JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 3. Januar 2020.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 30.11. - 06.12.2020

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Montag, 30. November

3sat, 13.20 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Bayern – Der Nationalpark Bayerischer Wald
1990 begann eine außergewöhnlich starke im Nationalpark Bayerischer Wald, mehrere Tausend Hektar alter Fichtenbestände zu vernichten. Ganz bewusst unterließ die Parkverwaltung eine Bekämpfung und bald begann ein neuer, gesünderer Wald heranzuwachsen – ein neuer Urwald. Natürlich zog diese Vielfalt auch viele neue Tier- und Pflanzenarten an. Selbst Luchs und Fischotter sind zurückgekehrt und haben hier wieder eine Heimat gefunden. Filmautor Jürgen Eichinger stellt im Gang der Jahreszeiten diesen größten deutschen Waldnationalpark vor. Waldeidechsen und Kreuzottern nutzen die umgestürzten Bäume zum Sonnen und Wärme tanken. Hart und kalt sind die Winter im Bayerischen Wald. Zu keiner anderen Jahreszeit ist die Natur hier so unberührt und urwüchsig. Der Frühling kommt spät in das Grenzgebirge. Habichtskäuze nutzen die Baumstümpfe zum Brüten. Mit Beginn des Sommers sind alle Vögel zurückgekehrt. Unzählige Schmetterlinge, Käfer und Bienen bevölkern die blühenden Hänge. Auch bei den Spätbrütern, wie Sperber und Sperlingskauz, sind nun die Jungen flügge. Den Spechten dient das Totholz als Trommelplatz oder zur Anlage von Höhlen und der Luchsfamilie als Versteck. Jürgen Eichinger zeigt in seinem Film, mit welcher Kraft und Fülle die Wildnis in den Nationalpark zurückgekehrt ist.

3sat, 17.45 Uhr
Leben im Rudel
Der Film zeigt Überlebensstrategien von Rudeltieren wie Wölfen, Löwen und anderen Tiergruppen. Ihre Jungtiere lernen lebenswichtige Fähigkeiten von der Gemeinschaft, in der sie groß werden. Jedes Tier muss innerhalb des Rudels seinen Platz finden und seinen Beitrag leisten. Es herrschen strenge Regeln, und die Machtverhältnisse können sich jederzeit verschieben. Ein Rudel bietet Sicherheit, kann aber auch zu einem sozialen Minenfeld werden.

Dienstag, 1. Dezember

arte, 8.00 Uhr
Deltas der Welt
Yukon – Arktische Wildnis
Es gibt nur wenige Gegenden, die so karg sind wie das Yukon-Delta im Westen Alaskas. Die meisten der 25.000 Einwohner gehören zur Eskimo-Volksgruppe der Yupik. Im Sommer arbeiten die meisten von ihnen als Lachsfischer, um für den langen Winter vorzusorgen. Denn bereits ab Mitte August bedecken wieder dicke Wolken den Himmel. In dieser Region verändert der Klimawandel die Natur besonders und beeinflusst so das entbehrungsreiche, aber gemeinschaftliche Leben der indigenen Bevölkerung.

arte, 11.00 Uhr
Wildes Italien
Von den Alpen zur Toskana
Der Zweiteiler „Wildes Italien“ porträtiert die Natur zwischen Stiefelspitze und Alpengipfeln mit bezaubernden Aufnahmen. In der Folge „Von den Alpen zur Toskana“ steht der Norden Italiens im Mittelpunkt. Außerdem werden seltene Tiere wie die Abruzzengämsen gezeigt.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Unter Eisbären – Abenteuer in Russlands Arktis
Dreharbeiten in der Arktis zählen zu den schwierigsten im Bereich des Naturfilms. Kameramann Uwe Anders lebte auf der russischen Wrangelinsel vier Monate lang unter Eisbären, Polarfüchsen und Walrossen. Schutz boten nur ein Zelt oder einfache Holz- oder Blechhütten der russischen Wissenschaftler, die im kurzen Sommer auf der Insel leben und arbeiten. Jeden Tag ging es mit einem geländegängigen Quad-Bike hinaus in die Tundra. Auf der Suche nach den kleinen und großen Dramen in der arktischen Tierwelt kam der Filmer einem Kampf zwischen Moschusochsen bedrohlich nahe, erlebte, wie geschickt Polarfüchse als Eierdiebe sind, und musste mit ansehen, dass eine Schneeeule nicht ausreichend Futter für beide Küken fand.

WDR Fernsehen, 21.00 Uhr
Der Böhmerwald – Eine Wildnis mitten in Europa
Im Böhmerwald entspringt die Moldau, hier gibt es noch Urwälder und Raubkatzen. Durch den Eiserne Vorhang geriet dieser Landstrich im Dreiländereck Tschechien-Österreich-Deutschland etwas in Vergessenheit. Entsprechend unberührt ist die Natur in dieser Region, die voller Überraschungen steckt. Elisa Belotti und Marco Heurich haben ihr Leben den Luchsen verschrieben. Die größte Wildkatze Europas hat hier im Böhmerwald ein Territorium über die Staatsgrenzen hinaus. Die beiden Ranger behalten eine Luchsmutter im Blick, die ihr Junges durch den Winter bringen muss. Dabei sind einzigartige Aufnahmen vom Miteinander der beiden Wildkatzen entstanden. Die Urwälder der Region werden von Förster Claus Bässler geschützt und sogar ausgeweitet. Mit künstlich geschlagenem Totholz schafft er Lebensräume für seltene Käfer und Pilze. Und die Tierärztin Judith Gollner liebt nicht nur die Tiere auf den weit verstreuten Höfen, wie die schottischen Hochlandrinder der Bergbäuerin Anna Hones, sondern auch diese ganz besonderen Menschen, die in der Wildnis mitten in Europa leben.

Mittwoch, 2. Dezember

3sat, 16.15 Uhr
Täuschen und Tarnen – Über Lebenskünstler der Natur
Das Motto „Täuschen und Tarnen“ als Erfolgsprinzip der Evolution: Die Dokumentation zeichnet am Beispiel einer kleinen Vulkaninsel nach, wie sich Biotope und Populationen entwickeln. Manche Lebewesen sind sehr erfinderisch, um sich in Ökosystemen zu behaupten. So haben sich Tiere im Lauf der Evolution entweder die erstaunlichsten Waffen oder außerordentliche Fähigkeiten im Tarnen und Täuschen angeeignet. Langsam, oft über Jahrtausende und Jahrmillionen – und meist durch Zufall – folgt eine Tierart der anderen. Die besten Zukunftschancen hat, wer sich am schnellsten und am geschicktesten an den Lebensraum anpasst. Denn evolutionäre Entwicklungen haben keinen Plan, sondern ein Ziel. Dieses Ziel heißt Leben und Überleben, für das einzelne Tier sowie für die gesamte Spezies

3sat, 17.45 Uhr
Wenn Tiere sich verlieben
Beim Partner des Begehrens zu landen – dafür setzen Männchen und Weibchen in der Tierwelt alle Hebel in Bewegung. Dann ist keine Anstrengung zu groß und kein Trick zu ungewöhnlich. Die Überzeugungsstrategien könnten kaum unterschiedlicher sein: Oft sind es die Männchen, die spektakuläre Darbietungen zeigen, um die Gunst der Auserwählten zu erlangen. Weibchen wie die Eisbär-Dame dagegen setzen auf körperliche Reize oder Eifersüchteleien.

Donnerstag, 3. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Bärenkinder
Der Tscheche Vaclav Chaloupek ist ein Jahr lang „Ersatzmutter“ für zwei europäische Braunbärenkinder. Er teilt mit ihnen sein Haus, spendet ihnen Körperwärme, füttert sie und erklärt ihnen die Welt, genau wie es eine Bärenmutter tun würde. Nur durch diese unmittelbare Nähe hat er die einmalige Chance, mehr und vor allem bisher nicht bekanntes über Bären zu lernen. Eins wird ganz schnell klar: Bär ist nicht gleich Bär. Bären sind die größten und mächtigsten Landraubtiere Europas, natürliche Feinde haben sie nicht, und dennoch gibt es nur noch wenige Regionen, in denen sie vorkommen. Der Mensch reduziert ihren Lebensraum, drängt sie weiter in entlegene Gebiete zurück. Der Tscheche Vaclav Chaloupek hat nun versucht, mehr über die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere zu erfahren, indem er ungewollt zur „Mutter“ von zwei Bärenwaisen wurde. Ein Jahr lang ist Vaclav Chaloupek „Ersatzmutter“ für zwei europäische Braunbären. Er teilt mit seinen Bären sein Haus, füttert sie und zeigt ihnen die Welt, genau wie es eine Bärenmutter tun würde. Nur durch diese unmittelbare Nähe hat er die einmalige Chance, mehr und vor allem bisher nicht bekanntes über Bären zu lernen. Während das Weibchen als vorsichtige Entdeckerin die Welt erkundet, ist das Männchen ein ungestümer Rüpel, der Vaclav oft an seine Grenzen und nicht selten in brenzlige Situationen bringt. Je älter die Bären werden, umso schwieriger wird es, die beiden auf ihren abenteuerlichen Streifzügen durch den fast unberührten Böhmerwald zu bändigen. Angelika Sigl zeigt in ihrem Film intime und sensationelle Bilder von jungen Bären, wie sie ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie von ihm lernen, aber auch was an Wissen bereits in ihren Genen steckt. Die witzigen und überraschenden Situationen, in die die drei geraten, machen den Film zu einem unterhaltsamen und spannenden Abenteuer.

3sat, 23.00 Uhr
Einsatz in Alaska
Auf Streife in der Wildnis
Sie schützen die Natur vor Ausbeutung und helfen, wenn die Wildnis Menschen zum Verhängnis wird: die „Alaska Wildlife Troopers“, eine weltweit einzigartige Polizeitruppe. Eine Handvoll von ihnen ist auf dem Kodiak-Archipel stationiert, einer Inselgruppe südwestlich von Anchorage. Ihr Einsatzgebiet ist ein Paradies für Jäger und Angler, wild und unzugänglich, mit wenigen Straßen und vielen Bergen und Meeresbuchten. Ob Daniel Valentine und seine Kollegen Wilderern das Handwerk legen oder auf Patrouille sind, jeder Einsatz kann für sie zum Abenteuer werden. Die Wildhüter sind zuständig, wenn ein Kodiakbär, das größte Landraubtier der Erde, menschliche Siedlungen bedroht. Und sie greifen hart durch, wenn Jagdgesetze übertreten werden oder Fischereibestimmungen missachtet werden. Jägern drohen Strafen bis zu 10 000 Dollar und bis zu einem Jahr Gefängnis. Wildlife-Trooper Alan Jones fliegt an einen abgelegenen Bergsee, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Verstärkung anzufordern ist dort nicht möglich. Er muss allein klarkommen. Kollege Shane Nicholson will herausfinden, wer eine Bärin, die noch ihre Jungen gesäugt hatte, illegal erschossen hat. Über 1000 Einwohner auf dem Kodiak-Archipel werden medizinisch aus der Luft versorgt. Elise Pletnikoff ist Ärztin und fliegt jeden Monat in das Dorf Old Harbor. Dort muss sie alles können, weil sie weder Fachärzte noch ein OP-Team zur Verfügung hat. Und Sherri Ewing betreibt ein Outdoor-Restaurant – in einem Zelt am Strand kocht ihr Sohn Gourmetspeisen. Der Seetang und die Venusmuscheln auf dem Teller sind aus Kodiak. Was sie alle an Alaska so fasziniert, ist die einzigartige Wildnis, eine der wenigen, die es in dieser Größe auf der Erde noch gibt. Der US-Staat gehört zu den schönsten, eindrucksvollsten und in weiten Teilen noch unberührten Ökosystemen der Welt.

Freitag, 4. Dezember

arte, 16.50 Uhr
Xenius: Wildschwein
Schlau und gefährlich
Die Afrikanische Schweinpest ist auf dem Vormarsch. Die Fallzahlen haben sich seit 2015 von Jahr zu Jahr verdoppelt. Seit September 2020 gibt es die ersten infizierten Wildschweine in Deutschland. In Polen, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Deutschland, sind bereits erste Fälle bei Hausschweinen gemeldet. Überträger der hochansteckenden Viruserkrankung sind Wildschweine, deren Population in Europa explosionsartig gewachsen ist. Sie machen auch vor unseren Städten nicht halt. Allein in Berlin gehen Expertenschätzungen inzwischen von etwa 5.000 Tieren aus. Umso größer ist die Sorge in Europa vor einem Ausbreiten der Seuche auf Nutztiere. Um das zu verhindern, bildet die Kreisjägerschaft Segeberg in Schleswig-Holstein Hunde aus, die tote Wildschweine aufspüren sollen. Damit man die Kadaver schnellstmöglich finden und entsorgen kann. Die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard sind beim Training dabei. Die Hunde üben mit einer Wildschwein-Attrappe und Duftproben. Dazu müssen sie nicht nur ihre Nase trainieren, sondern auch lernen, bei lebendigen Wildschweinen Ruhe zu bewahren, denn eine Begegnung mit ihnen kann für sie tödlich enden.

Samstag, 5. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Von süßen Kätzchen und wilden Katzen – Schneeleoparden
In der Wildnis können Schneeleoparden höchst selten beobachtet werden. Ein BR-Filmteam dokumentiert die Geburt von Drillingen und verfolgt die ersten Lebensmonate. Einem BR-Team ist es in einem schwedischen Zoo nördlich von Göteborg gelungen, die Geburt von Schneeleoparden-Drillingen zu dokumentieren und ihre ersten Lebensmonate zu verfolgen. In der Wildnis wäre das nie möglich gewesen. Dort können selbst erwachsene Schneeleoparden höchst selten beobachtet werden. In einem Projekt in der Mongolei versucht ein schwedischer Wissenschaftler, die seltenen Katzen mit einem GPS-Sender zu versehen, um auf diese Art mehr über die Lebensgewohnheiten zu erfahren. Ein Kamerateam hat auch das erstmals dokumentiert.

arte, 21.45 Uhr
Wie die Katze die Welt eroberte
400 Millionen Katzen leben heute unter uns, und es werden immer mehr. Die Hauskatze hat nicht nur fast den gesamten Erdball erobert, sondern ist heute auch unbestrittener Star der sozialen Netzwerke. Nichts scheint ihren Siegeszug aufhalten zu können. Aber wann haben sich die samtpfotigen Vierbeiner eigentlich die Gunst des Menschen gesichert und wie ist ihnen das gelungen? Archäologen, Genetiker und Verhaltensbiologen auf der ganzen Welt forschen seit Jahren zu diesen Fragen. Ihre jüngsten Erkenntnisse erlauben uns, den Weg der Stubentiger nachzuvollziehen – eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist. Rund 400 Millionen Katzen leben heute auf der Erde. Der Erfolg der Katzen schlägt sich in den Haustierstatistiken nieder: Frankreich zählt über 13 Millionen Katzen gegenüber 7 Millionen Hunden, und auch in Deutschland belegen die Stubentiger Platz eins der tierischen Hausgenossen. In den sozialen Netzwerken landen sie schon lange virale Hits. Wann und wie haben sich die Beziehungen zwischen Katzen und Menschen entwickelt? Und wie gelang es den Tieren, die ganze Welt zu erobern? Diesen Fragen gehen Archäozoologen, Paläogenetiker, Biologen und Verhaltensforscher in verschiedenen Ländern nach. Archäologische und historische Entdeckungen in Zypern stützen die Hypothese, wonach sich Menschen und Wildkatzen vor etwa 9.500 Jahren eben dort angenähert haben. Aber wie sich die Katze anschließend über die Welt verbreitet hat, blieb für die Wissenschaft lange ein Rätsel. Nun steht fest: Die Hauskatze stammt nicht von der europäischen Katze ab, sondern von der Falbkatze, die aus der Levante und Anatolien stammt. Zu ihrer großen Überraschung konnten die Forscher nicht nur eine, sondern gleich zwei Domestizierungswellen nachweisen. Seit knapp 10.000 Jahren sind also die Geschicke von Katzen und Menschen eng miteinander verwoben. Nachdem die samtpfotigen Vierbeiner das Herz der Menschen erobert hatten, begannen Züchter, die Tiere den Wünschen der Menschen anzupassen. Durch die Rückverfolgung bestimmter körperlicher Merkmale gelang es ihnen, immer extravagantere Rassen zu züchten: Minikatzen, Nacktkatzen, Tiere mit kurzen Beinen oder gekrümmten Ohren, aber auch besonders gesellige und verspielte Arten, die gerne mit Herrchen oder Frauchen interagieren. Aber kann man überhaupt eine solche „ideale“ Katze schaffen, umgänglich, gehorsam und loyal gegenüber ihrem Halter? Viele Verhaltensbiologen sind überzeugt, dass Katzen alle Voraussetzungen dafür mitbringen. Weltweit leben über 500 Millionen Hunde und 400 Millionen Katzen, die ganz selbstverständlich den Alltag des Menschen begleiten. Schwer vorzustellen, dass die domestizierten Tiere, die wir heute kennen, so in der Natur gar nicht vorkamen. Wie ist es dem Menschen gelungen, aus dem Wolf einen Chihuahua zu machen und aus der Wildkatze eine Siam? Wann sind die Beziehungen zwischen Mensch und Tier entstanden, und wie haben sich die Vorfahren der heutigen Hunde- und Katzenrassen über die Erde verbreitet? Diesen Fragen geht der Zweiteiler „Wie die Katze die Welt eroberte“ und „Wie der Hund die Welt eroberte“, der am kommenden Samstag folgt, nach.

Sonntag, 6. Dezember

3sat, 13.45 Uhr
Wildnis Nordamerika (1/5)
Schöne neue Welt
Nordamerika steckt voller Naturwunder und bietet unglaublich vielfältige Landschaften. Die Dokumentation zeigt die Schönheit des Kontinents. Der erste Teil folgt den Wanderungen der Tiere. Wanderungen gehören zum „American Way of Life“ – aus den unterschiedlichsten Gründen: Während Schneeziegenmütter im Winter in die schneereichen Höhen der Rocky Mountains steigen, um dort geschützt vor Raubtieren ihre Kitze zur Welt zu bringen, ziehen Mustangs tagelang auf der Suche nach Wasser durch die Wüsten des Wilden Westens. Und wer vor den Winterstürmen nicht davonziehen kann, der hält einfach Winterruhe und macht dabei seine Schlafhöhle zur Kinderstube – wie der Schwarzbär. Weitere vier Folgen von „Wildnis Nordamerika“ sind im Anschluss ab 14.30 Uhr zu sehen.

TV-Programm 07.12. - 13.12.2020

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Montag, 7. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Schwarzwald in Kanada
Im kanadischen British Columbia hat der Deutsche Herzog Carl von Württemberg vor über 40 Jahren ein 55.000 Hektar großes Gebiet gekauft, nach seinem Heimatgebirge „Darkwoods“, Schwarzwald, getauft und die einsame Region nachhaltig bewirtschaftet. Die Filmautoren Angelika Sigl und Karl Teuschl waren in dem unwegsamen, ursprünglichen Schwarzwald Kanadas unterwegs und haben seine unvergleichliche Natur zu allen Jahreszeiten mit der Kamera festgehalten. Im kanadischen British Columbia hat der Deutsche Herzog Carl von Württemberg vor über 40 Jahren ein 55.000 Hektar großes Gebiet gekauft, nach seinem Heimatgebirge „Darkwoods“, Schwarzwald, getauft und die einsame Region nachhaltig bewirtschaftet. Bis heute leben hier die extrem seltenen Waldkaribus, Grizzlys und Wölfe, aber auch besondere Vögel. Vor wenigen Jahren ist das Gebiet wieder an einen kanadischen Besitzer zurückgegangen, an die Umweltschutzorganisation Nature Conservancy Canada (NCC). Sie möchte Darkwoods mit seiner besonderen Flora und Fauna nicht nur erhalten, sondern zu einer Vorzeigeregion Kanadas machen. Hilfe bekommt die Organisation durch Garry, den Stream Keeper, Cory, die Fledermausforscherin, Adrian, den Botaniker, und Leo, den Karibuforscher. Angelika Sigl und Karl Teuschl nehmen in ihrem Film die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in den unwegsamen, ursprünglichen Schwarzwald Kanadas und zeigen seine unvergleichliche Natur zu allen Jahreszeiten – Kanada, wie es heute kaum noch existiert.

arte, 17.50 Uhr
Der Pfälzerwald rund ums Jahr
Winter und Frühling
Der Pfälzerwald ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet und bildet mit den Nordvogesen ein grenzüberschreitendes UNESCO-Biosphärenreservat. Es ist Lebensraum zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. Für Aufsehen sorgt ein Projekt zur Wiederansiedlung des Luchs und Schottische Hochlandrinder werden gezielt zur Landschaftspflege eingesetzt. Das Raubtier galt im Pfälzerwald lange als ausgestorben. Michael Back, der Großkarnivoren-Beauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, bringt immer wieder Luchse aus der Slowakei und der Schweiz in den Pfälzerwald. Mit Hilfe eines Fotofallen-Monitorings versucht er herauszufinden, ob sie sich fortpflanzen. Die Wildtierbiologin Carolin Tröger untersucht, welche Auswirkungen die Wiederansiedlung des Luchses auf die Rehpopulation hat. Um den Wildbestand zu erfassen, experimentiert sie mit einer Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist.

arte, 18.30 Uhr
Der Pfälzerwald rund ums Jahr
Sommer und Herbst
Der Zweiteiler zeigt den Pfälzerwald im Wandel der Jahreszeiten. Das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands beheimatet einen jahrhundertealten Baumbestand und zahlreiche Wildtierarten. Die Folge „Sommer und Herbst“ begleitet Menschen, die den Wert naturnahen Handels erkannt haben und für den Erhalt der Natur kämpfen. Der Pfälzerwald ist zudem bekannt für seine kostbaren Eichen. Der nährstoffarme Sandsteinboden trägt dazu bei, dass die Bäume langsam wachsen und das Holz besonders hart und dichtporig ist. Förster Burkhard Steckel ist der Herr über das „Millionenviertel“, in dem die teuersten Eichen Deutschlands gedeihen. Manch ein Stamm erzielt bei der jährlichen Holzversteigerung mehr als 10.000 Euro.

Dienstag, 8. Dezember

arte, 16.00 Uhr
Schottland – Der Ruf der Wildnis
Der Fotograf Laurent Cochorel filmt das spektakuläre Schauspiel der Natur im wilden Schottland im Wechsel der Jahreszeiten. In diesem Naturfilm entführt Laurent Cochorel in die schönsten Landschaften, die Schottland zu bieten hat. Seit 25 Jahren ist der französische Fotograf von dieser Landschaft fasziniert. Er hat dort seine Lieblingsorte entdeckt, an denen er das Schauspiel der Natur im Laufe der Jahreszeiten mitverfolgt: Es bedarf Geduld und Leidenschaft, um Fischotter, Birkhühner und Seevögelkolonien zu beobachten und sich Hirschen, Fisch- und Steinadlern zu nähern. Vier Jahre Dreh waren notwendig, um diese seltenen Aufnahmen zu ermöglichen. Der Film schildert die Arbeit des Naturfotografen, dessen Liebe zur Wildnis und Schottland-Begeisterung geradezu mitreißen.

Mittwoch, 9. Dezember

arte, 16.55 Uhr
Xenius: Biber
Zwischen Öko-Genie und Problemfall
Der Biber ist ein unermüdlicher Baumeister. Von seiner „Landschaftsgärtnerei“ profitieren auch viele andere Arten. Landwirte gehören allerdings meist nicht dazu. Der in Bayern zuvor ausgerottete Nager wurde in den 60er Jahren mit vollem Erfolg wieder angesiedelt. Die positive Wirkung, die der tierische Baumeister mit seinen Dämmen und Stauseen auf das Ökosystem hat, haben Wissenschaftler ausführlich untersucht. Aber: Im Großteil der fast 5.000 bayerischen Biberreviere gibt es Nachbarschaftsstreit zwischen den Tieren und benachbarten Landwirten, bei denen der Biber teils empfindliche Schäden anrichtet. Denn überflutete Felder freuen vielleicht Libellen und Heuschrecken, für die Landwirte bedeuten sie weniger Ertrag. Die „Xenius“-Moderatoren Emilie Langlade und Gunnar Mergner sind unterwegs mit dem Bibermanager Horst Schwemmer, der im Auftrag des BUND Naturschutz zwischen Mensch und Tier vermittelt. Er zeigt den „Xenius“-Moderatoren Wege, wie der Biber geschützt werden kann, ohne die Bauern zu schädigen. Die Lösungen auf den Fluren von Oberfranken erfordern allerdings einiges an körperlicher Anstrengung.

arte, 17.50 Uhr
Wildschweine – Das Comeback
Sie sind die Schweizer Messer unter den Tieren: kompakt, unverwüstlich und für alle Fälle gerüstet. Im vorletzten Jahrhundert galten Wildschweine in Europa als ausgerottet. Heute leben wieder mehrere Millionen Tiere in unseren Wäldern. Und das aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften: soziale Kompetenz und Anpassungsfähigkeit. Eine Dokumentation über ein Tier, das in unseren Wäldern lebt und völlig unterschätzt wird. Und es ist zugleich die Geschichte über sein bemerkenswertes Comeback. Sie haben alles, was zum Überleben wichtig ist: ein ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit – vor allem aber: Sie sind lernfähig. Wildschweine sind die heimlichen Herrscher des Waldes. Das war nicht immer so. Noch vor Jahrhunderten waren sie in vielen Teilen Europas ausgerottet – aufgrund intensiver Bejagung und Abholzung der Wälder. Doch die Wildschweine sind zurück. Ihr Comeback ist spektakulär: In den europäischen Wäldern leben mittlerweile wieder mehrere Millionen Tiere. Und ihre Population dehnt sich weiter aus. Das Wildschwein des 21. Jahrhunderts findet im Vergleich zu seinen Vorfahren veränderte Lebensbedingungen vor. Seine natürlichen Hauptfeinde Braunbär und Wolf existieren in Europa nicht mehr oder stellen zumindest keine Gefahr dar. Der Uhu greift sich zwar immer wieder einzelne Jungtiere, aber gefährden kann er den Bestand nicht. Und auch der größte natürliche und alljährlich wiederkehrende Feind – die winterliche Kälte – kann das Comeback nicht stoppen. Denn durch Klimawandel und Erderwärmung werden die Winter milder, was die Population zwangsläufig begünstigt. Doch die Klimaveränderungen erklären ihr Comeback nur unvollständig. Die Dokumentation „Wildschweine – Das Comeback“ geht vor allem der Frage nach, was das „Erfolgsrezept“ der Tiere ist. Für Regisseurin Astrid Miller war es wichtig, das Sozialverhalten in der Gruppe und die Anpassungsfähigkeit der Tiere filmisch zu dokumentieren. Der Film zeigt das Leben von Wildschweinen in drei unterschiedlichen Habitaten Europas – im Osten Österreichs, im Süden Frankreichs und im Osten Polens.

arte, 18.30 Uhr
Die verrückte Welt der Hörnchen
Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren der Welt. Sie sind überall zu sehen, im Wald amüsieren sie so manchen Spaziergänger mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Sie besiedeln fast alle Lebensräume und gehören zu einer der erfolgreichsten Tierfamilien überhaupt. Die Dokumentation begibt sich auf Augenhöhe mit den Hörnchen, um die kleinen Charaktere groß herauszubringen und erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Welt eines der populärsten Säugetiere der Erde. Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren auf der Welt. Überall sind sie zu sehen, sie begleiten so manchen Spaziergänger im Park oder im Wald, fordern ihren Anteil an der mitgebrachten Vesper und amüsieren uns mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Hörnchen haben mittlerweile fast alle Lebensräume der Erde besiedelt, man begegnet ihnen in Städten, im Wald, in Wüsten, in den Bergen und im hohen Norden. Die Eichhörnchen und ihre Verwandten sind heute aus kaum einer Region wegzudenken. Die Dokumentation erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Welt eines der populärsten Säugetiere des Planeten. Manche Hörnchen können fliegen, viele leben am Boden oder in Bäumen und einige bevorzugen die Kälte oder die Hitze. Ob Jung oder Alt, es gibt kaum einen Menschen, der sich dem Charme eines drollig dreinschauenden Hörnchens mit vollen Backen entziehen kann. Die Vielfalt im Reich der Hörnchen ist faszinierend und beeindruckend zugleich. Der Film entführt den Zuschauer in die faszinierende Welt dieser kleinen Wesen und zeigt in unterhaltsamen Geschichten, wie sie sich auf der ganzen Welt so erfolgreich behaupten konnten. Er enthüllt die zauberhafte Welt der Hörnchen und bringt eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung und Faszination auf den Bildschirm.

Donnerstag, 10. Dezember

3sat, 13.10 Uhr
Die Magie des Leoparden
Ökotourismus in Südafrikas Wildreservaten
Die „Magie des Leoparden“ lockt jährlich Hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Südafrika. Der Safari-Tourismus floriert wie nie zuvor und sorgt für das Entstehen von „Boomtowns“. Viele Menschen leben zumindest indirekt von der Anziehungskraft der Wildnis. Die Dokumentation zeigt die Verbindungen zwischen Luxustourismus, Umwelt- und Wildtierschutz, sozialer Gerechtigkeit und „Empowerment“ als „Modell der afrikanischen Renaissance“. Hinter der Fassade scheinbarer unberührter Wildnis aus den Reiseprospekten, Hotel-Broschüren und letztlich auch der Naturdokumentationen im Fernsehen stehen komplexe Management-Pläne, schwierige Verhandlungen zwischen alten Eignern und ansässigen lokalen Gemeinschaften sowie betriebswirtschaftliche Strategien der „Verwertung“ von Natur und Kultur. Im Unterschied zu den meisten Tierdokumentationen stehen in diesem Film die Menschen und ihre Perspektiven auf den Nutzen von Naturschutz im Mittelpunkt. Dabei kommen von der deutschen Erbin eines berühmten Wildreservates bis zu Rangern und Hotelmanagern Beteiligte mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen zu Wort.

arte, 18.30 Uhr
Hasen und Kaninchen
Ob in den Rocky Mountains, in der Wüste von Arizona, im kanadischen borealen Nadelwald oder in der Innenstadt von Chicago – Hasen und Kaninchen sind überall, auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Doch ihre immer kleiner werdenden Lebensräume und der Klimawandel sind eine immer größere Bedrohung für sie. Die Dokumentation schaut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Schulter, die die plüschigen Hoppler vor dem Aussterben retten wollen und dabei auch viele überraschende Erkenntnisse über ihr Verhalten gewinnen. Aus „Alice im Wunderland“ kennt man den weißen Hasen mit der Taschenuhr und der Samtweste. Hasen und Kaninchen bevölkern unzählige Geschichten und Kindermärchen, doch in der Realität verlieren die Tiere immer mehr an Lebensraum. Es gibt über 100 Hasen- und Kaninchenrassen. Sie alle haben eines gemeinsam: verhältnismäßig große Ohren, ein feines Gehör sowie lange, kräftige Hinterläufe, die weite Sprünge und längeres Hocken ermöglichen. Die Pflanzenfresser besiedeln 90 Prozent der Landmassen der Erde. Sie prägen die Ökosysteme in den Rocky Mountains, in der Wüste von Arizona, im kanadischen borealen Nadelwald und selbst in der Innenstadt von Chicago. Doch ihre immer kleiner werdenden Habitate und der Klimawandel sind eine immer größere Bedrohung für sie. Die Dokumentation stellt unter anderem die Rasse der domestizierten Riesenkaninchen vor und beleuchtet die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Langohren vor dem Aussterben retten wollen und dabei auch viele neue Erkenntnisse über ihr Verhalten gewinnen.

Schweizer Fernsehen SRF1, 20.05 Uhr
NETZ NATUR
Biologe Andreas Moser moderiert die Natursendungen. Tiere und ihre Vernetzung mit ihrem Lebensraum stehen dabei im Mittelpunkt.

Freitag, 11. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wie ein einziger Tag – der Sommer in Spitzbergen
Die hohe Arktis ist ein extremer Lebensraum – zu jeder Jahreszeit. Schnee und Eis, Sturm und Kälte bestimmen alles, sind verantwortlich für Bedingungen, die auf den ersten Blick absolut lebensfeindlich erscheinen. Dennoch existieren auch wenige Breitengrade südlich des Nordpols Fauna und Flora, die sich den harschen Voraussetzungen geradezu perfekt angepasst haben. Spitzbergen, eine etwa 1.200 Kilometer unterhalb des Pols gelegene Inselgruppe, ist dafür ein exemplarisches Beispiel. „Wie ein einziger Tag“ erscheint der Sommer in Spitzbergen, wenn die Sonne auch nachts nicht untergeht. Und nie ist es in der hohen Arktis lebendiger: am Vogelfelsen, im Wasser, in der Tundra und auf dem Eis. Nur wenige Wochen bleiben der unerwartet vielfältigen Tierwelt, um den Nachwuchs großzuziehen oder sich genügend Winterspeck anzufressen. Mit einem Segelboot ist das Filmteam unterwegs unter der Mitternachtssonne – zu Polarfüchsen, Walrossen und Blauwalen. Natürlich steht die Frage im Raum: Wie geht es den Eisbären in der sich verändernden Arktis? Antworten finden sich im Packeis ebenso wie an Land – und sind oft überraschend. Gibt es heute unter Eisbären vermehrt Kannibalen?

Samstag, 12. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Raubkatzen – Tödliche Eleganz
Über zwei Jahre lang waren dreißig Expeditionen auf der ganzen Erde unterwegs, um Raubkatzen zu filmen. Neueste Technik hilft dabei, einen ganz neuen Einblick in die Welt dieser geheimnisvollen Wesen zu werfen. Über 38 Katzenarten gibt es weltweit. Vom stattlichen Löwen bis zur winzigen Rostkatze. Es gibt Katzen, die auf die Jagd in den Sümpfen Asiens gehen oder auf Patrouille in den Wüsten Afrikas. Sogar auf den höchsten Bergen der Erde, im Himalaya, sind sie vertreten. Der Zweiteiler „Raubkatzen“ gibt faszinierende Einblicke in die Natur der eleganten Jäger und zeigt, dass diese so gut erforschte Tiergruppe noch immer viele Überraschungen bereithält. In der ersten Folge von „Raubkatzen“ begibt sich ein Filmteam auf die Suche nach Schneeleoparden in den eisigen Weiten des Himalaya. Mit hochempfindlichen Nachtsichtkameras und neu entwickelten Kamerafallen beobachten die Filmemacher eine Leopardin auf der Jagd in Afrika, erfahren, was ein Puma in Patagonien am Strand zu suchen hat, lernt Kronk, einen kanadischen Luchs, kennen und verfolgt die Hochgeschwindigkeitsjagd der Geparden. Sie sind nicht nur die schnellsten Tiere an Land, sie können auch die Dinge, die eigentlich jedem Gesetz der Physik widersprechen. Teil zwei der Dokumentation folgt am 19.12.20 im BR Fernsehen.

arte, 21.45 Uhr
Wie der Hund die Welt eroberte
500 Millionen Hunde leben heute als Haustiere an der Seite des Menschen. Aus dem Alltag sind sie als Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller Rassen und Mischungen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Sie wollen genau wissen, wann der Weg vom Wolf zum Hund begann und wie die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt eroberten. Fast eine Milliarde Hunde bevölkern heute die Erde, manche als treue Begleiter des Menschen, andere als Streuner. Aus dem Alltag sind die Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller (Misch-)Rassen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Wann begann der Weg vom Wolf zum Hund? Und wie haben die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt erobert? Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Aus dem Erbgut von 1.600 prähistorischen und modernen Hunden und Wölfen konnten Wissenschaftler erstmals einen kompletten Stammbaum erstellen. Zu ihrer Überraschung machten sie drei unterschiedliche Domestizierungszentren in verschiedenen Epochen aus: Die erste Domestizierung fand vor 15.000 Jahren in Westeuropa statt, die zweite vor 12.500 Jahren im Norden Chinas und in Sibirien und die dritte im östlichen Mittelmeerraum. Doch wie ging es anschließend weiter? In Russland, Kanada, Skandinavien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Frankreich erläutern Forscher, wie der Mensch den Wolf zum Hund gemacht hat, welche Mechanismen dabei im Spiel waren und wie sich Aussehen und Verhalten der Tiere im Lauf der Zeit veränderten: Die Haushunde wurden immer weniger aggressiv und ängstlich. Außerdem lernten sie, die menschliche Mimik zu lesen und zu deuten – so wie umgekehrt auch der Mensch gelernt hat, Körperhaltung, Gebell und Blicke seines vierbeinigen Gefährten zu verstehen. Mehr als jedes andere Haustier hat der Hund in den vergangenen Jahrtausenden zum Aufstieg der menschlichen Gesellschaften beigetragen. Aktuelle genetische Forschungen zeigen, dass diejenigen unserer Vorfahren, die Hunde an ihrer Seite hatten, gegenüber anderen Gruppen im Vorteil waren. Aus dieser langen, besonderen Verbindung ging die sogenannte Mensch-Hund-Gesellschaft hervor. Weltweit leben über 500 Millionen Hunde und 400 Millionen Katzen, die ganz selbstverständlich den Alltag des Menschen begleiten. Schwer vorzustellen, dass die domestizierten Tiere, die wir heute kennen, so in der Natur gar nicht vorkamen. Wie ist es dem Menschen gelungen, aus dem Wolf einen Chihuahua zu machen und aus der Wildkatze eine Siam? Wann sind die Beziehungen zwischen Mensch und Tier entstanden, und wie haben sich die Vorfahren der heutigen Hunde- und Katzenrassen über die Erde verbreitet? Diesen Fragen geht der Zweiteiler nach.

Sonntag, 13. Dezember

3sat, 14.15 Uhr
Wildnis Nordamerika
Die Wüste lebt
Nordamerika ist ein Kontinent der Extreme. Im Regenschatten der Rocky Mountains sind ausgedehnte Wüsten entstanden. Hier herrschen die unerbittlichsten Bedingungen des Kontinents. Wüstenbussarde setzen auf Teamarbeit und jagen im Familienverbund wie Wölfe. Kojoten wägen genau ab, wie viel Energie die Jagd kostet und wie viel Kalorien die Beute liefert.

TV-Programm 14.12. - 20.12.2020

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Montag, 14. Dezember

3sat, 5.55 Uhr
Herr Jäger und sein Bock
Auf Jagd nach dem König der Alpen
36 Jahre hat Domenic Jäger auf den Moment gewartet, einen kapitalen Steinbock zu erlegen. Das wäre der Höhepunkt seines Jägerlebens. „Reporter“ begleitet ihn auf die Jagd. „Der Steinbock ist unser Wappentier, unser Stolz. Nur alle zehn Jahre kriegt man die Chance, diese Tiere zu jagen; einen richtig großen, einen kapitalen Steinbock sogar nur einmal im Leben!“, schwärmt Domenic Jäger wenige Tage vor Jagdbeginn. Doch mit der Freude kommen beim Jäger auch Bedenken auf: Normalerweise kennt er sein Jagdgebiet in- und auswendig. Die Berge und Täler im Albrisgebiet oberhalb von Pontresina aber, wo sich die Steinbockkolonie befindet, die er bejagen darf, sind Neuland für ihn. Der Druck ist groß. Reporter Curdin Fliri heftet sich an Domenic Jägers Fersen. Er macht sich mit ihm auf die Suche nach den majestätischen Tieren, die im kargen Gebirge mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen sind, pirscht sich mit ihm zwischen Felsen und Geröll an, auf der Jagd nach seinem Traum.

3sat, 11.00 Uhr
Wilde Schönheiten
Rund ums Kaspische Meer
Das Kaspische Meer ist das größte Binnengewässer der Erde. Majestätische Berge, endlose Steppen, heiße Sandwüsten und üppige Sumpflandschaften umgeben das Gewässer. An den waldreichen Berghängen des Kaukasus haben Luchse und Wölfe ihre Heimat, das weitverzweigte Mündungsdelta der Wolga bietet Wasservögeln, Amphibien und der Rohrkatze ideale Lebensbedingungen. Auf den Sandbänken vor der iranischen Küste tummeln sich Kaspische Robben, und in der Steppe leben die urtümlich aussehenden Saigas. Die kleinen Huftiere mit ihren rüsselartigen Nasen sind vom Aussterben bedroht, da die Hörner der Böcke in der traditionellen chinesischen Medizin reißenden Absatz finden. Karge Wüsten, Korallenriffe, schneebedeckte Berge – raffiniert passen sich Tiere und Pflanzen extremen Bedingungen an. Die Reihe stellt „Wilde Schönheiten“ im Nahen und Mittleren Osten vor.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Invasion der kleinen Räuber – Goldschakal, Marderhund und Waschbär
Die heimische Tierwelt ist nicht auf eingeschleppte oder eingewanderte Räuber wie Waschbär, Marderhund, Mink oder Goldschakal eingestellt. Jedes dieser Raubtiere hat andere Fähigkeiten und Strategien. Die Eindringlinge bedrohen vor allem die, die schon lange unter der Zerstörung und dem zunehmenden Schwund ihres Lebensraums leiden: Bodenbrüter, Singvögel und Amphibien. Umweltschutzorganisationen in Deutschland schlagen Alarm. Die Zahl der eingeschleppten und eingewanderten Kleinbären und kleinen Raubtiere steigt. Von Norden her drängen Waschbär, Mink und Marderhund nach Bayern, Österreich und Frankreich. Aus dem Süden kommt der eigentlich in Südosteuropa und in Afrika heimische Goldschakal. Wie viele dieser vor allem nachtaktiven Räuber sich in Deutschland aufhalten, kann nur geschätzt werden. Doch es gibt andere Zahlen, die aufhorchen lassen: So wurden 2016 über 25.000 Marderhunde in Deutschland und Österreich geschossen – fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Waschbären sind es in fünf Jahren 150 Prozent mehr getötete Tiere gewesen. Das liegt nicht an besonders schießwütigen Jägern, sondern an der rasanten Ausbreitung dieser Arten. Die Eindringlinge bedrohen vor allem einheimische Arten, die vielerorts vom Aussterben bedroht sind. Denn die heimische Tierwelt ist nicht auf eingeschleppte oder eingewanderte Räuber wie Waschbär, Marderhund, Mink oder Goldschakal eingestellt.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Polarnacht – Skandinaviens Wildnis im Winter
Dieser Film entführt den Zuschauer in die zauberhafte Welt der Polarnacht im Norden Skandinaviens. Nördlich des Polarkreises ist die Sonne im Winter für lange Zeit unter dem Horizont verschwunden. Finsternis, eisige Temperaturen und stürmische Winde beherrschen das Land. In dieser extremen Welt der Dunkelheit und Kälte kommt die Natur jedoch erstaunlich gut zurecht. Pflanzen verändern ihren Stoffwechsel oder verstecken sich unter der Schneedecke, um nicht zu erfrieren. Manche Tiere blühen richtig auf, wie der Eisbär, andere halten Winterruhe, wie die Braunbären oder wandern zu Tausenden zu ihren Winterweiden, wie die Rentiere. Rentieraugen verändern sich, so dass sie selbst im Dämmerlicht gut sehen können. Erstaunliche Anpassungen des Blutkreislaufs und ein dichtes Winterfell schützen die Tiere selbst bei minus 40 Grad vor dem Erfrieren. Das gilt auch für Moschusochsen und Elche. Die Pflanzenfresser besitzen zudem ein besonderes Verdauungssystem, das ihnen hilft, auch mit magerer Kost durch den Winter zu kommen. Trotz bester Anpassung schaffen es aber nicht alle über den lebensfeindlichen Winter. Doch der Tod des Einen sichert das Überleben des Anderen. Für Raben, Adler, Vielfraß und Wölfe ist ein Kadaver ein Festmahl. Während das Landesinnere in Kälte und Schnee erstarrt, ist es an der Küste erstaunlich mild. Der Golfstrom hält vor Norwegen auch im Winter das Meer eisfrei – Ein nahrungsreiches Refugium für Seevögel und Jagdgebiet für Schwertwale. Doch die Polarnacht bringt nicht nur Finsternis, Kälte und Gefahr – die Schönheit der Schneelandschaften kommt im langen, farbenprächtigen Dämmerlicht voll zur Geltung. Und wenn in dunkeln Nächten tanzende Nordlichter den Himmel erhellen, wirkt die Polarnacht ihren ganz eigenen Zauber.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
Bayern erleben
Wettlauf mit Wildschwein in Bayerns Wäldern
Das Wildschwein ist eine der erfolgreichsten Spezies unserer Erde. Kaum eine andere Art ist so anpassungsfähig und findet sich in der modernen Kulturlandschaft so gut zurecht. Das Erfolgsgeheimnis ist ihre Intelligenz, ihre unbändige Kraft und der Zusammenhalt innerhalb der Rotte. Wildschweine sind die heimlichen Herrscher der Wälder, aber nicht nur dort. Allein in Bayern hat die Wildschweinpopulation massiv zugenommen. Dies zeigt die Zunahme der Abschüsse auf aktuell knapp 100.000 pro Jahr. Wie viele es genau sind, weiß man nicht, denn Wildschweine führen ein Leben im Verborgenen. Trotzdem sind sie in den vergangenen Jahren massiv ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Denn sie stellen uns vor die Herausforderung: Wie umgehen mit diesen Tieren, die so lern- und anpassungsfähig sind und sich unter den gegebenen Bedingungen hervorragend vermehren? Mittlerweile sind sie für viele Menschen zu einem regelrechten Feindbild geworden: Stetig größer werdende Schäden in der Landwirtschaft und immer mehr schwere Autounfälle haben dazu geführt. Erst recht seitdem das Schwarzwild auch in die Städte vordringt und dort Gärten oder Friedhöfe verwüstet. Da hört dann sogar bei den eher jagdskeptischen Stadtbewohnern der Spaß auf. Im Zuge der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest wird immer häufiger gefordert, die Wildschweine deutlich zu reduzieren. Doch das ist nicht so einfach. Die nachtaktiven und intelligenten Tiere sind schwer zu bejagen und das, obwohl zwischenzeitlich sogar moderne Hilfsmittel wie Nachtsichtgeräte erlaubt sind. Außerdem fühlen sich viele Jäger nicht dazu berufen, quasi die Rolle der „Schädlingsbekämpfer“ zu übernehmen. Auch, weil nicht wenige der geschossenen Tiere nach der Tschernobyl-Katastrophe immer noch so stark radioaktiv belastet sind, dass sie entsorgt werden müssen und nicht verspeist werden dürfen. Kaum eine zweite Wildtierart hat mit uns Menschen ein so außerordentlich komplexes und facettenreiches Beziehungsgeflecht. Das ist die Grundlage für viele spannende, ernste, aber auch witzige Geschichten, die Markus Schmidbauer in diesem Film erzählt.

Dienstag, 15. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Die Murmeltiere von Kasachstan
Der größte Teil Kasachstans ist karge Steppe. Doch Tiere und Menschen haben sich an die harten Bedingungen angepasst. Wahre Kämpfernaturen sind die Steppenmurmeltiere. Filmautor Tobias Mennle folgt einer Familie dieser frechen Nager über ein Jahr. Gezeigt werden Steppenmurmeltiere während eines Jahres in Kasachstan. Da gibt es fette Zeiten im Frühling, wenn Millionen von Wildtulpen die Steppe in ein Blütenmeer verwandeln, aber auch die karge sommerliche Trockenzeit, wenn Adler auf der Suche nach Beute am Himmel patrouillieren. Doch es gibt auch friedlichere Nachbarn wie etwa die kleinen pelzigen Ziesel oder die schnellen Pferde der kasachischen Nomaden. Überall dort, wo es Wasser in der Steppe gibt, pulsiert das Leben. Am Tengizsee etwa – ein Naturparadies nur gut einhundert Kilometer von der Hauptstadt Astana entfernt. Riesige Flamingo-Kolonien brüten im flachen Wasser des Sees und Tausende von Zugvögeln machen auf ihrem Weg hier Rast. Bereits im Spätsommer bereiten sich die Murmeltiere auf den eisigen Winter vor, fressen sich noch einmal satt, bevor sie sich in ihre sicheren Höhlen zurückziehen und die kalte Jahreszeit verschlafen. Erst nach sieben langen Monaten werden sie wieder auftauchen – wenn sich die Steppe Kasachstans erneut in ein Blütenmeer verwandelt.

Mittwoch, 16. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 16.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Leben im Polarkreis – Das Ren
Nördlich des Polarkreises befreit sich die Natur erst im Mai aus der eisigen Umklammerung des Winters. Den jetzt geborenen Kälbern bleiben nur wenige Monate Zeit heranzuwachsen. Denn bald folgt wieder der lange, eisige Winter und damit die gefährliche Zeit des Jahres. Nördlich des Polarkreises befreit sich die Natur erst im Mai aus der eisigen Umklammerung des Winters. Sobald die Sträucher und Beeren ihr erstes Grün austreiben, wird es Zeit für die Rentiere ihre Kälber zur Welt zu bringen. Sie werden geboren in der einsamsten Region Europas, in Lappland, und folgen untrennbar ihren Müttern, wenn sie auf Nahrungssuche durch die endlosen Wälder ziehen, in denen die Begegnungen mit Wölfen, Bären, Luchsen und Vielfraßen wieder häufiger werden, denn auch hier haben die Menschen dazugelernt und jagen nicht mehr jeden Jäger. Den Kälbern bleiben nur wenige Monate Zeit heranzuwachsen. Kein Wild wächst schneller, denn der Zeit des Mittsommers, in der die Sonne nicht untergeht, folgt früh ein langer eisiger Winter und damit die gefährliche Zeit des Jahres. Wenn eine Eisschicht wie ein Panzer den Boden bedeckt, reicht oft die Kraft der Hufe nicht mehr aus, um nach Gräsern und Kräutern zu graben und wenn die Temperaturen auf 50 Grad unter Null fallen, dann zehrt die Kälte an den Fettreserven. Der Winter ist die Zeit, in der sich die wahre Natur der Rentiere zeigt, eine Widerstandsfähigkeit, die man im Sommer nicht erahnt. Wenn die Polarnacht alles in eisiges Dunkel hüllt, ziehen die Samen, ein Volk, das seit Menschengedenken mit und von den Rentieren lebt, hinaus in die verschneiten Weiten. Es ist die Zeit, wenn die Herden zusammengetrieben werden, die spannendste Zeit des ganzen Rentierjahres.

Donnerstag, 17. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Hamburg – Tiere in der Stadt
Im Turm der Hamburger Jakobikirche hat ein Wanderfalke sein Nest. Nur ein paar Kilometer weiter, auf dem Ohlsdorfer Friedhof, leben Uhus, die größten Eulen der Welt. Die Tierfilmer Thoralf Grospitz und Jens Westphalen haben sich zwei Jahre lang mit der Kamera auf die Suche nach Wildtieren in Hamburg gemacht. Die Stadt an Elbe und Alster bietet mehr Tier- und Pflanzenarten Lebensraum als jede andere deutsche Großstadt. Über 50 Säugetierarten und etwa 160 verschiedene Vogelarten leben in Hamburg. Die Alsterschwäne sind Wahrzeichen und Glücksbringer zugleich. Weil einst nur Herrscher die edlen Ziervögel auf offenen Gewässern halten durften, schafften sich die Hamburger die Tiere an, um die Unabhängigkeit der Stadt zu betonen. Die Höckerschwäne brüten direkt am Ufer der großen Außenalster. Die kalte Jahreszeit verbringen sie im Winterquartier von Schwanenvater Nieß. Im Hafen ziehen Füchse ihre Jungen auf. Sie finden Nahrung in einem nahen Tanklager. Dort hat sich eine Kolonie Sturmmöwen angesiedelt. Ein Grund für die Artenvielfalt: Hamburg ist mit einer Fläche von 755 Quadratkilometern eine der am dünnsten besiedelten Metropolen der Welt und bietet eine Vielfalt an Lebensräumen.

3sat, 17.00 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Alaskas Majestät: der Denali Nationalpark
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den spektakulären Denali-Nationalpark. Dort begleiteten sie Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Barack Obama machte sich im Denali ein Bild davon, wie der Klimawandel spürbar wird – was sind heute die Herausforderungen für diesen besonderen Park? Die ZDF-Reihe fragt in Alaska nach der Zukunft der großen Nationalparks. Er verschlägt jedem Betrachter den Atem. Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der spektakulärsten Nationalparks der Welt. Barack Obama hat dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurückgegeben: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Vor über 100 Jahren wurde die Nationalpark-Idee in Amerikas Westen geboren, damals lebten eine Milliarde Menschen auf der Erde, und die Parks luden sie ein, sich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen. Heute, mit über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wandelt sich auch die Rolle der Schutzgebiete. Die Filmemacher schauen ein Jahr lang hinter die Kulissen des Denali-Nationalparks und fragen nach der Zukunft der großen Parks. Und sie treffen Menschen, die die Schöpfung der Natur für ein neues Jahrtausend und seine Herausforderungen bewahren wollen. Denny Capps, Chefgeologe des Parks, macht sich Sorgen wegen der Klimaerwärmung. Durch die steigenden Temperaturen taut der Permafrostboden, der weite Teile des Nationalparks bedeckt. Mit dramatischen Folgen: Gerade wurde die Park Road, die einzige Straße, die in den Nationalpark führt, von einem großen Erdrutsch verschüttet. Davyd Betchkal leitet ein einzigartiges Projekt im Nationalpark. Der Physiker will die Geräusche der Einsamkeit beschützen. Und er schlägt Alarm: Selbst mitten im Nationalpark gibt es immer mehr „Geräusch-Verschmutzung“, vor allem durch Flugzeuge und Helikopter, das zeigt sein über den gesamten Nationalpark installiertes Netz von Sound-Aufnahmestationen. Patricia Owen hat ein ganz anderes Problem. Die Biologin ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“, der „Großen Fünf“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25 000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher in den Park. So auch Frank Stelges aus Essen, der hier mehrere Monate lang den „Big Five“ auf der Spur ist. Der Denali, Alaskas Majestät, hat nach wie vor eine ungeheure Anziehungskraft, vor allem für junge Abenteurer. Sie fasziniert auch die Geschichte von Millionärssohn Christopher McCandless, der 1992 die Wildnis suchte und auf tragische Weise mitten im Park ums Leben kam und dessen Schicksal im Hollywoodfilm „Into the Wild“ verewigt wurde. Viele suchen heute in der Wildnis Alaskas Frieden, physische Herausforderung oder sich selbst. Weitab von jeglicher Zivilisation, dem Wetter und der unwirtlichen Landschaft ausgesetzt, begeben sich immer wieder Wanderer in Lebensgefahr und müssen gerettet werden. Der Grat zwischen fröhlichem Abenteuer und Katastrophe ist in Alaskas Weiten extrem schmal. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Denali-Nationalparks im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die ZDF-Reihe „Im Zauber der Wildnis“ widmet sich den Chancen der Parks für die Herausforderungen unserer Zeit.

Freitag, 18. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Auf Wiedersehen Eisbär! – Mein Leben auf Spitzbergen
Seit Jahrzehnten dokumentiert der norwegische Naturfilmer Asgeir Helgestad die Natur und die Tierwelt des hohen Nordens. In seinem sehr persönlich erzählten Film berichtet er von seinem Norwegen und den Herausforderungen, die die Tiere dort jeden Tag zu meistern haben. Er reist nach Spitzbergen, um Eisbären und Polarfüchse zu sehen, besucht riesige Vogelkolonien an steilen Fjordküsten und filmt Walrosskolonien im Eis.

Samstag, 19. Dezember

arte, 10.05 Uhr
Wildschweine – Das Comeback
Sie sind die Schweizer Messer unter den Tieren: kompakt, unverwüstlich und für alle Fälle gerüstet. Im vorletzten Jahrhundert galten Wildschweine in Europa als ausgerottet. Heute leben wieder mehrere Millionen Tiere in unseren Wäldern. Und das aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften: soziale Kompetenz und Anpassungsfähigkeit. Eine Dokumentation über ein Tier, das in unseren Wäldern lebt und völlig unterschätzt wird. Und es ist zugleich die Geschichte über sein bemerkenswertes Comeback. Sie haben alles, was zum Überleben wichtig ist: ein ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit – vor allem aber: Sie sind lernfähig. Wildschweine sind die heimlichen Herrscher des Waldes. Das war nicht immer so. Noch vor Jahrhunderten waren sie in vielen Teilen Europas ausgerottet – aufgrund intensiver Bejagung und Abholzung der Wälder. Doch die Wildschweine sind zurück. Ihr Comeback ist spektakulär: In den europäischen Wäldern leben mittlerweile wieder mehrere Millionen Tiere. Und ihre Population dehnt sich weiter aus. Das Wildschwein des 21. Jahrhunderts findet im Vergleich zu seinen Vorfahren veränderte Lebensbedingungen vor. Seine natürlichen Hauptfeinde Braunbär und Wolf existieren in Europa nicht mehr oder stellen zumindest keine Gefahr dar. Der Uhu greift sich zwar immer wieder einzelne Jungtiere, aber gefährden kann er den Bestand nicht. Und auch der größte natürliche und alljährlich wiederkehrende Feind – die winterliche Kälte – kann das Comeback nicht stoppen. Denn durch Klimawandel und Erderwärmung werden die Winter milder, was die Population zwangsläufig begünstigt. Doch die Klimaveränderungen erklären ihr Comeback nur unvollständig. Die Dokumentation „Wildschweine – Das Comeback“ geht vor allem der Frage nach, was das „Erfolgsrezept“ der Tiere ist. Für Regisseurin Astrid Miller war es wichtig, das Sozialverhalten in der Gruppe und die Anpassungsfähigkeit der Tiere filmisch zu dokumentieren. Der Film zeigt das Leben von Wildschweinen in drei unterschiedlichen Habitaten Europas – im Osten Österreichs, im Süden Frankreichs und im Osten Polens.

arte, 11.35 Uhr
Die verrückte Welt der Hörnchen
Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren der Welt. Sie sind überall zu sehen, im Wald amüsieren sie so manchen Spaziergänger mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Sie besiedeln fast alle Lebensräume und gehören zu einer der erfolgreichsten Tierfamilien überhaupt. Die Dokumentation begibt sich auf Augenhöhe mit den Hörnchen, um die kleinen Charaktere groß herauszubringen und erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Welt eines der populärsten Säugetiere der Erde. Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren auf der Welt. Überall sind sie zu sehen, sie begleiten so manchen Spaziergänger im Park oder im Wald, fordern ihren Anteil an der mitgebrachten Vesper und amüsieren uns mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Hörnchen haben mittlerweile fast alle Lebensräume der Erde besiedelt, man begegnet ihnen in Städten, im Wald, in Wüsten, in den Bergen und im hohen Norden. Die Eichhörnchen und ihre Verwandten sind heute aus kaum einer Region wegzudenken. Die Dokumentation erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Welt eines der populärsten Säugetiere des Planeten. Manche Hörnchen können fliegen, viele leben am Boden oder in Bäumen und einige bevorzugen die Kälte oder die Hitze. Ob Jung oder Alt, es gibt kaum einen Menschen, der sich dem Charme eines drollig dreinschauenden Hörnchens mit vollen Backen entziehen kann. Die Vielfalt im Reich der Hörnchen ist faszinierend und beeindruckend zugleich. Der Film entführt den Zuschauer in die faszinierende Welt dieser kleinen Wesen und zeigt in unterhaltsamen Geschichten, wie sie sich auf der ganzen Welt so erfolgreich behaupten konnten. Er enthüllt die zauberhafte Welt der Hörnchen und bringt eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung und Faszination auf den Bildschirm.

arte, 12.25 Uhr
Der Pfälzerwald rund ums Jahr
Winter und Frühling
Der Pfälzerwald ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet und bildet mit den Nordvogesen ein grenzüberschreitendes UNESCO-Biosphärenreservat. Es ist Lebensraum zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. Für Aufsehen sorgt ein Projekt zur Wiederansiedlung des Luchs und Schottische Hochlandrinder werden gezielt zur Landschaftspflege eingesetzt. Das Raubtier galt im Pfälzerwald lange als ausgestorben. Michael Back, der Großkarnivoren-Beauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, bringt immer wieder Luchse aus der Slowakei und der Schweiz in den Pfälzerwald. Mit Hilfe eines Fotofallen-Monitorings versucht er herauszufinden, ob sie sich fortpflanzen. Die Wildtierbiologin Carolin Tröger untersucht, welche Auswirkungen die Wiederansiedlung des Luchses auf die Rehpopulation hat. Um den Wildbestand zu erfassen, experimentiert sie mit einer Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist.

arte, 13.10 Uhr
Der Pfälzerwald rund ums Jahr
Sommer und Herbst
Der Zweiteiler zeigt den Pfälzerwald im Wandel der Jahreszeiten. Das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands beheimatet einen jahrhundertealten Baumbestand und zahlreiche Wildtierarten. Die Folge „Sommer und Herbst“ begleitet Menschen, die den Wert naturnahen Handels erkannt haben und für den Erhalt der Natur kämpfen. Der Pfälzerwald ist zudem bekannt für seine kostbaren Eichen. Der nährstoffarme Sandsteinboden trägt dazu bei, dass die Bäume langsam wachsen und das Holz besonders hart und dichtporig ist. Förster Burkhard Steckel ist der Herr über das „Millionenviertel“, in dem die teuersten Eichen Deutschlands gedeihen. Manch ein Stamm erzielt bei der jährlichen Holzversteigerung mehr als 10.000 Euro.

arte, 16.05 Uhr
Tiermythen
Im Auge des Löwen
Vor langer, langer Zeit … Naturvölker erzählen sich seit Jahrhunderten Märchen über ihre heimische Tierwelt – ob in langen Winternächten oder abends am Lagerfeuer. Sie verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart, bringen den Kindern die Schöpfung näher, dienen der Erziehung und nicht zuletzt der Unterhaltung. Die Tiermythen spiegeln das Weltbild dieser Völker wider und eine für die Menschen wichtige Thematik. Der aktuelle Beitrag der Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit zu den Buschmännern Namibias. Jahrtausendelang haben die San, die Buschmänner Namibias, als Jäger und Sammler gelebt. Im Einklang mit einer atemberaubenden, aber oft lebensfeindlichen Natur. Viele ihrer alten Mythen und Legenden haben bis heute überlebt: Sie erzählen von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben schon immer eine wichtige Rolle in den traditionellen Geschichten gespielt. Doch seit viele San in Dörfern leben und Vieh besitzen, nehmen die Konflikte mit den gefährlichen Raubkatzen zu. Denn Kühe sind eine leichte Beute für Löwen. Immer wieder kommt es zu Angriffen. Und auch wenn seit längerem keine der wilden Tiere mehr in der Nähe gesehen worden sind, leben im nur 40 Kilometer entfernten Botsuana noch etliche. Grenzzäune, die die Tiere aufhalten könnten, gibt es keine. So auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Die San leben hier heute zwischen Tradition und Moderne. Immer seltener gehen die Männer – so wie früher üblich – auf die Jagd. Als eines Tages wieder die großen Raubkatzen das Dorf bedrohen, begeben sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit; auch die jungen Menschen in Doupost sollen sich über ihre tiefen Wurzeln wieder bewusster werden. Mit jedem Tag wird für die San der Spagat zwischen ihrer jahrtausendealten Tradition und der Konfrontation mit einem bequemen Leben schwieriger. Am Ende werden vielleicht nur ihre Geschichten überleben …

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Raubkatzen – Heimliche Jäger
Über zwei Jahre lang waren 30 Expeditionen auf der ganzen Erde unterwegs, um Raubkatzen zu filmen. Neueste Technik hilft dabei, einen ganz neuen Einblick in die Welt dieser geheimnisvollen Wesen zu werfen. Katzen haben die ganze Welt erobert, vom eisigen Norden bis zu den trockensten Wüsten, von den verlassensten Orten bis zum Herzen der Zivilisation. Das verdanken sie ihrer unglaublichen Anpassungsfähigkeit und ihrem Können. Selbst in der unwirtlichsten Umgebung gelingt es ihnen, noch Beute zu machen. In der zweiten Folge von „Raubkatzen“ gibt Filmemacher Michael Gunton einen erstaunlichen Einblick in das geheime Leben der faszinierenden Raubtiere. Das Jagdverhalten und Sozialleben der meisten Katzen ist schwer zu beobachten und noch schwerer zu filmen. Noch geheimnisvoller und auch sehr wenig erforscht sind die Kleinkatzen. Die kleinste Katze Afrikas ist die Schwarzfußkatze. Ein Löwe ist 200-mal schwerer als sie. Und dennoch ist sie mit 60 Prozent Erfolgsquote der tödlichste Jäger der ganzen Katzenfamilie. Ob Fischkatze, Nebelparder, Pallaskatze oder Serval – Katzen gibt es in so vielen verschiedenen Facetten, dass uns die meisten bisher noch völlig unbekannt sind.

arte, 22.00 Uhr
Von Tieren und Hexen
Schleiereule, Hirsch, Schwarzspecht, Fledermaus und Kröte haben eines gemeinsam: Sie sind Opfer jahrhundertealten Aberglaubens. In Märchen und Fabeln werden sie oftmals als Unheilbringer oder Botschafter des Teufels dargestellt. Um mit den schlechten Vorurteilen aufzuräumen, geht die Dokumentation einigen Mythen auf den Grund: Einerseits erwecken Illustrationen von John Howe – auch bekannt für sein künstlerisches Mitwirken an „Der Herr der Ringe“ – die Sagen zum Leben. Andererseits machen Aufnahmen der Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum deutlich, dass der schlechte Ruf der Kreaturen alles andere als berechtigt ist. Wildtiere haben für viele Menschen etwas Geheimnisvolles. In Volksmythen werden sie häufig als düstere Kreaturen dargestellt – ob als Botschafter des Teufels, Unheilbringer oder verwandelte Hexen. Durch Märchen und Fabeln werden diese Vorstellungen schon im Kindesalter genährt: Erzählungen vom schrillen Schrei der Schleiereule, dem nächtlichen Treiben der Fledermaus, der verborgenen Welt der Schlangen oder den vermeintlich bösen Kräften der Kröte. Wer glaubt, es handle sich nur um Furcht und Aberglauben aus der Antike oder dem Mittelalter, der irrt – denn zahlreiche Wildtiere leiden bis heute an einem schlechten Ruf. So gelten zum Beispiel Dachs und Fuchs als schädlich und werden aus ihren Bauten vertrieben, während einige noch immer schwarze Katzen meiden. Höchste Zeit also, mit den Vorurteilen aufräumen. Die Dokumentation „Von Tieren und Hexen“ kombiniert kunstvolle Animationen von John Howe – auch für seine Illustrationen für „Der Herr der Ringe“ bekannt – mit spektakulären Aufnahmen von Wildtieren in freier Natur. Dabei wird vor allem eines deutlich: Die schlechten Vorurteile haben mit der Realität nur wenig zu tun.

Sonntag, 20. Dezember

arte, 8.20 Uhr
Schau in meine Welt!
Samuel, der Löwenjunge
Der 14-jährige Samuel aus Kenia hat eine besonders innige Beziehung zu Löwen – er fühlt sogar ihre Stimmung. Im Gegenzug vertrauen ihm die Großkatzen, lassen sich aus nächster Nähe von ihm beobachten. Sein Zuhause, ein Waisenheim, grenzt direkt an das Tierreservat, in dem viele Löwen beheimatet sind. Ständig redet Samuel von „seinen“ Löwen. Bei den anderen Kindern heißt er deshalb schon lange „Lion Boy“ – der Löwenjunge. Die Tiere sind für Samuel so wichtig, dass er sie sich sogar zum Vorbild nimmt. Er möchte genauso stark und kämpferisch, aber auch liebevoll und fürsorglich sein wie sie. Doch Samuel ist sich auch darüber im Klaren, dass die Löwen vom Aussterben bedroht sind. Die größte Gefahr stellen für sie nicht die Wilderer, sondern die Viehzüchter dar. Sie machen gnadenlos Jagd auf die Tiere, sobald diese das Reservat verlassen. Und das passiert häufig, da das Schutzgebiet wegen der Wanderungen einiger Tiere nicht komplett eingezäunt ist. Gleich an der Parkgrenze leben Samuels Landsleute, die Samburu. Sie sehen in den Löwen eine Bedrohung für ihr Vieh. Wenn es nach ihnen ginge, sollten die Wildkatzen getötet werden. Doch Samuel will das unbedingt verhindern. Er möchte die Samburu davon überzeugen, eine Blinklichtanlage zu installieren, damit die nachtaktiven Löwen bei Dunkelheit daran gehindert werden, das Vieh der Bauern zu reißen.

arte, 9.05 Uhr
Arktis – Ein Junge wird Jäger
In Grönlands Norden leben viele Angehörige der Polar-Inuit bis heute von der Jagd auf Robben und Eisbären. Doch immer weniger Jungen wollen Jäger werden. Der zwölfjährige Qaaqqukannguaq ist eine Ausnahme. Mit seinem Vater und Großvater wird er sich während der Frühlingsferien zum ersten Mal auf eine mehrtägige Jagdreise mit dem Hundeschlitten durch die Eiswüste begeben – 70 Kilometer weit von ihrer winzigen Siedlung Savissivik bis zur Eiskante am Kap York. Eine gefährliche Tour auf immer dünner werdendem Eis.

TV-Programm 21.12. - 27.12.2020

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Montag, 21. Dezember

3sat, 5.35 Uhr
Winter im Wildpark Mautern
Schläfrige Wildkatzen, dösende Bären und hellwache Wölfe – im steirischen Wildpark Mautern verbringen alle Tiere den Winter auf ihre höchst eigene naturgegebene Weise. Während der kalten Jahreszeit bleibt der Alpentierpark im Palten-Liesing-Tal für Gäste geschlossen. Die Tierpfleger halten aber regelmäßigen Kontakt zu ihren Schützlingen. Das ist wichtig, damit die Tiere an die Menschen gewöhnt bleiben und nicht verwildern. Manche Tiere schalten im Winter auf Energiesparmodus. Die Winterruhe der Bären zum Beispiel ist ein genialer Trick der Natur, sodass die großen Tiere, die überwiegend Pflanzenfresser sind, gut über die vegetationsarme Zeit kommen. Die Polarwölfe dagegen fühlen sich im Winter ganz in ihrem Element. Sie stammen aus der Arktis; eisige Stürme und Temperaturen von minus 50 Grad Celsius sind in ihrer ursprünglichen Heimat keine Seltenheit.

3sat, 10.50 Uhr
17.000 Kilometer KANADA (1/2)
Kämpfen, Jagen, Überleben
Fünf Tage ist das Fernseh-Team mit Inuit-Jägern unterwegs an einem der unwirtlichsten und doch magischsten Orte der Erde, einem Ort, in dem Vegetarier keine Überlebenschance hätten. Von Fogo Island in Neufundland an Kanadas stürmischer Nordatlantikküste geht es über die Arktis bis nach Old Crow im Yukon, an den Ort, in dem heute noch die Nachfahren der ersten Menschen leben, die Kanada vor mehr als 10 000 Jahren besiedelten.

3sat, 11.35 Uhr
17.000 Kilometer KANADA (2/2)
Wölfe, Freiheit, Killerwale
In Old Crow begleitet TV-Reporter Johannes Hano mit seiner Crew Harald Frost vom Stamm der Vuntut Gwitchin. Er gilt als bester Jäger der Vuntut Gwitchin, und er sieht sich im Einklang mit der Natur, wenn er stolz die Felle seltener Blauwölfe präsentiert. Das sei nun mal ihr Leben seit tausenden von Jahren, meint Harald Frost. Mit dem vermeintlichen Fortschritt würde sich die Unfreiheit immer weiter in den Norden fressen. Helm- und Gurtpflicht und die Waffe nicht mehr auf der Rückbank transportieren. „Die Freiheit der Menschen hier oben wird immer mehr eingeschränkt, erzählt Ingrid, die vor mehr als 60 Jahren in Kanadas Westen eingewandert ist.

3sat, 12.20 Uhr
Wilde Inseln: Vancouver Island
Vor der kanadischen Küste, nahe der Stadt Vancouver, liegt die Insel Vancouver Island. Mit 450 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite ist sie die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Vancouver Island bietet vielen einzigartigen Tieren einen Lebensraum. Die spektakuläre Berglandschaft der Insel mit ihren vielen Wasserfällen ist von einem dichten Netzwerk aus Flüssen und Bächen geprägt. Zahlreiche Tierarten fühlen sich dort wohl.

3sat, 23.50 Uhr
37°: Der mit den Wölfen lebt
Der Film zeichnet ein Porträt des Wolfsfreunds, Aussteigers und ehemaligen Anwalts Christian Berge. Um zu verstehen, wieso er ein Leben in der menschlichen Gesellschaft weitestgehend ablehnt, wagt der Film einen Blick in Berges Vergangenheit und begleitet den ehemaligen Juristen auf einen Kurztrip in sein „altes“ Leben. Der Film will herausfinden, welche Umstände dazu geführt haben, dass ein Familienvater und Kommunalpolitiker der Gesellschaft den Rücken kehrt und in der Folge mit neun Wölfen und Wolfshunden im Wald lebt. Darüber hinaus sollen Berges aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Fokus stehen.

Dienstag, 22. Dezember

arte, 10.15 Uhr
Amerikas Naturwunder
Everglades
In den dichten Mangroven der Florida Keys lebt eine endemische Unterart der Weißwedelhirsche. Es sind die kleinsten Hirsche Nordamerikas, gerade mal so groß wie ein Schäferhund. Ehemals lebten unzählige Säugetiere im Herzen der Everglades, doch wurden diese von einer eingeschleppten Art fast vollständig ausgelöscht: Tigerpythons wurden von Terrarienbesitzern illegal ausgesetzt und verbreiten sich nun ohne natürliche Feinde unaufhaltsam. Dabei verursachen sie katastrophale Schäden in den Tierbeständen.

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Unsere Jahreszeiten – Die zauberhaften Vier
Unsere Jahreszeiten prägen den Kreislauf des Lebens auf dramatische Weise. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – jede Jahreszeit ist einzigartig, jede stellt die Natur vor neue Herausforderungen. Der ständige Wandel der Lebensbedingungen verlangt Tieren und Pflanzen das ganze Jahr über Höchstleistungen ab. Und die Überlebensstrategien von Eichhörnchen, Fuchs und Co. könnten faszinierenden kaum sein. Die Reise durch das Jahr beginnt in einer Winterwunderwelt: Schnee hüllt Wiesen und Wälder in einen weißen Schleier. Bäume ächzen unter der Last der weißen Pracht und in Schneeflocken bricht sich funkeln das Licht. Der Winter verzaubert das Land auf märchenhafte Weise. Für die heimische Tierwelt ist die kalte Jahreszeit jedoch die härteste Zeit des Jahres. Ob Wasseramsel, Hirsch oder Fuchs – jede Art versucht auf ihre Weise dem Hunger und der Kälte zu trotzen. Lässt die zunehmende Kraft der Sonne Schnee und Eis endlich schmelzen, stehen die Vorboten des Frühlings bereits in den Startlöchern. Schneeglöckchen, Winterlinge und Buschwindröschen lassen die Frühlingswelt fast über Nacht erblühen und liefern erste Nahrung für Insekten. Ob in Wäldern oder auf Wiesen und Feldern- überall erwacht die Natur jetzt aus dem Winterschlaf: Vögel zwitschern wieder aus vollem Hals, Insekten schwirren durch die Luft, frisches Grün treibt aus und Blüten zaubern Farben in die Landschaft. Viele Tiere, wie Eichhörnchen, Blesshühner oder Frösche bekommen jetzt Nachwuchs. Die stille, karge Winterzeit ist vorbei, der Frühling ist die Zeit des Neuanfangs, laut und farbenfroh. Doch mit Beginn des Sommers kehrt in der Natur keineswegs Ruhe ein. Die heiße Jahreszeit ist die Rushhour des Jahres. Der Nachwuchs verlangt volle Aufmerksamkeit, muss behütet, gefüttert und ins Erwachsenenalter geführt werden. Eichhörnchen, Füchse, Störche und Enten zeigen ihren Jungen, wie man auf eigenen Beinen steht und in freier Natur überlebt. Insekten haben jetzt ihre Hoch-Zeit und bringen eine Generation nach der anderen hervor. Libellen vereinen sich in akrobatischen Liebesrädern, Blattläuse erobern die Sommerwiesen und Stechmücken schlüpfen zu Millionen. Wärme, Licht und Nahrung in Hülle und Fülle verheißen eine sorgenfreie Zeit. Doch die unbändige Kraft des Sommers offenbart sich auch in extremer Hitze, Wassermangel und gewaltigen Gewitterstürmen. Leben und Tod, Abschied und Neuanfang – in kaum einer anderen Jahreszeit liegen sie so nah beieinander wie im Herbst. Das Laub erstrahlt nun in den prächtigsten Farben und die Tiere finden Nahrung im Überfluss. Doch der nahende Winter lauert schon mit all seinen Entbehrungen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt: Pilze schießen aus dem Boden, Bucheckern reifen in Massen, Zugvögel sammeln sich für ihren Flug in den Süden und Mäuse und Eichhörnchen sammeln rastlos Vorräte. Bis die Bäume schließlich ihre letzten Blätter abwerfen. Der nächste Winter steht vor der Tür. Der Film nimmt uns mit auf eine atemberaubende Entdeckungstour durch die heimische Natur. Außergewöhnliche Tiergeschichten, mal heiter, mal dramatisch, immer mit Blick für saisonale Besonderheiten, lassen den Zauber unserer Jahreszeiten auf faszinierende Weise lebendig werden.

Mittwoch, 23. Dezember

3sat, 9.15 Uhr
Nordische Tiergeschichten
Aus der ARD-Reihe „Ostseereport“
In dieser „Weihnachts-Spezial-Ausgabe“ erzählt Ostseereporter Udo Biss außergewöhnliche Tiergeschichten aus dem hohen Norden. Im Mittelpunkt steht die Story des kleinen Rentier-Babys „Ailo“ aus Finnisch-Lappland, das zum internationalen Filmstar wurde. Auf der Suche nach geeigneten tierischen Darstellern waren die französischen und finnischen Filmemacher auf der Rentierfarm von Christina und Manne Loether-Mourujärvi fündig geworden. Die aus Schleswig-Holstein stammende Rentierzüchterin und ihr finnischer Mann gelten in Finnland als „Rentierflüsterer“. Im Ostseereport berichten sie über die monatelangen Dreharbeiten mit ihren Tieren. Der aufwendig gedrehte Film „Ailos Reise“, eine Mischung aus Tierdokumentation und Fiktion, zeigt in bezaubernden Bildern, wie sich ein kleines Rentierbaby in der arktischen Wildnis behaupten muss. Der Film war in Finnland einer der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres und soll demnächst sogar in China und Japan laufen.

Donnerstag, 24. Dezember

arte, 5.45 Uhr
Wildschwein
Schlau und gefährlich
Die Afrikanische Schweinpest ist auf dem Vormarsch. Die Fallzahlen haben sich seit 2015 von Jahr zu Jahr verdoppelt. Seit September 2020 gibt es die ersten infizierten Wildschweine in Deutschland. In Polen, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Deutschland, sind bereits erste Fälle bei Hausschweinen gemeldet. Überträger der hochansteckenden Viruserkrankung sind Wildschweine, deren Population in Europa explosionsartig gewachsen ist. Sie machen auch vor unseren Städten nicht halt. Allein in Berlin gehen Expertenschätzungen inzwischen von etwa 5.000 Tieren aus. Umso größer ist die Sorge in Europa vor einem Ausbreiten der Seuche auf Nutztiere. Um das zu verhindern, bildet die Kreisjägerschaft Segeberg in Schleswig-Holstein Hunde aus, die tote Wildschweine aufspüren sollen. Damit man die Kadaver schnellstmöglich finden und entsorgen kann. Die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard sind beim Training dabei. Die Hunde üben mit einer Wildschwein-Attrappe und Duftproben. Dazu müssen sie nicht nur ihre Nase trainieren, sondern auch lernen, bei lebendigen Wildschweinen Ruhe zu bewahren, denn eine Begegnung mit ihnen kann für sie tödlich enden.

3sat, 6.00 Uhr
Russlands versteckte Paradiese
Vier spektakuläre Regionen stehen stellvertretend für Russlands versteckte Paradiese. Den westlichsten Zipfel Russlands bildet die Exklave Oblast Kaliningrad zwischen Litauen und Polen und die vor ihrer Küste liegende Kurische Nehrung: ein schmaler Landstreifen, der in die Ostsee ragt. Für Zugvögel ist die Nehrung Rastplatz auf ihren Reisen zu den Brutgebieten im Norden und zu den Winterquartieren im Süden. Hier befindet sich auch die älteste ornithologische Forschungsstation der Welt. Dort wird seit mehr als hundert Jahren das Treiben der Vögel beobachtet. Im fernen Osten auf Kamtschatka liegt der Kurilensee, ein Paradies für die größten Braunbären der Welt. Zur Zeit der Lachswanderung finden sie Nahrung im Überfluss. Eine engagierte Anti-Wilderer-Einheit schützt die etwa 500 Bären. Hoch im Norden in einer Wüste aus Eis leben die Rentierherden der Nenzen. Seit Jahrhunderten sind die Huftiere und die nomadisch lebenden Menschen bestens an die extremen Bedingungen auf der Halbinsel Jamal angepasst. Im Süden begrenzt der mächtige Kaukasus das Land. Die uralten Bergwälder in Nordossetien bieten ideale Lebensräume für Europas größte Ur-Rinder, die Wisente.

3sat, 6.45 Uhr
Skandinaviens versteckte Paradiese
Hoch im Norden, in Schwedisch Lappland, fühlen sich mächtige Elche wohl. Im Winter markieren Wissenschaftler einzelne Tiere mit GPS-Halsbändern, um mehr über das Wanderverhalten von Schwedens größtem Huftier zu erfahren. Weit im Osten, in Finnland, nahe der russischen Grenze, ist das riesige Saimaa-Seengebiet Heimat einer der seltensten Robbenarten der Welt, der Saimaa-Ringelrobbe. Von ihr gibt es nur noch rund 380 Exemplare. Sie sind die letzten ihrer Art. Gotska Sandön ist einer der entlegensten Orte im Inselreich der Ostsee, ein Paradies für Vögel und Kegelrobben. Dort suchen Wissenschaftler nach Siedlungsspuren vergangener Zeiten. Im Westen dominieren Gebirge und Fjorde die Landschaft. Auf dem norwegischen Hochplateau Hallingskarvet leben heute wieder Polarfüchse. An all diesen Orten arbeiten Naturschützer mit großer Begeisterung für Skandinaviens versteckte Paradiese.

arte, 20.15 Uhr
Die Leopardenmutter
Erstausstrahlung
Wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen länger als ein paar Sekunden. In der Serengeti gelang es jedoch, erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik der Lauerjäger festzuhalten. Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen eine Leopardin und der Kampf, ihre Jungen großzuziehen. Ein intimes Porträt eines außergewöhnlichen Weibchens, dessen Schicksal der Tierfilmer Reinhard Radke über zwei Jahre begleiten konnte. Wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen länger als ein paar Sekunden in freier Wildbahn. Ausgiebiger kann man sie höchsten beobachten, wenn sie schlafend auf einem Baum rasten und sich von der meist nächtlichen Jagd erholen. In der nördlichen Serengeti gelang es jedoch, erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik der lauernden Jäger mit der Kamera festzuhalten. Eine Leopardin ist dazu übergegangen, am helllichten Tag zu jagen. Ihre Heimat entlang des Bachbetts des Olare Orok bietet alles, was eine Mutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs über die Runden zu bringen: pittoreske Felsen und dichten Busch, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich an potenzielle Beute heranzuschleichen. Am Bach sind das vor allem Warzenschweine. Wenn die Leopardin ein Ferkel gepackt hat, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern nicht ungefährlich sind. Daneben versucht das Weibchen auch Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu fangen, beides keine leichte Aufgabe, wenn man noch einen halbstarken Sohn im Schlepptau hat. Konkurrenten wie Hyänen und Löwen machen ihr das Leben schwer. Wenn nach eineinhalb Jahren das Weibchen wieder paarungsbereit ist, bedeutet das für ihren Sohn, dass seine Tage an der Seite der Mutter gezählt sind. Der Halbstarke wird dann auf sich selbst gestellt sein und hoffentlich in der Savanne Afrikas überleben. Tierfilmer Reinhard Radke kennt Afrika wie kaum ein anderer und hat während seiner Dreharbeiten faszinierende und teilweise unbekannte Verhaltensweisen in einzigartige Geschichten gebannt. Seine Dokumentation ist das intime Porträt einer außergewöhnlichen Leopardin, deren Schicksal er über zwei Jahre mit der Kamera verfolgen konnte.

Freitag, 25. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 11.00 Uhr
natur exclusiv
Tiere vor der Kamera: Highway durch die Prärie
Die Prärien Nordamerikas bieten auf der Strecke von Kanada im Norden bis an die mexikanische Grenze im Süden eine unglaubliche Vielfalt an grandiosen Landschaften und Lebensräumen. Ernst Arendt und Hans Schweiger haben diesen ausgedehnten Lebensraum in ihrem Expeditions-Unimog bereist und abenteuerliche Tierbegegnungen, grandiose Landschaften und amüsante Erlebnisse entlang des Highways mit der Kamera eingefangen. Mit Ernst Arendt und Hans Schweiger geht es diesmal durch die Prärie Nordamerikas. Vorbei an Präriehunden und Antilopen, mitten rein in die Bisonherde und über dem Highway ziehen Kraniche. Überall gibt es entlang der Straße etwas zu beobachten. Im März ist der Prärie-Himmel voller Kraniche und Schneegänse. Millionen Vögel ziehen im Frühling durch das Grasland nach Norden. Ihre Rastplätze im Schneesturm, Balz und Futtersuche lassen sich von der Straße aus beobachten. So sorgen in „Tiere vor der Kamera: Highway durch die Prärie“ u. a. possierliche Präriehunde, exotische Pronghorn-Antilopen, gewaltige Bisonbullen oder hopsende Tumbleweeds locker und mit einem Augenzwinkern kommentiert, für unterhaltsame und entspannende 45 Minuten.

Bayerisches Fernsehen, 17.45 Uhr
natur exclusiv
Die Rückkehr der Biber
Die Rückkehr der Biber ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Naturschutzes in Deutschland. Lange Zeit gejagt und nahezu ausgerottet, leben heute wieder mehr als 35.000 Biber in der Bundesrepublik – Tendenz steigend. Mehr als zwei Jahre war Klaus Weißmann den scheuen Bibern auf der Spur und dokumentiert ihre Ausbreitung in Deutschland. Schritt für Schritt erzählt der Film „Die Rückkehr der Biber“ die spannende und teils kuriose Erfolgsgeschichte der sympathischen Nager Mittlerweile ist Deutschlands größter Nager in vielen Gebieten wieder heimisch. Doch nur selten bekommt man die meist nachtaktiven Tiere tatsächlich zu sehen. Mehr als zwei Jahre ist Klaus Weißmann den scheuen Bibern auf der Spur und dokumentiert ihre Ausbreitung in Deutschland. Welche Wege nutzen sie? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Die Naturdokumentation „Die Rückkehr der Biber“ zeigt die spannende und teils kuriose Erfolgsgeschichte der sympathischen Nager.Ende der 1920er-Jahre waren in Deutschland nur noch 200 Biber an der Mittleren Elbe bei Dessau heimisch. Streng geschützt überlebten hier die bis zu 35 kg schweren Elbebiber. Zu dieser Zeit waren die großen Nager nahezu in ganz Europa verschwunden. Lediglich in Norwegen, Frankreich und Russland gab es weitere kleine Populationen mit wenigen Hundert Tieren. Die Jagd nach ihrem wertvollen Pelz und dem schmackhaften Fleisch dezimierten früh ihre Bestände. Auch das sogenannte „Bibergeil“, ein moschusähnliches Duftsekret, das in der Medizin als Schmerzmittel Verwendung fand, wurde den Tieren Mitte des 19. Jahrhunderts zum Verhängnis. Fast unbemerkt kehrten die Biber zurück. Die Tiere besiedelten zunächst die naturnahen Auwälder entlang der Flüsse. Während ausgewachsene Bibereltern ihrem Revier das ganze Jahr treu bleiben, müssen ältere Jungbiber auf Wanderschaft gehen und sich neue Reviere suchen. Als die besten Reviere entlang der großen Ströme besetzt waren, drängten die abwandernden Jungbiber in kleinere Flüsse, in die Hochlagen des Schwarzwalds und sogar in die von Menschen entwässerte Kulturlandschaft. Doch wo der Biber auftaucht, sorgt er vielerorts für Ärger: Die Tiere stauen Gräben oder plündern Weizenfelder. Die großen Nager ernähren sich bevorzugt von Sträuchern und Baumrinde, fällen im Herbst Bäume und bauen Dämme. Die neu angelegten Gewässer fluten oftmals Wiesen oder Keller. Konflikte mit Menschen sind programmiert. Wo man jedoch die Biber gewähren lässt, bringen sie die „Wildnis“ zurück: Die friedlichen Pflanzenfresser schaffen es sogar, begradigte Kanäle und intensiv genutzte Äcker zu renaturieren und wertvollen Lebensraum für sich und andere, oft seltene Tiere, zu schaffen.

Samstag, 26. Dezember

hr fernsehen, 6.45 Uhr
erlebnis hessen
Der Rhön – Naturschönheiten im Land der offenen Fernen
Als das Land der offenen Fernen wird die Rhön oft bezeichnet, und das ist sie wie kein anderes Mittelgebirge in Deutschland. Das Biosphärenreservat Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen beheimatet Schwarzstörche in urigen Buchenwäldern, Kathedralen von Basaltfelsen, Moore und eiszeitliche Blockschutthalden, Uhus und Wiesenweihen, ebenso Borstgrasrasen und Bergwiesen mit Arnika und Türkenbund, traditionelle Mähwiesen mit Wachtelkönig und Birkhuhn und nicht zuletzt orchideenreiche Kalkmagerrasen voller Schmetterlinge und Raritäten wie der Berghexe. Seit Urzeiten ist dieses Gebirge besiedelt. Auf der Milseburg hatten bereits die Kelten ein tausend Einwohner großes Oppidum. Bis ins 10. Jahrhundert gehörte die Rhön zum Altgau Buchonia, dem Buchenland, das schon die Römer kannten. Im Mittelalter zogen bedeutende Handelsstraßen über die Rhön, deren Hochflächen nun fast völlig waldfrei waren. Damals entstand die Lange Rhön, ein offener etwa dreißig Kilometer langer Höhenzug mit Burgen und Dörfern, das Land der offenen Fernen. In keinem anderen Mittelgebirge hat man so weite Blicke wie in der Rhön – ein uraltes Wiesen- und Weideland, einzigartig in Mitteleuropa. Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die aus wissenschaftlicher Sicht ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensräumen machen die Rhön darüber hinaus zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Wolf, Luchs und Wildkatze. Der Film folgt Landschaft und Lebensräumen durch die Jahreszeiten, beobachtet seltene und besondere Tiere und Pflanzen und lässt dabei auch den Menschen nicht außen vor. Die Kamera legt besonderes Augenmerk auf die visuellen Zwischenreiche: die Zeit, wenn der Tag erwacht oder sich abends die Nacht ausbreitet – Zeiten des Zwielichts und der blauen Stunde. Bisweilen folgt sie den Protagonisten sogar bis in die Nacht hinein. Dadurch besitzt der Film eine ganz besondere Ästhetik und Spannung, die durch eine gefühlvolle, den Situationen und Stimmungen folgende Musik verstärkt wird – hergestellt vom Orchester der Kunstuniversität Graz. So fängt der Film in besonderem Maß die emotionale Seite der Rhön ein und folgt ihr im Jahreskreislauf der Natur.

3sat, 13.45 Uhr
Weihnachten in der Wildnis
Zur Weihnachtszeit sollte man sich in den nordamerikanischen Badlands warm anziehen: Der Wind treibt Schnee- und Eiskristalle über die kargen Ebenen South-Dakotas. Gegen die Kälte schützt die Bisons ihr dichtes Fell, der Winter bedeutet für sie dennoch eine harte Zeit. Sie müssen die letzten Gräser unter der Schneedecke ausgraben, um den gröbsten Hunger zu stillen. Auch die Bisons im Yellowstone Nationalpark versinken teils metertief im Schnee – doch ihnen bietet ihre Heimat zur Erholung ein kleines „Wellness-Programm“: Der Park ist berühmt für seine heißen Quellen und Geysire, von denen auch die Wildtiere profitieren. Rund um Weihnachten nehmen die Bisons im Yellowstone gerne mal ein Dampfbad.

Sonntag, 27. Dezember

arte, 7.40 Uhr
Wie die Katze die Welt eroberte
400 Millionen Katzen leben heute unter uns, und es werden immer mehr. Die Hauskatze hat nicht nur fast den gesamten Erdball erobert, sondern ist heute auch unbestrittener Star der sozialen Netzwerke. Nichts scheint ihren Siegeszug aufhalten zu können. Aber wann haben sich die samtpfotigen Vierbeiner eigentlich die Gunst des Menschen gesichert und wie ist ihnen das gelungen? Archäologen, Genetiker und Verhaltensbiologen auf der ganzen Welt forschen seit Jahren zu diesen Fragen. Ihre jüngsten Erkenntnisse erlauben uns, den Weg der Stubentiger nachzuvollziehen – eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist. Rund 400 Millionen Katzen leben heute auf der Erde. Der Erfolg der Katzen schlägt sich in den Haustierstatistiken nieder: Frankreich zählt über 13 Millionen Katzen gegenüber 7 Millionen Hunden, und auch in Deutschland belegen die Stubentiger Platz eins der tierischen Hausgenossen. In den sozialen Netzwerken landen sie schon lange virale Hits. Wann und wie haben sich die Beziehungen zwischen Katzen und Menschen entwickelt? Und wie gelang es den Tieren, die ganze Welt zu erobern? Diesen Fragen gehen Archäozoologen, Paläogenetiker, Biologen und Verhaltensforscher in verschiedenen Ländern nach. Archäologische und historische Entdeckungen in Zypern stützen die Hypothese, wonach sich Menschen und Wildkatzen vor etwa 9.500 Jahren eben dort angenähert haben. Aber wie sich die Katze anschließend über die Welt verbreitet hat, blieb für die Wissenschaft lange ein Rätsel. Nun steht fest: Die Hauskatze stammt nicht von der europäischen Katze ab, sondern von der Falbkatze, die aus der Levante und Anatolien stammt. Zu ihrer großen Überraschung konnten die Forscher nicht nur eine, sondern gleich zwei Domestizierungswellen nachweisen. Seit knapp 10.000 Jahren sind also die Geschicke von Katzen und Menschen eng miteinander verwoben. Nachdem die samtpfotigen Vierbeiner das Herz der Menschen erobert hatten, begannen Züchter, die Tiere den Wünschen der Menschen anzupassen. Durch die Rückverfolgung bestimmter körperlicher Merkmale gelang es ihnen, immer extravagantere Rassen zu züchten: Minikatzen, Nacktkatzen, Tiere mit kurzen Beinen oder gekrümmten Ohren, aber auch besonders gesellige und verspielte Arten, die gerne mit Herrchen oder Frauchen interagieren. Aber kann man überhaupt eine solche „ideale“ Katze schaffen, umgänglich, gehorsam und loyal gegenüber ihrem Halter? Viele Verhaltensbiologen sind überzeugt, dass Katzen alle Voraussetzungen dafür mitbringen. Weltweit leben über 500 Millionen Hunde und 400 Millionen Katzen, die ganz selbstverständlich den Alltag des Menschen begleiten. Schwer vorzustellen, dass die domestizierten Tiere, die wir heute kennen, so in der Natur gar nicht vorkamen. Wie ist es dem Menschen gelungen, aus dem Wolf einen Chihuahua zu machen und aus der Wildkatze eine Siam? Wann sind die Beziehungen zwischen Mensch und Tier entstanden, und wie haben sich die Vorfahren der heutigen Hunde- und Katzenrassen über die Erde verbreitet? Diesen Fragen geht der Zweiteiler „Wie die Katze die Welt eroberte“ und „Wie der Hund die Welt eroberte“, der am kommenden Samstag folgt, nach.

TV-Programm 28.12.2020 - 03.01.2021

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Montag, 28. Dezember

SWR Fernsehen, 10.30 Uhr
Spaniens wilder Norden
Wolfsschluchten
Die Kantabrische Kordillere ragt unweit der nordspanischen Atlantikküste bis zu 2.600 Meter steil in den Himmel. Wie eine Barriere hält sie die regengesättigten Tiefausläufer aus der Biskaya-Bucht auf ihrem Weg nach Süden zurück. Hier leben die Iberischen Wölfe scheu und zurückgezogen. Sie jagen vor allem Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse und Hasen. Wildbiologinnen und Wildbiologen sind sich einig, dass Wölfe das ökologische Gleichgewicht im Wald in einer Weise regulieren, zu der der Mensch nicht imstande ist. So besagt ein fast vergessenes Sprichwort: „Wo der Wolf heult, ist der Wald gesund“. Der Film dokumentiert, wie die …

Dienstag, 29. Dezember

hr fernsehen, 21.00 Uhr
erlebnis hessen
Im Hohen Habichtswald
Im Westen Kassels ragt der Habichtswald auf, ein bewaldeter Höhenzug, in den die Stadt hineingewachsen ist. Der Hohe Habichtswald ist der Hausberg der Kasseler und sozusagen ihr Freizeitwald. Das ganze Jahr über sind sie hier unterwegs, auf Wanderwegen, Radpisten, im Klettergarten. Am Hohen Gras, in über 600 Metern Höhe, läuft im Winter ein Skilift. Hobbyfotografen pirschen sich an Wildschwein, Dachs und Fuchs heran. Ausflugsziele für die ganze Familie sind verschiedene Gasthäuser, die sich meist schon vor vielen Jahren oben am Berg ansiedelten, darunter die älteste Gaststätte, Elfbuchen, die schon 1879 an einem Lieblingsplatz der Kaiserin entstand. Für Revierförster Arnd Kauffeld ist der Habichtswald mehr als der Hausberg, den er seit seiner Kindheit kennt und liebt. Er muss dafür sorgen, dass dort auch genügend Geld erwirtschaftet wird mit Holz- und Wildverkauf. Der Habichtswald nahe der Großstadt war schon immer gezeichnet vom Spannungsfeld zwischen vielen unterschiedlichen Ansprüchen. Steine, Kohle und Holz wurden gebraucht und dem Berg entrissen. Holz wächst nach, doch der Bergbau hinterließ tiefe Wunden, die noch heute sichtbar sind. Die Bauern brauchten Weidegründe für das Vieh, so dass große Weiden angelegt wurden, der Wald wurde dafür gerodet, ebenso für Truppenübungsplätze des Militärs. Geliebt, geschunden und verziert: Die Kasseler schmückten den Hohen Habichtswald vor 300 Jahren mit einem Kunstwerk, das seinesgleichen vergeblich sucht. Der Herkules und die Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe sind seit 2013 Weltkulturerbe der UNESCO. Der Film porträtiert den Hohen Habichtswald vom Frühlingserwachen bis zum Weihnachtsbaumverkauf im Winter, von den Veränderungen in landgräflicher Zeit bis zur Adelung durch den Welterbetitel.

Mittwoch, 30. Dezember

arte, 8.00 Uhr
Wildschweine – Das Comeback
Sie sind die Schweizer Messer unter den Tieren: kompakt, unverwüstlich und für alle Fälle gerüstet. Im vorletzten Jahrhundert galten Wildschweine in Europa als ausgerottet. Heute leben wieder mehrere Millionen Tiere in unseren Wäldern. Und das aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften: soziale Kompetenz und Anpassungsfähigkeit. Eine Dokumentation über ein Tier, das in unseren Wäldern lebt und völlig unterschätzt wird. Und es ist zugleich die Geschichte über sein bemerkenswertes Comeback. Sie haben alles, was zum Überleben wichtig ist: ein ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit – vor allem aber: Sie sind lernfähig. Wildschweine sind die heimlichen Herrscher des Waldes. Das war nicht immer so. Noch vor Jahrhunderten waren sie in vielen Teilen Europas ausgerottet – aufgrund intensiver Bejagung und Abholzung der Wälder. Doch die Wildschweine sind zurück. Ihr Comeback ist spektakulär: In den europäischen Wäldern leben mittlerweile wieder mehrere Millionen Tiere. Und ihre Population dehnt sich weiter aus. Das Wildschwein des 21. Jahrhunderts findet im Vergleich zu seinen Vorfahren veränderte Lebensbedingungen vor. Seine natürlichen Hauptfeinde Braunbär und Wolf existieren in Europa nicht mehr oder stellen zumindest keine Gefahr dar. Der Uhu greift sich zwar immer wieder einzelne Jungtiere, aber gefährden kann er den Bestand nicht. Und auch der größte natürliche und alljährlich wiederkehrende Feind – die winterliche Kälte – kann das Comeback nicht stoppen. Denn durch Klimawandel und Erderwärmung werden die Winter milder, was die Population zwangsläufig begünstigt. Doch die Klimaveränderungen erklären ihr Comeback nur unvollständig. Die Dokumentation „Wildschweine – Das Comeback“ geht vor allem der Frage nach, was das „Erfolgsrezept“ der Tiere ist. Für Regisseurin Astrid Miller war es wichtig, das Sozialverhalten in der Gruppe und die Anpassungsfähigkeit der Tiere filmisch zu dokumentieren. Der Film zeigt das Leben von Wildschweinen in drei unterschiedlichen Habitaten Europas – im Osten Österreichs, im Süden Frankreichs und im Osten Polens.

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Auf Leben und Tod
Der Wald
Der Film zeigt das über Jahrtausende perfektionierte Versteckspiel zwischen Jägern und Gejagten im Wald. Wälder bedecken ein Drittel aller Kontinente, in ihnen verborgen leben mehr als die Hälfte aller Tierarten. Hautnah sind Raubtiere zu erleben, wenn sie sich den Herausforderungen stellen, die das Jagen im Wald mit sich bringt – eine enge, verwirrende und dreidimensionale Welt, in der allein das Finden von Beute extrem schwierig ist. Wenn ein Raubtier endlich fündig geworden ist, gilt es gleich, neue Probleme zu bewältigen: Freies Blickfeld gibt es meist nicht, genauso wenig wie Raum, um die Beute mit hoher Geschwindigkeit zur Strecke zu bringen. Zudem gibt es zahllose Fluchtwege, um im Dickicht zu verschwinden. Jeder Wald hat seine eigenen Regeln, und in jedem gibt es Spieler, die diese perfekt beherrschen – wie etwa der Tiger. Er kennt jeden Winkel seines Reviers und ist ein Meister der Jagd aus dem Hinterhalt. Aber auch in Nordamerika gibt es Spezialisten: Baummarder stöbern Mäuse unter dem Schnee auf. In den Laubwäldern Europas fliegt das Fernsehteam Seite an Seite mit Sperbern und erlebt, wie sie kleinere Vögel aus der Luft fangen

arte, 19.40 Uhr
Braunbären in Osteuropa
Geschützt, geliebt, gehasst
Sie sind die größten Raubtiere unseres Kontinents: Braunbären. In Rumänien lebt die größte Population innerhalb der EU. Ihr Lebensraum schrumpft, so dass die Tiere zunehmend in bewohnte Gebiete drängen – immer wieder kommt es zu gefährlichen Begegnungen. In Estland dagegen sorgen ein behutsamer Tourismus und ein durchdachtes Wildtiermanagement für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Bär. Attila Jakab ist Bürgermeister im kleinen Ort Homorod in Zentralrumänien. Die Region in den Karparten ist eine der am dichtesten besiedelten Gegenden Europas – wenn es um Braunbären geht. Offiziell wird die Zahl auf 8.000 Exemplare beziffert – Tendenz steigend. Weil Attila nicht nur Bürgermeister, sondern auch Jäger ist, wird er bei Wildunfällen mit Bären regelmäßig zum Einsatz gerufen. Manchmal muss ein verletzter Bär erlöst werden, oft kann nur noch der Tod festgestellt werden. Der Lebensraum der Bären schrumpft durch massive Abholzung der Wälder, und so kommt es immer wieder zu lebensgefährlichen Begegnungen mit den Menschen. Insbesondere in Tourismusgebieten wagen sich Bären ohne Scheu bis an die Mülltonnen der Hotels heran. Auch Bauern und Schäfer leiden beträchtlich unter der Vielzahl an Braunbären. Die örtliche Berg-Polizei muss ohnmächtig zusehen, denn der Bär ist eine geschützte Art. Einen verträglicheren Umgang mit den Bären hat man in Estland gefunden. Durch eine streng regulierte Jagd wird die Population stabil gehalten. Hier leben die rund 800 Bären in den Tiefen der Wälder und am Rand von aufgegebenen menschlichen Siedlungen. Die Bären sorgen als Attraktion für sanften Tourismus sogar für den Erhalt ihres Habitats. Die beiden Biologen Triin Arsi und Bert Rähni führen kleine Gruppen zu einer Hütte, von wo aus man mit Geduld und Glück die scheuen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann.

Donnerstag, 31. Dezember

arte, 17.30 Uhr
Wilde Tierkinder
Ganz gleich ob in ursprünglichen Naturschutzgebieten oder in einer vom Menschen gestalteten Umwelt, alle Tiere haben dieselbe Aufgabe: Sie müssen sich um ihren Nachwuchs kümmern. Nur wenn das Heranwachsen der Jungen gesichert ist, hat der eigene Fortbestand Aussicht auf Erfolg. „Wilde Tierkinder“ zeigt, wie die verschiedenen heimischen Tierarten ihre Jungen großziehen und sie beschützen und versorgen. Sei es nun der Fuchs, der Feldhamster, der Hecht, der Steinadler oder die Schornsteinwespe – jede Art hat dabei ihre ganz eigene Strategie. Acker, Kornfeld, Wald, Wasser oder Schilf: Jeder Lebensraum ist auch eine Kinderstube. Und überall dort, wo Kinder sind, sind auch Eltern, die sich mit mal weniger, mal mit mehr Fürsorge um ihre Jungtiere kümmern. Manche Arten legen massenhaft Eier ab und überlassen diese sich selbst, wie etwa der Hecht. Andere setzen auf das Einzelkind, um das sie sich regelrecht aufopferungsvoll kümmern, wie zum Beispiel der Steinadler. Besonders weit entwickelt ist die Brutfürsorge bei den Säugetieren: Der Feldhamster gräbt Tunnel und Höhlen ins Erdreich, um seine Neugeborenen dort vor Fressfeinden zu verstecken. Der Luchs zieht hingegen seinen flauschigen Nachwuchs im Familienverbund groß und lässt diesen auch nach der Fütterung kaum aus den Augen. Alle Tiere, die heute auf der Erde leben, haben im Laufe der Evolution eine perfekte Strategie und oft unglaubliche Tricks entwickelt, um das Großwerden der nächsten Generation zu sichern. Die Zeit des Kinderkriegens ist jedoch nicht nur für den gerade die Welt erblickenden Nachwuchs eine gefährliche Angelegenheit. Blesshuhn-Eltern beispielsweise kämpfen um den besten Brutplatz und versuchen bei diesen Rangeleien, den Konkurrenten zu ertränken. Denn jeder weiß: Nur wer das eigene Erbgut in Form von Nachwuchs erhält, hat eine langfristige Chance auf Überleben. „Wilde Tierkinder“ zeigt einen Querschnitt aus der mitteleuropäischen Tierwelt.

Freitag, 1. Januar

Bayerisches Fernsehen, 18.45 Uhr
Steiinböcke in den Allgäuer Bergen
Er ist der Kletterkönig unter den Tieren der Berge und ein raffinierter Lebenskünstler in Schnee und Eis. Der Steinbock ist das größte, dauerhaft im Hochgebirge lebende Tier. Im Winter steigen Steinböcke nicht, wie Hirsch oder Gams, in die schützenden Waldregionen hinab, sondern bleiben in der sturmumtosten Felsregion, in der ein Mensch ohne Schutz nicht einmal eine Nacht überleben würde. Sie haben sich vorzüglich an das raue, arktische Klima unserer Gipfelregionen angepasst. Über ein Jahr lang beobachtete der Bergfilmer Gerhard Baur Steinböcke bei der Mindelheimer Hütte in den Allgäuer Bergen. Im Frühjahr werden die jungen Kitze geboren und müssen in kurzer Zeit sicher in den steilen Felsen klettern lernen, um die gefährliche Winterzeit zu überleben.

Samstag, 2. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Leben mit dem Tiger
Sibirische Tiger leben in einem riesigen Gebiet vom Amur-Fluss bis zur pazifischen Küste Russlands. In den 1930er-Jahren war die Population so gut wie ausgerottet. Dank eines staatlichen Schutzprogramms konnte der Amurtiger in die heutige Zeit hinübergerettet werden. 2005 wurden 450 Tiere gezählt. Um herauszufinden, wie viele dieser gefährdeten Einzelgänger es aktuell noch in der Taiga gibt, startete im Winter 2014/15 ein Expeditions-Team in den sibirischen Urwald. Sie sind die größten und die prächtigsten Wildkatzen der Erde und gehören zu der einzigen Tiger-Unterart, die in Schnee und Eiseskälte lebt. Sibirische Tiger bewohnen einen riesigen Raum, der sich über 150.000 Quadratkilometer vom Amur-Fluss bis zur pazifischen Küste Russlands erstreckt. Fast drei Meter lang und bis zu 300 Kilogramm schwer ist der Amurtiger und übertrifft damit sogar den „König der Tiere“, den Löwen. Und er kennt nur einen Feind – den Menschen. Zwar nennen die Menschen das charismatische Tier „Herrscher der Taiga“ und bewundern ihn für seine Schönheit, Stärke und Ausdauer. Doch das hat die Wilderer nicht daran gehindert, diese Großkatze skrupellos abzuschießen. In den 1930er-Jahren war die Population so gut wie ausgerottet und zählte vermutlich nur noch etwa 50 Tiere. Dank eines straff organisierten staatlichen Schutzprogramms konnte der Amurtiger in die heutige Zeit hinübergerettet werden. 2005 ergab eine Zählung 450 Tiere. Im Winter 2014/15 wurden die Tiere erneut gezählt. Die große Frage war: Wie viele dieser gefährdeten Einzelgänger gibt es aktuell noch in der Taiga? Um den letzten aktuellen Wildbestand zu erfassen, starteten russische Naturschützer und WWF-Experten eine spektakuläre Expedition in den sibirischen Urwald. Das Filmteam begleitet die Tigerhüter auf der Suche nach Spuren im Schnee – hinterlassen von der größten aller Raubkatzen. Galina Kirsunova und ihr Team erzählen die Geschichte eines kranken Jungtieres, berichten aber auch von dem oft überraschenden und durchaus gefährlichen Leben der Menschen Seite an Seite mit den Amurtigern, die selbst so sehr um ihr Überleben kämpfen müssen.

Sonntag, 3. Januar

3sat, 5.50 Uhr
Der Bärenmann
Reno Sommerhalders Leben unter Bären
Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet. Der touristische Erfolg dort droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Seit 30 Jahren lebt Reno Sommerhalder unter Bären. Dabei hat er erkannt, dass mit diesen Großraubtieren eine friedliche Koexistenz möglich ist, wenn man Respekt vor ihnen hat. Als der junge Schweizer nach der Kochlehre in die Welt zog, war er auf der Suche nach sich selbst – gefunden hat er dabei die Bären und seine neue Heimat Kanada. In Banff, im ältesten Nationalpark Kanadas, wohnt Sommerhalder mit seiner Familie mitten im Bärenland. In all den Jahren hatte Reno Sommerhalder Tausende von Begegnungen mit Bären. Ganze fünf Mal musste er dabei sein Pfefferspray einsetzen, um eine potenziell gefährliche Situation abzuwenden. Doch eigentliche Ernstfälle waren auch das nicht. Wenn man die Grenzen dieser Tiere respektiere, seien Bären extrem tolerante Wesen, sagt Sommerhalder. Er glaubt auch, dass die Schweiz – vor allem das Tessin – durchaus Lebensraum bieten könnte für einige Bären. Der Bär symbolisiert für Reno Sommerhalder in erster Linie ein intaktes Ökosystem. Und deshalb versteht er seinen weltweiten Einsatz für dieses Tier auch als Kampf auch für eine gesunde Umwelt. Diese sieht er selbst im großflächigen Nationalpark von Banff gefährdet: Millionen von Besuchern strömen jährlich in diese grandiose Landschaft der kanadischen Rocky Mountains – und es werden immer mehr. Selbst im Nationalpark sollen Skigebiete vergrößert werden. Dagegen kämpft der Kanadaschweizer an vorderster Front, denn der touristische Erfolg droht den Lebensraum von Bären, Wölfen und Kojoten zu beschädigen. Und damit schließlich ebenso die Grundlage des Tourismusgeschäftes. Auch in Russland versucht Reno Sommerhalder, die negativen Einflüsse des Menschen auf Tier und Umwelt zu begrenzen: In Sibirien und auf der Halbinsel Kamtschatka wirkte er als „Ersatzmutter“ für verwaiste Jungbären, deren Mütter von Jägern getötet worden waren. In der Ussurischen Taiga, an der Grenze zu China, war Sommerhalder mit den jungen Schwarzbären durch das Tigerland unterwegs. Sommerhalder findet sein Auskommen als Vortragsreisender, als Buchautor – und auch als Bärenführer, vor allem in Alaska. Dort, in der bärenreichen Küstengegend, führt er seit Jahren Besucher in die Nähe der beeindruckenden Tiere. Viele der Bären kennt er von früheren Aufenthalten, gab ihnen sogar Namen – und die Tiere scheinen auch Sommerhalder zu kennen, ihm gar zu vertrauen. Ansonsten sehr misstrauische, vorsichtige Bärenmütter mit Jungen suchen die Nähe zu Sommerhalder. Womöglich gibt ihnen dies etwas Sicherheit vor aggressiven Bärenmännchen. Gewiss, Bären-Touren sind nicht unproblematisch, weshalb Sommerhalder nur kleine Gruppen in die Wildnis führt und darauf achtet, so wenig Störung wie möglich zu verursachen.

arte, 7.50 Uhr
Wie der Hund die Welt eroberte
500 Millionen Hunde leben heute als Haustiere an der Seite des Menschen. Aus dem Alltag sind sie als Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller Rassen und Mischungen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Sie wollen genau wissen, wann der Weg vom Wolf zum Hund begann und wie die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt eroberten. Fast eine Milliarde Hunde bevölkern heute die Erde, manche als treue Begleiter des Menschen, andere als Streuner. Aus dem Alltag sind die Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller (Misch-)Rassen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Wann begann der Weg vom Wolf zum Hund? Und wie haben die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt erobert? Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Aus dem Erbgut von 1.600 prähistorischen und modernen Hunden und Wölfen konnten Wissenschaftler erstmals einen kompletten Stammbaum erstellen. Zu ihrer Überraschung machten sie drei unterschiedliche Domestizierungszentren in verschiedenen Epochen aus: Die erste Domestizierung fand vor 15.000 Jahren in Westeuropa statt, die zweite vor 12.500 Jahren im Norden Chinas und in Sibirien und die dritte im östlichen Mittelmeerraum. Doch wie ging es anschließend weiter? In Russland, Kanada, Skandinavien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Frankreich erläutern Forscher, wie der Mensch den Wolf zum Hund gemacht hat, welche Mechanismen dabei im Spiel waren und wie sich Aussehen und Verhalten der Tiere im Lauf der Zeit veränderten: Die Haushunde wurden immer weniger aggressiv und ängstlich. Außerdem lernten sie, die menschliche Mimik zu lesen und zu deuten – so wie umgekehrt auch der Mensch gelernt hat, Körperhaltung, Gebell und Blicke seines vierbeinigen Gefährten zu verstehen. Mehr als jedes andere Haustier hat der Hund in den vergangenen Jahrtausenden zum Aufstieg der menschlichen Gesellschaften beigetragen. Aktuelle genetische Forschungen zeigen, dass diejenigen unserer Vorfahren, die Hunde an ihrer Seite hatten, gegenüber anderen Gruppen im Vorteil waren. Aus dieser langen, besonderen Verbindung ging die sogenannte Mensch-Hund-Gesellschaft hervor. Weltweit leben über 500 Millionen Hunde und 400 Millionen Katzen, die ganz selbstverständlich den Alltag des Menschen begleiten. Schwer vorzustellen, dass die domestizierten Tiere, die wir heute kennen, so in der Natur gar nicht vorkamen. Wie ist es dem Menschen gelungen, aus dem Wolf einen Chihuahua zu machen und aus der Wildkatze eine Siam? Wann sind die Beziehungen zwischen Mensch und Tier entstanden, und wie haben sich die Vorfahren der heutigen Hunde- und Katzenrassen über die Erde verbreitet? Diesen Fragen geht der Zweiteiler nach.

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