JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 12. August 2018.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 16.07. - 22.07.2018

Montag, 16. Juli

arte, 18.05 Uhr
Neuland
Der Wald der neuen Bäume
Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten, an denen Menschen sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und damit ein Stück „Neuland“ erschlossen haben. Es gibt sie also noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können. Einige der letzten Urwälder Europas liegen in den Karpaten, dort sind Braunbären, Wölfe und Luchse zu Hause. Doch ihr Lebensraum ist in Gefahr. Die Eigentümer verpachten Waldflächen an internationale Holzkonzerne. Die Folge: radikale Rodungen. Ein paar der letzten Urwälder Europas liegen in den Karpaten. Vor allem in Rumänien ist noch viel unangetasteter Wald zu finden. Bergmischwälder und weitläufige Wiesen, die an die Alpen erinnern, prägen die Landschaft. Tiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse sind dort zu Hause. Doch ihr Lebensraum ist in Gefahr. Die Eigentümer der Wälder verpachten ihre Flächen an große internationale Holzkonzerne. Die Folge: radikale Rodungen – die Zerstörung einer wilden Natur, die im Rest Europas ihresgleichen sucht. Doch es gibt Hoffnung: Menschen, die gegen diese Ausbeutung kämpfen. Die Foundation Conservation Carpathia (FCC) kauft in den transsilvanischen Karpaten Waldflächen, um sie vor der Abholzung zu schützen. Ihr Traum ist es, dabei zu helfen, dort einmal den größten zusammenhängenden Nationalpark Europas entstehen zu lassen. 20.000 Hektar Wald hat die Stiftung bereits erstanden. Mit internationaler Unterstützung arbeiten zahlreiche Ranger, um unter anderem erosionsgefährdete Standorte wieder aufzuforsten und Wildtierschutz zu betreiben. Man kann dort sowohl alten Urwald finden als auch Wälder in allen Stadien, die auf dem Weg zurück zum Urwald sind. Der private Rückkauf rettet den Karpaten buchstäblich das Leben. Andreas Korn besucht Menschen, für die der alte Wald eine neue Arbeits- und Lebensgrundlage geworden ist. Und er erfährt auf seiner Reise durch das wilde Transsilvanien, warum ausgerechnet der Tourismus helfen kann, zu verstehen, was es zu schützen gilt.

3sat, 20.15 Uhr
Unsere wilde Schweiz (1/4)
Das Oberengadin
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren oder Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier.

3sat, 21.05 Uhr
Unsere wilde Schweiz (2/4)
Der Vanil Noir
Nahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit. Wildhüter Patrick Romanens nimmt die Zuschauer mit auf seine Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen – weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.

Dienstag, 17. Juli

hr-fernsehen, 21.00 Uhr
Erlebnis Hessen:
Im wilden Rheingauer Wald
Der Rheingauer Hinterlandswald ist Hessens größtes zusammenhängendes Waldgebiet. Sicherlich auch eines der schönsten und ursprünglichsten, denn die steilen, schroffen Felsen sind nur schwer zu bewirtschaften, und Spaziergängern begegnet man nur selten. Die Wildkatze lebt hier, und den Luchs wollen einige auch schon gesehen haben: Vierzig Prozent der Fläche stehen inzwischen unter Schutz. Harald Löschner weiß genau, wo man am besten Rehe und Hirsche, Wildschweine oder auch die scheuen Mufflons sehen kann. Er ist ganz in der Nähe aufgewachsen, hat sich immer gewünscht, hier Förster zu werden. Inzwischen ist er seit 25 Jahren Revierleiter im Hinterlandswald.

Mittwoch, 18. Juli

3sat, 6.35 Uhr
Das Wüstenparadies
Zwischen Felsen und Kakteen
Im Südwesten Nordamerikas liegt die Sonora-Wüste. Zwischen bizarren Felsformationen und riesigen Kakteen entfaltet sich hier mehr Leben als in so mancher fruchtbaren Gegend. Diese extreme Landschaft der Sonora ist das Zuhause unterschiedlichster Tiere – vom Präriehund bis zum Rotluchs, vom Kolibri bis zum pfeilschnellen Wegekuckuck, dem berühmten „Roadrunner“. Er macht sogar erfolgreich Jagd auf Klapperschlangen.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilder Balkan
Der Filmautor stellt sechs Schätze des Balkans vor, einzigartige Naturlandschaften, die ein bisher unbekanntes Gesicht dieser Halbinsel zeigen. Tiefe Schluchten, weite Sümpfe, dichte Wälder – wild und ursprünglich ist der Südosten der Alten Welt. Ein Land, in dem noch Wölfe und Bären leben.

rbb Fernsehen, 12.15 Uhr
Wildes Patagonien
Es geht mitten durch die Pampas, vorbei an Seen, Fjorden und Gletschern. Es ist das Revier der Guanakos und der Kondoren. „Es ist von unendlicher Schönheit“, so beschrieben einst die ersten Europäer die Pampas.

3sat, 19.30 Uhr
Wilde Wasser, tiefe Wälder
Durch die chinesische Mandschurei
Tiefe Wälder, gigantische Flüsse und weite Auenlandschaften: „Land des Überflusses“ wurde der äußerste Nordosten Chinas früher genannt. In früheren Jahrhunderten zogen Jäger durch die tiefen Wälder an der Grenze zu Sibirien – und an den Ufern des Amur-Flusses lebten Fischer vom reichen Fang. Im Winter trugen sie Pelze, im Frühjahr und Herbst einzigartige Kleidung aus Fischhaut. Das ist heute Geschichte. Die Provinz ist so wohlhabend, dass man sich dort dem Schutz bedrohter Tierarten widmen kann. Die Auenlandschaften Nordostchinas sind wichtiger Brutplatz für seltene Vögel. Der Mandschuren-Kranich hat hier sein Sommerrevier. Und im Grenzgebiet zu Russland leben noch einige wenige Exemplare des Amur-Tigers. Sein Lebensraum wurde im vergangenen Jahrhundert stark verkleinert, Wilderer besorgen den Rest – Tiger sind nach wie vor eine begehrte Beute auf dem Schwarzmarkt. Naturschützer kämpfen um die letzten Refugien dieser vom Aussterben bedrohten Arten, versuchen, die Balance zwischen Mensch und Natur zu bewahren. Denn hier gibt es sogar erste Ansätze von Naturtourismus in China.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Waschbären – Einwanderer aus Wild West
Einst wurde der Waschbär nach Deutschland geholt, weil man ihn als Pelzlieferanten brauchte. Heute nehmen die Tiere überhand in der Natur, so mancher möchte sie gern wieder loswerden. Über die Waschbären kursieren Schauergeschichten. Was wirklich wahr daran ist, zeigt dieser Film. Es stimmt, dass Waschbären Allesfresser sind. Dennoch gehören Geschichten über ihre Fressgier, zum Beispiel die eines Jägers, dass sich ein Rudel Waschbären auf ein Reh stürzte, um es zu erlegen, zu den Märchen. Die Wissenschaft hat das Jägerlatein längst widerlegt. In Deutschland leben heute etwa eine halbe Million Waschbären, die selbst in Großstädten wie Kassel ihr Unwesen treiben. Ihre Verbreitung hat durch die Pelztierfarmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angefangen. Der Züchter Rolf Haag und Forstmeister Freiherr Sittich von Berlepsch beschlossen damals, zwei trächtige Pärchen auszuwildern, denn die Qualität der Felle von in freier Wildbahn lebenden Waschbären war deutlich besser als die von den Tieren in Gefangenschaft. Laut eines Zeitzeugen sollen dabei sogar Wehrmachtssoldaten Spalier gestanden haben, während eine Kapelle die Nationalhymne spielte. Die Waschbären fanden ideale Bedingungen vor und vermehrten sich fleißig. Das umso mehr in den Zeiten, in denen kaum noch Jagd auf sie gemacht wurde, weil niemand mehr an Waschbärpelzen interessiert war. Plötzlich sorgten sich die Jäger um alle anderen Tiere in Feld und Wald, die mutmaßlich von den Waschbären gefressen wurden. Viele forderten, den Waschbär in Deutschland auszurotten. Das gilt bis heute. Umfangreiche Untersuchungen darüber, welchen Einfluss Waschbären auf die heimische Tierwelt haben, gab es lange nicht. Die Biologen Frank Uwe Michler und Berit Köhnemann begannen ab 2006 mit der Erforschung, die überraschende und größtenteils beruhigende Ergebnisse brachte. Dieser Doku-Fiktion-Film zeigt in vielen Spielszenen die Geschichte der Waschbären in Deutschland, Ausschnitte aus ihrem Leben in Wäldern und Städten und von der Arbeit der Wissenschaftler. Ein Fazit: Es ist fast unmöglich, die Waschbären in Deutschland wieder auszurotten.

Phoenix, 0.30 Uhr (in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag)
Bedrohtes Paradies
Afrika zwischen Wilderei und Artenschutz
Kaum ein Kontinent beherbergt noch so viele freilebende Wildtiere wie Afrika. Doch seit Jahrzehnten verkleinern sich die Populationen dramatisch. Der Kampf gegen Wilderer und professionelle Syndikate scheint aussichtslos: Korruption und mangelnde Strafverfolgung spielen den Jägern in die Hände. ZDF-Korrespondent Timm Kröger geht der Frage nach, wie Mensch und Tier es schaffen können, sich den Lebensraum zu teilen.

Donnerstag, 19. Juli

3sat, 15.15 Uhr
Wilde Wasser, steile Gipfel – Das steirische Ennstal
Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt „Life“. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück.

3sat, 17.30 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies. Kurt Mayer und Judith Doppler haben das „sagenhafte Juwel der Alpen“ mehr als ein Jahr lang bereist. Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben das Land der bleichen Berge, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lässt sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten. Mit atemberaubender Geschicklichkeit queren Gämsen eine nahezu senkrechte Wand. Im Alpenglühen zieht der Steinadler zwischen bizarren Zinnen und Türmen seine Kreise. Im Gewittersturm treiben Schlernbauern ihr Vieh über lebensgefährliche Steige auf die Sommeralm. Starke Frauen, mutige Männer und faszinierende Wildtiere zwischen den Drei Zinnen und König Laurins Rosengarten. Auf der Fanes-Hütte, dem höchsten ganzjährig bewohnten Anwesen Südtirols, auf den Höfen des Ahrntals, im Vilnöß und auf den abenteuerlichen Steigen des Schlern verbinden sich Tradition mit Naturschutz und moderner Alpinwirtschaft.

Freitag, 20. Juli

3sat, 6.35 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie vorbildlich Tiere sind
Die Vielzahl an Designs bei Pflanzen und Tieren ist unüberschaubar. Wer jedoch glaubt, die genaue Gestalt entspringe meist einer „Laune der Natur“, sieht sich getäuscht. Die Anzahl von Blütenblättern folgt beispielsweise ebenso mathematischen Gesetzmäßigkeiten wie die Gestalt von Lebewesen, so wie es schon Leonardo da Vinci in seinen berühmten Zeichnungen vom Mann in Kreis und Quadrat veranschaulichte.

3sat, 13.15 Uhr
Panamericana (1)
Von Alaska nach Feuerland
In sieben Etappen bereist der Schweizer Reto Brennwald den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd, von Alaska nach Feuerland. Die erste Etappe führt von Alaska bis nach Atlin in Kanada. Zunächst begleitet Reto Brennwald die Ureinwohner Alaskas, die Inupiat, auf der Jagd.

Samstag, 21. Juli

arte, 10.50 Uhr
Die Entwicklung im Gang
Wo der Wolf angelt
Die Dokumentation gibt ungewöhnliche Einblicke in das Leben der Wölfe und zeigt erstaunliche Verhaltensweisen, denn sie machen eine beeindruckende Entwicklung durch. Denn in der kanadischen Provinz British Columbia erobert der Wolf gerade das Wasser. Er angelt gewissermaßen, fängt Lachse und schwimmt. Nach Ansicht mehrerer Experten ist dies der erste Schritt zu seiner möglichen Verwandlung zu einem Meeressäugetier. Doch bevor es durch natürliche Auslese vielleicht zu einer anatomischen Veränderung kommt, lässt sich bis dato eine intelligente und zweckgerichtete Anpassung des Lebensstils der Wölfe an ihre Umgebung beobachten. Sie scheinen ihre Umwelt und die ihnen gebotenen Überlebensstrategien bewusst wahrzunehmen und einzusetzen. Der Tierfotograf Guillaume Mazille begleitet die Wölfe über mehrere Monate entlang der Küste durch Wald und Sumpf. Die Dokumentation zeigt ihn auf seiner Spurenjagd mit der Kamera und im Gespräch mit Wissenschaftlern.

hr-fernsehen, 17.45 Uhr
Herrliches Hessen
Unterwegs in und um Fritzlar
Dieter Voss ist diesmal unterwegs in Fritzlar und macht die Bekanntschaft mit Benni, einem zahmen Wildschwein, das mit seinem Besitzer Gassi geht und sogar schon in Filmen mitgespielt hat.

hr-fernsehen, 20.15 Uhr
Wildes Baltikum (1)
Im Baltikum liegen die längsten Strände der Ostsee. Hunderte Kilometer weißer Sand, bis zu fünfzig Meter hohe Dünen und der Baltische Glint – ein steiles, an der Wasserlinie aufragendes Kalksteinplateau – wechseln einander ab. Ein Riese namens Töll soll der Sage nach diese Landschaften geschaffen haben. Mit großen Eiszeitfindlingen habe er wie mit Murmeln gespielt, breite Sandstrände aufgeschüttet und Buchten geformt. Gemeinsam mit Tausenden, vielfach unbewohnten Inseln prägen sie die herausragend schöne und im restlichen Europa wenig bekannte baltische Ostseeküste. Der erste Teil der zweiteiligen Naturdokumentation zeigt die Naturschönheiten wie die Wanderdünen der Kurischen Nehrung, die romantischen Strände der lettischen Ostsee oder die Inselwelten Estlands. Immer wieder fasziniert die menschenleere und fast unberührte Natur. Durch die Küstenwälder streifen Luchse, in den Orchideenwiesen finden Wendehals und Wiedehopf ausreichend Nahrung.

Sonntag, 22. Juli

3sat, 14.00 Uhr
Wildes Italien (1/2)
Von den Alpen zur Toskana
Der Zweiteiler „Wildes Italien“ porträtiert die Natur zwischen Stiefelspitze und Alpengipfeln mit bezaubernden Aufnahmen. In dieser Folge steht der Norden Italiens im Mittelpunkt. Winter im Norden Italiens: Eis und Schnee beherrschen die Dolomiten, viele Monate lang. Nur Spezialisten können hier im Hochgebirge überleben, so wie der Steinbock. Kaum ein anderes Tier klettert so trittsicher, erklimmt so elegant die steilsten Hänge. Doch selbst Steinböcke zieht es bei Eis und Schnee in etwas tiefere Lagen, das Risiko abzustürzen ist im Winter einfach zu groß. Wenn es doch einmal ein Tier erwischt, profitiert der Steinadler. Der „König der Lüfte“ wird im Winter zum Aasfresser, wenn er nicht selber Beute machen kann. Und er muss sie wohl oder übel teilen, denn auch Raben und Krähen sind schnell zur Stelle, wo ein Tier verendet ist.

3sat, 14.45 Uhr
Wildes Italien (2/2)
Von Sardinien zu den Abruzzen
Die Abruzzen, auf der Höhe Roms gelegen, bilden das „wilde Herz“ Süditaliens. Die raue, menschenleere Bergwelt mit ihren urtümlichen Buchenwäldern macht die Abruzzen so besonders. Das ist Italien von seiner unbekannten Seite. Die unzugänglichen Steilhänge sind das Revier der extrem seltenen Abruzzengämsen. Während der Brunft liefern sich die Böcke atemberaubende Verfolgungsjagden zwischen den Felsen.

3sat, 15.30 Uhr
Wildes Frankreich (1/2)
Schroffe Gipfel, dichter Wald
Diese zweiteilige Dokumentation präsentiert das Wilde Frankreich. Die erste Folge führt in die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen – festgehalten in spannenden Bildern, fantastischen Flugsequenzen und spektakulären Geschichten. Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: 250.000 Jahre lang bewohnte der Braunbär diese Berge – doch im 20. Jahrhundert war er hier beinahe verschwunden. Inzwischen kehrt der Braunbär zurück – und gedeiht dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten ist von Bergen geprägt: hier verlaufen die Alpen – die größte Gebirgskette des europäischen Kontinents – in einem weiten Bogen beinahe bis zum Mittelmeer. Die Alpen sind der Lebensraum einiger besonders charismatischer Tiere: hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger hier ist der Wolf. Wie der Bär war auch er praktisch verschwunden, doch nach und nach kehrt er in seine angestammten Reviere zurück. Das beweisen auch die beiden jungen Wölfe, die erstmals den sicheren Bau verlassen, um neugierig ihre Umgebung zu erkunden. Die Vogesen im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Meter Höhe. In den dichten Wäldern hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Ein Weibchen sucht einen Partner, um eine Familie zu gründen – doch zuvor wartet der Hausbau: das Paar geht in den Untergrund, um sich ein Heim zu schaffen, das als Schutz und Rückzugsraum dient. Dann erst kann es sich um Nachwuchs bemühen. Der Wald ist ein einzigartiger Lebensraum. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau – eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele Geschichten – eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. Die beiden sind seit ihrer Geburt zusammen: der eine ist eher vorsichtig, der andere ein Bruder Leichtfuß. Ersterer besitzt ein extrem scharfes Gehör, der zweite eine besonders feine Nase. Und so ergänzen sie einander perfekt: einer passt auf, der andere sucht nach Nahrung – auf diese Weise haben sie nun bereits sieben Jahre miteinander verbracht. Doch jedes Jahr im Herbst steht die ungewöhnliche Freundschaft auf dem Prüfstand: wenn Hirschbullen durch die Brunft zu erbitterten Rivalen werden und um die Weibchen kämpfen.

3sat, 16.15 Uhr
Wildes Frankreich (2/2)
Weite Küste, rauhes Land
Die Cevennen sind eine wilde Bergregion im Süden Frankreichs. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Diese Greifvögel haben keinen allzu guten Ruf, aber sie spielen eine wichtige Rolle in diesem Ökosystem. Als Entsorgungstrupp der Natur beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so, dass Bakterien und Verwesungsgifte das Wasser verseuchen, auf das alle Lebewesen hier angewiesen sind.

TV-Programm 23.07. - 29.07.2018

Montag, 23. Juli

SWR Fernsehen, 18.15 Uhr
MENSCH LEUTE
Die Rückkehr der Wölfe – schießen oder schützen?
150 Jahre lang war der Wolf ausgerottet. Inzwischen gründet das Raubtier neue Rudel und kommt den Menschen näher. Auch im Südwesten. Spektakulärster Vorfall bisher ist ein Wolf, der nachts auf eine Schafweide in Bad Wildbad eindringt und mehr als 40 Tiere tötet. Seitdem gehen die Emotionen hoch. Abschießen fordern die einen, schützen die anderen. Michael Glock aus Lahr hört beiden Gruppen zu. Mit einem SWR Fernsehteam reist der Wolfskenner durch den Südwesten, um zu erkunden: Werden auch hier bald wieder ganze Wolfsrudel leben? Muss man Angst vor Wölfen haben? Und: Wie viel Schutz brauchen Schäfer für ihre Weidetiere?

3sat, 20.15 Uhr
Unsere wilde Schweiz (3/4)
Der Aletschgletscher
Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Naturschützer und Wissenschaftler reagieren auf die Herausforderung: Revierförster Peter Aschilier erprobt Methoden zum Schutz des Bergwaldes bei zunehmender Trockenheit. Der Fotograf und Biologe Carsten Brügmann dokumentiert die Anpassung von Orchideen an schwierige Umweltbedingungen. Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. Pro-Natura-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte „Totholzburgen“, um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.

3sat, 21.05 Uhr
Unsere wilde Schweiz (4/4)
Das Verzascatal
Die Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern die landschaftliche Schönheit des Verzascatals. Sie erzählt von den Tieren und Pflanzen entlang des Flusses. Und sie stellt Menschen vor, die sich um die Erhaltung dieser einzigartigen Natur bemühen: Die Hirtin, die vom Aussterben bedrohte Nera-Verzasca-Ziegen züchtet, den Zoologen, der die Unterwasserwelt der Verzasca erkundet, und den Umweltschützer, der als einziger Mensch das wohl schönste Flussdelta der Schweiz mit dem Boot befahren darf.

Dienstag, 24. Juli

rbb Fernsehen, 15.30 Uhr
Bärenjagd in Rumänien
Der Kampf um die Abschussquote
József Benke ist Jäger in Rumänien. Nirgends in Europa gibt es so viele Bären wie hier – 6.500 sollen es sein. Doch seit einem Jahr darf kein Braunbär mehr gejagt werden. Die Umweltorganisationen feiern das als einen Sieg. Doch Jozsef Benke ist entsetzt: „Die Angriffe auf Menschen und Tiere werden noch weiter zunehmen!“ József Benke ist Jäger in Rumänien. Nirgends in Europa gibt es so viele Bären wie hier – 6.500 sollen es sein. Doch seit einem Jahr darf kein Braunbär mehr gejagt werden. Die Umweltorganisationen feiern das als einen Sieg. Doch Jozsef Benke ist entsetzt: „Die Angriffe auf Menschen und Tiere werden noch weiter zunehmen!“ Die Jagdverbände setzen alle Hebel in Bewegung, um das Jagdverbot rückgängig zu machen. Umweltschützer wiederum werfen den Jägern vor, den Teufel an die Wand zu malen, um wieder lukrative Jagden für Jäger aus dem Ausland organisieren zu können.

Mittwoch, 25. Juli

WDR Fernsehen, 22.10 Uhr
Kritisch Reisen: Safari in Südafrika – Vom Schnappschuss zum Abschuss
„Sie können hier alles schießen, was Sie wollen. Aber einen Löwen zu schießen, dauert seine Zeit“, erklärt Stan Burger, Jäger und ehemaliger Präsident des südafrikanischen Jägerverbands. Doch diese Zeit haben Jagdtouristen nicht. Sie wollen schnell zu ihrer Trophäe kommen. Sie wollen ihren Löwen in ein, zwei Tagen schießen. Darum hat sich um diesen Wunsch ein richtiges Geschäftsmodell gebildet: Erst werden Löwenbabys gezüchtet und früh von ihrer Mutter getrennt. Diese Löwenbabys werden auf Farmen zum Streicheln für Safari-Touristen bereitgestellt. Sind die Löwen älter, stehen sie als Ware für Jagdtouristen zur Verfügung. Von diesem Geschäft mit den Löwen bekommt der Safari-Tourist nichts mit. Ihm wird in seinem Urlaub verkauft, dass er wilde Tiere sieht, das perfekte Foto von Sonnenuntergängen und Abenteuer bekommt.
Abenteuer, die nicht mehr so traumhaft wirken, wenn man hinter den Vorhang schaut. Kaum ein deutscher Urlauber weiß, was vor den Toren der Luxus-Lodges passiert, weil er sie auf eigene Faust kaum verlässt. Die Story ist unterwegs in Südafrika auf den Spuren der deutschen Safari-Touristen. Die Reporter reisen mit Urlaubern, schauen hinter die Kulissen der Safari-Idylle. Und erfahren, wie die Menschen leben, die den Touristen den Traum-Urlaub ihres Lebens ermöglichen: Sie kämpfen mit niedrigen Löhnen, rationiertem Trinkwasser und der andauernden Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß.

rbb Fernsehen, 22.35 Uhr
Wildes Russland (1/7)
Der Kaukasus
Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt zum ersten Mal die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt. Die erste Folge führt den Zuschauer in den wilden Kaukasus. Zwischen Europa und Asien, eingezwängt zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer, ragen gewaltige Berggipfel über 5.000 Meter hoch in den Himmel. Der Kaukasus ist eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze, wo Sandwüsten und eisige Gletscher aufeinander treffen, wo blubbernde Schlammvulkane auf dichte Wälder treffen und sich Sandstürme mit Lawinen abwechseln. Es ist ein Land, in dem Bären und Wisente leben, Luchse jagen und Geier auf der Suche nach Aas kreisen. Die vielfältigen Landschaften haben einen riesigen Artenreichtum hervorgebracht – hier sind im Laufe der Evolution Tierarten entstanden, wie man ihnen sonst nirgends begegnet.

Donnerstag, 26. Juli

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Das Monster im Badesee?
Im Jahr 1761 wird in der Oder ein Koloss mit 375 Kilogramm gefangen. Es ist ein Wels oder Waller, der größte Süßwasserfisch Europas. Wo immer diese Giganten auf den Menschen treffen, entstehen Sagen, Märchen und Legenden, und wie so oft vermischen sich Dichtung und Wahrheit zu einem dichten Netz. Der Wels-Spezialist Olivier Portrat und der Unterwasserkameramann Sigi Braun versuchen das Rätsel zu lösen. Im August 2008 wird ein verzweifelter Angler zehn Stunden in seinem Boot von einem Wels auf dem Starnberger See umhergezogen. In Berlin treibt „Das Monster vom Schlachtensee“ sein Unwesen und attackiert Badegäste. In der Moldau werden in einem Welsmagen menschliche Überreste gefunden. Olivier Portrat und Sigi Braun sind unterwegs in Seen und Flüssen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bis nach Eurasien. Sie wollen herausfinden, ob der Wels wirklich dieses Monster ist, das alles verschlingt, was in seine Nähe kommt. Innerhalb von knapp zwei Jahren entstand ein spektakulärer Naturfilm, der viele noch unbekannte Facetten dieses Raubfisches zeigt – in seiner verborgenen, mystischen Welt unter Wasser.

National Geographic WILD, 20.10 Uhr
Raubkatzen: Dürre und Regenzeit
Normalerweise prägt Trockenheit die Landschaft Afrikas. Im Lauf der Jahrhunderte haben sich die dort lebenden Großkatzen diesen Verhältnissen perfekt angepasst. Doch eines Tages wird das Leben der Tiere komplett auf den Kopf gestellt. Acht Wochen lang brechen heftige Stürme über sie herein. Sich bis zum Ende des Regens einfach zu verkriechen, ist keine Option: Es gilt, entweder zu jagen oder zu verhungern. Wie Leoparden, Löwen und Geparde von den Naturgewalten in die Enge getrieben werden und welche Auswirkungen das auf ihre Beute hat, zeigt die packende Doku „Raubkatzen: Dürre und Regenzeit“.

Freitag, 27. Juli

SR Fernsehen, 18.50 Uhr
Wir im Saarland – Saar nur! extra
Besuch im Wolfspark Merzig
Im Merziger Kammerforst leben im Wolfspark Werner Freund auf 4,5 ha Waldfläche Wolfsrudel verschiedener Kontinente: europäische Grauwölfe aus Spanien und Litauen, weiße Polarwölfe, sibirische und zierliche indische Wölfe. Werner Freund hat bis zu seinem Tod vor vier Jahren über 30 Jahre lang mit den Wölfen gelebt, ihr Verhalten erforscht und den Wolfspark weltweit bekannt gemacht. Seine früheren Mitarbeiter haben die Arbeit in seinem Sinne fortgesetzt und weiterentwickelt. Saar-Nur-Reporterin Celina Fries hat sich im Park umgesehen und festgestellt, dass es mit dem Mythos vom bösen Wolf in der Realität nicht weit her ist.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Serienstart
Die Jagdsaison beginnt
North Woods Law – Die Wildlife-Ranger
Von den schneebedeckten Bergen der Appalachen bis zu den felsigen Ufern des Atlantiks: Die wild zerklüftete Landschaft in New Hampshire ist ein Mekka für abenteuerhungrige Outdoor-Fans! Jagen, Fischen und Wandern gehören bei Einheimischen wie Touristen zu den beliebtesten Aktivitäten. Damit die traumhaft schöne Natur auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt, sind die Beamten des „New Hampshire Fish and Game Department“ pausenlos im Einsatz. Lebensgefährliche Rettungsaktionen, halsbrecherische Verfolgungsjagden oder bedeutende Projekte zum Artenschutz – Diese Dokumentarserie begleitet die Männer und Frauen der Wildlife-Behörde bei ihren vielschichtigen Aufgaben in freier Natur.

Samstag, 28. Juli

Bayerisches Fernsehen, 17.05 Uhr
Frei Schnauze – Das Tiermagazin
Das Magazin „Frei Schnauze“ gibt Tipps zum Leben mit Tieren: Welches Tier passt zu mir? Was tun, wenn der Hund ständig bellt? Und was mache ich, wenn ich ein verletztes Wildtier finde? „Frei Schnauze – Das Tiermagazin“ ist schon vor Ausstrahlung der jeweiligen Folge in der BR Mediathek zu sehen und dann zwölf Monate lang verfügbar.

3sat, 3.55 Uhr (in der Nacht von Samstag auf Sonntag)
Wunderland: Ajoie – Kanton Jura
Moderator Nik Hartmann entdeckt versteckte Schätze in der malerischen Ajoie im Kanton Jura, dem verlassenen äußersten Zipfel der Schweiz. Felssockel, Wälder, Weiher, Flüsse und Kalkebenen: Hier macht er sich mit Wildhüterin Mylène Thalmann nachts auf die Suche nach Wildschweinen, dem Wappentier des historischen Städtchens Pruntrut, des Hauptorts der Ajoie – eine Tiersafari der anderen Art.

Sonntag, 29. Juli

3sat, 13.50 Uhr
Unsere wilde Schweiz (1/4)
Das Oberengadin
Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche.

3sat, 14.40 Uhr
Unsere wilde Schweiz (2/4)
Der Vanil Noir
Nahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit. Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna formt der 2389 Meter hohe Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt das Herz eines Naturschutzgebietes – ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebhaber. Der Biologe Gregor Kozlowski präsentiert seltene Pflanzenarten wie den Drachenkopf, den Alpenmohn oder den kleinsten Baum der Welt, die Krautweide. Naturschützer, aber auch Almwirte, kämpfen für den Erhalt der prachtvollen Bergwiesen. Der Film führt in das Tal der Schmetterlinge und an verborgene Ruheplätze der schwarzen Kreuzotter, der Vipera Berus. Gewaltige, von der Eiszeit geprägte Felsformationen prägen die Landschaft. In einer Höhle wird das Karstphänomen deutlich. Wildhüter Patrick Romanens macht sich auf Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: Ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen – weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.

TV-Programm 30.07. - 05.08.2018

Montag, 30. Juli

arte, 16.45 Uhr
Wilderei
Wie lässt sich Wilderei bekämpfen?
Elfenbein, Nashorn, Löwenfell: In den letzten zehn Jahren hat die illegale Jagd auf wilde Tiere dramatisch zugenommen. Mehr als 1.000 Nashörner finden jedes Jahr auf diese Weise den Tod, bei den Elefanten sind die Zahlen sogar noch besorgniserregender: Über 30.000 Tiere sterben jährlich aufgrund von Wilderei. Wenn das grausame Töten so weitergeht, werden in naher Zukunft bald keine wildlebenden Nashörner und Elefanten mehr existieren. Wie lässt sich Wilderei bekämpfen? Um das herauszufinden, reisen Dörthe Eickelberg und Pierre Girard ins Land der Rhinozerosse, nach Südafrika: Dort leben 80 Prozent der Nashörner weltweit. Kann moderne Hightech die illegale Jagd auf die Tiere verhindern? In einem Wildtierreservat nahe des Kruger-Nationalparks setzen die Betreiber auf modernste Überwachungssysteme – wie funktionieren sie? Obwohl der Handel mit Elfenbein seit 1989 weltweit verboten ist, boomt das Geschäft mit der illegalen Ware. Das Problem: Es ist sehr einfach, illegales Elfenbein „weißzuwaschen“. Korruption und Bestechung machen es möglich. Doch die Forschung könnte dem bald ein Ende setzen: Ein spezielles Analyseverfahren aus der Lebensmittelchemie kann für jede Elfenbeinprobe den genauen Herkunftsort ermitteln. Wie funktioniert das? Und warum setzt man in Südafrika im Kampf gegen Wilderer neuerdings auf Frauenpower? Die Sendung ist auch online verfügbar von 30/07 bis 28/10 auf dem Internetportal von ARTE.

3sat, 16.45 Uhr
Wilder Balkan
Tiefe Schluchten, weite Sümpfe, dichte Wälder: Der Südosten Europas ist noch ganz ursprünglich. In der Wildnis der „Schwarzen Berge“ in Montenegro sind die letzten Urwälder Europas. Der Film präsentiert eine Region der extremen Gegensätze mit kaum bekannten Landschaften und einer schwer zugänglichen Wildnis. Dort hat die Tara oder „Träne Europas“, wie Einheimische den längsten Fluss Montenegros nennen, eine 1300 Meter tiefe Schlucht ins Durmitor-Gebirge gegraben, nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt. An der Mündung der Drau in die Donau liegt das Kopacki Rit, eines der weitläufigsten Sumpfgebiete Europas. Im Grenzgebiet zwischen Mazedonien und Griechenland befindet sich die gebirgige Hochebene Tikves. Abweisend, karg, von Menschen kaum bewohnt, bietet sie Lebensraum für die seltenen Gänsegeier. Das Gebiet zwischen Montenegro und Albanien mit dem Skuteri See, dem größten See auf dem Balkan, ist einer der letzten Süßwassersümpfe im Mittelmeerraum.

Dienstag, 31. Juli

rbb Fernsehen, 21.00 Uhr
Die Schorfheide
Sechzig Kilometer nordöstlich von Berlin dehnt sich zwischen Groß Schönebeck und Templin eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands aus: die Schorfheide. Das riesige Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin steht mit den Buchenwäldern von Grumsin auf der UNESCO-Weltnaturerbe-Liste, neben dem Grand Canyon und den Galapagos-Inseln. Zur Schorfheide gehören darüber hinaus so verschiedene Landschaften wie geheimnisvolle Sümpfe und Moore, endlose Sonnenblumenfelder, unzählige Badeseen sowie kleine Orte mit winzigen Fachwerkkirchen. Die Schorfheide war zu verschiedenen Zeiten das Jagdgebiet der Mächtigen. Kaiser Wilhelm II. ließ sich vom Bahnhof Joachimsthal in sein Jagdrevier kutschieren. Im tiefsten Wald erinnert ein Stein an die Stelle, wo er seinen 1000. Hirsch schoss. Wenige Schritte davon entfernt steht ein komfortabler Hochstand mit breiter Treppe. Auf der Lichtung wurde den Jägern des DDR-Politbüros das Wild vor die Flinte getrieben. Den legendären Wildbestand gibt es nicht mehr. Die Naturschützer fasziniert das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wegen des unberührten Terrains. Wer hier lebt, mag die Stille, die Entschleunigung und die Chance, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. In dem Film von Gabriele Conrad erzählen ein Landarzt, der den „ganzen Menschen“ und nicht nur die Herzrhythmusstörungen seiner Patienten behandelt, ein Revierförster, dem der Wald wichtiger ist als die Jagderfolge, und eine junge Pferdeflüsterin von „ihrer“ Schorfheide.

Mittwoch, 1. August

3sat, 9.15 Uhr
Unser Wald (1/2)
Frühling und Sommer
Einst gezähmt und geplündert, bedeckt der Wald heute wieder ein Drittel der Schweiz. Ein Film über Schweizer Wälder und über Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für den Wald. Der Zürcher Michel Brunner spürt besondere Bäume auf und fotografiert sie. Albert Mächler aus St. Moritz ist ein leidenschaftlicher Jäger, aber auch ein renommierter Tierfotograf: Mal pirscht er sich mit Gewehr und Kugel, mal mit Fotoapparat an die Wildtiere heran. Christof Hagen lernte bei den Indianern Nordamerikas, wie man im Wald überlebt. Mittlerweile nimmt er auch andere Menschen mit und bietet Kurse an. Luigi Frigerio ist Forstarbeiter im Engadin. Für ihn muss ein Wald „schön“ sein. Das geht seiner Ansicht nach nur mithilfe des Menschen.

3sat, 10.05 Uhr
Unser Wald (2/2)
Herbst und Winter
Mit einem alten Doppeldecker besucht der Geigenbauer Kuno Schaub den Grand Risoux im Jura. Es ist sein Lieblingswald und gleichzeitig die Quelle des Holzes, aus dem er Instrumente baut. Der Fotograf Albert Mächler wartet im Wald manchmal tagelang, bis er ein Tier vor die Linse bekommt. Und Bauer Fridolin Saladin liebt seinen Wald, selbst wenn der ihm mehr Arbeit macht als Geld bringt. Auch in einem kleinen Dorf im Wallis haben die Bewohner ihren Kastanienwald ins Herz geschlossen – seit er sie vor einer Schlammlawine rettete. Einst gezähmt und geplündert, bedeckt der Wald heute wieder ein Drittel der Schweiz. Ein Film über die Wälder der Schweiz und über Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für den Wald.

3sat, 10.55 Uhr
Herr Jäger und sein Bock
Auf Jagd nach dem König der Alpen
36 Jahre hat Domenic Jäger auf den Moment gewartet, einen kapitalen Steinbock zu erlegen. Das wäre der Höhepunkt seines Jägerlebens. „Reporter“ begleitet ihn auf die Jagd. „Der Steinbock ist unser Wappentier, unser Stolz. Nur alle zehn Jahre kriegt man die Chance, diese Tiere zu jagen; einen richtig großen, einen kapitalen Steinbock sogar nur einmal im Leben!“, schwärmt Domenic Jäger wenige Tage vor Jagdbeginn. Doch mit der Freude kommen beim Jäger auch Bedenken auf: Normalerweise kennt er sein Jagdgebiet in- und auswendig. Die Berge und Täler im Albrisgebiet oberhalb von Pontresina aber, wo sich die Steinbockkolonie befindet, die er bejagen darf, sind Neuland für ihn. Der Druck ist groß. Reporter Curdin Fliri heftet sich an Domenic Jägers Fersen. Macht sich mit ihm auf die Suche nach den majestätischen Tieren, die im kargen Gebirge mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen sind. Pirscht sich mit ihm zwischen Felsen und Geröll an, auf der Jagd nach seinem Traum. Es soll die Krönung seines Lebens als Jäger werden.

Donnerstag, 2. August

SWR Fernsehen, 11.15 Uhr
Namibia – Im Etosha Nationalpark
Mark Jago fährt seit Wochen durch den Busch. Im Mai, wenn die Regenzeit zu Ende ist, laufen in Namibia die Fangaktionen für Wildtiere auf Hochtouren. „Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch, dass wir Elefanten, Nashörner und Giraffen jagen, sie betäuben und damit großem Stress aussetzen, obwohl wir für ihr Wohlergehen und Überleben verantwortlich sind“, sagt er. Doch nur so lassen sich auf Dauer gesunde Tierbestände gewährleisten. Der 49-jährige Brite ist der Tierarzt von Etosha. Der berühmte Nationalpark im Norden Namibias zieht Touristen aus aller Welt an. Bereits vor hundert Jahren gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch Etosha ist beileibe keine heile Welt: auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Immer wieder dringen Elefanten in angrenzende Farmen ein und zerstören einen Teil der Ernte. Löwen reißen Rinder. Umgekehrt machen Viehherden den Wildtieren Wasser und Futter streitig. Übertragbare Krankheiten gefährden beide Seiten. Umso wichtiger ist es, die Anwohner ins Management des Parks einzubeziehen. Zusätzlich sollen neue Schutzzonen entstehen, damit die Wildtiere ihre ursprünglichen Wanderwege wieder aufnehmen können. „Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht“, sagt Mark Jago, „kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden.“ Gemeinsam mit zwanzig Rangern kämpft er sich im Jeep durch das Dornengestrüpp. Die Zeit drängt, denn endlich haben sie die Herde Giraffen gesichtet, die umgesiedelt werden soll. Nun wechselt Jago in den Hubschrauber. Er bleibt in stetem Funkkontakt zur Bodentruppe und schießt schließlich vom Hubschrauber aus mit dem Betäubungsgewehr auf die Giraffen. Später werden sie in einer anderen Zone des Parks wieder ausgesetzt. „Mit solchen Aktionen wollen wir die genetische Vielfalt erhalten“, erklärt Jago. „Wir fangen Wildtiere aber auch zu Forschungszwecken. Sie werden nummeriert, tätowiert und mit Sendern bestückt. Naturschutz bedeutet eben Kontrolle bis ins Detail. Nur so können wir ökologische Zusammenhänge erkunden und die Artenvielfalt erhalten.“ Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht: Namibia kann sich seiner Vorreiterrolle beim Tier- und Naturschutz in ganz Afrika rühmen. Der Bestand vom Aussterben bedrohter Arten wie etwa dem Breitmaulnashorn ist seit Jahren stabil. Die Wilderei wurde erfolgreich eingedämmt. Der Film begleitet Mark Jago und eine Gruppe von Rangern bei ihren halsbrecherischen Einsätzen im unwegsamen Gelände. Dokumentiert wird auch die Aufklärungsarbeit der Wildhüter, etwa bei den Himba, die als Halbnomaden im Hinterland des Parks leben, bis hinauf an die Grenze zu Angola. Der Film führt die Zuschauer auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt. Das Kerngebiet des Etosha-Parks war einst ihr Territorium, bevor ein Großteil von ihnen in Reservate verbannt wurde. Traditionell leben sie als Jäger und Sammler. Einige von ihnen wieder in Etosha anzusiedeln, als Bestandteil eines funktionierenden Naturschutzes, ist eine Vision von Mark Jago. Ob sie in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden wird?

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
die nordstory – Der Hirschrufer
Immo Ortlepp liebt die Natur, sie ist sein Zuhause. Am Rande eines kleinen Dorfes in der Wedemark bei Hannover hat sich der passionierte Jäger und Naturfreund seinen Traum vom Leben verwirklicht. Er führt Jagdscheinanwärter zum „Grünen Abitur“, gibt Seminare, präpariert Trophäen und bringt Kindern und Jugendlichen die heimische Natur nahe. Sein „Biologieunterricht zum Anfassen“ ist legendär. Wer einmal bei Immo Ortlepp eine „Dschungeltour“ mitgemacht hat, verwechselt nie mehr einen Hasen mit einem Kaninchen. Auf dem Waldgrundstück des ambitionierten Berufsjägers grunzen, röhren, gackern und blöcken die verschiedenen Tierarten, von frühmorgens bis zum Sonnenuntergang. Immo Ortlepp lebt mit großen und kleinen Wildschweinen, Frettchen, Hühnern, Puten, Hunden und dem zahmen Rothirschen Harry zusammen. Er kann sich ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. Kerstin Patzschke-Schulz zeigt die unterschiedlichen Lebenswelten dieses besonderen Menschen. Das NDR Team hat den außergewöhnlichen Niedersachsen durch das Jahr begleitet. Höhepunkt dieser „nordstory“ ist die Teilnahme von Immo Ortlepp an der Deutschen Meisterschaft im Hirschrufen und sein spektakulärer Sieg.

Freitag, 3. August

arte, 8.40 Uhr
Die Entwicklung im Gang
Wo der Wolf angelt
Die Dokumentation gibt ungewöhnliche Einblicke in das Leben der Wölfe und zeigt erstaunliche Verhaltensweisen, denn sie machen eine beeindruckende Entwicklung durch. Denn in der kanadischen Provinz British Columbia erobert der Wolf gerade das Wasser. Er angelt gewissermaßen, fängt Lachse und schwimmt. Nach Ansicht mehrerer Experten ist dies der erste Schritt zu seiner möglichen Verwandlung zu einem Meeressäugetier. Doch bevor es durch natürliche Auslese vielleicht zu einer anatomischen Veränderung kommt, lässt sich bis dato eine intelligente und zweckgerichtete Anpassung des Lebensstils der Wölfe an ihre Umgebung beobachten. Sie scheinen ihre Umwelt und die ihnen gebotenen Überlebensstrategien bewusst wahrzunehmen und einzusetzen. Der Tierfotograf Guillaume Mazille begleitet die Wölfe über mehrere Monate entlang der Küste durch Wald und Sumpf. Die Dokumentation zeigt ihn auf seiner Spurenjagd mit der Kamera und im Gespräch mit Wissenschaftlern.

ORF III, 16.50 Uhr
Expeditionen
Die Jagd
Über vier Jahreszeiten dokumentiert Hans-Peter Stauber das heimische Weidwerk in den wichtigsten Jagdregionen Österreichs. Im Mittelpunkt steht ein erfahrener, steirischer Jäger, der einen kapitalen Hirschen ein Jahr lang verfolgt. Das Verhältnis von Mensch, Tier und Natur bestimmt auch das Berufsbild des Jägers, der sich zwischen Abschussquoten, Revierpflege und Kritik an manchen Praktiken des Weidwerks bewegen muss.

Samstag, 4. August

h-fernsehen, 6.45 Uhr
Planet Wissen
Katzen – geliebt und gejagt
Katzen sind die Lieblingshaustiere der Deutschen. Insgesamt 11,8 Millionen Stubentiger leben in deutschen Haushalten. Sie sind anmutig und eigenwillig. Katzenbesitzer lieben ihre Schmusetiger – Vogelfreunde dagegen hassen die Vogeljäger. Vor allem verwilderte Hauskatzen, die sich in der Natur rasant vermehren, sind ein Problem. Jedes Jahr werden Tausende Katzen von Jägern abgeschossen. In Nordrhein-Westfalen ist damit jetzt Schluss. Ein neues Jagdgesetz verbietet den Abschuss von Hauskatzen. Wie sich die ungewollte Flut verwilderter Hauskatzen eindämmen lässt und warum es noch kein bundesweit einheitliches Kastrationsgesetz gibt, will „Planet Wissen“ zusammen den Experten erörtern. Eingeladen sind der Tierarzt Dr. Ralf Unna und der NABU-Vogelkundler Lars Lachmann.

Phoenix, 14.15 Uhr
Wildes Deutschland
Der Schwarzwald
Der Schwarzwald – ein Mythos, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Aber welche Tier- und Naturwelt verbirgt sich dort? Dieser außergewöhnliche Naturfilm porträtiert die Region von ihrer geheimnisvollen Seite – röhrende Hirsche und flinke Eichhörnchen gehören dazu. Hoch über den Hirschen thront die Weißtanne, eine kaum beachtete Schwarzwälderin, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Süden Deutschlands hat.

Phoenix, 15.00 Uhr
Im Zauberwald
Die Eiben von Paterzell
Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Waldpark – die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ist Schauplatz dieser Dokumentation. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Elisabeth errichten. Heute strömen jährlich eine halbe Million Touristen hierher. Was die Besucher nicht zu sehen bekommen, zeigt der Film: das atemberaubende Leben der Tierwelt im Lainzer Tiergarten. Der 25 Quadratkilometer große Tiergarten am Stadtrand Wiens ist Lebensraum von Wildschweinen, Mufflons, Damwild und vielen weiteren Arten.

Sonntag, 5. August

rbb Fernsehen, 14.00 Uhr
Wildes Russland (2/7). Ural
Die zweite Folge der Serie „Wildes Russland“ führt in den geheimnisvollen Ural. Steinmonumente markieren die Grenze zwischen Europa und Asien. Auf einem Felsplateau findet man rätselhafte Steinansammlungen, die „Sieben starken Männer“. Eine sagenumwobene Geschichte rankt sich um diesen mystischen Platz. Aber auch seltene Tiere leben in den Weiten der Wälder des Urals. Der Ural ist Heimat unzähliger Tierarten. Hungrige Wölfe durchstreifen die dichten Nadelwälder des Urals. Doch auch der Allesfresser Bär ist auf Nahrungssuche. Ungern lässt er sich die Leckerei der selten Burzyan-Honigbienen entgehen. Die Bienen kommen nur in der Region Baschkortostan vor und haben sogar ein eigenes Schutzgebiet.

TV-Programm 06.08. - 12.08.2018

Montag, 6. August

NDR Fernsehen, 14.15 Uhr
die nordstory – Grüne Großstadt
Natürlich Hannover
Heinz Pyka ist Hannovers Stadtjäger. Sein Jagdrevier umfasst fast 900 Hektar, von der Leinemasch bis mitten in die City. Tiere erobern zunehmend die Stadt. Vor allem Waschbären, Marder und Füchse haben sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. So muss der Jäger auch manchmal mitten in der Stadt mit seinem Gewehr auf die Jagd gehen.

3sat, 15.30 Uhr
Norddeutschland von oben
Von der Ostsee in den Harz
Im zweiten Teil geht es von der Ostsee bis hinunter in den Harz. Die Menschen dort, die ihre Heimat lieben, bewahren Traditionen, schützen Natur und Tiere und entwickeln Zukunftsperspektiven. Die Jäger und Förster der Rotwild-Hegegemeinschaft wollen wissen, wie viele Hirsche es im Solling gibt. Nur dann kann die Abschussquote festgelegt werden. Wildbiologe Karsten Hupe fährt deshalb nachts mit Scheinwerfern los, leuchtet in Waldränder, auf Wiesen und Felder und zählt die Tiere, die in den Lichtkegel geraten.

arte, 18.35 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Dies ist die atemberaubende Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Alle drei machen sich auf die Suche nach einer Partnerin. Dabei überwinden sie Hunderte von Kilometern und bewältigen die tödlichen Gefahren der menschlichen Zivilisation. Mit nie zuvor gesehenen Bildern erlebt der Zuschauer die Rückkehr des Wolfes nach Zentraleuropa. Erstmals erzählt eine aufwendig gedrehte Tierdokumentation die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa. Es ist die erstaunliche Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Auf der Suche nach einer Partnerin überwinden sie atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und aufbrechen zu Wanderungen über mehr als tausend Kilometer. Diese Frage bewegt auch die europäischen Wolfsforscher, als sie die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Senderhalsbändern ausstatten. Und dann passiert das, was die Biologen schon immer vermutet hatten. Der erste Teil begibt sich zusammen mit der Wolfsbiologin Francesca Marucco auf die Spuren des italienischen Wanderwolfs Ligabue. Er wandert durchs nördliche Italien. Überall lauern die Gefahren des Menschen, täglich muss er seinen Hunger stillen. In den französischen Seealpen findet er schließlich die passende Partnerin. Doch da nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht auf in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan überquert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1.500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen? Die Sendung ist auch online verfügbar von 06/08 bis 13/08 auf dem Internetportal von ARTE.

3sat, 17.00 Uhr
Wildes Borkum
Borkum ist die größte der sieben Ostfriesischen Inseln. Weit über die Hälfte der Fläche steht unter Naturschutz und bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Jonny Böhm ist der Hegeringleiter von Borkum. Gemeinsam mit seinem Jagdkollegen Christian Fink und der Borkumer Jägerschaft kümmert er sich ehrenamtlich um die Inselwildnis. Als Wattjagdaufseher sind sie auch für die Rettung verwaister Heuler zuständig. Für Seehunde ist Borkum eine Art Hotspot: Auf der riesigen Sandbank direkt vorm Hauptstrand ruhen sich oft Hunderte der Meeressäuger aus. Mitte Juni, wenn die Muttertiere ihre Jungen bekommen, sind Jonny Böhm und Christian Fink fast täglich im Einsatz. Der Tüskendörsee liegt direkt hinterm Deich. Hier finden viele seltene Brut- und Zugvögel ein reiches Nahrungsangebot. Martina Flerlage leistet ein Jahr lang Bundesfreiwilligendienst auf Borkum und arbeitet für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und den Naturschutzbund NABU. Die Vogelbeobachtung hat sich bei ihr zur Leidenschaft entwickelt.

Dienstag, 7. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Expedition Mittelmeer – Jäger
Zusammen mit Experten begibt sich das Expeditionsteam an Land auf Spurensuche nach einem Jäger, der nahezu ausgerottet war: dem Wolf. Über Rom, die Ewige Stadt soll ihre Gründung einer Wölfin verdanken, führt die Reise weiter in die Marken an der italienischen Adria. Weiter nördlich stoßen die Ausläufer der Seealpen ans Mittelmeer. Sowohl in Italien als auch in Frankreich leben seit etwa zehn Jahren wieder Wölfe.

arte, 18.35 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)
Auch der zweite Teil der Odyssee der einsamen Wölfe erzählt die Rückkehr des Wolfes in seine alten, angestammten Territorien in Mitteleuropa. Der Wanderwolf Ligabue bricht in Norditalien auf und begibt sich auf diesem Weg auf die Suche nach einer passenden Partnerin. Doch in den französischen Seealpen nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, ein Wanderwolf aus Ostdeutschland, erreicht nach 1.500 Kilometern die weißrussische Grenze. Auch er hat mehrspurige Autobahnen unverletzt überwunden und reißende Flüsse durchschwommen. An der weißrussischen Grenze wartet jedoch eine ganz neue Bedrohung auf ihn: Hier gehört der Wolf noch zum jagdbaren Wild. Slavko, der dritte Wanderwolf, bricht in Slowenien auf. Seine Reise führt ihn durch die frostklirrenden Gebirge Österreichs und Italiens. Er ist es, der der europäischen Wolfsforschung ganz neue Erkenntnisse liefern wird. Gemeinsam mit den Forschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik wurden vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko wurden dafür mit den dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nacherzählt und gedreht. So ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die gleichzeitig die mythologische Bedeutung des Wolfes für Europa zeigt und die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe erlebbar macht – in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich. Die Sendung ist auch online verfügbar von 07/08 bis 14/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Mittwoch, 8. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Litauen – Grünes Land am Ostseestrand
Litauen ist das grüne Herz Europas. Denn hier liegt tatsächlich der geografische Mittelpunkt Europas. Ein einzigartiger Lebensraum für Biber und Störche, Wisente und Elche. Fotograf Kazimieras Mizgiris besucht ein ganzes Jahr lang die vier Regionen Litauens. Ein Land zwischen Sanddünen und urwüchsigen Wäldern, durchzogen von tiefen Flusstälern und ausgedehnten Seenlandschaften: Litauen – das grüne Herz Europas. Denn hier liegt tatsächlich der geografische Mittelpunkt Europas. Litauen, das ist auch die Heimat von Kazimieras Mizgiris. Der leidenschaftliche Naturfotograf und Bernsteinsammler erfüllt sich einen lang gehegten Traum: Ein Jahr lang durchstreift er die vier Regionen Litauens. Im Frühling wird Kazimieras Zeuge des Vogelzugs an der Ostseeküste, im Sommer trifft er auf Wildschweine in den sanften Hügellandschaften Oberlitauens, im Herbst beobachtet er Elche im Südosten. Seine Reise endet an den spektakulären Wanderdünen der Kurischen Nehrung. Die flüchtigen Sandformationen der weltberühmten Wanderdünen haben Kazimieras Mizgiris zur Fotografie gebracht. Die 120 Seen der Litauischen Schweiz bilden eine malerische Landschaft, nebelversunken und einzigartig. Am Memeldelta versammeln sich alljährlich Tausende Zugvögel – ein Naturspektakel, das auch die Greifvögel jedes Jahr zu diesem wichtigsten Nist- und Brutplatz in Litauen zieht. Wildschweine tummeln sich in den Weiten des Landes, genauso Wölfe, Wisente und Störche. Kazimieras Mizgiris besucht die traditionellen litauischen Holzschnitzer, die nach uralten Vorbildern Motive aus der Natur, dem Christen- und Heidentum fertigen. Im Spätherbst treiben die Stürme Bernstein an die Küste von Nida.

rbb Fernsehen, 15.00 Uhr
Jäger ohne Chance
Die cleveren Wildschweine von Usedom
Wildschwein-Alarm auf der Insel Usedom: In Rotten kommen die Tiere nachts aus Polen über die Grenze und richten auf deutscher Seite massive Schäden an, vor allem Maisfelder werden regelrecht umgepflügt. Danach kehren sie ins polnische Swinemünde zurück. Denn die cleveren Tiere wissen ganz genau, dass sie dort nicht gejagt werden. Sie gelten vielmehr als Touristenattraktion und werden mitten in der Stadt sogar gefüttert. „ARTE Re:“ begleitet den Förster Felix Adolphi und den Jäger Thilo Naumann bei ihrem aufreibenden Kampf gegen die Wühlschnauzen. Sie lesen Spuren, stellen Fallen und lassen sich immer wieder Neues einfallen – trotzdem sind die Wildschweine auf Usedom oft immer noch zu schlau für sie. Der Frust der Jäger und auch die Sorgen der Bauern scheinen den polnischen Nachbarn ziemlich egal zu sein, mehr noch: Der Tierfilmer Krzysztof Chomicz hat sich mit den Schwarzkitteln fast schon angefreundet und ist strikt gegen die Jagd. Und das, obwohl Wildschweine immer wieder auch gegenüber Menschen aggressiv werden und nachweislich Seuchen übertragen.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Wildes Polen
Tatra, Ostsee und Masuren
Wo leben in Europa noch Wisente in freier Wildbahn? Und wo brüten vermutlich mehr Zugvögel als in jedem anderen europäischen Land? In Polen. Die Natur dort steckt voller Überraschungen: Der Süden des Nachbarlandes zu Deutschland wird von den über 2.000 Meter hohen Gipfeln der Tatra überragt, im Nordosten formt die Biebrza eines der größten Sumpfgebiete Europas, ein Paradies für seltene Vögel wie den Kampfläufer. In Masuren brüten Abertausende Weißstörche, mehr als irgendwo sonst auf der Erde. Doch auch die viel scheueren und seltenen Schwarzstörche finden Schutz in großen Wäldern, die bis an die Ostsee reichen. Im Winter fegt ein eisiger Wind über Polens Osten. Nur wer ein dickes Fell hat, kann die kalte Jahreszeit in der Grenzregion zu Weißrussland überstehen. Den Wisenten macht die Kälte nichts aus. Ihr warmes Fell schützt die urtümlichen Rinder gegen jeden Schneesturm, doch der Hunger macht ihnen im Winter zu schaffen. Die Wisente hier gehören zu den Letzten ihrer Art. Einst bevölkerten wilde Herden die meisten Regionen auf unserem Kontinent. Heute existieren die einzigen freilebenden Herden Mitteleuropas im Osten von Polen. Klirrender Frost im Winter in Polen scheint Fischotter und Biber nicht zu stören, sie schwimmen und tauchen unbekümmert im eiskalten Wasser. Beide haben extrem dichtes Fell, das sie perfekt vor der Eiseskälte schützt. Obwohl Otter wie Biber im Wasser leben, sind sie keine Konkurrenten: Biber sind Vegetarier und ernähren sich im Winter von den Blatt- und Rindenvorräten. Fischotter sind das ganze Jahr über aktive Jäger und ernähren sich von Fischen und Krebsen. Sobald der Frühling in Polen Einzug erhält, wird es an der der Biebrza laut: Abertausende lärmende Vögel nutzen das riesige Sumpfgebiet, um zu rasten und zu brüten. Weißflügelseeschwalben und Schwarzhalstaucher bauen ihr Nest. Und die Balz der Kampfläufer beginnt: Mit auffälligen Gesten präsentieren sich die Männchen den Weibchen. Der Film gewährt überraschende Einblicke in die Naturvielfalt Polens. Ein Jahr lang arbeiteten die renommierten Tierfilmer Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse an dieser hochwertigen HD-Dokumentation. Die Dokumentation ist auch am Donnerstag, 9. August, um 10.25 Uhr im Bayerischen Fernsehen zu sehen.

Donnerstag, 9. August

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Tiere vor der Haustür (1/2)
Waschbär, Wildschwein und andere Nachbarn
Die Reportage von Ulli Rothaus begleitet Derk Ehlert, den Wildtierexperten des Berliner Senats, bei dessen denk- und merkwürdigen Begegnungen mit Mensch und Tier. Denn wo Menschen auf Tiere treffen, gibt es schnell Ärger. „Die Menschen wohnen gern im Grünen, am Stadtrand – und dann wundern sie sich, wenn plötzlich ein Wildschwein den Vorgarten umwühlt oder ein Waschbär den Dachboden in Beschlag nimmt“, sagt Ehlert. Zwischen Mensch und Tier zu schlichten – das ist sein Job. Er geht fast täglich auf Tour, um aufzuklären, zu beruhigen, aber auch um Tierfreunde vom Füttern abzuhalten. Oft verlangen empörte oder verängstigte Bürger von ihm ein „hartes Durchgreifen“: Er soll den Fuchs im Garten erschießen, der die niedlichen Kaninchen frisst, oder das Wildschwein, das sich im Sandkasten suhlt. Auch für wilde Vierbeiner ist Berlin die Hauptstadt: Neben 3,5 Millionen Menschen leben in Berlin geschätzt 5.000 Wildschweine, 3.000 Kaninchen, 2.000 Marder, 1.800 Füchse, 800 Waschbären – die „Big Five“ der deutschen Städte, wie Derk Ehlert sie nennt. Berlin ist ein Zoo ohne Zaun, die Stadt gilt als artenreichste Europas. Die Tiere erobern die Stadt. Kein Wunder – unsere Städte sind oft umgeben von öden, agrarindustriell geprägten Flächen, die ihnen kaum noch Nahrung bieten. Dagegen sind die vollen Mülltonnen in der Stadt für Tiere wie Supermärkte. Die Folge: Immer öfter sind unsere wilden Mitbewohner im Stadtbild zu sehen. Waschbären spazieren seelenruhig über Kreuzberger Dächer, Biber nagen an den Weiden im berühmt-berüchtigten Görlitzer Park, und direkt hinter dem Kanzleramt spielt seelenruhig eine Fuchsfamilie. Nicht alle Zweibeiner sehen das mit Freude: Aufgebrachte Eigenheimbesitzer werfen mit Spaten nach Wildschweinen, die ihre frisch bepflanzten Vorgärten zerwühlen. Besorgte Eltern haben Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm, aufgeregte Städter sehen jeden Waschbären als Problembären – und die Kinder füttern den Fuchs mit Pommes. Auf der anderen Seite ziehen Berliner mit viel Mühe wilde Feldhasen auf, füttern aus dem Nest gefallene Mauersegler durch und kümmern sich um kranke Krähen im Schrebergarten. Redaktionshinweis: Den zweiten Teil von „Wilde Tiere vor der Haustür“ zeigt 3sat am Freitag, 10. August, um 13.20 Uhr.

3sat, 13.50 Uhr
Wildes Überleben (1/5)
Geborene Jäger
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – zum Beispiel als Jäger. Jäger gibt es in der freien Wildbahn in allen Größen und Formen. Der Film stellt in spektakulären Aufnahmen einige dieser Beutemacher – wie Geparde und Steinadler – vor. Die Techniken, Beute zu machen, sind dabei vielseitig und einfallsreich und von vielen Faktoren abhängig – besonders von den physischen Eigenschaften der Jäger und Gejagten.

3sat, 14.35 Uhr
Wildes Überleben (2/5)
Rastlose Wanderer
Viele Tiere unternehmen unglaubliche Wanderungen: manche, um zu Brutgebieten zu gelangen, andere, um zum Überwintern oder um neue Nahrungsgebiete zu finden. Dabei lauern viele Gefahren. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Reisenden – wie die großen Herdentiere der afrikanischen Savannen. Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – selbst in extremsten Lebensräumen. Die Reihe „Wildes Überleben“ stellt diese Fähigkeiten vor.

3sat, 15.20 Uhr
Wildes Überleben (3/5)
Leben in Extremen
In der Natur ist der Kampf um Lebensraum so hart, dass einige Tierarten in extrem lebensfeindlichen Umgebungen Zuflucht suchen. Nichts kann sie bei der Besiedelung schrecken. Weder größte Hitze noch bittere Kälte, trockene Wüsten oder tiefste Meere halten sie ab. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Widerstandskämpfer.

3sat, 16.00 Uhr
Wildes Überleben (4/5)
Vorsprung durch Intelligenz
Bei der täglichen Nahrungsbeschaffung beweisen viele Tierarten verblüffende kognitive Fähigkeiten, sei es durch den Einsatz von Werkzeugen oder das Auffinden von weit entfernten Wasserstellen. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Schlaumeier

3sat, 16.45 Uhr
Wildes Überleben (5/5)
Tierische Kommunikation
Ob mit Rufen, Mimik, Körpersprache oder Duftstoffen: Tiere verständigen sich untereinander. Sie nutzen diese Fähigkeiten zum Beispiel, um vor Feinden zu warnen oder ihr Revier zu markieren. Ihre Kommunikation dient auch dazu, auf Futterquellen aufmerksam zu machen oder einen Partner zu finden. Der Film spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Sprachkünstler.

SR Fernsehen, 18.50 Uhr
Wir im Saarland – Das Magazin extra
Wild und Wüst – Uhu und Schwarzwild
„Wir im Saarland – Das Magazin extra“ ist diesmal tierisch unterwegs. Das Eulenpaar im Saarbrücker Wildpark hat gerade erst ein Junges bekommen und ist gar nicht begeistert, als Zoologe Wüst versucht, das Jungtier zu fangen. Anhand der Wildschweinrotte mit ihren vielen Frischlingen erklärt uns der Wildtierexperte, warum sich Mensch und Schwein gar nicht so unähnlich sind.

Freitag, 10. August

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Das Geheimnis des Jaguars
Im Dschungel Ecuadors
Fliegen fasziniert den jungen Kichwa-Indianer seit jeher. Er beobachtet den Militärhubschrauber auf dem kleinen Flugfeld im Osten Ecuadors. Der 16-jährige Angel möchte Pilot werden. Daheim in der Hütte am Rio Napo schmücken Poster von Flugzeugen die Wände. Doch wird dieser Traum nicht immer ein Traum bleiben? Soll er nicht doch lieber Schamane werden wie sein Vater Venancio? Der Wind der Rotorblätter weht dem jungen Kichwa-Indianer fast die Baseballmütze vom Kopf. Seine dunklen Augen folgen einem Militärhubschrauber, der auf einem kleinen Flugfeld im Osten Ecuadors landet. So nah war der 16-jährige Angel seinem Traum vom Fliegen noch nie – er möchte Pilot werden. Sein Vater Venancio ist Schamane: Mit dem uralten Wissen über die Heilpflanzen des Regenwaldes ist Angel groß geworden und die mysteriösen Rituale seines Vaters haben ihn schon immer fasziniert. Venancio nimmt seinen Sohn daher auf eine Reise durch den Dschungel Ecuadors mit. Er soll Kontakt zu den heiligen Tieren aufnehmen. So begegnet er der mächtigen Anakonda, die ihre Kraft auf ihn überträgt, und dem Jaguar. Vor ihm verspürt kein Kichwa-Schamane Angst, schließlich leben in ihm die Ahnen weiter. Nur die kaum 15 Zentimeter großen Zwergseidenäffchen muss Angel fürchten, sprechen aus ihnen doch böse Dämonen. Die Kichwa verehrten schon immer die Tiere des Urwaldes, und so stoßen Vater und Sohn auf ihrem Weg durch den Dschungel auch auf alte Felsgravuren. Eine davon zeigt den Feuervogel. Einer Kichwa-Legende zufolge raubte dieser kleine Kolibri einst einem mächtigen Geist das Feuer und brachte es den Menschen. Heute ist bekannt, dass die Kichwa-Legende den seltenen Topaskolibri meint. Nur wenige Menschen haben ihn je gesehen, gefilmt wurde er in freier Wildbahn noch nie zuvor. Angel und sein Vater haben das besondere Glück, den farbenprächtigen Vogel zu entdecken. Mit den Eindrücken der Reise kehrt Angel in die Hütte am Rio Napo zurück. Doch fällt ihm jetzt die Entscheidung für seine Zukunft leichter?

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Tiere vor der Haustür (2/2)
Tierische Plagen in der Stadt
Die Reportage von Ulli Rothaus begleitet Derk Ehlert, den Wildtierexperten des Berliner Senats, bei dessen denk- und merkwürdigen Begegnungen mit Mensch und Tier. Denn wo Menschen auf Tiere treffen, gibt es schnell Ärger. „Die Menschen wohnen gern im Grünen, am Stadtrand – und dann wundern sie sich, wenn plötzlich ein Wildschwein den Vorgarten umwühlt oder ein Waschbär den Dachboden in Beschlag nimmt“, sagt Ehlert. Zwischen Mensch und Tier zu schlichten – das ist sein Job. Er geht fast auf tierische Tour, um aufzuklären, zu beruhigen, aber auch um Tierfreunde vom Füttern abzuhalten. Oft verlangen empörte oder verängstigte Bürger von ihm ein „hartes Durchgreifen“: Er soll den Fuchs im Garten erschießen, der die niedlichen Kaninchen frisst, oder das Wildschwein, das sich im Sandkasten suhlt. Auch für wilde Vierbeiner ist Berlin die Hauptstadt: Neben 3,5 Millionen Menschen leben in Berlin geschätzt 5000 Wildschweine, 3000 Kaninchen, 2000 Marder, 1800 Füchse, 800 Waschbären – die „Big Five“ der deutschen Städte, wie Derk Ehlert sie nennt. Berlin ist ein Zoo ohne Zaun, die Stadt gilt als artenreichste Europas. Die Tiere erobern die Stadt. Kein Wunder – unsere Städte sind oft umgeben von öden, agrarindustriell geprägten Flächen, die ihnen kaum noch Nahrung bieten. Dagegen sind die vollen Mülltonnen in der Stadt für Tiere wie Supermärkte. Die Folge: Immer öfter sind unsere wilden Mitbewohner im Stadtbild zu sehen. Waschbären spazieren seelenruhig über Kreuzberger Dächer, Biber nagen an den Weiden im berühmt-berüchtigten Görlitzer Park, und direkt hinter dem Kanzleramt spielt seelenruhig eine Fuchsfamilie. Nicht alle Zweibeiner sehen das mit Freude: Aufgebrachte Eigenheimbesitzer werfen mit Spaten nach Wildschweinen, die ihre frisch bepflanzten Vorgärten zerwühlen. Besorgte Eltern haben Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm, aufgeregte Städter sehen jeden Waschbären als Problembären – und die Kinder füttern den Fuchs mit Pommes. Auf der anderen Seite ziehen Berliner mit viel Mühe wilde Feldhasen auf, füttern aus dem Nest gefallene Mauersegler durch und kümmern sich um kranke Krähen im Schrebergarten.

3sat, 17.30 Uhr
Geschichte der Tiere: Die Katze
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. „Terra X: Geschichte der Tiere“ erzählt alles Wissenswerte dieser Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Geschichte der Katze. Vor etwa 11 000 Jahren kommt sie auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen aus der Wildnis und erobert sich einen Platz in der Zivilisation. Ihrem Wesen nach aber bleibt die Hausmieze eine Wildkatze. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky hat einmal über die Katze gesagt, sie sei das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet habe, er müsse es versorgen, ohne dass es selbst dafür etwas tun müsse. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich überaus eigensinnig. Die Katze gehorcht nicht, will sich nicht unterordnen und bleibt ein sturer Einzelgänger. Selbst die treueste und verschmusteste Katze der Welt kann schon mal von heute auf morgen die Beziehung zu ihrem Besitzer beenden und grußlos für immer verschwinden. Katzenhalter können sich ihres unberechenbaren Mitbewohners nie hundertprozentig sicher sein. Dabei ist es die Katze – genauer gesagt die Falbkatze – die vor rund 11 000 Jahren in einer Art „Selbstdomestikation“ die Welt des Menschen betritt. Doch anders als der Hund wartet das kleine Raubtier damit, bis die Jäger und Sammler des Alten Orients das Feuer beherrschen und sesshaft sind. Ihre Karriere beginnt sie als Resteverwerter und erfolgreicher Mäusejäger. Kein anderes Haustier beherrscht die Technik des Lauerns, des schnellen Zugriffs und Tötens so wie die Katze. Die Jungsteinzeitler schätzen sie dafür. Und nicht nur sie, wo immer in den folgenden Jahrtausenden auf dem Globus Siedlungen entstehen, gehört mindestens eine Katze zum Haushalt. Kultische Verehrung erfahren die Samtpfoten vor allem im Alten Ägypten. Forscher sagen, dass das Pharaonenreich ihren Wohlstand auch den Katzen zu verdanken habe, die in den zahlreichen Getreidespeichern Ratten und Mäusen nachstellten. Für ihre wertvollen Dienste werden die Jäger sogar vergöttlicht. Millionen enden trotzdem als Opfergabe an die Katzengöttin Bastet, die Ägypter kaufen von Händlern teure Katzenmumien. Mehr als einmal werden die Käufer dabei über den Tisch gezogen, wie jüngste Untersuchungen offenbaren. Nicht in jedem Exemplar ist auch tatsächlich Katze enthalten. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Röntgenbildern Hölzer, Hunde- und andere Tierknochen. Die Nachfrage hat das Angebot zeitweise offensichtlich bei weitem überstiegen. Das erklärt vielleicht auch, warum die Pharaonen den Export von Katzen in fremde Länder unter Todesstrafe gestellt haben. Um 500 vor Christus gelangen über Griechenland trotzdem die ersten Katzen nach Europa und vermischen sich mit der dort heimischen Wildkatze. In Italien erobern sie als exotische Luxusgeschöpfe zunächst die Herzen der reichen Damen, bevor sie im Römischen Reich auch kultische Weihen erhalten. Erst ab dem 2. Jahrhundert nach Christus ist die Katze ein Haustier für alle und erweist sich als nützlicher Jäger auf üble Nager. Marder und Wiesel, die dafür immer eingesetzt wurden, sind schon bald aus dem Rennen – auch deshalb, weil Katzen nicht so stinken und viel reinlicher sind. Im nebligen Germanien beginnt man, die Wildkatze anzuhimmeln. Sie ist aber nicht domestiziert, sondern als mystische Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin Freya vorbehalten. Mit der Christianisierung jedoch folgt der tiefe Fall. Die Katze wird als Geschöpf des Teufels, der Hexen und Dämonen verdammt und später manchmal auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr schlechtes Image hält sich über Jahrhunderte. Noch im späten Mittelalter entstehen zahlreiche Sprichwörter, Mythen und Legenden – alle mit eindeutig negativer Botschaft. Nach damaligem Verständnis verkörpern Katzen weibliche Laster. Sie gelten als unmäßig, diebisch, treulos und sündig. Das halbwilde, unkontrollierbare Wesen von Katzen, die nächtlichen Jagdausflüge und das lautstarke Paarungsverhalten sorgen bis ins 18. Jahrhundert für Misstrauen und Verfolgungsexzesse durch Kirche und Staat. Erst ab dem 19. Jahrhundert gewinnt die Katze wieder an Ansehen. Dafür sorgt unter anderem der deutsche Zoologe Alfred Brehm. Inzwischen ist sie gesellschaftlich rehabilitiert, geliebt und bewundert. Manche von ihnen sind prominent, einige kosten ein Vermögen, Millionen leben als eigenwillige Stubentiger auf dem Sofa.

3sat, 18.15 Uhr
Geschichte der Tiere: Der Hund
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die zweiteilige „Terra X“-Reihe erzählt alles Wissenswerte dieser einzigartigen Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung. „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“ Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern Recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. „Canis lupus“ ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher. Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in ihre Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen – die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren. Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt ihre vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt. Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der Jahrtausende alten Geschichte zwischen Mensch und Hund.

Phoenix, 20.15 Uhr
Unterwegs in der Urzeit
Jäger und Gejagte
160 Millionen Jahre lang beherrschten die Dinosaurier das Leben auf unserem Planeten, bis der Einschlag eines riesigen Meteoriten ihre Existenz für immer vernichtete. Was geschah danach? Nur die Säugetiere überlebten die Naturkatastrophe vor 65 Millionen Jahren. Zu der Zeit waren sie nicht viel mehr als kleine pelzige Geschöpfe, die sich in den nächsten 20 Millionen Jahren zur herrschenden Klasse entwickeln sollten. Durch ihre Anpassungsfähigkeit waren sie in der Lage, jeden Lebensraum und jede Klimazone zu besetzen und das Leben auf der Erde entscheidend zu beeinflussen.

Phoenix, 21.00 Uhr
Unterwegs in der Urzeit
Land der Giganten
In faszinierenden Bildern schildert die Serie die Entwicklung der Säugetiere. Die Zuschauer treffen auf katzengroße Urpferde, die von riesigen Säbelzahntigern gejagt werden

Samstag, 11. August

3sat, 6.35 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

SWR Fernsehen, 18.45 Uhr
Die Wölfe kommen
Rückkehr des Wolfes nach Europa
Anfang August 2015 hat ein „hundeartiges Tier“ im Landkreis Miesbach eine Schafherde angegriffen. Eine genetische Analyse bestätigte den Verdacht: Ein Wolf hat die Schafe in der Nacht vom 6. auf den 7. August gerissen. Die Nachricht sorgte für Furore, denn es ist nicht der erste Fall. Schon 2006 tauchte der erste Wolf in Oberbayern auf – er und seine Nachfolger stammen aus der italienischen Südwestalpenpopulation. Aber auch von den südöstlichen Ländern Europas wie Kroatien und Slowenien breiten sich die Wölfe wieder aus – Schritt für Schritt erobern sie sich die Alpen zurück. Denn dort ist noch Platz für junge Wölfe, die einen neuen Lebensraum suchen müssen. Im Rewilding Europe Projekt in Portugal, dem westlichsten Küstenstaat Europas, sind die Iberischen Wölfe willkommen. Denn für den nachhaltigen Tourismus ist die Rückkehr der großen Räuber wie Wolf und Luchs überaus wertvoll. In Zukunft sollte man nicht mehr nach Nordamerika reisen müssen, um Wölfe beobachten zu können – so die Vision der Organisation. Und wie es die Beispiele in Europa zeigen – die meisten Halter von Nutztieren haben dank ausgebildeter Herdenschutzhunde und elektrischer Zäune kaum mehr Schaden durch die Wölfe. Auch in Deutschland leben wieder etliche Wolfsrudel. Aber ausgerechnet im Wolferwartungsland Bayern wird der Wolf nicht akzeptiert. Doch der Vorfall im August 2015 zeigt, dass es an der Zeit ist, auch dort eine Lösung zu finden.

Sonntag, 12. August

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Wilde Slowakei
Die Slowakei, eingerahmt von Österreich, Ungarn, der Ukraine, Polen und Tschechien, liegt im Herzen Europas, doch nur wenig ist über diesen Staat bekannt. Das kleine Land hat so manche Naturschätze zu bieten und auch in der Tier- und Pflanzenwelt gibt es so manche Besonderheiten, die der Filmemacher Jan Haft mit der Kamera eingefangen hat. Die Vielgestaltigkeit der slowakischen Natur überrascht, denn auf gut 49.000 Quadratkilometern befinden sich Überschwemmungsebenen und Flussauen, schroffe Hochgebirge und sanfte Hügellandschaften mit der jeweils typischen Fauna und Flora. Endemiten und Raritäten wie die seltene Tatra-Gämse werden in „Wilde Slowakei“ vorgestellt. Die Slowakei hat sich in Teilen ihre Ursprünglichkeit bewahrt, was sich schon darin äußert, dass noch mehrere Hundert Wölfe und Bären durch uralte Wälder streifen. „Wilde Slowakei“ ist ein faszinierender Ausflug in eines der schönsten und überraschendsten Länder Mitteleuropas. Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte – die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich XXL
Wildes Frankreich
Leben wie Gott in Frankreich: Dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Doch nicht nur die Menschen und ihr Lebensstil machen das Savoir-vivre in Frankreich aus; das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: Der Braunbär lebt dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten ist von Bergen geprägt. Hier verlaufen die Alpen. Hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger in dieser Region ist der Wolf. Er war ebenso wie der Braunbär fast ausgerottet, kehrt jedoch nach und nach in seine angestammten Reviere zurück. Die Vogesen im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Meter Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Ein Weibchen sucht einen Partner, um eine Familie zu gründen. Doch zuvor wartet noch der Hausbau. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau, eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten. Eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. Die Cevennen sind eine wilde Bergregion im Süden Frankreichs. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Diese Greifvögel haben keinen allzu guten Ruf, aber sie spielen eine wichtige Rolle in diesem Ökosystem. Als Entsorgungstrupp der Natur beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so, dass Bakterien und Verwesungsgifte das Wasser verseuchen, auf das alle Lebewesen hier angewiesen sind. Eine ganz spezielle Rolle im „Wilden Frankreich“ spielt eine Mittelmeerinsel: Korsika beherbergt eine sehr ursprüngliche Natur, das Naturschutzgebiet La Scandola ist das älteste von ganz Frankreich. Sein Symboltier ist der Fischadler, dessen Bestand hier seit einiger Zeit wieder zunimmt. Aber auch die Meeresgewässer vor La Scandola enthalten einen ungeheuren Reichtum an Tieren und Pflanzen. Ein besonderer Bewohner ist der Zackenbarsch. Zackenbarsche sind Hermaphroditen. Sie werden alle als Weibchen geboren, aber im Alter von zehn Jahren wechseln sie das Geschlecht und werden zu Männchen. Im Frühsommer versammeln sich Männchen und Weibchen. Sie umtanzen einander und wechseln dabei ihre Farben. Alles zum Zwecke der Verführung und Vermehrung.