JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 28. August 2022.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 08.08.2022 - 14.08.2022

Montag, 8. August

3sat, 10.10 Uhr
Waffen der Tiere (1)
Dschungel
Die Evolution hat in der Tierwelt ein Wettrüsten ausgelöst. Jedes Tier hat eigene Waffen. Ob in Dschungel, Prärie oder Ozean – mit Klauen, Gift und Intelligenz kämpfen Tiere ums Überleben. Der tropische Regenwald beheimatet rund zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Es ist ein komplexes Jagdrevier, in dem Krokodile, Jaguare und Insekten tödliche Waffen einsetzen. mit Stacheln, Geweihen und Zähnen kämpfen sie um Beute und Paarungsrechte. Der Jaguar hat den stärksten Biss aller Raubkatzen und geht regelmäßig auf Reptilienjagd. Er jagt allein und kann sogar Schildkrötenpanzer durchbeißen. Fischotter hingegen jagen ihre Beute gemeinsam. Koordiniert treiben sie Fischschwärme zusammen und dann in die Enge, sodass die Beute nicht mehr flüchten kann. Unbemerkt von den großen Raubtieren lauert die Portia-Spinne ihrer Beute auf. Sie frisst andere Spinnen. Dafür springt sie, tarnt sich oder nutzt ihre außergewöhnliche Intelligenz, um das Verhalten ihrer Beute zu analysieren. Die erste Folge der dreiteiligen Reihe „Waffen der Tiere“ zeigt, mit welchen Angriffs- und Abwehrmechanismen die Dschungeltiere ausgerüstet sind und wie sie diese im Überlebenskampf einsetzen.

3sat, 10.55 Uhr
Waffen der Tiere (2)
Offenes Gelände
In den Ebenen und Prärien der Erde haben es Raubtiere schwer: Ihre Beute sieht sie schon von Weitem kommen. Das erfordert besondere Überlebenstechniken. Von der afrikanischen Savanne bis zur amerikanischen Prärie finden sich Tiere in m Herden zusammen, um Schutz zu finden. Geparde haben es besonders schwer. Sie sind die schnellsten Landtiere der Welt, doch gegen Löwenweibchen können sie nichts ausrichten. Regelmäßig müssen sie ihre Beute den Löwen überlassen, und jedes zweite Gepardenjunge wird von Löwinnen getötet. In Nordamerika hat sich der Kojote den Gegebenheiten angepasst und findet mit seinem hochempfindlichen Gehör selbst unter meterhohen Schneedecken noch Beutetiere. Aber auch innerhalb von Herden setzen Tiere ihre Waffen gegeneinander ein. Bisonmännchen etwa kämpfen bis zur Erschöpfung um das Recht, sich mit den Weibchen zu paaren. Am Ende der Brunftzeit können einige geschwächte Tiere nicht mehr mit der Herde mithalten und werden von viel kleineren Raubtieren erlegt. Die zweite Folge der dreiteiligen Reihe „Waffen der Tiere“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Ebenen dieser Welt, in der Raub- und Beutetiere strategisch und gut ausgerüstet um ihr Überleben kämpfen.

3sat, 14.30 Uhr
Das Geheimnis der Baggerseen
Baggerseen sind nicht nur für Badefreunde Paradiese: Sie können auch eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren beherbergen. Wie aber wird aus einer Kiesödnis eine Naturoase? Plötzlich sitzt sie da, die Zwergdommel: eine absolute Rarität. Hier brütet sie sogar – in Nachbarschaft mit einem Blaukehlchen. Nicht weit entfernt kreisen Flussseeschwalben auf der Suche nach Fisch für ihre Jungen. Auch diese Vögel sind vom Aussterben bedroht. Sobald die Dämmerung einsetzt, erfüllt sich die Luft mit zarten Trillern. Es sind Wechselkröten beim Liebesspiel. Auf diese Naturjuwelen sind die beiden Naturfilmer Ilona Riehl und Günther Bludszuweit ausgerechnet in aufgelassenen Kiesgruben in Bayern gestoßen. In mehr als 50 Baggersee-Geländen sind sie auf Entdeckungstour gegangen und dabei recht merkwürdigen Erscheinungen begegnet – etwa der Kuckucksspucke und dem Graselefanten.

Dienstag, 9. August

3sat, 10.15 Uhr
Österreich – Die Kraft des Wassers (1)
Vom Gletscher geformt
Von der schneebedeckten eisigen Welt des Hochgebirges mit seinen mächtigen Gletschern, tosenden Wasserfällen und reißenden Gebirgsbächen durch die letzten Urwälder bis zum warmen Steppensee. Raufußkäuze haben als Nachmieter eine Schwarzspecht-Höhle bezogen. Hier ziehen sie ihre Jungen groß. Diese wilden Wälder sind urtümliche Relikte und wachsen auf schroffen Kalkfelsen rund um die Eisenwurzen entlang der Salza, im Grenzgebiet von Niederösterreich und der Steiermark und im oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen. Hierher ist sogar der Luchs wieder zurückgekehrt.

3sat, 11.00 Uhr
Österreich – Die Kraft des Wassers (2)
Im Fluss der Zeit
Einst waren diese Wälder kaiserliches Jagdrevier und somit von Rodung und Zersiedelung verschont. Für das Kaiserhaus und dessen hohe Gäste wurden pompöse Jagden inszeniert, die tagelang dauerten und Hunderte von Wildschweinen und Hirschen das Leben kosteten. Auch der Seeadler wurde bejagt und ausgerottet. Seine Rückkehr als Brutvogel ist eine Erfolgsgeschichte, die untrennbar mit dem Nationalpark verbunden ist.

3sat, 14.20 Uhr
Die magische Welt der Bäume – Die Eiche
Niemand baut mehr Schiffe aus Eichenholz. In Möbelhäusern sucht man Eichenholzmöbel vergebens. Die Eiche scheint ausgedient zu haben. In Wirklichkeit ist sie jedoch der Baum der Zukunft. Die Geschichte der Eiche reicht bis zu zwölf Millionen Jahre zurück. Der Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse steht symbolisch für Kraft und Ewigkeit – Eichen können bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Holz ist sehr stabil, die Rinde, rau, dick und furchig. Zur Pflanzengattung der Eichen gehören circa 400 Arten, von denen die Stieleiche und die Traubeneiche zu den häufigsten in Deutschland zählen. Eichen können ein enormes Alter erreichen. Auch im Hinblick auf die Erdzeitgeschichte liegen Eichen weit vorn: Belegt sind Fossilfunde von mindestens zehn Millionen Jahren. Die Früchte, die Eicheln, sind durch ihren hohen Anteil an Stärke zwar nahrhaft, aber wegen der Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar und giftig. Für Nagetiere wie Mäuse und Eichhörnchen, Rotwild und Wildschweine sind die Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen, weswegen sie sich für Nagetiere besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten eignen. Der Film erzählt in drei Kapiteln von den Eichen, die man mit „Natur“, „Nutzung“ und „Zukunft“ betiteln könnte. Der erste Teil beschreibt verschiedene Besonderheiten der Eichen und wie wertvoll die Eichen als Lebensraum für Vögel und Insekten sind. Teil zwei zeigt verschiedene Arten der Nutzung – zum Beispiel durch einen Künstler, der ausschließlich mit Eichenholz arbeitet –, der dritte Teil bringt eine überraschende Wendung, da sich herausgestellt hat, dass die Eiche mit dem Klimawandel besonders gut klarkommen wird. Sie ist schon jetzt dabei, Baumarten wie die Föhre zu verdrängen – und daher eindeutig der Baum der Zukunft. Es ist durchaus denkbar, dass unserer Wälder in Zukunft aus Eichen bestehen.

Mittwoch, 10. August

arte, 6.30 Uhr
Raubkatzen im Wohnzimmer
Ein Leopard in der Badewanne, ein Luchs im Wohnzimmer. Viele Russen hegen eine ausgeprägte Leidenschaft für exotische Tiere. Während einige Käufer sie als Statussymbol halten, machen andere mit ihnen ein Geschäft. Raubkatzen werden gern für extravagante Fotoshootings gebucht – ein Hobby, das teuer und gefährlich ist. Porsche, Prada oder Puma? Ausgefallene Statussymbole kommen in Russland gut an. Ganz oben auf der Wunschliste elitärer Leidenschaften rangieren Wildtiere. Statt in freier Natur leben Raubkatzen in Russland oft in privaten Haushalten. Sie werden für Fotoshootings quer durchs Land gefahren. Alex Volkov pflegt eine innige Beziehung mit seinem Leoparden Caesar: „Ich habe lange in der Armee gedient und brauche seitdem einen Nervenkitzel, sonst wird mir langweilig. Ein Leben ohne Risiko und Adrenalin ist für mich nicht mehr vorstellbar. Dieses Tier gibt mir all das, was ich brauche: starke Gefühle und Provokation.“ Ein Bär im Garten, ein Leopard auf dem Beifahrersitz. Motive dieser Art garantieren viele Likes auf Instagram. Anastasija Chernega hält einen Luchs in ihrer Wohnung: „Das günstigste Wildtier im Unterhalt ist ein Löwe. Auch wenn er viel Futter braucht und schwer zu halten ist. Er benötigt vier bis fünf Kilogramm Fleisch am Tag. Versuche mal, so viel Geld für Futter aufzubringen! Die teuersten Wildkatzen sind Geparde. Sie sind sehr schwer zu fangen. Einen mittleren Platz bei den Ausgaben besetzen Pumas und Leoparden.“ Für die Tiere ist die private Haltung dagegen oft eine Qual. Aleksander Fjodorov setzt sich in seiner Auffangstation „Veles“ nahe St. Petersburg für ihre Rettung ein: „Ein Wildtier ist und bleibt ein Wildtier. Und die Menschen, die versuchen die Wildtiere bei sich zu Hause in der Wohnung zu halten, sind für mich Idioten.“ Offiziell ist die Haltung von Wildtieren in Privathaushalten in Russland verboten. Allerdings finden Kontrollen kaum statt. Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht Re: in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Expedition ins Tierreich
Die Südheide – Wälder, Wiesen, weites Land
Wälder und Felder, Moore und Heide, Schäfer und Schnucken: das sind die Merkmale einer Landschaft, die schon vor 100 Jahren vom Heimatdichter Hermann Löns wegen ihrer Urwüchsigkeit gepriesen wurde. Dabei ist die Region im Städtedreieck Celle, Walsrode und Uelzen alles andere als naturbelassen. Jahrhundertelang wurde sie von Heidebauern geprägt und als norddeutsche Kulturlandschaft geformt. Das Geheimnis des knapp 500 Quadratkilometer großen Naturparks Südheide liegt in seiner Vielgestaltigkeit: Böden, Geologie und Relief haben ihren Ursprung in der Eiszeit. Vielerorts durchfließen malerische Bäche die Landschaft, die ihre Quellen in zahlreichen Heidemooren haben. Die ausgedehnten Wälder sind Rückzugsgebiete für Wildschweine und Dachse. In klaren Heidebächen jagen Fischotter und scheue Schwarzstörche nach Forellen und Neunaugen. Wichtiger Bestandteil der Südheide sind die unzugänglichen Moore, in denen Kraniche, gut geschützt vor Feinden, ihren Nachwuchs großziehen. Kreuzotter und die selten gewordenen Birkhühner hingegen fühlen sich auf den sandigen Heideflächen wohl, die der Region ihren Namen verdankt. Die Dokumentation „Die Südheide“ erzählt von einem fast unbekannten Landstrich, der vom Menschen seit Jahrhunderten stark beeinflusst und dennoch vielgestaltig ist. Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene. Flugaufnahmen zeigen die Region aus der Luftperspektive, extreme HD-Zeitlupen von Birkhühnern, Wildschweinen und Rehen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Herzen Niedersachsens.

3sat, 11.00 Uhr
Asiens wilde Überlebenskünstler
In eisigen Höhen
Vom Himalaja bis in die Bergwälder Japans – Asiens Gebirge sind extreme Lebensräume. Tiere wie Schneeleoparden und Pfeifhasen und haben sich an diese harsche Umwelt angepasst. Murmeltiere verschlafen die kalte Jahreszeit im Bau, Tibetfüchse begleiten Braunbären auf der Jagd. Die wilden Tiere auf dem Dach der Welt müssen nicht nur mit großer Kälte, intensiver Strahlung und dünner Luft zurechtkommen, sie werden auch von vielen Raubtieren gejagt. Murmeltiere und Pfeifhasen auf der tibetischen Hochebene bilden die Nahrungsgrundlage für Adler, Füchse und Bären.

Bayerisches Fernsehen, 11.40 Uhr
Abenteuer Wildnis
Geheime Jäger der Serengeti
Streifenhyänen sind nachtaktiv. Es gelingt deshalb nur selten, diese als Einzelgänger bekannten Tiere zu beobachten. Filmautor Reinhard Künkel ist es jedoch gelungen, einem Hyänenpaar zu folgen. Reinhard Künkel lebt seit 30 Jahren in der Wildnis Afrikas am Südrand der Serengeti. Er wohnt fast das ganze Jahr über in einem Dschungelcamp und geht jeden Tag auf Safari, um Tiere zu fotografieren und zu filmen. In diesem Film erzählt er von einem sehr seltenen Jäger der Serengeti, der Streifenhyäne.

Donnerstag, 11. August

Bayerisches Fernsehen, 11.40 Uhr
Abenteuer Wildnis
Das Alte Land – Niedersachsens Obstgarten
Das Alte Land vor den Toren der Millionenstadt Hamburg ist untrennbar mit dem Apfel verbunden: Günter Goldmann erzählt in seinem Film Geschichten rund um den Apfel, von der Landschaft, die der Obstanbau prägt, von den Tieren, die von den Früchten leben, und von einem Mann, dem der Erhalt alter Apfelsorten zum Lebensinhalt geworden ist. Seit Jahrzehnten züchtet Apfelbauer Eckart Brandt alte Apfelsorten. Man kann ihn als echten Kenner bezeichnen, einen wahren „Pomologen“. Er versucht, seine Besucher über ihre Sinne zu überzeugen: Wie schmeckt eigentlich ein Finkenwerder Herbstprinz, wie riecht die Ananas-Renette, und was macht einen Kuchen aus Gravensteinern unvergesslich? Doch nicht nur die Äpfel sind außergewöhnlich. Die Streuobstwiesen von Eckart Brandt bieten einer Vielzahl von Tieren einen Lebensraum. Hier finden noch Steinkäuze Nisthöhlen. Honigbienen, Erdhummeln und Schmetterlinge besuchen die Blüten im Frühjahr. Das ungespritzte Fallobst ernährt Amsel und Pirol, Fuchs und Dachs, Feldhase und Reh. Ein kleines Paradies, das in Zeiten von Globalisierung und EU-genormten Standardfrüchten selten geworden ist. Und so sind viele der umliegenden Plantagen inzwischen einförmige Obstmonokulturen: Obwohl deren Blütenpracht alljährlich Tausende von Besucherinnen und Besuchern fasziniert und zu ausgedehnten Spaziergängen ins Alte Land lockt, gibt es in den leer geräumten Plantagen kaum noch Leben.

arte, 15.30 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe
Die drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko überwinden bei ihrer Suche nach einer Partnerin atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Von einem uralten Impuls getrieben, überqueren sie mehrspurige Autobahnen, reißende Flüsse und frostklirrende Gebirge. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und zu Wanderungen über mehr als 1.000 Kilometer aufbrechen. Diese Frage war auch der Grund für den Start mehrerer europäischer Forschungsprojekte. Und um eine Antwort zu finden, wurden die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Sendern ausgestattet. Gemeinsam mit den Wolfsforschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik hat man dann vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Für den Dokumentarfilm wurden die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko mit dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nachgedreht. Auf diese Weise ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe zeigt – gleichzeitig in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich. Erstmals und hautnah wird die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa nachvollziehbar.

Freitag, 12. August

3sat, 16.45 Uhr
Italien, meine Liebe
Abruzzen
In den wilden und rauen Abruzzen gibt es noch Bären und Wölfe in freier Wildbahn. Die Bilder der atemberaubenden Landschaft zeigen ein eher unbekanntes Italien. Dort leben Menschen mit ungewöhnlichen Berufen – wie die Zoologin Roberta Latini. Sie beobachtet im Nationalpark Bären und erklärt deren Verhalten. Außerdem kümmert sie sich um eine Problembärin, die zu zutraulich geworden war und jetzt in einem Gehege lebt. In dem kleinen Dorf Scanno wohnt Eugenio Di Rienzo. Er ist Goldschmied mit Familientradition und fertigt besondere Eheringe an, auch für ein junges Paar aus dem Nachbardorf. Für sie wird zu Hause ein Hochzeitsritual zelebriert, bei dem Kichererbsen auf eine ganz eigene und sehr staubige Art zubereitet werden. Das soll Glück und Zufriedenheit bringen. Hoch oben in den Bergen des Gran-Sasso-Nationalparks, wo die Wölfe immer wieder Schafe reißen, leben Valeria und ihre Freundin. Sie färben die Wolle ihrer Schafe nur mit Naturprodukten, die sie selbst sammeln. Ihre Schwägerin Gabriella kocht ihnen am Abend Spaghetti alla Chitarra, ein typisches Gericht der Region.

Samstag, 13. August

3sat, 16.45 Uhr
Wildes Pantanal
Jaguar-Land
Im Pantanal, dem großen, artenreichen Feuchtgebiet Brasiliens, leben noch ungewöhnlich viele Jaguare. Die Dokumentation folgt den faszinierenden Großkatzen bei Jagd, Kampf und Spiel. Die Jaguare teilen sich ihren Lebensraum mit Riesenottern, Kaimanen, Capybaras und zahlreichen anderen Bewohnern. Um die seltenen Tiere zu sehen, reisen in jüngster Zeit immer mehr Menschen in das einst unzugängliche Pantanal. Artenschützer haben den Jaguaren im Pantanal Namen gegeben. Hauptrollen in der Dokumentation spielen: Ginger, ein junges Weibchen, außerdem ihr zeitweiliger Partner, das Alpha-Männchen Juru, sowie die einjährigen Brüder Kim und Thor. Sie leben und jagen an den Wasserläufen, wie ihre Vorfahren es seit Urzeiten taten. Doch ihr Lebensraum verändert sich, denn durch Landwirtschaft und Tourismus bleibt den Tieren des Pantanal immer weniger Raum.

Sonntag, 14. August

3sat, 8.15 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben das Land der bleichen Berge, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lässt sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten. Mit atemberaubender Geschicklichkeit queren Gämsen eine nahezu senkrechte Wand. Im Alpenglühen zieht der Steinadler zwischen bizarren Zinnen und Türmen seine Kreise. Im Gewittersturm treiben Schlernbauern ihr Vieh über lebensgefährliche Steige auf die Sommeralm. Starke Frauen, mutige Männer und faszinierende Wildtiere zwischen den Drei Zinnen und König Laurins Rosengarten. Auf der Fanes-Hütte, dem höchsten ganzjährig bewohnten Anwesen Südtirols, auf den Höfen des Ahrntals, im Vilnöß und auf den abenteuerlichen Steigen des Schlern verbinden sich Tradition mit Naturschutz und moderner Alpinwirtschaft.

3sat, 14.15 Uhr
Unsere wilde Schweiz: Das Oberengadin
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die größte Steinbock-Population der Schweiz und die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Flora und Fauna der Alpen Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche.

TV-Programm 15.08.2022 - 21.08.2022

Montag, 15. August

3sat, 20.15 Uhr
Yellowstone (1)
Feuer und Eis
Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder. Der Yellowstone-Nationalpark ist geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Vulkanische Aktivität im Untergrund sorgt auch im Winter für offene Wasserstellen, während die Landschaft ringsum bei 40 Grad Celsius unter Null in Frost und Kälte erstarrt. Diese Wasserstellen sind im Hochwinter die Bühne für so manches Drama: Hier bekommt es der noch unerfahrene Nachwuchs des Wolfsrudels zum ersten Mal mit einem ausgewachsenen Elchbullen zu tun. Was anfangs nach einer klaren Sache für den mächtigen Geweihträger aussieht, entwickelt sich im Laufe des Winters zu einem Kampf auf Leben und Tod. Im Gebiet des Yellowstone-Nationalparks herrschen einzigartige Umweltbedingungen: Durchschnittlich fallen im Bergmassiv der Rocky Mountains während der kalten Jahreszeit etwa drei Meter Schnee. Durch tiefe Gebirgseinschnitte gelangen jedoch feuchte Luftmassen vom Pazifischen Ozean im Westen bis nach Yellowstone, wo sie rasch abkühlen – und den Winter über für bis zu 15 Meter Schnee sorgen. Die mächtigen Bisons kommen mit der Kälte im Normalfall gut zurecht. Ihr dichtes, dickes Fell schützt sie weitgehend vor dem Frost. Yellowstone beherbergt die letzten wilden Bison-Herden, die hier seit Jahrtausenden überlebt haben. Aber auch die Bisons haben ihre Grenzen. Wenn es zu kalt wird, suchen sie einen ganz bestimmten Fluss auf, der von warmem Wasser aus der Tiefe gespeist und damit eisfrei gehalten wird. Der Fluss leitet die Bison-Herde in ein Gebiet voller Geysire, deren heißes Wasser den Boden ringsum schneefrei hält und das verdorrte Gras zugänglich. Doch die Tiere dürfen nicht zu viel davon fressen, denn das dürre Gras enthält hohe Konzentrationen von Kieselerde und Arsen. Diese Nahrung ist nicht nur sehr karg, sondern sogar gesundheitsgefährdend. Den meisten Bewohnern des Nationalparks machen Schnee und Eis zu schaffen – so auch dem Fuchs. Dennoch hat er einen Weg gefunden, den Winter zu überstehen: Er jagt Schneemäuse, die sich am Boden in Gängen und Höhlen unter dem Schnee verbergen. Bei seinem Lauschangriff achtet der Fuchs auf das leiseste Geräusch, das den Standort einer Schneemaus verrät. Hat er ein potenzielles Opfer ausgemacht, vollführt der Fuchs eine sehenswerte Aktion: Er springt hoch in die Luft und taucht mit der Schnauze voran tief in den Schnee, wo er mit etwas Glück die begehrte Beute erwischt. Die winterlichen Bedingungen sind auch für die Otter ein Problem. Die meisten Flüsse und Bäche sind jetzt von einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt, und darüber türmen sich die Schneemassen. Die Otter ziehen die Ufer entlang, um einen offenen Zugang zum Wasser zu finden, wo sie ihre wichtigste Nahrung jagen können, Fische. Als einer der Otter endlich einen erwischt, hat er dabei einen höchst interessierten Beobachter: Ein Kojote trachtet danach, dem Otter den Fisch abzujagen. Dieser denkt jedoch nicht daran, seine Beute aufzugeben, sondern taucht blitzschnell ab und versteckt sich unter der verschneiten Eisdecke im Fluss. Am Ende muss der Kojote unverrichteter Dinge abziehen. Wenn es kalt genug ist, zeigt sich in Yellowstone ein faszinierendes Naturschauspiel: Aus heiterem Himmel gefriert die Feuchtigkeit der Luft zu winzigen Eiskristallen, die in der Sonne glitzern, ein Phänomen, das als „Diamond Dust“, „Diamantenstaub“, bekannt ist.

Dienstag, 16. August

3sat, 17.30 Uhr
Yellowstone (2)
Leben auf dem Vulkan
Ein halbes Jahr lang halten Eis und Schnee Yellowstone in frostigem Griff. Doch schließlich erwacht das Leben im Nationalpark langsam wieder. Nach dem langen Winterschlaf führt eine Grizzlybärin ihre neugeborenen Jungen zum ersten Mal durch ihr Revier. Doch sie könnte zu früh erwacht sein, denn das Land liegt dieses Jahr noch unter einer dicken Schneedecke verborgen – und so gibt es kaum Futter. Einmal mehr zeigt sich, wie anpassungsfähig Grizzlys sind. Mit Tatzen, die mit einem Hieb einen Hirsch töten können, tastet die Bärenmutter unter den Eisschollen nach Fischen, die sich zum Überwintern ein allzu seichtes Gewässer ausgesucht haben – und daher erfroren sind. Die Bärin stärkt sich mit gefrorenem Fisch, um bei Kräften zu bleiben und ihre Kleinen säugen zu können. Sobald die Tage wärmer werden, kehren auch Rudel von mächtigen Wapitihirschen und Herden pfeilschneller Gabelböcke auf das Hochplateau zurück. Die Hirsche hatten in den Wäldern am Rand des Nationalparks Schutz vor der Kälte gesucht, die Gabelböcke haben hingegen eine Wanderung von beinahe 200 Kilometern hinter sich. Die Winterquartiere der schnellsten Sprinter Amerikas liegen fernab der unwirtlichen Hochtäler. Gabelböcke sind faszinierende Tiere, die auf der Flucht Geschwindigkeiten von etwa 80 Kilometern pro Stunde erreichen können. mJetzt ist die Zeit für den Nachwuchs: Ob Bisons, Wapitis oder Gabelböcke – sie alle bekommen nun ihre Jungen. Auf diesen Moment haben die Wölfe und Kojoten nur gewartet, denn auch sie müssen ihre neugeborenen Kleinen durchbringen, bis diese sich selbst versorgen können. Dabei stoßen die Tiere auf unerwartete Probleme: Die spezielle Lage und Geologie von Yellowstone bringt es mit sich, dass hier sogar im Juni gelegentlich noch heftige Schneestürme über die Landschaft hereinbrechen. Sie ahnen nichts davon, aber all die Bewohner des Nationalparks verbringen ihr Leben auf einem schlafenden Supervulkan. Tief im Untergrund von Yellowstone verbirgt sich ein gewaltiges Magma-Reservoir. Im Lauf der Erdgeschichte kam es hier bereits mehrfach zu unvorstellbaren Ausbrüchen – seit einigen Jahren registrieren Forscher immer wieder einen zunehmenden Druck im Erdinneren, durch den manche Bereiche des Nationalparks langsam angehoben werden. Die spektakulären Landschaften von Yellowstone wurden auch von den Eiszeiten geprägt: Als die Gletscher wuchsen und vordrangen, planierten sie weite Gebiete und schliffen dabei den Untergrund ab. Als sich die Eismassen wieder zurückzogen, bildete der mineralreiche Gesteinsstaub einen besonders fruchtbaren Boden für schier endlose Grasebenen. Zu Beginn des Sommers beginnt das Land hier unter der sengenden Sonne zu verdorren. Mit Fortschreiten der heißen Jahreszeit trocknet die Landschaft immer mehr aus – und schon ein Blitzschlag genügt, um verheerende Waldbrände auszulösen. Diese alles vernichtenden Feuerstürme sind eine große Bedrohung für das Leben in Yellowstone. So zerstörte 1988 ein katastrophaler Waldbrand etwa ein Drittel des Baumbestandes im Nationalpark. Doch auch diese Brände sind Teil eines ewigen Kreislaufs – denn die Asche düngt den Boden, auf dem dann rasch wieder neues, üppigeres Leben gedeiht. Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder. Teil 3 von „Yellowstone“ ist im Anschluss ab 18.15 Uhr auf 3sat zu sehen.

Mittwoch, 17. August

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Dolomiten – Im Garten der Helden
Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies; eine Landschaft wie geschaffen für Mythen und Helden, auch für Helden aus der Tierwelt. Kurt Mayer und Judith Doppler haben die Dolomiten mehr als ein Jahr lang bereist und zeigen in ihrer Dokumentation eine Wildnis im Aufbruch. Abseits touristischer Pfade hat das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten Überraschungen zu bieten, die kein Sommer- oder Wintergast je zu Gesicht bekommt. Erstmals seit 100 Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Das Filmteam beobachtet einen Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum und macht dabei eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird gleichzeitig mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als teilweise sogar vegetarischer Gourmet. Steinadler haben das Land der „bleichen Berge“, wie die Dolomiten früher genannt wurden, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen verfolgt die Naturdokumentation ihre Paarung und beobachtet ihre bemerkenswerte Jagdtechnik. Junge Bären, die von ihrer Mutter verlassen wurden, erobern seit einiger Zeit auch die Passstraßen Südtirols. Bären sind Allesfresser, können also unter Schutz auch allein von der natürlichen Vegetation leben. Von Wasser und Eis zerfurchte Felsspitzen, leuchtende Zirben und Lärchenwälder, markante Gebirgsstöcke wie fossile Archipele einer versunkenen Zivilisation: Aus dem Blickwinkel eines Steinadlers durchstreift das Filmteam König Laurins Rosengarten. Schneehase, Gams und Murmeltier, gewitzte Ernährungsstrategen und erprobte Hungerkünstler, faszinieren durch ihre Höchstleistungen. Als Relikt der Eiszeit lebt das Schneehuhn dort, wo es kühl geblieben ist. Wer sich in wenigen Sekunden nahezu überall sein Schneebett richten kann, ist in Höhen über 2.000 Meter der König. Der einsam umherziehende Wolf trifft zu guter Letzt nahe einer verwaisten Stellung des österreichisch-italienischen Alpenkrieges auf eine Gefährtin, die ihrerseits den langen Weg von den südlichen Apenninen bis in die Alpen gefunden hat.

Donnerstag, 18. August

arte, 18.35 Uhr
Familie Wolf
Gefährliche Nachbarn
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich Autos und Spaziergängern ungewöhnlich dicht annäherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Big Bend – Amerikas wildeste Grenze
Der Rio Grande bildet über 1500 Kilometer die Grenze zwischen USA und Mexiko. Im Süden von Texas fließt er in einer großen Kurve – der Big Bend – die zum Namen des an ihr liegenden Nationalparks wurde. Der Fluss umrundet die Chisos Mountains, den einzigen Gebirgszug der USA, der vollständig in solch einem Park liegt. Von 500 bis auf fast 2400 Höhenmeter ansteigend, gibt es dort sehr unterschiedliche Gebiete – eine Einladung für verschiedenste Tierarten. Zum Glück wieder. Denn Jahrtausende lang haben Menschen das Aussterben einiger Tierarten bewirkt – besonders nachzuweisen seit dem 16. Jahrhundert. 1930 änderte sich alles. Die Gegend sollte wegen ihrer einzigartig kontrastreichen und schönen Landschaft unter Schutz gestellt werden. Der Staat Texas erwarb sie und gründete damit den Texas Canyons State Park. Schon 14 Jahre später geschah noch mehr: am 12. Juni 1944 wurde aus dem State Park der Big Bend Nationalpark. Und damit kamen viele Tierarten wieder hierher. Zum Teil dieses Mal auch durch die Hilfe von Menschen. Von den ausgestorbenen Dickhornschafen, wurden 7 in einem Laster hier gebracht. Inzwischen gibt es wieder mehrere kleine Herden. Aber es gibt auch Tiere, die selbst wieder hierhergekommen sind. Vor 30 Jahren ging ein Schwarzbär von Mexiko nach Texas – und er blieb dort. Auch hier ist die Anzahl gestiegen. 8 bis 12 ausgewachsene Bären soll es hier inzwischen geben. Und sie bekommen Junge… Big Bend ist eine einzigartige Landschaft mit außergewöhnlichen Tieren.

Freitag, 19. August

3sat, 13.20 Uhr
Wildes Mexiko (1/3)
Tierische Wanderer
Seine Lage zwischen den Kontinenten macht Mexiko besonders artenreich. Der Film zeigt Wanderer aus dem Tierreich, die Wüste, Grasland, Wälder und Küstengewässer des Landes besuchen. Die Palette reicht von See-Elefanten an der Pazifikküste über Monarchfalter und Pumas im Bergland.

3sat, 14.05 Uhr
Wildes Mexiko (2/3)
Jäger und Gejagte
Kleine und große Räuber und ihre Beutetiere kämpfen in Mexikos Landschaften tagtäglich ums Überleben. Dabei können sogar die gefährlichsten Jäger zu Gejagten werden.

3sat, 14.45 Uhr
Wildes Mexiko (3/3)
Die Erhaltung der Art
In jedem der ganz unterschiedlichen Lebensräume Mexikos entwickeln Tiere kluge Verhaltensweisen, um Partner zu finden und sich fortzupflanzen. Manche ihrer Methoden sind weltweit einzigartig.

Phoenix, 20.15 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Frühling
Nach den langen, dunklen Wintertagen erwacht die Natur allerorts zu neuem Leben. Im Norden Québecs sind die Karibu-Weibchen zu einer 600 Kilometer langen Wanderung aufgebrochen. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, denn die Tiere müssen ihr Ziel erreichen, bevor ihre Jungen zur Welt kommen. Unterwegs müssen sie sich vor ihrem schlimmsten Feind in Acht nehmen: dem Wolf. Der Frühling wird auch durch die Rückkehr der Zugvögel eingeläutet: Die Sternelfe, einer der kleinsten Vögel Kanadas, kehrt aus Mexiko zurück, um in heimischen Gefilden ihr eierbechergroßes Nest zu bauen. Bevor es zum Brüten kommt, muss aber noch der richtige Partner gefunden werden; die Pelikane haben sich eine Insel im Süden Saskatchewans für ihren Balztanz ausgesucht. Darum müssen sich die Schneegänse nicht mehr kümmern, denn die sind bis an ihr Lebensende ihrem Partner treu. Dafür haben sie eine andere Sorge: die Polarfüchse. Bis zu 3.000 Eier raubt ein Fuchs während der Brutphase. Doch der Bestand dieser Kolonie ist nicht bedroht, da sie aus etwa einer Million Gänsen besteht. Dafür sichert der Vorrat das Überleben der Familie Fuchs, denn auch sie hat Nachwuchs bekommen. Die Dokumentation zeigt die vier Wochen alten Jungen bei ihren ersten Laufversuchen. An den Ostküsten lernen derweil junge Schwarzbären auf Bäume zu klettern und Seeotter spielen im Tang. Doch aufgepasst, auch hier lauern Gefahren: Die ansässigen Büffelwölfe gehen auf Otterjagd – und das erstmals vor einer Kamera. Das Frühjahr zeigt somit vor allem eins: Früh übt sich, wer den Gefahren der Wildnis die Stirn bieten will.

Phoenix, 21.00 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Sommer
Im Sommer entfaltet die Schönheit der kanadischen Landschaften ihren Höhepunkt. Die Reise beginnt auf einer Insel vor der Pazifikküste, wo gerade 4.000 kleine Seelöwenbabys geboren wurden. Unweit davon kommen Exoten zu Besuch: Blauhaie, riesige Quallen und der Mondfisch. In der Arktis passieren 3000 Belugawale die Mündung eines Flusses, der in die Hudson-Bucht mündet. Die warmen, geschützten Gewässer sind ein idealer Geburtsort für ihre Jungen. In den Badlands setzt eine Steinadlermutter für ihren Nachwuchs ihr Leben aufs Spiel: Mit ihrem Körper schützt sie das empfindliche Küken vor der sengenden Hitze und anschließend vor dem tobenden Gewitter. Im nördlichen Saskatchewan bilden sich bei sommerlichem Wetter die beeindruckenden Dünen von Athabasca, eine 50.000 Hektar lange Sandbank entlang des Athabasca-Sees mitten im borealen Nadelwald. Auf den Bergwiesen suchen Pfeifhasen ihre Vorräte für den Winter zusammen und sind sich dabei nicht zu schade, diese beim Nachbarn zu stehlen. Der Sommer mit seinen spektakulären Naturschauspielen, extremen Wetterbedingungen und aktiven Tieren gehört zweifellos zu den aufregendsten Jahreszeiten in Kanadas Wildnis.

Phoenix, 21.45 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Herbst
Der Herbst steht für den Wandel des wilden Kanadas – während die Tiere im Süden noch in der Sonne baden, müssen die Streifenhörnchen im Norden schon Wintervorräte sammeln. Im Herbst wandeln sich die kanadischen Wälder in ein Farbenmeer. Es ist die Zeit der großen Wanderungen. Drei Viertel aller Vogelarten, die in Kanada genistet haben, ziehen wieder gen Süden. Im Herbst wandeln sich die kanadischen Wälder in ein Farbenmeer. Es ist die Zeit der großen Wanderungen. Drei Viertel aller Vogelarten, die in Kanada genistet haben, ziehen wieder gen Süden. Viele von ihnen versammeln sich vor dem Abflug an steilen Felsformationen. Die Strandläufer hingegen machen in der für ihre Gezeitenunterschiede bekannten Bay of Fundy Rast. Bei Ebbe machen die Vögel reiche Beute in Gestalt von Abertausenden Schlickkrebsen. Wenn die Vögel vollgefressen und träge sind, werden sie selbst zur Zielscheibe: An den Stränden der Bucht machen sich die wesentlich schnelleren und stärkeren Wanderfalken unerbittlich auf die Jagd. Das Reifen der Eicheln und Nüsse in den kanadischen Wäldern stellt die Streifenhörnchen vor neue Herausforderungen: Beim Wettsammeln von Wintervorräten müssen unliebsame Konkurrenten in die Flucht geschlagen werden. Weiter westlich bietet die herbstliche Prärie die Kulisse für ein spektakuläres Balzritual. Jeden Herbst aufs Neue tragen die Elche ihre Brunftkämpfe aus, bei denen die Bullen ihre ausladenden Geweihe gegeneinandersetzen. Die Elche bleiben mit den Elchkühen zwei Tage zusammen, um sich fortzupflanzen. In der Hudson Bay sichern die hungrigen Eisbären ihr Überleben, indem sie weiter Richtung Meer wandern, wo sie auf den Einbruch des Winters warten und darauf, dass sich Eisbänke herausbilden. Wenn es so weit ist, können sie endlich Robben jagen. Am Cape St. Mary’s, an der zerklüfteten Küste Neufundlands, klammern sich Tausende Basstölpel-Küken an die Brutfelsen. Ihnen steht ein gefährliches Initiationsritual bevor: Jetzt gilt es, die sicheren Nester zu verlassen und den Sturzflug zum Stoßtauchen in die Meerestiefen zu wagen.

Phoenix, 22.30 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Winter
Der Winter ist in Kanada die längste und härteste Jahreszeit. Im Norden dauert der Winter mehr als sechs Monate. Die letzte Folge der Reihe „Ein Jahr in Kanadas Wildnis“ zeigt die faszinierende Verwandlung der kanadischen Landschaften durch Schnee und Eis. Die Tiere müssen sich anpassen, um zu überleben. Auf Sable Island, 300 Kilometer vor der Küste von Nova Scotia, trotzen rund 400.000 Kegelrobben mit ihren kurz zuvor geborenen Jungtieren bei eisigen Temperaturen heftigen Gewittern sowie Sand- und Schneestürmen. In den borealen Nadelwäldern überwintert eine Braunbärenfamilie in ihrem warmen Bau, wo die Mutter ihre Jungen zur Welt bringt. Die erwachsenen Bären brauchen fünf Monate nichts zu fressen; sie zehren von ihren Reserven und verbrennen 4.000 Kalorien pro Tag. In der Arktis geht ein letztes Mal die Sonne unter und überlässt den nunmehr nächtlichen Himmel dem Spektakel der grünen und purpurfarbenen Polarlichter. Futter ist in der kalten Jahreszeit rar: Im Norden von Saskatchewan durchbrechen die nordamerikanischen Fischotter das Eis, um in den kalten Gewässern auf Nahrungsfang zu gehen; sie können dafür bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben. Im Norden von Québec suchen hungrige Rentiere unter der dicken Schneeschicht nach getrockneten Flechten. Tief in den Wäldern des Yukon geht der Kanadische Luchs auf Hasenjagd. Dank seiner großen Pfoten schleicht er nahezu lautlos durchs verschneite Unterholz. Auf Prince Edward Island spürt ein Rotfuchs dank seines ausgeprägten Geruchssinns auch die kleinsten Nagetiere unter der Schneeschicht auf. Der Schnee macht vielen Tieren das Leben schwer – den Wühlmäusen bietet er jedoch Schutz vor Kälte und Raubvögeln wie dem Uhu. Für die Wölfe ist der Winter die Saison, in der sie die meiste Beute machen, sodass sie bei bester Gesundheit sind. Sie scharen sich in Rudeln zusammen, um gemeinsam Rentiere zu erlegen.

Samstag, 20. August

WDR Fernsehen, 5.30 Uhr
Natur nah: Portugals Parque Nacional da Peneda-Gerês
Der Parque Nacional da Peneda-Gerês ist ein 500 Quadratkilometer großes Gebiet im Norden Portugals entlang der spanischen Grenze. Otto Hahn hat mehr als zwei Jahre die schwer zugängliche Gebirgsregion bereist und mit seiner Kamera den Zauber der Natur eingefangen. Wölfe durchstreifen die Täler auf der Suche nach Beute und eine ungewöhnlich vielfältige Pflanzenwelt hat sich in den unterschiedlichen Klimazonen entwickelt. Der zweite Teil der SWR Doku wird im Anschluss um 6.00 Uhr gezeigt.

Sonntag, 21. August

3sat, 13.35 Uhr
Wilde Schweiz (1/4)
Die schönsten Naturparks
Naturpark Beverin
Der Piz Beverin thront über dem gleichnamigen Naturpark. Zu seinen Füßen erstreckt sich eine atemberaubende Landschaft voller wilder Natur. Der Capricorn, wie der Steinbock auf Rätoromanisch heißt, ist das Wahrzeichen des Naturparks Beverin. In den 60er Jahren wurde er erfolgreich wieder ausgesetzt. Jüngst zurück ist auch der Wolf. Eine Wildnis, die Menschen rund um den Beverin begeistert und für Herausforderungen sorgt. Ob Landwirtinnen und -wirte, Wildhüterinnen und Wildhüter, Sennerinnen und Senner, Handwerkerinnen und Handwerker oder Koch und Köchin – sie alle engagieren sich für den Erhalt der zauberhaft schönen Natur.

3sat, 14.25 Uhr
Wilde Schweiz (2/4)
Die schönsten Naturparks
Das Calancatal
Das Calancatal im Süden Graubündens ist eines der ursprünglichsten Täler der Schweiz. Eine majestätische Bergwelt mit kargen Felswänden und schroffen Gebirgskämmen. Mittendrin liegt der herzförmige Lagh de Calvaresc. Der kleine See ist das Wahrzeichen des Tals und eines der Lieblingsmotive von Mario Theus. Der Naturfilmer liebt die Ruhe und Abgeschiedenheit. Er filmt Steinböcke, Gämsen, Hirsche und Bartgeier. Die nahezu unberührte Natur im Calancatal, sagt Theus, biete Wildtieren einen idealen Lebensraum.

3sat, 15.20 Uhr
Wilde Schweiz (3/4)
Die schönsten Naturparks
Die Jungfrau-Region
Kaum eine andere Region der Schweiz kann mit so einer Vielfalt an Arten aufwarten. Die Landschaft um das Dreigestirn der Berge Eiger, Mönch und Jungfrau ist geprägt von krassen Gegensätzen. Sie ist extrem trocken auf der Walliser und faszinierend wasserreich auf der Seite des Berner Oberlandes.

3sat, 16.10 Uhr
Wilde Schweiz (4/4)
Die schönsten Naturparks
Waadtländer Jura
Unendliche Wälder, eine herbe, unversehrte Natur und launisches Wetter prägen den Naturpark Jura vaudois. Mit seinen Seen, Wäldern und von Trockenmauern geprägten Weiden steht das Naturjuwel für das ewige Zusammenspiel von Mensch und Natur. Das Grenzgebiet zu Frankreich bedeckt der unendliche Risoud-Wald. Die größte Waldkette Europas beherbergt auch Hermeline. Rund um den Lac de Joux leben und arbeiten Menschen, die sich kaum einen schöneren Fleck Erde als die spezielle Welt im rauen Jura-Gebirge vorstellen können. Bei Wind und Wetter schenkt Caroline Khamissé vom Naturpark Hermelinen ein neues Zuhause. Der Ornithologe Yves Menétrey kämpft unermüdlich für die Zukunft des Raufußkauzes.

TV-Programm 22.08.2022 - 28.08.2022

Montag, 22. August

Bayerisches Fernsehen, 11.40 Uhr
Abenteuer Wildnis
Das Engadin – Naturwunder der Alpen
Das Engadin in den Schweizer Alpen entlang des Inns ist geprägt von Wasser, Eis und Felsen. Mit dem 1914 gegründeten Nationalpark sollte die Zukunft von Luchs, Bartgeier und Co. gesichert werden, doch der Schutz allein reicht leider nicht aus. Eine schroffe, dennoch schöne Landschaft im Herzen Europas, geformt von Wasser, Eis und Felsen – das ist das Engadin. Ein Tal, tief verborgen in den Schweizer Alpen, geformt von einem Fluss, dem Inn, und von allen Seiten von Bergen umgeben. Gigantische Gletscher überspannen die Gipfel, die enorme Kraft des Eises schneidet neue Wege in die Landschaft. Diese karge Wildnis ist eine letzte Zuflucht für viele alpine Spezialisten wie Steinböcke und Gämsen. Mit dem 1914 gegründeten ältesten Nationalpark der Alpen wollte man einen Ort schaffen, an dem die Natur ohne Einfluss durch den Menschen studiert werden kann und die Zukunft einiger von Europas berühmtesten Tieren gesichert ist. Aber Bemühungen, den Luchs und den Bartgeier im Engadin wieder heimisch zu machen, zeigen, dass der Schutz allein nicht ausreicht.

Dienstag, 23. August

arte, 7.10 Uhr
GEO Reportage: Südfrankreich
Es sind Landschaften, die Besucher seit jeher in ihren Bann ziehen. Postkartenmotive, fast zu schön, um wahr zu sein. Frankreichs berühmte Lavendelfelder. Nachdem die traditionelle Schafzucht vor einigen Jahren aufgegeben wurde musste, weil Wölfe die Gegend als ihren Lebensraum zurückeroberten, richtet nun ein anderes, viel kleineres Tier immensen Schäden an. Klitzekleine Zikaden übertragen Bakterien, die viele Lavendelpflanzen vernichten. Die Zikaden sind nur zwei Millimeter groß, mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen und doch so verheerend.

Mittwoch, 24. August

3sat, 17.00 Uhr
Die Hohe Tatra
Im Reich der Bären
Die Tatra ist eine der letzten Wildnisse Europas. Ein Gebirge der Extreme zwischen Polen und der Slowakei. Steil, wild, unzugänglich – eine Wildnis, wie es sie sonst kaum noch in Europa gibt – die Hohe Tatra. Ein Gebirge der Extreme, das sich als höchster Teil der Karpaten zwischen der Slowakei und Polen erstreckt. Heimat der größten Raubtiere, die andernorts längst ausgerottet wurden: Wolf und Luchs streichen durch die wilden Wälder. Und Bären. Viele Bären: Nirgendwo in Zentraleuropa leben so viele Braunbären so dicht beisammen wie hier in der Tatra. Wie ist das möglich? Über 900 Drehtage filmten Erik Baláž und sein Team die Tiere der Tatra und erzählen in authentischen Bildern ihre Geschichten. Im Frühjahr führt eine Bärenmutter nach sechs Monaten Eis und Schnee, ihre Jungen zum ersten Mal aus dem Schutz der Höhle nach draußen. Dort lauern Gefahren auf die Kleinen, wie fremde Bärenmännchen, die ihnen nach dem Leben trachten. In den Berghöhen reifen die Früchte der Zirbelkiefern. Sie können tausend Jahre und älter werden. Tannenhäher machen sich über ihre Zapfen her. Und locken auch Bären an. Im Hochwald ernten sie reife Beeren und sie steigen in die Bäume! Einzigartige Aufnahmen, die noch nie gefilmt wurden. Tannenhäher und Bären sorgen beide für den Winter vor. Die Bären fressen sich eine Speckschicht an, das können die Vögel nicht. Die Häher verstecken die Zirbelkiefersamen. Und finden später nicht alle wieder. So säen sie den Zirbelwald der Zukunft aus. Auch für die Zukunft der Bären in der Hohen Tatra.

3sat, 17.45 Uhr
Die Hohe Tatra
Leben am Abgrund
Wie eine Insel aus vergangener Zeit ragt das kleinste Hochgebirge der Welt empor – die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter, ein Lebensraum mit besonderen Herausforderungen und besonderen Bewohnern. Denn hier leben seit der Eiszeit Gämsen und Murmeltier, die sonst nur in den Alpen zu finden sind. Sie bilden hier sogar ihre eigenen Unterarten. Nachdem sich die Gletscher zurückgezogen hatten, blieb es hier eisig und kalt – die Berge der Hohen Tatra wurden zu Inseln für die kälteresistenten Arten. Die Hohe Tatra ist ihr Rückzugsort. Die Gämsen sind besonders gut an Höhe und Kälte angepasst. Sie bekommen sogar ihre Kitze in den höchsten Höhen. Murmeltiere überbrücken die kalte Jahreszeit im Winterschlaf. Andere Tierarten sind nach der Eiszeit wieder eingewandert und haben sich den Herausforderungen in der steilen Bergwelt angepasst, allen voran Rothirsche, Luchse und Bären. Aber auch Frösche und Fische gehören zu den „neuzeitlichen“ Einwanderern. Sie haben nur eine kurze Saison, in der sich Eier und Kaulquappen in den eisigen Höhen entwickeln können. Sie halten sich daher an seichten Stellen der Bergseen auf. Selbst in der warmen Jahreszeit ist kein Verlass auf die Sonne. In der Hohen Tatra kann Schnee zu jeder Jahreszeit fallen, selbst im Sommer. Und ab Oktober hält bereits der Winter wieder Einzug. Über 900 Drehtage filmten Erik Baláž und sein Team die Tiere der Tatra und erzählen in authentischen Bildern ihre Geschichten vom Leben am Abgrund.

ARD-alpha, 18.15 Uhr
W wie Wissen Spezial
Der Wolf ist zurück – und jetzt?
Wölfe sind zurück in Deutschland. Viele Menschen freuen sich darüber, aber wo die Raubtiere auftauchen, herrschen Verunsicherung, manchmal sogar Angst. Denn einzelne Wölfe rücken gefährlich nah an den Menschen heran. Sie wandern an Straßen entlang, spazieren durch Dörfer, reißen Schafe, Ziegen und junge Pferde. Verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen? Nutztierhalter fordern den stärkeren Schutz ihrer Herden, manche Jäger sogar, die streng geschützten Raubtiere ins Jagdrecht aufzunehmen. Wie viele Wölfe verträgt die heimische Natur? Und wie viele wollen wir Menschen zulassen? Mehr als tausend Wölfe streifen derzeit durch Deutschland. Nachdem die ersten Tiere vor rund zwanzig Jahren aus Osteuropa einwanderten, haben sich in den östlichen Bundesländern dutzende Wolfsrudel angesiedelt. Und jetzt sind sie in Hessen angekommen. Kaum haben zwei Wölfinnen ein festes Revier, sorgen sie bereits für Ärger.

Donnerstag, 25. August

arte, 19.40 Uhr
Raubkatzen im Wohnzimmer
Russen und ihre exotischen Haustiere
Ein Leopard in der Badewanne, ein Luchs im Wohnzimmer. Viele Russen hegen eine ausgeprägte Leidenschaft für exotische Tiere. Während einige Käufer sie als Statussymbol halten, machen andere mit ihnen ein Geschäft. Raubkatzen werden gern für extravagante Fotoshootings gebucht – ein Hobby, das teuer und gefährlich ist. Porsche, Prada oder Puma? Ausgefallene Statussymbole kommen in Russland gut an. Ganz oben auf der Wunschliste elitärer Leidenschaften rangieren Wildtiere. Statt in freier Natur leben Raubkatzen in Russland oft in privaten Haushalten. Sie werden für Fotoshootings quer durchs Land gefahren. Alex Volkov pflegt eine innige Beziehung mit seinem Leoparden Caesar: „Ich habe lange in der Armee gedient und brauche seitdem einen Nervenkitzel, sonst wird mir langweilig. Ein Leben ohne Risiko und Adrenalin ist für mich nicht mehr vorstellbar. Dieses Tier gibt mir all das, was ich brauche: starke Gefühle und Provokation.“ Ein Bär im Garten, ein Leopard auf dem Beifahrersitz. Motive dieser Art garantieren viele Likes auf Instagram. Anastasija Chernega hält einen Luchs in ihrer Wohnung: „Das günstigste Wildtier im Unterhalt ist ein Löwe. Auch wenn er viel Futter braucht und schwer zu halten ist. Er benötigt vier bis fünf Kilogramm Fleisch am Tag. Versuche mal, so viel Geld für Futter aufzubringen! Die teuersten Wildkatzen sind Geparde. Sie sind sehr schwer zu fangen. Einen mittleren Platz bei den Ausgaben besetzen Pumas und Leoparden.“ Für die Tiere ist die private Haltung dagegen oft eine Qual. Aleksander Fjodorov setzt sich in seiner Auffangstation „Veles“ nahe St. Petersburg für ihre Rettung ein: „Ein Wildtier ist und bleibt ein Wildtier. Und die Menschen, die versuchen die Wildtiere bei sich zu Hause in der Wohnung zu halten, sind für mich Idioten.“ Offiziell ist die Haltung von Wildtieren in Privathaushalten in Russland verboten. Allerdings finden Kontrollen kaum statt. Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht Re: in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

Freitag, 26. August

WDR Fernsehen, 7.40 Uhr
Wildkatzen – Gesa auf der Suche nach den unsichtbaren Jägern
Was hat vier Pfoten, weiches Fell und miaut? Klar, eine Katze! Bei neuneinhalb ist Gesa heute aber auf der Suche nach einer ganz besonderen Art: Wildkatzen! Die leben in unseren Wäldern und sind extrem scheu. Im Wildkatzendorf im Nationalpark Hainich wird Gesa fündig und darf den tierischen Bewohnern dort sogar das Frühstück servieren. Außerdem trifft sie den Tierschützer Thomas Mölich, und hilft ihm, müffelnde Holzpfähle im Wald aufzustellen. Wozu die gut sind? Warum es nur noch so wenige Wildkatzen bei uns gibt und wieso wir grüne Straßen für Tiere brauchen? Darum geht es in dieser Folge von „neuneinhalb“.

Samstag, 27. August

arte, 6.00 Uhr
GEO Reportage: Europas Urwälder
Verborgen in schwer zugänglichen Winkeln Europas konnten letzte Urwälder überdauern, von Menschen weitgehend unberührt und kaum erforscht. Auf einer abenteuerlichen Expedition in die Albanischen Alpen analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen solchen Primärwald – und suchen nach Antworten, wie sich die Wälder Mitteleuropas künftig besser gegen den Klimawandel schützen lassen. In der Wildnis ist Martin Mikolas in seinem Element. Der slowakische Waldökologe und Naturschützer macht Crossläufe durch unwegsames Gelände, campiert unter freiem Himmel, kennt jede Fährte, jeden Vogel. Seine Leidenschaft hat er zum Beruf gemacht: Er leitet wissenschaftliche Expeditionen in die letzten Urwälder Europas. Die Forscher wollen verstehen, wie diese einzigartigen Ökosysteme überdauern konnten. Lassen sich aus den letzten Urwäldern Lehren für die heutigen Wirtschaftswälder ziehen? Martins aktuelles Expeditionsziel: ein schwer zugänglicher Buchenwald in den Albanischen Alpen. In der abgelegenen Region gibt es keine Straßen, keinen Strom, keinen Netzempfang. Dafür verwaiste steinerne Dörfer, ungezähmte Wildbäche und Bären. Martins Team muss stundenlang wandern, um den Urwald zu erreichen, auf dem Rücken die wissenschaftliche Ausrüstung, Zelte und Essen für eine Woche. Fit und nervenstark müssen die Beteiligten sein. An steilen Hängen vermessen sie Bäume, nehmen Bodenproben und Bohrkerne aus Stämmen. Der Lohn ihrer Mühen wird später in Prag ermittelt, am Fachbereich für Waldökologie der Universität. Dort lagern bereits Zehntausende Bohrkerne aus den letzten Primärwäldern Europas und offenbaren, wie Bäume in der Vergangenheit Veränderungen standhalten konnten – ein Urwaldarchiv, das auch Antworten auf den Klimawandel liefern könnte.

Sonntag, 28. August

arte, 19.30 Uhr
Das schönste Schaf im Wallis
Ein Jahr lang begleitet der Film Familie Schnydrig und ihre fünfzig Schwarznasenschafe aus dem Schweizer Kanton Wallis. Im Frühjahr sind die Schafe noch im Stall, die Lämmer werden geboren. Den Sommer verbringen die Schafe im Hochgebirge auf der Alm, hier haben die Züchter der Gegend gemeinsam einen Hirten engagiert, der bei den Schafen bleibt, um sie vor den Wölfen zu schützen. Fabienne und Kilian Schnydrig wohnen mit ihren drei Kindern im Oberwallis im Dorf Mund auf 1.400 Metern. Seit Generationen züchten die Menschen in dieser Gegend eine besondere Schafrasse: das Walliser Schwarznasenschaf. Es ist an die raue Gebirgslandschaft der Schweizer Alpen angepasst und hat seit Jahrhunderten hier seine Heimat. Früher wurde es als Nutztier für Fleisch und Wolle gehalten, heute ist die Zucht ein ehrgeiziges Hobby, in das die Walliser ihr ganzes Herzblut stecken. Umso mehr beunruhigt sie die wachsende Zahl an Wölfen. Allein im Wallis sind vier Rudel unterwegs, im letzten Jahr wurden über 300 Schafe gerissen. Um ihre Tiere im Hochgebirge zu schützen, setzt Familie Schnydrig auch in diesem Jahr wieder kilometerlange Zäune im Hochgebirge und engagiert einen Hirten, der den Sommer über auf der Alpe bleibt und die Schafe jede Nacht zum Schutz vor dem Wolf zusammentreibt. Wenn die Schwarznasen im Herbst wieder im Stall sind, beginnt für die Züchter und Züchterinnen das Highlight des Jahres. An den sogenannten Schäfertagen dreht sich dann eine Woche lang alles um die Schwarznasenschafe. Sie werden gebadet, frisiert und für den alljährlichen Schönheitswettbewerb herausgeputzt. Es ist auch eine Zeit, in der die Dorfgemeinschaft und die Verwandtschaft zusammenkommt.

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