebenso wie Biber, Seeadler und Stachelschweine. Kernstück ist das Tal des Rouge River. Neben der Natur schützt der Park auch historische Farmen, die heute noch bewirtschaftet werden. Hier wird versucht, ein neues Nationalparkkonzept umzusetzen, bei dem auch Kulturlandschaften mitsamt ihrer Bevölkerung einbezogen sind. Die Menschen sollen die Natur in ihrer nächsten Umgebung kennen, schätzen und schützen lernen. Die Studentin Kaylen hat eine App entwickelt, mit der man den Park entdecken kann. Es gibt Camping-Schnupperkurse, denn für so manche Städter sind Wälder oder Sümpfe ungewohnt, sogar bedrohlich. Einen anderen Weg beschreitet die naturbegeisterte Krista: Sie bietet Kurse im „Waldbaden“ an, bei denen die Teilnehmer ganz sanft der Natur näherkommen. Auch der mennonitische Bauer, der mit seiner Familie auf dem Gelände lebt, oder die Biologen, die seltene Schildkröten auswildern und Feuchtbiotope renaturieren, haben eine besondere Beziehung zum Park. Da in Kanada alles größer ist als anderswo, ist dieser „Stadtpark“ etwa 22-mal größer als der Central Park in New York. Doch die unmittelbare Nähe zur Großstadt bringt auch Gefahren mit sich: Stadtviertel wuchern bis an die Parkgrenzen, an Wochenenden sind die Strände überfüllt. Mancherorts stört Straßenlärm, denn eine der wichtigsten Autobahnen Kanadas führt quer durch den Park. Wie diese Einflüsse minimiert und gesteuert werden können, ist die wichtigste Frage für die Zukunft.

Bayerisches Fernsehen, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Bergwinter Berchtesgaden
Tief verschneit über dem Königssee
Der Filmautor Peter Künzel begleitet Menschen im Winter der Berchtesgadener Berge: Hoch oben, über dem Königssee, Thomas Huber, den älteren der Huberbuam und Steno Pfnür, den angehenden Bergführer, durch die Felsrippen der Jungfrau. Oder Moni Lenz mit ihrer Tochter bei der Spurensuche im Schnee. Es ist Naturverbundenheit, die die Einheimischen hier oben hinzieht. Sie haben gelernt, was der Winter am Berg bedeutet. Welche Einschränkungen er mit sich bringt, aber ebenso welche Freuden. Der Winter in den Berchtesgadener Bergen hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Wenn die Tage kürzer und kälter werden, der erste Schnee fällt und die felsigen Flanken rund um das Watzmann-Massiv weiß werden, kehrt Ruhe ein. Daheim, beim Kletterer Alexander Huber, dem jüngeren der Huber Brüder, sind die Wiesen um seinen Hof inzwischen schneebedeckt. Mit Minus 12 Grad ist es richtig eisig geworden und seine Schafe haben sich in den Stall zurückgezogen. In der alten Sennkammer übt Alexander auf seiner Ziach. Zeit zum Üben hat man im Winter, jetzt, wo die Bergbauern draußen einfach weniger zu tun haben. Sein Bruder Thomas, bereitet sich unterdessen gerade auf die Jagdprüfung vor. Gemeinsam mit seinem alten Spezl, dem Berufsjäger Anderl Soyter, brechen sie Richtung Hohen Göll auf, um Thomas‘ jungen Hund Cerro an seine Aufgaben als Jagdhund heranzuführen. Der junge bayerische Schweißhund ist noch keine drei Monate alt. Die Hunde sind hier weit mehr als nur Haustiere, sie sind Begleiter und Gefährten. Oben am Pass Richtung Hallein, nahe der österreichischen Grenze, pfeift der Wind vom Untersberg rüber und treibt den Schnee über die Felder des Hochplateaus. Moni Lenz räumt ihre Einfahrt frei und auf die Frage, ob sie schon mal eingeschneit war, meint sie tief entspannt: „Wenn‘s viel schneit und Du kannst daheimbleiben, dann bleib ich eh lieber daheim.“ Unter dem Kehlstein liegt die alte Jagdhütte von Florian Blaimberger. Sie hat einen alten Steinkeller, wo früher Gemüse für den Winter eingelagert wurde. Bis heute hat hier das Bier immer eine perfekt kühle Trink-Temperatur. Florian Blaimberger liebt die Ruhe hier oben, gerade im Winter. Joseph Pfnür, der angehende Bergführer mit dem Spitznamen Steno, bricht gemeinsam mit Thomas Huber an einem der sonnigsten Wintertage auf, Richtung Jungfrau, mitten im Watzmann-Massiv. Für beide ist diese Winterbesteigung eine Premiere und ein Höhepunkt ihres Bergwinters.

TV-Programm 31.01.2022 - 06.02.2022

Montag, 31. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Europa – ungezähmt: Die großen Wälder
Europa ist vor Australien der zweitkleinste Kontinent der Erde – und zeigt sich immer noch vielfältig und wild. Die Bandbreite der Naturlandschaften von den Azoren bis zur Tundra reicht von subtropisch bis subpolar. Auf einer spannenden Expedition zeigt die 5-teilige Dokureihe „Europa ungezähmt“ den Kontinent von seiner wilden Seite: mit tiefen Seen, schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen, dichten Wäldern und eisigen Wüsten. Europas Wälder sind Schutzraum und Nahrungsquelle unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Über den europäischen Kontinent erstrecken sich zwei sehr unterschiedliche Wälder: Die Taiga im Norden Europas und die Karpaten in Zentraleuropa. Beide sind essentiell für unsere hiesige Tierwelt und gleichermaßen Schutz- wie Nahrungsquelle. Die Taiga ist während des Winters kalt und unbarmherzig, aber nicht leblos. Unter dem Dach der immergrünen Baumkronen streifen Bären und Wölfe umher, wie sie es seit Tausenden von Jahren tun. Und die Hänge der Karpaten in Zentraleuropa sind Heimat eines uralten Waldes, der sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten wandelt. In diesem baumreichen Gebiet finden erbitterte Kämpfe jeder Größenordnung statt: Rothirsche schmettern ihre Geweihe ineinander, um ihr Recht auf Nachwuchs zu sichern, während unter Eichhörnchen der Wettlauf um Nahrungsvorräte für den Winter längst begonnen hat. Auch im Laub des Waldbodens tummeln sich zahlreiche Arten, so wie der legendäre Feuersalamander.

3sat, 14.50 Uhr
Wildes Überleben (1/5)
Geborene Jäger
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – zum Beispiel als Jäger. Jäger gibt es in der freien Wildbahn in allen Größen und Formen. Die Techniken, Beute zu machen, sind dabei vielseitig und einfallsreich und von vielen Faktoren abhängig – besonders von den physischen Eigenschaften der Jäger und Gejagten.

3sat, 15.30 Uhr
Wildes Überleben (2/5)
Rastlose Wanderer
Ob mit Flügeln, Flossen oder Hufen: Viele Tiere unternehmen unglaubliche Wanderungen: manche, um zu Brutgebieten zu gelangen, andere, um zum Überwintern oder um neue Nahrungsgebiete zu finden. Dabei lauern viele Gefahren. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Reisenden – wie die großen Herdentiere der afrikanischen Savannen. Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – selbst in extremsten Lebensräumen. Die Reihe „Wildes Überleben“ stellt diese Fähigkeiten vor.

Dienstag, 1. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Norwegen
Norwegen ist ein Land der Extreme. Einerseits hat es die geringste Bevölkerungsdichte, andererseits durch seine zahllosen Fjorde mit über 25tausend Kilometern die mit Abstand längste Küstenlinie Europas. Sehr viel Natur also – mit weiten, unberührten Gegenden und damit auf den ersten Blick idealen Bedingungen für wilde Tiere. Doch das täuscht. Während an der Küste noch ein halbwegs gemäßigtes Klima herrscht, ist Norwegens Inland extrem kalt. In den riesigen Waldgebieten sind die Flüsse monatelang zugefrorenen. Taut das Eis im Frühling, werden sie oft zu reißenden Strömen. Für die dort lebenden Tiere ist beides nicht optimal. Ein junger Elch zum Beispiel schafft es nicht, den wilden Fluss schwimmend zu überqueren, verliert dadurch den Anschluss an sein Rudel und ist ungeschützt seinen Feinden ausgeliefert. Sobald die Flüsse wieder zufrieren, gibt es ein anderes Problem, denn eine wichtige Nahrungsquelle – die Fische – ist monatelang unerreichbar. Um dennoch an Nahrung zu kommen, beobachten viele Tiere das größte Raubtier Norwegens, den Braunbären. Bevor er seinen Winterschlaf beginnt, geht er öfter als sonst auf die Jagd, um Fettgewebe anzulegen, damit er während der Winterruhe nicht verhungert. Hat er ein Tier erlegt, nutzen Adler, Eulen und vor allem Raben jeden Moment, den der Bär abwesend ist, um an der Beute teilzuhaben. Sogar Rotfüchse versuchen hier ihr Glück – wenn auch mit weniger Erfolg … Die Polarfüchse leben in den Hochebenen der norwegischen Gebirgslandschaft. In guten Jahren ist die Nahrungs-Situation hier besser, denn es wimmelt nur so von Lemmingen. Aber auch größere Tiere sind hier zu Hause: Gigantische Rentierherden ziehen über die Hochebenen – gemeinsam mit einem eher einsam lebenden Feind: dem Vielfraß. Die steilen Felshänge der Nordküste werden vor allem von Vögeln bevölkert. Papageitaucher und Basstölpel haben hier ihre riesigen Brutkolonien. Weißwangengänse dagegen machen nur einen Zwischenstopp. Ihre Brutkolonien liegen noch weiter nördlich: auf Spitzbergen. Einer arktischen Region, in der auch Walrosse zu Hause sind, die dort aber nur dank ihres dicken Fettpanzers überleben können. Die erwachsenen Tiere sind ungefährdet, die Jungtiere dagegen haben auch hier einen Feind: den Eisbären. Rund 1.500 Kilometer von seinen Verwandten, den Braunbären, entfernt, lebt er auf Spitzbergen in der rauesten Gegend des Landes.

3sat, 11.00 Uhr
Freche Viecher: Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Einst aus ehemaligen Pelzfarmen entwichen, besiedeln sie seit Jahrzehnten Europas Gewässer. Dort bauen sie Höhlen in die Ufer und knabbern an der Vegetation. Während Wasserbauer und Naturschützer die Nager vehement bekämpfen, füttern Tierfreunde sie in den Städten. Wie umgehen mit den umstrittenen Pelztieren? Und wie konnten sie sich so ausbreiten? Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhricht-Vegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbots und Strafandrohung gefüttert. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf.

3sat, 15.15 Uhr
Wildes Venedig
Venedig ist ein Mythos, die prächtigste Kulisse der Welt. Doch die Stadt führt ein Doppelleben – hier die quirlige Lagunenstadt, da die faszinierende Welt der vielen zum Teil unbewohnten Inseln. Sie vermitteln noch heute den Eindruck jener Zeit, als die ersten Siedler ihre Pfähle in den schlammigen Boden rammten. Mensch und Natur schufen einen gemeinsamen Lebensraum, den sie sich seit Jahrtausenden teilen: die Lagune. Hinter der malerischen Kulisse aus Palästen, Kirchen und Kanälen existiert ein kaum erforschter Kosmos, bevölkert von einer außergewöhnlichen Menagerie von Lebewesen, allgegenwärtig, aber kaum sichtbar. Sie leben mitten in der Stadt, tauchen unter ihr hinweg oder blicken von hoch oben aus der Luft auf sie herab. Wer hätte in der Lagune von Venedig Korallenriffe vermutet; wer hätte gedacht, dass die Sandbänke und Inseln Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren sind – von Füchsen über Marder bis hin zu den Abertausenden von Zugvögeln; wer kennt schon die bunte Tierwelt der versteckten Gärten Venedigs? Die Dokumentation „Wildes Venedig“ erforscht das unbekannte Venedig der Tiere. Sie zeigt anhand der reichen Fischpopulation den Zusammenhang von offenem Meer und Lagunengewässer, sie trifft auf die reiche Vogelpopulation der unbewohnten Laguneninseln, findet Venedigs junge Falken in ihrem gut versteckten Unterschlupf und blickt über die Mauern der geheimen Gärten der Stadt, voll bunter Kleinlebewesen, deren Bestände sich seit dem Rückgang der hohen Zahl an Katzen nun wieder erholen. Es ist auch eine Reise an die versteckten Plätze der Lagune, die Touristen üblicherweise verschlossen bleiben.

Mittwoch, 2. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Raubkatzen – Tödliche Eleganz
Über zwei Jahre lang waren 30 Expeditionen auf der ganzen Erde unterwegs, um Raubkatzen zu filmen. Neueste Technik hilft dabei, einen ganz neuen Einblick in die Welt dieser geheimnisvollen Wesen zu werfen. Über 38 Katzenarten gibt es weltweit. Vom stattlichen Löwen bis zur winzigen Rostkatze. Es gibt Katzen, die auf die Jagd in den Sümpfen Asiens gehen oder auf Patrouille in den Wüsten Afrikas. Sogar auf den höchsten Bergen der Erde, im Himalaya, sind sie vertreten. Der Zweiteiler „Raubkatzen“ gibt faszinierende Einblicke in die Natur der eleganten Jäger und zeigt, dass diese so gut erforschte Tiergruppe noch immer viele Überraschungen bereithält. In der ersten Folge von „Raubkatzen“ begibt sich ein Filmteam auf die Suche nach Schneeleoparden in den eisigen Weiten des Himalaya. Mit hochempfindlichen Nachtsichtkameras und neu entwickelten Kamerafallen beobachten die Filmemacher eine Leopardin auf der Jagd in Afrika, erfahren, was ein Puma in Patagonien am Strand zu suchen hat, lernt Kronk, einen kanadischen Luchs, kennen und verfolgt die Hochgeschwindigkeitsjagd der Geparden. Sie sind nicht nur die schnellsten Tiere an Land, sie können auch die Dinge, die eigentlich jedem Gesetz der Physik widersprechen.

3sat, 13.15 Uhr
Jagdkumpane – Wie der Hund auf den Menschen kam
Es begann vor mehr als 30 000 Jahren: Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte. Oft hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die Jagd hat Hund und Mensch zusammengeschweißt. Heute soll der Hund seinen Jagdtrieb fast gänzlich ablegen und stattdessen Kind und Partner ersetzen. Der Hund tut, was seit Jahrtausenden von ihm erwartet wird: Er passt sich an – doch nicht immer ohne Zwischenfälle. Denn Hund sein heißt, Jäger sein. Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Hund nach.

3sat, 14.00 Uhr
Der Prinz der Alpen
Es ist das imposanteste Schauspiel des Jahres in den Alpen: die Brunft des Rotwildes. Die stärksten Hirsche versammeln einen Harem und verteidigen ihn gegen Rivalen. Die Dokumentation begleitet ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens. Sie beginnt mit den ersten Lebenstagen, schildert die weiten Wanderungen mit seiner Mutter, das Zusammenleben im Rudel und den Überlebenskampf des Wildes im Winter.

Donnerstag, 3. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Raubkatzen – Heimliche Jäger
Über zwei Jahre lang waren 30 Expeditionen auf der ganzen Erde unterwegs, um Raubkatzen zu filmen. Neueste Technik hilft dabei, einen ganz neuen Einblick in die Welt dieser geheimnisvollen Wesen zu werfen. Katzen haben die ganze Welt erobert, vom eisigen Norden bis zu den trockensten Wüsten, von den verlassensten Orten bis zum Herzen der Zivilisation. Das verdanken sie ihrer unglaublichen Anpassungsfähigkeit und ihrem Können. Selbst in der unwirtlichsten Umgebung gelingt es ihnen, noch Beute zu machen. In der zweiten Folge von „Raubkatzen“ gibt Filmemacher Michael Gunton einen erstaunlichen Einblick in das geheime Leben der faszinierenden Raubtiere. Das Jagdverhalten und Sozialleben der meisten Katzen sind schwer zu beobachten und noch schwerer zu filmen. Noch geheimnisvoller und auch sehr wenig erforscht sind die Kleinkatzen. Die kleinste Katze Afrikas ist die Schwarzfußkatze. Ein Löwe ist 200-mal schwerer als sie. Und dennoch ist sie mit 60 Prozent Erfolgsquote der tödlichste Jäger der ganzen Katzenfamilie. Ob Fischkatze, Nebelparder, Pallaskatze oder Serval – Katzen gibt es in so vielen verschiedenen Facetten, dass uns die meisten bisher noch völlig unbekannt sind.

3sat, 11.00 Uhr
Im Reich der Kälte – Tierische Überlebenskünstler
Der Film begibt sich auf die Spur jener tierischen Überlebenskünstler, die längst ein Symbol des arktischen Winters sind wie Rentier, Wolf, Polarfuchs oder Moschusochse. Vom gemütlich-warmen Wohnzimmer aus betrachtet mag eine verschneite Winterlandschaft romantisch anmuten, doch für viele Tiere in von Eis und Kälte geprägten Habitaten ist die Kälte eine Prüfung zwischen Leben und Tod. Um an den kältesten Orten der Welt überleben zu können, haben sie unglaubliche Strategien entwickelt. Und sie haben sich mit der Zeit an ihre Umgebung angepasst. In traditionellen Weihnachtsgeschichten wird von Rentieren erzählt, dass sie mit leuchtend roter Nase einen Schlitten ziehen. So weit hergeholt ist diese Volksweise nicht, denn dahinter verbirgt sich ihre geniale Anpassungsfähigkeit. Das Riechorgan der Hirsche ist stark mit roten Blutkörperchen durchsetzt, die Blutgefäße sollen um bis zu einem Viertel dichter sein als die des Menschen, so die wissenschaftliche Erklärung. Daher erscheint die Rentier-Nase auf Infrarotbildern leuchtend rot. Die kalte Luft erwärmt sich beim Einatmen und sorgt dafür, dass das Gehirn der Rentiere warm und aktiv bleibt. So ist es leichter, bei den extremen Wetterbedingungen des hohen Nordens zu überleben. Ob anpassungsfähig, furchtlos oder listig, eines haben die tierische Überlebenskünstler gemeinsam: Sie alle trotzen den Widrigkeiten des rauen, eisigen Winters und sichern so ihr eigenes Überleben in den unwirtlichsten Regionen der Erde.

Freitag, 4. Februar

3sat, 17.45 Uhr
Österreich – Die Kraft des Wassers
Im Fluss der Zeit
Märchenwälder und Granitriesen: steile Talhänge, dichte Wälder, eine wehrhafte Burganlage, die hoch über dem Fluss thront. Ein Ort wie aus einer mittelalterlichen Heldensaga – das Einst waren diese Wälder kaiserliches Jagdrevier und somit von Rodung und Zersiedelung verschont. Für das Kaiserhaus und dessen hohe Gäste wurden pompöse Jagden inszeniert, die tagelang dauerten und Hunderte von Wildschweinen und Hirschen das Leben kosteten. Auch der Seeadler wurde bejagt und ausgerottet. Seine Rückkehr als Brutvogel ist eine Erfolgsgeschichte, die untrennbar mit dem Nationalpark verbunden ist.

Samstag, 5. Februar

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Kraftprotze im Urwald – Europäische Bisons
Während des Sommers sind sie im dichten Urwald kaum zu entdecken, obwohl sie die größten Tiere sind, die in Europa leben: Europäische Bisons, auch bekannt als Wisente. Im Winter stehen die Chancen besser. Im frischen Schnee sind ihre Fährten nicht zu übersehen und weit hinten zwischen den Bäumen lassen sich ihre massigen schwarzen Silhouetten erkennen – noch höher gewachsen als ihre amerikanischen Verwandten. Wisente sind Wildrinder, aber in ihrem Verhalten und in ihrer Scheu ähneln sie mehr dem Rotwild. Sie leben im Schutz eines Urwaldes an der polnisch-weißrussischen Grenze, und diesen Schutz benötigen sie so dringend wie kaum eine andere Tierart. Ganze sechs Tiere dieser Art hatten die Jagd und den Hunger der Menschen nach dem Ersten Weltkrieg überlebt. Ein einziger Bulle ist der Stammvater aller heute lebenden Europäischen Bisons, von denen mittlerweile wieder über 1.000 Tiere osteuropäische Urwälder durchstreifen. Filmautor Felix Heidinger macht sich auf die Suche nach den Wisenten. Denn nachdem die Jagd auf sie verboten und ihr Lebensraum geschützt wurde, ist eine neue Bedrohung aufgetaucht: Eine geheimnisvolle Krankheit befällt die Stiere und macht sie zeugungsunfähig.

Sonntag, 6. Februar

arte, 11.15 Uhr
Mittsommer in Norwegen
Nördlich vom Polarkreis
Die zweite Folge „Nördlich vom Polarkreis“ führt auf die felsige und raue Inselkette Lofoten, was zu Deutsch Luchspfote bedeutet. Hier kann man vier Jahreszeiten erleben – an nur einem Tag! Faszinierend ist die Landschaft der Inselkette jedoch bei jedem Wetter, weshalb die Wikinger sie auch die „Insel der Götter“ nannten. Die Menschen hier leben von der Wollproduktion oder vom Fischfang. Noch heute wird von den Lofoten aus Stockfisch bis nach China verkauft. Doch in den Fischerdörfern gibt es nicht nur Kabeljau und Stockfisch, sondern es werden inzwischen auch Algen geerntet und verzehrt: ein neues Geschäftsmodell, das durchaus Erfolg hat. In der zweiten Folge „Nördlich vom Polarkreis“ ist die Landschaft schon viel rauer als im Süden. Die Inselkette Lofoten ragt mit spitzen Felsen aus dem Meer. „Insel der Götter“ nannten sie die Wikinger. Auf den Lofoten kann man innerhalb eines Tages alle vier Jahreszeiten erleben. Eine genaue Wettervorhersage ist so gut wie unmöglich. Traditionell leben die Menschen hier vom Fischfang. Kleine Fischerdörfer mit ihren roten Holzhütten erzählen noch heute vom harten Alltag der Kabeljaufischer auf den Lofoten. Auf den kargen Felseninseln wächst nicht viel. Genügsame Schafe finden trotzdem genug und liefern Wolle, aus denen die berühmten Norwegerpullover gestrickt werden. Wirklich dunkel wird es in diesen Mittsommernächten nie. Die Mitternachtssonne lädt die Spieler auf dem Golfplatz von Bodø zu einer nächtlichen Golfpartie ein. Auf dem Festland, nahe der Grenze zu Schweden, ist der Sommer die Zeit, den Winter vorzubereiten. Schlittenhunde dürfen auch im Sommer nicht faulenzen und trainieren für die Wintertouren. Der Sommer ist ein kurzes Aufatmen vor dem langen Winter. Ein ganzes Land blüht auf. Mittsommer in Norwegen – das sind Tage, an denen die Sonne nie wirklich untergeht. Die Mitternachtssonne taucht spektakuläre Landschaften in ein magisches Licht und die Norweger feiern das Leben.

TV-Programm 07.02.2022 - 13.02.2022

Montag, 7. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Europa – ungezähmt: Die Alpen
Europa ist vor Australien der zweitkleinste Kontinent der Erde – und zeigt sich immer noch vielfältig und wild. Die Bandbreite der Naturlandschaften von den Azoren bis zur Tundra reicht von subtropisch bis subpolar. Auf einer spannenden Expedition zeigt die 5-teilige Dokureihe „Europa ungezähmt“ den Kontinent von seiner wilden Seite: mit tiefen Seen, schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen, dichten Wäldern und eisigen Wüsten. In „Europa – ungezähmt“ widmet sich Filmautor Colin Collis in dieser Folge den Alpen. Mit ihren schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen zählen sie zu den letzten naturbelassenen Gebieten in ganz Europa. Mit über 82 Viertausendern sind sie gleichzeitig der mächtigste Gebirgszug Europas. Gletscher, Lawinen und strenge Winter haben über die Jahre die Landschaft geprägt und ermöglichen heute eine gewaltige Artenvielfalt. Um sie geht es in dieser Episode der fünfteiligen Dokumentations-Reihe „Europa ungezähmt“. Die Alpen trennen die trockenen, immergrünen Wälder des Mittelmeerraums von den Laubwäldern Zentraleuropas und bieten vielfältige Lebensräume für über 30.000 Tier- und 13.000 Pflanzenarten. Das Filmteam reist von grünen Tälern über steile Gebirgsschluchten hin zu von Eis und Fels geprägten Gipfeln, trifft auf Murmeltiere, Steinböcke und -adler, die sich alle auf unterschiedliche Weise angepasst haben.

hr fernsehen, 10.40 Uhr
Auf Leben und Tod
Retter der Raubtiere
Diese Folge aus der Serie „Auf Leben und Tod“ von Alastair Fothergill lässt den Betrachter die Welt der Raubtiere durch die Sichtweise von Forschern erleben. Sie stehen an vorderster Stelle, was den Schutz der großen Jäger angeht. Man erfährt viel über den uralten Konflikt zwischen Mensch und Natur. David Attenborough fragt zu Recht, ob die Natur überhaupt noch eine Chance hat, wenn der Mensch nicht einmal in der Lage ist, die Tiere zu schützen, die so faszinierend sind. Eine Welt ohne Löwen, Wildhunde und Eisbären ist kaum vorstellbar. Und doch ist die Situation so bedrohlich wie nie. Die letzten wilden Refugien der Erde schrumpfen, die Weltbevölkerung wächst unvermindert weiter. Immer häufiger kommt es zu tödlichen Begegnungen von Menschen und Raubtieren. Gerade Löwen und Wildhunde geraten in den Savannen Afrikas immer stärker in die Schusslinie. In „Retter der Raubtiere“ trifft das Filmteam Wissenschaftler rund um den Globus, die das Verhalten der großen Jäger untersuchen und sich für deren Schutz und den Erhalt ihrer Lebensräume einsetzen. Ein Kampf, bei dem es auch für die Naturschützer manchmal um Leben und Tod geht. Geschichten voller Dramatik, aber auch voller Hoffnung, dass sich die Situation von Raubtieren verbessern lässt, wenn der Mensch bereit ist, diese faszinierenden Tiere zu retten, und lernt, mit ihnen zu leben.

Dienstag, 8. Februar

3sat, 10.15 Uhr
Baumeister der Wildnis (1/2)
Keilschwanzadler sind standorttreu. Das Brutpaar brütet immer im selben Horst, der jedes Jahr vergrößert wird. Es entstehende riesige Bauwerke aus Ästen und Reisig, die bis zu 50 Jahre genutzt werden.

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Polarwölfe – Überleben in Kanadas Arktis
Im äußersten Norden Kanadas liegt eine der unwirtlichsten Regionen der Erde: Ellesmere Island. Knapp 800 Kilometer vom Nordpol entfernt, ist die Insel die Heimat von Polarwölfen. Filmemacher Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg folgen dem Eureka-Polarwolf-Rudel und zeigen den Kampf der Wölfe ums Überleben und ihren enormen Einsatz bei der Aufzucht der Welpen. Ein intimes Porträt einer Tierart, die bisher kaum gefilmt werden konnte. Ein Wolfsrudel ist nichts anderes als eine Großfamilie, in der alle zusammenhalten müssen. Snow White und Alpha, die Eltern des Rudels, sind schon seit Jahren ein eingespieltes Team. Wieder einmal haben sie ihre Familie sicher durch den dunklen und eiskalten Winter geführt. Nun wartet die nächste Herausforderung auf sie, die neue Generation Welpen kommt in Kürze zur Welt. Im kurzen arktischen Sommer keine leichte Aufgabe, Gefahren lauern überall, vor allem fremde Wolfsrudel stellen eine Bedrohung dar. Snow White hat zum Glück den Schutz ihres Rudels. Und so machen ihre Welpen bald die ersten Schritte außerhalb der Höhle. Wenig später stößt ein Weibchen zur Familie. Blackspot, die sich intensiv um die Welpen kümmert. An der Wolfshöhle der Eurekas bleiben oft nur wenige Tiere zurück. Als ein Eindringling angreift, verteidigen Blackspot und Snow White die Welpen. Als Team sind sie unschlagbar. Mit intimen Einblicken in das Leben der Polarwölfe erzählen die Filmemacher Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg eine bewegende und dramatische Geschichte, eine Geschichte von Loyalität und Freundschaft, von Fehlschlägen und Triumphen einer Wolfsfamilie, die nur gemeinsam in der feindlichen Welt der kanadischen Arktis überleben kann.

3sat, 11.00 Uhr
Baumeister der Wildnis (2/2)
Präriehunde und Co.
Nordamerikanische Präriehunde bauen unterirdische Höhlenreiche und schichten dabei Tonnen an Erde um. Die zweiteilige Dokumentation zeigt: Tiere sind vielseitige und erstaunlich kreative Wesen. Sie gestalten aktiv ihre Welt – als Architekten, Ingenieure und Baumeister.

Mittwoch, 9. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Polarwölfe – Familienbande
Im äußersten Norden Kanadas liegt eine der unwirtlichsten Regionen der Erde: Ellesmere Island. Knapp 800 Kilometer vom Nordpol entfernt, ist die Insel die Heimat von Polarwölfen. Filmemacher Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg folgen dem Eureka-Rudel und zeigen seinen Kampf ums Überleben und seinen enormen Einsatz bei der Aufzucht der Welpen. Snow White und Alpha, die Eltern des Rudels, sind schon seit Jahren ein eingespieltes Team. Im kurzen arktischen Sommer versuchen sie, eine neue Generation Welpen großzuziehen. Keine leichte Aufgabe. Gefahren lauern überall, vor allem fremde Wolfsrudel stellen eine tödliche Bedrohung dar. Snow White hat zum Glück den Schutz ihres Rudels. Und sie bekommt Unterstützung, als ein einzelnes Weibchen zur Familie stößt: Blackspot. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht nur um Snow Whites Nachwuchs kümmert, sondern ihn sogar säugt. Ein Verhalten, das noch nie gefilmt werden konnte und selbst für Wissenschaftler erstaunlich ist. Die Zusammenarbeit der beiden Weibchen verschafft den Welpen einen Vorteil und erhöht ihre Chancen, die ersten Wochen zu überleben. Auch wenn der Sommer auf Ellesmere Island als Zeit des Überflusses erscheint, gibt es in der Arktis keine Jahreszeiten, in denen das Überleben einfach ist. Nahrung ist für die Wölfe nicht leicht zu finden und sie müssen weit laufen, um ausreichend Beute zu machen. Blackspot und Snow White sind durch die Welpen an die Höhle gebunden. Und während die Leitwölfin vom Rudel versorgt wird, geht die Amme meist leer aus. Eine tragische Situation, die Snow White dazu zwingt, mit ihren Jungen weiterzuziehen – eine Reise voller Gefahren. Werden sie und ihre Welpen überleben?

3sat, 13.15 Uhr
Waldrapp – Ein Vogel im Aufwind
Der Waldrapp ist eine Vogelart, die vor 350 Jahren in den Alpen ausgestorben ist. Heute kämpfen Biologen um seine Rückkehr. Der Versuch, Nachkommen von Waldrappen aus Nordafrika in Österreich freizulassen und ihnen beizubringen, wie ihre fernen Vorfahren im Winter nach Süden zu ziehen, zeigt erste Erfolge.

3sat, 14.40 Uhr
Der Flug des Seeadlers
Rund um das Gebiet des Kleinplattensees in Ungarn lebt der größte Greifvogel Europas: der Seeadler. Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Seeadler-Männchens Viktor. Einst war der Seeadler in Europa weit verbreitet. Doch durch Verfolgung, den Einsatz von Pestiziden und die Zerstörung seines Lebensraums wurde er im 19. und 20. Jahrhundert fast ausgerottet. Heute umgibt den Kleinplattensee wieder eine ausgedehnte Teichlandschaft. Darin leben viele Tieren, die den Seeadlern als Nahrung dienen, und hohe, kräftige Bäume, auf denen sie ihre Horste bauen.

Donnerstag, 10. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Polarwölfe – Das Abenteuer
Im äußersten Norden Kanadas liegt eine der unwirtlichsten Regionen der Erde. Nur wenige Tiere haben geschafft, hier ganzjährig überleben zu können: Ellesmere Island. Knapp 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernt und mehr als halb so groß wie Deutschland ist die Insel die Heimat von Polarwölfen. Tierfilmer begeben sich auf mehrere Reisen, um die seltenen Tiere zu filmen und deren Familienleben zu zeigen, wie es noch nie zuvor gelungen ist. Nörenberg sowie der kanadische Zeitrafferspezialist Alain Lusignan haben sich auf mehrere Reisen begeben, um die seltenen Tiere zu filmen und deren Familienleben zu zeigen, wie es noch nie zuvor gelungen ist. Es wurde eine Reise, die auch ihr Leben verändern sollte. Das Abenteuer beginnt im Winter. Die wenigen Crews, die bisher überhaupt auf Ellesmere Island gedreht haben, kamen meist im Sommer. Aus gutem Grund: Temperaturen von minus 40 Grad Celsius sind eher die Regel als die Ausnahme, eine extreme Herausforderung für das Team und die Technik. Akkus halten unter solchen Bedingungen nur einen Bruchteil der normalen Zeit, Kabel brechen und Objektive müssen beheizt werden, damit sie nicht festfrieren. Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg sind nur durch ihre dicke Kleidung geschützt. Aber nach fünf Stunden Warten auf die Wölfe reicht auch das nicht. Als sich nach fast einer Woche die ersten Tiere an einem Kadaver zeigen, sind selbst die Erfrierungen an der Nase schnell vergessen. Zur Belohnung ihrer Geduld kommen ihnen die Polarwölfe näher, als sie es sich je erträumt hätten. Der Winterdreh war für alle extrem hart, aber es hat sich gelohnt. Doch die größten Herausforderungen erwarten das Team erst noch. Es ist Ende Mai, als Oliver, Ivo und Alain wieder nach Ellesmere Island kommen. Diesmal müssen sie nicht nur Wölfe finden, sondern die Höhle des Rudels, in der es seine Welpen großzieht. Anfänglich bleibt die Suche erfolglos und die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Wenn sie es nicht schaffen sollten, könnte das ganze Projekt platzen. Doch dann hilft ihnen der Zufall: Als sie mit dem Helikopter über eine Polarfuchshöhle fliegen, die bisher noch nie von Wölfen genutzt wurde, entdecken sie ein einzelnes Weibchen. Die Tierfilmer haben ihren Hauptdrehort gefunden. Endlich kann es losgehen. Nun muss „nur“ noch die gesamte Ausrüstung inklusive mehrerer Quads zur Höhle geflogen werden. Das Team hat alles dabei, was man für zwei Monate Leben in der Wildnis benötigt. Nicht vor Anfang August wird es zurückkehren. Was ihnen allen bevorsteht, ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die die Zuschauerinnen und Zuschauer in dieser Naturdokumentation hautnah miterleben.

3sat, 17.45 Uhr
Wilde Inseln: Vancouver Island
Vor der kanadischen Küste, nahe der Stadt Vancouver, liegt die Insel Vancouver Island. Mit 450 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite ist sie die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Vancouver Island bietet vielen einzigartigen Tieren einen Lebensraum. Die spektakuläre Berglandschaft der Insel mit ihren vielen Wasserfällen ist von einem dichten Netzwerk aus Flüssen und Bächen geprägt. Zahlreiche Tierarten fühlen sich dort wohl. Vor allem die Pazifischen Lachse: Jahr für Jahr zieht eine halbe Milliarde Lachse in die Flüsse ihrer Geburt, um zu laichen. Für Millionen von ihnen ist Vancouver Island das Ziel – doch nicht alle kommen an. Von den Killerwalen vor den Küsten der Insel über Weißkopfseeadler bis zu den Schwarzbären, die im seichten Wasser auf reiche Beute warten, ernähren sich unzählige Tiere von Lachsen. Sogar die Waldbäume auf Vancouver Island sind auf die alljährliche Wanderung der großen Fische angewiesen. Sie prägen das gesamte Ökosystem dieser wilden Insel. Die Dokumentationsreihe „Wilde Inseln“ ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

Freitag, 11. Februar

3sat, 14.50 Uhr
Wildnis Europa (1/5)
Die Kegelrobbe
Die Kegelrobbe ist das größte und schwerste Raubtier des Kontinents. Ein Bulle bringt 300 Kilogramm auf die Waage. Oft wirken die pfundigen Tiere wie pure Genießer. In der deutschen Ostsee war die Kegelrobbe ausgerottet. Erst seit wenigen Jahren kehren die Tiere an Deutschlands Küsten zurück. Am Strand räkeln sie sich in der Sonne und erholen sich von ihren Raubzügen unter Wasser. Linda Westphal arbeitet beim Deutschen Meeresmuseum und erforscht die Rückkehr der Tiere am Greifswalder Bodden, vom Boot, Flugzeug und vom Ufer aus. Inmitten der Nordsee, auf Helgoland, lebt Deutschlands größte Kegelrobbenkolonie. Eine Dünenrangerin ist dafür zuständig, die Tiere und die Badegäste auf Distanz zu halten. Kegelrobben nutzen ihre Barthaare zur Orientierung, aber auch zum Erkunden. Neben Helgoland sind die britischen Farne Islands ein europäischer Lieblingsplatz der Kegelrobben. Die Inselgruppe ist bei Taucherinnen und Tauchern beliebt, die sich von der bunten Unterwasserwelt und den Kegelrobben faszinieren lassen. Die Tiere können im Wasser weite Strecken zurücklegen und durchqueren sogar die Nordsee zwischen England und dem Wattenmeer. Doch außerhalb der Naturschutzgebiete bedeuten Schiffsverkehr, Plastikmüll und Unterwasserturbinen auch große Gefahren für Kegelrobben. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe „Wildnis Europa“ porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

3sat, 15.35 Uhr
Wildnis Europa (2/5)
Der Wisent
Der Wisent gilt als das größte und schwerste Landsäugetier Europas, voller Kraft und Anmut. Fast wäre er ausgestorben. Kann er sein Territorium in Zukunft behaupten? Der letzte wildlebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen. Langsam erobert sich der König der Wälder seinen Lebensraum zurück. Im „Wisentgehege Springe“ bei Hannover hat Thomas Hennig eine Gruppe aus zweijährigen Wisentkühen zusammengestellt. Nun sollen die Tiere endlich ausgewildert werden – in den rumänischen Karpaten. Dort gehen die Ranger Matei Miculescu und Cătălin Josan täglich auf Spurensuche, um das Leben der Wisente in Freiheit zu studieren. Die meisten der dort lebenden 64 Tiere stammen aus Zoos und Aufzuchtstationen. Bisher weiß man wenig darüber, wie die Wisente mit der gewonnenen Freiheit umgehen. Die Herde steht unter Beobachtung. Während in Springe und Rumänien Wälder den Lebensraum der Wisente prägen, ist in 1800 Kilometern Entfernung von den Karpaten ein Dünenparadies zu einer neuen Heimat für die Wildtiere geworden. Direkt an der Nordsee hat sich eine einzigartige Küstenlandschaft erhalten: der holländische Nationalpark Zuid-Kennemerland. Esther Rodriguez ist Biologin und zusammen mit Ranger Ruud Maaskant für den Erhalt des vielleicht ungewöhnlichsten Lebensraums für Wisente verantwortlich. Ohne die Tiere würde das sensible Ökosystem zerstört. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe „Wildnis Europa“ porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

3sat, 16.20 Uhr
Wildnis Europa (3/5)
Der Elch
Der Elch gilt als Symboltier Skandinaviens und wird dort auch „König der Wälder“ genannt. Der Klimawandel treibt die Tiere immer höher in die Berge. Elche gehören zu den Hirschen und sind die größten Vertreter dieser Art. Ihre Überlebensstrategie ist die perfekte Anpassung an die Umgebung. Sie leben im hohen Norden, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machen ihnen nichts aus. Im Gegenteil, sie mögen es kühl. Im Sommer ziehen sich die Elche in den Nationalpark Jotunheimen, „Die Heimat der Riesen“, zurück. Hier türmt sich das höchste Gebirge Norwegens. Der Naturführer und Fotograf Børre Aasbø folgt den Elchen auf tagelangen Wanderungen durch die Wälder in der Nähe des Namsenfjords. Um die scheuen Tiere vor die Kamera zu bekommen, arbeitet er mit Fotofallen, die er regelmäßig kontrolliert. Die meiste Zeit des Tages ist der Elch mit Fressen beschäftigt. Besonders gern mag er die Triebspitzen junger Bäume. Ein Problem für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer Norwegens, denn mit seinem Fressverhalten richtet der Elch große Schäden an. Deswegen wird jedes Jahr Jagd auf ihn gemacht, streng kontrolliert von den Kommunen. Die Elchjagd hat eine lange Tradition in Norwegen und dient heute dem Schutz der Wälder. Denn außer dem Menschen hat der „König der Wälder“ in Norwegen kaum noch natürliche Feinde. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe „Wildnis Europa“ porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

3sat, 17.00 Uhr
Wildnis Europa (4/5)
Der Luchs
Der Luchs ist die größte Katze in Europa und ein scheuer Jäger. Tief in den Wäldern lauert er seiner Beute auf. Doch er war in Europa bereits fast ausgestorben. Mit der Rodung vieler Wälder hat er seine Schutzräume verloren – und mit ihm seine Beutetiere. Der Risnjak-Nationalpark im Westen der Gebirgslandschaft Gorski kotar in Kroatien ist einer der letzten Rückzugsorte für den europäischen Luchs. Seine Wälder und türkisfarbenen Seen bieten auch Lebensraum für viele Tiere seiner Speisekarte. In dem seit den 1960er-Jahren bestehenden Naturschutzgebiet findet sich eine noch ursprüngliche Population. Im benachbarten Slowenien werden im Rahmen eines Auswilderungsprojekts junge Luchse in die Freiheit entlassen. Seit Kurzem durchstreift das Luchsmännchen Boris die Gegend. Der dreijährige Luchs gibt dem Tierschützer Vedran Slijepcevic Rätsel auf: Wo verläuft seine Wanderroute, und kann er ein eigenes Revier besetzen? Mit Fotofallen versucht er, das Tier aufzuspüren. Auch im deutschen Nationalpark Harz wird seit den 1990er-Jahren unter großer Anstrengung Lebensraum für den Luchs geschaffen. Anfangs gab es Zweifel, ob Autobahnen und Äcker nicht unüberwindbare Hindernisse für die Luchse sind – aber das Harzer Projekt ist ein Riesenerfolg. Die Tiere ziehen von dort Richtung Südwesten, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe „Wildnis Europa“ porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

3sat, 17.45 Uhr
Wildnis Europa (5/5)
Der Vielfraß
Der Vielfraß gehört zur Familie der Marder und ist der größte Vertreter der Art in Europa. Stark und angriffslustig verteidigt er sein Revier. Kann er sich auch an die wärmeren Winter anpassen? Der Vielfraß liebt den hohen Norden. In der unbewohnten Wildnis Skandinaviens streunt er einsam durch die Wälder und Sumpflandschaften. Er ist ein unermüdlicher Wanderer, ständig in Bewegung und auf der Suche nach Nahrung. Im dünn besiedelten finnischen Niemandsland, dem Grenzgebiet zu Russland, genießt der Vielfraß die unberührte, weite Natur. Er ist mit seinem dicken Fell und den breiten Pfoten bestens für die kalte Jahreszeit gewappnet. Der Tierfilmer Kari Kemppainen will den Vielfraß anlocken. Mit einem Köder und einem Elchgeweih als Requisite versucht er sein Glück. Geduld ist gefragt. In Finnland leben nur etwa 200 Vielfraße. Doch die richten für manche großen Schaden an: Rentierzüchter wie Leo Juntunen beklagen, dass immer wieder Rentiere von Vielfraßen gerissen werden. Mit seiner extremen Beißkraft kann ein Vielfraß sogar einen jungen Elch töten. Doch meistens muss er nehmen, was übrig bleibt: Als Aasfresser bedient er sich an der Beute von Wölfen oder Bären. Wenn er viel Nahrung auf einmal findet, hortet er sie in Verstecken in seinem Revier. Doch auch, wenn es der Name vermuten lässt: Ein Vielfraß frisst nicht mehr als andere Tiere. Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die Dokumentationsreihe „Wildnis Europa“ porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner.

Samstag, 12. Februar

3sat, 10.50 Uhr
Der Flug der Eule
Eulen sind Meister des lautlosen Flugs und geschickte Jäger. Ihr Bestand war lange gefährdet. Nun versucht man, die Tiere wieder anzusiedeln. Im Fokus des Films steht ein Schleiereulen-Weibchen. Intensive Agrarwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben die Population vieler Eulenarten dezimiert. Da Eulen als Schädlingsvertilger einen positiven Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht ausüben, gibt es mehrere Wiederansiedlungs-Initiativen.

Phoenix, 18.00 Uhr
Unsere Wälder
Ein Jahr unter Bäumen
Frühling, Sommer, Herbst und Winter bringen nicht nur Farbe in unsere Wälder, sie öffnen kurze Zeitfenster, die viele Waldbewohner nutzen müssen, um zu überleben: von der verschwenderischen Blütenpracht der Frühblüher, denen nur wenige Wochen unter kahlen Bäumen bleiben, um Kohlenhydrate fürs ganze Jahr zu produzieren, bis zur Samenfülle der Mastjahre, in denen Bäume über Hunderte von Kilometern ihre Blüte synchronisieren – und damit die Menge ihrer Früchte.

Sonntag, 13. Februar

3sat, 6.00 Uhr
Unsere wilde Schweiz: Der Aletschgletscher
Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.

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