JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 28. Oktober 2018.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 17.09. - 23.09.2018

Montag, 17. September

Bayerisches Fernsehen, 20.15 Uhr
Das perfekte Herrchen
Einen Hund aus dem Tierheim retten und selbst zum perfekten Herrchen und Hundebesitzer werden? Hundecoach Markus Richter hilft, damit der Wunsch eine Erfolgsgeschichte wird. Über Umwege kam Sharka, eine dreijährige Hündin, ins Tierhilfehaus der Tierhilfe Franken e.V. nach Betzenstein bei Nürnberg. Als Hundecoach Markus Richter sie kennenlernt, ist er verblüfft: Die kleine Bretonen-Mischung ist bereits super ausgebildet, hört auf alle Kommandos, läuft an der Leine vollkommen entspannt und ist eine äußerst liebenswerte, verspielte und vor allem sehr intelligente Hündin. Da sollte es doch leicht sein, das perfekte Herrchen oder Frauchen für Sharka zu finden. Doch Markus weiß: Schlaue, aktive Hunde wie Sharka müssen auch beschäftigt werden, sonst kommen sie auf dumme Gedanken. Markus Richter macht sich daher auf die Suche nach einem Herrchen oder Frauchen für Sharka, das ihr ein aufregendes und spannendes Leben bieten kann.

National Geographic WILD, 21.45 Uhr
Raubtiere extrem
Was haben Löwe, Walross und Mauswiesel gemeinsam? Sie alle sind Raubtiere – sie erlegen andere Tiere und ernähren sich von deren Fleisch. Diese Art der Ernährung bringt die unterschiedlichsten Verhaltensweisen mit sich, die dem menschlichen Betrachter mitunter höchst seltsam vorkommen. „Raubtiere extrem 3“ beobachtet verschiedene Raubtiere mit der Kamera und dokumentiert ihr faszinierendes Leben in der Wildnis.

Dienstag, 18. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Die Lena und der Ruf der Taiga
Von den Einheimischen wird sie auch liebevoll „Großmütterchen“ genannt: die Lena, Sibiriens mächtigster Strom. Rund viereinhalbtausend Kilometer schlängelt sie sich durch die Taiga, ehe sie in den Arktischen Ozean mündet. Der Film ist eine Reise entlang der „Lebensader Sibiriens“. Es wird eine weite und beschwerliche Reise werden, erst in einem Boot flussaufwärts, dann mit Lastpferden und zuletzt zu Fuß. Hautnah werden Riho Västrik und Vassili Sarana der Natur in vielfältiger Art und Weise begegnen, denn sie beschließen, den Einbruch des Winters in einer alten Jagdhütte zu verbringen. Den Herrscher der Taiga, den Braunbären, lernen die beiden Freunde erst kennen, als sie schon gar nicht mehr daran glauben.

3sat, 23.15 Uhr
Das Tier und wir
Einblicke in ein widersprüchliches Verhältnis
Es gibt Tiere, die wir lieben. Und es gibt Tiere, die wir essen. Mit anderen Worten: Die Beziehungen zwischen Mensch und Tier sind widersprüchlich. Immer mehr Menschen nehmen Tiere als Wesen wahr, die ein Bewusstsein haben, einen Willen und Gefühle. Diese Menschen sind davon überzeugt, dass Tiere uns sehr ähnlich sind – und dass wir sie entsprechend behandeln sollten. Andererseits hat unsere Gesellschaft die Tötung von Tieren in einem gewaltigen Ausmaß perfektioniert. Und wir scheinen diesen Widerspruch problemlos auszuhalten. Wie ist dieses widersprüchliche Verhalten zu erklären? Und was verrät es über uns Menschen? Autor Simon Christen erzählt die Geschichten von drei Menschen, die täglich mit Tieren zu tun haben. Landwirt Reto Weber hat eine enge Beziehung zu seinen Kühen. Wie kann er gleichzeitig davon leben, deren Nachwuchs zu mästen und dem Metzger ans Messer zu liefern? Helen Gerber fühlt sich Tieren seit Kindertagen sehr nahe. Daraus hat sie einen Beruf gemacht: Sie ist Tierkommunikatorin, unterhält sich also professionell mit Vierbeinern. Wenn Reden allerdings nicht mehr geholfen hat, hat sie auch schon Tiere getötet. Und Jäger Martin Bühlmann sagt von sich, er habe Tiere gerne – viele von ihnen sogar zum Fressen gerne, auch Katzen. Das war für ihn nie ein Widerspruch. Inwiefern offenbaren wir uns durch unseren Umgang mit Tieren? Das wollte «DOK» von einem wissen, der die menschliche Seele seit Jahrzehnten erforscht und interpretiert: vom forensischen Psychiater Frank Urbaniok. Der sagt, unser Verhalten sei Ausdruck unserer Persönlichkeit. Man müsse nur genau hinschauen. Das hat «DOK» getan – mit bemerkenswerten Erkenntnissen.

Mittwoch, 19. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Die Lena und der Ruf der Arktis
Zu Beginn des sibirischen Frühlings im Mai treffen sie auf die charakteristische Tier- und Pflanzenwelt der sibirischen Tundra. Ganze zwei Monate dauert hier die Vegetationszeit. Der Generationswechsel muss innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen sein. Alle Lebewesen sind deshalb in höchster Eile: Balzen, brüten, die Jungen großpäppeln und dann noch schnell ein ausreichendes Fettpolster anlegen, bevor wieder der dunkle arktische Winter Einzug in der Tundra hält. Und am Ende ihrer Reise treffen Riho Västrik und Vassili Sarana noch auf ein Tier, dem sie auf keinen Fall begegnen wollten. Es ist der Herrscher der Arktis, das größte Landraubtier der Erde, der Eisbär.

Animal Planet, 21.45 Uhr
Irren ist tödlich
Die Bärenretterin
Im kalifornischen Urlaubsparadies Lake Tahoe herrscht ein regelrechter Krieg zwischen Mensch und Tier. Jährlich steigende Besucherzahlen und das Vordringen der Touristen in unberührte Gegenden reizen die Schwarzbären, die in diesem Gebiet ihre Heimat finden. Gestört in ihrem Revier, kommt es immer häufiger zu Konflikten. Traurige Konsequenz: Zahlreiche Bären verlieren durch Menschenhand ihr Leben. Eine Eskalation droht. Ann Bryant, Expertin für das Verhalten von Bären, ist die letzte Hoffnung für ein friedliches Miteinander. Um weitere Tötungen der Bärenpopulation zu verhindern, schreitet die Tierschützerin furchtlos ein. Zum Schutz der Tiere riskiert sie sogar ihr eigenes Leben.

Donnerstag, 20. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Hauptstadt der Wildschweine – Berlin
Das Wildtiertelefon des Berliner Senats klingelt rund 35 Mal am Tag, Berliner Bürger melden immer wieder Wildschweine im Garten, in der U-Bahn oder auf dem Friedhof. „Viele Wildtiere haben sich so an das Leben in der Großstadt gewöhnt, dass sie sich gar nicht mehr in den Wald zurückziehen“, sagt Derk Ehlert, Wildtierbeauftragter des Berliner Senats. Während den Tieren ihr natürlicher Lebensraum genommen wird, finden sie in der Großstadt alles, was sie brauchen: Brachflächen und viel Futter. Das führt unweigerlich zu Konflikten mit den Bürgern. Fast täglich ist Ehlert in der Hauptstadt unterwegs, um Bürger zu beruhigen, wenn mal wieder Rotten von Wildschweinen unterwegs sind. Harriet Kloss geht in ihrer Reportage der Frage nach, woher all die Tiere kommen, warum es so viele sind, wie sie in der Stadt leben und begleitet Derk Ehlert auf seiner Pirsch durch den Großstadtdschungel.

3sat, 13.15 Uhr
Kielings wilde Welt (3 Folgen)
Erneut bricht der Tierfilmer Andreas Kieling zu einer Expedition rund um die Welt auf. In drei Folgen reist er zu den schönsten Tierparadiesen dieser Erde und präsentiert dabei außergewöhnliche Vertreter der Tierwelt. Extreme jeder Art stehen dabei im Vordergrund: die kargen Inseln am Rande der Antarktis, die üppigen Sumpfwälder und Hochgrasfluren im nördlichen Indien, hochalpine Regionen, Mittelgebirgswälder, das äthiopische Hochland und die Unterwasserwelt Australiens sind die Schauplätze der Reihe „Kielings wilde Welt“. Andreas Kieling trifft auf seinen Reisen immer wieder auf Forscher und Spezialisten, die vor Ort in ungewöhnlichen Projekten für den Tier- und Naturschutz tätig sind und Andreas an ihrer spannenden Arbeit teilhaben lassen.

Freitag, 21. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes München
Die Filmautoren Markus Schmidbauer und Pauli Hien transportieren das Münchner Lebensgefühl und erzählen spannende Geschichten vom Leben der städtischen Wildtiere. Im Mittelpunkt dieses Films steht der Biber, der in einer großen Burg am Deutschen Museum lebt, mitten an der Isar. In München hat sich ein einzigartiges Nebeneinander von Mensch und Tier entwickelt. Im Mittelpunkt dieses Films steht der Biber, der in einer großen Burg am Deutschen Museum lebt, mitten an der Isar. Der wilde Gebirgsfluss ist Münchens Lebensader. Dort lebt der größte, ständig im Süßwasser lebende Lachsfisch der Welt, der Huchen. Er wird bis 150 Zentimeter lang und 50 Kilogramm schwer. Und der seltene Fisch laicht mitten in München. Neben der Isar finden sich hier zahlreiche kulturelle Juwelen, die vielen Wildtieren einzigartige Lebensräume bieten: Im Park von Schloss Nymphenburg haben Eisvogel, Rehe oder Schwäne, Ludwigs Lieblingstiere, eine Heimat gefunden. Der Englische Garten ist einer der größten Stadtparks der Welt: Hier brütet der Waldkauz so früh im Jahr, dass man ihn bei der Jungenaufzucht in den noch blätterlosen Bäumen gut beobachten kann. Danach brütet in der gleichen Höhle die Mandarinente. Der Waldfriedhof ist mit über 160 Hektar der zweitgrößte Friedhof Deutschlands. Fast 65.000 Grabstätten finden sich inmitten alter Bäume. Hier finden Füchse ideale Orte für ihre Baue und die Fuchswelpen einen besonderen Spielplatz. All diese Orte bilden spektakuläre und unverwechselbare Kulissen für die „Münchner G’schichten“ der Wildtiere.

3sat, 16.20 Uhr
Italien, meine Liebe
Abruzzen
In den wilden und rauen Abruzzen gibt es noch Bären und Wölfe in freier Wildbahn. Die Bilder der atemberaubenden Landschaft zeigen ein eher unbekanntes Italien. Dort leben Menschen mit ungewöhnlichen Berufen – wie die Zoologin Roberta Latini. Sie beobachtet im Nationalpark Bären und erklärt deren Verhalten. Außerdem kümmert sie sich um eine Problembärin, die zu zutraulich geworden war und jetzt in einem Gehege lebt.

Samstag, 22. September

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Bärengeschwister – Findelkinder
Als zwei junge, verwaiste Bären bei Tierschützer und Naturfotograf Vaclav Chaloupek ankommen, sind sie hungrig und unterkühlt. Er versorgt die Kleinen und ruft sofort den Arzt an. Die beiden Tiere, ein Weibchen und ein Männchen, sind gesund und bekommen Impfungen und einen Wiedererkennungschip. Der Tierschützer hat große Erfahrung in der Aufzucht von Bären und alles scheint nach Plan zu laufen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass die beiden dank seiner intensiven Pflege nicht nur unermüdlich im Nachfordern von Milch sind – in einem 4-Stunden-Rhythmus – sondern bald anfangen das Haus zu erobern. Vor allem aber zeichnet sich von vornherein ab, wer der Clevere, und wer der Frechere der beiden ist. Wie in der Natur, so messen die beiden ihre Kräfte in ständigen Spielkämpfen. Vaclav Chaloupek entschließt sich, nach sechs Wochen den ersten Spaziergang ins Freie zu wagen. Der erste Ausflug krempelt das Leben der kleinen Bären um. Vaclav zeigt ihnen, wie man balanciert, und dass man am Seidelbast nicht naschen darf.

hr-fernsehen, 18.45 Uhr
Von Hessen ins gelobte Land – Eine tierische Erfolgsgeschichte
Eigentlich ist es eine Sensation, dass sie heute wieder in freier Wildbahn leben, und es ist nur dem Pioniergeist des Hessen Georg von Opel zu verdanken, dass sie gerettet wurden: die Mesopotamischen Damhirsche. Sie sind nicht nur das zoologische Vermächtnis des Zoogründers, sondern aus Sicht der Arterhaltung wohl auch die wertvollsten Tiere des Kronberger Opel-Zoos. Als vor über sechzig Jahren die ersten beiden gepunkteten Jungtiere vom Iran in den Opel-Zoo kamen, galt diese Spezies bereits als annähernd ausgestorben. Heute sind alle in Zoos lebenden Mesopotamischen Damhirsche genetisch mit diesen Tieren eng verwandt. In Israel, ihrer ursprünglichen Heimat, werden sie sogar wieder ausgewildert. Das ist nur durch die Mitwirkung des Opel-Zoos möglich. Ein Fernsehteam war bei der Auswilderung dabei.

Sonntag, 23. September

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Wildes Kanada – Die endlose Weite
Von den magischen Regenwäldern der Pazifikküste zu den majestätischen Gipfeln der Rocky Mountains, vom endlosen Grasmeer der Prärie zu den Eisfeldern der Arktis – das riesige Kanada mit seinen vielen, höchst unterschiedlichen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Die Landschaft im Herzen Kanadas ist geprägt von dichten Wäldern, unzähligen Seen und scheinbar grenzenlosem Grasland. Die Prärie ist Heimat und Lebensraum des wohl markantesten Tiers in Nordamerika: des Bisons. Einst bevölkerten diese mächtigen Büffel die Prärie zu Millionen. Der massive Abschuss der Bisons durch weiße Jäger und Siedler im 19. Jahrhundert sorgte dafür, dass diese Ikonen der Prärie in freier Wildbahn praktisch verschwunden sind. In den weiten Ebenen tummeln sich auch Gabelböcke. Diese Antilopen sind die schnellsten Huftiere der Welt: Im Sprint erreichen sie ein Tempo von knapp 100 Kilometern pro Stunde. Nach einem dramatischen Rückgang durch intensive Bejagung wurde diese Art unter Schutz gestellt. Kanadas Kernland zeigt noch ein weiteres Merkmal: Es ist übersät mit Seen. Diese sind stumme Zeugen einer bewegten Vergangenheit – während der letzten Eiszeit gruben mächtige Gletscher Becken in den felsigen Untergrund. Heute ist diese Seenlandschaft ein Refugium für Wasservögel und Raststation für Zugvögel. Ein weiterer Bewohner der Seenlandschaft ist der Biber. Die großen Nager betätigen sich als Dammbauer und Landschaftsgestalter und so ist es zum Teil den Bibern zu verdanken, dass dieses Gebiet im Herzen Kanadas ein Paradies für Wasservögel und andere Bewohner geworden ist. Wdh. der Sendung am Montag, 24. September, um 10.25 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Zähne der Nacht
Wenn Tiere angreifen
Im Vergleich mit anderen Arten gelten Schwarzbären im Allgemeinen als die friedlicheren Zeitgenossen. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Kaum jemand weiß das besser, als Joe Azzouggagh. Der Naturfreund will gerade seine Schutzhütte im Norden Ontarios renovieren, als plötzlich der blanke Horror über ihn hereinbricht. Der Killerbär nimmt sich erst Joes Schäferhund und dann das Herrchen vor. Auch bei den dramatischen Erlebnissen von Andrew Dickehage läuft es einem eiskalt den Rücken hinunter. Nach einer Autopanne legt der alleinerziehende Vater den frühmorgendlichen Weg zur Arbeit zu Fuß zurück. Ein riskanter Plan B, denn unterwegs wird Andrew von einem Rudel Kojoten attackiert …

TV-Programm 24.09. - 30.09.2018

Montag, 24. September

3sat, 20.15 Uhr
Wildes Italien (1/2)
Von den Alpen zur Toskana
Von den schneebedeckten Dolomiten zum türkisblauen Mittelmeer: Italiens spektakuläre Landschaften sind bekannt. Dabei hat „Bella Italia“ noch viel mehr zu bieten, nämlich eine wilde Seite. Abseits von Touristenströmen und heiß begehrten Reisezielen leben seltene Tiere wie Abruzzengämsen, Rosaflamingos und sogar Riesenhaie. Der Zweiteiler porträtiert die Natur zwischen Stiefelspitze und Alpengipfeln. Teil eins führt in den Norden Italiens. Eis und Schnee beherrschen die Dolomiten im Winter viele Monate lang. Nur Spezialisten können im Hochgebirge überleben, so wie der Steinbock. Kaum ein anderes Tier klettert so trittsicher, erklimmt so elegant die steilsten Hänge. Doch selbst Steinböcke zieht es bei Eis und Schnee in etwas tiefere Lagen, das Risiko abzustürzen ist im Winter einfach zu groß. Wenn es doch einmal ein Tier erwischt, profitiert der Steinadler. Der „König der Lüfte“ wird im Winter zum Aasfresser, wenn er nicht selber Beute machen kann. Und er muss sie wohl oder übel teilen, denn auch Raben und Krähen sind schnell zur Stelle, wo ein Tier verendet ist. Zwei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten zu „Wildes Italien“. Die Naturfilmer Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse flogen Heißluftballon, setzten Kameraschienen, Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die Natur und die Tiere von den Alpen bis zur Toskana hautnah zu porträtieren.

3sat, 21.00 Uhr
Wildes Italien (2/2)
Von Sardinien zu den Abruzzen
Teil zwei führt nach Sardinien, mit ihren malerischen Küsten für viele eine Trauminsel. Im kristallklaren Wasser rund um die Insel verbirgt sich eine atemberaubende Unterwasserwelt. Farbenprächtige Fische, Korallen und Meeresschnecken leben hier – und der Riesenhai. Er kann bis zu zehn Meter lang werden und ist doch völlig ungefährlich. Mit seinem monströsen Maul fischt er nur Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Wildpferde bewohnen die riesige, menschenleere Hochebene von Gesturi. In den angrenzenden Hochlagen liegt das Reich der Mufflons. Die gewundenen Hörner der Männchen kommen zum Einsatz, wenn es zur Brunftzeit um die Gunst der Weibchen geht. Die Abruzzen, auf der Höhe Roms gelegen, bilden das „wilde Herz“ Süditaliens. Die raue, menschenleere Bergwelt mit ihren urtümlichen Buchenwäldern macht die Abruzzen so besonders. Das ist Italien von seiner unbekannten Seite. Die unzugänglichen Steilhänge sind das Revier der extrem seltenen Abruzzengämsen. Während der Brunft liefern sich die Böcke atemberaubende Verfolgungsjagden zwischen den Felsen.

Dienstag, 25. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Im Regenwald der Geisterbären
Im nördlichsten Teil der Küste Britisch Kolumbiens, kurz vor Alaska: Aus der Luft zeigt sich eine Inselwelt, die mit ihren großartigen Fjorden an die Natur Norwegens erinnert. Hier leben weiße Schwarzbären, Küstenwölfe, die mit Raben kommunizieren und viele andere außergewöhnliche Arten in einem Wald mit den ältesten Bäumen Kanadas: in einem Kaltregenwald. Der Name Kaltregenwald scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Wie sollte in der „Kälte“ Kanadas ein Regenwald gedeihen, dessen Biomasse den tropischen Regenwald übertrifft? Wie kommen all diese seltsamen Kreaturen hierher? Es ist eine Geschichte, die vor Jahrtausenden begann, aber damals wie heute einzig von einem Ereignis im Jahr abhängt, und die nicht nur das Land und seine Lebewesen betrifft, sondern bis in die Tiefen des Meeres reicht. Denn der „Regenwald der Geisterbären“ nährt sogar das Meer, schenkt seinen Lebewesen, vom Buckelwal bis zum Riff, Kraft. Fisch ist der Kraftstoff, der dieses System seit Jahrtausenden antreibt, und der nur einmal im Jahr in den Kaltregenwald kommt. Nur zwei Wochen braucht die Natur hier, um für ein ganzes Jahr Kraft zu tanken. Die Bären, die nur für dieses Ereignis an die Flüsse gekommen sind, verschwinden wieder im Wald. Die Wölfe haben sich vollgefressen, die Wale haben für ihre Reise ins Winterquartier zugelegt, selbst die Bäume sind gestärkt. Einzigartige, noch nie gesehene Bilder einer uralten Landschaft mit Tieren, die sich im üppigen Grün oder in den Tiefen des Meeres vor den Blicken der Menschen fast ein ganzes Jahr verbergen, kann der Zuschauer ganz nah erleben, die außergewöhnlichen Bilder wurden mit aufwendiger Technik gedreht.

ARD-alpha, 20.15 Uhr
Amerikas Naturwunder
Der Grand Canyon
Das Colorado Plateau und die Schlucht sind extrem unterschiedliche Lebensräume: Die Hochplateaus, die den Canyon umgeben, sind flach und bilden ein Mosaik aus Wäldern, Steppen und Wiesen. Hörnchen, Wapitis, Maultierhirsche und selbst der Puma kommen hier vor. Nicht selten grasen Bisons auf den Wiesen im Norden des Canyons. Vor über einem Jahrhundert aus Kreuzungen mit Rindern hervorgegangen, wurden sie in Arizona angesiedelt. Sie vermehrten sich und leben in freier Natur. Auch Gabelböcke, die schnellsten an Land lebenden Säugetiere Amerikas, und Präriehunde gibt es hier. In alten, ungenutzten Bauen der Nager ziehen Kanincheneulen ihre Küken groß. Sie brüten als einzige Eulenart der Welt unter der Erde.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Herbstwelten
Bei den letzten warmen Sonnenstrahlen beginnt die Erntezeit. Tiere, die hierzulande überwintern finden so überall Nahrung, doch es gilt so schnell wie möglich Vorräte anzusammeln oder ein Fettpolster anzufressen, sonst droht bald der sichere Tod. Zugvögel wie Kraniche und Stare dagegen nehmen jetzt Abschied, denn mit dem Verschwinden ihrer Futtergrundlage gibt es nicht mehr genügend Nahrung, um den Winter zu überstehen. Zuvor sammeln sie sich in riesigen Scharen, um die lange gefährliche Reise in den Süden anzutreten, wo sie überwintern werden. Für andere Tiere ist der Herbst aber auch die Zeit des Neuanfangs: Ausgerechnet jetzt, wenn alle anderen Tiere Energie tanken und Kraft sparen, haben die Rothirsche ihre Brunftzeit mit Kämpfen, Röhren und dem ständigen Treiben ihrer Weibchen. Für sie ist Energiesparen jetzt keine Option. Es gilt, den Bestand der nächsten Generation zu sichern. Der Herbst ist eine Jahreszeit der Herausforderungen. Nur wer jetzt die richtigen Vorbereitungen trifft, wird den kommenden Winter überleben. Der Film zeigt die verschiedenen Überlebensstrategien der Tier- und Pflanzenwelt in opulenten Bildern. Ob Eichhörnchen, Hirsch, Baldachinspinne oder Kraniche – die Kamera ist ganz nah dabei, wenn sich die Tiere diesen Herausforderungen stellen, und so ist ein abwechslungsreiches Porträt vom Herbst in Deutschland entstanden.

Mittwoch, 26. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Alaskas Welt der Giganten
Der Denali-Nationalpark
Im Denali-Nationalpark im Herzen Alaskas leben und jagen Wölfe und Bären. In dramatischen Szenen zeigt der Tierfilmer Günter Goldmann, dass die beiden Jäger erbitterte Konkurrenten, und dass auch friedliche Pflanzenfresser wie Elche alles andere als hilflose Opfer sind. Das TV-Team folgt der Hundeschlittenführerin Karen und dem Ranger Scott, für die der Nationalpark etwas ganz Besonderes ist, viel mehr als nur ein Arbeitsplatz. Sie sind dem Zauber dieser wilden Region im äußersten Norden des amerikanischen Kontinents erlegen und können sich inzwischen keinen besseren Ort zum Leben vorstellen. Den zahllosen Touristen, die jedes Jahr nach Denali kommen, versuchen Karen und Scott ein Gefühl für die Natur und ihre einzigartigen Bewohner zu vermitteln. Es gibt eben nicht nur die großen „Stars“ wie die zahlreichen Wolfsrudel und die Bären, sondern auch eine ganze Anzahl anderer spannender Tiere wie Dall-Schafe, Schneehühner und Steinadler. Für Karen und Scott ist Denali eine der aufregendsten Landschaften der Erde, eine ursprüngliche Wildnis zu Füßen des Mount McKinley.

WELT, 17.05 Uhr
Die Waffen der Tiere – Zähne und Krallen
Scharf, lang und vor allen Dingen tödlich – Reißzähne und Klauen zählen zweifelsohne zu den gefährlichsten und effektivsten Waffen im Tierreich. Ob Wolf oder der König der Tiere: Sie alle sind mit ihrem natürlichen Killerinstinkt dafür prädestiniert, im Kampf um Territorium und Nahrung das Fortbestehen ihrer Art zu sichern. Von Jägern und Gejagten: Die Dokumentation zeigt, wem seine Waffen und Verteidigungsstrategien einen Platz an der Spitze der Nahrungskette verschafft haben.

Donnerstag, 27. September

SWR Fernsehen, 7.00 Uhr
Bruno, der Bär ohne Pass
Jederzeit kann ein Bär über die Grenzen kommen. So wie der berühmte Pionier seiner Art im Frühsommer 2006: Bruno. Er wurde zunächst als Held gefeiert, dann als Problembär abgestempelt und schließlich erschossen. Wie geht man in Zukunft mit den großen Wildtieren um? Der Schauspieler Hannes Jaenicke, bekannt für sein weltweites Engagement im Tier- und Naturschutz, macht sich erstmals in seiner Heimat auf die Spurensuche. Seine Reise führt von Slowenien über Italien bis in die bayerischen Alpen. Hannes Jaenicke trifft dabei Jäger und Wildhüter, Bärenmanager und Tierparkleiter. Sie alle kannten Bruno und seine ungewöhnliche Vorgeschichte. Stück für Stück enträtselt Hannes Jaenicke, warum der Bär sich so anders verhielt, als die Behörden es von ihm erwarteten. Hannes Jaenickes abenteuerliche Reise offenbart das zwiespältiges Verhältnis zu einem ganz normalen Wildtier, das man gerne als Teddybär verhätschelt oder als Bestie verurteilet. Ruhig und sachlich versucht er die Frage zu klären: Ist man in Deutschland schon bereit, wieder mit Braunbären zu leben?

3sat, 13.15 Uhr
Wildes Russland (1/7)
Der Kaukasus
Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean. Die erste Folge führt den Zuschauer in den wilden Kaukasus. Zwischen Europa und Asien, eingezwängt zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer, ragen gewaltige Berggipfel über 5000 Meter hoch in den Himmel: der Kaukasus. Eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze, wo Sandwüsten und eisige Gletscher aufeinander treffen. In dieser nahezu unberührten Wildnis verwandeln Blumen, die wir sonst nur aus unseren sorgfältig kultivierten Gärten kennen, die Gebirgshänge und Steppen in farbenfrohe Blütenmeere. Es ist ein Land, in dem Bären und Wisente leben, Luchse jagen und Geier auf der Suche nach Aas kreisen. Die vielfältigen Landschaften haben einen riesigen Artenreichtum hervorgebracht – hier sind im Laufe der Evolution Tierarten entstanden, wie man ihnen sonst nirgends begegnet. Geradezu außerirdisch mutet die Saiga-Antilope an, deren aufgeblähte, flexible Nase eher an einen Rüssel erinnert. Dem Langohrigel als echtem Wüstenbewohner erleichtern seine langen Beine das Fortkommen im Sand. Für viele bedrohte Arten ist die Region der letzte Zufluchtsort: Kaukasusgämsen und Ture erklimmen die schroffen Felsen, während Störe, urtümliche Wesen aus der Urzeit, die Tiefen des Kaspischen Meeres durchschwimmen. Doch dieses Paradies ist bedroht. Obwohl gut 3000 Quadratkilometer des Hochgebirgssystems streng geschützt sind, nimmt die Wilderei überall zu. Die einzigartige und kostbare Wildnis am Kaukasus muss um jeden Preis geschützt werden, wenn wir in Zukunft nicht auf Luchse, Bären, Saigas und Wisente verzichten wollen. „Wildes Russland“ zeigt in HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und Artenvielfalt des größten Staates der Erde.

3sat, 14.00 Uhr
Wildes Russland (2/7)
Der Ural
Geheimnisvolle Steinmonumente markieren die Grenze zwischen Europa und Asien: Auf einem Felsplateau des nördlichen Ural-Gebirges ragen die „Sieben starken Männer“ bis zu 50 Meter in den Himmel. Den Einheimischen gilt „Manpupuner“ als Ort, an dem sich die Geister versammeln. Die Ausläufer des Urals erstrecken sich von der Küste des Nordpolarmeers über 2000 Kilometer bis an die kasachische Grenze. Dichte Nadelwälder bedecken die Hänge und laufen sanft in der angrenzenden Steppenlandschaft aus. Hungrige Wölfe durchstreifen den Wald auf der Suche nach Beute, stets auf der Hut vor Bären. Die sind die unangefochtenen Herrscher im Wald. Die größte Wildnis Europas versorgt die Bären nicht nur mit Beutetieren, sondern auch mit Beeren und Honig. Um an den süßen Saft zu gelangen, müssen sie sich mit kämpferischen Bienen anlegen. Ein paar Stiche machen ihnen nichts aus, und so klettern sie geschickt auf die höchsten Bäume, um die von den Menschen der Region Baschkortostan aufgehängten Bienenkörbe herunterzureißen. Der Ural ist auch die Heimat von Elchen – die großen Tiere finden auch dann noch Nahrung, wenn Bären schon bis zum Bauch im Schnee versinken. Erstmalig wurde gefilmt, wie Gruppen von Elchen am Ende des Winters große Flüsse durchschwimmen, um in neue Nahrungsgründe zu gelangen. Hohle Baumstämme dienen dem Uralkauz als Bruthöhle, zumindest solange die Küken es darin noch aushalten. Mit acht Wochen sind sie zwar noch nicht flügge, erklettern aber schon umliegende Bäume. Die vielen Bäche des Urals bieten ideale Bedingungen für zwei andere Tiere: Europäische Nerze sind geschickte Fischer und andernorts selten geworden. Der Desman, ein Verwandter des Maulwurfs, den es nur in Russland gibt, taucht lieber nach Schnecken. Seine lange Nase benutzt er dabei als Schnorchel. Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischen Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.

3sat, 14.45 Uhr
Wildes Russland (3/7)
Sibirien
Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, wo die Kälte dominiert – das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, dass es sich um ein Land der Superlative handelt: riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, die widerstandsfähigsten Tiere unseres Planeten und der tiefste und älteste See der Welt. Der harte Winter fordert Anpassung – der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden – ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst.

arte 15.50 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich ungewöhnlich nah Autos und Spaziergängern näherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schief laufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

3sat, 16.15 Uhr
Wildes Russland (5/7)
Der ferne Osten
Ussurien an der russischen Pazifikküste ist ein zerklüftetes Land aus Wasser und Eis mit sanften waldbedeckten Hängen und einer schroffen Küste. Der Herrscher dort ist der Amur-Tiger. Die gepunkteten Sika-Hirsche kommen aus dichtem Wald häufig an die Küste, um angespülte Algen zu fressen. Doch das Leben im Jagdrevier des Sibirischen Tigers ist nicht ganz ungefährlich. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig einen wilden Amur-Tiger am Strand. Junge Kragenbären verstecken sich lieber in den Baumwipfeln, sobald ein hungriger Tiger aufkreuzt. Doch der Amur-Tiger hat selbst gefährliche Feinde: Wilderer machen den Jäger zum Gejagten, und durch Rodung schrumpft sein Lebensraum unaufhaltsam. Das gleiche Schicksal teilt der Amur-Leopard. Schätzungsweise gibt es weltweit nur noch 40 Tiere. Der Amur-Leopard konnte bei der nächtlichen Jagd gefilmt werden. Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischen Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.

3sat, 17.00 Uhr
Wildes Russland (6/7)
Kamtschatka
Auf der Halbinsel Kamtschatka treffen Feuer und Eis aufeinander. Feuer speiende Vulkane herrschen über Himmel und Erde. 20 verschiedene Klimazonen gehen ineinander über. Kamtschatka gehört zu den geothermisch aktivsten Gebieten der Welt, wie die zahlreichen Vulkankrater, Geysire und Fumarolen deutlich vor Augen führen. Trotz der launischen Natur ist die heimische Tierwelt einen gewissen Komfort gewöhnt: Bachstelzen finden „beheizte“ Kinderstuben, und Bären lieben das Bad in den Thermalquellen. Das warme Wasser befreit sie von Flöhen, Zecken und anderen Parasiten. Überhaupt ist Kamtschatka ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren, und im Spätsommer stehen täglich 40 Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt im Herbst Lachse für seine Jungen. Im Meer finden Orkas und Pottwale Nahrung im Überfluss. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere: Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um kleine Beutetiere und vor allem Aas. Die Adler belagern die wenigen offenen Wasserstellen und kämpfen untereinander um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor – im Land der Bären und Vulkane.

Freitag, 28. September

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Big Five Südamerika – Der Jaguar
Fünf Expeditionen machen sich auf, um die Big Five Südamerikas aufzuspüren, fünf seltene und für den Kontinent charakteristische Tierarten. Dabei dringen sie in eine faszinierende, geheimnisvolle Welt weitab des Vertrauten vor. Die Expeditionsteilnehmer – Biologen und Artenschützer, einheimische Führer und ein Filmteam – beschreiten einen mühevollen Weg und lassen die letzten Siedlungen weit hinter sich. Die drittgrößte Katze der Welt, größer sind nur noch Löwe und Tiger, hat auf dem amerikanischen Kontinent lange um ihr Überleben kämpfen müssen. Das wunderschöne Fell des Jaguars und die Furcht der Menschen haben ihn in weiten Teilen Amerikas zum Verschwinden gebracht. Auch in Brasilien konnte sich der Bestand erst nach dem Artenschutzabkommen von 1976 erholen. Rund um die berühmten Wasserfälle von Iguassu haben sich die wenigen scheuen Exemplare in den angrenzenden Nationalpark zurückgezogen. Doch nun machen vor allem zwei junge Jaguarbrüder den Forschern des Nationalparks zu schaffen, da sich die Raubkatzen bis in die Touristenzone vorwagen. Auch im Pantanal, dem über 200.000 Quadratkilometer großen Schwemmland Zentralbrasiliens, schwelt immer noch der Konflikt zwischen Artenschutz und Viehzucht. Viele Farmer lassen die Jaguare heimlich vergiften. Lucas Leuzinger ist Biologe und Farmer und hat die Hälfte seines Farmlandes der Wildnis überlassen. Jaguar und Puma finden dort genug wilde Beute, so hat Lucas Leuzinger kaum Viehverlust zu beklagen. Im Norden des riesigen Mosaiks aus Flüssen, Wäldern und je nach Jahreszeit überfluteten Savannen verfolgt Douglas Trent seit einigen Jahren die Jaguare mit der Kamera. Rund 40 Exemplare konnte er schon ausmachen. Diese ungewöhnlich hohe Dichte spricht dafür, dass das Schutzgebiet den Katzen als Durchgang auf der Suche nach einem eigenen Revier dient. Doch solange noch wenig über die Bedürfnisse der Jaguare bekannt ist, wird es ein langer Weg sein, der größten Katze des südamerikanischen Kontinents eine sichere Zukunft zu geben. Weitere Sendetermine im BR Fernsehen: 5.10., 12.10., 19.10., 26.10.2018

arte, 15.50 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe
Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark
Im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark vermehrten sich die Wapiti-Rothirsche lange Zeit ungebremst und das zuungunsten der dortigen Flora und Fauna – bis Wölfe in das Gebiet Einzug hielten. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen Folgen, die die Wiederansiedlung von Wölfen Ende der 1990er Jahre für das gesamte Ökosystem im Yellowstone-Nationalpark hat. Ein aus den Fugen geratenes Ökosystem ist durch die Rückkehr der Raubtiere wieder in ein natürliches Gleichgewicht gelangt. 70 Jahre lang vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nahezu ungebremst. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme an Hirschen zu begrenzen, breiteten sich diese immer weiter aus und zerstörten weite Teile der Vegetation des Parks. Sie fraßen den Nationalpark buchstäblich kahl. Doch mit der gezielten Wiederansiedlung von 41 kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 bis 1997 ereignete sich geradezu ein Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht in den Nationalpark zurück. Die Wölfe jagten die Wapitis und, was noch entscheidender war, sie beeinflussten das Verhalten der Hirsche, so dass diese sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Das eigentlich Faszinierende daran: Durch die Anwesenheit der Wölfe reduzierte sich nicht nur die Population der Wapiti-Hirsche von 20.000 auf circa 7.000 Tiere, auch die Pflanzenwelt des Nationalparks erholte sich und es entstand neuer Lebensraum für andere Tierarten. Die Wissenschaftler und Experten sprechen bei diesem Phänomen von einer sogenannten trophischen Kaskade, einer Kettenreaktion, die durch die Veränderung der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen und dramatischen Folgen, die die Wiederansiedlung der Wölfe auf das gesamte Ökosystem des Nationalparks hat. Entgegen ihrem eigentlichen Ruf der gnadenlos tötenden Räuber, sind die Wölfe Schöpfer neuen Lebens, die das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wiederherstellen.

Samstag, 29. September

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Bärengeschwister – Drollige Racker
Im Januar 2013 wird eine Bärin an der Grenze zu Tschechien tot aufgefunden, wahrscheinlich erschossen. Die Spuren der Bärin führen im Schnee zu einer Felshöhle, in der zwei Jungtiere liegen. Die werden zu Vaclav Chaloupek, einem tschechischen Tierschützer und Naturfotografen, der schon mehrfach verwaiste Bären aufgezogen hat, gebracht. Es geht darum, die Tiere am Leben zu halten. Ständig werden Tierkinder bei Vaclav Chaloupek abgeliefert. Dass aber Bären zu ihm gebracht werden, das ist schon etwas ganz Besonderes. Im März 2013 stand ein befreundeter Förster vor der Türe. Kollegen hatten zwei Bären an der Grenze zur Slowakei in den Karpaten gefunden. Also wurde Vaclav, der Tierfotograf und Experte in Sachen Aufzucht von Tierkindern, über Nacht Vater von Bärengeschwistern, einem Weibchen und einem Männchen. Vaclav Chaloupek bringt ihnen alles bei, was ein echter Bär in der Natur zum Überleben braucht. Dabei zeigt sich, dass eine kleine Wildsau große Bären zur Flucht zwingt, dass Ameisen eine Delikatesse für Bären sind, und dass auch ein Bär lernen muss, wie man jagt, vor allem aber, wie man satt wird. Die Bären unternehmen mit Vaclav Ausflüge in die Natur. Der Zuschauer wird in die verwunschenen Ecken des Böhmerwalds mitgenommen und mit spektakulären Bildern belohnt. Es werden aber auch die Probleme deutlich, die Bären in unserer Kulturlandschaft haben. Bei einem Zeltausflug in die Berge erfährt das Filmteam hautnah, dass die Bärengeschwister durchaus noch Kinder sind und sich, wenn es dunkel wird, nach der Wärme der Ersatzmutter sehnen. Entstanden sind einzigartige, intime Aufnahmen von heranwachsenden Braunbären unter der Obhut eines Menschen.

Bayerisches Fernsehen, 17.05 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? Denn eines ist klar: Unseren Tieren soll es gut gehen! „Frei Schnauze – Das Tiermagazin“ ist schon vor Ausstrahlung der jeweiligen Folge in der BR Mediathek zu sehen und dann 12 Monate lang verfügbar.

Sonntag, 30. September

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Wildes Kanada – Der hohe Norden
Kanada ist ein Land mit gigantischen Ausmaßen und ebenso unterschiedlichen wie faszinierenden Lebensräumen. Vor allem aber ist es immer noch ein Ort spektakulärer Naturschauspiele. Weit geht es hinauf in die Polargebiete Kanadas – eine raue Welt, die den größten Teil des Jahres über von Schnee, Frost und Eis beherrscht wird. Auf den ersten Blick erscheinen die arktischen Regionen abweisend, schroff, ja lebensfeindlich – und doch findet sich hier eine überraschend vielfältige Tierwelt. An der Spitze steht ein Lebewesen, das zum Symbol der Arktis geworden ist: der Eisbär. Das Filmteam folgt einer Eisbärin und ihren beiden Jungen bei ihrer Wanderung nach Norden, zum Polarmeer. Dort begibt sich die Familie auf das Meereis hinaus, um Robben zu jagen. Doch die Arktis ist jene Region der Erde, die sich aktuell am schnellsten erwärmt. Das Meereis schwindet zusehends, die Eisfläche wird immer kleiner und damit verringern sich auch die Jagdmöglichkeiten für hungrige Eisbären. Die „Herrscher der Arktis“ müssen zunehmend erfinderischer werden, um zu überleben. Auch andere Lebewesen suchen in der polaren Einöde nach Nahrung: So menschenleer die kanadische Arktis auch wirkt – die Inuit haben gelernt, am Ende der Welt zu überleben. Neben der Jagd auf Robben und Wale und dem Fischfang nutzen die Menschen hier eine weitere Nahrungsquelle. Wdh. der Sendung am Montag, 1. September, um 10.25 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

Phoenix, 22.30 Uhr
Weite Wildnis Alaska
Kaum eine Landschaft ist so schön wie Südostalaska – und kaum eine so gefährlich für Piloten. Ständig muss Tony Dupea damit rechnen, dass er mit seinem Wasserflugzeug wegen des dichten Nebels nicht in einer der vielen Inselbuchten landen kann, oder dass ihn heftige Winde zur Umkehr zwingen. ARD-Korrespondent Stefan Niemann hat den Piloten zwei Wochen lang begleitet: zu wilden Bären, gigantischen Walen und prachtvollen Lachsen.

Animal Planet, 23.15 Uhr
Die Monster-Jäger – Bestien auf der Spur
Die fürchterliche Bestie von Central Kentucky
In Kentucky treibt angeblich seit 50 Jahren ein riesiger Wolf sein Unwesen. In West Virginia geht die Legende vom „Sheepsquatch“ um, und in den Höhlen von Greenbrier County lauert ein furchteinflößendes Raubtier auf seine Beute. Solche Horror-Geschichten gehören in den Appalachen beinahe zum Alltag, denn die Menschen dort sind abergläubisch. Obendrein finden sich immer wieder Augenzeugen, die felsenfest behaupten, die besagten Monster gesehen zu haben. In dieser Doku-Serie gehen eine Handvoll uriger Naturburschen den Grusel-Stories auf den Grund. Die Jäger und Fallensteller haben sich fest vorgenommen, Beweise für die Existenz der mysteriösen Kreaturen zu liefern und sie anschließend einzufangen. In dieser Folge geraten die Monster-Jäger sprichwörtlich zwischen die Fronten. Denn in den Wäldern von Kentucky sollen Berichten zufolge gleich zwei unterschiedliche Vertreter der Gattung Bigfoot leben. Dem mysteriösen „Midnight Whistler“ war das Team bereits auf der Spur, doch diesmal haben sie es zusätzlich mit dem „Squalling Savage“ zu tun, einer fürchterlichen Bestie, die auf Bäume klettert und bereits mehrfach in der Gegend gesichtet worden sein soll. Um das haarige Ungeheuer in die Falle zu locken, verteilen sich die Männer mitten in der Nacht im Revier der rivalisierenden Bigfoot-Clans – und plötzlich wird Monster-Jäger Huckleberry selbst zum Gejagten!

TV-Programm 01.10. - 07.10.2018

Montag, 1. Oktober

3sat, 12.30 Uhr
Mensch und Tier
Haustiere: Für viele Menschen bedeuten sie alles, sind vollwertige Familienmitglieder und enge Vertraute. Andere lehnen das Einsperren von Tieren oder „wilde Wesen“ im Haushalt ab. Derzeit leben in einem Drittel der deutschen Haushalte über 34 Millionen Haustiere, die meisten davon Hunde und Katzen. Die Sendung stellt faszinierende Besonderheiten und tiefgreifende Verbindungen zwischen Mensch und Tier vor, geht aber auch Extremen auf den Grund.

3sat, 20.15 Uhr
Wildes Deutschland – Die Zugspitze
Der Filmautor lädt zu einer faszinierenden Reise vom Tal zum Gipfel ein, von der Fülle des Lebens bis in unwirtliche Gipfelregionen. Er folgt einem Wildbach und zeigt, wie sich auf dem Weg nach oben die Vegetation, das Landschaftsbild samt seiner Bewohner verändern – und dass das Hochgebirge keine leblose, nackte Stein- und Eiswüste ist, sondern reich gefüllt mit widerstandsfähigem Leben. Im Laufe von Jahrmillionen haben es diese Arten gelernt, Unwettern und Wintereinbrüchen zu trotzen. Alpenschneehuhn, Gämse und Murmeltier tragen ein isolierendes Haarkleid. Kreuzotter, Bergeidechse und Alpensalamander nützen mit ihrer dunklen Färbung die karge Wärmestrahlung bestmöglich aus.

3sat, 21.00 Uhr
Wildes Deutschland – Die Sächsische Schweiz
Tief eingeschnittene Flusstäler und wüstenhafte Felsplateaus – die Sächsische Schweiz ist Deutschlands „Grand Canyon“. Der Film porträtiert eines der größten deutschen Naturwunder. Wind und Wasser, Hitze und Frost schufen über Jahrmillionen die einzigartige Landschaft des Elbsandsteingebirges. Seltene Tiere wie Gartenschläfer, Wanderfalken und Schwarzstörche haben sich an das Leben auf und zwischen den Felsen angepasst.

NDR Fernsehen, 21.00 Uhr
NDR WissensCheck
Katze oder Hund?
Mehr als 20 Millionen Katzen und Hunde gibt es in Deutschland. Für ihre Besitzerinnen und Besitzer ist ein Leben ohne sie unvorstellbar, die Haustiere sind fester Begleiter im Alltag und haben oft den Status eines Familienmitglieds. Tierliebe, die auch ihren Preis hat. Rund 17.000 Euro geben Hundehalter durchschnittlich für ihren vierbeinigen Freund im Laufe seines Lebens aus. Bei Katzen sind es rund 12.000 Euro. Summen, bei denen es Hunde- und Katzenkritikern ganz schwindlig wird. Sie sind der Meinung: Hunde und Katzen machen Dreck, sind gefährlich und haben in Wohnungen nichts zu suchen.

Dienstag, 2. Oktober

3sat, 16.30 Uhr
Herbst in den Nationalparks
Drei von 14 deutschen Nationalparks befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern: der Müritz-Nationalpark, der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und der Nationalpark Jasmund. Der Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark und der Nationalpark Jasmund wurden 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Jedes Jahr im Herbst finden dort die eindrucksvollsten Naturschauspiele statt. Im Müritz-Nationalpark buhlen stattliche Rothirsche um die Gunst der weiblichen Tiere und verteidigen ihren „Harem“ gegen Rivalen. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft findet die Hirschbrunft gar vor der traumhaften Kulisse der Küste statt. Außerdem werden beide Nationalparks im Herbst zu einem internationalen Drehkreuz, wenn Hunderttausende von Kranichen, Enten und Gänsen hier Zwischenstation machen. In den Lagunen der Ostsee – den Bodden – ist der größte Rastplatz für Kraniche in Mitteleuropa.

3sat, 13.20 Uhr
Wildes Dresden
Lachs in der Elbe und Hase im Kohl
Dresden ist eine grüne Stadt: In ihren Gärten und Parks tummelt sich eine Vielzahl wilder Tiere. Auch in der umliegenden Elbregion gibt es viele zu entdecken. Dass sich hier sogar die Kleine Hufeisennase und der Große Abendsegler, der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling und die Italienische Mauereidechse, der Turmfalke und der Waldkauz im Naturraum der Elbauen und -hänge von Dresden wohlfühlen, wundert deshalb nicht. Wie jedes Jahr ziehen im April 500 Suffolkschafe im Eiltempo von der Dresdner Heide quer durch die Stadt zum Königsufer. Die saftigen Weiden der Elbwiesen werden sie dann bis zum Winter satt machen. Als Landschaftspfleger fressen sie im Namen des Naturschutzes. Denn viele Vögel können hier nur brüten, viele Insekten nur gedeihen, weil die Vierbeiner alles schön kurz halten. Den Elbebiber schert das Treiben der Schafe nicht. Seit Anfang der 1990er-Jahre erobert sich der große Nager nach jahrzehntelanger Abwesenheit in der Barockstadt mit dem Glanz der alten sächsischen Residenz wieder Terrain. Dämme legt er dabei nicht an. Im späten Frühjahr bringen Fischer am Oberlauf einiger Zuflüsse der Elbe im Auftrag des Sächsischen Umweltministeriums junge Lachse ins Wasser: 350 000 bis 400 000. Wie der Biber ist der Edelfisch seit den 1990er-Jahren dabei, sich im Elbtal wiederanzusiedeln, nachdem dort 1936 der letzte aus dem Wasser gezogen worden war. Auch Hasen haben Dresden für sich entdeckt. Das bekommen die Mitarbeiter eines Frühgemüse-Unternehmens deutlich zu spüren. Die Langohren fressen ihnen regelmäßig die appetitlichsten Pflanzenteile weg, doch sie stehen unter Schutz und dürfen nicht gejagt werden.

3sat, 14.05 Uhr
Harry Potters Eulen
Im Zuge der Harry-Potter-Manie hatte eine Auffangstation in der Moskauer Umgebung immer mehr mit Eulen zu tun: Sie musste ausgesetzte halbverhungerte Tiere von den Straßen sammeln. Unter der menschlichen Fürsorge haben sich die Vögel schnell erholt und brüten so erfolgreich, dass ein Auswilderungsgebiet erschlossen werden musste. Die Wahl fiel auf die weiten und wilden Landstriche im Kaukasus. Schleiereulen gehören zu den schönsten und auch zu den mystischsten unter den Eulenarten. Da sie sich gern in alten Ruinen, verlassenen Türmen oder auf Friedhöfen ansiedeln, handelten sie sich im Laufe der Zeit einen Ruf als Todesboten ein und wurden oft von Menschen aus ihren Lebensräumen verdrängt. Zum Verhängnis ist ihnen die „Harry Potter“-Reihe geworden, die weltweit eine Eulen-Manie auslöste. Millionen von Kindern wünschten sich eine Eule. Die markanten Vögel mit dem herzförmigen Gesichtsschleier wurden massenweise aus Westeuropa, wo sie heimisch sind, auch nach Russland verkauft. Dort sollten sie ihren Besitzern als kuschelige Spielgefährten dienen. Doch die Greifer kreischten nachts oder zerkratzten gelegentlich das Mobiliar – und so setzte man viele von ihnen einfach aus, sobald sie lästig wurden. Ein Glück für die heimatlosen Tiere, wenn sie in die Hände von Alexej und Jana Muraschow gelangen, die in einer Hütte am Oberlauf der Wolga eine Auffangstation für verletzte und verwaiste Wildtiere und Vögel betreiben.

3sat, 17.00 Uhr
Wildes Deutschland
Die Uckermark
Wie auf einer Arche trifft man in der Uckermark auf besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Der Film porträtiert die wohl einsamste Region Deutschlands. Der Mensch ist auf dem Rückzug, nach 800 Jahren Besiedlungskultur verlässt er heute zunehmend die Region, zieht in die Städte und überlässt der Natur immer mehr Raum. Umso attraktiver ist die Uckermark für viele Tiere. Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in Flüssen nach Forellen und Neunaugen, Biber stauen Bäche zu Seen, Dachse, Marderhunde und Füchse leben mit Hirschen und Rehen in der Feldmark. Vor allem aber ist die abwechslungsreiche, von der Eiszeit …

Mittwoch, 3. Oktober

Das Erste (ARD), 13.05 Uhr
Erlebnis Erde
Der Schwarzwald in Kanada
Im kanadischen British Columbia hat der Deutsche Herzog Carl von Württemberg ein 55.000 Hektar großes Gebiet gekauft, nach seinem Heimatgebirge „Darkwoods“, Schwarzwald, getauft und die einsame Region nachhaltig bewirtschaftet. Bis heute leben hier die extrem seltenen Waldkaribus, Grizzlies und Wölfe, aber auch besondere Vögel. Vor wenigen Jahren ist das Gebiet wieder an einen kanadischen Besitzer zurück gegangen, an die Umweltschutzorganisation Nature Conservancy Canada (NCC). Sie möchte Darkwoods mit seiner besonderen Flora und Fauna nicht nur erhalten, sondern zu einer Vorzeigeregion Kanadas machen. Hilfe bekommt sie durch Garry, den Stream-Keeper, Cori, die Fledermausforscherin, Adrian, den Botaniker und Leo, den Karibuforscher. Der Film nimmt das Publikum in den unwegsamen, ursprünglichen Schwarzwald Kanadas mit und zeigt seine unvergleichliche Natur zu allen Jahreszeiten: Kanada, wie es heute kaum noch existiert.

Bayerisches Fernsehen, 18.45 Uhr
natur exclusiv
Wildes Istanbul
Istanbul, einst Sammelpunkt der vielen Routen der Seidenstraße, ist auch für Wildtiere anziehend. So stellt die Stadt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, einen wichtigen Zwischenstopp für die Zugvögel auf der Nord-Süd-Route dar. Am Landweg bzw. Wasserweg sorgen dagegen Wildschweine für Aufsehen: Sie durchschwimmen sogar den Bosporus. Und von den vielen Straßenhunden der Stadt werden Wölfe angezogen. Filmautor Kurt Mayer zeigt, dass es in Istanbul auch Wildtiere gibt: wichtiger Zwischenstopp für die Zugvögel auf der Nord-Süd-Route, Störche, Bussarde und Schlangenadler frequentieren Istanbul zu Zehntausenden. Wildschweine durchschwimmen den Bosporus und Wölfe machen Straßenhunden ihr Territorium streitig. Dabei wurde ein besonderes Phänomen beobachtet: In den Regionen rund um Istanbul paaren sich Wölfe mit verwilderten Hunden; manche Biologen sprechen sogar schon vom Entstehen einer neuen Spezies, dem „Wolfhund“. Wolfhunde durchstreifen die Außenbezirke der Metropole, wo sie sich das Territorium mit Füchsen, Dachsen, Wildschweinen, migrierenden Wölfen, aber vor allem den Straßenhunden der Stadt teilen müssen. Der Filmautor begleitet einen jungen Wolfhund auf seinem Weg nach und durch Istanbul. Angezogen vom abwechslungsreichen Rudelleben der städtischen Streuner, sucht er Anschluss in der Stadt. Seine Reise bringt ihn durch die dunklen Gassen der Vororte, lässt ihn eine der Bosporus-Brücken überqueren, durch den geschichtsträchtigen Belgrader Wald im europäischen Norden der Stadt ziehen, bis er schließlich auf die rastenden Störche trifft, die im Herbst mit ihren Jungen nach Süden ziehen und sich am Rande der Stadt eine Rast gönnen.

Donnerstag, 4. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland: Der Spreewald
Südöstlich von Berlin erstreckt sich eine beeindruckende Flusslandschaft, hier beendet die Spree ihren zügigen Lauf und wandelt ihre Gestalt. Sie teilt sich auf in ein Geflecht aus unzähligen Wasserläufen und Inseln: den Spreewald. Dorthin haben sich Schwarzstorch, Kranich und Seeadler zurückgezogen. Die fischreichen Gewässer bieten dem scheuen Fischotter ideale Lebensbedingungen und im Herbst sind die Rufe der Rothirsche aus den Erlenbrüchen zu hören.

n-tv, 20.15 Uhr
Safari-Paparazzi: Wildlife pur (1)
Sich anzupassen, ist die beste Möglichkeit, in der Wildnis zu überleben. Der Gruppenzuhalt einer Tierart ist besonders wichtig, wenn es um die Verteidigung geht. Manchmal wird man während einer Safari Zeuge einzigartiger Szenen. Wie schützen Mütter ihre Jungen vor Raubtieren? Welche Strapazen nehmen sie dafür in Kauf? Die Dokumentation zeigt das Verhalten bestimmter Tierarten. Theo Pagel, Direktor des Kölner Zoos, kommentiert und erklärt.

n-tv, 21.05 Uhr
Safari-Paparazzi: Wildlife pur (2)
In Afrika kann es wild zugehen: Das Temperament der dortigen Wildtiere kann für Safari-Touristen gefährlich werden. Wie gefährlich, das können auch Reisende hautnah erleben. Die Dokumentation zeigt, was es bedeutet, wenn ein Löwe sich zum Angriff bereit macht oder ein schwarzer Marlin unter Wasser zu toben beginnt. Theo Pagel, der Direktor des Kölner Zoos, erklärt, was einige Wildtiere in Rage bringen kann.

Freitag, 5. Oktober

rbb Fernsehen, 20.15 Uhr
Füchse & Co.
Wildtiere in der Stadt
Wildnis direkt vor unserer Haustür: Fuchs und Igel, Eichhörnchen und Biber, Waschbär und Waldkauz. Über 13.000 Wildtiere leben in Berlin. Moderator Sascha Hingst ist unseren wilden Nachbarn in Berlin und Brandenburg auf der Spur.

Animal Planet, 21.45 Uhr
Das Grizzly-Projekt
Höhlenbau für Anfänger
Jeff Watson hat sein Leben den Bären verschrieben. Seit 27 Jahren arbeitet der erfahrene Tiertrainer mit den pelzigen Allesfressern. Jetzt sollen zwei seiner Zöglinge, Bob und Screech, in die Freiheit entlassen werden. Doch bevor es soweit ist, müssen die beiden Grizzlybären völlig neu lernen worauf es in der Wildnis ankommt. Von der Nahrungssuche bis zum Winterschlaf: Nur wenn die 300-Kilo-Brocken es schaffen, sich selbständig in den Wäldern Nordamerikas durchzubeißen, haben sie eine Überlebenschance! Diese Dokumentarserie begleitet „Bärenflüsterer“ Jeff bei seinem ambitionierten Auswilderungsprojekt und zeigt, wie Bob und Screech Schritt für Schritt ihren natürlichem Lebensraum entdecken. Um die kalte Jahreszeit zu überstehen, verabschieden sich Bären in freier Wildbahn in einen monatelangen Winterschlaf. Da Bob und Screech jedoch fast ihr ganzes Leben an der Seite von Menschen verbracht haben, ist ihnen dieses natürliche Verhalten bislang völlig fremd – und genau das soll sich jetzt ändern! Dabei scheut Ziehvater Jeff Watson weder Kosten noch Mühen: Um den Höhlenbau im Freiluftgehege zu erleichtern, lässt der Bären-Experte eigens ein überdimensionales 360 Kilogramm schweres Kanalrohr anliefern. Außerdem stehen wichtige Lektionen in Sachen Grubengraben auf dem Programm. Wird das Winterschlaf-Training zum Erfolg? Oder zeigen die Bärenbrüder Jeff am Ende die kalte Schulter?

Samstag, 6. Oktober

arte, 11.10 Uhr
Yellowstone-Nationalpark
Warum verschwinden die Wapitis?
Im Yellowstone-Nationalpark in den Vereinigten Staaten geht die Zahl der Wapiti-Hirsche aus ungeklärten Gründen immer weiter zurück. Wölfe, Pumas, Grizzlybären – die Liste der Verdächtigen ist lang. Aber warum greifen diese Raubtiere plötzlich vermehrt die majestätischen Hirsche an? Mit modernsten wissenschaftlichen Methoden gelingt es den Forschern, bislang unbekannte Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Lebewesen im Yellowstone aufzudecken, die das Verschwinden der Hirsche erklären könnten. Die Dokumentation begleitet die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit in der grandiosen Landschaft des Yellowstone-Nationalparks. Jedes Jahr im Frühling ziehen Wapiti-Hirsche aus den verschneiten Bergen des US-Bundestaats Montana in die wilde Naturlandschaft des Yellowstone-Nationalparks. Früher traten einige Zehntausend Tiere diese Wanderung an, aber seit zehn Jahren nimmt ihre Zahl rapide ab und liegt nun nur noch bei knapp 3.000: Die Hirsche im Yellowstone sterben aus. Dies alarmiert Ranger und Wissenschaftler, denn die Hirschherden sind ein wichtiger Bestandteil des ältesten Nationalparks der Welt, der eines der letzten nahezu intakten Ökosysteme der gemäßigten Klimazone schützt. Der Filmemacher Manfred Corrine begleitet drei Biologen vor Ort bei ihren Forschungen über den Rückgang des Hirschbestands. Jedes noch so kleine Indiz wird zurückverfolgt und fügt sich in das Mosaik des faszinierenden und komplexen Ökosystems. Mit modernsten wissenschaftlichen Methoden gelingt es den Forschern, bislang unbekannte Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Lebewesen im Yellowstone aufzudecken, die das Verschwinden der Hirsche erklären könnten. Die Dokumentation begleitet diese Spurensuche in einer atemberaubenden Landschaft. Sie erläutert die Bedeutung ausgeglichener Ökosysteme und zeigt Lösungen auf, um das ökologische Gleichgewicht eines der berühmtesten Naturparks der Welt wiederherzustellen.

Phoenix, 16.00 Uhr
Wildes Baltikum
Wälder und Moore
Im Nordosten Europas, im Baltikum, nennt man die Ostsee auch „Westsee“. Hier liegen drei nur wenig beachtete Länder: Estland, Lettland und Litauen. Die Dokumentation zeigt die Vielfalt der baltischen Natur jenseits der Küste: Braunbären, Luchse und Auerhühner, die in den weiten Wäldern Estlands leben, den breitesten Wasserfall Europas und die Balz der Doppelschnepfen in den Feuchtwiesen an der Grenze zwischen Lettland und Litauen.

National Geographic WILD, 23.20 Uhr
Serienstart
Raubtier ohne Beute
Staffel 1, Folge 1 – Vom Jäger zum Gejagten Löwe, Nilkrokodil oder Gepard: Sind sie wirklich die uneingeschränkten Herrscher der afrikanischen Savanne? Und sind die, die ihnen in die Quere kommen, dem Tode geweiht? Ausnahmslos? Die Antwort ist: Nein. Es kommt sogar nicht selten vor, dass die Rollen von Jäger und Gejagtem vertauscht werden – sei es durch Krankheit, Unerfahrenheit oder ein Missgeschick. Raubtier ohne Beute zeigt, was passiert, wenn die, die sonst an der Spitze der Nahrungskette stehen, plötzlich selbst zur Beute werden.

Sonntag, 7. Oktober

arte, 11.40 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. Mit Hilfe seiner Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei „Familie Wolf“ im Herzen Deutschlands. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich ungewöhnlich nah Autos und Spaziergängern näherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schief laufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

rbb Fernsehen, 23.35 Uhr
Grenzbock
Der Dokumentarfilm „Grenzbock“ taucht ein in die Welt der deutschen Jäger, und beobachtet, wie sie sich im Spannungsfeld zwischen Sehnsucht nach ursprünglicher Natur und Effizienzdenken, zwischen Märchenwald und moderner Kulturlandschaft bewegen. Im Kerngebiet eines ehemaligen Truppenübungsplatzes in Brandenburg soll bald gar nicht mehr gejagt werden. Für die Reviere außen herum ist das eine Zumutung. Denn die mühsam begrenzten Populationen von Rot-, Dam- und Schwarzwild werden dadurch völlig durcheinander geworfen. Daran ändert auch die Rückkehr vom Wolf nichts – und der hat aus Sicht der meisten Jäger in Brandenburg sowieso nichts verloren. In eigenartiger Monumentalität, unterstützt von der besonderen Bildsprache des preisgekrönten Kameramanns Hajo Schomerus, nähert sich der Film „Grenzbock“ seinen Protagonisten. Mit ihrem Festhalten an alten Traditionen, ihren ritualisierten Abläufen und der sehr eigenen Jägersprache wirken sie wie aus einer anderen Zeit.

TV-Programm 08.10. - 14.10.2018

Montag, 8. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Die wunderbare Welt der Enten
Enten stecken voller Überraschungen. Diese charmante Dokumentation zeigt die unbekannte Seite der drolligen Wasservögel. Brautenten brüten in Höhlen hoher Bäume, was die Gefahren durch erdnahe Eierdiebe erheblich sinken lässt. Aber wie sollen die flugunfähigen Küken zur nahen Wasserfläche kommen? Angefeuert von den ständigen Rufen der Mutter steckt das erste Entlein seinen Kopf aus dem Nistloch – und springt. Nach 20 Metern freiem Fall springt das kleine Federknäuel kurz vom Boden auf, bevor es unverletzt Richtung Wasser watschelt. Enten besitzen faszinierende Fähigkeiten, die es ihnen erlauben, unter widrigen Bedingungen zurechtzukommen. Im Gegensatz zu ihrer watschelnden oder gemütlich auf dem Wasser treibenden Erscheinung können sie ausgezeichnet fliegen. Manche Arten legen im Herbst Tausende Kilometer Richtung Süden zurück. Mit ihrem hochenergetischen Flugstil sind sie selbst für Greifvögel kaum einzuholen. Schellenten müssen nicht ziehen, sie können in arktischen Gewässern ausharren. Dafür haben sie einen speziellen thermischen Trick auf Lager, um im eiskalten Wasser keine Wärme abzugeben: Sie müssen darauf achten, immer kalte Füße zu haben. Durch einen Mechanismus im Blutkreislauf wird das Blut abgekühlt, bevor es in die nackten Beine gepumpt wird und auf dem Weg zurück in den Rumpf wieder erwärmt. So wird der Wärmeaustausch zwischen dem Wasser und der Ente minimiert. Große Gruppen von Eiderenten können mit ihrer Körperwärme Gewässer an manchen Stellen eisfrei halten. Und sie sind exzellente Taucher, bis zu 20 Meter tief. Eiderenten sind die einzigen Mitglieder der Familie, die unter Wasser Flugbewegungen ausführen, um besser vorwärtszukommen – nicht nur dieses interessante Verhalten wurde für diese Dokumentation zum ersten Mal gefilmt.

ARD-alpha, 15.25 Uhr
Paula und die wilden Tiere
Wo ist die Wildkatze?
Tierfreak Paula ist heute im Bayerischen Wald. Sie sucht nach dem seltensten Wildtier in Deutschland – der Katze. Der Katze? Nein, der Luchs ist nicht gemeint, auch nicht ein verwilderter Stubentiger. Kaum jemand weiß, dass es diese Tiere überhaupt in Deutschland noch gibt: Wildkatzen, Samtpfoten, die nur sehr fern mit unseren heimischen Miezen verwandt sind. Gefährliche Räuber, die aber dem Menschen nichts zuleide tun, denn sie sind so scheu, dass nicht einmal Experten ihre Aufenthaltsorte genau wissen. Mäuse kann man vielleicht mit Speck fangen, aber wie macht man das mit den Wildkatzen, über die Paula mehr in Erfahrung bringen will? Tierärztin Claudia Schuh und Pfleger Werner vom Bayerwald Tierpark wissen, da hilft nur Baldrian – und eine Kamerafalle. Doch Paula hat auch das Glück Wildkatzen ganz nahe zu kommen. Die Katzen im Bayerwald Tierpark gehören zu einem Auswilderungsprogramm und Paula kommt hautnah an sie ran. Doch sie flößen ihr auch gehörigen Respekt ein, denn sie erkennt, dass die mutigen Räuber sich auch gegen deutlich größere Feinde zur Wehr setzten würden – und mit ihren scharfen Krallen und spitzen Zähnen vielleicht sogar gewinnen. Einzigartige Aufnahmen nehmen den Zuschauer mit in die heimliche Welt des wilden Stubentigers – auch außerhalb der Zuchtgehege. Wir erfahren etwas über seine Bedrohung und wie ihm Paula und die Zuschauer helfen können.

Phoenix, 19.15 Uhr
Indiens wilde Wölfe
Der indische Wolf gilt als stark bedroht. Nur selten zeigt er sich den Menschen. In einzigartigen Bildern führt der Film in unbekannte und unberührte Landschaften Indiens. Zu sehen sind erstaunliche Verhaltensweisen von Wölfen in der Wildnis, auch wenn dieses Tier andernorts vielleicht schon hinlänglich gefilmt wurde.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
Bayern erleben
Alpenschamanen
Ein Gewehrschuss und das Röhren eines tödlich getroffenen Hirsches in der Stille der Nacht am Untersberg – das ist ein Schlüsselerlebnis für Rainer Limpöck. Mit einem Schlag tauchen die Bergmythen seiner Kindheit auf: Geschichten von Naturgeistern, die den Wald und den Berg bevölkern, Geschichten von einer beseelten Natur jenseits der alltäglichen Welt. Auf vielen Bergwanderungen spürt er ihnen fortan nach. Er will magische Naturorte in den Alpen wieder ins Bewusstsein rufen, gründet das Netzwerk der Alpenschamanen.

Dienstag, 9. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Im Schatten der Anden
Mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von mehr als 7.500 Kilometern sind die Anden die längste Gebirgskette der Welt. Gipfel von bis zu 7.000 Meter Höhe bieten nicht nur einen sehr imposanten Anblick, sondern beeinflussen auch das Klima, indem sie Wasser- und Wetterscheide zugleich sind. Das Land im Schatten der Anden ist voller Kontraste, ein Land aus Feuer und Eis, aus Kälte und Hitze. Im feuchten und stürmischen patagonischen Süden herrschen schroffe Gebirgsmassive und Gletscher vor, während im weiter nördlich gelegenen trockenen Andenhochland Vulkane, heiße Quellen, Geysire und Salzseen das Bild prägen. Westlich der Bergkette sorgen vom Pazifik mit Feuchtigkeit angereicherte Luftmassen für üppige, flechtenbehangene Märchenwälder, während die Ostseite nur etwa zehn Prozent der Feuchtigkeit abbekommt und trockene Halbwüsten aufweist. Die Reise führt von Feuerland im äußersten Süden Südamerikas entlang der Anden nach Norden bis ins Pantanal, das größte Feuchtgebiet der Erde. Atemberaubender Schlusspunkt sind die Wasserfälle des Rio Iguaçu.

Animal Planet, 20.15 Uhr
Dr. Dee: Tierärztin in Alaska
Es ist Winter in Alaska und Dr. Dee Thornell hat alle Hände voll zu tun, selbst in entlegenen Gebieten, ihre vierbeinigen Patienten zu versorgen. Per Kleinflugzeug startet die Tierärztin in das winzige Dorf Allakaket. Mitten in der entlegenen Wildnis gibt es weder Straßen noch Autos – dafür aber jede Menge Hunde, die teilweise noch nie medizinisch behandelt wurden! Mit dabei ist auch Ehemann Ken, der seine Frau tatkräftig unterstützt, das Gemeindezentrum in dem 100-Seelen-Örtchen in eine provisorische Tierklinik zu verwandeln. Außerdem in dieser Folge: Hund Brutus wurde angeschossen und Dr. Dee gerät auf einer Rentier-Ranch in Bedrängnis …

National Geographic WILD, 21.00 Uhr
Heldinnen im Tierreich
Männer sind stark und Frauen oft stärker: Ob bei der Fortpflanzung, der Aufzucht der Jungen oder der Jagd, oft geben weibliche Tiere den Ton an. Die Dokumentation porträtiert „Heldinnen im Tierreich“.

Mittwoch, 10. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildschweine im Teutoburger Wald
Der Teutoburger Wald, der 120 Kilometer lange Mittelgebirgszug zwischen Bielefeld und Osnabrück, bietet eine abwechslungsreiche Tierwelt. Uhus nisten in den Felsen, Hermeline ziehen in alten Baumhöhlen ihre Jungen auf. Damhirsche äsen auf den Wiesen und liefern sich zur Brunftzeit erbitterte Kämpfe. Ein weiterer häufiger Bewohner des Teutoburger Waldes ist das Wildschwein. Die Tiere fressen alles, was ihnen vor die Schnauze kommt und verschaffen auch anderen Waldbewohnern durch ihre Wühlerei leichten Zugang zu Wurm und Wurzel. Tierfilmer Günter Goldmann begleitet eine Wildschweinrotte über ein Jahr, zeigt seltene Verhaltensweisen von den kleinen Frischlingen im Frühling bis zu den großen, kämpferischen Keilern im Herbst. Daneben zeichnet er ein liebevolles Porträt einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands.

Animal Planet, 20.15 Uhr
Der Hund – Des Menschen bester Freund
Hunde sind seit jeher treue Begleiter des Menschen: Sie beschützen uns. Sie helfen bei der Jagd. Sie leben und spielen mit uns. Sie sind unsere Weggefährten oder sogar der beste Freund – oft ein Leben lang! Wissenschaftler gehen davon aus, dass die ersten Hunde bereits vor über 30.000 Jahren domestiziert wurden. Aber wie wurde aus wildlebenden Wölfen das wichtigste Haustier des Menschen? Welche erstaunlichen Fähigkeiten zeichnen Hunde aus? Diese Dokumentarserie geht der Jahrtausende alten Freundschaft zwischen Mensch und Hund auf den Grund – und zeigt anhand von bemerkenswerten Beispielen aus der ganzen Welt, was uns bis heute untrennbar mit ihnen verbindet.
Ganz gleich ob im afrikanischen Regenwald, in der arabischen Wüste oder mitten in einer modernen Millionenmetropole: Hunde sind auf der ganzen Welt geschätzte Weggefährten des Menschen! Die Gründe für diese besondere Freundschaft sind dabei so unterschiedlich, wie unser Lebensstil selbst – mal dient der Hund als Statussymbol, mal beschützt er vor giftigen Schlangen. Sogar bei der Behandlung von Krankheiten wird Hunden eine heilende Wirkung nachgesagt. Anhand von bemerkenswerten Beispielen geht diese Folge den zahlreichen Aufgaben auf den Grund, die Hunde als Haustiere erfüllen – vom Persischen Windhund über den Basenji, den so genannten Kongo-Terrier, bis zum Schoßhund in Tokio.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Der Hund – Des Menschen bester Freund
In der Wildnis
Wölfe, Füchse, Schakale oder Kojoten: Der Stammbaum von wildlebenden Vertretern aus der Familie der Hunde ist weit verzweigt. Weltweit gibt es heute 36 verschiedene Hundearten, die ausschließlich in der Wildnis leben und sich mit ausgeklügelten Überlebensstrategien an extreme Umweltbedingungen angepasst haben. Wie funktionieren die Sozialstrukturen innerhalb eines Rudels? Mit welchen Jagdtechniken stellen die Raubtiere ihrer Beute nach? Diese Folge zeigt atemberaubende Wildlife-Aufnahmen aus der ganzen Welt und geht dabei den wilden Wurzeln unserer vierbeinigen Freunde auf den Grund – vom Afrikanischen Wildhund über den seltenen Äthiopischen Wolf bis zum Mähnenwolf Südamerikas!
Weitere drei Folgen sind ab 21.45 Uhr zu sehen: „Freund und Helfer“, „Zuchthunde und Raubtiere“ und „Schicksal der Straßenhunde“.

Donnerstag, 11. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland – Die Sächsische Schweiz
Tief eingeschnittene Flusstäler und wüstenhafte Felsplateaus – Deutschlands „Grand Canyon“ ist die Sächsische Schweiz. Über zwei Jahre arbeiteten die Tierfilmer Henry M. Mix, Yann Sochaczewski und Axel Gebauer im Elbsandsteingebirge. Ungewöhnliches Tierverhalten, hochauflösende Zeitlupenbilder und atemberaubende Flugaufnahmen machen ihren Naturfilm aus der Reihe „Wildes Deutschland“ so besonders. Winter im Nationalpark Sächsische Schweiz – die berühmten Basteifelsen mit der angrenzenden Brücke sind von Schnee bedeckt. Obwohl Schnee und Eis die Bäche säumen, sind die Wasseramseln äußerst aktiv. Die kleinen Vögel tauchen im eisigen Wasser nach Köcherfliegen-Larven. Hoch über ihren Köpfen ziehen es andere Tiere vor, den Winter zu verschlafen: Mehrere Gartenschläfer liegen dicht an dicht in einer Felshöhle. Die kleinen Nagetiere haben Atmung und Herzschlag auf ein lebensnotwendiges Minimum reduziert. Sobald das Frühjahr den Schnee auf den Gipfeln schmelzen lässt und die Sonne den Sandstein erwärmt, steigen dichte Dampf- und Nebelschwaden über die Felsen der Sächsischen Schweiz. Bis heute sind Felsriffe und -türme in ihrer natürlichen Form erhalten. Malerisch liegt der Horst eines Schwarzstorch-Paares hoch oben in den Felsen. Die beiden Störche nutzen ihn schon seit Jahren, denn unten im Flusstal gibt es Fisch als Nahrung für die Jungen. In unmittelbarer Nachbarschaft, oben in den Felsen, haben Wanderfalken gebrütet. Sie ernähren ihre Jungen von erjagten Tauben und Singvögeln.

3sat, 16.10 Uhr
Täuschen und Tarnen – Über Lebenskünstler der Natur
Das Motto „Täuschen und Tarnen“ als Erfolgsprinzip der Evolution: Die Dokumentation zeichnet am Beispiel einer kleinen Vulkaninsel nach, wie sich Biotope und Populationen entwickeln. Manche Lebewesen sind sehr erfinderisch, um sich in Ökosystemen zu behaupten. So haben sich Tiere im Lauf der Evolution entweder die erstaunlichsten Waffen oder außerordentliche Fähigkeiten im Tarnen und Täuschen angeeignet. Langsam, oft über Jahrtausende und Jahrmillionen – und meist durch Zufall – folgt eine Tierart der anderen. Die besten Zukunftschancen hat, wer sich am schnellsten und am geschicktesten an den Lebensraum anpasst. Denn evolutionäre Entwicklungen haben keinen Plan, sondern ein Ziel. Dieses Ziel heißt Leben und Überleben, für das einzelne Tier sowie für die gesamte Spezies.

arte, 17.40 Uhr
Die letzten Jäger Grönlands
Dokumentation, Slowenien 2017
Was passiert mit den Bewohnern eines extremen, einst vollkommen isolierten Lebensraums, die sich von einer auf Eigenversorgung basierenden Existenz auf Globalisierung umstellen müssen? Die Dokumentation begleitet Mitglieder der Inuit-Gemeinschaft in Ostgrönland, die beschlossen haben, ihre Kultur der Jagd und des Fischfangs aufrechtzuerhalten. Ostgrönland ist eine der am dünnsten besiedelten Landschaften der Welt: Nur 4.500 Einwohner leben an der 20.000 Kilometer langen Küste. Kaum ein Ort auf Erden weist derart extreme Klimaverhältnisse auf. Die Menschen mussten sich an dieses feindliche Ökosystem anpassen und zum Überleben spezielle Fähigkeiten entwickeln – etwa ihre einzigartigen Jagd- und Fischfangtechniken. Isoliert durch den gigantischen Packeisgürtel, waren die Siedlungen der Inuit jahrhundertelang von der Außenwelt abgeschnitten. Erst in den letzten fünf Generationen hielt das „moderne“ Leben hier Einzug. Seither ist die lokale Bevölkerung mit drastischen Umwälzungen konfrontiert. Auch die Jagdkultur der Inuit wurde unwiederbringlich beeinträchtigt, nicht zuletzt durch das 2009 von der Europäischen Union verhängte Verbot des Handels mit Robbenfellen. Im Visier hatte die EU zwar den industriellen Robbenfang, doch durch diese Maßnahme entzog sie den Inuit ihre wirtschaftliche Grundlage. Heute leben die Ureinwohner Ostgrönlands immer mehr von staatlicher Unterstützung. Die wirtschaftliche Schwächung ihrer Gemeinschaft in Verbindung mit modernem Komfort und der allmächtigen Globalisierung beschleunigen den Untergang ihrer 4.000 Jahre alten Lebensweise und Kultur. Der Film schildert den Kampf einiger weniger Inuit, die zusammen mit ihren Familien die Bräuche und Traditionen ihrer Vorfahren am Leben erhalten möchten.

Schweizer Fernsehen SRF 1, 20.05 Uhr
NETZ NATUR
Die Redaktion produziert vier Eigenproduktionen im Jahr, die von Andreas Moser moderiert und kommentiert werden. Die Themen der Eigenproduktionen orientieren sich an aktuellen oder historischen Ereignissen oder Phänomenen in der Natur der Schweiz.

Freitag, 12. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Big Five Südamerika – Der Andenbär
Fünf Expeditionen machen sich auf, um die Big Five Südamerikas aufzuspüren, fünf seltene und für den Kontinent charakteristische Tierarten. Dabei dringen sie in eine faszinierende, geheimnisvolle Welt weitab des Vertrauten vor. Die Expeditionsteilnehmer – Biologen und Artenschützer, einheimische Führer und ein Filmteam – beschreiten einen mühevollen Weg und lassen die letzten Siedlungen weit hinter sich. Anden- oder Brillenbären sind die einzige Bärenart Südamerikas und die letzten Überlebenden aus der Unterfamilie der Kurzschnauzenbären, die bis zur letzten Eiszeit den gesamten nordamerikanischen Kontinent bewohnten. In den Nebelwäldern der Hochanden waren sie vor den Gletschermassen sicher und konnten sich über die Jahrtausende an diesen neuen Lebensraum anpassen. Nach bisheriger Lehrmeinung wurden sie dort zu Pflanzenfressern, die geschickt auf Urwaldbäume klettern, um nach Bromelien und anderen zuckerhaltigen Gewächsen zu suchen. Doch es mehren sich Berichte, einzelne männliche Bären zögen in die Täler, um Maisfelder zu plündern und Weidevieh anzufallen. Als Konsequenz blasen die Bauern zur illegalen Jagd auf Andenbären und dezimieren den Bestand. Was ist dran an den Geschichten über die zu Fleischfressern mutierten Vegetarier? Ein Filmteam begibt sich mit den Bärenschützern Armando Castellanos und Andres Laguna auf Spurensuche in die ecuadorianischen Hochanden. Die Expeditionsteilnehmer stellen fest, dass nicht die Bären in die Täler herabsteigen, sondern die Bauern ihre Weideflächen immer weiter in den Lebensraum der geschützten Art ausdehnen. Nun müssen die Bärenschützer nachhaltige Lösungen zum Schutz der letzten 5.000 verbliebenen ecuadorianischen Andenbären suchen. Sie entwickeln dafür ihre ganz eigene, offensive Strategie.

3sat, 15.50 Uhr
Himba, Buschmänner und Löwen
Wildnis- und Kulturmarketing in Namibia
Ein Reisebus nähert sich dem San-Dorf Grashoek in Namibia. Ein Schild begrüßt die Besucher im „Bushman Living Museum“. Noch im Bus beginnen die Insassen zu fotografieren. Eine typische Szene – und doch hat sie wenig gemeinsam mit üblichen Szenarien im Kulturtourismus. Keine anstürmenden Kinderscharen, keine laufenden Frauen, die aufgeregt Handwerkskunst anbieten und auch keine jungen Männer, die gegen Entgelt ihre Dienste anbieten. Ein einzelner San in westlicher Kleidung zückt seine Papiere, die ihn als Tourismus-Bevollmächtigten der Gemeinschaft ausweisen. Höflich fragt er nach dem Gruppenleiter und übergibt eine Mappe – in der Art einer Speisekarte – mit den kulturellen Angeboten und den dafür verlangten Preisen. Abgestuft nach der Anzahl der Touristen und der Anzahl der gewünschten Teilnehmer auf San-Seite: Von einer einfachen Dorfbesichtigung bis zum Trance-Tanz, der Teilnahme an einem Kurz-Workshop zur Schmuckproduktion aus Straußenei-Schalen, dem Training im Bogenschießen, der Teilnahme an einer traditionellen Jagd, und letztlich der Verheiratung auf „Bushmen-Art“ ist alles möglich. Jede Aktivität hat ihren fixen Preis, und genaue Angaben informieren über die Dauer und die Art der Leistung. Im südlichen Afrika sind sogenannte Bushmen-Walks und Besuche beim „ockerroten Volk“ der Himba ebenso allgegenwärtig wie Großwild-Safaris. Sie haben einen Beigeschmack von zivilisatorischer Ungleichheit und Ungleichzeitigkeit – als eine Art Zeitreise zu uralten, „primitiven“ Kulturen. Dementsprechend finden sich in vielen Prospekten und Tourismus-Broschüren die verräterischen Worte vom Besuch in der „Vorzeit“ oder „Steinzeit“ menschlicher Kulturen. Folgt man der Auslegung der derzeit international bekanntesten Anthropologen Jean und John Comaroff, handelt es sich dabei um einen weltweiten Trend, der im südlichen Afrika vielleicht besonders auffällig ist: der Errichtung von Ethno-Themenparks oder „Lebenden Museen“. Nach ihrer Analyse im Buch „Ethnicity, Inc.“ kann die Musealisierung von traditionellen Kulturen aus kommerziellen Gründen zu sehr unterschiedlichen Prozessen und Situationen führen. Die möglichen Resultate solcher interkultureller Kontaktnahmen erweisen sich als keineswegs so eindeutig, wie die Annahmen der meisten Ethnologen erwarten ließen: Vor die Wahl gestellt, unter dem Druck staatlicher Gesetze und Verwaltungsregime ihre Lebensweise völlig aufzugeben oder einen Teil ihrer Lebenszeit in die Selbstdarstellung der kulturellen Traditionen zu investieren, bedeutet die zweite Option zumindest im besten Fall einen Gestaltungsspielraum für Menschen und Kollektive, die sich der Landflucht und dem oktroyierten Kulturverlust widersetzen. Die Dokumentation „Himba, Buschmänner und Löwen“ nimmt das Ethno-Marketing in Namibia als Beispiel eines weltweiten Trends im Umgang mit „exotischen“ indigenen Kulturen ins Visier. Sie geht der Frage nach, wie sich das Leben in einem „Lebenden Museum“ oder in einem „Kulturdorf“ anfühlt: Was bedeutet diese Form der kommerziellen Verwertung kultureller Kompetenzen und ethnischer Geschichte für die betroffenen Menschen? Handelt es sich tatsächlich um eine – wenn auch ambivalente – Chance, nach mehr oder weniger eigenen Kriterien unter Bewahrung der eigenen Traditionen zu überleben? Oder tendiert die eingeübte Praxis der Selbstdarstellung zu einem fortschreitenden Identitätsverlust bis hin zu einem Gefühl der kulturellen Prostitution?

3sat, 16.45 Uhr
Juwel der Elefantenküste – Afrikas Wunderland Isimangaliso
3280 Quadratkilometer am Meer mit Elefanten, Nashörnern, Büffeln, Löwen und Leoparden: der südafrikanische Nationalpark „Isimangaliso“, in der Sprache der Zulus schlicht „Wunder“. Der Küstenstreifen wurde 1999 zum ersten UNESCO-Weltnaturerbe Südafrikas erklärt. „Isimangaliso“ bietet mit seinen ausgedehnten Feuchtgebieten, Sumpflandschaften, Savannen und Küstenwäldern eine unvergleichliche Biodiversität mit entsprechender Artenvielfalt.
Elefanten kommen hier bis an die Meeresufer. Und Kleinstädte wie St. Lucia werden nachts immer wieder von Nilpferden besucht, die schon mal eine Tankstelle als Hippo-Toilette benutzen. Seit Kurzem leben auch wieder Löwen im Mkhuze-Wildreservat und vervollständigen damit die „Big Five“ neben Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard. Das Vorkommen der „Big Five“ ist aus Marketing-Gründen immens wichtig, schließlich will „Isimangaliso“ mittelfristig dem berühmten Krüger-Nationalpark ernsthaft Konkurrenz machen. Von der touristischen Erschließung des Gebiets sollen nicht nur die großen Handelsketten profitieren: Ökotourismus gilt hier als zentrale Strategie für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz. Mit diesem Konzept werden die lokalen Gemeinschaften in die Planung und Organisation des Parks einbezogen. „Isimangaliso“ beansprucht Modellcharakter für eine künftige Entwicklungspolitik, die Naturschutz und wirtschaftliche Interessen miteinander in Einklang bringen will. Die ansässige Bevölkerung soll das „Juwel der Elefantenküste“ als Lebensgrundlage auch für kommende Generationen verstehen und für seinen nachhaltigen Schutz Sorge tragen.

3sat, 17.35 Uhr
Im Reich der Königselefanten – Das Tembe
Wildreservat in Südafrika
Das Tembe-Wildreservat gilt als Zufluchtsort der letzten Giganten: Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Das 300 Quadratkilometer große Reservat wurde vom König der Tembe begründet. Der „Tembe Elephant Park“ im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik soll aber nicht nur den „Königselefanten“ Schutz, sondern auch der lokalen Bevölkerung eine Lebensgrundlage bieten. Mit Jobs im Ökotourismus trägt das Projekt zur Armutsbekämpfung bei. Der „Tembe Elephant Park“ gilt als die afrikanische Heimat der letzten Giganten. Nach Ansicht vieler Zoologen ist das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze Südafrikas zu Mosambik einer der wenigen sicheren Rückzugsorte für die „Great Tuskers“. Ein Blick auf die Giganten genügt, um zu wissen, warum sie auch als „Königselefanten“ bezeichnet werden. Aber die Metapher passt noch aus einem zweiten Grund: Das Wildreservat wurde von einem König gegründet, dem Vater von Inkosi Israel Tembe, dem heutigen Chief der Tembe-Gemeinschaft. Der Stamm vom Volk der Tonga, der hier seit Generationen beheimatet ist, verwaltet den Park gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Das ist von großer ökonomischer Bedeutung, weil das Grenzgebiet zu Mosambik von besonderer Armut geprägt ist. In dieser entlegenen Region von KwaZulu-Natal stehen die landwirtschaftlich interessantesten Flächen an der Küste unter strengem Naturschutz. Dort, wo Ackerbau betrieben werden durfte, entwickelten sich die Elefanten zum größten Problem. Sie bedrohten vor allem nachts die Felder – und damit letztlich auch die ansässige Bevölkerung, die die Früchte ihrer Arbeit mit allen Mitteln verteidigen wollte. Blutige Konflikte zwischen Mensch und Wildtier mit großen Verlusten für beide Seiten waren die logische Konsequenz. Mit der Gründung des „Tembe Elephant Park“ 1983 wandelte sich die Bedeutung der Elefanten vom Problemfall zum Zukunftspotenzial. Mittlerweile lebt die Tembe-Gemeinschaft zu einem guten Teil von „ihren“ Elefanten und hat die geeigneten Schutzmaßnahmen sowohl für die umliegenden Dörfer als auch für die Wildtiere getroffen. Der regierende König hat die Attraktivität des Wildparks durch die Wiederansiedlung der vor langer Zeit durch Jagd ausgerotteten Löwen wesentlich erhöht. Jetzt ist der „Tembe Elephant Park“ ein vollwertiges „Big-Five-Reservat“, das neben seinen berühmten „Königselefanten“ auch Nashörnern, Büffeln, Leoparden und eben den „Königslöwen“ als Neuankömmlingen Schutz gewährt. Mit der starken Einbeziehung der Lokalbevölkerung gilt das einzigartige Projekt als Modell für Naturschutz, Erhaltung der Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung.

Samstag, 13. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Bärengeschwister – Das neue Zuhause
Außergewöhnliche und seltene Bilder zeigen, wie die jungen Bären ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie von ihrer „Ersatzmutter“ lernen, aber auch was an Wissen bereits in ihren Genen steckt. Die witzigen und überraschenden Situationen, in die die drei geraten, machen den Film zu einem unterhaltsamen und spannenden Abenteuer. Die jungen Bären sind nun schon richtig groß. Immer mehr entfernen sie sich von Vaclav Chaloupek, der die Bärenwaisen aufgezogen hat. Je älter die Bären werden, umso schwieriger wird es, die beiden auf ihren abenteuerlichen Streifzügen durch den fast unberührten Böhmerwald zu bändigen. Vor allem, wenn ihnen doch einmal fremde Menschen begegnen. Die Bärengeschwister sind nicht aggressiv, aber sie haben Menschen gegenüber keine Scheu. Das könnte ihnen irgendwann zum Verhängnis werden. Weil Bären so unglaublich klug sind, gelingt es ihnen schnell, sich in einer durch Menschen geprägten Umwelt zurechtzufinden. Aber mehr noch, sie akzeptieren ihre besondere Situation nicht nur, sie fühlen sich anscheinend auch noch sehr wohl. Ein Zeichen dafür, wie anpassungsfähig Bären sind. Seltene Filmaufnahmen dokumentieren, wie die Bären ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie lernen, und was an Wissen bereits in ihren Genen steckt.

Bayerisches Fernsehen, 17.05 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? Denn eines ist klar: Unseren Tieren soll es gutgehen! „Frei Schnauze – Das Tiermagazin“ ist schon vor Ausstrahlung der jeweiligen Folge in der BR Mediathek zu sehen und dann 12 Monate lang verfügbar.

Sonntag, 14. Oktober

3sat, 13.05 Uhr
Der Wolf kommt zurück
Film von Ulli Wolf
Ehemalige Beutegreifer wie Wölfe kehren in unsere Wälder zurück. Während sie bei Naturschutzorganisationen höchst willkommen sind, ist die Landwirtschaft alles andere als begeistert darüber. Manche Almen werden nicht mehr bewirtschaftet, weil so viele Schafe gerissen wurden. In Deutschland und der Schweiz gibt es schon Nachtwachen wegen Wölfen, und in Österreich haben sich etliche Expertenrunden gegründet, um Lösungen für das „Problem Wolf“ zu finden. Seine Kraft, seine Schlauheit, seine Scheuheit haben ihn zu einem Fabelwesen gemacht. Einst am Rande der Ausrottung, kehrt er nun wieder in unsere Wälder zurück – Canis Lupus, der Wolf. Aber nicht nur seine, sondern auch die Rückkehr von Fischottern und Bibern sorgt zwar bei Wildbiologen und Umweltschützern für Freude über die Bereicherung der Artenvielfalt, bei einem Teil der Bevölkerung aber sorgt die ungewohnte Artenvielfalt für Unbehagen – doch diese Tiere haben einst bei uns in freier Wildbahn gelebt. Wolf & Co. faszinieren im Zoo, doch kaum tauchen sie in freier Natur auf – in ihrem ursprünglichen Lebensraum – reagieren viele Menschen mit Skepsis. Bauern fürchten die Rückkehr des Wolfs – manche Almen werden deshalb gar nicht mehr bewirtschaftet, Fischer sehen im Fischotter ein Problem, Forstwirte haben mit dem Biber keine Freude. Die Wildtiere kommen zurück um zu bleiben – aber haben sie Platz in unserer heutigen Kulturlandschaft?

TV-Programm 15.10. - 21.10.2018

Montag, 15. Oktober

3sat, 6.05 Uhr
Kenia: Kein Platz für wilde Tiere
Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

Dienstag, 16. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Kragenbären im Tigerwald
Ein Projekt zur Rettung des Kragenbären in Südostsibirien
Der Bestand des Kragenbären in Südostsibirien schrumpft unaufhaltsam. Als der Forscher Alex Sedow in seinem Pachtwald keine Kragenbären mehr findet, befürchtet er, dass sie abgewandert sind. Sowohl Futtermangel als auch ihr Erzfeind, der Amur-Tiger, könnten sie vertrieben haben. Weil er sich Sorgen um ihren Fortbestand macht, startet Alex eine Expedition in die Taiga: Wo mag es die geschickten Kletterer hin verschlagen haben? Seine Suche ist ein lebensgefährliches und mühsames Unterfangen, das ihn tief in das unwegsame Dickicht Ussuriens führt. Ganz unerwartet taucht im Lager zumindest ein verlassener Kragenbär auf: ein entkräftetes und verwaistes Jungtier. Um ihm zu helfen, bringt Alex es zu einer Auffangstation, in der es wieder zu Kräften kommt. Doch die Hoffnung des Forschers ist es, auch die übrige Bärenpopulation zu finden. Nach und nach entdeckt er, wo es genügend Futter gibt. Tatsächlich findet er dort auch Bärenspuren. Die Aufnahmen seiner Kamerafalle bestätigen ihm schließlich, dass die Kragenbären in den Wald zurückkehren. Erleichtert stellt Alex fest, dass sie ihr Refugium also nicht aufgegeben haben, sondern es wieder bevölkern und sich auch vom Amur-Tiger nicht verdrängen lassen. Nun kann also auch das Bärenjunge, das sich mittlerweile gut erholt hat, ausgewildert werden und unter seinesgleichen ein hoffentlich langes und ungestörtes Leben führen.

Mittwoch, 17. Oktober

SWR Fernsehen, 11.15 Uhr
Planet Wissen
Mein Hund und ich – Tipps von Martin Rütter
Kein anderes Haustier ist so treu ergeben wie der Hund. Kein Wunder also, dass sechs bis sieben Millionen Hunde in deutschen Haushalten leben. Doch bei aller Liebe ist längst nicht jede Mensch-Hund-Beziehung perfekt: Hunde, die beim Gassi gehen weglaufen, auf Rufen nicht reagieren oder gegenüber Artgenossen aggressiv werden, sind nicht selten. „Alles eine Frage der richtigen Erziehung“, sagt Hundetrainer Martin Rütter. Der Tierpsychologe und Entertainer erklärt, in welche Erziehungsfallen Hundehalter besonders häufig tappen und wie es mit der Verständigung klappt.

Donnerstag, 18. Oktober

SWR Fernsehen, 7.00 Uhr
Luchsmord – Tatort-Kommissar Andreas Hoppe ermittelt
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Es gibt Hinweise, dass Täter bekannt sind. Doch bis heute können sie nicht überführt werden. Ein Naturkrimi, der bittere Realität ist und den Naturschützer und Tatortkommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Dort trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Bis ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder auftaucht. Plötzlich führt die Spurensuche zur Pelzmafia. Aber auch Jägerschaft und ermittelnde Behörden geraten in die Kritik.

SWR Fernsehen, 7.15 Uhr
Raubtiere des Waldes
Wolfsgeheul im Schwarzwald? Undenkbar. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Raubtiere unserer Wälder systematisch verfolgt – Wolf und Braunbär in Deutschland gar komplett ausgerottet. Seither ist das ökologische Gleichgewicht der Wälder gestört, und der Mensch muss regulierend eingreifen – Jäger als Wolf-Ersatz. Der Film stellt die wichtigsten Raubtiere des Waldes vor – Wolf, Luchs, Fuchs, Dachs, Baummarder und Braunbär. Er erzählt auch von der Hoffnung, dass durch gezielte Wiederansiedlungsprojekte oder heimliche Einwanderer vielleicht doch wieder einmal Wolfsgeheul im deutschen Wald zu hören sein wird – auch außerhalb von Wildparks.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland – Die Uckermark
Tierfilmer Christoph Hauschild porträtiert die wohl einsamste Region Deutschlands, die Uckermark, und gibt seltene Einblicke in die Natur.
Seen und Sölle, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen – das ist die Uckermark im Nordosten Brandenburgs. Die Uckermark ist mit mehr als 3.000 Quadratkilometern der größte Landkreis Deutschlands. 60 Prozent der Uckermark stehen unter Schutz – im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Süden, im Nationalpark Unteres Odertal im Osten und im Naturpark Uckermärkische Seen im Nordwesten. Wie auf einer Arche trifft man in der Uckermark auf besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in Flüssen nach Forellen und Neunaugen, es gibt Biber, Dachse, Marderhunde und Füchse leben mit Hirschen und Rehen in der Feldmark. Vor allem aber ist die Uckermark die Kranichmetropole Europas. In naturbelassenen Wäldern rund ums Plagefenn, dem ältesten Naturschutzgebiet Deutschlands, finden die eindrucksvollen Vögel beste Bedingungen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Gefühlvoll setzt Filmautor Christoph Hauschild die Uckermark in Szene. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die Region aus luftiger Perspektive, extreme HD-Zeitlupen von Kranichen, Fischadlern oder Fledermäusen sowie aufwendige Zeitrafferaufnahmen gewähren Einblicke in das Leben der Tiere und verleihen dem Film den besonderen Hochglanzlook.

Freitag, 19. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Big Five Südamerika – Der Riesenotter
Fünf Expeditionen machen sich auf, um die Big Five Südamerikas aufzuspüren, fünf seltene und für den Kontinent charakteristische Tierarten. Dabei dringen sie in eine faszinierende, geheimnisvolle Welt weitab des Vertrauten vor. Die Expeditionsteilnehmer – Biologen und Artenschützer, einheimische Führer und ein Filmteam – beschreiten einen mühevollen Weg und lassen die letzten Siedlungen weit hinter sich. Die Expedition führt ins Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Peru. Mit Proviant für mehrere Wochen, 300 Kilogramm Filmausrüstung und einigen Fässern Benzin macht sich das Kamerateam auf den Weg zum Manu-Nationalpark. Mit dem Boot geht es flussaufwärts ins Quellgebiet des Amazonas. Das Ziel sind die Riesenotter in den Altarmen des Rio Manu. Und tatsächlich gelingt es, eine Familie dieser kräftigen und eleganten Fischjäger aus nächster Nähe zu beobachten, und zwar sowohl bei der Aufzucht ihrer Neugeborenen als auch bei ihren Konfrontationen mit den allgegenwärtigen Kaimanen. Aus diesen Kämpfen gehen häufig ganz unerwartete Sieger hervor. Die weltweite Zerstörung der natürlichen Lebensräume von Wildtieren macht auch vor Peru nicht Halt. Geführt von Wissenschaftlern der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, gelingt es dem Filmteam, die zerstörerischen Auswirkungen der Goldgräberei im Land zu dokumentieren. Der durch den aktuellen Run auf Gold angefachte rücksichtslose Abbau des Edelmetalls wirkt sich auch auf die Lebensbedingungen der Riesenotter aus. So beobachtet die Expedition einen Solitario, einen Riesenotter, der seine Familie verlassen hat und auf der Suche nach einer neuen Heimat nicht mehr weiterzukommen scheint. Aufgehalten wird er von abgelagerten Giften, Zerstörung der Natur sowie von Menschen und ihren Hunden, die Jagd auf den Otter machen. Für das Überleben der Tiere im Tiefland von Peru wird entscheidend sein, ob es ihnen gelingt, wenn sie im Alter von zwei bis drei Jahren ihre Familie verlassen müssen, diese neuen Barrieren zu überwinden.

3sat, 13.20 Uhr
Naturerbe Afrika
Gegensätze, wie sie größer wohl kaum sein können, bestimmen die Natur Afrikas. Durch seine Lage und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. In der südlichen Sahara finden sich mit dem Aïr-Gebirge und der Wüste Ténéré extrem gegensätzliche Landschaftsformen. Eine menschenfeindliche Mondlandschaft, bizarr und schroff, sowie ockerfarbene Dünen mit stetig wechselnden Formen. Tansania mit seinen berühmten UNESCO-Welterbestätten Serengeti, Ngorongoro und Kilimandscharo ist so etwas wie das Bilderbuch Afrikas und weckt die Sehnsucht vieler Europäer nach einer intakten Natur.

3sat, 14.05 Uhr
Namibia – Im Etosha Nationalpark
Der berühmte Etosha-Nationalpark im Norden Namibias zieht Touristen aus aller Welt an. Der Film begleitet den Tierarzt von Etosha und eine Gruppe von Rangern bei ihren Einsätzen im Gelände. Bereits 1907 gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch Etosha ist beileibe keine heile Welt: Auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Umso wichtiger ist es, die Anwohner ins Park-Management einzubeziehen. „Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht“, so Tierarzt Mark Jago, „kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden.“ Der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht: Namibia ist Vorreiter beim Tier- und Naturschutz in Afrika. Der Bestand vom Aussterben bedrohter Arten wie etwa dem Breitmaulnashorn ist seit Jahren stabil. Die Wilderei wurde erfolgreich eingedämmt. Der Film führt auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt. Das Kerngebiet des Etosha-Parks war einst ihr Territorium, bevor ein Großteil von ihnen in Reservate verbannt wurde. Traditionell leben sie als Jäger und Sammler.

3sat, 14.50 Uhr
Faszination Afrika
Namibia – Der Mythos der Buschleute
Xau und Ghabbo sind Jäger aus dem Volk der San, die im südlichen Afrika leben. Eines Tages verlassen beide ihr Dorf Richtung Westen, um das Land ihrer Urväter zu suchen. Der Film nimmt die Erzählung eines alten San zum Anlass, um eine Reise durch Namibia vom Innern der Kalahari-Wüste bis zum Atlantischen Ozean aus der Perspektive der Ureinwohner Afrikas mit der Kamera zu verfolgen. Die San sind, genetisch betrachtet, die letzten noch lebenden direkten Verwandten unserer Urahnen. Damit erlauben sie einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der menschlichen Evolution. Heute droht nun die Kultur der San im Zuge der Globalisierung völlig unterzugehen und in Vergessenheit zu geraten. Der Film macht die traditionelle Lebensweise der San und ihr ganz spezielles Weltbild nachvollziehbar und erlebbar. Gleichzeitig porträtiert er eines der schönsten Länder Afrikas: Namibia. Dabei geht es 2000 Kilometer durch faszinierende, bizarre, manchmal surreale Landschaften mit einer vielfältigen Fauna und Flora.

Samstag, 20. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 17.00 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? Denn eines ist klar: Unseren Tieren soll es gutgehen!

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
TIERE TOTAL: Von Grzimek bis zum Katzenvideo
Wir alle sind begeistert von Tieren, egal ob sie in freier Wildbahn leben oder bei uns Zuhause. Doch woher kommt diese Faszination? Wir begeben uns auf Spurensuche durch über sechzig Jahre Tiere im Fernsehen und zeigen, welche verrückten Geschichten Menschen mit Tieren erlebt haben und versuchen zu ergründen, was an den Geschichten so toll ist: Warum wurde Knut der Eisbär weltweit bekannt? Was passiert, wenn man einen Gepard mit ins Studio bringt? Was hat Heino mit Robbenbabys zu tun? Und warum sind Katzen im Internet so populär? Die WDR-Sendung „TIERE TOTAL: Von Grzimek bis zum Katzenvideo“ ist eine Reise durch die Geschichte der Tierdokumentation mit fachmännischen Reiseleitern, wie Andreas Kieling, Joyce Ilg, Hannes Jaenicke, Shary Reeves, Oli P., Kate Kitchenham, Theo Pagel, Simone Sombecki und Wiwaldi mit Horst Pferdinand.

Sonntag, 21. Oktober

3sat, 13.05 Uhr
Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete „Cumberland Wildtierpark“. Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappe hautnah erleben.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Alaskas Bären (1)
Ein Sommer unter Grizzlys
Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reist der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5000 Kilometer durch den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In der nahezu unberührten Küstenlandschaft der Alaska-Halbinsel trifft er auf eine außergewöhnliche Grizzly-Gesellschaft. Auf engem Raum leben hier so viele Braunbären zusammen wie nirgendwo sonst. Bärenmutter Nadie führt ihre beiden im Frühjahr geborenen Jungen durch die üppigen Seggenwiesen. Lauter neue Eindrücke für die Grizzlykinder: die Grashalme, die Düfte, die vielen Artgenossen. Jeden Tag lernen sie dazu. Während der Paarungszeit muss sich die Familie ihren Weg durch die gefährliche Kampfzone der Rivalen bahnen. Aus sicherer Entfernung beobachten die Kleinen, wie in der Arena am Fluss kolossale Männchen ihre Kräfte messen. Im Juli füllt sich der Strom langsam mit Lachsen, die zu ihren Laichgewässern landeinwärts streben. Für die Grizzlys eine Zeit des Überflusses, aber auch der Konflikte. Es gibt Streit um die besten Fangplätze. Nur resolute Tiere wie Nadie kommen voll auf ihre Kosten. Oft setzt sich die erfahrene Mutter gegen Männchen durch, die doppelt so groß sind wie sie. Gut für ihre Jungen: Dank vieler frischer, fettreicher Mahlzeiten sind sie am Ende der Saison gesund und kugelrund. Die langen Wintermonate werden die drei Bären in ihrer Schlafhöhle gut überstehen.

TV-Programm 22.10. - 28.10.2018

Montag, 22. Oktober

3sat, 13.20 Uhr
Wildes Halle
Wels in der Saale und Falke im Turm
Die Fauna in und rund um die Saale ist äußerst vielfältig. Dort sind Biber, Wanderfalken, angesiedelte Welse, Rehe, Fledermäuse und Krähen heimisch. Anfang der 1990er-Jahre haben Fischer in der Saale Welse wiederangesiedelt, nachdem es 40 Jahre lang unterhalb der Chemiestandorte Leuna und Buna keine mehr gab. Sie gedeihen gut. Manche Exemplare bringen es auf stattliche zwei Meter. Die Nutrias in der Saale freuen sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen. Andernorts überstehen die eingebürgerten Südamerikaner den mitteleuropäischen Winter oft nicht. In Halle haben sie es leichter: Viele Leute bringen den Nagern Futter ans Ufer. Man kann es ihnen nicht verdenken – mit einer Möhre zwischen den Pfoten sehen die auch als Biberratte bezeichneten Tiere einfach putzig aus.Sobald sich die letzten Nachtfröste verzogen haben, starten Tausende Kröten von der Insel Peißnitz durch die Wilde Saale zu ihren Laichgewässern, den Kreuzer Teichen im Amselgrund. Hier sind sie einst geschlüpft, und nichts bringt sie davon ab, hierher zurückzukehren, um ihrerseits für Nachwuchs zu sorgen. In 30 Metern Höhe ziehen Wanderfalken an einer Industrieanlage ihre Jungen auf. Sie haben den „Kunstfelsen“ im flachen Land um Halle für sich ausgesucht. Hauptsache, die Übersicht stimmt. Die großen Greife stehen unter besonderer Beobachtung engagierter Naturschützer. Ihre kleineren Verwandten, die Turmfalken, nisten direkt im Stadtzentrum. Über dem Halleschen Markt kreisen sie um den Roten Turm. Hoch über der Saale thront die Burg Giebichenstein. In einem alten Taubenschlag innerhalb der Burgmauern dienen verwilderte Haustauben der Wissenschaft. Ihre Eier werden auf Umweltgifte untersucht, die die Tauben mit der Nahrung aufnehmen. In Halle-Neustadt haben ihre Artgenossen leer stehende Hochhäuser „besetzt“. Ursprünglich Felsbrüter, besiedeln diese Vögel gern Balkone und Nischen in den Häuserschluchten. Viele Tiere haben die grünen Inseln der Saalestadt für sich entdeckt: Rehe ein Wäldchen an einer Schnellstraße, Mopsfledermäuse die Dölauer Heide und Tausende Saatkrähen aus Europas Nordosten finden ihre Schlafbäume im Winter auf Ziegelwiese und Peißnitz.

3sat, 15.35 Uhr
Wilde Heimat: Der Herbst
Im Herbst legt sich Nebel über Flüsse und Seen, die Wälder leuchten farbenprächtig im Sonnenlicht. In dieser Jahreszeit zeigt sich die Natur noch einmal von ihrer verschwenderischen Seite. In der Herbstzeit reifen die meisten Früchte. Menschen und Tiere nutzen seit jeher den Überfluss, um Vorräte für den Winter anzulegen. So suchen Eichhörnchen und Mäuse den Wald unermüdlich nach Nahrung ab. Schließlich beginnt noch die kräftezehrende Paarungszeit. Bei Wildschweinen, Hirschen und Gämsen kämpfen die Männchen spektakulär und nicht selten bis aufs Blut um das Vorrecht bei den Weibchen.

3sat, 16.15 Uhr
Wilde Heimat: Der Winter
Der Winter ist für die Tierwelt die härteste Zeit des Jahres. Die Tage sind kurz und dunkel, Schnee und Eis überziehen Land und Gewässer. Adler, Luchs und Fuchs finden immer schwerer Beute. Oft hängt ihr Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert. Doch es gibt auch Tiere, die ausgerechnet in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen, wie zum Beispiel Kreuzschnäbel. Und an der Nordseeküste kommen zur Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt. Im Südwesten Deutschlands wird es schon im März merklich wärmer. Feldhasen beginnen mit der Paarung, und Wildschweine haben bereits Nachwuchs. Die Hochalpen sind dagegen noch weit über den Winter hinaus von Schnee bedeckt. So manche Lawine bringt eine Gams ums Leben, und Kolkraben wie Steinadler bekommen ihre Chance.

Dienstag, 23. Oktober

SWR Fernsehen, 18.15 Uhr
MENSCH LEUTE
Vanessa und ihre Raubvögel – Flugversuche als Falknerin
Vanessa Müller ist Biologin, Jägerin, Falknerin. Die 31-Jährige betreibt eine eigene Falknerei in Weil im Schönbuch. Das Interesse an ihr ist groß, doch kann sie davon auch leben? Der SWR begleitet sie mit der Kamera, wenn sie ihre Raubvögel bei Kindergeburtstagen, bei Flugschauen und Hochzeiten präsentiert. Vor gut zwei Jahren machte sich die studierte Biologin selbstständig und eröffnete ihre „Garuda Falknerei“. Raubvögel bedeuten ihr alles, die Liebe zu den Tieren will sie auch anderen vermitteln. „Mit dem Kennenlernen kommt das Schützenwollen“, sagt sie. Für ihre Auftritte bei Hochzeiten, Mittelalter-Märkten oder in Schulen trainiert die jüngste Falknerin in Baden-Württemberg jeden Tag drei bis vier Stunden mit den Tieren. Auch gegen Tauben setzt sie ihre Raubvögel ein. Sie greifen an, wenn Schusswaffen oder Gift nicht erlaubt oder unwirksam sind. Vanessa Müller verbringt nahezu jeden Tag von früh bis spät mit ihren Schützlingen. Sie lebt für ihren Job, der ursprünglich nur ein Hobby sein sollte. Doch selbst das trauten ihr alteingesessene Falkner aufgrund ihrer Jugend und ihrer schmächtigen Figur nicht zu. Mittlerweile bildet sie selbst aus – darunter auch Herren um die Vierzig, die bei ihr das Falknerhandwerk lernen.

Mittwoch, 24. Oktober

arte, 7.15 Uhr
360° Geo Reportage
Die Bärenhunde von Nevada
Ein Bär auf der Veranda auf Futtersuche bei den Menschen. Das kann gefährlich werden – für Mensch und Tier. Damit solche Bären nicht abgeschossen werden müssen, hat sich Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey eine friedlichere Lösung ausgedacht: Er fängt sie ein und verpasst ihnen mit seinen Karelischen Bärenhunden einen solchen Schrecken, dass sie lange nicht wiederkommen. „360° Geo Reportage“ hat den Bären-Biologen bei seiner Arbeit begleitet. Es ist der Müll, der die Schwarzbären im US-Bundesstaat Nevada in die Siedlungen lockt. Wenn in der Natur das Futter knapp wird, finden sie hier immer etwas. Die Tiere flüchten meist, sobald sie auf Menschen treffen, doch ein Bär kann auch schon mal angreifen. Vielerorts werden Bären einfach abgeschossen, wenn sie den Menschen zu nahe kommen. Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey hat eine friedlichere Lösung gefunden, um die Bären auf Abstand zu halten. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn, wie er sie einfängt und abseits der Siedlungen wieder frei lässt. Die wichtigsten Helfer dabei: seine Karelischen Bärenhunde. Sie jagen die Bären mit aggressivem Bellen wieder zurück in den Wald. Das Fenster ist ausgehebelt, der Kühlschrank hat Kratzer, die Bewohnerin ist aufgelöst. Ein Bär ist nachts in ihr Haus eingestiegen und hat Käse und Getränkedosen auf dem Fußboden verteilt. Eine bedrohliche Situation. Deshalb stellen Lackey und seine Mitarbeiterin eine Bärenfalle auf, in der ein Köder den Bären anlockt. Greift dieser danach, schnappt die Falle zu. Ein paar Nächte später sitzt schon ein 200-Kilo-Koloss in der Falle. Er darf zurück in die Freiheit, aber er soll lernen, die Menschen wieder als Gefahr wahrzunehmen und nicht als Nahrungsquelle. Diese Lektion verpassen ihm die Karelischen Bärenhunde. Der Bär ist in Panik, als er aus der Falle springt. Die Hunde hetzen ihn mit ihrem furchterregenden Gebell bis zum nächsten Baum. Dort klettert er hinauf. Er wird erst in Stunden wieder herunterkommen, völlig verängstigt, aber am Leben.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildkatzen
Versteckt in Deutschlands Wäldern
Sie ist scheu und geheimnisvoll wie kaum ein anderes Tier – die Europäische Wildkatze. Es gibt kaum noch große und zusammenhängende Laub- und Mischwälder, in deren Schutz Wildkatzen ungestört leben können. Diese Naturdokumentation erzählt vom heimlichen Leben der Wildkatze in der Eifel – von der Jungenaufzucht im Frühjahr bis zur schwierigen Mäusejagd im Winter. Fast unsichtbar schleicht sie durch die Wälder der Eifel – heute wie vor Jahrtausenden. Wildkatzen waren einst in fast allen mitteleuropäischen Wäldern zu Hause, doch über die Jahrhunderte sind sie vielerorts verschwunden. Wildkatzen haben es im Winter schwer: Es ist so gut wie unmöglich, Mäuse unter der Schneedecke zu erjagen. Wo es Baumhöhlen zum Schlafen, Hecken zum Verstecken und Lichtungen zum Jagen gibt, fühlen sie sich wohl. Am Waldrand gehen sie auf die Jagd, hauptsächlich nachts und in der Dämmerung. Wildkatzen sind Einzelgänger. Allein durchstreifen sie die Wälder, einen Partner dulden sie nur zur Paarungszeit. Die jungen Kätzchen zieht nur die Mutter auf. Wenn sie im Herbst selbstständig werden und die Konkurrenz unter den Geschwistern überhandnimmt, machen die Jungtiere sich auf die Suche nach einem eigenen Revier – falls sie es lebend über die nächste Straße schaffen. Trotz aller Bemühungen, die seltenen Tiere zu schützen, geraten oft schon Wildkatzenjunge in Lebensgefahr: Wenn Waldarbeiten oder Spaziergänger eine Wildkatzenfamilie aufschrecken, gehen immer wieder Jungtiere verloren – und landen oft als vermeintliche Hauskatzen beim Menschen. Solche Findelkinder sehen niedlich aus, lassen sich jedoch nicht zähmen. Mit ein bisschen Glück landen die Findlinge in einer Auffangstation für Wildkatzen, wo sich Biologen um sie kümmern: Sie päppeln die Katzen auf und bereiten sie auf das Leben im Wald vor. Wenn eine Wildkatze die alltäglichen Gefahren und den ersten Winter gut übersteht, hat sie gute Chancen, sich ein eigenes Revier zu erobern – gut versteckt in Deutschlands Wäldern.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Die Südheide
Wälder, Wiesen, weites Land
Wälder und Felder, Moore und Heide, Schäfer und Schnucken: Das sind die Merkmale einer Landschaft, die schon vor 100 Jahren vom Heimatdichter Hermann Löns wegen ihrer Urwüchsigkeit gepriesen wurde. Dabei ist die Region im Städtedreieck Celle, Walsrode und Uelzen alles andere als naturbelassen. Jahrhundertelang wurde sie von Heidebauern geprägt und als norddeutsche Kulturlandschaft geformt. Das Geheimnis des knapp 500 Quadratkilometer großen Naturparks Südheide liegt in seiner Vielgestaltigkeit: Böden, Geologie und Relief haben ihren Ursprung in der Eiszeit. Vielerorts durchfließen malerische Bäche die Landschaft, die ihre Quellen in zahlreichen Heidemooren haben. Die ausgedehnten Wälder sind Rückzugsgebiete für Wildschweine und Dachse. In klaren Heidebächen jagen Fischotter und scheue Schwarzstörche nach Forellen und Neunaugen. Wichtiger Bestandteil der Südheide sind die unzugänglichen Moore, in denen Kraniche, gut geschützt vor Feinden, ihren Nachwuchs großziehen. Kreuzotter und die selten gewordenen Birkhühner hingegen fühlen sich auf den sandigen Heideflächen wohl, die der Region ihren Namen verdankt. Die Dokumentation „Die Südheide“ erzählt von einem fast unbekannten Landstrich, der vom Menschen seit Jahrhunderten stark beeinflusst und dennoch vielgestaltig ist. Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene. Flugaufnahmen zeigen die Region aus der Luftperspektive, extreme HD-Zeitlupen von Birkhühnern, Wildschweinen und Rehen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Herzen Niedersachsens.

MDR Fernsehen, 20.45 Uhr
Sündenbock Wildschwein – Panikmache oder echte Gefahr?
Der Wildschwein-Bestand in Deutschland explodiert. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Schadensmeldungen – trotz intensivster Bejagung. Allein in Sachsen-Anhalt erlegten die Jäger im aktuellen Jagdjahr knapp 50.000 Wildschweine – die höchste je erzielte Strecke. Das stört die Ausbreitung des Borstenviehs kaum: „Man wird die Schweine nicht wegbekommen. Da hat man keine Chance. Man kann nur probieren, die Bestände irgendwie im Griff zu behalten“, so Hans-Joachim Geyer von der Glücksburg Agrar e.G. Das hat menschgemachte Gründe: Wildschweine lieben Mais und weil die Anbaufläche ständig wächst, vermehren sich die Tiere stark. Seit 2010 wuchs die Maisanbaufläche um fast 300.000 Hektar. Denn Mais wird zunehmend als Energiequelle für Biogas-Anlagen eingesetzt, der Anbau von der EU stark gefördert. Das hat Schattenseiten. Fast täglich gibt es neue Meldungen von verwüsteten Feldern, Äckern oder Kleingärten. Auf der Suche nach Nahrung dringen die Wildtiere bis in die Stadtzentren von Leipzig, Magdeburg oder Dessau vor. Und die Wildschweine bringen noch eine weitere Gefahr mit. Bauern fürchten die Afrikanische Schweinepest. „Die Angst ist sehr groß, weil die Unsicherheit groß ist. Wann kommt sie und wo wird sie zuerst auftreten? Wir leben hier in einer direkten Nähe zu Polen. Und dann liegt noch die A4 um die Ecke. Da sind die Gefahren sehr groß, dass Krankheit hier zuerst auftreten könnte“, meint Swen Jatzke, Schweinezüchter in Sachsen. Obwohl sie für den Menschen ungefährlich ist, hätte die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Die Verluste könnten in die Milliarden gehen. „Dann müssten alle Schweine im Sperrbezirk getötet werden… und auch entsprechend entsorgt. Da werden noch Lösungen gefunden werden müssen“, so Silke Breske, Fachtierärztin für Schweine. Bauern, Jäger und viele Kommunen fordern von der Politik, mit Prämien für abgeschossene Wildschweine gegen die drohende Seuche vorzugehen. Experten bezeichnen das als Panikmache. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Afrikanische Schweinepest zu uns kommt, hat weniger mit den Wildschweinen zu tun, sondern mit uns Menschen. Im Wesentlichen verbreitet sich die Krankheit über weggeworfene Nahrungsreste, zum Beispiel an Autobahn-Raststätten“, so Prof. Sven Herzog, Wildtierökologe an der TU-Dresden. Sündenbock Wildschwein – Panikmache oder echte Gefahr? Dieser Frage geht „Exakt – die Story“ nach. Die Autoren sprechen mit Betroffenen, begleiten Jäger, befragen Experten und blicken findigen Tüftlern über die Schultern, die an neuen Methoden zur Abwehr von Wildschweinen arbeiten.

Donnerstag, 25. Oktober

3sat, 12.15 Uhr
Die Alpen
Schweizer Berge neu entdeckt
Das Wappentier des Kantons Graubünden ist der Steinbock, ein Überlebenskünstler, der auf den kargen Grasflächen oberhalb der Waldgrenze zu Hause ist. Lange Zeit war er im Alpenraum ausgestorben. Erst durch gezielte Wiederansiedlung kehrten rund 300 Steinböcke in den Schweizerischen Nationalpark im Kanton Graubünden zurück, behütet von der Wildbiologin Seraina Campell Andri.

3sat, 14.50 Uhr
Goldgräber und Grizzlybären
Unterwegs in West-Kanada
Filmautorin Monika Birk reist nach West-Kanada, ins Land der Bären, der endlosen Wälder, unzähliger Seen, rauschender Flüsse und der Goldgräber.

3sat, 15.35 Uhr
Die Spur des Bären
Thomas Roth durchreist Kanada:
Thomas Roth durchreist Kanada: Er startet in der Arktis, durchquert die Nordwestpassage, stößt auf dem Yukon in Kanadas Herz vor und fliegt zu den pazifischen Inseln ganz im Westen.

Freitag, 26. Oktober

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Naturparadies Skandinavien
Skandinaviens Besonderheiten sind die weiten, unberührten Landschaften und die große Artenvielfalt. Hier gibt es noch eine große Anzahl von Elchen, Rentieren, Rot- und Polarfüchsen und auch Wölfen. In Norwegen hat sich im Hochland Dovrefjell ein fast vollständig intaktes Ökosystem – das letzte seiner Art in Europa – erhalten. Dort leben etwa 230 Grönländische Moschusochsen. Ihre zottigen Pelze und die kräftig gehörnten Köpfe verleihen den Tieren ein imposantes Aussehen. Mit dem dichten, langhaarigen Fell trotzen sie den extremsten Witterungen. In Finnland besteht noch eine Bärenpopulation von etwa tausend Exemplaren. Die Kamera begleitet eine Bärin mit ihrem vierköpfigen Nachwuchs auf ihren Streifzügen. Im Frühjahr bietet auch die Vogelwelt einzigartige Naturerlebnisse wie die spektakuläre Balz des Birkwildes und den Rastaufenthalt der Graukraniche in Schweden. Stimmungsvolle Aufnahmen von Wäldern, Mooren, Flüssen, Seen und von mächtigen Wasserfällen zeigen eindrucksvoll die ursprüngliche Landschaft.

Samstag, 27. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Waschbären-Party
Inzwischen ist Kassel die „deutsche Hauptstadt von Waschbären“, die sich nicht mehr vertreiben lassen, denn hier finden die intelligenten Tiere ideale Lebensbedingungen. Auch in anderen Bundesländern wird man künftig mit den geschickten und lernfähigen Kleinbären leben müssen. Für ihre Klugheit und die geschickten Pfoten wurden Waschbären schon in ihrer ursprünglichen Heimat, dem amerikanischen Kontinent, bewundert. Zahlreiche indianische Legenden ranken sich um die schwarz-weiße Zorro-Maske der Kleinbären, die für Dunkelheit und Licht, für das Diesseits und Jenseits stand und von verschiedenen Stämmen mit schwarz-weißer Gesichtsbemalung imitiert wurde. Aus dem indianischen Wort „Aroucun“ wurde das englische „Racoon“ für Waschbären. Da sie Allesfresser sind und bei uns kaum natürliche Feinde haben, sind sie in der deutschen „Waschbärenhauptstadt“ Kassel zu einer regelrechten Plage geworden. Die Bürger versuchen sie abzuschrecken, indem sie ihre Öko-Tonnen abschließen und Elektrozäune auf ihre Dächer montieren, damit die immer hungrigen Kleinbären kein Chaos anrichten können. Denn gelangen sie erst einmal in eine Wohnung, wird dort eine zünftige Waschbärenparty gefeiert.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Was ist nur los im Tal der Geier?
Zwei ausgewachsene Bartgeier, die ihre Kreise jahrelang über den Tälern der Alpen ziehen, sind plötzlich verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Wilderer am Werk sind. Wieder gibt es eine „Geierwalli“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Licht in das immer wiederkehrende Verschwinden der Geier zu bringen. Nicola und Tauernwind heißen zwei Bartgeier, die ihre Kreise jahrelang über den Tälern der Alpen gezogen haben. Und plötzlich sind sie verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Wilderer am Werk sind, vor allem weil dies nicht der einzige Vorfall dieser Art ist. Nina Roth-Callies hat das Projekt der Wiederansiedlung von Bartgeiern in den Alpen von Anfang an begleitet. Jetzt hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Licht in das immer wiederkehrende Verschwinden der Geier zu bringen. Und noch eine weitere Frage treibt sie um: Warum hat es in Österreich bisher kein einziges Geierpaar geschafft ein Junges aufzuziehen? Aber eine erfolgreiche Wiederansiedlung auch in Österreich, das hat sich Nina Roth-Callies als Ziel gesetzt und kämpft dafür mit dem Einsatz und Engagement einer echten „Geierwalli“.

Sonntag, 28. Oktober

3sat, 15.40 Uhr
Schladminger Bergwelten – Von Gipfeln und Gämsen
Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen. Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Ein Leopard mit kleinen Schwächen
Vor der atemberaubenden Kulisse des Okavango-Deltas in Botsuana dokumentieren die preisgekrönten Filmemacher Dereck und Beverly Joubert das Heranwachsen eines jungen Leoparden mit liebevollem Humor und faszinierenden Nahaufnahmen. Die Filmautoren verfolgen die erste Lebensphase des jungen Leoparden Dikeledi im Okavango-Delta. Schnell zeigt sich, dass Dikeledi als Leopard nicht gerade ein Naturtalent ist. Er stellt sich oft besonders ungeschickt an. Auch nach Monaten beherrscht er die Kunst des Kletterns nicht, er besitzt wenig Gespür für Balance und den Umgang mit seinen übergroßen Pranken. In einem Alter, da er längst selbst jagen sollte, lässt er sich noch immer genüsslich von der Mutter mit Nahrung versorgen. Als sein Vater im Revier erscheint, muss Dikeledi gehen. Ohne Jagderfahrung und umgeben von Hyänen, Schakalen, Geiern und Pavianen stolpert der junge Leopard zunächst von Misserfolg zu Misserfolg. Beinahe verpasst er die Chance seines Lebens, weil er zu tief schläft. Der erste eigene Riss – ein Wendepunkt. Langsam, aber sicher findet der Leopard mit den kleinen Schwächen seinen Platz in der großen, weiten Welt.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Alaskas Bären (2)
Zwischen Anchorage und Polarmeer
Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reist der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In Anchorage, der Hauptstadt Alaskas, ist die Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation fließend. Wie selbstverständlich wandert eine Schwarzbärenfamilie vom Wald über den Golfplatz in die Gärten der Wohnviertel. In „ihrem“ Revier macht es für die beiden Bärenkinder keinen Unterschied, ob sie auf einen Baum oder über einen Zaun klettern. Im riesigen, rund 240 Kilometer nördlich von Anchorage gelegenen Denali-Nationalpark wirft der Winter seine Schatten voraus. Wölfe lauern den kleinen Arktischen Zieseln auf, die sich für die kalten Monate im Bau gerade ordentliche Fettpolster anfuttern. Auch die Toklat-Grizzlys haben jetzt nur noch eines im Sinn: Beeren. Anders als ihre Verwandten an der Küste müssen die Braunbären im Inneren Alaskas ohne üppige Lachsmahlzeiten auskommen. Der Weg Richtung Polarmeer führt dann durch spektakuläre Landschaften. Moschusochsen grasen direkt am Straßenrand. Mehrere hundert Kilometer auf dem schnurgeraden Dalton-Highway weiter tauchen plötzlich die fahlen Lichter von Prudhoe Bay, der Erdölstadt am Ende des nordamerikanischen Kontinents, auf. Und bald auch die ersten Eisbären.