JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 28. März 2021.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 01.03.2021 - 07.03.2021

Montag, 1. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Donau – Lebensader Europas: Vom Schwarzwald zum Schwarzen Meer
Fast 3.000 Kilometer legt die Donau zurück auf ihrem Weg von der Quelle im Schwarzwald bis zum Delta an der rumänisch-ukrainischen Schwarzmeerküste. Dabei durchfließt sie unterschiedlichste Landschaften und Klimazonen und ändert mehrmals ihren Charakter. Hochwasser und Dürreperioden bestimmen das Leben am Strom ebenso wie die Jahreszeiten. Entlang der Donau herrscht nie Stillstand. Alles steht unter dem Einfluss des Wetter- und Klimageschehens. Hochwasser und Dürreperioden bestimmen das Leben am Strom ebenso wie die Jahreszeiten. Sie steuern Vogelzug, Paarungs- und Brutperioden, Jagdsaison und Winterruhe. Wo die Donau fließt, beherrscht sie die Natur und das Leben der Menschen. Napoleon nannte die Donau „Königin der Flüsse Europas“. Kein Strom kann sich mit der kulturellen und geschichtlichen Vielfalt an Städten und Landschaften messen, die die Donau durchfließt. Von der Quelle im Schwarzwald bis zum Delta an der rumänisch-ukrainischen Schwarzmeerküste durchquert sie zehn Länder und vier Hauptstädte. Als Lebensader verbindet die Donau spektakuläre Flusslandschaften: Karstschluchten der Schwäbischen Alb, endlose Weiten der hitzeflirrenden Puszta, schneebedeckte Gipfel des Alpenvorlandes, imposante Canyons des Eisernen Tores und ein einzigartiges Flussdelta mit der größten Schilflandschaft der Erde. Die Donau ist ein wichtiger Wasserweg und ein modern gemanagter Fluss. Doch trotz aller Veränderungen hat sie auch das Flair einer Welt von gestern behalten. Sie ist bis ins 21. Jahrhundert voller wilder Geheimnisse und wunderbarer Landschaften. Nirgends wird das so sichtbar wie an ihrem Anfang. Denn die Donau beginnt offiziell dort, wo andere Flüsse enden: an ihrer Mündung. Am alten Leuchtturm von Sulina bei Kilometer null.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Die Alpen (1)
Sommerfreuden
In den Alpen ist die Sommersaison höchstens vier Monate lang und deshalb für die meisten Wildtiere extrem stressreich: ob Steinbock, Rotwild, Gämse, Murmeltier, Steinadler, Schneehuhn, Schneehase, Luchs, Wolf und Bär – sie alle mussten sich auf ihre spezielle Art und Weise an die Herausforderungen eines kurzen alpinen Sommers anpassen.

3sat, 0.10 Uhr (in der Nacht von Montag auf Dienstag)
37 Grad: Waldgold
Wer sich in Rumänien gegen die Abholzung von Bäumen in Naturschutzgebieten wehrt, stört ein Millionengeschäft. Und er lebt gefährlich. Zwei Förster wurden getötet, als sie Holzfäller-Kolonnen in flagranti erwischt haben. Auch die Waldschützer der Organisation „Agent Green“ sind schon verprügelt worden. In Rumänien gibt es scheinbar unendlich viel Wald. Darunter auch die letzten Urwälder in Europa. Die Waldschützer von „Agent Green“ möchten diese Gebiete erhalten. Sie sind zugleich Lebensräume von Braunbären, Wölfen, Luchsen und zahlreichen anderen Tierarten.

Dienstag, 2. März

arte, 13.30 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe
Die drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko überwinden bei ihrer Suche nach einer Partnerin atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Von einem uralten Impuls getrieben, überqueren sie mehrspurige Autobahnen, reißende Flüsse und frostklirrende Gebirge. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und zu Wanderungen über mehr als 1.000 Kilometer aufbrechen. Diese Frage war auch der Grund für den Start mehrerer europäischer Forschungsprojekte. Und um eine Antwort zu finden, wurden die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Sendern ausgestattet. Gemeinsam mit den Wolfsforschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik hat man dann vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Für die Dokumentation wurden die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko mit dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nachgedreht. Auf diese Weise ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe zeigt – gleichzeitig in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich. Erstmals und hautnah wird die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa nachvollziehbar.

Bayerisches Fernsehen, 9.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Russland – Kamtschatka
Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt. Kamtschatka gehört zu den geothermisch aktivsten Gebieten der Welt, wie die zahlreichen Vulkankrater, Geysire und Fumarolen deutlich vor Augen führen. Trotz der launischen Natur ist die heimische Tierwelt einen gewissen Komfort gewöhnt: Bachstelzen finden „beheizte“ Kinderstuben und Bären lieben das Bad in den Thermalquellen. Das warme Wasser befreit sie von Flöhen, Zecken und anderen Parasiten. Überhaupt ist Kamtschatka ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren – und im Spätsommer stehen täglich 40 Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt im Herbst Lachse für seine Jungen. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere: Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um kleine Beutetiere und vor allem um Aas. Die Adler belagern die wenigen offenen Wasserstellen und kämpfen untereinander um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor – im Land der Bären und Vulkane.

Mittwoch, 3. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Vor der Küste Zentralafrikas liegt eine geheimnisvolle Insel im Atlantik: Bioko. Bedeckt von dichten Regenwäldern, ist sie die Heimat für besonders seltene Tierarten der Welt. Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg, Preisträger des Wildscreen Animal Behavior Awards, haben sich der Herausforderung dieses extremen Drehorts gestellt. Sie sind die Spezialisten für Tierarten, die besonders schwer zu filmen sind. Dazu gehören Vielfraße, Lippenbären oder Polarwölfe.

arte, 16.55 Uhr
Der bunte Hund
Fellfarbe und ihre Bedeutung
Sie sind schwarz, braun, gefleckt oder schneeweiß: Die Fellfarben bei Hunden sind so vielfältig wie die Vorlieben der Herrchen. Doch egal wie ausgefallen die Hunde aussehen, sie stammen allesamt von grauen Wölfen ab. Erst mit der Domestizierung wurden ihre Felle immer bunter. In jedem fünften deutschen Haushalt lebt ein Hund, in Frankreich sogar in jedem dritten. Die meisten von ihnen sind nicht etwa für bestimmte Aufgaben, sondern hinsichtlich ihres Aussehens gezüchtet. Der eine Besitzer mag edles Rotbraun, der andere liebt schwarze Punkte. Doch wie kommt es zu dieser Vielfalt? Was steckt hinter den Fellfarben? Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard machen sich dort auf Spurensuche, wo sie selbst Hundefell sehen und anfassen können. Pierre geht zum Friseur – genauer gesagt: zu einer Hundefriseurin. Bei Sylke Beer in Potsdam macht er Bekanntschaft mit Mischling Ray und erfährt, wie man Unterwolle auskämmt und warum Fellpflege so wichtig ist. Dörthe ist unterdessen mit dem Veterinär Professor Achim Gruber auf einer Hundewiese verabredet. Beim Spielen mit den turbulenten Vierbeinern und erlebt sie Farbvielfalt live. Doch diese hat auch Schattenseiten, wie Dörthe erfährt. Warum sind so viele Dalmatiner taub und was hat das mit ihren Punkten zu tun? Warum können bestimmte Modefarben die Hunde krank machen? Und was müsste die Zucht besser machen? Hinter den Fellfarben von Hunden verbirgt sich mehr als schönes Aussehen.

Donnerstag, 4. März

hr fernsehen, 7.30 Uhr
Tiere der Heimat
Luchs
Der Luchs galt früher als eine Art „Ungeheuer“ des Waldes“, und deshalb haben Bauern und Jäger ihn Mitte des 19. Jahrhunderts in weiten Teilen Europas ausgerottet. Heute möchten engagierte Artenschützer diese Katzenart in ihren angestammten Lebensräumen wieder einbürgern. Der Film porträtiert dieses pinselohrige Raubtier, das früher in den hiesigen Wäldern gelebt hat und heute nur noch im Zoo zu besichtigen ist.

hr fernsehen, 7.45 Uhr
Unser Hund
Kein anderes Haustier ist eine derartig enge Bindung an den Menschen eingegangen und weist eine solche Vielzahl von Rassen auf, wie der Hund. Der Film zeigt, wie Menschen mit diesem Säugetier leben. Bei einer Züchterin holt eine Familie einen Spaniel-Welpen ab. Hunde werden vom Menschen für vielfältige Aufgaben gezüchtet und ausgebildet, Jagdhunde stöbern Wildtiere auf oder apportieren das Wild dem Jäger. Familienhunde sind Spielgefährten für Kinder oder bewachen das Haus. Am Beispiel ganz unterschiedlicher Rassen geht der Film auf die Ansprüche ein, die der Hund an seine Haltung stellt. Auch wenn er heute als Haustier gehalten wird, stammt der Haushund doch von einem Wildtier ab, dem Wolf. Der Film erläutert die Biologie des Hundes und welche Verantwortung dem Menschen für dieses Haustier zukommt.

Freitag, 5. März

arte, 7.05 Uhr
GEO Reportage
Dem Wolf auf der Spur
Schnüffeln für den Artenschutz
Hundert Jahre lang galt er als beinahe ausgerottet. Doch in den 90er Jahren kehrte er nach Deutschland zurück: der Wolf. Die Wildbiologin Lea Wirk und ihre Labrador-Hündin Molly suchen in den Wäldern Sachsens und Brandenburgs Spuren des scheuen Raubtiers. Sie arbeitet seit mehreren Jahren für ein Institut für Wolfsforschung in der Lausitz – dort leben die meisten Wölfe in Deutschland. Ihre Arbeit ist wichtig, um einen Überblick darüber zu bekommen, wie viele Wölfe es wirklich gibt. Naturschützer freuen sich über seine Rückkehr. Schafhalter hingegen sehen das Comeback des Wolfs sehr kritisch. Die Lausitz – Heimat der größten Wolfspopulation Deutschlands. Vor über zwei Jahrzehnten ist das Raubtier hierher zurückgekehrt. Die Wildbiologin Lea Wirk erforscht die Reviere der Wölfe zusammen mit Molly, ihrer ausgebildeten Wolfsspürhündin. Sie wollen die Wolfs-Population im Blick behalten – vor allem den Nachwuchs, die Welpen. Jeder Tag ist eine neue, immer wieder überraschende Spurensuche. Lea Wirk und ihre KollegInnen sammeln Daten, aus denen sie abzulesen versuchen, wie viele Wölfe in den verschiedenen Territorien der Region unterwegs sind. Was fressen sie, wie bewegen sie sich, wie verschieben sich die Grenzen ihrer Reviere und wie sieht es mit Nachwuchs aus? Denn eine ausreichende Zahl an Welpen ist wichtig für den Wolf, um sich dauerhaft in ganz Deutschland zu etablieren. Doch wie kommt man den scheuen und klugen Wildtieren auf die Spur? Spürhündin Molly ist darauf trainiert, Wolfskot zu suchen. Anhand dieser und weiterer Spuren wie Fellhaaren, Pfotenabdrücken oder Bildern aus Kamerafallen rekonstruiert Lea den aktuellen Zustand und die Entwicklung der lokalen Wolfspopulationen – das sogenannte Wolfsmonitoring. Leas und Mollys Einsatzgebiet ist die Lausitz, ein im Süden Brandenburgs und im östlichen Teil Sachsens gelegener Landstrich. Um die 30 Wolfsterritorien gibt es hier – es ist das dichteste Vorkommen in Deutschland. Wölfe leben in Rudeln. Diese Familienverbände bestehen aus einem Wolfspaar, dessen Welpen und dem Nachwuchs des Vorjahres. Solange die Welpen klein sind, werden sie vom Rudel mitversorgt. Nach spätestens zwei Jahren wandern sie ab, um selbst ein Rudel zu gründen. So hilft der Nachwuchs, neue Gebiete in Deutschland zu besiedeln und das Wolfsvorkommen weiter zu stabilisieren. Doch was den Wolf freut, sorgt bei anderen für Unbehagen: Schafhalter Rainer Fehrmann hat auf dem Acker vor seiner Weide verdächtige Spuren entdeckt. Ein Wolf auf der Suche nach leichter Beute?

Samstag, 6. März

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Wolfsliebe
Zwei Wölfen verschiedener Herkunft ist es in Europa zum ersten Mal gelungen, sich neue Korridore zu schaffen. Damit finden zwei jahrhundertelang getrennte Populationen zueinander – und zwar in den Zentralalpen Italiens. Die italienischen Biologen hofften schon lange, dass so etwas passieren würde, auch weil dadurch der genetische Pool der italienischen Unterart wieder in Schwung kommt. Slavc und Giulietta – zwei Wölfe, die weit entfernt voneinander geboren wurden und sich trotzdem gefunden haben. Slavc entstammt dem Slavnik-Rudel im Süden Sloweniens. Im Juli 2011 fangen slowenische Forscher den Wolf ein und legen ihm ein Halsband mit Sender an – von nun an wird jeder seiner Schritte per GPS kontrolliert. Im Dezember 2011 bricht Slavc auf, macht sich auf die Suche nach einem neuen Revier. Innerhalb von zehn Tagen erreicht er Österreich, quert Kärnten und Steiermark und gelangt trotz heftigen Schneefalls bis zum Salzburger Land. Dann ändert sich die Richtung und Anfang Februar 2012 finden sich seine Spuren in den italienischen Dolomiten. Nach unglaublichen 1.500 Kilometern, zurückgelegt in nur drei Monaten, ist er am Ziel: In der Lessinia, einer Berglandschaft zwischen Verona und Gardasee, wartet eine Wölfin auf ihn. Giulietta – wie sie von den Forschern genannt wird – hat sich vor nicht allzu langer Zeit hier niedergelassen. Auch sie ist eingewandert, entstammt einem italienischem Rudel im Piemont. Es ist das erste dokumentierte Mal, dass zwei jahrhundertelang getrennte Wolfspopulationen zueinander finden konnten – eine Sensation für die Region in den Zentralalpen Italiens, in denen bereits Bär und Luchs vom Menschen wieder angesiedelt wurden. Nun kehrt der dritte große Räuber aus freien Stücken zurück.

3sat, 15.45 Uhr
Zentralkalahari – Nur für Löwen?
Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53 000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um die dort lebenden San zu schützen. Konflikte zwischen den Jägern und Sammlern mit Viehhirten waren vor der Gründung des Reservats alltäglich. Immer ging es um die Frage, wer das Land nutzen darf. Die Lebensweise der San gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des 3. Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen ein Rückkehrrecht in das Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit allein den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.

Sonntag, 7. März

hr fernsehen, 14.15 Uhr
erlebnis hessen
Unbekannter Seulingswald
Ein früher Herbstabend im Seulingswald. Jungförster Johannes Thomas und der „alte Fuchs“ Wilhelm Weber wollen gleich Hirsche beobachten, sich anschleichen, ganz dicht ran. Es ist Brunftzeit des Rotwildes und Hochsaison für die Jagd. „Auf die Pirsch“ gehen will gelernt sein, und Wilhelm Weber ist ein Meister auf diesem Gebiet. Johannes Thomas bekommt hier im Seulingswald den letzten Schliff, meist bei Iris Beisheim, der Försterin im Revier Bengendorf. Försterausbildung in einem Wirtschaftswald. Der Seulingswald ist charakterisiert durch seine Lage an der Grenze zu Thüringen, der früheren Zonengrenze, durch den Bergbau, der hier überall seine Spuren hinterlassen hat, und durch die Autobahn, die das Waldgebiet durchschneidet. Johannes Thomas, der Forsteleve, stammt vom Meißner, er möchte später auch gern im Hessischen arbeiten. Viel Theorie hat er von der Universität mitgebracht, jetzt „lernt er Wald“: Bäume markieren, geschlagenes Holz aufmessen, protokollieren und elektronisch weitergeben, Hochsitze kontrollieren, Pläne erstellen für Wirtschaftsmaßnahmen. Der 10.000 Hektar große Seulingswald ist wohl das unbekannteste der hessischen Waldgebiete. Dabei kam schon Martin Luther hier durch, auf dem Weg nach Worms, mittendrin fand man jüngst eine von überhaupt nur zwei in Hessen dokumentierten Wolfsgruben, in denen früher Wölfe gefangen wurden, hier findet man noch einige der selten erhaltenen Hohlwege, über die früher die Kutschen auf den alten Fernwegen fuhren. Bei den Filmaufnahmen wird überdies in einem alten Bergwerksstollen das Höhlentier des Jahres 2018 entdeckt: der schwarze Schnurfüßer. Ein vielseitiger Forst, dieser Seulingswald, findet auch Jungförster Johannes Thomas.

SWR Fernsehen, 15.45 Uhr
Elstners Reisen
Die Retter der Bären
Moderator Frank Elstner begibt sich auf eine spannende Reise durch Europa – zu den bedrohten und gequälten Wildtieren Europas. Besonders das Schicksal der Braunbären in der Ukraine will er beleuchten und aktiv mithelfen, einige aus ihren winzigen Käfigen zu befreien. Dazu begleitet er Carsten Hertwig von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ bei zwei Bären-Rettungen. „Ich habe ja nicht geahnt, wie gefährlich das werden kann“, erzählt Frank Elstner rückblickend. Bei der Befreiung des Bären „Tyson“ versuchten teils bewaffnete Männer, die Tierschützer zu vertreiben – ohne Erfolg. „Es ist ein Moment, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde: Als Tyson das erste Mal in der Auffangstation Gras unter seinen Pfoten spürte – da hatte ich wirklich Gänsehaut“, berichtet Elstner. Auf seiner Reise trifft er auch engagierte Zoologinnen und Zoologen, die Geier in Bulgarien auswildern, Forscher*innen, die versuchen, die längst ausgestorbenen Waldrappen am Bodensee wieder anzusiedeln und wandert durch das Biotop der Wölfe in Brandenburg. Eine Reise, die Frank Elstner aus vielen Gründen nicht vergessen wird. Immer mit dabei ist sein Freund, der Biologe und Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Das Engadin – Naturwunder der Alpen
Eine schroffe, dennoch schöne Landschaft im Herzen Europas, geformt von Wasser, Eis und Felsen. Ein Tal, tief verborgen in den Schweizer Alpen, entlang des Flusses Inn und von allen Seiten von Bergen umrandet. Gigantische Gletscher überspannen die Gipfel, die enorme Kraft des Eises schneidet neue Wege in die Landschaft. Aber wer würde Ruhe und Frieden in dieser zerklüfteten Landschaft erwarten? Diese karge Wildnis ist eine letzte Zuflucht für viele alpine Spezialisten wie Steinböcke und Gämsen. Mit dem 1914 gegründeten ältesten Nationalpark der Alpen wollte man einen Ort schaffen, an dem die Natur ohne Einflussnahme von Menschen studiert werden kann und die Zukunft einiger von Europas berühmtester Tiere gesichert ist. Aber Bemühungen, den Luchs und den Bartgeier im Engadin wiedereinzuführen zeigen, dass Schutz allein nicht reicht.

TV-Programm 08.03.2021 - 14.03.2021

Montag, 8. März

3sat, 10.20 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Yellowstone
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den legendären „Yellowstone National Park“. Hinter den Kulissen begleitete es Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Eine brodelnde Magmakammer unter der Erde, ein fantastischer Tierreichtum – was sind heute die Herausforderungen für diesen ältesten Nationalpark der Erde? Die Dokumentation fragt im Yellowstone nach der Zukunft der großen Parks. Der Yellowstone-Nationalpark ist der berühmteste und, bereits 1872 gegründet, auch der älteste Nationalpark der Welt. Die UNESCO erklärte ihn zum Weltnaturerbe, weil er eine einzigartige Tierwelt schützt: Wolfsrudel, Bisons, Elche, Grizzlybären, Kojoten, Steinadler und viele andere wilde Parkbewohner. Unvergleichlich ist die Vulkanlandschaft mit Geysiren, Fumarolen, Schlammtöpfen und mehr als der Hälfte aller heißen Quellen der Erde. Nur fünf Kilometer unter der Erdoberfläche brodelt eine gigantische Magmakammer, die an der Oberfläche Farbspektakel und bizarre Landschaftsformationen erschafft. Irgendwann wird der Vulkan wieder ausbrechen, sagt der Geologe Kenneth Sims, der das Kamerateam mitnimmt, wenn er mithilfe moderner Technik den Gesteinstrumm untersucht, dessen bis zu 1600 Grad Celsius heiße Masse aus der Tiefe aufsteigt. Der Yellowstone-Nationalpark ist internationaler Vorreiter für die Idee der Nationalparks und Antrieb für Menschen, die ihr Leben dem Schutz der Natur widmen – ein wichtiges Ziel angesichts von mittlerweile fast 7,3 Milliarden Weltbevölkerung. Hier begann auch eine ehrgeizige Vision: Die „Yellowstone to Yukon Conservation Initiative“ will Ökosysteme in Nordamerika großflächig verbinden, sodass Wildtiere weit in den Norden wandern und ihre Wege dem veränderten Klima der Erde anpassen können. Die Zuschauer treffen Karsten Heuer und Harvey Locke, die Initiatoren der Y2Y-Initiative. Allerdings erlebt der Park selbst bereits an den eigenen Grenzen Konflikte. Viele Tiere verlassen das Schutzgebiet – auch die Wölfe, die erst 1995 wieder angesiedelt wurden. Die scheuen Raubtiere werden immer wieder gejagt, von Trophäenjägern und von Farmern, die um ihren Viehbestand fürchten. Auch die Bisons sorgen immer wieder für Streit. Heute leben im Yellowstone-Nationalpark über 4000 Tiere. Herden suchen neue Lebensräume und drängen gerade im Winter in tiefer gelegene Gebiete außerhalb des Parks, wo sich leichter Nahrung findet lässt. So wurden in den vergangenen Jahren wieder massenhaft Bisons abgeschossen, obwohl die Tiere eigentlich geschützt sind. Ein neues Projekt zu ihrer Rettung zieht junge Leute aus aller Welt in den Yellowstone. Auch Andreas Hofer (21), gelernter Elektriker aus Kitzbühel, gab zu Hause alles auf, um sich mit den Bisonschützern eine Holzhütte zu teilen und in der nordamerikanischen Wildnis zu leben. Die Zuschauer erleben eine der schönsten und wildesten Gegenden der Erde von der Schneeschmelze durch den Indianersommer bis hin zum Wintereinbruch. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Yellowstone im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die Dokumentation widmet sich den Chancen der Nationalparks für die Herausforderungen unserer Zeit.

3sat, 11.00 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Magie des Yukon
Der Kluane National Park
Der Norden Kanadas ist Natur pur, nicht besiedelt und für viele Besucher mit seiner schier endlosen einsamen Wildheit immer noch voller Geheimnisse. 1972 wurde im südwestlichen Yukon der Kluane-Nationalpark gegründet, ein Gebiet fast so groß wie Belgien. Mit spektakulären Naturphänomenen wie dem Mount Logan, dem mit 5959 Metern höchsten Berg Kanadas, und dem weltweit größten nichtpolaren Gletscherfeld. Große Eisbrocken lösen sich dort und stürzen mit Getöse ins Meer. Vom Schiff aus wirkt das Gletscherfeld wie eine riesige Wand aus Eisbergen. Vom Land her fasziniert die „kalte Magie“ der bis ins Unendliche reichenden Eisfelder. Fernab der Zivilisation ist hier für Emma aus Norddeutschland ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie arbeitet im Auftrag der kanadischen Parks an einem einsamen kleinen Ort namens Haines Junction. Eine Siedlung, wo die Straße einfach aufhört. Was bewegt Emma und weitere deutsch-kanadische Wissenschaftler und Ranger in ihrem Alltag hier draußen, im eisigen Norden, im Wilden Westen? Wie erleben und gestalten sie die heutige Rolle der großen Nationalparks? Ein Jahr lang hat das deutsch-kanadische Filmteam seine Protagonisten in der wilden Schönheit Kanadas begleitet – von der Schneeschmelze im Frühling über den intensiven Indian Summer bis hin zum Wintereinbruch.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Die Alpen (2)
Winterwunder
Die zweite Folge der Alpen-Miniserie porträtiert die eisige, kalte Jahreszeit und zeigt die Härten und Gefahren, die ein Leben in einer hochalpinen Winterwelt mit sich bringt. Fels und Eis, klirrende Kälte, Winterstürme, meterhohe Schneedecken, tödliche Lawinen, Nahrungsknappheit – jetzt sind die Wildtiere der Alpen aufs höchste gefordert, doch sie alle haben gelernt ihre unterschiedlichen Überlebensstrategien erfolgreich einzusetzen.

3sat, 21.45 Uhr
Unsere wilde Schweiz
Das Verzascatal
Das Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen. Es ist ein raues, wildes Tal mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.

Dienstag, 9. März

arte, 7.05 Uhr
GEO Reportage
Die Eifel und ihre Eulen-Hüter
Ob nun die Schleiereule mit ihrem weißen herzförmigen Gefieder im Gesicht, der Uhu mit seinen charakteristischen Federohren, die er anlegen oder aufstellen kann oder der Steinkauz mit seinen großen leuchtend gelben Augen: Sie sind alle Vertreter der Ordnung der Eulen. Die Könige der Nacht sind lautlose Jäger – und doch zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Engagierten Eulenschützern ist es zu verdanken, dass sich die Eulenpopulation in Deutschland und Europa langsam erholt. Doch was so einfach klingt, ist eine Aufgabe in der viel Herzblut und Leidenschaft steckt. „GEO-Reportage“ zeigt die wichtige Arbeit verschiedener Eulen! Im Mittelalter gefürchtet als Hexenvögel und Todesboten, seit jeher aber auch verehrt als Symbole der Weisheit und als Glücksbringer. Heute sind die nachtaktiven Vögel wieder auf dem Vormarsch und in ganz Europa streng geschützt. Es gibt 13 europäische Eulenarten. Die kleinste ist der sehr seltene Sperlingskauz, die größte der Uhu mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,70 Metern. In der Eifel lebt der dichteste und am besten untersuchte Uhu-Bestand Deutschlands. Dank engagierter und leidenschaftlicher „Eulenhüter“.Mitte des 20 Jahrhunderts war der Uhu fast vollständig ausgerottet. Als Konkurrent der Jägerschaft wurde er rigoros bejagt, aus Aberglaube an Scheunentore genagelt, seine Jungen gestohlen und verkauft. Inzwischen gibt es ihn wieder zahlreich auch in Deutschland. Stefan Brücher betreut seit über 40 Jahren die Uhus der Eifel – inzwischen 164 Brutpaare. Wenn der Frühling kommt, stehen für den Uhu-Schützer arbeitsreiche Monate an, es beginnt die Brutzeit. Sein Ziel ist es nicht nur, den Bestand wiederaufzubauen, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Gefahren für alle Eulen erkannt und minimiert werden. Er seilt sich an Felswänden ab und klettert auf Feuerleitern, um junge Uhus zu beringen. Auch um kranke oder verwaiste Jungtiere kümmert er sich, liefert sie in Pflegestellen ein. Ein junger Uhu mit hängenden Flügeln bekommt in der Wildvogelpflegestation Kirchwald eine zweite Chance. Immer wieder finden aber auch Spaziergänger oder Anwohner hilfsbedürftige Eulen. Eine von Rabenvögeln verletzte Steinkauz-Mutter und ihre Kinder finden Hilfe bei Sylvia Urbaniak, Mitgründerin der Greifvogelhilfe Rheinland. Hingebungsvoll päppelt sie die ihre Findlinge wieder auf, um ihnen schließlich ein zweites Leben in Freiheit zu schenken. Auch Peter Müller und seine Frau Rita sind seit Jahrzehnten leidenschaftliche Eulenhüter. Ihrem unermüdlichen Engagement ist zu verdanken, dass die Steinkäuze im Kreis Euskirchen wieder Nistplätze und geeignete Jagdreviere finden. Was die Zukunft für die Uhus angeht, ist Stefan Brücher vorsichtig optimistisch: „Die Uhus werden in der Eifel überleben, da bin ich mir eigentlich sicher, was spannender ist, ist wie es drum herum ist. Die Eifel ist ja schon ein Stück Welt, das, ich sag mal Uhus produziert, die in alle Himmelsrichtungen fliegen und ob in Holland, Belgien und Frankreich irgendwann die Uhus wieder relativ normal sein werden, das hoffe ich, aber ich weiß es nicht“.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Die Löwen der Kalahari
Einst war die Kalahari Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Doch aus der riesigen zusammenhängenden Wildnis ist ein Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Immer häufiger drängen junge Löwenmännchen aus Schutzgebieten hinaus, wenn sie sich ein eigenes Territorium suchen müssen. Konflikte mit Farmern nehmen zu. Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Einst war die Kalahari Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die in dieser Wüste leben. Aber aus der riesigen zusammenhängenden Wildnis ist ein Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten. Schlupflöcher gibt es überall. Immer häufiger drängen junge Löwenmännchen aus Schutzgebieten hinaus, wenn sie ihre Familien verlassen und sich ein eigenes Territorium suchen müssen. Konflikte mit Farmern nehmen zu. Großkatzen, die Rinder gerissen haben, dürfen erschossen werden. Die Betreiber der Ghanzi-Farm konnten 20 solcher Löwen und etliche Wildhunde retten. Vier von ihnen sollen im Central Kalaharia Game Reserve wieder ausgewildert werden. Auch für Löwen ist eine Lösung in Sicht. Die botsuanische Regierung, Naturschutzorganisationen und Vertreter vieler Dörfer planen drei Wildkorridore, die künftig die großen Naturreservate miteinander verbinden.

arte, 18.30 Uhr
Invasion der kleinen Räuber
Goldschakal, Marderhund und Waschbär
Sie sind immer hungrig, sie werden immer mehr und sie nehmen Einfluss auf den Naturkreislauf. Denn die heimische Tierwelt ist nicht auf eingeschleppte oder eingewanderte Räuber wie Waschbär, Marderhund, Mink und Goldschakal eingestellt. Umweltschutzorganisationen in Deutschland schlagen Alarm. Die Zahl der eingeschleppten und eingewanderten Kleinbären und kleinen Raubtiere steigt und steigt. In Deutschland steht ein „Mehrfrontenkrieg“ bevor. Von Norden her drängen Waschbär, Mink und Marderhund nach Bayern, Österreich und Frankreich. Aus dem Süden kommt der eigentlich in Südosteuropa und in Afrika heimische Goldschakal. Wie viele dieser vor allem nachtaktiven Räuber sich in Deutschland aufhalten, kann nur geschätzt werden. Doch es gibt andere Zahlen, die aufhorchen lassen: So wurden 2016 über 25.000 Marderhunde in Deutschland und Österreich geschossen – fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Waschbären sind es in fünf Jahren 150 Prozent mehr getötete Tiere gewesen. Das liegt nicht an besonders schießwütigen Jägern, was sogar der BUND Naturschutz zugeben muss, sondern an der rasanten Ausbreitung dieser Arten. Jedes dieser Raubtiere ist anders, hat andere Fähigkeiten und Strategien. Die Eindringlinge bedrohen vor allem die, die schon lange unter der Zerstörung und dem zunehmenden Schwund ihres Lebensraumes leiden und deshalb vielerorts vom Aussterben bedroht sind: Bodenbrüter, Singvögel und Amphibien.

Mittwoch, 10. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Wald der wilden Katzen
Im Harz leben die einzigen beiden wilden Katzenarten Deutschlands gleichzeitig. Luchs und Wildkatze teilen sich ein riesiges Gebiet von über 2.000 Quadratkilometern. Doch jetzt werden die Katzen-Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den „Wald der wilden Katzen“ verlassen und neue Reviere erobern … Luchs und Wildkatze teilen sich im Harz ein riesiges Gebiet – Gebirge und Vorland zusammen über 2.000 Quadratkilometer. In der Mitte thront der über elfhundert Meter hohe Brocken. Dass beide Katzenarten hier zu entdecken sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Raubtiere hatten und haben es schwer im dicht besiedelten Deutschland. Erst seit dem Jahr 2000 wurden die „Pinselohren“ wieder angesiedelt. Inzwischen leben schon 55 erwachsene und 35 Jungluchse hier. Auch die Wildkatze wurde bejagt und stark zurückgedrängt. Ihre Art überlebte nur in kleinen, inselartigen Gebieten. Sonnige Waldsäume und leuchtende Bergwiesen sind das Jagdgebiet der Wildkatze. Der Reichtum an natürlichen Strukturen hat ihr das Überleben im Verborgenen ermöglicht und bietet heute über 500 Tieren Schutz. Doch nun werden die Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den „Wald der wilden Katzen“ verlassen und neue erobern. Kein einfaches Unterfangen. Denn Straßen und zersiedelte und bewirtschaftete Flächen hemmen die Wanderungen von Deutschlands wilden Katzen. Wo aber Wildbrücken und –zäune das sichere Queren von Autobahnen und Schnellstraßen ermöglichen, lassen sich selbst entfernte Naturräume miteinander vernetzen und ermöglichen so eine Ausbreitung von Wildkatze und Luchs in Deutschland.

ARD-alpha, 15.35 Uhr
Wildnis in der Todeszone
Die Wölfe von Tschernobyl
Für Menschen ist das verseuchte Niemandsland um Tschernobyl bis heute unbewohnbar. Dort gibt es neue Herrscher: Wölfe regieren nun die Sperrzone zwischen der Ukraine und Weißrussland. Diese Dokumentation zeigt die Auswirkungen der Katastrophe: Ein Vierteljahrhundert nach dem Unglück wurde das gesperrte Gebiet unbeabsichtigt zu einem riesigen ökologischen Versuchslabor. Die Wolfsexperten Christoph und Barbara Promberger untersuchen mit dem weißrussischen Raubtierforscher Vadim Sidorovich die Umstände. Die Gefahr, die von radioaktiven Strahlen ausgeht, kann man nicht sehen, nicht riechen und nicht schmecken. Die jüngsten Ereignisse in Fukushima im März 2011 rufen in vielen Menschen automatisch bedrohliche Erinnerungen aus vergessenen Tagen hervor. Japan ist fern, denken die meisten. Doch vor 25 Jahren, am 26. April 1986, geschah das Unfassbare in Europa, also direkt nebenan: der Super-GAU in Tschernobyl. Für Menschen ist das verseuchte Niemandsland um Tschernobyl bis heute unbewohnbar. Dort gibt es neue Herrscher: Wölfe regieren nun die Sperrzone zwischen der Ukraine und Weißrussland. Diese Dokumentation zeigt die Auswirkungen der Katastrophe: Ein Vierteljahrhundert nach dem Unglück wurde das gesperrte Gebiet unbeabsichtigt zu einem riesigen ökologischen Versuchslabor. Die Wolfsexperten Christoph und Barbara Promberger untersuchen mit dem weißrussischen Raubtierforscher Vadim Sidorovich unter anderem die Fragen: Wie viele Wölfe gibt es in dem Gebiet? Wie kommen die Tiere mit der Radioaktivität zurecht? Wiegt die Abwesenheit des Menschen schwerer als die immer noch vorhandene radioaktive Verseuchung? Welche Auswirkungen sind bei anderen Tierarten nachweisbar? Ist Tschernobyl ein Fenster in eine Vergangenheit, bevor es den Menschen gab? Oder in eine Zukunft nach dem Kollaps unserer Zivilisation? Ein westliches Filmteam drehte für diese Dokumentation in der verbotenen Zone und verbrachte dort mehr Zeit, als je ein anderes zuvor.

3sat, 17.45 Uhr
G’schichten aus dem Wiener Prater
Geschaffen vom Donaustrom und im Lauf der Jahrhunderte vom Menschen nach seinen Bedürfnissen verändert – jedoch ohne die Natur ganz zu eliminieren. Ein Stück Wildheit inmitten einer Millionenstadt, überraschende Begegnungen mit Wildtieren inklusive.

Donnerstag, 11. März

3sat, 14.05 Uhr
Baumeister der Wildnis
Präriehunde und Co.
Nordamerikanische Präriehunde bauen unterirdische Höhlenreiche und schichten dabei Tonnen an Erde um. „Kathedralen-Termiten“ errichten in Australien bis zu acht Meter hohe Termitenhügel mit einem ausgeklügelten System aus Zellen und Gängen. Sie dienen der Frischluftversorgung, Temperierung und Kommunikation. Die zweiteilige Dokumentation zeigt: Tiere sind vielseitige und erstaunlich kreative Wesen. Sie gestalten aktiv ihre Welt – als Architekten, Ingenieure und Baumeister.

3sat, 16.15 Uhr
Die Gesichter der Savanne (3 Folgen)
Monate der Dürre
Das Luangwa-Tal in Sambia ist Heimat unzähliger Wildtiere. Die Reihe „Die Gesichter der Savanne“ stellt das Leben dieser Tiere im Lauf der Jahreszeiten vor. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet im Luangwa-Tal in Sambia. Die meisten Wasserstellen sind ausgetrocknet. Vögel und Mangusten jagen die letzten Amphibien auf dem trockenen, rissigen Boden. Die Tiere suchen Zuflucht und Nahrung am Luangwa-Fluss. Gewaltige Herden von Huftieren machen sich auf den Weg. An den Flussufern drängen sich Tausende Tiere und sind eine willkommene Nahrungsquelle für Löwen und andere Raubtiere. Für viele Tierarten hat die Trockenzeit auch Vorteile. Die steilen Flussufer, die durch das Niedrigwasser zutage kommen, sind ideale Nistplätze für Bienenfresser. Das Luangwa-Tal in Sambia beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt – vom kleinsten Insekt bis hin zu beindruckenden Flusspferd-, Krokodil- und Elefantenpopulationen. Das Leben der Tiere wird vom Niederschlag bestimmt. Heiße Trockenzeiten und die mildere Regenzeit sind prägend für die Savannenlandschaft mit Grasland und vereinzeltem Busch- und Baumbewuchs.

Freitag, 12. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Böhmerwald
Der Böhmerwald ist Lebensraum für Luchs, Habichtskauz oder Fischotter. Der Zauber dieser Landschaft liegt in den endlos scheinenden Fichtenwäldern, die den weitläufigen Gebirgszug wie ein grüner Teppich bedecken. Dazwischen glitzern romantische Gletscherseen, die die Eiszeit schuf. Nahezu geräuschlos bewegt sich der scheue Luchs durch die weiten ruhigen Bergwälder. Bis zu 350 Quadratkilometer umfasst sein Revier. Anfang des letzten Jahrhunderts war der Luchs fast überall in Mitteleuropa ausgerottet. Seit 30 Jahren ist die größte europäische Raubkatze in den tschechischen Nationalpark Šumava (Böhmerwald) zurückgekehrt. Und auch der Habichtskauz konnte hier erfolgreich wieder angesiedelt werden. Versteckt im Wald ziehen Schwarzstörche ihre Jungen groß. An einem klaren Bach haben sich Fischotter eingerichtet und Birkhühner am Rande des Moores. Im dichten Heidestrauch sorgt auch das Kleine Nachtpfauenauge für Nachwuchs. 300 Eier presst der Falter dabei aus seinem Körper.

Phoenix, 20.15 Uhr
Wildes Skandinavien
Dänemark
Mit überwältigenden Bildern präsentiert die NDR-Naturfilmreihe „Wildes Skandinavien“ die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. International renommierten Tierfilmern sind dank langer Drehzeiten mit HD-Kameratechnik, atemberaubender Flüge und aufwendiger Makroaufnahmen, Zeitraffer- und Superzeitlupenaufnahmen einzigartige Szenen gelungen – Skandinavien, wie man es vorher noch nie gesehen hat. So kennen viele Menschen Dänemark: endlose Strände, mildes Klima und natürlich die „Kleine Meerjungfrau“ im Hafen von Kopenhagen. Dabei hat das Land viel mehr zu bieten: Urwälder, in denen Rothirsche, Wildschweine und Kraniche leben. Sandbänke, auf denen sich Kegelrobben tummeln.

Phoenix, 21.00 Uhr
Wildes Skandinavien
Norwegen
Norwegen, ein Land wie aus der Eiszeit: gewaltige Gletscher, raue Gebirge, endlose Tundra und tiefe Fjorde. Filmemacher Jan Haft gelingt es, die Tierwelt und die entlegenen Landstriche Norwegens aus ungewohnten Perspektiven zu zeigen. Erstmals zu sehen ist, wie im eisigen Winter Seeadler mit Nebelkrähen um Nahrung streiten, wie Lemminge im Frühjahr über dünnes Eis flitzen und wie Doppelschnepfen ihren klirrenden Balzgesang erklingen lassen.

Phoenix, 21.45 Uhr
Wildes Skandinavien
Finnland
Ganz im Osten Skandinaviens erstreckt sich ein Mosaik aus Wasser und Wald. Hier in Finnland leben verhältnismäßig wenige Menschen, gerade einmal fünf Millionen auf einer Fläche so groß wie Deutschland. Dafür gibt es in dem Land am Polarkreis Tiere, die sich aus dichter besiedelten Gebieten längst zurückgezogen haben. Bis ins 18. Jahrhundert hinein verehrten die Finnen den Bären als Gottheit. Noch immer ist er ein Nationalsymbol. Heute leben etwa 1.000 Braunbären im Land. Einmalige Aufnahmen zeigen die pelzigen Allesfresser bei der Paarung, Aufzucht ihrer Jungen und der Seerosenernte.

Samstag, 13. März

arte, 11.30 Uhr
Spaniens einzigartige Waldlandschaft
Die Dehesa zählt zu den eher unbekannten Regionen auf der Iberischen Halbinsel. Diese weitläufigen Eichenhaine bieten eine spektakuläre Vielfalt an Lebensräumen: Große Pflanzenfresser weiden zwischen Stein- und Korkeichen, während elegante Luchse durch die Landschaft streifen und mächtige Adler aus der Luft Jagd auf Beutetiere machen. Gut getarnte Jäger verstecken sich in den Blumenfeldern. Trotz der vielen kleinen und großen Gefahren ist die Dehesa ein einladender Ort: Jedes Jahr überwintern dort Tausende Vögel nach ihrer langen Reise. Im Süden Europas, auf der Iberischen Halbinsel, liegt eines der vielfältigsten Naturjuwele der Erde: die Dehesa, eine einzigartige Landschaft, die über Jahrhunderte von Tieren und Menschen unter ständiger Einwirkung des mediterranen Klimas geformt wurde und die bis heute eine unglaubliche Biodiversität aufweist. Viele unterschiedliche Jäger, darunter Adler, Luchse und Mangusten, patrouillieren durch die Wälder. Sie alle haben es auf die Wildkaninchen abgesehen, die nur dank ihrer hohen Fertilitätsrate als Spezies überleben können und das wichtigste Glied in der Nahrungskette bilden. Der Iberische Luchs gehört zu den am stärksten bedrohten Katzenarten der Welt und hat sich auf die Wildkaninchenjagd spezialisiert. Zum ersten Mal werden in dieser Dokumentation die Jagd- und Erziehungsmethoden der seltenen Tiere einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Über Jahrhunderte haben Menschen die Landschaft geformt und Weideland für Nutztiere geschaffen, darunter auch Kampfstiere, die sich – umgeben von Kork- und Steineichen – gewaltige Rangkämpfe liefern. Die Menschen in der Dehesa verwenden noch traditionelle Landwirtschaftsmethoden, darunter die Transhumanz oder Wanderweidewirtschaft und die sogenannte Montanera-Mastzeit. Die Wasserstellen der Dehesa bieten zudem eine imposante Kulisse für bewegende und oft auch amüsante Naturereignisse: Geier baden dort nach dem großen Fressen, und ein Mäusebussard liefert sich mit einem widerwilligen Frosch einen aufreibenden Kampf, während andere Frösche in atemberaubenden Zeitlupenaufnahmen Libellen jagen.

Sonntag, 14. März

arte, 7.50 Uhr
Naturparadiese mit Zukunft
Bodensee – Rettung für die Vogelwelt
Der Bodensee ist eines der größten und schönsten Binnengewässer Mitteleuropas. Seit Jahrtausenden ist die Region für ihre fruchtbaren Böden bekannt. Schon vor 4.000 Jahren wurden an den Ufern Äpfel geerntet – heute sind die Weine aus den Spitzenlagen der Region weltberühmt. Doch der Erfolg der industrialisierten Landwirtschaft mit ihren Monokulturen fordert seinen Tribut: Die Vogelwelt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch geschrumpft. Rund 65 Prozent aller heimischen Vögel sind verschwunden. Der Ornithologe Prof. Peter Berthold kennt den Grund dafür. Überall, wo großflächig und intensiv Landwirtschaft betrieben wird, haben Vögel und andere Wildtiere wichtige Lebensräume verloren. Es fehlen natürliche Nahrungsquellen wie Wildkräuter, Blütenpflanzen und Insekten. Im Jahr 2003 begann Peter Berthold, dem Vogelsterben aktiv entgegenzuwirken – mit einem so simplen wie genialen Plan. Ein engmaschiges Netzwerk aus neu angelegten Weihern, Hecken, Schilfgürteln und Streuobstwiesen soll Vögeln und anderen Wildtieren zurückgeben, was sie zum Leben brauchen. Alles in direkter Nachbarschaft zu Ortschaften und den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Film begleitet dieses einzigartige Projekt, in dem inzwischen zahlreiche Naturschützer, Bauern und Gemeinden zusammenarbeiten. Er zeigt anhand aufwendiger Tierbilder und Luftaufnahmen, wie Weißstörche, Waldrappe und seltene Singvögel in eine Region zurückkehren, aus der sie lange verschwunden waren.

TV-Programm 15.03.2021 - 21.03.2021

Montag, 15. März

3sat, 20.15 Uhr
Wildes Irland
Irland ist Europas Vorposten im Westen. Die irische Westküste und Inseln trotzen der wilden Natur des Nordatlantiks. Sie sind feucht und windig, manche Gebiete für Menschen nahezu unzugänglich. Dadurch konnte sich ein vielseitiges Tierleben wie mächtigen Rothirschen entwickeln, das zu Wasser wie zu Land einmalig ist für den europäischen Kontinent.

3sat, 21.45 Uhr
Der steirische Alpentierpark Mautern
Dort, wo sie zu Hause sind, mitten in der Natur, leben im Wildpark Mautern, auf 1100 Metern Seehöhe, Polar- und Grauwölfe, Braun- und Waschbären, Yaks, Hirsche, Füchse und viele andere Arten. Mit einer Fläche von 130 Hektar zählt der Wildpark zu den größten Tierparks Europas. Während seiner Öffnungszeiten lockt er Tausende Gäste an. Längst ist der Wildpark Mautern zu einer elementaren Einrichtung im steirischen Palten-Liesing-Tal geworden. Auf seinem Gelände auf dem „Wilden Berg“ gibt es auch einen „Kinderbauernhof“ mit alten Haustier-Rassen wie etwa den gefleckten Turopolje-Schweinchen. Im Winter bleibt der Tierpark geschlossen. Kälte und Schnee lassen keinen Ganzjahresbetrieb zu. Die Dokumentation gewährt aber auch intime Einblicke in die ruhige Jahreszeit auf dem „Wilden Berg“.

Dienstag, 16. März

3sat, 13.15 Uhr
Abenteuer in der Wildnis – Naturschauspiele im Donauraum
Über 100 Naturvermittler führen interessierte Gäste durch Oberösterreichs Naturschutzgebiete. Der Film begleitet einige von ihnen durchs Traunviertel. Auf dem Programm stehen das Deckenhochmoor Löckermoos in Gosau, eine Kräuterwanderung auf die Bad Ischler Katrin, der Gschliefgraben am Fuß des Traunsteins, der Besuch von Wassertieren am Ödsee im Almtal und der „Linzer Dschungel“, wo die Traun in die Donau mündet. Oberösterreich ist reich an außergewöhnlichen Naturräumen. Seit vier Jahren betreibt die Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich ein österreichweit einzigartiges Naturvermittlungsprojekt. Etwa 100 dieser Naturvermittler, Wald- und Kräuterpädagogen führen jedes Jahr bis zu 10 000 Interessierte durch die Schutzgebiete. Wissensvermittlung mit Erholung und Genuss ist ihr Motto, denn Natur lässt sich nur verstehen, wenn sie auch hautnah erlebt werden kann.

3sat, 14.25 Uhr
Österreich – Land der grünen Grenzen
Acht österreichische Bundesländer grenzen direkt an fremdes Staatsgebiet: Entlang dieser Staatsgrenzen lädt die Dokumentation zu einer fast 3000 Kilometer langen Reise ein. Eine Reise, die durch fast unzugängliche Naturparadiese führt, aber auch Geschichten von Plätzen erzählt, die täglich von Tausenden Menschen und Autos passiert werden. Es sind berührende Geschichten von Tieren und Menschen, deren Alltag die Grenze ist. Eine Elchkuh verlässt vorsichtig den schützenden Schatten des Waldes und trabt auf das Moor zu, ein Braunbär trottet über eine Almwiese, und eine kleine, bunte Echse huscht über sandigen Boden – allesamt Tiere, die in Europa „Exoten“ sind, doch an Österreichs Grenzen immer wieder auftauchen und sich gerne auch ein bisschen tiefer nach Österreich vorwagen. Die Dokumentation führt durch Nationalparks, Europareservate und Naturschutzgebiete wie den Neusiedlersee, das Thayatal, die Marchauen, den Bodensee sowie Mur und Inn.

Mittwoch, 17. März

3sat, 14.45 Uhr
Rabenvögel – Gaukler der Lüfte
Kaum eine andere Vogelgruppe beschäftigt die Menschen so sehr wie die Rabenvögel. Der Film begibt sich auf eine Reise durch die Welt dieser intelligentesten heimischen Tiere. Rabenvögel sind außergewöhnlich neugierig, gelehrig und intelligent. Raben sind die einzigen Vögel, die Werkzeuge nicht nur verwenden, sondern sogar selbst herstellen. Viele leben in festen sozialen Strukturen und sind ihrem Partner ein Leben lang treu. Ausdrücke wie „Rabeneltern“ oder „Rabenbrut“ müssten als Kompliment aufgefasst werden, denn mit ihrem Nachwuchs gehen Rabenvögel extrem fürsorglich um. Der Film liefert viele neue und faszinierende Einblicke in die Welt der Rabenvögel: von Alpendohlen in der Winterwelt des Hochgebirges, von Saatkrähenkolonien in Städten, von der kleinen intelligenten Dohle, die gern in Kaminen, aber auch in Kaninchenbauen nistet, von Raben- und Nebelkrähen und nicht zuletzt vom König der Rabenvögel, dem Kolkraben. Er ist nicht nur der größte Singvogel der Erde ist, sondern überrascht Wissenschaftler zunehmend mit einer außergewöhnlichen Intelligenz.

3sat, 15.30 Uhr
Majestät im Aufwind
Seeadler – Neubürger in Mitteldeutschland
Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern zählen Seeadler zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Die beeindruckenden Vögel waren lange bedroht. Nun erholt sich der Bestand. Das Jagdrevier eines Seeadlerpaares umfasst 20 bis 50 Quadratkilometer. Auf der Suche nach Nahrung segeln sie lange Strecken majestätisch durch die Lüfte und erkennen dabei selbst aus fünf Kilometern Entfernung die kleinste Maus. Von Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden die großen Vögel intensiv verfolgt, was ihre Population stark dezimierte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erste Schutzbemühungen. Seither hat sich ihr Bestand wieder ausgeweitet. Aus Polen kommend, ließen sie sich in Mitteldeutschland zuerst in der Lausitz, später auch in wald- und seenreichen Regionen Nordwestsachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens nieder, wo sie Ruhe und genügend Nahrung finden.

Donnerstag, 18. März

arte, 6.00 Uhr
Xenius: Auswildern
Für ein Leben in Freiheit
Auswilderungsprojekte dienen dazu, Tieren ihre natürlichen Lebensräume zurückgeben. Die Mesopotamischen Damhirsche galten in den 60er Jahren als so gut wie ausgestorben. Dass sie heute wieder in freier Wildbahn leben, ist auch dem Pioniergeist eines Deutschen zu verdanken.

NDR Fernsehen, 6.35 Uhr
Expedition ins Tierreich
Die Hohe Tatra – Leben am Abgrund
Die Tatra ist eine der letzten Wildnisse Europas. Ein Gebirge der Extreme zwischen Polen und der Slowakei. Heimat der größten Raubtiere unserer Breiten, die andernorts längst ausgerottet wurden: Bär, Wolf und Luchs. Naturbelassene Wälder und schroffe Gipfel bieten ihnen ideale Jagdbedingungen. Mit Hilfe von Kamerafallen kommen wir ganz nah an die Tiere heran. Ein engagiertes Team verbracht mehr als 900 Drehtage in der Tatra und filmte dabei Geschichten aus dem Herzen Europas, die noch nie gezeigt wurden.

3sat, 13.20 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

3sat, 14.05 Uhr
Leben im Rudel
Der Film zeigt Überlebensstrategien von Rudeltieren wie Wölfen, Löwen und anderen Tiergruppen. Ihre Jungtiere lernen lebenswichtige Fähigkeiten von der Gemeinschaft, in der sie groß werden. Jedes Tier muss innerhalb des Rudels seinen Platz finden und seinen Beitrag leisten. Es herrschen strenge Regeln, und die Machtverhältnisse können sich jederzeit verschieben. Ein Rudel bietet Sicherheit, kann aber auch zu einem sozialen Minenfeld werden.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Baltikum – Wälder und Moore
In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben mehr als 350 Braunbären. Im Frühling verwandelt sich der Soomaa Nationalpark in Estland in einen riesigen See. Es ist die sogenannte fünfte Jahreszeit: Kurz nach der Schneeschmelze füllt sich die Region mit Wasser und ist nur noch mit dem Boot zu erreichen. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland. Anfang Mai ziehen Rußnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die kaum einen halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. Mehr als 1.000 Wölfe leben in Lettlands Wäldern. Litauen ist auch ein Land der Störche – mit rund 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum. Die Dokumentation „Wildes Baltikum – Wälder und Moore“ führt in Regionen, die vom Menschen seit Jahrhunderten beeinflusst und dennoch naturnah sind. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die drei Länder aus luftiger Perspektive, extreme HD-Zeitlupen von Schreiadlern, Fischottern oder Prachtlibellen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner. Einfühlsam porträtiert Tierfilmer Christoph Hauschild das Baltikum im Nordosten Europas und zeigt eine Natur, die man anderenorts bereits schmerzlich vermisst.

arte, 16.00 Uhr
Sibirien – Büffeln in der Tundra
Die Familie Scharkow – das sind Vater Pawel, Mutter Wassilissa und ihre vier Kinder – gehört der dolganischen Gemeinschaft an, einem der letzten indigenen Völker Sibiriens. Die Dolganen zählen etwa 8.000 Menschen. Als Jäger, Fischer und Rentierzüchter setzen sie im nördlichsten Teil Sibiriens ihre traditionelle nomadische Lebensweise fort.

3sat, 16.15 Uhr
Unsere Wälder
Ein Jahr unter Bäumen
Die Deutschen lieben den Wald. Kein anderes Land Europas hat eine derart tiefe Verbindung zur Heimat der Bäume. Ein Drittel des Landes ist mit Wald bedeckt – 90 Milliarden Bäume insgesamt. Und kein Naturraum ist so stark mit der Identität der Deutschen verbunden wie der Wald. Nicht das Wattenmeer, nicht die Berge spiegeln die Seele und die Befindlichkeiten der Deutschen, sondern – die Wälder. Frühling, Sommer, Herbst und Winter bringen nicht nur Farbe in die Wälder, sie öffnen kurze Zeitfenster, die viele Waldbewohner nutzen müssen, um zu überleben: von der verschwenderischen Blütenpracht der Frühblüher, denen nur wenige Wochen unter kahlen Bäumen bleiben, um Kohlenhydrate fürs ganze Jahr zu produzieren, bis zur Samenfülle der Mastjahre, in denen Bäume über Hunderte von Kilometern ihre Blüte synchronisieren – und damit die Menge ihrer Früchte. In Mastjahren überschwemmt der Wald seine Bewohner derart mit Nahrung, dass genug Samen überbleiben, aus denen neue Bäume wachsen können. Sind Zapfen und Bucheckern, Eicheln und Nüsse im Herbst von den Bäumen gefallen, folgen wenig später die Blätter. Die Bäume verhindern so, dass ihnen bei Frost die Leitungen platzen. Und sie bereiten sich auf den Winterschlaf vor, genau wie die Tiere. Manche von ihnen – wie beispielsweise die Siebenschläfer – verbringen bis zu elf Monate im Schlaf. Denn wenn es nichts zu futtern gibt, sind sie so am sichersten vor ihren Feinden. Andere – wie die Rothirsche – schlafen quasi im Gehen. Animationen zeigen, wie im Lauf der Jahre Nahrung für alle Waldbewohner entsteht, etwa das Holz der Bäume – und warum Spechte bis zu 10 000 Mal am Tag auf das Holz hämmern können, ohne Kopfschmerzen zu bekommen. Viele Lebewesen im Wald leben im oder vom Holz der Bäume. Doch manche Untermieter – wie die Borkenkäfer – können dabei wahre Massaker anrichten. Ob der massenhafte Tod von Bäumen durch den Schädling nun der Königsweg zum vielerorts erwünschten Urwald sein soll, darüber gibt es nach wie vor leidenschaftliche Diskussionen.

Freitag, 19. März

Phoenix, 21.05 Uhr
Das Gesetz der Löwen
Jagdfieber
Das Kapunji-Tal ist eine üppige Oase im Ruaha-Nationalpark in Tansania. Selbst in der Gluthitze des Sommers gibt es Wasser im Überfluss. In der Trockenzeit kommen die Elefanten zur Oase. Mit dem Rüssel graben sie tief im Sand nach sauberem Wasser. Die Kapunji-Löwen machen es ihnen nach. Dieses für Raubkatzen ungewöhnliche Verhalten ist im Tal nicht selten. Die paradiesische Atmosphäre wird jedoch bald umschlagen. Aus dem nahen Ruaha-Tal ist Löwengebrüll zu hören. Einzelgänger aus mehreren Rudeln unterschiedlicher Reviere jagen mit vereinter Kraft Büffel. Auch die nomadisierenden Njaa-Löwinnen folgen den Büffelherden, die sie als ihr „Revier“ betrachten. Doch mit männlichen Löwen würden sie es nie aufnehmen. Deshalb gedulden sie sich, bis diese ihre Jagd beendet haben. In der Nähe des Kapunji-Tals lebt das größte Rudel des Ruaha-Parks. Hunger und Durst quälen die Löwinnen und ihre Jungen mehr und mehr. Deshalb verlassen sie ihr Revier und ziehen zur Oase, wo sie genügend Wasser und Nahrung finden. Eine Giraffe ist ins Tal gekommen, um zu trinken. Von den Baobab-Löwen beobachtet schleichen sich die Kapunji-Löwen an. Dann passiert etwas äußerst Seltenes: Die Baobab-Löwen helfen den Kapunji-Löwen, die Giraffe zu erlegen, um sie dann gemeinsam mit ihnen zu verschlingen. Die Njaas, denen die ungewöhnliche Kooperation nicht entgangen ist, versprechen sich leichte Beute. Plötzlich greift die Anführerin des Njaa-Rudels eine einzelne junge Baobab-Löwin, die ihr zu nahe gekommen ist, brutal an. Mit einem einzigen Biss durchtrennt die kampferprobte Großkatze der Jüngeren die Wirbelsäule. Die anderen Njaa-Löwen kommen herbei, um ihr endgültig den Garaus zu machen. Letztlich teilen sich alle drei Rudel das Fleisch der Giraffe. Im Kapunji-Tal kehrt wieder Ruhe ein; angesichts der Fülle an Nahrung und Wasser scheint das Leben hier paradiesisch. Doch schon bald wird sich das Leben der Kapunji-Löwen und ihrer Jungen ändern, denn der Anführer des Rudels wird einen männlichen Nachkommen verjagen müssen. Einst streiften Abertausende Löwen durch die Savannen von ganz Afrika, mächtige Rudel herrschten Seite an Seite. Und noch immer gibt es solche Gegenden, wo die Natur mit all ihrer Gewalt regiert. Die dreiteilige Reihe, die sechs Jahre lang gedreht wurde, führt nach Tansania und erzählt die Saga dreier Löwenrudel.

Samstag, 20. März

MDR Fernsehen, 13.15 Uhr
Wilde Ostsee
Zwischen Estland und dem finnischen Schärenmeer liegen Zehntausende von Inseln. Auf Saaremaa, der größten estnischen Insel, schallen im Herbst nasale Laute über die Insel. Es sind die Paarungsrufe der Elche. Große Bullen ziehen zu den traditionellen Brunftplätzen. Im Norden der Insel ragt das Panga Cliff empor, eine über 400 Millionen Jahre alte Kalksteinwand. Anfang März dreht der Naturfilmer Christoph Hauschild die Kinderstube der Kegelrobben auf zwei kleinen Inseln in der Rigaer Bucht. Nie zuvor durfte ein Kamerateam die Inseln betreten. Es ist die größte Ansammlung dieser Robbenart in der Ostsee. Nur 200 Kilometer westlich liegt das schwedische Gotland. Viele Tiere und Pflanzen, die sonst nur in Südeuropa vorkommen, finden sich auf der zweitgrößten Insel der Ostsee. Hier brüten Steinadler auf Bäumen, und im Frühling ist der Boden übersät von Orchideen. Auf der Insel Stora Karlsö existiert die größte Lummenkolonie der Ostsee. Im Juni springen die jungen Lummen zu Hunderten von den Felsen, um mit ihren Vätern in die südliche Ostsee zu schwimmen.300 Kilometer weiter nördlich liegt Finnlands Schärenmeer. Eine Welt aus 80.000 Inseln. In diesem Labyrinth lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große Bären schwimmen im goldenen Licht der weißen Nächte von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat.

NDR Fernsehen, 16.00 Uhr
Expedition ins Tierreich
Die Hohe Tatra – Im Reich der Bären
Die Tatra ist eine der letzten Wildnisse Europas. Ein Gebirge der Extreme zwischen Polen und der Slowakei. Heimat der größten Raubtiere unserer Breiten, die andernorts längst ausgerottet wurden: Bär, Wolf und Luchs. Naturbelassene Wälder und schroffe Gipfel bieten ihnen ideale Jagdbedingungen. Mit Hilfe von Kamerafallen kommen wir ganz nah an die Tiere heran. Ein engagiertes Team verbracht mehr als 900 Drehtage in der Tatra und filmte dabei Geschichten aus dem Herzen Europas, die noch nie gezeigt wurden.

3sat, 16.15 Uhr
Wunderland: Gantrischgebiet
Eine Reise durch die Schweiz
Der Gantrisch, ein 2175 Meter hoher Berg im Berner Oberland, ist namensgebend für die Gegend zwischen Bern, Freiburg und Thun. Die Reise beginnt auf dem Pass Gurnigel im Kanton Bern. Der Weg führt Nik nach Rüeggisberg. Dort besucht er Ueli Pfister und dessen Herdenschutzhunde.

Sonntag, 21. März

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Raubkatzen
Tödliche Eleganz
Man denkt, man kennt Katzen und weiß alles über sie? In dieser Dokumentation kann man sich überraschen lassen. Raubkatzen haben weit mehr zu bieten als nur ihr Image als „Top Jäger“. Katzen haben auch eine sanfte Seite, sie sind intelligent und gefühlvoll, Katzen sind aufopfernde Eltern und erstaunlich gut an verschiedenste Lebensräume angepasst. In der ersten Folge steigt eine Expedition in die eisigen Höhen des Himalaja – auf der Suche nach einem Phantom: dem Schneeleoparden. Lautlos und meist unsichtbar schleicht die geheimnisvolle Raubkatze durch die raue Gebirgswelt. Ein anderes Team beobachtet mit hochempfindlichen …

TV-Programm 22.03.2021 - 28.03.2021

Montag, 22. März

ARD-alpha, 7.15 Uhr
Ich mach’s
Büchsenmacher
Vorstellung eines Ausbildungsberufes
Ob Jäger, Sportschütze oder Biathlet – sie alle sind auf die präzise Arbeit von Büchsenmachern angewiesen. In aufwendiger Handarbeit bauen sie Gewehre und Pistolen, sind Schlosser, Schreiner, Kunsthandwerker in einem – und sorgen dafür, dass der Jäger seinen Rehbraten und der Biathlet die Goldmedaille bekommt.

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Kamtschatka – Frühling auf Sibirisch
Die Bewohner Kamtschatkas werden von einer ganz besonderen Leidenschaft erfasst, wenn die milde Jahreszeit beginnt, also das, was man im fernen Osten Russlands unter „mild“ versteht. Wenn man wieder vor die Tür treten kann, ohne in einen Schneesturm zu geraten und die ersten Bären aus dem Winterschlaf erwachen. Kamtschatka ist berühmt für seine Vulkane und die beeindruckenden Naturschutzgebiete. Man muss nur irgendwie hinkommen: Wenige Orte sind mit Straßen verbunden. Sven Jaax hat für diese Dokumentation atemberaubende Bilder der rauen unberührten Natur der dünn besiedelten Halbinsel im Osten Russlands eingefangen. Dabei ist der Filmautor Menschen begegnet wie Sergej Samoilenko. Der Vulkanforscher weiß nur zu gut, dass es vielerorts unter der Halbinsel brodelt und ist daher stets in Alarmbereitschaft. Sergej stellt die Hot Spots seiner Heimat vor. Solange es richtig kalt ist, gehen die meisten Einheimischen in die Sauna. Anton Morozov jedoch surft lieber, egal bei welchen Temperaturen. Er ist ständig auf der Suche nach der perfekten Welle im winterlichen Pazifik. Die meisten Gebiete sind so unberührt, dass ihre Bewohner sagen: „In Kamtschatka gibt es keine Straßen, nur Richtungen.“ Ohne Hubschrauber wären Dörfer wie Osernowski von der Außenwelt abgeschnitten. Der Ort ist als Hauptstadt der Fischerei bekannt, obwohl dort gerade mal 1.800 Menschen leben. Die meisten arbeiten als Seeleute, Filetierer oder Fischzähler. Nach mageren Jahren ist Osernowski zur Mustersiedlung geworden und dient als Beweis, dass die kleinen Küstendörfer trotz aller Widrigkeiten eine Zukunft haben.

3sat, 17.00 Uhr
Tierkinder der Wildnis
Lyca, die Wildhündin
In einem Naturreservat in Zentral-Namibia kommt Lyca zur Welt, ein Afrikanischer Wildhund, von denen es nur noch wenige Tausend Tiere gibt. Wegen ihres marmorierten Fells werden sie auch „bunte“ oder „bemalte“ Wölfe genannt. Für die kleine Lyca beginnt mit ihrem ersten Tag der Kampf ums Überleben. Denn in der Wildnis lauern auf sie und ihre Geschwister zahllose Feinde. Bunte Wölfe leben und jagen in engen Familienverbänden und bilden ein strenges Sozialgefüge. In der Rangordnung am höchsten steht das Alphaweibchen, vor ihrem Partner, dem Alpharüden. In der Regel zeugt nur dieses Paar den Nachwuchs des Rudels. Afrikanische Wildhunde sind kluge und gewandte Raubtiere, die ständig umherziehen. Ihr Nomadendasein unterbrechen sie jeweils nur für wenige Monate, um den Nachwuchs aufzuziehen. Dabei kümmert sich das gesamte Rudel um das Wohl und die Sicherheit der Welpen. Bei den Jagdzügen bleibt stets eines der erwachsenen Tiere als Babysitter zurück. Die Jagdreviere Afrikanischer Wildhunde umfassen oft mehr als 500 Quadratkilometer. Weil die Trockenheit anhält, kehren die übrigen Familienmitglieder immer häufiger ohne Beute zurück, und mit jedem Tag wächst der Konkurrenzkampf mit den anderen Raubtieren des Reservats. Lyca muss die Gesetze dieser Welt sehr schnell lernen.

arte, 17.50 Uhr
Wilde Viecher
Nandus
In einem kleinen Areal in Mecklenburg-Vorpommern lebt die einzige Kolonie wilder Nandus in Europa. Die Vorfahren der straußenähnlichen Vögel aus Südamerika brachen vor circa 20 Jahren aus einem Gehege in Norddeutschland aus. Seither vermehren sie sich ungestört. Landwirte beklagen Ernteverluste und Naturschützer vermuten einen Einfluss auf seltene Insekten. Ein Forscher ist den größten Vögeln Europas auf der Spur. Die einzige Kolonie wilder Nandus in Europa lebt in einem kleinen Areal in Norddeutschland. Dort brachen die Vorfahren der straußenähnlichen Vögel vor circa 20 Jahren aus einem Gehege aus. Seither vermehren sie sich ungestört. Nandus mögen es in der Regel eher warm, leben in den offenen Pampas und Ebenen Südamerikas und sind dort vom Aussterben bedroht. Wegen ihrer Federn, ihrer Lederhaut und auch für das Fleisch werden sie in Europa in Farmen gehalten. Einige Exemplare entwichen um die Jahrtausendwende aus einem Privatgehege bei Lübeck. Seitdem tauchen Nandus im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern auf. In der offenen Landschaft dominieren weitläufige Agrarsteppen. Dort finden die Nandus, was sie brauchen, um kalte Winter zu überstehen: Raps, Rüben und Maispflanzen aus der modernen industriellen Landwirtschaft. Natürliche Feinde haben die Nandus hierzulande kaum. An einigen Stellen sorgen die großen Vögel mit ihrem Appetit für Ernteschäden und Missmut bei den Bauern. Auch Naturschützer schlagen Alarm. Junge Nandus würden bedrohte Insekten und Eidechsen verspeisen. Obwohl streng geschützt, hat das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns die exotischen Laufvögel ins Jagdrecht überführt. Seither werden Nandus geschossen. Gleichzeitig locken die exotischen Vögel vermehrt neugierige Wochenendtouristen und Naturfotografen zu Nandu-Safaris an. Sie sind von den Straßen leicht zu beobachten, weil sie kaum Scheu zeigen. Sind Nandus eine Gefahr für Bauern und Natur? Ein Biologe folgt den Laufriesen und sammelt Fakten, um mehr über den potenziellen Schädling zu erfahren.

hr fernsehen, 21.00 Uhr
Der Wolf ist zurück – und jetzt?
Die Wölfe sind zurück in Deutschland. Vor allem Naturschützer freuen sich darüber. Aber überall dort, wo die Raubtiere auftauchen, herrscht Verunsicherung und manchmal sogar Angst bei den Anwohnern. Immer wieder gibt es Begegnungen mit Wölfen, die durch Dörfer spazieren, Schafe und andere Nutztiere reißen. Auch die beiden Wölfinnen, die mittlerweile in Hessen ein festes Revier haben, sorgen für Konflikte. Verlieren die Raubtiere ihre natürliche Scheu vor den Menschen? Schäfer fordern den stärkeren Schutz ihrer Herden, manche Jäger fordern sogar, wenn nötig, Wölfe abzuschießen. Wie viele Wölfe verträgt die heimische Natur? Und wie viele wollen wir Menschen zulassen?

Dienstag, 23. März

arte, 12.15 Uhr
Raubkatzen im Wohnzimmer
Russen und ihre exotischen Haustiere
Ein Leopard in der Badewanne, ein Luchs im Wohnzimmer. Viele Russen hegen eine ausgeprägte Leidenschaft für exotische Tiere. Während einige Käufer sie als Statussymbol halten, machen andere mit ihnen ein Geschäft. Raubkatzen werden gern für extravagante Fotoshootings gebucht – ein Hobby, das teuer und gefährlich ist.

3sat, 14.45 Uhr
Fluss ohne Grenzen – Auenwildnis an der March
Die Marchauen an der Grenze zwischen Österreich und der Slowakei waren für Jahrzehnte eine vergessene Landschaft, ein Niemandsland am Eisernen Vorhang. Die Natur profitierte davon. Die ehemalige Todeszone hat sich in ein grünes Band verwandelt, das sich quer durch Europa zieht. Das Leben dort ist vom Wasser bestimmt: Mehrmals im Jahr überfluten Hochwasser die Auwälder und Wiesen. In der einzigartigen Auenwildnis brüten Seeadler und Kaiseradler, jagen Fischotter und Steppeniltisse, errichten Kormorane, Nachtreiher und Lachmöwen große Brutkolonien.

3sat, 15.30 Uhr
Wiener Wildnis – Die Rückkehr der Biber
Donau, Lobau, Alte Donau: Versteckt unter Wasser und an kaum zugänglichen, dicht bewachsenen Ufern, stecken die bekannten Wiener Badegewässer voller Geheimnisse. Es ist die Welt der Biber.

arte, 17.50 Uhr
Freche Viecher
Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Seit Jahrzehnten besiedeln sie Europas Seen, Flüsse und Kanäle. Dort bauen sie Höhlen in die Uferböschungen, knabbern an der Vegetation und gefährden damit Deiche und Dämme. Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhrichtvegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbot und Strafandrohung gefüttert und weitgehend in Ruhe gelassen. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf. Die Dokumentation fragt auch, was die eingeschleppte Tierart in ihrem neuen Lebensraum so erfolgreich macht.

Mittwoch, 24. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Bayern – Im Schatten des Watzmann
Filmautor Jan Haft zeigt die faszinierende Natur in Deutschlands einzigem Alpennationalpark durch das Jahr. Zu den tierischen Protagonisten gehören u a. Steinadler, Gämse, Tannenhäher, Birkhuhn und Apollofalter. Gams und Steinadler gehören zu den Tieren, die man auch im Winter in Deutschlands einzigem Alpennationalpark Berchtesgaden beobachten kann. Während der Watzmann und die anderen Gipfel noch lange Schatten auf die Täler werfen, kann die Frühlingssonne auf den Bergen ihre Kraft entfalten. Mit der Schneeschmelze erwachen die Berchtesgadener Alpen aus ihrem Winterschlaf. Überall sprießen bunte Blumen und die Murmeltiere kommen aus ihrem Bau. Es ist die Zeit von Birkhuhn- und Auerhahnbalz. Molche versammeln sich zu einem skurrilen Balztanz, Dreizehenspechte mästen ihre Jungen mit Käferlarven aus dem Nationalpark, und aus winzigen, weißen Kügelchen schlüpfen gefräßige Minimonster – die Larven des anmutigen Apollofalters. Filmautor Jan Haft begleitet Menschen, die im Nationalpark wohnen oder arbeiten. Etwa einen Höhlenforscher, der im Hagengebirge eine sensationelle Entdeckung macht. Alle Bewohner der Berchtesgadener Alpen haben etwas gemeinsam: Sie bewohnen einen Lebensraum, in dem das Wetter manchmal Kapriolen schlägt. Modernste Zeitraffertechnik bringt den Wetterumschwung auf den Bildschirm. „Wildes Bayern – Im Schatten des Watzmann“ ist ein spannendes und farbenfrohes Porträt einer der schönsten Regionen Deutschlands und zeigt die Tier- und Pflanzenwelt vom Vorfrühling bis zum Sommer.

Donnerstag, 25. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Bayern – Berchtesgaden im Sternenlicht
Filmautor Jan Haft zeigt die faszinierende Natur in Deutschlands einzigem Alpennationalpark durch das Jahr. Zu den tierischen Protagonisten gehören u a. Steinadler, Gämse, Tannenhäher, Birkhuhn und Apollofalter. Die Bergwiesen borden vor Formen- und Farbenpracht schier über. Schmetterlinge wie der Apollofalter segeln durch die Luft, Insektengebrumm und Heuschreckengezirpe liegen in der Luft. Von Hang zu Hang echot das Pfeifen der Murmeltiere – Bergsommer in den Berchtesgadener Alpen. Wo Steinadler und Gams ihre Jungen großziehen, leben auch unzählige kleine, aber genauso interessante Tiere, die oft mit einem faszinierenden Verhalten oder bunten Farben aufwarten. Die rotflügelige Schnarrschrecke etwa, die mit karminroten Flügeln auffällige Balzflüge unternimmt. Extreme Zeitlupenaufnahmen zeigen auch den erstaunlichen Flug der Eisenhuthummel, eine der seltensten Hummelarten der Welt oder den Riesenweberknecht bei einer eiskalten Dusche. Der Achtbeiner bewohnt die Spritzwasserzone von Bächen und Wasserfällen. Gewässer sind ein wichtiges Element der Landschaft im Nationalpark Berchtesgaden – vor allem die Seen wie Hinter-, Ober- oder Königssee. Wenn die sonnigen Herbsttage das Laub von Buche und Bergahorn golden färben, laichen die farbenprächtigen Saiblinge ab. Aber auch über der Wasseroberfläche gibt es jetzt ein buntes Spektakel zu bestaunen. Der Almabtrieb, der in Berchtesgaden die Kühe mitunter auch auf den See hinausführt. Bald bedeckt Schnee die Bergwelt und die Murmeltiere schlafen bei stark verlangsamtem Herzschlag in ihren Höhlen auf einem Polster aus duftendem Heu. Und während die Gämsen in die Brunft kommen, der Tannenhäher seine Verstecke voller Zirbennüsse aufsucht und sich Schwärme von Alpendohlen schnatternd auf Nahrungssuche machen, kommen die Skitourengeher in die verschneiten Berchtesgadener Alpen.

Freitag, 26. März

3sat, 13.20 Uhr
Die neue Wildnis
Drei Folgen: Frühling – Sommer – Herbst/Winter
Die Oostvaardersplassen in den Niederlanden sind ein Stück unberührte Natur und außerdem Europas am dichtesten besiedeltes Land. An der Küste Hollands, wo früher nichts als blaues Meer war, ist in den letzten Jahrzehnten eine beeindruckende Wildnis entstanden. Die trocken gelegte Provinz ist nicht nur das Weideland für die europaweit größten Wildpferd-Herden, sondern auch eine der wichtigsten Vogelbrutstätten. Die mehrteilige Dokumentation beleuchtet das Leben der niederländischen „Big Five“ – Wildpferd, Heckrind, Rothirsch, Fuchs und Seeadler – in den verschiedenen Jahreszeiten.

3sat, 15.30 Uhr
Magie der Jahreszeiten
Vier Folgen: Frühling – Sommer – Herbst – Winter
Unterschiedliche Jahreszeiten prägen das Leben auf unserem Planeten. Ihr immerwährender Zyklus bestimmt das Leben von Pflanzen und Tieren, bringt neue Chancen und Gefahren. Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, des Werdens und Wachsens. In den Bergen Alaskas erwachen Bären aus der Winterruhe. Die Jungen wurden in einer Höhle tief unter Schnee verdeckt geboren und sehen die Welt draußen jetzt zum ersten Mal.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Bayern – Das erste Licht am Königssee
Der Tierfilmer Jan Haft und seine Mitstreiter lassen sich in dem Film „Das erste Licht am Königssee“ über die Schulter blicken und zeigen, wie Zeitraffer bei Inversionswetterlage in den Berchtesgadener Alpen entstehen. Wer hätte gedacht, dass Nebel und Wolken sich dynamisch bewegen und diese Bewegungen dem Wellengang eines Meeres gleichen? Zeitlupenkameras der neuesten Generation erzeugen bis zu 2.000 Bilder pro Sekunde. Wenn in den Berchtesgadener Alpen die Sonne über die Kämme klettert und ihre ersten Strahlen auf die Bergwelt schickt, sind sie schon längst unterwegs: Jan Haft und sein Team. Ausgerüstet mit allen erforderlichen Genehmigungen versuchen die Filmemacher jene Tier- und Pflanzenarten der Berchtesgadener Alpen vor die Kameralinse zu bekommen, die besonders typisch für die Region sind oder besonders interessant. Um „das Unbekannte im Bekannten zeigen“ begibt sich das Team nicht nur auf die Pirsch, um Gams, Steinbock und Adler zu filmen, sondern sucht auch nach seltenen, weniger bekannten Arten. Modernste Kameratechniken helfen dabei, auch die Kleinen groß in Szene zu setzen oder die oft unzugängliche Landschaft von Deutschlands einzigem Alpen-Nationalpark darzustellen. Dabei kommen Hubschrauberflüge, Kamerakräne und -schlitten, Zeitlupen- und Zeitrafferkameras und vieles mehr zum Einsatz. Neben all der Technik brauchen die Tierfilmer aber vor allem eines: unendlich viel Geduld.

Samstag, 27. März

arte, 14.10 Uhr
Freche Viecher
Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Seit Jahrzehnten besiedeln sie Europas Seen, Flüsse und Kanäle. Dort bauen sie Höhlen in die Uferböschungen, knabbern an der Vegetation und gefährden damit Deiche und Dämme. Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhrichtvegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbot und Strafandrohung gefüttert und weitgehend in Ruhe gelassen. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf. Die Dokumentation fragt auch, was die eingeschleppte Tierart in ihrem neuen Lebensraum so erfolgreich macht.

Sonntag, 28. März

ZDFneo, 8.25 Uhr
Eine Erde – viele Welten
Berge
In den Hochgebirgsregionen der Erde müssen Pflanzen und Tiere härteste Anforderungen erfüllen – eine großartige Welt, aber nur für extreme Spezialisten. In den Rocky Mountains, den Anden und im Himalaja herrschen raue Witterungsbedingungen. Zerklüftetes Terrain, steile Hänge und ein Mangel an Sauerstoff, Futter und Wasser bilden die größten physischen Herausforderungen des Planeten. Nur extreme Kletterkünstler wie der Nubische Steinbock oder der gewandte Schneeleopard können sich hier behaupten. Die gewaltigen Gebirgsregionen zählen zu den beeindruckendsten Landschaften der Erde, doch nur wenige Pioniere sind zäh genug, hier zu siedeln.Steinadler gleiten pfeilschnell durch Schluchten und Täler. Im Sturzflug erreichen sie über 300 Kilometer pro Stunde. Sie sind die zweitschnellsten Tiere der Welt. Da sie vom Säuger bis zu Aas alles fressen, gehören sie zu den erfolgreichsten Greifvogelarten. Um ihre Flugkünste aus der Nähe zu filmen, hat sie ein Kameramann mit einem Gleitschirm verfolgt und war fast so wendig wie die Adler. Nubische Steinböcke verfügen über weiche konkave Hufe, die eine bessere Griffigkeit aufweisen als jeder Kletterschuh. Selbst steilste Felswände turnen sie geschmeidig hinauf und hinunter. Der Schneeleopard, das stärkste Raubtier des Hochgebirges, kann dank seiner Fellzeichnung mit der Umgebung optisch verschmelzen. Er ist dann so gut wie unsichtbar. Schneeleoparden sind besonders schwer zu filmen. Mithilfe von Kamerafallen ist es der Crew gelungen, Einblicke in die Welt dieser seltenen Wildtiere zu gewinnen. Grizzlybären trotzen heftigsten Lawinen, indem sie weit oben in Höhlen an schneebedeckten Abhängen überwintern. Flamingos führen in eiskalten Salzseen in über 4000 Metern Höhe Tanzparaden auf. Die zerbrechlich wirkenden rosafarbenen Schönheiten trotzen widrigsten Bedingungen. Sie alle sind Bergspezialisten, die erstaunliche Antworten auf die extremen Herausforderungen der Bergwelten gefunden haben. „Terra X“ geht gemeinsam mit der BBC auf eine atemberaubende Weltreise, um extreme Lebensräume und ihre Bewohner in ihrer Einzigartigkeit zu dokumentieren.

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Raubkatzen
Tödliche Eleganz
Man denkt, man kennt Katzen und weiß alles über sie? In dieser Dokumentation kann man sich überraschen lassen. Raubkatzen haben weit mehr zu bieten als nur ihr Image als „Top Jäger“. Katzen haben auch eine sanfte Seite, sie sind intelligent und gefühlvoll, Katzen sind aufopfernde Eltern und erstaunlich gut an verschiedenste Lebensräume angepasst. In der ersten Folge steigt eine Expedition in die eisigen Höhen des Himalaja – auf der Suche nach einem Phantom: dem Schneeleoparden. Lautlos und meist unsichtbar schleicht die geheimnisvolle Raubkatze durch die raue Gebirgswelt. Ein anderes Team beobachtet mit hochempfindlichen …

arte, 19.30 Uhr
GEO Reportage
Biber, die Baumeister an der Elbe
Über viele Jahrzehnte war der Biber in Deutschland beinahe ausgestorben. Nur knapp 200 Tiere hatten entlang der Elbe überlebt. Dem Einsatz engagierter Tierschützer ist es zu verdanken, dass sich ihr Bestand bis heute erholt hat. Tausende Biber bevölkern wieder die Flüsse und Seen Deutschlands. Es gibt sogar so viele davon, dass sie mancherorts für Konflikte sorgen – etwa durch von den „Baumeistern“ verursachte Überschwemmungen. Doch was ist der richtige Umgang mit jungen Bibern, die auf der Suche nach einem eigenen Revier Bäche und Flüsse stauen und dazu noch Schäden in der Landwirtschaft anrichten?

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