JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 15. Dezember 2019.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 04.11. - 10.11.2019

Montag, 4. November

arte, 9.35 Uhr
Arktis: Ein Junge wird Jäger
Immer weniger Polar-Inuit-Jungen wollen Jäger werden. Der zwölfjährige Qaaqqukannguaq ist eine Ausnahme. Zusammen mit seinem Vater begibt er sich zum ersten Mal auf eine mehrtägige Jagdreise mit dem Hundeschlitten durch die Eiswüste. Die beiden werden 70 Kilometer von ihrer winzigen Siedlung Savissivik aus bis zur Eiskante am Kap York zurücklegen. ARTE begleitet sie dabei. In einer der nördlichsten besiedelten Regionen der Welt, die zehn Monate im Jahr von Eis bedeckt ist, ist Jagen eine der wenigen Möglichkeiten für die Menschen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch die Jagd bedeutet für die Polar-Inuit nicht nur Versorgung. Aus ihr leiten sie nach wie vor ihre kulturellen Werte und ihre Identität ab. „Erst wenn du jagen kannst, bist du ein Mann“, sagen die Väter heute noch zu ihren Söhnen. Auf einer tagelangen Reise durch eine von bizarren Eisbergen gesäumte weiße Wüste wird der erst zwölf Jahre alte Qaaqqukannguaq die schwierige Kunst der Polarjagd von seinem Vater lernen. Er wird die Peitsche so schwingen und die Hunde so hetzen, bis sie Furcht vor ihm haben und ihm bei jeder der gefährlichen Wasserspalten oder Risse im Eis gehorchen. Er wird mit dem Blick die blendende Schneedecke nach Robben und Walrossen bis zum Horizont abtasten und sich dann langsam – im Schutz eines weißen Holzgestells – an das Tier heranpirschen. Er wird in den hellen Nächten und bei Sturm mit seinem Vater ein Zeltlager auf den Schlitten spannen und die frische Robbenleber in einem mit Schnee gefüllten Topf auf dem Primuskocher garen. Vor allem aber wird er lernen, das Eis zu lesen. An kaum sichtbaren Zeichen soll Qaaqqukannguaq blitzschnell erkennen, ob eine Gletscherwand gleich einbricht oder ob sich unter der ebenen Schneefläche eine Spalte im Eis verbirgt. Allein an den Windverwehungen soll er merken, welchen Kurs er mit seinem Schlitten gerade steuert. Kurzum: Qaaqqukannguaq soll auf dieser Reise zum richtigen Jäger werden.

3sat, 16.15 Uhr
Die Kommunikation der Tiere (1/3)
Mimik, Gestik, Körperhaltung
Ob im Dschungel, auf Bergen oder im Meer – Tiere kommunizieren auch ohne Worte ständig. Wissenschaftler erforschen diese besondere Sprache und machen faszinierende Entdeckungen. Wie stellen Wölfe die Rangfolge im Rudel klar? Warum tanzt ein Arabischer Tahr in der Wüste? Wie setzen Schimpansen ihren Willen durch? Weltweit untersuchen Verhaltensforscher die Körpersprache von Tieren und stellen enorme Gemeinsamkeiten mit dem Menschen fest. Ob Reptil, Säugetier oder Vogel – alle Tiere kommunizieren mittels Körpersprache. Es geht um Dominanz, soziale Bindung, Verteidigung, Balz und Verführung. Vom Kaptölpel im Süden Afrikas über den Tahr in den Wüsten Arabiens bis hin zu Schimpansen in einem schottischen Zoo analysieren Wissenschaftler die besondere Körpersprache der Tiere. Selbst bei bereits gut erforschten Tierarten gibt es noch erstaunlich viel zu entdecken. Neue Erkenntnisse zeigen, dass es wesentlich mehr Gemeinsamkeiten zwischen der Körpersprache von Mensch und Tier gibt, als bisher bekannt war.

3sat, 17.00 Uhr
Die Kommunikation der Tiere (2/3)
Rufe und Laute
Die Lebensräume von Tieren sind von Rufen und Lauten erfüllt. Wissenschaftler analysieren deren Bedeutung und stoßen auf Erstaunliches. Wildhunde, die demokratisch abstimmen, Fische, die ihre Absichten lauthals äußern, und Giraffen, die summen – selbst gut erforschte Tierarten überraschen Forscher. Fest steht, dass die Kommunikation der Tiere deutlich ausgefeilter ist, als bisher angenommen. Nicht nur Menschen haben eine komplexe Sprache entwickelt. Auch wenn Tiere keine Worte verwenden, kommunizieren sie ständig mittels Lauten und Rufen. Junge Seebären finden so ihre Mutter wieder, Meerkatzen können mittels eines ausgeklügelten Alarmsystems vor Bedrohungen aus der Luft und am Boden warnen, Elefanten und Giraffen halten Kontakt zu anderen Artgenossen, und Fische verteidigen lautstark ihr Revier. Neue Aufnahmeverfahren ermöglichen es Wissenschaftlern, einzelne Tiersprachen zu isolieren und zu analysieren. Ihre Erkenntnisse sind nicht nur erstaunlich, sondern können in Zeiten von Lärmverschmutzung und Klimawandel auch zum Schutz gefährdeter Tierarten beitragen.

3sat, 17.45 Uhr
Die Kommunikation der Tiere (3/3)
Geheimnisvolle Signale
Tiere kommunizieren nicht nur mittels Rufen und Gesten, sondern auch auf subtilere Weise – durch Gerüche und Farben. Wissenschaftler weltweit analysieren diese verborgene Sprache der Tiere. Warum wird bei Lisztaffen immer nur ein Weibchen schwanger? Warum glühen Chamäleons? Und wie flirten Lemuren? Ohne Hilfsmittel sind tierische Kommunikationsformen für Menschen oft nicht wahrnehmbar. Doch ihre Erforschung kann dazu beitragen, bedrohte Arten zu retten. Rund 500 Primaten-Arten gibt es weltweit – die Hälfte von ihnen gilt als bedroht. Um den Fortbestand von Lemuren, Lisztaffen und anderen zu sichern, erforschen Wissenschaftler das Paarungsverhalten der Tiere. Düfte spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie können Balzverhalten auslösen. Wie viel Information in einem Geruch versteckt sein kann, zeigt sich bei Nashörnern. Ihr Dung gibt Auskunft über Geschlecht und Paarungswilligkeit und hilft ihnen, Freund von Feind zu unterscheiden. Chamäleons setzen wiederum auf eine weitere Methode. Ihre bunten Farbspiele sind bekannt, dass sie aber auch für den Menschen nicht sichtbares Licht abgeben, ist neu.Je mehr Wissenschaftler über Zusammensetzung und Wirkung von duftenden und visuellen Signalen erfahren, umso besser können sie zum Schutz vieler bedrohter Tierarten beitragen – und vielleicht einige vor dem Aussterben bewahren.

Dienstag, 5. November

arte, 8.45 Uhr
Stadt, Land, Kunst
Goldrausch in einer alaskischen Kleinstadt
Alaska ist der nördlichste und größte Bundesstaat der USA. Das naturbelassene, teilweise recht karge Gebiet wird von Grizzlybären und Luchsen gut bewacht. Doch selbst das hielt gewisse Abenteurer im 19. Jahrhundert nicht davon ab, am Hafen der Kleinstadt Haines anzulegen und es mit den Naturgewalten aufzunehmen …

3sat, 16.15 Uhr
Die neue Wildnis (1/3)
Frühling
Die Oostvaardersplassen, das größte Feuchtgebiet der Niederlande, lag vor 40 Jahren noch unter dem Meeresspiegel. In der unberührten Natur kann man den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Im Frühling herrschen Gedränge und Trubel auf den Wiesen und in den Sümpfen des Naturschutzgebiets. Die Überfülle neuen Lebens versucht in spektakulären Gefechten, ihr eigenes Terrain zu erobern. Mit Krach und stolzem Gehabe wollen sich alle Arten behaupten. Oostvaardersplassen ist ein junges Naturgebiet von 5600 Hektar Land zwischen Almere und Lelystad – etwa 30 Kilometer nordöstlich von Amsterdam. Zwar wurde die Provinz von Menschenhand geschaffen, aber sie ist doch eine der unberührtesten Naturlandschaften Europas. Bei der Trockenlegung der zwölften Provinz der Niederlande gab es zuerst Pläne, die Oostvaardersplassen zu einem Industriegebiet zu machen. Da der Boden aber zu nass war, entschied man sich dafür, der Natur ihren Lauf zu lassen. Das Gebiet ist inzwischen als Sumpfland und Überwinterungsregion für Vögel von internationaler Bedeutung. Die trockeneren höheren Landstriche sind sehr geeignet für große Grasfresser wie Konikpferde, Rothirsche und Heckrinder. Oostvaardersplassen ist ein Schutzgebiet unter der gesetzlichen Aufsicht der staatlichen Forstverwaltung und beschränkt zugänglich für Besucher. Zwei weitere Folgen (Sommer und Herbst/Winter) sind im Anschluss ab 17.00 Uhr auf 3sat zu sehen.

Mittwoch, 6. November

arte, 7.10 Uhr
360 Grad – Geo Reportage
Kurt und seine Wölfe
Wie ticken Wölfe? Wer ist schlauer, Hund oder Wolf? Welche wölfischen Fähigkeiten hat der Hund aufgegeben, um mit dem Menschen leben zu können? Um dies herauszufinden, arbeitet Professor Kurt Kotrschal als Teil eines Forscherteams in Ernstbrunn bei Wien im einzigen Wolf Science Center der Welt. In diesem Jahr nimmt das Center einen neuen Wurf Timberwölfe auf, die, von Hand aufgezogen, im Alter von fünf Monaten in die bereits bestehenden Rudel eingegliedert werden sollen. „360° Geo Reportage“ hat die Forscher und ihre Zöglinge während dieser spannenden Zeit besucht. 12 Wölfe, 17 Hunde – mit diesen Tieren, die in unterschiedlich großen Gruppen leben, arbeiten die Forscher im Wolf Science Center bei Wien, um herauszufinden, wie sehr sich Hunde und Wölfe noch unterscheiden. In diesem Jahr nimmt das Center einen neuen Wurf Timberwölfe auf, die, von Hand aufgezogen, im Alter von fünf Monaten in die bereits bestehenden Rudel eingegliedert werden sollen. Als Vorfahren unserer Hunde übten Wölfe schon immer eine Faszination auf uns Menschen aus. Die einen lieben sie, die anderen fürchten sie. Doch richtig erforscht sind diese Tiere bis heute nicht. Das Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn bei Wien stellt sich nun dieser Aufgabe. Hier werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wölfen und Hunden untersucht, und unter anderem wird erforscht, wie sehr der Wolf dem Menschen in seinem Sozialverhalten ähnelt. Dr. Friederike Range und Dr. Zsófia Virányi haben gemeinsam mit Prof. Kurt Kotrschal diese Einrichtung ins Leben gerufen. Bisher leben neben 17 Hunden auch 12 Wölfe im Wolfsforschungszentrum, alles erwachsene Tiere, die von den Forschern per Hand aufgezogen wurden. In diesem Frühjahr kommen neue Welpen hinzu, aus Russland und Kanada. Diese Jungtiere werden in Ernstbrunn ein neues Rudel bilden, bis sie im Herbst mit den Alttieren zusammengebracht werden. Nur durch diese intensive Aufzucht können die Wölfe zu den Partnertieren ausgebildet werden, die die Wissenschaftler für ihre Experimente brauchen. Seit 2008 gibt es das Projekt nun schon, diverse Erkenntnisse konnten schon gewonnen werden. Vieles ist noch unbekannt. Etwa, warum die Wölfe heulen. So sind diese neuen Jungtiere ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Wesens der Wölfe. Dafür müssen die Forscher um Professor Kotrschal aber erst einmal ihr Vertrauen gewinnen.

Donnerstag, 7. November

ARD-alpha, 20.15 Uhr
Goldgräber und Grizzlybären: Unterwegs in West Kanada
Unberührte Landschaft, so weit das Auge reicht: Das ist das Cariboo-Gebiet in British Columbia – 80.000 Quadratkilometer Natur pur. Während des Indian Summer explodieren hier im Westen Kanadas die Farben. Die Filmautorin Monika Birk reist in das Land der Bären, der endlosen Wälder, unzähliger Seen und rauschender Flüsse – und das Land der Goldgräber. Unberührte Landschaft, so weit das Auge reicht: Das ist das Cariboo-Gebiet in British Columbia – 80.000 Quadratkilometer Natur pur. Während des Indian Summer explodieren hier im Westen Kanadas die Farben. Die Filmautorin Monika Birk reist in das Land der Bären, der endlosen Wälder, unzähliger Seen und rauschender Flüsse – und das Land der Goldgräber. Weiter geht es auf den Spuren der Lachse an den Quesnel Lake. Im Herbst schwimmen Tausende Rotlachse aus dem Pazifik zurück an ihren Geburtsort in der Cariboo-Region, um dort zu laichen und zu sterben – ein Festmahl für die Bären. Monika Birk trifft einen echten Bärenflüsterer und erlebt Grizzlys hautnah.

ARD-alpha, 21.00 Uhr
Jagdkumpane – Wie der Hund auf den Mensch kam
Es begann vor mehr als dreißigtausend Jahren. Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte – und vielfach hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die Jagd hat also Hund und Mensch zusammengeschweißt. Und diese Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Doch nun soll der Hund seinen Jagdtrieb fast gänzlich ablegen und stattdessen Kind und Partner ersetzen. Es begann vor mehr als dreißigtausend Jahren. Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte – und vielfach hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die Jagd hat also Hund und Mensch zusammengeschweißt. Und diese Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Doch nun soll der Hund seinen Jagdtrieb fast gänzlich ablegen und stattdessen Kind und Partner ersetzen. Der Hund tut, was seit Jahrtausenden von ihm erwartet wird: Er passt sich an – doch nicht immer ohne Zwischenfälle. Denn Hund sein, heißt Jäger sein!

ARD-alpha, 21.45 Uhr
62 Nasen im Jagdfieber
Die Reportage über den Hamburger Schleppjagd-Verein ist eine Geschichte über alte Traditionen und Etikette, über Tierliebe und -erziehung sowie nicht zuletzt über Sport und Gemeinschaft. Heiko Lindner ist der hauptberufliche Huntsman des Hamburger Schleppjagd-Vereins. Eigentlich sind 62 Hunde wirklich genug für ihn. Nun ist seine Meute aber nicht nur durch den jüngsten Wurf auf 73 Mitglieder angewachsen. Nein, zu allem Überfluss hat Welpenmutter Greta einen Milchstau und kann die Jungen nicht säugen lassen. Also muss Heiko Lindner neben seiner eigentlichen Arbeit fünf Stunden täglich damit verbringen, die Kleinen mit der Flasche aufzupäppeln. Seine 62 ausgewachsenen Meutehunde sind bis zu 40 Kilogramm schwere Foxhounds. Jeder einzelne ist für ihn ein Familienmitglied. Gleichzeitig ist er aber auch ihr Chef, hat sie vom Welpenalter an auf den Geruch der „Schleppe“ geschult. Seine Meute führt mit der Nase bei Schleppjagden das Feld der Reiter nach alter, englischer Tradition an. Ohne Heiko Lindner und seine Meute würde der Club nicht funktionieren. Im November veranstaltet der Hamburger Schleppjagd-Verein die größte deutsche Schleppjagd im niedersächsischen Sudermühlen. Mehr als 100 Reiter starten über die etwa 20 Kilometer lange Strecke, bei der so manches Naturhindernis genommen werden muss. Die Hunde sind schon vor dem Start in heller Aufregung. Heiko Lindner übergibt dann das Kommando an den „Master“ Jens Möllering, der die Jagd leitet. Die Hunde sind so gut geschult, dass ihr Huntsman das Kommando auch an ein kleines Mädchen abgeben könnte. Am Ende der Jagd hat die Meute von Heiko Lindner die Schleppe bis zum Ziel verfolgt. Im Gegensatz zu früher werden keine echten Tiere mehr gehetzt, sondern ein künstlicher Köder. Die Hunde stürzen sich auf dem Halali-Platz auf einen übel riechenden Rinderpansen zur Belohnung, die Reiter bekommen nach alter Tradition und Etikette einen Tannenzweig. Und dazu gehört auch warmer Whisky und Erbsensuppe am Lagerfeuer. Die Reportage über den Hamburger Schleppjagd-Verein ist eine Geschichte über alte Traditionen und Etikette, über Tierliebe und -erziehung sowie nicht zuletzt über Sport und Gemeinschaft.

Freitag, 8. November

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
die nordstory – Ein grenzwertiger Zaun
Dänemark macht dicht
Für einige Menschen ist es nur ein Drahtgestell, für andere eine Geldquelle oder eine Provokation: Der sogenannte Wildschweinzaun, ein 70 Kilometer langes Bauwerk, das an der deutsch-dänischen Grenze entsteht, erhitzt die Gemüter. Aus Angst vor der Afrikanischen Schweinepest hat die dänische Regierung fast elf Millionen Euro für den Zaun investiert, um die heimischen Schweine vor der Krankheit und damit die Schweinefleischindustrie zu schützen. Der Bauauftrag war europaweit ausgeschrieben, lachender Gewinner ist Henrik Hallenberg Rasmussen aus dem dänischen Fredericia. Er hat den Zuschlag für den Bau und auch für die Instandhaltung bekommen. Ein Megaauftrag für sein kleines Unternehmen. Der Zaunbauer ist dadurch gewissermaßen zum „Zaun-König“ geworden. Bente Lück aus dem nordwestlichen Schleswig-Holstein ist bei der ganzen Angelegenheit gar nicht zum Lachen zumute. Die Lehrerin und Planwagen-Betreiberin fühlt sich wie viele andere Menschen aus der Region durch das Projekt ausgegrenzt. Sie versucht nun, aus der Not eine Tugend zu machen und vermarktet den Zaun jetzt touristisch. Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner im Grenzland gehen jetzt auf die Barrikaden. Der Jagdexperte Hans Kristensen etwa hat in einer Facebook-Aktion den Widerstand organisiert, weil er die Fachlichkeit des Zaunes infrage stellt. Kreative Jugendliche und internationale Künstler verzieren und verspotten das anthrazitfarbene Objekt. Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt berichten darüber. Erst im November 2019 soll das Bauwerk fertig sein. Aber schon seit Längerem gibt es große Lücken und auch juristische Blockaden rund um einen grenzwertigen Zaun in einer wunderschönen Gegend.

Samstag, 9. November

hr-fernsehen, 21.45 Uhr
Die Rhön – Naturschönheiten im Land der offenen Fernen
Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die aus wissenschaftlicher Sicht ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensräumen machen die Rhön zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Wolf, Luchs und Wildkatze. Der Film folgt Landschaft und Lebensräumen durch die Jahreszeiten, beobachtet seltene und besondere Tiere und Pflanzen und lässt dabei auch den Menschen nicht außen vor.

National Geographic WILD, 22.35 Uhr
Tödliche Wildnis – Mensch in Gefahr
Staffel 1, Folge 1 – Grizzly-Attacke
Sieben Teenager verbringen ihre Sommerferien auf einem Survival Trip in der Wildnis. Nach 25 Tagen Training mit einem Lehrer sind die Jugendlichen auf sich allein gestellt. Als sich die Gruppe in die Wildnis hinauswagt, schreckt sie einen Bären auf, der sie sofort angreift und zwei Jungs schwer verletzt. Dreitausend Meilen entfernt werden Camper am Soda Butte Campingplatz unsanft von einem aggressiven Bären auf der Suche nach Nahrung geweckt. Drei Gruppen werden unabhängig voneinander angegriffen und müssen um ihr Leben kämpfen. Weitere Folgen von „Tödliche Wildnis – Mensch in Gefahr“ sind täglich um 22.35 Uhr auf National Geographic WILD zu sehen.

Sonntag, 10. November

arte, 18.25 Uhr
Zu Tisch im Rheinland
Heidi und Johannes Kircher sind Besitzer eines Gänsehofes und teilen eine Passion für die Jagd. Für die Jagdfreunde bereitet Heidi Sauerbraten vom Wild zu. Die Wildschweinkeule wird mehrere Tage in Essigbeize mariniert. Für Sauerbraten nach rheinischer Art wird die Soße mit Rosinen zubereitet. Die Sendung ist auch online verfügbar von 09/11 bis 10/12 auf dem Internetportal von ARTE.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Fear Island
Im Reich der Riesen-Bären
Admiralty Island, Alaska: Expeditionsleiter Bradley Trevor Greive führt ein Team aus Biologen, Filmemachern und Spurenlesern tief in die Wildnis von Kootznoowo, der Bärenfestung, wie die Insel in der Sprache der Tlingit heißt. Die Insel ist berüchtigt für ihre riesige Braunbärenpopulation. Doch die Forscher haben ein besonderes Ziel. Sie wollen den Mythos des 3,5 Meter großen und ist zu 1.000 Kilo schweren Riesenbären auf den Grund gehen. Die schiere Größe des Raubtiers deutet darauf hin, dass es sich um einen Vertreter der Spezies Arctodus simus handeln könnte – ein Kurznasenbär, der seit dem Ende der letzten Eiszeit als ausgestorben gilt.

TV-Programm 11.11. - 17.11.2019

Montag, 11. November

arte, 10.35 Uhr
360° Geo Reportage
Hawaii, Beachboys auf Patrouille
Das Department of Land and Natural Resources (DLNR) besteht aus insgesamt zwölf Abteilungen, die sich mit verschiedenen Bereichen des Ressourcenschutzes auf der Inselgruppe Hawaii beschäftigen. Randy Awo ist zum Beispiel Leiter der Naturpolizei auf Maui, der zweitgrößten Insel des Hawaii-Archipels. Jeden Tag kontrollieren er und seine Kollegen illegal ausgelegte Fischernetze, die Einhaltung der Fangzeiten und überprüfen Fanglizenzen sowie Jagdausrüstungen der Wildschweinjäger. Die Sendung ist auch online verfügbar von 11/11 bis 18/11 auf dem Internetportal von ARTE.

NDR Fernsehen, 18.15 Uhr
Die Nordreportage: Maisernte unter Hochdruck
Die Maisernte muss in einem kleinen Zeitfenster über die Bühne gehen, es darf nicht zu trocken und nicht zu nass sein. Wenn die Bedingungen stimmen, wollen alle Landwirte auf einmal ernten. Und jedes Jahr werden die Flächen, auf denen Mais angebaut wird, größer. Für Wildschweine sind das paradiesische Bedingungen. Sie fressen sich dort, gut geschützt, zu jeder Tages- und Nachtzeit satt. Das führt dazu, dass die Landwirte große Schäden hinnehmen müssen. Darum gibt es in Niedersachsen während der Maisernte eine spezielle Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern. In der Region Lüneburg findet jedes Jahr die sogenannte „Erntejagd“ statt. Dabei postieren sich die Jäger mit ihren Gewehren rund um die Maisfelder, die abgeerntet werden und erlegen regelmäßig viele Tiere. „Die Nordreportage“ begleitet Lohnunternehmer Gieschen mit seinen Mitarbeitenden und ist bei der Erntejagd dabei.

arte, 18.30 Uhr
Stadt, Land, Fuchs!
Cityslicker und Naturfreaks im Tierreich
Füchse sind wahre Überlebenskünstler, die in allen Regionen der Erde zu Hause sind. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. So lebt im Berliner Regierungsviertel seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchs-Clan. Auf dem Land und hoch im Norden weht für Füchse oft ein anderer Wind. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen und kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Füchse sind in allen Regionen der Erde zuhause, denn sie sind wahnsinnig anpassungsfähig. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. Für Stadtfüchse ist das Benutzen von Zebrastreifen so normal wie das Schlafen unter Bürocontainern. Besonders beeindruckend ist das liebevolle Familienleben der Stadtfüchse: Im Berliner Regierungsviertel lebt seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchs-Clan. Nahrung ist genug für alle da, die Streifgebiete sind klein und Jäger haben sie hier nicht zu fürchten. Füchse, die mit dem steten Wandel und dem Verkehr in der Stadt zurechtkommen, können hier ein langes und sorgloses Leben führen. Auf dem Land weht für Füchse vielerorts ein anderer Wind. Hoch im Norden an der Küste Deutschlands zieht eine Füchsin ihren Wurf alleine auf. Wenn sie auf Nahrungssuche geht, muss sie die Welpen sich selbst überlassen. Nur selten ist genug für alle da. Die Kleinen müssen schnell erwachsen werden, denn wenn der Herbst kommt, sind die Reserven der alleinerziehenden Mutter erschöpft und sie vertreibt sie aus ihrem Revier. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter, eingegrabener und getarnter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen wie kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Das Ergebnis ist ein tiefer Einblick in das überraschend hingebungsvolle und oft unterschätzte Familienleben von Füchsen in der Stadt und auf dem Land.

Phoenix, 20.15 Uhr
Die Supersinne der Tiere
Das absolute Gehör
Es ist eine Reise in die Welt der Töne, vom tiefsten Grummeln über lauteste Rufe bis hin zu Super-Ohren für die höchsten Töne. Die Bandbreite der Geräusche im Tierreich ist unendlich. Ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft: die Art, wie die Tiere miteinander kommunizieren, ist überlebenswichtig. Doch Töne dienen auch der Orientierung, zum Beispiel bei Fledermäusen, Vögeln oder Insekten. Dr. Helen Czerski ist Physikerin. Sie möchte herausfinden, wie Tiere sich das gewaltige Spektrum von Licht, Gerüchen und Geräuschen zunutze machen.

Phoenix, 21.00 Uhr
Die Supersinne der Tiere
Der scharfe Blick
Tiere sehen optimal angepasst an ihre Umgebung. Der Film zeigt, wie Rentiere mittels ultravioletten Lichts Wölfe frühzeitig erkennen können oder warum Libellen die besten Jäger sind. Die Sehkraft der Tiere ist der der Menschen oft weit überlegen. Zwei Wissenschaftler zeigen anschaulich, wie das Sehvermögen der Tiere funktioniert und machen dem Zuschauer eigentlich Unsichtbares sichtbar. Der Biologe Patrick Aryee untersucht, wie Tiere, deren Sinnesorgane unseren deutlich überlegen sind, ihre Umgebung wahrnehmen.

Phoenix, 21.45 Uhr
Die Supersinne der Tiere
Die Welt der Gerüche
Ein außergewöhnlicher Geruchssinn ermöglicht vielen Tieren, Beute zu machen und sich zu verteidigen. Er ist also überlebenswichtig. Wir besuchen unter anderem Stinktiere, Haie und Bienen. Wissenschaftler untersuchen, wie genau der Geruchssinn bei den jeweiligen Tieren funktioniert und warum er so wichtig ist. Unter anderem wird auch geklärt, ob Haie wirklich von menschlichem Blut angelockt werden.

Dienstag, 12. November

NDR Fernsehen, 18.15 Uhr
NaturNah: Der fliegende Helfer
Drohnenpilot Claus Kuepper
Sechs Uhr früh: Drohnenpilot Claus Kuepper ist zusammen mit dem Jäger Rasmus Behrend auf Rehkitzsuche. Sie sind in Eile. Denn die Wiese, auf der sie unterwegs sind, soll in wenigen Stunden gemäht werden. Der Jäger vermutet, dass mehrere Ricken hier ihren Nachwuchs verstecken. Mithilfe einer Infrarotkamera an der Drohne kann Claus Kuepper die Rehkitze aufgrund ihrer Körperwärme im morgendlich kühlen Gras normalerweise gut aufspüren. Das Thermometer zeigt jedoch schon jetzt mehr als 20 Grad an, die Suche gestaltet sich diesmal schwieriger als erwartet. Claus Kuepper, hauptberuflich bei einer Filmproduktionsfirma tätig, lebt im schleswig-holsteinischen Tangstedt. Neben seinem Job versucht er, sich ein zweites Standbein als Drohnenpilot aufzubauen. Der Bedarf ist da, nicht nur bei den Jägern. Claus Kuepper besitzt mehrere Drohnen, verschiedene Kameras und Lizenzen für die unterschiedlichsten Anwendungen. Und nur wenige kennen sich mit der Technik so gut aus wie er. Ob in der Landwirtschaft, bei der Kitz- oder Wildschweinsuche, Gewässer- oder Storchennestkontrolle, langsam spricht sich herum, wann und wo es sinnvoll sein kann, den „fliegenden Helfer“ aus Tangstedt um Unterstützung zu bitten.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Urwald von morgen – Nationalpark Eifel
Der erste und bislang einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, nur fünfzig Kilometer südwestlich der Metropole Köln, ist das grüne Herz des Westens. Diese Eifelregion ist Schauplatz eines wegweisenden Experiments: Auf drei Viertel der Parkfläche wird der ehemalige Wirtschaftswald sich selbst überlassen, und die Natur übernimmt Stück für Stück die Hoheit. Tote Bäume werden stehen gelassen, Äste krachen herab und Stämme vermodern am Boden. So entsteht ein Urwald von morgen, der schon jetzt vor allem scheuen Tieren ein einzigartiges Zuhause bietet. Der Film erzählt eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes inmitten einer von Menschen geprägten Umgebung. Abseits der Dörfer und Äcker stehen die heimlichen Rückkehrer im Mittelpunkt. Heimlichtuer, die die Menschennähe nicht mögen, oft scheu und zurückgezogen leben oder eben ohne Rückzugsorte aussterben würden. Wie „Eifeltiger“ schleichen nun immer mehr Wildkatzen durchs Dickicht, es nagen Biber ungestört an Bäumen und klappern Schwarzstörche im Blätterdach. Und selbst die größte Katzenart Europas, der Luchs, ist hier schon gesichtet worden und könnte bald im Urwald auf Jagd gehen. Der Nationalpark ist (noch) keine Wildnis, sondern ein ehemaliger Forst, in dem Bäume nach Festmeter bewertet wurden. Ohne menschliche Pflege und Axt sterben nun die angepflanzten Fichten und die ursprünglich beheimateten Buchen kehren zurück. Neu entstehende Laubwälder sind robuster gegen Stürme und Parasiten und bieten im Kronenraum vielfältigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen als die eintönigen Fichtenforste, die noch immer große Teile des Nationalparks prägen. Der Zuschauer wird auf unterhaltsame Weise Zeuge eines andauernden Umgestaltungsprozesses in einem menschenverlassenen Schmuckstück der Natur. Geheimnisvoll und spannend erzählt der Film, wie sich wilde Tiere in ihrem neuen grünen Domizil einrichten.

Mittwoch, 13. November

arte, 8.00 Uhr
Von Tieren und Hexen
Geheimnisvoller Wald
Wildtiere haben für viele Menschen etwas Mystisches an sich. In Volksmythen werden sie häufig mit düsteren Assoziationen in Verbindung gebracht – als Botschafter des Teufels, Unheilbringer oder verwandelte Hexen. Doch die Realität hat mit diesem Aberglauben nichts zu tun. Durch alle Jahreszeiten hindurch begleitet die vierteilige Dokumentationsreihe Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen von John Howe, dem künstlerischen Leiter von „Der Herr der Ringe“, und zeigt, dass der schlechte Ruf der Tiere alles andere als berechtigt ist. Die Legende besagt, dass der Wald kurz vor Anbruch des Herbstes verhext und voller Geheimnisse sei. In der Tat ist dies die Zeit, in der einer seiner scheusten Bewohner zu sehen ist: der Hirsch. Alte Sagen schreiben dem König des Waldes mal dämonische Kräfte, mal beneidenswerte Tugenden zu. Vielleicht ist es sein prächtiges Geweih oder seine stattliche Erscheinung, die dem Hirsch die Bewunderung, aber auch die Missgunst der Menschen eingehandelt hat. Die Dokumentation folgt dem König durch den Wald und dringt ein in die Sage um den geflügelten Hirsch Furfur. Auch ein anderer scheuer Einzelgänger macht sich im Hochwald zu schaffen. Für gewöhnlich ist er zu hören, noch bevor er zu sehen ist: der Schwarzspecht. Für seinen künftigen Nachwuchs zimmert dieser im Wald eine Nisthöhle und versucht, den Weibchen mit seinem Talent zu imponieren. Sein Gefieder, schwarz wie der Tod, und seine merkwürdigen Schreie haben den Menschen lange misstrauisch gemacht. So war die Verbindung des Spechts mit der Hexerei nicht mehr weit. Neben dem Schwarzspecht gibt sich ein weiteres Tier große Mühe beim Bau der eigenen Behausung – wenngleich die Baustelle dieses Mal unter der Erde liegt. Der Dachs gräbt den Boden auf und schafft die Erde weg – ständig ist er damit beschäftigt, sein unterirdisches Labyrinth zu vergrößern. Weil der Dachs seinen Bau nur nachts verlässt, vermutete der Mensch hinter seinem nächtlichen Treiben schon im Mittelalter irgendeine Teufelei. Kombiniert mit animierten Bildern zeigt die Dokumentation faszinierende Aufnahmen der Wildtiere und bereitet ihrem schlechten Ruf ein für alle Mal ein Ende.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Wolfspakt
Wilde Wölfe gab es immer schon in den Weiten Russlands. Neu dagegen sind neureiche Russen. Sie könnten zu einer echten Gefahr für die Wölfe werden. Aber dann macht einer dieser reichen Großwildjäger eine seltsame Wandlung durch … Die Überlieferung erzählt von einer „weißen“ Wölfin, die einem Nomadenvolk am Ural einst geholfen haben soll. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Aber in der postkommunistischen Zeit ist auch in Baschkortostan, dem Land der „weißen“ Wölfin, eine berüchtigte neureiche Schicht, die „Neuen Russen“, eingefallen. Sie können sich nicht nur alles leisten, sondern suchen in ihrem Übermut ständig nach Möglichkeiten, ihre Abenteuerlust und Dekadenz auszuleben. Der neueste Wintertrend ist Großwildjagd. Da hat man die teuersten und besten Jagdgewehre, besitzt die größten und schnellsten Skijets und rast damit über die weiten schneebedeckten Ebenen und Täler des Urals. Bevorzugtes Ziel sind Wölfe. Von Rücksicht oder Einsicht in ökologische Zusammenhänge sind diese Jäger weit entfernt. Heute sind am Ural nicht mehr die Menschen, sondern die Wölfe in Not. Der Pakt scheint vergessen. Doch dann taucht wieder eine „weiße“ Wölfin auf …

arte, 17.10 Uhr
Fotografen auf Reisen
Tansania – Die letzten Jäger und Sammler
Ob bei den Q’eros in Peru, den Hadzabe in Tansania, den Kalapalo in Brasilien oder den Kaluli in Papua-Neuguinea – die schönsten Fotodokumentationen traditioneller Gesellschaften entstehen aus der besonderen Liebe eines Fotografen zu einem entlegenen Ort dieser Erde. Im Herzen Ostafrikas, in Tansania, lebt das Nomadenvolk der Hadzabe in einfachsten Verhältnissen. Ihr Leben als Jäger und Sammler erzählt von den Ursprüngen der Menschheit. Die Menschen hier besitzen nur das, was die Natur ihnen schenkt. Erstausstrahlung – Online verfügbar von 06/11 bis 12/01

Donnerstag, 14. November

arte, 7.15 Uhr
360 Grad – Geo Reportage
Kurt und seine Wölfe
Wie ticken Wölfe? Wer ist schlauer, Hund oder Wolf? Welche wölfischen Fähigkeiten hat der Hund aufgegeben, um mit dem Menschen leben zu können? Um dies herauszufinden, arbeitet Professor Kurt Kotrschal als Teil eines Forscherteams in Ernstbrunn bei Wien im einzigen Wolf Science Center der Welt. In diesem Jahr nimmt das Center einen neuen Wurf Timberwölfe auf, die, von Hand aufgezogen, im Alter von fünf Monaten in die bereits bestehenden Rudel eingegliedert werden sollen. „360° Geo Reportage“ hat die Forscher und ihre Zöglinge während dieser spannenden Zeit besucht. 12 Wölfe, 17 Hunde – mit diesen Tieren, die in unterschiedlich großen Gruppen leben, arbeiten die Forscher im Wolf Science Center bei Wien, um herauszufinden, wie sehr sich Hunde und Wölfe noch unterscheiden. In diesem Jahr nimmt das Center einen neuen Wurf Timberwölfe auf, die, von Hand aufgezogen, im Alter von fünf Monaten in die bereits bestehenden Rudel eingegliedert werden sollen. Als Vorfahren unserer Hunde übten Wölfe schon immer eine Faszination auf uns Menschen aus. Die einen lieben sie, die anderen fürchten sie. Doch richtig erforscht sind diese Tiere bis heute nicht. Das Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn bei Wien stellt sich nun dieser Aufgabe. Hier werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wölfen und Hunden untersucht, und unter anderem wird erforscht, wie sehr der Wolf dem Menschen in seinem Sozialverhalten ähnelt. Dr. Friederike Range und Dr. Zsófia Virányi haben gemeinsam mit Prof. Kurt Kotrschal diese Einrichtung ins Leben gerufen. Bisher leben neben 17 Hunden auch 12 Wölfe im Wolfsforschungszentrum, alles erwachsene Tiere, die von den Forschern per Hand aufgezogen wurden. In diesem Frühjahr kommen neue Welpen hinzu, aus Russland und Kanada. Diese Jungtiere werden in Ernstbrunn ein neues Rudel bilden, bis sie im Herbst mit den Alttieren zusammengebracht werden. Nur durch diese intensive Aufzucht können die Wölfe zu den Partnertieren ausgebildet werden, die die Wissenschaftler für ihre Experimente brauchen. Seit 2008 gibt es das Projekt nun schon, diverse Erkenntnisse konnten schon gewonnen werden. Vieles ist noch unbekannt. Etwa, warum die Wölfe heulen. So sind diese neuen Jungtiere ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Wesens der Wölfe. Dafür müssen die Forscher um Professor Kotrschal aber erst einmal ihr Vertrauen gewinnen.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Zwischen Hirschen und Kanonen
Panzer und Naturschutz bilden zwei scheinbar unvereinbare Gegensätze. Doch die Vermutung ist falsch. Gerade dort, wo Tausende Soldaten mit Panzern und scharfer Munition den Ernstfall proben, haben viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten ein Refugium gefunden. Seit mehr als 60 Jahren ist der Übungsplatz in Grafenwöhr für die Öffentlichkeit gesperrt. Davon profitieren viele Tiere und Pflanzen, die in Bayern auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen – nicht trotz, sondern wegen des militärischen Betriebs. Sogar Fisch- und Seeadler sind hier zu Hause. Auch die Liste seltener Amphibien und Reptilien ist lang. Vom Aussterben bedrohte Fledermausarten suchen in verlassenen Bunkern Unterschlupf, Braunkehlchen und Bachstelzen brüten in ausrangierten Panzern. Wo tonnenschwere Panzer rollen, bleiben Einflüsse auf die Natur nicht aus. Bis zu 80 Zentimeter tief graben sich die Ketten in den Boden, reißen die Bodennarbe auf und halten die Pflanzendecke kurz. Doch gerade davon profitieren einzelne Arten, sogenannte Pionierarten. Die Gelbbauchunke etwa freut sich über die immer neu entstehenden kleinen Tümpel und Feuchtlöcher. Und gerade in der „Impact Area“, wo ständig Geschosse einschlagen, gedeiht der Sonnentau, der anderswo gegen wuchskräftige Pflanzen keine Chance hat. Auch das Rotwild verhält sich im Übungsplatz anders als außerhalb. Hier zeigt sich das ursprüngliche Steppentier tatsächlich noch am Tage, während es im Rest von Bayern zum Nacht- und Waldtier geworden ist. Und es gibt noch weitere Aspekte. So finden sich beispielsweise in den verlassenen Dörfern und Weilern des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr, wo die Soldaten den Häuserkampf üben, seltene Obstbaumsorten, die außerhalb des Militärgeländes bereits ausgestorben sind.

rbb Fernsehen, 15.30 Uhr
Tiere bis unters Dach (Jugendprogramm)
Wie die Wildsau
Wildschweine machen Waldau unsicher und bedrohen Grieshabers Maisernte. Als Almuts Schwarm Rektor Stelzl mannhaft die Attacke eines Wildschweins abwehrt und sich dabei verletzt, beschließt Gretas Oma, ihre Abreise zu verschieben: Sie muss Stelzl gesund pflegen! Die Familie hat kaum Zeit darüber nachzudenken.

Freitag, 15. November

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Raubtiere vor der Haustür – Harzluchs und Heidewölfe
Was ist, wenn Wolf, Luchs und Bär in den Gebieten leben, in denen man spazieren geht, Pilze sammelt oder joggt? Holger Vogt macht in einer spannenden Reportage mit faszinierenden Naturaufnahmen die Rückkehr der Raubtiere zu einem Erlebnis und gibt Antworten auf die Frage, wie es sich mit ihnen leben lässt. Der Journalist Tim Berendonk wird auf das Thema von rückkehrenden Raubtieren aufmerksam, als 2012 das erste Wolfspaar in Niedersachsen Nachwuchs bekommt. Es ist das am westlichsten zwischen Hamburg und Hannover lebende Wolfsrudel, das keine zehn Kilometer von der A7 entfernt in der Heide jagt. Zusammen mit der Umweltwissenschaftlerin Ulrike Müller recherchiert Tim Berendonk in Deutschland und in Ländern, in denen diese Tiere nie ganz ausgerottet wurden. Die beiden reisen durch Finnland und wollen erfahren, wie dort Landbevölkerung, Rentierzüchter und Jäger mit Wölfen, Luchsen und Bären klarkommen, und wie die großen Raubtiere zunehmend zum Touristenmagneten werden. Ganz anders ist die Situation in Deutschland und Mitteleuropa. Vor 150 bis 200 Jahren sind Wolf, Luchs und Bär vom Menschen ausgerottet worden. Nun kehren sie zurück, nachdem ihr Schutz in der EU gesetzlich verankert worden ist. Sie dringen immer weiter vor, vor allem in den ländlichen Raum. Dort sind die Tiere wie Wolf, Luchs und Bär nicht immer willkommen, etwa wenn sie Schafe auf den Weiden töten. Eine Vielzahl der Hobbyjäger sieht in Wolf, Luchs und Bär eine Konkurrenz bei der Jagd auf heimisches Wild. Mit faszinierenden Naturaufnahmen macht Filmautor Holger Vogt die Rückkehr der Raubtiere zu einem Erlebnis und gibt Antworten auf die Frage, wie es sich mit Wölfen, Luchsen und vielleicht auch bald wieder Bären leben lässt.

Samstag, 16. November

Phoenix, 5.00 Uhr
Kielings wilde Welt (Teil 1)
Der renommierte Tierfilmer Andreas Kieling bricht auf zu einer Welt-Expedition. In drei Folgen reist er zu den schönsten Tierparadiesen der Welt und präsentiert außergewöhnliche und charismatische Vertreter der Fauna. In der ersten Folge stellt er den Walhai vor der australischen Westküste vor, Indiens bengalischen Tiger, Helgolands Kegelrobben, die Felsenpinguine auf den Falklandinseln und Äthiopiens Blutbrustpaviane.

Phoenix, 5.45 Uhr
Kielings wilde Welt (Teil 2)
In der zweiten Folge stellt Andreas Kieling die Nashörner, Wasserbüffel, Hirsche und Vögel des indischen Kaziranga Nationalparks vor, den vom Aussterben bedrohten Auerhahn im Schwarzwald, Delfine vor der Westküste Australiens, Steinböcke an einer Staumauer in Italien und Albatrosse auf den Falklandinseln.

Phoenix, 6.30 Uhr
Kielings wilde Welt (Teil 3)
In der dritten Folge besucht Tierfilmer Andreas Kieling die äußerst seltenen Äthiopischen Wölfe, Wisente im Rothaargebirge, Bartgeier in den Alpen sowie Königspinguine und Seeelefanten in Südgeorgien. International operierende Wissenschaftler lassen Andreas Kieling an ihren Projekten teilhaben und ermöglichen ihm einen exklusiven Zugang zu bestimmten Orten und Arten.

arte, 16.35 Uhr
Auf der Jagd nach Sibiriens weichem Gold
Hinter dem Ural beginnt die unendliche Taiga. Ihre weißen, bewaldeten Weiten sind das Reich der Luchse, Bären und Wölfe. Auch der Zobel ist hier beheimatet. Heute zählt der kleine Marder zu den geschützten Tierarten, doch früher war er vor allem wegen der Qualität seines Fells sehr begehrt. Ab dem 16. Jahrhundert trieb die Suche nach diesem „weichen Gold“ Jäger und Händler immer weiter nach Osten bis hin zum Baikalsee. Erstausstrahlung – online verfügbar von 09/11 bis 15/01

WDR Fernsehen, 0.00 Uhr (in der Nacht von Samstag auf Sonntag)
TIERE TOTAL: Von Grzimek bis zum Katzenvideo
Wir alle sind begeistert von Tieren, egal ob sie in freier Wildbahn leben oder bei uns Zuhause. Doch woher kommt diese Faszination? Wir begeben uns auf Spurensuche durch über 60 Jahre Tiere im Fernsehen und zeigen, welche verrückten Geschichten Menschen mit Tieren erlebt haben und versuchen zu ergründen, was an den Geschichten so toll ist: Warum wurde Knut der Eisbär weltweit bekannt? Was passiert, wenn man einen Gepard mit ins Studio bringt? Was hat Heino mit Robbenbabys zu tun? Und warum sind Katzen im Internet so populär? Die WDR-Sendung „TIERE TOTAL: Von Grzimek bis zum Katzenvideo“ ist eine Reise durch die Geschichte der Tierdokumentation mit fachmännischen Reiseleitern, wie Andreas Kieling, Joyce Ilg, Hannes Jaenicke, Shary Reeves, Oli.P, Kate Kitchenham, Theo Pagel, Simone Sombecki und Wiwaldi mit Horst Pferdinand.

Sonntag, 17. November

arte, 13.10 Uhr
Von Tieren und Hexen
Verborgenes Wiesenleben
Nach Einbruch des Winters verwandeln sich Wiesenlandschaften oft in schneeüberzogene Naturparadiese. Die Natur wirkt verschlafen und wie erstarrt – doch für einen Wiesenbewohner steht die Zeit niemals still: den Rotfuchs. Ob bei Tag oder Nacht, bei Regen oder Schnee: Der Fuchs streicht unermüdlich durch sein Revier, um Nahrung zu finden. Obwohl er der Landwirtschaft einen großzügigen Dienst erweist, indem er die Nagetierpopulationen reguliert, eilt ihm ein überaus schlechter Ruf voraus: „Reineke Fuchs“, wie er im Mittelalter genannt wurde, gilt für viele als Eindringling, Hühnerdieb und schlichtweg als Feind. Auch ein weiterer Wiesenbewohner leidet zu Unrecht unter einem schlechten Ruf: der Totenkopfschwärmer. Schon sein Name mutet unheilvoll an. Vielen Sagen nach gilt der schwarz-gelbe Schmetterling als Botschafter des Teufels, der Hexen die Namen der Todgeweihten ins Ohr flüstert. Dabei ist er völlig harmlos und zudem bewundernswert: Er legt problemlos und ohne Pause Hunderte von Kilometern zurück, um von seiner Heimat Afrika aus das Mittelmeer zu überqueren und sich zur Fortpflanzung nach Europa zu begeben. Dem Feldhasen hingegen wird in Volksmythen unterstellt, dass Hexen sich in ihn verwandeln würden. Bis heute wird er oft als lasterhafter Ernteschädling betrachtet. Die Dokumentation begleitet die in Verruf geratenen Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen – um dem schlechten Ruf der Tiere ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 21/10 bis 27/11 auf dem Internetportal von ARTE. Im Anschluss folgt um 13.55 Uhr die Sendung „Von Tieren und Hexen -Verwunschener Bauernhof“ auf ARTE.

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr
Die unglaubliche Reise der Wanderwölfe
Die meisten Menschen kannten Wölfe lange nur aus Märchen. Doch längst sind sie wieder in den Schlagzeilen. Sobald irgendwo ein Lamm gerissen wird, entbrennt eine Diskussion um Artenschutz und Abschussgenehmigungen. In Deutschland leben derzeit knapp 250 erwachsene Wölfe. Sie gruppieren sich in Rudel, Paare und insgesamt drei Einzelwölfe – einer von ihnen ist in Baden-Württemberg sesshaft. Einmal quer durch Europa: Der SWR Film nimmt seinen Ausgang in Rumänien. Dort gibt es die meisten Schafzüchter in der EU und auch die größte Wolfspopulation der Gemeinschaft – man vermutet bis zu 3000 Exemplare. Autor Vincent Steiger verfolgt …

TV-Programm 18.11. - 24.11.2019

Montag, 18. November

arte, 8.00 Uhr
Stadt, Land, Fuchs!
Cityslicker und Naturfreaks im Tierreich
Füchse sind wahre Überlebenskünstler, die in allen Regionen der Erde zu Hause sind. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. So lebt im Berliner Regierungsviertel seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchs-Clan. Auf dem Land und hoch im Norden weht für Füchse oft ein anderer Wind. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen und kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Füchse sind in allen Regionen der Erde zuhause, denn sie sind wahnsinnig anpassungsfähig. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. Für Stadtfüchse ist das Benutzen von Zebrastreifen so normal wie das Schlafen unter Bürocontainern. Besonders beeindruckend ist das liebevolle Familienleben der Stadtfüchse: Im Berliner Regierungsviertel lebt seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchs-Clan. Nahrung ist genug für alle da, die Streifgebiete sind klein und Jäger haben sie hier nicht zu fürchten. Füchse, die mit dem steten Wandel und dem Verkehr in der Stadt zurechtkommen, können hier ein langes und sorgloses Leben führen. Auf dem Land weht für Füchse vielerorts ein anderer Wind. Hoch im Norden an der Küste Deutschlands zieht eine Füchsin ihren Wurf alleine auf. Wenn sie auf Nahrungssuche geht, muss sie die Welpen sich selbst überlassen. Nur selten ist genug für alle da. Die Kleinen müssen schnell erwachsen werden, denn wenn der Herbst kommt, sind die Reserven der alleinerziehenden Mutter erschöpft und sie vertreibt sie aus ihrem Revier. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter, eingegrabener und getarnter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen wie kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Das Ergebnis ist ein tiefer Einblick in das überraschend hingebungsvolle und oft unterschätzte Familienleben von Füchsen in der Stadt und auf dem Land.

arte, 10.25 Uhr
360° Geo Reportage
Der Lachszähler von Kamtschatka
Kamtschatka, die russische Halbinsel zwischen Asien und Alaska, ist noch heute wild und unberührt. Das verdankt sie ihrer geografischen Abgeschiedenheit und der Tatsache, dass sie zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet war. Bis heute gibt es kaum Straßen oder Wege auf Kamtschatka. Jedes Jahr kehren die Lachse in riesigen Schwärmen aus dem Pazifik in die Flüsse der Halbinsel zurück, um sich zu paaren und dann zu sterben. Es ist die Aufgabe von Alexej Maslow, per Hubschrauber aus der Luft zu schätzen, wie viele es sein werden. Seine Schätzungen beeinflussen die staatliche Fangquote und damit auch die Preise an den amerikanischen Warenterminbörsen, an denen der Pazifiklachs hoch gehandelt wird. Der Lachs ist auf Kamtschatka aber nicht nur Lebensgrundlage vieler Menschen, sondern auch die der riesigen Braunbären. Bis zu 50 Kilogramm Lachs fressen erwachsene Kamtschatka-Bären am Tag und wagen sich bei ihren Fischzügen manchmal auch bis in die Siedlung der hier lebenden Forscher vor. So hat Alexej Maslow extra den Bärenjäger Wassili für den Schutz der Forschungsstationen engagiert. Er duldet lediglich die Bärenwaisen Mischa und Mascha, die regelmäßig in der Nähe der Menschen Schutz vor ihren großen Artgenossen suchen. Alexej Maslow lebt schon seit 25 Jahren mit den Bären und den Lachsen. Doch in den letzten Jahren bemerkt er eine Veränderung und beginnt, um sein Paradies zu fürchten. Ölpipelines sollen gebaut und Gold gefördert werden. Die Sendung ist auch online verfügbar von 18/11 bis 25/11 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 19. November

SWR Fernsehen, 11.15 Uhr
Winterfütterung von Wildtieren – Sinnvoll oder schädlich
Viele Jägerinnen und Jäger füttern im Winter Rehe und Hirsche. Das schreibt das Jagdgesetz vor, außerdem sind viele von ihnen überzeugt, die Tiere würden ansonsten leiden. Doch stimmt das und ist eine Fütterung wirklich nötig? Die Forschung des Münchner Wildbiologen Andreas König weckt Zweifel daran. Auch Hirsche werden im Winter gefüttert, in Süddeutschland in festen Wintergattern. Hier dürfen sie nur in bestimmten Gebieten leben, um Konflikte mit Waldbesitzern zu vermeiden. Tierschützerinnen und Tierschützer kritisieren das. Gibt es eine Lösung in diesem Konflikt? Das diskutieren die Studiogäste bei „Planet Wissen“.

Mittwoch, 20. November

arte, 17.40 Uhr
Sibirien – Büffeln in der Tundra
Die Familie Scharkow – das sind Vater Pawel, Mutter Wassilissa und ihre vier Kinder – gehört der dolganischen Gemeinschaft an, einem der letzten indigenen Völker Sibiriens. Die Dolganen zählen etwa 8.000 Menschen. Als Jäger, Fischer und Rentierzüchter setzen sie im nördlichsten Teil Sibiriens ihre traditionelle nomadische Lebensweise fort. Sie wohnen in Baloks, winzigen Häusern aus Rentierfell und Holzbrettern, die auf breite Skier montiert sind und mit Holzöfen beheizt werden. Bis vor kurzem wurden die Kinder in Pensionate geschickt, wo sie von ihrer Familie und damit ihrer Kultur getrennt waren. Nunmehr gibt es die Möglichkeit des Hausunterrichts, wobei die Lehrer von den russischen Behörden zugeteilt werden. Der siebenjährige Sachar und sein neunjähriger Bruder Prokopy verbringen ihre Tage mit ihrer neuen Lehrerin Nelly, bis ihre Familie mit ihren 400 Rentieren wieder zu einem neuen Ort aufbricht. Erstausstrahlung – Online verfügbar von 13/11 bis 13/12

Donnerstag, 21. November

3sat, 17.45 Uhr
Radioaktive Wölfe
Tschernobyl, 30 Jahre nach dem Super-GAU: Am Schauplatz des größten Reaktorunfalls der Geschichte ist in den letzten Jahrzehnten ein unbeabsichtigtes ökologisches Experiment abgelaufen. Für Menschen ist das Gebiet immer noch verbotene Zone. Doch riesige Rudel von Wölfen haben die Region erobert und streifen durch die Schwemmgebiete des Prypjat und die verlassenen Siedlungen. Was einst die Kornkammer der Sowjetunion war, ist nun von Wäldern bedeckt. Mit der neuen Vegetation sind Bisons, Luchse und Wölfe zurückgekehrt. Für diese Dokumentation konnte erstmals ein westliches Filmteam mit den Wolf-Experten Christoph und Barbara Promberger in die verbotene Zone vordringen und dieser spektakulären Wiederkehr der Natur nachforschen. Regisseur Klaus Feichtenberger zeigt eine faszinierende, paradoxe Welt, die beides zugleich ist: ein Blick in die Zeit lange vor der menschlichen Zivilisation und ein Fenster in die Zukunft nach der ultimativen nuklearen Katastrophe.

Freitag, 22. November

arte, 11.20 Uhr
Sibirien – Büffeln in der Tundra
Die Familie Scharkow – das sind Vater Pawel, Mutter Wassilissa und ihre vier Kinder – gehört der dolganischen Gemeinschaft an, einem der letzten indigenen Völker Sibiriens. Die Dolganen zählen etwa 8.000 Menschen. Als Jäger, Fischer und Rentierzüchter setzen sie im nördlichsten Teil Sibiriens ihre traditionelle nomadische Lebensweise fort. Sie wohnen in Baloks, winzigen Häusern aus Rentierfell und Holzbrettern, die auf breite Skier montiert sind und mit Holzöfen beheizt werden. Bis vor kurzem wurden die Kinder in Pensionate geschickt, wo sie von ihrer Familie und damit ihrer Kultur getrennt waren. Nunmehr gibt es die Möglichkeit des Hausunterrichts, wobei die Lehrer von den russischen Behörden zugeteilt werden. Der siebenjährige Sachar und sein neunjähriger Bruder Prokopy verbringen ihre Tage mit ihrer neuen Lehrerin Nelly, bis ihre Familie mit ihren 400 Rentieren wieder zu einem neuen Ort aufbricht.

Samstag, 23. November

arte, 7.30 Uhr
Auf der Jagd nach Sibiriens weichem Gold
Hinter dem Ural beginnt die unendliche Taiga. Ihre weißen, bewaldeten Weiten sind das Reich der Luchse, Bären und Wölfe. Auch der Zobel ist hier beheimatet. Heute zählt der kleine Marder zu den geschützten Tierarten, doch früher war er vor allem wegen der Qualität seines Fells sehr begehrt. Ab dem 16. Jahrhundert trieb die Suche nach diesem „weichen Gold“ Jäger und Händler immer weiter nach Osten bis hin zum Baikalsee.

Animal Planet, 23.15 Uhr
Die Superkräfte der Tiere
Die Augen der Eulen und schnelle Katzen
Schneller als ein Lamborghini? Heute nehmen es afrikanische Raubkatzen mit der Beschleunigung eines italienischen Supersportwagens auf. Im namibischen Naankuse Wildlife Sanctuary geben die Geparden Athena, Bolt und Bullet Vollgas. Ausgestattet mit extrem kräftiger Beinmuskulatur sowie stromlinienförmigem Körperbau schaffen es die Sprinter von 0 auf 100 km/h in 3 Sekunden! Außerdem stellt ein Waldkauz seine nächtlichen Jagdfähigkeiten unter Beweis, verletzte Ameisen nutzen Pheromone, um Hilfe anzufordern und Hauskatzen zeigen, dass sie das Zeug zum Erdbebenfrühwarnsystem haben.

Sonntag, 24. November

arte, 12.45 Uhr
Von Tieren und Hexen
Geheimnisvoller Wald
Wildtiere haben für viele Menschen etwas Mystisches an sich. In Volksmythen werden sie häufig mit düsteren Assoziationen in Verbindung gebracht – als Botschafter des Teufels, Unheilbringer oder verwandelte Hexen. Doch die Realität hat mit diesem Aberglauben nichts zu tun. Durch alle Jahreszeiten hindurch begleitet die vierteilige Dokumentationsreihe Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen von John Howe, dem künstlerischen Leiter von „Der Herr der Ringe“, und zeigt, dass der schlechte Ruf der Tiere alles andere als berechtigt ist. Die Legende besagt, dass der Wald kurz vor Anbruch des Herbstes verhext und voller Geheimnisse sei. In der Tat ist dies die Zeit, in der einer seiner scheusten Bewohner zu sehen ist: der Hirsch. Alte Sagen schreiben dem König des Waldes mal dämonische Kräfte, mal beneidenswerte Tugenden zu. Vielleicht ist es sein prächtiges Geweih oder seine stattliche Erscheinung, die dem Hirsch die Bewunderung, aber auch die Missgunst der Menschen eingehandelt hat. Die Dokumentation folgt dem König durch den Wald und dringt ein in die Sage um den geflügelten Hirsch Furfur. Auch ein anderer scheuer Einzelgänger macht sich im Hochwald zu schaffen. Für gewöhnlich ist er zu hören, noch bevor er zu sehen ist: der Schwarzspecht. Für seinen künftigen Nachwuchs zimmert dieser im Wald eine Nisthöhle und versucht, den Weibchen mit seinem Talent zu imponieren. Sein Gefieder, schwarz wie der Tod, und seine merkwürdigen Schreie haben den Menschen lange misstrauisch gemacht. So war die Verbindung des Spechts mit der Hexerei nicht mehr weit. Neben dem Schwarzspecht gibt sich ein weiteres Tier große Mühe beim Bau der eigenen Behausung – wenngleich die Baustelle dieses Mal unter der Erde liegt. Der Dachs gräbt den Boden auf und schafft die Erde weg – ständig ist er damit beschäftigt, sein unterirdisches Labyrinth zu vergrößern. Weil der Dachs seinen Bau nur nachts verlässt, vermutete der Mensch hinter seinem nächtlichen Treiben schon im Mittelalter irgendeine Teufelei. Kombiniert mit animierten Bildern zeigt die Dokumentation faszinierende Aufnahmen der Wildtiere und bereitet ihrem schlechten Ruf ein für alle Mal ein Ende.

3sat, 13.05 Uhr
Ein Jahr am Wilden Berg
Es ist eine aufregende und geheimnisvolle Welt am „Wilden Berg“ in Mautern. Seit mehr als 50 Jahren kann man dort in einem außergewöhnlichen Wildpark die Alpentierwelt erleben. Der Film widmet sich dem steirischen Wildpark und gibt spannende, seltene und lustige Einblicke in das Zusammenleben von Mensch und Tier. Er zeigt die Abenteuer von Wölfen, Geiern, Waschbären und Co. und begleitet Jungtiere in der Frühlings- und Sommerzeit.

Das Erste (ARD) 16.30 Uhr
Die Dolomiten
Im Garten der Helden
Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies; eine Landschaft wie geschaffen für Mythen und Helden, auch für Helden aus der Tierwelt. Erstmals seit 100 Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Das Filmteam beobachtet einen Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum und macht dabei eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird gleichzeitig mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als teilweise sogar vegetarischer Gourmet. Steinadler haben das Land der „bleichen Berge“, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen verfolgt die Naturdokumentation ihre Paarung und beobachtet ihre bemerkenswerte Jagdtechnik. Junge Bären, die von ihrer Mutter verlassen wurden, erobern seit einiger Zeit auch die Passstraßen Südtirols. Im September 2014 kam es in Cortina d´Ampezzo zu einer gefährlichen Situation: Eine Bärenmutter war beim Versuch, sie zu fangen, zu Tode gekommen. Die Gemeinde hatte in der Folge den Jungen geschütztes Gelände geboten und die Kosten dafür übernommen. Sie sollten in ihrem natürlichen Lebensraum aufwachsen. Bären sind Allesfresser, können also unter Schutz auch allein von der natürlichen Vegetation leben.

TV-Programm 25.11. - 01.12.2019

Montag, 25. November

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Teutoburger Wald
Der Wald, den die Römer einst fürchteten, ist heute für seine urwüchsige Natur bekannt. Die dichten, hohen Gehölze auf dem Bergkamm sind Heimat von Wildschweinen und Rothirschen, Siebenschläfern und Erdkröten.

arte, 11.30 Uhr
Stadt, Land, Fuchs!
Cityslicker und Naturfreaks im Tierreich
Füchse sind wahre Überlebenskünstler, die in allen Regionen der Erde zu Hause sind. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. So lebt im Berliner Regierungsviertel seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchs-Clan. Auf dem Land und hoch im Norden weht für Füchse oft ein anderer Wind. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen und kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Füchse sind in allen Regionen der Erde zuhause, denn sie sind wahnsinnig anpassungsfähig. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. Für Stadtfüchse ist das Benutzen von Zebrastreifen so normal wie das Schlafen unter Bürocontainern. Besonders beeindruckend ist das liebevolle Familienleben der Stadtfüchse: Im Berliner Regierungsviertel lebt seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchs-Clan. Nahrung ist genug für alle da, die Streifgebiete sind klein und Jäger haben sie hier nicht zu fürchten. Füchse, die mit dem steten Wandel und dem Verkehr in der Stadt zurechtkommen, können hier ein langes und sorgloses Leben führen. Auf dem Land weht für Füchse vielerorts ein anderer Wind. Hoch im Norden an der Küste Deutschlands zieht eine Füchsin ihren Wurf alleine auf. Wenn sie auf Nahrungssuche geht, muss sie die Welpen sich selbst überlassen. Nur selten ist genug für alle da. Die Kleinen müssen schnell erwachsen werden, denn wenn der Herbst kommt, sind die Reserven der alleinerziehenden Mutter erschöpft und sie vertreibt sie aus ihrem Revier. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter, eingegrabener und getarnter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen wie kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Das Ergebnis ist ein tiefer Einblick in das überraschend hingebungsvolle und oft unterschätzte Familienleben von Füchsen in der Stadt und auf dem Land.

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen
„Bloß nicht auffallen!“, lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Lauf ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten an sie an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab. Manche Tiere benutzen dabei das Tarnen und Täuschen als List, um sich vor potenziellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen, andere verwenden diese Mittel, um sich auf der Jagd nach Beute eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen. Doch egal, mit welchen Mitteln und zu welchem Zweck: die Tiere nutzen alle ausgefeilte Tricks, um andere Lebewesen in die Irre zu führen und sich so einen überlebenswichtigen Vorteil zu verschaffen.

arte, 13.00 Uhr
Norwegen: Die Jagd ist eröffnet
Die Stadt Tromsø im äußersten Norden Norwegens scheint auf dem Meer zu treiben. Lange Zeit wurden hier Robben und Eisbären gejagt. 1943 jedoch rückte eine hartnäckigere Beute ins Visier der Jäger …

3sat, 14.05 Uhr
Die Gesichter der Savanne
Das Luangwa-Tal in Sambia ist Heimat unzähliger Wildtiere. Die Reihe „Die Gesichter der Savanne“ stellt das Leben dieser Tiere im Lauf der Jahreszeiten vor. Zwei weitere Folgen sind im Anschluss an diese Sendung zu sehen.

Dienstag, 26. November

arte, 11.00 Uhr
Von Tieren und Hexen
Verborgenes Wiesenleben
Wildtiere haben für viele Menschen etwas Mystisches an sich. In Volksmythen werden sie häufig mit düsteren Assoziationen in Verbindung gebracht – als Botschafter des Teufels, Unheilbringer oder verwandelte Hexen. Doch die Realität hat mit diesem Aberglauben nichts zu tun. Durch alle Jahreszeiten hindurch begleitet die vierteilige Dokumentationsreihe Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen von John Howe, dem künstlerischen Leiter von „Der Herr der Ringe“, und zeigt, dass der schlechte Ruf der Tiere alles andere als berechtigt ist. Nach Einbruch des Winters verwandeln sich Wiesenlandschaften oft in schneeüberzogene Naturparadiese. Die Natur wirkt verschlafen und wie erstarrt – doch für einen Wiesenbewohner steht die Zeit niemals still: den Rotfuchs. Ob bei Tag oder Nacht, bei Regen oder Schnee: Der Fuchs streicht unermüdlich durch sein Revier, um Nahrung zu finden. Obwohl er der Landwirtschaft einen großzügigen Dienst erweist, indem er die Nagetierpopulationen reguliert, eilt ihm ein überaus schlechter Ruf voraus: „Reineke Fuchs“, wie er im Mittelalter genannt wurde, gilt für viele als Eindringling, Hühnerdieb und schlichtweg als Feind. Auch ein weiterer Wiesenbewohner leidet zu Unrecht unter einem schlechten Ruf: der Totenkopfschwärmer. Schon sein Name mutet unheilvoll an. Vielen Sagen nach gilt der schwarz-gelbe Schmetterling als Botschafter des Teufels, der Hexen die Namen der Todgeweihten ins Ohr flüstert. Dabei ist er völlig harmlos und zudem bewundernswert: Er legt problemlos und ohne Pause Hunderte von Kilometern zurück, um von seiner Heimat Afrika aus das Mittelmeer zu überqueren und sich zur Fortpflanzung nach Europa zu begeben. Dem Feldhasen hingegen wird in Volksmythen unterstellt, dass Hexen sich in ihn verwandeln würden. Bis heute wird er oft als lasterhafter Ernteschädling betrachtet. Die Dokumentation begleitet die in Verruf geratenen Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen – um dem schlechten Ruf der Tiere ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 21/10 bis 27/11 auf dem Internetportal von ARTE.

Phoenix, 20.15 Uhr
Mythos Amur
Zwischen Russland und China
Der Amur zählt zu den längsten Flüssen der Erde und ist dennoch kaum bekannt. Dabei ist sein Einzugsgebiet viermal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über die Mongolei, Russland und China. Die zweiteilige Dokumentation erkundet die weitgehend unberührte Natur entlang des Flusses in Ostasien. Sie begibt sich auf die Spur der letzten sibirischen Tiger, Amur- Leoparden und folgt den riesigen Gazellen-Herden durch die mongolische Steppe.

Phoenix, 21.00 Uhr
Mythos Amur
Durch die Mongolei
Der zweite Teil der Reise flussaufwärts zur Quelle des Amurs beginnt am Zusammenfluss des großen Stroms mit seinem wichtigsten Zufluss, dem Songhua. Im Sommer 2013 erreichte hier das Hochwasser einen Höchststand. Über Wochen war der Amur 100 Kilometer breit. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden. Auch die Tiere hatten unter den verheerenden Folgen der Überschwemmung zu leiden.1.000 Kilometer weiter flussaufwärts ist der Amur noch nicht so mächtig. Hier sind nicht Tiger, sondern Wölfe die gefürchteten Jäger. Im Rudel haben sie es vor allem auf Sibirische Rehe und Wildschweine abgesehen.

Mittwoch, 27. November

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere schlafen
Der Schlaf bei Tieren ist bislang noch weitgehend unerforscht. Die Bandbreite ist riesig: Zwar schlafen alle Lebewesen, aber manche nur für ein paar Sekunden am Stück. Andere wiederum schlafen fast 90 Prozent ihres Lebens.

3sat, 14.05 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie vorbildlich Tiere sind
Die Vielzahl an Designs bei Pflanzen und Tieren ist unüberschaubar. Wer jedoch glaubt, die genaue Gestalt entspringe meist einer „Laune der Natur“, sieht sich getäuscht.

3sat, 17.00 Uhr
Schutzprojekt Erde
Südafrika
Klimawandel und Umweltverschmutzung erreichen langsam alle Winkel der Welt. Diese Folge führt nach Südafrika. Über zwanzig Nationalparks und Naturreservate gibt es dort. In kaum einem anderen Land gibt es so viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Der größte Feind: der Mensch. Besonders Nashörner und Elefanten werden Opfer von Wilderern. Das Volk der Zulu aber hat sich zum Schutz seiner Totemtiere entschlossen. Das Fell der Leoparden, der Schmuck der Krieger, ist so wertvoll, dass die Tiere dafür fast ausgerottet wurden. Mehr und mehr Zulu greifen deshalb auf Kunstfelle zurück, die sie bei ihren traditionellen Kriegstänzen und Stocktänzen tragen. Die Reihe „Schutzprojekt Erde“ beleuchtet unterschiedliche Ökosysteme und Kulturen und sucht Möglichkeiten, sie nachhaltig zu schützen.

rbb Fernsehen, 22.45 Uhr
Die Hohe Tatra
Im Reich der Bären
Steil, verwunschen, unzugänglich – zwischen Polen und der Slowakei liegt eine Wildnis, wie es sie sonst kaum noch in Europa gibt und die viele eher im Norden Kanadas vermuten würden – die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter. An den Hängen des Gebirges wächst einer der ältesten Wälder Europas. Mehr als 1000-jährige Zirbelkiefern wechseln sich mit dichten Fichtenwäldern ab. Heimat der größten Raubtiere unserer Breiten, die andernorts längst ausgerottet wurden: Bär, Wolf und Luchs. Naturbelassene Urwälder voller Wild und nahrhafter Pflanzen bieten vor allem Braunbären ideale Bedingungen. Nirgendwo sonst in Mitteleuropa leben so viele so dicht zusammen wie in der Hohen Tatra. Doch was macht diesen Lebensraum so attraktiv für sie und die vielen anderen seltenen Tiere? Dieser Frage geht die erste Folge nach und zeigt, wie eng das Netz zwischen den verschiedenen Arten gewoben ist.

Donnerstag, 28. November

arte, 17.40 Uhr
Kamtschatka – Ein Winter bei den Ewenken
Im Winter 2018 brachen der amerikanische Regisseur Mike Magidson und die französische Anthropologin Nastassja Martin in die Region Kamtschatka auf, um einen Film über die Ewenken im Wald von Itscha zu drehen. Nach einer langen Reise auf dem Motorschlitten verbrachten sie eineinhalb Monate bei Daria und ihren zwei Söhnen in einem Jägercamp namens Twaian – fernab von allen befahrbaren Pisten und Kommunikationsmitteln.

arte, 18.35 Uhr
Die wilde Bergwelt Kantabriens
Sommer und Herbst
Das Kantabrische Gebirge im Norden Spaniens erstreckt sich über fast 500 Kilometer. Es dehnt sich vom französischen Département Pyrénées-Orientales über das Baskenland, Kantabrien, Asturien sowie Kastilien und León bis nach Galicien aus. Verschiedene Tierarten trotzen den rauen klimatischen Bedingungen des Massivs. Ihre Abenteuer stehen im Mittelpunkt dieses Zweiteilers, der sie dabei zeigt, wie sie die Herausforderungen im Laufe der Jahreszeiten meistern.

Freitag, 29. November

hr fernsehen, 7.30 Uhr
Lebensraum Pfälzerwald
Zwischen steilen Felsen
Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Hier finden mitten in Rheinland-Pfalz viele Tierarten einen geeigneten Lebensraum, die anderswo schon ausgestorben sind. Zu ihnen gehört die Wildkatze. Sie sucht den Schutz der Buchenwälder, genauso wie der Feuersalamander. Im offenen Gelände, an sonnigen Hängen, gedeihen nicht nur Weinreben. Wärmeliebende Arten wie die Smaragdeidechse und die Gottesanbeterin sind hier zu Hause. In den Terrassen der Weinberge legen die farbenprächtigen Bienenfresser ihre Nester an. Sie ziehen im Frühsommer aus Afrika hierher.

Bayerisches Fernsehen, 8.45 Uhr
Das Waisenhaus für wilde Tiere
Abenteuer Afrika
Verlassene und verletzte Wildtiere der afrikanischen Savanne finden Zuflucht auf der „Harnas“-Farm in Namibia. Angetrieben von Tierliebe und Naturschutz kümmert sich eine namibische Familie mit ihrem Team um die Tiere und wird dabei von Freiwilligen aus aller Welt unterstützt.

Animal Planet, 21.00 Uhr
Angriff der Wölfe
Um kaum ein anderes Raubtier ranken sich so viele Geschichten wie um den Wolf. Oftmals als hinterlistige und wilde Bestie bezeichnet, versetzt er die Menschheit in Angst und Schrecken. Doch auch wenn Wölfe scheue Tiere sind und Angriffe auf Menschen äußerst selten vorkommen, so sind sie mancherorts schon mehrmals Realität geworden. So wie in Verhoyansk, einem Dorf in Sibirien. Ein Rudel bestehend aus 400 Wölfen hat dort bereits Pferde und Hunde angegriffen und auch Menschen sind ihm schon zum Opfer gefallen. Was treibt dieses Riesenrudel an? Und wie schaffen es die Bewohner, sich vor weiteren Angriffen zu schützen? Zusammen mit Forschern der Umweltwissenschaft, Anatomie und Paläobiologie sollen diese Fragen geklärt werden.

Samstag, 30. November

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Harry Potters Eulen
Im Zuge der Harry-Potter-Manie hatte eine Auffangstation in der Moskauer Umgebung immer mehr mit Eulen zu tun. Sie mussten ausgesetzte halbverhungerte Tiere von den Straßen der Stadt sammeln. Allerdings haben sich die Vögel unter der menschlichen Fürsorge schnell erholt und brüten so erfolgreich, dass ein Auswilderungsgebiet erschlossen werden musste. Die Wahl fiel auf die weiten und wilden Landstriche im Kaukasus. Schleiereulen gehören zu den schönsten, aber auch zu den mystischsten unter den Eulenarten. Da sie sich gerne in alten Ruinen, verlassenen Türmen oder auf Friedhöfen ansiedeln, handelten sie sich im Laufe der Zeit einen Ruf als Todesboten ein und wurden oft von Menschen aus ihren Lebensräumen verdrängt. Heute sind sie selten geworden und werden streng geschützt. Zum Verhängnis ist ihnen nun die Romanreihe „Harry Potter“ geworden, die weltweit eine Eulenmanie auslöste. Millionen von Kindern wünschten sich so eine Eule. Die markanten Vögel mit dem herzförmigen Gesichtsschleier wurden massenweise aus Westeuropa, wo sie heimisch sind, auch nach Russland verkauft. Dort sollten sie ihren Besitzern als kuschelige Spielgefährten dienen. Doch die Greifer kreischten nachts oder zerkratzten gelegentlich das Mobiliar – und so setzte man viele von ihnen einfach aus, sobald sie lästig wurden. Ein Glück für die heimatlosen Tiere, wenn sie in die Hände von Alexej und Jana Muraschow gelangen, die in einer Hütte am Oberlauf der Wolga eine Auffangstation für verletzte und verwaiste Wildtiere und Vögel betreiben.

arte, 18.20 Uhr
360° Geo Reportage
Die Falkenärztin von Abu Dhabi
Falken sind ein fester Bestandteil der arabischen Kultur. So gehört die Jagd mit den imposanten Greifvögeln auch auf dem Gebiet der Vereinigten Arabischen Emirate seit Jahrhunderten zur Tradition. Nahezu jede Familie besitzt einen oder mehrere Falken. Um die Gesundheit der kostbaren Greifvögel kümmert sich die deutsche Tierärztin Margit Müller. Sie ist seit 1999 Leiterin des Abu Dhabi Falcon Hospital, der größten Falkenklinik der Welt. „360° Geo Reportage“ hat die Ärztin besucht und bei ihrem täglichen Einsatz begleitet. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben in den letzten Jahrzehnten einen einzigartigen Wirtschaftsboom erlebt. Dank der Erlöse aus den Erdölfunden schossen neue Hochhäuser aus dem Wüstensand und Gastarbeiter aus aller Welt kamen in die Region. Aus den ehemaligen Beduinen wurden sesshafte Geschäftsleute, die jedoch ihre althergebrachten Traditionen nicht vernachlässigen wollen. Zu diesen Bräuchen zählt auch die Falkenjagd. Ursprünglich trug das Abrichten von Falken zur Jagd maßgeblich zur Ernährung der Beduinen in der Wüste bei. Sie fingen die Wildvögel, die auf dem Weg in ihr afrikanisches Winterquartier die Arabische Halbinsel überquerten, und richteten sie zur Jagd nach Wüstentieren ab. Die Falken sind der ganze Stolz der Besitzer und als soziales Rangabzeichen bedeutungsvoller als Ferraris und Schweizer Uhren. Entsprechend ernst nehmen die Besitzer Wohlbefinden und Gesundheit ihrer Falken. Als die deutsche Tierärztin Margit Müller das größte Falkenhospital der Welt in Abu Dhabi übernahm, hatte sie es nicht leicht. Die Vorbehalte in der arabischen Kultur gegenüber Frauen waren groß. Mittlerweile haben die Männer sie als medizinische Koryphäe akzeptiert. So soll die deutsche Tierärztin den Gesundheitszustand des neuen Falken von Hamdan Matar Bin Hamasch, einem Geschäftsmann und langjährigen Falkner, untersuchen, bevor er das Tier endgültig kauft. Für die gefiederten Statussymbole werden bis zu 30.000 Euro bezahlt. Wie wird die Untersuchung ausfallen, ist das Tier seinen Preis wert? Die Sendung ist auch online verfügbar von 30/11 bis 07/12 auf dem Internetportal von ARTE.

arte, 19.30 Uhr
Auf der Spur des Gobibären
„Auf der Spur des Gobibären“ begleitet mongolische Forscher auf eine Expedition an die mongolisch-chinesische Grenze. Mit Fotofallen wollen die Wissenschaftler nicht nur belegen, dass es dieses sagenumwobene Tier wirklich gibt, sie wollen auch auswerten, wie gefährdet diese Spezies ist, was ihren Lebensraum bedroht und welche Maßnahmen es braucht, um den Bären zu schützen. Die Dokumentation von Wolfgang Luck zeigt aber auch die Bedeutung des Gobibären für die Mongolen und überrascht mit Tieraufnahmen, die man in dieser Vielfalt in der lebensfeindlichen Wüste Gobi nie erwartet hätte. Die Sendung ist auch online verfügbar von 30/11 bis 07/12 auf dem Internetportal von ARTE.

Sonntag, 1. Dezember

3sat, 5.55 Uhr
Zentralkalahari – Nur für Löwen?
Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53 000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um die dort lebenden San zu schützen. Konflikte zwischen den Jägern und Sammlern mit Viehhirten waren vor der Gründung des Reservats alltäglich. Immer ging es um die Frage, wer das Land nutzen darf. Die Lebensweise der San gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des 3. Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt.

TV-Programm 02.12. - 08.12.2019

Montag, 2. Dezember

arte, 17.40 Uhr
Kitz & Co.
Die Kunst des Verschwindens
Regisseur und Kameramann Kurt Mündl zeigt in seiner aufsehenerregenden Produktion „Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens“ das Heranwachsen eines der entzückendsten Wildtiere überhaupt: das Jung-Reh – alias Rehkitz oder „Bambi“. Mündl geht der Frage nach, warum es im Laufe der Zeit seine weißen Flecken verliert. Auf den Spuren der spannenden und gefahrvollen Wege des Rehkitzes: über eine evolutionäre Schutzfunktion, die „Bambi“ und auch anderen Tieren hilft, zu überleben. Eine Dokumentation, die nicht nur ganz selten zu sehende Bilder liefert, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse über uralte Kreisläufe im fortwährenden Überlebenskampf. Auf der Spurensuche von „Kitz & Co“ zeigt diese Dokumentation welche besonderen Tarn-Strategien Tiere im Überlebenskampf entwickelt haben. Ihre „geheimen Waffen“ sind helle Flecken auf dunklem Grund, oder auch braune Streifen. Zahlreiche Arten imitieren Licht und Schatten, hell und dunkel. Manche Beutegreifer tragen sogenannte „Blatt-Schatten-Flecken“, aber auch Haare mit unregelmäßigem Muster tarnen perfekt. Manche Tierarten tragen ihr „Tarnkleid“ nur in ihren ersten Lebensmonaten, andere aber auch ein Leben lang. Kurt Mündl zeigt mit seiner Dokumentation, dass oft gerade die hilflos Wirkenden am stärksten sind, wenn es um „Unauffälligkeit“ geht. Sie sind die wahren Meister, in der „Kunst des Verschwindens“. Die Sendung ist auch online verfügbar von 25/11 bis 01/01 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 3. Dezember

3sat, 14.40 Uhr
Wildes Überleben (1/5)
Geborene Jäger
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – zum Beispiel als Jäger. Jäger gibt es in der freien Wildbahn in allen Größen und Formen. e Techniken, Beute zu machen, sind dabei vielseitig und einfallsreich und von vielen Faktoren abhängig – besonders von den physischen Eigenschaften der Jäger und Gejagten.

3sat, 15.25 Uhr
Wildes Überleben (2/5)
Rastlose Wanderer
Ob mit Flügeln, Flossen oder Hufen: Viele Tiere unternehmen unglaubliche Wanderungen: manche, um zu Brutgebieten zu gelangen, andere, um zum Überwintern oder um neue Nahrungsgebiete zu finden. Dabei lauern viele Gefahren. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Reisenden. Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – selbst in extremsten Lebensräumen.

3sat, 16.10 Uhr
Wildes Überleben (3/5)
Leben in Extremen
In der Natur ist der Kampf um Lebensraum so hart, dass einige Tierarten in extrem lebensfeindlichen Umgebungen Zuflucht suchen. Nichts kann sie bei der Besiedelung schrecken. Weder größte Hitze noch bittere Kälte, trockene Wüsten oder tiefste Meere halten sie ab. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Widerstandskämpfer

3sat, 16.50 Uhr
Wildes Überleben (4/5)
Vorsprung durch Intelligenz
Bei der täglichen Nahrungsbeschaffung beweisen viele Tierarten verblüffende kognitive Fähigkeiten, sei es durch den Einsatz von Werkzeugen oder das Auffinden von weit entfernten Wasserstellen. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Schlaumeier

3sat, 17.40 Uhr
Wildes Überleben (5/5)
Tierische Kommunikation
Ob mit Rufen, Mimik, Körpersprache oder Duftstoffen: Tiere verständigen sich untereinander. Sie nutzen diese Fähigkeiten zum Beispiel, um vor Feinden zu warnen oder ihr Revier zu markieren. Ihre Kommunikation dient auch dazu, auf Futterquellen aufmerksam zu machen oder einen Partner zu finden.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Die zauberhaften Vier
Unsere Jahreszeiten
Unsere Jahreszeiten prägen den Kreislauf des Lebens auf dramatische Weise. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – jede Jahreszeit ist einzigartig, jede stellt die Natur vor neue Herausforderungen. Der ständige Wandel der Lebensbedingungen verlangt Tieren und Pflanzen das ganze Jahr über Höchstleistungen ab. Und die Überlebensstrategien von Eichhörnchen, Fuchs und Co. könnten faszinierender kaum sein. Der Film nimmt uns mit auf eine atemberaubende Entdeckungstour durch die heimische Natur: Nach den Entbehrungen des Winters explodiert das Leben im Frühjahr, auf die Hitze des Sommers folgt die Erntezeit des Herbstes. Außergewöhnliche Tiergeschichten, mal heiter, mal dramatisch, immer mit Blick für saisonale Besonderheiten, lassen den Zauber unserer Jahreszeiten lebendig werden.

Mittwoch, 4. Dezember

arte, 8.00 Uhr
Die wilde Bergwelt Kantabriens
Winter und Frühling
Das Kantabrische Gebirge im Norden Spaniens bildet eine Klimascheide zwischen dem kühlen und regnerischen „grünen Spanien“ und der trockenen kastilischen Hochebene. Der Gebirgszug bietet verschiedenartige Lebensräume: In den niedrigen Lagen findet man Eichen-, Kastanien- und Buchenwälder, während saftige Weiden die mittleren Ebenen bedecken. Die unwirtlichen Gipfel ragen bis zu 2.500 Meter in den Himmel; im Winter verleiht ihnen der Schnee eine weiße Haube. Wildkatze, Gans, Gämse, Hirsch, Lachs und Iberischer Wolf sind die am häufigsten anzutreffenden Tierarten. Unter den Vögeln zählen Auerhahn, Steinadler und Gänsegeier zu den Hauptvertretern der heimischen Gebirgsfauna. Die Berghöhlen der Region dienen auch zahlreichen Bärenfamilien als Zufluchtsort. Seit der Wilderei in den 80er Jahren ergriff Spanien gezielte politische Maßnahmen zum Schutz der Bären. Etwa 250 Tiere leben im Kantabrischen Gebirge. Die zweiteilige Dokumentation zeigt all diese Arten in ihrer natürlichen Umgebung. Jede von ihnen hat aufgrund der rauen Klimabedingungen faszinierende Überlebensstrategien entwickelt.

Donnerstag, 5. Dezember

hr fernsehen, 10.25 Uhr
Geheime Jäger der Serengeti
Streifenhyänen sind nachtaktiv. Es gelingt deshalb nur selten, diese als Einzelgänger bekannten Tiere zu beobachten. Dem Filmautor Reinhard Künkel ist es jedoch gelungen, einem Hyänenpaar zu folgen, das bis nach Sonnenaufgang aktiv blieb und gelegentlich auch vor Sonnenuntergang den Bau aufsuchte. Künkel lebt seit dreißig Jahren in der Wildnis Afrikas am Südrand der Serengeti. Er wohnt fast das ganze Jahr über in einem Dschungelcamp und geht jeden Tag auf Safari, um Tiere zu fotografieren und zu filmen. Und weil er sich ständig zwischen wilden Tieren aufhält, entwickelt er auch ganz persönliche Bindungen zu besonders scheuen Tieren. In dieser Sendung erzählt er von einem sehr seltenen Jäger der Serengeti, der Streifenhyäne.

ARD-alpha, 20.15 Uhr
Alaska Highway – Pionierroute in die Wildnis
Großartige Naturlandschaften umrahmen den Highway, bis heute weitgehend unberührt. Die nördlichen Rocky Mountains sind die Heimat von Elchen und Karibus, Bergschafen und Wölfen. Nur 30 000 Menschen leben hier in einer Region so groß wie Deutschland. Auch der höchste Berg Kanadas, der 5959 Meter hohe Mount Logan, liegt am Weg.

Freitag, 6. Dezember

3sat, 13.25 Uhr
Auf verwehten Spuren
Südamerika
Als der Dokumentarfilmer Martin Schliessler (1929-2008) vor einem halben Jahrhundert nach Südamerika aufbrach, war das Land noch weitgehend unwirtlich und unerschlossen. Der Vierteiler folgt Schliesslers Spuren – als erstes nach Südamerika. Manches ist neu, geblieben ist die faszinierende Vielfältigkeit. Südamerika ist von den Küsten Venezuelas bis zu den schneebedeckten Gipfeln Patagoniens Heimat unterschiedlichster Völker. Es war eine Abenteuerreise, gefährlich und strapaziös. Dafür wurde der preisgekrönte Dokumentarfilmer mit spektakulären Aufnahmen belohnt: einzigartige Filmdokumente über das Leben der Amazonas-Indianer, die Nachfahren der Inkas im Andenhochland, aber auch über die neue Heimat deutscher Auswanderer, die Südamerika mitgeprägt haben. Jetzt, fast zwei Generationen später, macht sich sein Sohn Jochen Schliessler auf die Spurensuche entlang der Reiseroute seines Vaters. Weitere drei Folgen sind im Anschluss zu sehen.

arte, 17.40 Uhr
Sibirien – Büffeln in der Tundra
Die Familie Scharkow – das sind Vater Pawel, Mutter Wassilissa und ihre vier Kinder – gehört der dolganischen Gemeinschaft an, einem der letzten indigenen Völker Sibiriens. Die Dolganen zählen etwa 8.000 Menschen. Als Jäger, Fischer und Rentierzüchter setzen sie im nördlichsten Teil Sibiriens ihre traditionelle nomadische Lebensweise fort. Sie wohnen in Baloks, winzigen Häusern aus Rentierfell und Holzbrettern, die auf breite Skier montiert sind und mit Holzöfen beheizt werden. Bis vor kurzem wurden die Kinder in Pensionate geschickt, wo sie von ihrer Familie und damit ihrer Kultur getrennt waren. Nunmehr gibt es die Möglichkeit des Hausunterrichts, wobei die Lehrer von den russischen Behörden zugeteilt werden. Der siebenjährige Sachar und sein neunjähriger Bruder Prokopy verbringen ihre Tage mit ihrer neuen Lehrerin Nelly, bis ihre Familie mit ihren 400 Rentieren wieder zu einem neuen Ort aufbricht.

Samstag, 7. Dezember

arte, 13.25 Uhr
Die Abruzzen
In den wilden und rauen Abruzzen leben Bären und Wölfe noch in freier Wildbahn. Die Bilder der atemberaubenden Landschaft zeigen ein eher unbekanntes Italien, in dem Menschen mit ungewöhnlichen Berufen leben. Die Zoologin Roberta Latini ist eine davon. Sie beobachtet im Nationalpark die Bären und erklärt deren Verhalten. Außerdem kümmert sie sich um eine Problembärin, die zu zutraulich geworden war und jetzt in einem Gehege leben muss.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Kurt und seine Wölfe
Wie ticken Wölfe? Wer ist schlauer, Hund oder Wolf? Welche wölfischen Fähigkeiten hat der Hund aufgegeben, um mit dem Menschen leben zu können? Diesen Fragen geht Professor Kurt Kotrschal mit seinem Forscherteam in Ernstbrunn bei Wien im einzigen Wolf Science Center der Welt nach. Zwölf Wölfe, 17 Hunde. Mit diesen Tieren arbeiten die Forscher im Wolf Science Center bei Wien, um herauszufinden, worin sich Hunde und Wölfe unterscheiden, und wo ihre Gemeinsamkeiten liegen. Als Vorfahren unserer Hunde übten Wölfe schon immer eine Faszination auf uns Menschen aus. Die einen lieben sie, die anderen fürchten sie. Richtig erforscht sind diese Tiere bis heute nicht. Das Wolf Science Center in Ernstbrunn bei Wien stellt sich dieser Aufgabe. Hier werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wölfen und Hunden untersucht und unter anderem erforscht, wie sehr der Wolf dem Menschen in seinem Sozialverhalten ähnelt. Leiter dieser Einrichtung ist Professor Kurt Kotrschal. Bisher leben neben 17 Hunden zwölf Wölfe im Center, alle sind erwachsene Tiere, die von den Forschern per Hand aufgezogen wurden. Im Frühjahr 2017 kommen neue Welpen hinzu, aus Russland und Kanada. Diese Jungtiere werden in Ernstbrunn ein neues Rudel bilden, bis sie im Herbst mit den Alttieren zusammengebracht werden. Nur durch diese intensive Aufzucht können die Wölfe zu den Partnern ausgebildet werden, die die Wissenschaftler für ihre Experimente brauchen. Vieles ist den Forschern noch immer ein Rätsel. Etwa, warum die Wölfe heulen. So sind diese neuen Jungen ein wichtiger Schritt zum Erkennen des Wesens der Wölfe. Dafür müssen die Forscher um Prof. Kotrschal aber erst mal ihr Vertrauen gewinnen.

Sonntag, 8. Dezember

arte, 18.25 Uhr
Zu Tisch in Nordschweden
„Zu Tisch in …“ besucht unsere europäischen Nachbarn -Bauern, Winzer, Jäger, Hausfrauen – und spürt dabei deren kulinarische Schätze auf. Hin und wieder gibt es Fleisch, allerdings nicht vom Elch oder Rentier, wie in Nordschweden üblich, sondern vom Hasen. Kent und Teija sind leidenschaftliche Jäger. Auf der Schäreninsel, die sie inmitten der Ostsee alleine bewohnen, hat sich in den vergangenen Jahren die Hasenpopulation erhöht. „Dieses Fleisch hier ist das Beste, was es gibt. Die Tiere leben auf derselben Insel wie wir. Wir wissen also, dass sie ein glückliches Leben hatten, bevor sie auf dem Teller landen!“, meint Teija. Das Hasengulasch bereitet sie mit Schokolade und Ingwer zu.

TV-Programm 09.12. - 15.12.2019

Montag, 9. Dezember

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Wilde Nächte – Wenn die Tiere erwachen
Abends und nachts kommen sie zum Vorschein: Die Nachtigall singt ihr Lied, Glühwürmchen gehen leuchtend auf Brautschau, der Steinmarder kriecht aus dem Dachkasten, der Dachs verlässt das Kellerloch und der Waschbär klettert aus einem Schornstein, der ihm tagsüber als Schlafplatz diente. Diese Tiere sind nachtaktiv und leben ganz in unserer Nähe, denn hier gibt es Nahrung. Doch nebenbei bereiten sie uns unruhige Nächte: Siebenschläfer, die lautstark unsere Wohnräume erkunden, Marder, die an Autokabeln knabbern oder Füchse, die Hühnerhöfe in Aufruhr versetzen. Dafür brauchen sie kein künstliches Licht, denn das würde eventuell ihr Leben bedrohen! Bei der Suche nach Partnern, Revieren oder Nahrung lauern in Städten und Dörfern auch noch andere Gefahren. Z. B. ist vor einem Jäger wie dem Uhu kaum einer sicher. Uhus sehen bei Dunkelheit genauso gut wie andere nachtaktive Tiere, aber sie bewegen sich zudem nahezu lautlos. Das Leben im vermeintlichen Schutz der Dunkelheit ist eine permanente Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Wenn die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen, machen sich die Nachtschwärmer wieder unsichtbar. Bis zur nächsten wilden Nacht! Über zwei Jahren hat sich der Tierfilmer Uwe Müller auf die Lauer gelegt und so manche schlaflose Nacht verbracht. Um die mit perfekten Sinnen ausgestatteten Nachttiere vor die Kamera zu bekommen und ihr natürliches Verhalten einzufangen, brauchte er nicht nur Geduld. Mit modernster Nachtfilm-Technik ist es ihm gelungen, Licht ins unbekannte Leben der Tiere bringen.

Dienstag, 10. Dezember

3sat, 15.05 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Die Jura-Region
Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Landschaften dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder. Die Reihe porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz. Diese Folge führt in eine vergleichsweise unbekannte Ecke des Landes: die Jura-Region. Eine Entdeckungsreise in eine fast unberührte Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Das Filmteam begegnet Füchsen und Fledermäusen. Sogar der Luchs ist mittlerweile ins Jura zurückgekehrt.

3sat, 15.55 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Winterliches Graubünden
Graubünden im Winter, das heißt für viele Pistenspaß und Après-Ski-Vergnügen. In der Natur herrscht jedoch wegen Kälte, Schnee und Eis ein ständiger Kampf ums Überleben. Ob Steinbock, Murmeltier oder Kreuzotter, sie alle haben sehr unterschiedliche Strategien, um die Eiseskälte des Alpenwinters zu überstehen. Der Film erzählt erstaunliche Geschichten aus dem winterlichen Graubünden und zeigt prächtige Landschaftsaufnahmen. Bei den Murmeltieren lautet die Strategie: Fett anfressen und die kalte Jahreszeit schlafend überstehen. Dieser Winterschlaf ist jedoch nicht mit dem erholsamen Schlaf in der Nacht zu vergleichen – er ist vielmehr eine lebensbedrohliche Notsituation. Forscher haben herausgefunden: Wenn Murmeltiere nicht manchmal aus dem Winterschlaf erwachen und „richtig“ schlafen, dann sterben sie. Verblüffend auch die Überlebenstaktik der Steinböcke. Obwohl sie im Hochgebirge leben, scheinen sie keinen Schnee zu mögen. Sie gehen ihm aus dem Weg, wo immer sie können. In den kalten Winternächten sinkt zum Energiesparen ihre Körpertemperatur in den Beinen auf bis zu 15 Grad Celsius. Was für andere Tiere den Tod durch Erfrieren bedeuten würde, ist für den Steinbock möglich – eine Fähigkeit, die ihm das Überleben sichert. Doch auch der härteste Winter ist irgendwann einmal zu Ende, und die Natur atmet auf. Dies wird am deutlichsten beim Anblick von Gamsen, die voller Lebensfreude mit verrückten Sprüngen die Ankunft des Frühlings zu feiern scheinen. Die Murmeltiere haben für so etwas keine Zeit. Ihr Sommer ist oft so kurz, dass die Männchen die noch schlafenden Weibchen begatten. Für sie sind Frühling und Sommer nichts anderes als Vorbereitungszeit für den nächsten Überlebenskampf im Graubündner Winter.

ZDF, 23.15 Uhr
Leschs Kosmos
Jagen für den Artenschutz
Jäger bezeichnen sich gern als Artenschützer. Ist das nur Rechtfertigung für ein blutiges Hobby, oder kann Jagd tatsächlich auch dem Artenschutz dienen? In Deutschland sind Jäger zu Erhalt und Pflege von jagdbarem Wild verpflichtet. Daher behaupten Jagdverbände gern, sie seien Institutionen für Natur- und Artenschutz. Doch Fälle illegaler Tötung von Wölfen sowie Waschbär- und Rotwildjagd zeigen: So einfach ist das nicht. Harald Lesch geht der Frage nach, unter welchen Umständen Jagd tatsächlich zum Artenschutz beitragen kann. Offensichtlich ist das jedenfalls nicht. Denn immer wieder werden zum Beispiel Wölfe in Deutschland gewildert, obwohl sie durch mehrere Gesetze streng geschützt sind. In allen Fällen, bei denen Munition nachgewiesen werden konnte, handelte es sich um Jagdmunition. In diesen Fällen sind die Jäger eindeutig keine Artenschützer. Aber auch jenseits von strafbarem Fehlverhalten – wissenschaftlich ist der Zusammenhang zwischen Jagd und Artenschutz ebenfalls nicht einfach zu klären. Seit einigen Jahrzehnten vermehrt sich der Nordamerikanische Waschbär in Deutschland unkontrolliert. Der Allesfresser steht im Verdacht, eine Bedrohung für heimische Reptil- und Vogelarten zu sein. Deshalb wird er flächendeckend verfolgt und getötet. Aber in nur wenigen Fällen ist wirklich nachgewiesen, dass er das ökologische Gleichgewicht tatsächlich nachhaltig stört. Wann darf der Mensch in die natürlichen Prozesse eingreifen? Bilder von Jägern, die vor erlegten Löwen oder Elefanten posieren, sorgen regelmäßig für Negativschlagzeilen. Und doch reisen jedes Jahr etwa 20 000 Trophäenjäger aus Amerika und Europa nach Afrika, um ganz legal auf die „Big Five“ anzulegen. Dabei stehen Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard allesamt auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Stimmt es, dass ihr Überleben nur dann sicher ist, wenn sie auch bejagt werden dürfen, wie nicht nur die Trophäenjäger behaupten? In Deutschland fordert aktuell eine Petition der Deutschen Wildtierstiftung „Freiheit für das Rotwild“. Der Hirsch soll in heimischen Wäldern endlich wieder ungehindert wandern dürfen. Nur so könne er seine Funktion im Ökosystem erfüllen und damit zur Artenvielfalt beitragen. Eine gezielte Bejagung des Rotwildes ist für das Gelingen dieses Vorhabens wesentlich – doch nur mit einem ganz neuen Jagdkonzept. Jagd kann dem Artenschutz dienen. Aber welche Bedingungen müssen dabei gelten? Braucht die Jägerschaft gar ein neues Selbstverständnis? Harald Lesch sucht nach Antworten.

Mittwoch, 11. Dezember

3sat, 20.15 Uhr
Tödliche Gier – Das Geschäft mit Elfenbein
Elfenbein – sein Mythos reicht Jahrtausende zurück, die Faszination für das „Weiße Gold“ ist bis heute ungebrochen. Die Jagd auf Elfenbein hat die Geschichte Afrikas geprägt. Die Gier nach dem tierischen Rohstoff ließ die Zahl des Afrikanischen Savannenelefanten in den letzten zwei Jahrhunderten rapide schrumpfen: von mehr als zehn Millionen auf heute noch rund 350 000. Der Rohstoff Elfenbein ist vor allem in Asien heiß begehrt. Die Schnitzereien sind Statussymbole der Reichen. Der Handel zwischen Afrika und Asien floriert trotz strenger Gesetze und Verbote. Die Bevölkerung Afrikas explodiert. Vier Milliarden Menschen werden bis zum Ende des Jahrhunderts südlich der Sahara leben. Interessenkonflikte mit der Natur sind vorprogrammiert. Der nachhaltige Schutz von Elefanten wird daher mehr erfordern als nur das Verbot des Handels mit Elfenbein. Die Rettung für Afrikas Elefanten könnte aus den Weiten Sibiriens kommen. Im auftauenden Permafrostboden der Arktis ruhen ungeahnte Schätze: die Stoßzähne von Millionen Mammuts. Sie dürfen legal gehandelt werden und sind von gleicher Qualität wie Elfenbein von Elefanten. Der Film erzählt die Geschichte des Elefanten- und Mammut-Elfenbeins, zeigt die legalen und illegalen Handels- und Vermarktungswege, geht der Frage nach, ob das Elfenbein der zotteligen Eiszeit-Riesen ihre noch lebenden Vettern in Afrika vor dem Aussterben bewahren könnte und beschäftigt sich mit der Frage, ob nicht Elefanten zum Abschuss freigegeben werden sollten, um das natürliche Gleichgewicht in manchen Regionen Afrikas zu bewahren.

Phoenix, 20.15 Uhr
Geschichte der Tiere
Der Hund
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die Erfolgsstory der Beziehung von Mensch und Hund beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung.

3sat, 21.45 Uhr
Lionsrock – Die Heimkehr des Königs
Als 2008 rund um ein markantes Felsplateau des südafrikanischen Hochlands ein gigantisches Tierreservat abgegrenzt wird, kann niemand den großen Erfolg dieses einzigartigen Projekts absehen. Heute ist Lionsrock, der „Felsen der Löwen“, ein umfassendes Schutzgebiet, in das Raubkatzen aus der gesamten Europäischen Union rückgeführt werden – ehemalige Zirkuslöwen, Großkatzen aus nicht artgerechter Haltung, Tiere aus konkursreifen Zoos. Die Tiere – zu den ersten „Heimkehrern“ zählten die Löwen des ehemaligen Gänserndorfer Safariparks – kommen zurück in ein Umfeld aus Savanne und Hochland, reich an Wildtieren, und sie erleben jene Freiheit, die auch ihren Vorfahren einst vergönnt war. Mit einer Ausnahme: Ohne Betreuung durch Menschen könnten sie hier nicht mehr existieren, nicht mehr überleben, denn eine Zirkus- oder Tiergartenkarriere bedeutet für Wildtiere das Ende der Eigenständigkeit.

Donnerstag, 12. Dezember

3sat, 15.30 Uhr
Winter in Ostpreußens Zauberwald
Wiedersehen mit der Rominter Heide
Die Welt des kleinen Glücks liegt im Nordosten Polens, nicht weit von Russland und von Litauen entfernt: In der Rominter Heide ist es im Winter ganz besonders still. Dort leben Tiere, die anderenorts in Europa längst verschwunden sind: Elche, Wölfe, Fischotter und sogar Luchse. Berühmt aber wurde die Rominter Heide durch die kapitalen Rominter Hirsche. Sie machten einst Ostpreußens Zauberwald zum bevorzugten Jagdrevier der preußischen Monarchen. Die Bauern in diesem Teil Polens leben noch heute mit den Jahreszeiten. Ende November, Anfang Dezember wird ein Schwein geschlachtet, das die Familien über den Winter bringt. In vielen Teilen Polens und auch im ehemaligen Ostpreußen hat auch die Herstellung von Baumkuchen eine lange Tradition. Auf der winterlichen Reise in die Rominter Heide begegnet der Filmemacher Wolfgang Wegener Förstern und Waldarbeitern, einem Mann, der heute im ehemaligen Bahnhof von Szittkehmen lebt, dem Schweizer Jagdschriftsteller Andreas Gautschi, der hier seinen Lebensmittelpunkt hat, zwei jungen Leuten, die mitten im Wald eine kleine Pension betreiben und ihren Gästen köstliche Spezialitäten der Region servieren. Und er begleitet polnische Grenzschützer, die, seitdem Polen Mitglied der Europäischen Union ist, die europäische Außengrenze bewachen. Sie durchschneidet die Rominter Heide, die Puscza Romincka.

Freitag, 13. Dezember

Phoenix, 21.00 Uhr
17.000 Kilometer Kanada
Wölfe, Freiheit, Killerwale
17 000 Flugkilometer, sechs Wochen im Sommer, sind Johannes Hano und sein ZDF-Team in Kanada unterwegs, dem zweitgrößten Land der Erde. Es ist eine Reise an die entlegensten Orte und die kulturellen Zentren eines Landes, das für viele ein Sehnsuchtsort ist, voll magischer Schönheit und Hoffnung auf ein besseres Leben. Und doch ist vieles anders, als es scheint. Es sei ein „einzigartiges Erlebnis, eine Chance, sein eigenes Land einmal richtig kennenzulernen, eine Gelegenheit, die sich so schnell nicht wieder bietet“, schwärmt John Tory, der Pilot, der das Team die ganze Zeit begleitet. „17.000 Kilometer KANADA“ ist eine Momentaufnahme aus dem kanadischen Sommer, die deutlich werden lässt, wie groß und vielgestaltig dieses Land ist. Die Reisereportage zeigt auch, wie die Menschen die ganz unterschiedlichen Herausforderungen annehmen und niemals aufgeben, immer auf der Suche nach einem besseren Leben. Der zweite Teil der Reisereportage führt durch Kanadas wilden, einsamen Westen in die Metropole Vancouver und von dort zurück nach Montreal.

Samstag, 14. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Bärenträume
Bevor sich die Bären im Oktober in der russischen Tundra in ihre sechsmonatige Winterruhe begeben, müssen sie einige Vorkehrungen treffen. Filmautorin Angela Schmid hat sie dabei beobachtet. Im Oktober, wenn die letzten warmen Sonnenstrahlen die Farben des Laubes in der russischen Tundra zum Leuchten bringen, werden die Bären müde. Vor ihnen liegt eine sechs Monate lange Winterruhe – entweder unter einer Baumwurzel vom Schnee begraben oder mehr geschützt in einer Höhle. Doch bevor sich die großen Raubtiere zum Schlafen zurückziehen, müssen Vorkehrungen getroffen werden: graben, polstern und vor allem dick werden. Das ist für die großen schweren Männchen relativ leicht. Ernähren sich Bären unter dem Jahr hauptsächlich von Pilzen, Ameisen oder Aas, so werden sie im Herbst zu Jägern. Mit einem Tatzenhieb strecken sie mit geballter Kraft und Masse z. B. einen Elch nieder. Und nur die Magie des Herbstes stimmt die Kolosse so friedlich, dass sie dann – und nur dann – bereit sind, mit anderen starken Männchen zu teilen. Ein Verhalten, das zur Paarungszeit undenkbar wäre. Während sich die Großen keine Sorgen machen müssen, über eine lange friedliche Winterpause zu kommen, haben die Kleinen ernsthafte Schwierigkeiten. Besonders dann, wenn sie den ersten Winter ohne Mutter verbringen müssen.

3sat, 10.25 Uhr
Der Arlberg – Das verborgene Paradies
Seit über 100 Jahren wird der Arlberg touristisch genutzt – und doch gibt es hier große Gruppen von Stein- und Rotwild und eine nahezu unübersehbare Anzahl von Murmeltieren. Im Winter sind weite Teile des Gebietes für Menschen unzugänglich. Im Sommer gehören den Erholungsuchenden die Wanderwege, den Tieren aber der Rest der Landschaft. Es scheint also doch so etwas wie eine „friedliche Koexistenz“ von menschlich genutztem Raum und unberührter Natur zu geben.

Phoenix, 15.00 Uhr
Einsatz in Alaska
Auf Streife in der Wildnis
Sie schützen die Natur vor Ausbeutung und helfen, wenn die Wildnis Menschen zum Verhängnis wird – die Alaska Wildlife Troopers, eine weltweit einzigartige Polizeitruppe. Eine Handvoll von ihnen ist auf dem Kodiak-Archipel stationiert, einer Inselgruppe südwestlich von Anchorage. Ihr Einsatzgebiet ist ein Paradies für Jäger und Angler, wild und unzugänglich mit wenigen Straßen und vielen Bergen und Meeresbuchten. Der nördlichste US-Staat gehört zu den schönsten, eindrucksvollsten und in weiten Teilen noch unberührten Ökosystemen der Welt. Sie schützen Tiere und Natur. Vor allem in der Jagdsaison sind die Alaska Wildlife-Troopers immer wieder Alarmbereitschaft. Dann ist die ungewöhnliche Polizeitruppe ständig auf Patrouille in Wäldern und Meeresbuchten. Daniel Valentine (39) und seine Kollegen sind auf dem Kodiak-Archipel stationiert. Die Inselgruppe südwestlich von Anchorage verfügt über einzigartige Landschaften, wild und unzugänglich, und ist ein beliebtes Freizeitgebiet für Jäger und Angler. Alan Jones ist der einzige Pilot der Truppe. Sein Einsatzgebiet erstreckt sich über 300 Kilometer, eine Landfläche fast so groß wie Schleswig-Holstein. Meistens weiß er nicht, was ihn an den abgelegenen Orten erwartet. Illegale Jagdbeute, aggressive Jäger, verängstigte Jungtiere? Seinem Kollegen Shane Nicholson geht es nicht anders. Was wird er bei der toten Bärenmutter vorfinden? Wurde sie erschossen? Wo sind die Jungtiere geblieben? Die Polizisten greifen hart durch, wenn Jagdgesetze überschritten oder Fischereibestimmungen missachtet werden. Wen sie erwischen, dem drohen bis zu 10.000 Dollar Bußgeld und bis zu einem Jahr Gefängnis. Wenn jedoch Roy Rastopsoff jagt, gelten andere Gesetze. Er gehört zu den Aleuten, den Ureinwohnern, und genießt daher Sonderrechte. Für seine Familie darf er sogar Seehunde erlegen, was anderen nicht erlaubt ist. Insgesamt leben 13.000 Menschen auf dem Kodiak-Archipel. Filmemacher Christian Pietscher zeigt in seiner Dokumentation einzigartige Landschaften und ungewöhnliche Menschen. Sie alle können sich nicht vorstellen, das Inselarchipel jemals zu verlassen. Alaskas Wildnis und das ungewöhnliche Leben auf Kodiak Island lässt sie nicht mehr los.

Phoenix, 17.15 Uhr
17.000 Kilometer Kanada
Kämpfen, Jagen, Überleben
Mit Kreativität und harter Arbeit trotzen sie den zerstörerischen Kräften der Globalisierung und machen sich die Veränderung doch zu Nutze – mit einem der teuersten und außergewöhnlichsten Hotels der Welt. „Wir wollten etwas machen, was tief verwurzelt ist in unserer Heimat, das aber gleichzeitig verhindert, dass es zu einem folkloristischen Spektakel verkommt und wir zu einer Karikatur unserer selbst werden“, erklärt Zita Cobb, die die Idee dazu hatte. Aufgeben sei keine Option. Acht Flugstunden weiter nördlich – im ewigen Eis der Arktis – in einer Region, die fast sechsmal so groß ist wie Deutschland und in der nur gut 30.000 Menschen leben, wird klar, dass es keinen Ort auf der Welt mehr gibt, der sich der Hybris der Zivilisation entziehen kann. Fünf Tage ist das ZDF-Team mit Inuit-Jägern unterwegs an einem der unwirtlichsten und doch magischsten Orte der Erde, einem Ort, in dem Vegetarier keine Überlebenschance hätten. Mit der erbarmungslosen Natur, die keine Fehler verzeiht, kommen die Menschen am nördlichen Ende der Welt seit 8000 Jahren klar. Heute aber wird ihr Leben in Frage gestellt durch eine Allianz des westlichen Fortschritts – durch Minenkonzerne und Greenpeace. „Ihr Europäer glaubt wirklich jeden Mist, den man Euch erzählt“, sagt uns Charlie Inuarak, der Bürgermeister von Pond Inlet auf Baffin Island. „Und dann erlasst Ihr Verbote und Quoten, die unser Leben betreffen, das ist nicht in Ordnung“. Ein Vorwurf, den man überall hört in Kanadas Norden, auch in Old Crow in Yukon, 160 Kilometer nördlich des Polarkreises. Im ersten Teil sind Johannes Hano und sein Team unterwegs in Kanadas rauem Norden, wo die Menschen der Natur jeden Tag ein Leben abtrotzen. Von Fogo Island in Neufundland an Kanadas stürmischer Nordatlantikküste geht es über die Arktis bis nach Old Crow im Yukon, an den Ort, in dem heute noch die Nachfahren der ersten Menschen leben, die Kanada vor mehr als 10 000 Jahren besiedelten. Auf dem Nordatlantik – vor Neufundland – ist das Team mit irisch- und britischstämmigen Fischern unterwegs, die heute darum kämpfen müssen, ihre Heimat, ihr Leben auf der Insel zu bewahren. Menschen, die nicht bereit sind, ihr einfaches, hartes Leben, ihre Identität aufzugeben. „Es gab hier immer den starken Willen zu überleben, und den gibt es bis heute“, sagt Phil Barnes von der Fischereikooperative Fogo.

Sonntag, 15. Dezember

3sat, 13.35 Uhr
Schneebabys – Der erste Winter
Was bedeuten Schnee, Eis und Minustemperaturen für Jungtiere in den Polarregionen? Der Film begleitet junge Füchse und Eisbären in ihrem ersten Winter. Kleine Polarfüchse und Karibus kommen im kurzen Polarsommer in den Tundren der nördlichen Hemisphäre zur Welt. Die wichtigsten Fähigkeiten für das Überleben müssen rasch erworben werden, bevor der Winter die Natur am Ende der Welt grundlegend verändert. Zu Winterbeginn sind die Jungfüchse in den arktischen Gebieten schon selbstständig und müssen nicht mehr von den Elterntieren mit Nahrung versorgt werden. Ihr braunes Sommerfell verwandelt sich nun rasch in ein schneeweißes Tarnkleid. Und die Geschicklichkeit, die sie im Sommer beim übermütigen Spiel mit ihren Geschwistern erworben haben, erweist sich jetzt als unverzichtbare Grundlage für das Überleben. Wenn die Eisbärin das Kleine zum ersten Mal aus der winterlichen Höhle führt, in der sie es geboren hat, ist die Polarregion eine durch und durch gefrorene Welt. Für junge Eisbären beginnt das „Abenteuer Leben“ mit einer Rutschpartie den Hang hinunter. Die Bärenmutter hingegen ist nach der langen Winternacht völlig ausgehungert. Sie muss dringend wieder Nahrung finden, und der Nachwuchs folgt ihr bei der Robbenjagd auf Schritt und Tritt. Lässt aber die Sonne das Eis langsam schmelzen, zerrinnt dem kleinen Bären die Welt, wie er sie kennt, buchstäblich unter den Füßen.

3sat, 19.10 Uhr
Tierisch gut: Von Fairness und Freundschaft im Tierreich
Sind uns Tiere doch viel ähnlicher, als wir denken? Die jüngste Verhaltensbiologie revolutioniert unser Bild vom Tier. Statt der instinktgetriebenen Kreatur, die aggressiv ums Überleben kämpft, zeigt sich das Tier bei näherer Betrachtung als Wesen mit sehr menschlichen Zügen. Ein „NZZ Format“ über tierisch moralische Affen und Wölfe, Ratten und Raben sowie das Menschentier. Viele Tiere sind kooperativ und helfen sich gegenseitig, manche sorgen sich darum, dass auch der andere satt wird. Gewisse Tiere haben sogar ein Verständnis von Fairness, das dem menschlichen sehr ähnelt. Sie zeigen Mitgefühl gegenüber Vertrauten, aber auch Gleichgültigkeit oder Feindschaft gegenüber Fremden. Was unterscheidet uns dann eigentlich noch von Tieren? Und was können wir von ihnen lernen?