JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 15. März 2020.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 17.02. - 23.02.2020

Montag, 17. Februar

3sat, 14.00 Uhr
Frankreichs Paradiese
Der Nationalpark Pyrenäen
Die Pyrenäen bilden vom Mittelmeer bis zum Atlantik die mehr als 400 Kilometer lange Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Auf französischer Seite ist ein Viertel der Länge Nationalpark. In dem 500 Quadratkilometer großen, wenig bekannten Schutzgebiet erreichen die Bergwipfel eine Höhe bis zu 3000 Meter, Wasserfälle stürzen viele Hundert Meter in die Tiefe, es gibt stille Bergseen und dunkler Wald wechselt sich mit bunten Bergwiesen ab. Der „Nationalpark Pyrenäen“ dient gleichermaßen zum Erhalt dieser großartigen Landschaft als auch dem Schutz seiner einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. An den Klippen von Asté-Beon im Ossau-Tal befindet sich die größte Geierkolonie außerhalb Spaniens. Durch abgelegene Täler und stille Wälder streifen die letzten Braunbären der französischen Pyrenäen. In den Sommermonaten kann man grazile Pyrenäengämse auf den Bergwiesen oberhalb der Baumgrenze beim Klettern beobachten. Sie sind das Symbol des Nationalparks und waren in den 1950er-Jahren nahezu ausgerottet. Seitdem sie jedoch unter Schutz stehen, hat sich ihr Bestand im Nationalpark nahezu verzehnfacht. Einer der Väter dieses Erfolges ist der Ranger Jean-Paul Crampe. Seit 30 Jahren erforscht er im Tal von Cauteret Gämse, niemand kennt die Tiere so gut wie er. In der Einsamkeit der Berge, hoch über dem Vallée d’Aspe, verbringt der Schäfer Patrice Gouin mit seinen 500 Schafen den Sommer. Patrice gehört zu den wenigen Bergbauern, die noch im Rhythmus der Jahreszeiten mit ihrer Herde zwischen Berg und Tal wandern. Die Idylle täuscht, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist der Schäfer auf den Beinen, 365 Tage im Jahr. Glücklich ist er dennoch, niemals würde er gegen einen anderen Beruf tauschen. Die Täler im Nationalpark Pyrenäen sind mit 40 000 Menschen nur dünn besiedelt. Vor allem die jungen Menschen zieht es in der Hoffnung auf einen guten Job in die großen Städte. Stéphanie Augras ging den umgekehrten Weg. Die junge Filmerin kam von Bordeaux nach Bedous, sie tauschte laute Straßenschluchten gegen die Stille einsamer Täler. Rund um das Dorf Bedous findet sie die Motive für ihre Fotos und Filme, von denen schon einige preisgekrönt wurden. Der Nationalpark Pyrenäen lässt da, wo es nötig ist, die Natur ursprünglich sein, fördert zugleich aber auch die Menschen, die hier noch traditionell wirtschaften und somit zum Erhalt dieser einmaligen Bergwelt im äußersten Süden Frankreichs beitragen.

arte, 17.50 Uhr
Polartag
Skandinaviens Wildnir im Sommer
Die Dokumentation entführt in die wunderbare Welt des Polartages im Norden Skandinaviens. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Es gibt Nahrung im Überfluss, doch Tiere und Pflanzen stehen vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Doch Schlafmangel, Mücken und die ständige Bedrohung durch Raubtiere verbreiten Hektik und Stress. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Die harschen Bedingungen der Polarnacht sind nun Vergangenheit und warme Temperaturen und endloses Licht lassen die Natur nach der Schneeschmelze explodieren. An Land und im Meer gibt es jetzt Nahrung im Überfluss. Dennoch stehen Tiere und Pflanzen jetzt vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es nun ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Zugvögel kommen von weit her, um zu brüten, denn während der langen Tage können sie ihre Jungen permanent füttern. Rentiere ziehen in großen Herden zu ihren Sommerweiden und überqueren selbst das Meer, um sie zu erreichen. Bären fressen jetzt unaufhörlich, um den Verlust vom Winter auszugleichen. Die Leben unter der Mitternachtssonne hat aber auch Nachteile: Wann schlafen die Tiere, wenn es nicht Nacht wird? Wie kommen sie mit den zunehmenden Hitzewellen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius zurecht, wo sie doch eher an extreme Wintertemperaturen angepasst sind? Und wie halten sie es mit den Mücken aus, die zu Myriaden schlüpfen und sie ohne Unterlass umschwirren? Und es ist auch nicht alles friedlich. Raubtiere sind ebenfalls rund um die Uhr unterwegs. Wie kann also eine Bärenmutter ihre Jungen vor Wölfen in Sicherheit bringen? Wie beschützen Vogeleltern ihre Jungen, wenn Raben und Adler ständig Angst und Schrecken unter einer Vogelkolonie verbreiten? Ständige Bedrohung, Hektik und Stress beherrschen das Leben im Nahrungsparadies. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander.

arte, 18.30 Uhr
Polarnacht
Skandinaviens Wildnis im Winter
Wenn im Winter nördlich des Polarkreises die Sonne für lange Zeit verschwindet, beherrschen Dunkelheit und Kälte das Land. Doch die Natur kommt erstaunlich gut damit zurecht. Die Pflanzen und Tiere, die dort im Norden Skandinaviens überleben, haben sich mit vielfältigen Fähigkeiten an die extremen Verhältnisse angepasst. Und wenn in dunklen Nächten tanzende Nordlichter den Himmel erhellen, entwickelt die Polarnacht ihren ganz eigenen Zauber. Nördlich des Polarkreises ist die Sonne im Winter für lange Zeit unter dem Horizont verschwunden. Finsternis, eisige Temperaturen und stürmische Winde beherrschen das Land. In dieser extremen Welt der Dunkelheit und Kälte kommt die Natur jedoch erstaunlich gut zurecht. Pflanzen verändern ihren Stoffwechsel oder verstecken sich unter der Schneedecke, um nicht zu erfrieren. Manche Tiere blühen richtig auf, wie der Eisbär, andere halten Winterruhe, wie die Braunbären, oder wandern zu Tausenden zu ihren Winterweiden, wie die Rentiere. Rentieraugen verändern sich, so dass sie selbst im Dämmerlicht gut sehen können. Erstaunliche Anpassungen des Blutkreislaufs und ein dichtes Winterfell schützen die Tiere selbst bei minus 40 Grad Celsius vor dem Erfrieren. Das gilt auch für Moschusochsen und Elche. Die Pflanzenfresser besitzen zudem ein besonderes Verdauungssystem, das ihnen hilft, auch mit magerer Kost durch den Winter zu kommen. Trotz bester Anpassung schaffen es aber nicht alle über den lebensfeindlichen Winter. Der Tod des Einen sichert das Überleben des Anderen. Für Raben, Adler, Vielfraß und Wölfe ist ein Kadaver ein Festmahl. Während das Landesinnere in Kälte und Schnee erstarrt, ist es an der Küste erstaunlich mild. Der Golfstrom hält vor Norwegen auch im Winter das Meer eisfrei – ein nahrungsreiches Refugium für Seevögel und Jagdgebiet für Schwertwale. Die Polarnacht bringt nicht nur Finsternis, Kälte und Gefahr – die Schönheit der Schneelandschaften kommt im langen, farbenprächtigen Dämmerlicht voll zur Geltung. Wenn in dunkeln Nächten tanzende Nordlichter den Himmel erhellen, entfaltet die Polarnacht ihren ganz eigenen Zauber.

3sat, 20.15 Uhr
Wildnis am Lago Maggiore
Der Lago Maggiore – seit ein paar Jahren haben Touristen den oberitalienischen See wieder als Ziel entdeckt. Im Hinterland liegt ganz andere Welt: das Val Grande. Das Tal mit seinem gleichnamigen Nationalpark wurde von Menschen vor Jahrzehnten verlassen, Wald und Wildnis haben sich dort ungehindert ausbreiten können. Der Naturfotograf Dino Perrotta ist in beiden Welten zuhause. Sein Heimatort liegt am Westufer des Lago Maggiore. Hier treffen mediterrane Atmosphäre und alpine Bergwelt, Campari Soda und Wildnis aufeinander. Im verlassenen Bergland des Val Grande ist für ihn ein reizvoller Kontrast zur touristischen Geselligkeit am Seeufer. Mit dieser Vorliebe ist Perrotta nicht allein. Der Deutsche Rolf Platen, der seit mehr als 20 Jahren ein kleines Urlaubsdomizil über dem See besitzt, entdeckte das Val Grande als begeisterter Bergwanderer für sich. Beide Männer haben sogar ein Buch über ihre Liebe zu dem Bergland geschrieben. Während sich Rolf mehr mit seiner Geschichte und Bergtouren befasst, beschreibt Dino in einem Fotoband seine Liebe zu den wilden Tieren, die im Val Grande leben. Wenn es ihm gelingt, so nah an das Wild zu gelangen, dass es seine Anwesenheit zwar bemerkt, ihn aber nicht als Feind auf zwei Beinen sieht, befällt ihn ein unwahrscheinliches Glücksgefühl. Mit beindruckenden Flugaufnahmen zeigt der Film, wie nah die Wildnis des Val Grande an das Westufer des Lago Maggiore reicht – zwei Welten, verbunden durch Dino Perrotta und Rolf Platen.

Dienstag, 18. Februar

3sat, 13.20 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen
„Bloß nicht auffallen!“, lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Lauf ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten an sie an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab. Manche Tiere benutzen dabei das Tarnen und Täuschen als List, um sich vor potenziellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen, andere verwenden diese Mittel, um sich auf der Jagd nach Beute eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen. Doch egal, mit welchen Mitteln und zu welchem Zweck: Insekten, Reptilien, Fische und sogar fleischfressende Pflanzen nutzen alle ausgefeilte Tricks, um andere Lebewesen in die Irre zu führen und sich so einen überlebenswichtigen Vorteil zu verschaffen.

3sat, 14.05 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie erfinderisch Tiere sind
Obwohl noch viele Geheimnisse entschlüsselt werden müssen, entwickelt sich die Wissenschaft der Übernahme ausgeklügelter Muster der Natur rasant weiter. So werden etwa die gefährlichsten Schlangengifte erfolgreich für medizinische Zwecke eingesetzt, und der Speichel von Fledermäusen enthält natürliche Blutverdünner. Auch von Bienen kann man lernen: Die von ihnen gebauten Honigwaben enthalten Antibiotika.

3sat, 15.35 Uhr
Wilde Inseln: Vancouver Island
Vor der kanadischen Küste, nahe der Stadt Vancouver, liegt die Insel Vancouver Island. Mit 450 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite ist sie die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Vancouver Island bietet vielen einzigartigen Tieren einen Lebensraum. Die spektakuläre Berglandschaft der Insel mit ihren vielen Wasserfällen ist von einem dichten Netzwerk aus Flüssen und Bächen geprägt. Zahlreiche Tierarten fühlen sich dort wohl. Vor allem die Pazifischen Lachse: Jahr für Jahr zieht eine halbe Milliarde Lachse in die Flüsse ihrer Geburt, um zu laichen. Für Millionen von ihnen ist Vancouver Island das Ziel – doch nicht alle kommen an. Von den Killerwalen vor den Küsten der Insel über Weißkopfseeadler bis zu den Schwarzbären, die im seichten Wasser auf reiche Beute warten, ernähren sich unzählige Tiere von Lachsen. Sogar die Waldbäume auf Vancouver Island sind auf die alljährliche Wanderung der großen Fische angewiesen. Sie prägen das gesamte Ökosystem dieser wilden Insel. Die Dokumentationsreihe „Wilde Inseln“ ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

arte, 17.50 Uhr
Polen entdecken!
Vom Riesengebirge bis zu den Karparten
Dass Polen eine der schönsten und wildesten Bergregionen Europas hat, beweist der Abstecher ins alte Galizien. Im Bieszczady-Nationalpark lebt der junge Wildbiologe Bartosz Pirga mitten unter Wölfen, Luchsen und Bären. Nicht die großen Raubtiere sind für ihn gefährlich. Der Mensch sei es, der diese letzte Wildnis durch immer neue Straßen und Grenzzäune zerstöre.

Mittwoch, 19. Februar

arte, 11.05 Uhr
Geheimnisvolle Eichhörnchen
Sie sind überall gern gesehen, die quirligen und geschäftigen Bewohner unserer Parks und Wälder: Eichhörnchen, genauer gesagt die Europäischen Eichhörnchen. Die Sprungakrobaten der Baumkronen, von rot, braun, grau bis schwarz gefärbt, führen zumeist ein verborgenes Leben. Nur dort, wo sie angefüttert werden, kommen sie den Menschen nahe: Zu groß sind für die kleinen, flinken Nagetiere die Gefahren, die von den vielen Fressfeinden am Boden oder aus der Luft ausgehen. Doch auch aus den eigenen Reihen kommt eine tödliche Bedrohung: Das im 19. Jahrhundert nach Europa importierte amerikanische Grauhörnchen verdrängt die heimische Art zusehends. Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg: Europäische Eichhörnchen, die quirligen Baumtänzer unserer Wälder, sichtbar und unsichtbar zugleich. Mit ihrer roten, braunen, grauen und bisweilen schwarzen Färbung sind sie überall gern gesehen und doch führen sie zumeist ein verborgenes Leben. Das Team um die Tierfilmer Hubert Doppler und Johannes Pötscher hat sich an die Fersen der flinken, unberechenbaren Sprungakrobaten geheftet. Als sogenannter Kulturfolger hält sich das Europäische Eichhörnchen zwar gern in der Nähe menschlicher Siedlungen auf – fällt hier schließlich regelmäßig Nahrung für den kleinen Nager ab -, doch im Allgemeinen bleibt es auf Distanz und nur Wenigen ist ein Einblick in sein Baumkronenreich möglich: Zu groß sind für die kleinen, geschäftigen Tiere die Gefahren, die von den vielen Fressfeinden am Boden oder aus der Luft ausgehen. Ihre Kobel bauen sie in Astgabeln oder in hohlen Baumstämmen, um sich vor ihren Feinden zu verbergen. Schon im Herbst beginnen sie große Futtermengen, bestehend aus Samen und Nüssen, im Waldboden zu vergraben, um den kalten Winter zu überstehen. Und doch sind ihre Überlebenschancen verhältnismäßig gering. Nur wenige Tiere vollenden ihr erstes Lebensjahr. Häufig fallen sie Jägern aus der Luft, wie dem Habicht oder Mäusebussard, zum Opfer, und auch die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Vorräte von Futterkonkurrenten entdeckt und geplündert werden, ist groß. Doch gerade aus den eigenen Reihen kommt seit Jahren eine tödliche Bedrohung: Das im 19. Jahrhundert aus Amerika importierte Grauhörnchen verdrängt das heimische Nagetier mehr und mehr aus seiner ökologischen Nische.

Donnerstag, 20. Februar

3sat, 13.15 Uhr
Wiener Wildnis – Die Rückkehr der Biber
Donau, Lobau, Alte Donau: Versteckt unter Wasser und an kaum zugänglichen, dicht bewachsenen Ufern, stecken die bekannten Wiener Badegewässer voller Geheimnisse. Es ist die Welt der Biber. Der Film zeigt die Gewässer der Großstadt als höchst vielfältige Lebensräume. Obwohl die meisten sogar zusammenhängen, sind sie sehr verschieden. Denn alle Fließgewässer im Raum Wien münden in die Donau und stehen so gesehen miteinander in Verbindung. Sogar die Alte Donau erhält ihren Zufluss über das Grundwasser der Donau. Doch in einem Wienerwaldbach leben ganz andere Tiere und Pflanzen als im Donaukanal, in der Alten Donau oder in den weit verzweigten Wasserarmen der Lobau. Ein Tier, das vor einigen Jahren nach Wien zurückgekehrt ist, wird den Weg zu den geheimnisvollen Standorten weisen: der Biber.

Freitag, 21. Februar

arte, 16.00 Uhr
Takaya, der einsame Wolf
Auf einer felsigen Insel im kanadischen Britisch-Kolumbien lebt Takaya, der einsame Seewolf. Hunderte Kilometer von anderen Wölfen entfernt gelingt es dem eigentlichen Rudeltier, zu überleben. Die Fotografin Cheryl Alexander hat sich dem wilden Jäger angenähert und über einen Zeitraum von sieben Jahren eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut. Aus Cheryls Untersuchungen geht hervor, woher Takaya kam, wie er auf die Insel gelangte und wie er sich an diesen neuen Lebensraum anpasste. Mit Hilfe von Experten erforscht die Fotografin das Verhalten des Wolfes und zeigt, was man von dem anmutigen Wildtier lernen kann. Auf einer kleinen Insel im kanadischen Britisch-Kolumbien, hunderte Kilometer von seinen Artgenossen entfernt, lebt ein einsamer Wolf namens Takaya. Seine ungewöhnliche Existenz in absoluter Isolation hat die Neugier der Fotografin Cheryl Alexander geweckt. Woher kam Takaya? Und wie war er auf die einsame Insel gelangt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Cheryl das Wildtier sieben Jahre lang begleitet – und eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut. Am meisten überraschte die Fotografin, dass Takaya – als Wolf eigentlich ein Rudeltier – sich offenbar bewusst für ein Dasein in der Einsamkeit entschieden hatte. Vom Festland aus konnte Cheryl das bisherige Leben des Wolfs rekonstruieren. Sie fand Indizien für seine Streifzüge durch kanadische Städte und seine abenteuerliche Überquerung weiter Seestrecken vor der Küste Britisch-Kolumbiens. Aus Cheryls Aufnahmen geht hervor, wie schnell sich Takaya an seine neue Umgebung anpassen konnte. Mithilfe von ausgeklügelten Jagdtechniken gelingt es ihm, für ihn völlig neue Beutetiere zu fangen. Und ein Spezialist erklärt, warum sich sogar das Heulen des Wolfs nach all den Jahren ganz anders anhört. Die Dokumentation zeigt, dass Wölfe weitaus mehr sind als wilde Fleischfresser. Und sie beweist anhand der besonderen Beziehung zwischen Cheryl und Takaya, dass Menschen friedlich mit Spitzenprädatoren zusammenleben können. Doch das Schicksal von Takaya ist ungewiss: Nach einer problematischen Begegnung mit einer Wandergruppe und deren Hund patrouillieren bewaffnete Küstenwachen auf seinen Spuren. Um Takaya ist eine Diskussion entbrannt, die ihm zum Verhängnis werden könnte …

Samstag, 22. Februar

ZDFneo, 5.45 Uhr
Terra X
Geschichte der Tiere: Der Hund
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. Die zweiteilige „Terra X“-Reihe erzählt alles Wissenswerte dieser einzigartigen Erfolgsstory. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Kulturgeschichte des Hundes. Sie beginnt mit dem Lagerwolf. In grauer Vorzeit geht er mit dem Menschen eine Zweckbeziehung ein. Aus anfänglichem Misstrauen entstehen Zuneigung und enge Bindung. „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“ Eine Erkenntnis, die zuerst der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann formuliert hat, bevor Loriot sie später ein wenig präzisierte. Für den deutschen Humoristen war ein Leben ohne Mops unter keinen Umständen vorstellbar. Rund sieben Millionen Hundehalter in Deutschland geben beiden prominenten Künstlern recht. Der Hund ist nicht nur das erste Haustier, sondern auch der beste Freund des Menschen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht, als sich Grauwolf und Mensch zum ersten Mal begegnen. „Canis lupus“ ist vom Hunger getrieben und stöbert in der Müllhalde einer Steinzeitsiedlung. Mit der Großen Eiszeit ist das friedlich grasende Großwild abgewandert. Die neuen Beutetiere sind kleiner, schreckhafter und flinker. Die Jagd im Rudel kostet mehr Kraft, erfordert anderes Vorgehen und bringt längst nicht immer den gewünschten Erfolg. Die schwierigen Verhältnisse in der Umwelt zwingen Mensch und Wolf zu einer bis dahin nie dagewesenen Kooperation, sagen Forscher. Der Mensch folgt der Fährte der Wölfe, die mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn selbst drei Tage alte Spuren wittern können. Im Gegenzug duldet er, wenn die scheuen Tiere in ihre Siedlungen eindringen und sich über die Essensreste hermachen. Aus gegenseitiger Duldung wird allmählich Zutrauen – die Evolution bringt den Lagerwolf hervor. Er ist dem Wolf zwar genetisch noch näher als dem Hund, aber im Verhalten zeigt er sich bereits deutlich zutraulicher und lebt im losen Verbund mit der Gemeinschaft. Der Lagerwolf gilt als direkter Vorfahr des Hundes, der seinen Siegeszug als treuer Wegbegleiter des Menschen vermutlich in der Zeit antritt, als aus Jägern und Sammlern Bauern und Viehzüchter werden. Schon damals übernimmt der Hund Aufgaben als Wach- und Hütehund. Und er stellt seine hohe soziale Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Eigenschaften, die ihm Jahrtausende später gottgleichen Status bescheren. Dass der Hund eines Thrones wert ist, haben viele Hochkulturen gewusst. Die Ägypter ernennen den schakalköpfigen Anubis zum obersten Richter ihres Totenreichs. Die Griechen suchen eher nach rationalen Erklärungen für das außergewöhnliche Wesen des Hundes. Der Philosoph Xenophon liefert die erste wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung, Fährtenarbeit und Verhalten. Die Römer gehen noch einen Schritt weiter: Sie züchten unterschiedliche Jagdhund-Rassen, führen aus dem Ausland Luxushündchen ein, schicken Kampfhunde in die Arena und halten Hunde, die vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit der Christianisierung ändert sich die gesellschaftliche Wertschätzung der Vierbeiner. Die Kirche entdeckt ihre vermeintlich dunkle Seite als Begleiter von Hexen und Dämonen. Als die Bestiarien im 10. Jahrhundert aufkommen, hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Der Hund wird zur Symbolfigur menschlicher Tugenden wie Treue, Wachsamkeit und Mut. Kaiser, Könige und Adlige präsentieren sich stolz mit ihren Lieblingen. Der Hund avanciert zum Prestigeobjekt. Welche Rasse zu wem passt, ist über Jahrhunderte aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern vor allem der eigenen gesellschaftlichen Stellung. Daran hat sich womöglich bis heute nicht viel geändert, aber inzwischen hat der Hund vor allem das Herz des Menschen erobert. Er ist sein bester Freund, sein Kind- oder Partnerersatz. Er versteht auch ohne Worte, er liebt bedingungslos. Die Moderne verhilft ihm vielleicht zur größten Wertschätzung in der jahrtausendealten Geschichte zwischen Mensch und Hund.

ZDFneo, 6.30 Uhr
Terra X
Geschichte der Tiere: Die Katze
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. „Terra X: Geschichte der Tiere“ erzählt alles Wissenswerte dieser Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Geschichte der Katze. Vor etwa 11 000 Jahren kommt sie auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen aus der Wildnis und erobert sich einen Platz in der Zivilisation. Ihrem Wesen nach aber bleibt die Hausmieze eine Wildkatze. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky hat einmal über die Katze gesagt, sie sei das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet habe, er müsse es versorgen, ohne dass es selbst dafür etwas tun müsse. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich überaus eigensinnig. Die Katze gehorcht nicht, will sich nicht unterordnen und bleibt ein sturer Einzelgänger. Selbst die treueste und verschmusteste Katze der Welt kann schon mal von heute auf morgen die Beziehung zu ihrem Besitzer beenden und grußlos für immer verschwinden. Katzenhalter können sich ihres unberechenbaren Mitbewohners nie hundertprozentig sicher sein. Dabei ist es die Katze – genauer gesagt die Falbkatze – die vor rund 11 000 Jahren in einer Art „Selbstdomestikation“ die Welt des Menschen betritt. Doch anders als der Hund wartet das kleine Raubtier damit, bis die Jäger und Sammler des Alten Orients das Feuer beherrschen und sesshaft sind. Ihre Karriere beginnt sie als Resteverwerter und erfolgreicher Mäusejäger. Kein anderes Haustier beherrscht die Technik des Lauerns, des schnellen Zugriffs und Tötens so wie die Katze. Die Jungsteinzeitler schätzen sie dafür. Und nicht nur sie. Wo immer in den folgenden Jahrtausenden auf dem Globus Siedlungen entstehen, gehört mindestens eine Katze zum Haushalt. Kultische Verehrung erfahren die Samtpfoten vor allem im Alten Ägypten. Forscher sagen, dass das Pharaonenreich ihren Wohlstand auch den Katzen zu verdanken habe, die in den zahlreichen Getreidespeichern Ratten und Mäusen nachstellten. Für ihre wertvollen Dienste werden die Jäger sogar vergöttlicht. Millionen enden trotzdem als Opfergabe an die Katzengöttin Bastet, die Ägypter kaufen von Händlern teure Katzenmumien. Mehr als einmal werden die Käufer dabei über den Tisch gezogen, wie jüngste Untersuchungen offenbaren. Nicht in jedem Exemplar ist auch tatsächlich Katze enthalten. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Röntgenbildern Hölzer, Hunde- und andere Tierknochen. Die Nachfrage hat das Angebot zeitweise offensichtlich bei Weitem überstiegen. Das erklärt vielleicht auch, warum die Pharaonen den Export von Katzen in fremde Länder unter Todesstrafe gestellt haben. Um 500 vor Christus gelangen über Griechenland trotzdem die ersten Katzen nach Europa und vermischen sich mit der dort heimischen Wildkatze. In Italien erobern sie als exotische Luxusgeschöpfe zunächst die Herzen der reichen Damen, bevor sie im Römischen Reich auch kultische Weihen erhalten. Erst ab dem 2. Jahrhundert nach Christus ist die Katze ein Haustier für alle und erweist sich als nützlicher Jäger auf üble Nager. Marder und Wiesel, die dafür immer eingesetzt wurden, sind schon bald aus dem Rennen – auch deshalb, weil Katzen nicht so stinken und viel reinlicher sind. Im nebligen Germanien beginnt man, die Wildkatze anzuhimmeln. Sie ist aber nicht domestiziert, sondern als mystische Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin Freya vorbehalten. Mit der Christianisierung jedoch folgt der tiefe Fall. Die Katze wird als Geschöpf des Teufels, der Hexen und Dämonen verdammt und später manchmal auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr schlechtes Image hält sich über Jahrhunderte. Noch im späten Mittelalter entstehen zahlreiche Sprichwörter, Mythen und Legenden – alle mit eindeutig negativer Botschaft. Nach damaligem Verständnis verkörpern Katzen weibliche Laster. Sie gelten als unmäßig, diebisch, treulos und sündig. Das halbwilde, unkontrollierbare Wesen von Katzen, die nächtlichen Jagdausflüge und das lautstarke Paarungsverhalten sorgen bis ins 18. Jahrhundert für Misstrauen und Verfolgungsexzesse durch Kirche und Staat. Erst ab dem 19. Jahrhundert gewinnt die Katze wieder an Ansehen. Dafür sorgt unter anderem der deutsche Zoologe Alfred Brehm. Inzwischen ist sie gesellschaftlich rehabilitiert, geliebt und bewundert. Manche von ihnen sind prominent, einige kosten ein Vermögen, Millionen leben als eigenwillige Stubentiger auf dem Sofa.

ZDFneo, 7.15 Uhr
Der erste Freund des Menschen
Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ist legendär. In atemberaubenden Bildern zeigt „Terra X“, was Wissenschaftler über die Beziehung der ungleichen Partner herausgefunden haben. Wann wurde der erste Wolf gezähmt? Warum blieb das mächtige Raubtier beim Menschen? Wie beeinflusste der Hund die Entwicklung des Menschen? Neueste Ergebnisse der Paläogenetik, Verhaltensforschung und Zoologie geben erstaunliche Antworten auf diese Fragen. Dass der Hund das erste Haustier des Menschen war, hatten Wissenschaftler schon lange vermutet, aber das Team von Prof. Burger (Universität Mainz) war dann doch sehr erstaunt, dass Menschen und Wölfe offenbar viel früher zusammenlebten als bisher angenommen. „Unsere Daten haben ergeben, dass der Zeitraum, der am wahrscheinlichsten für die Domestikation ist, zwischen 20 000 und 40 000 Jahren lag“, fasst Burger die Ergebnisse seines Teams zusammen. „Das ist geradezu ein unwahrscheinliches Ergebnis! Es ist ja relativ einfach, ein Tier zu domestizieren, wenn man es an das Haus binden kann. Aber diesen Vorteil hatten die Jäger und Sammler nicht. Sie lebten in hoch mobilen Gruppen, die ihren Beutetieren hinterher ziehen mussten. Unter diesen Umständen die Konstanz für eine Domestizierung aufzubringen und Züchtung zu betreiben, das ist eine besonders große Leistung.“ Eine Leistung, die offenbar nicht nur zu gravierenden Veränderungen im Leben des Hundes führte, sondern auch den Menschen veränderte. Prof. Kurt Kotrschall vom Wolfsforschungszentrum (WSC) Ernstbrunn in Österreich ist sich sicher: „Man kann durchaus sagen, dass Hunde während des Sesshaftwerdens des Menschen eine große Rolle gespielt haben. Zu dieser Zeit wurden auch Schaf, Rind und Ziege domestiziert. Die Leute begannen, halbnomadisch mit diesen Tieren zu leben, was ja wirtschaftlich sehr erfolgreich war, und das wäre ohne den Hund nicht gegangen. Damals gab es überall, wo Vieh gehalten wurde – also im Fruchtbaren Halbmond, im Nahen Osten, bis in die zentralasiatischen Steppen – viele Wölfe. Das heißt, es wäre völlig undenkbar gewesen, dass Menschen ohne die Hilfe des Hundes Schaf und Rind domestiziert hätten. So gesehen, haben Hunde einen riesigen Beitrag für die folgenden Kulturentwicklungen geleistet. Heute unterstützt der Hund den Menschen noch immer als Hütehund, übernimmt aber auch immer höher spezialisierte Aufgaben als Spür-, Jagd-, Minen-, Schlitten- und sogar als Therapiehund. Die meisten der freundlichen Vierbeiner werden allerdings gezüchtet, um Teil einer menschlichen Familie zu werden. Längst haben sie ihre Kommunikation auf den Menschen umgestellt. Kein anderes Tier versteht die Mimik und Gestik des Menschen so gut wie der Hund. Sogar das Bellen sehen die Forscher als Antwort auf den „redseligen“ Partner Mensch an.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Spessart und Steigerwald
Der Spessart und der Steigerwald sind die beiden größten Laubwaldgebiete in Bayern. Hier finden sich Reviere mit jahrhundertealten Buchen und Eichen. Während der Spessart sich nördlich des Mains über die sanften Höhen aus Sandstein und Gneis erstreckt, zieht sich der Steigerwald südöstlich davon über die Hügel zwischen Bamberg, Würzburg und Nürnberg. Getrennt und gleichzeitig verbunden sind die beiden Gebiete durch das Maintal. Beeindruckende Flugaufnahmen entführen in die malerische Landschaft von Spessart und Steigerwald und verbinden die witzigen, überraschenden und beeindruckenden Geschichten aus der Natur. Sei es die seltene Kreuzotter im Schnee, die Fledermaus, die Fische jagt oder der Wanderfalter aus Afrika. Highspeed- und andere Spezialkameras bieten einzigartige Einblicke selbst in die Welt kleinster Tiere. Umso größer wirken da Wildschwein, Hirsche und Biber, die mit einmaligem Verhalten überraschen. Bis zu fünf Kamerateams sammelten über zwei Jahre lang Bilder, die für Staunen, Lachen und Bewunderung sorgen und die Schönheit dieses wertvollen Landstrichs deutlich machen.

Phoenix, 20.15 Uhr
Alaska – Im Land der Bären
Das Ende der Eiszeit
Als ein Teil der wohl modernsten Nation der Welt bietet Alaska – charakterisiert durch seine einzigartige und extreme Wildnis – ohne jeden Zweifel ein Kontrastprogramm. Bei Frühlingseinbruch können wir die atemberaubendste Verwandlung der Natur erleben: Wasser, Licht und Wärme kehren zurück. Dies mag zwar magisch wirken, aber für die Tiere, aus ihrem Winterschlaf erwacht, beginnt ein heftiger Konkurrenzkampf.

Phoenix, 21.00 Uhr
Alaska – Im Land der Bären
Der kurze Sommer
Alaska – seine Position am nördlichen Polarkreis bedeutet, dass die Winter bitterlich kalt sein können, während im Sommer Größe und Form des Landes sogar Hitzewellen bringen. Die wenigen kurzen Wochen des Sommers müssen der reichhaltigen Wildnis Kraft für das ganze Jahr geben. Der Sommer ist eine wahnsinnige Zeit – während sich wunderschöne Naturschätze zu erkennen geben, gibt es für sie zu wenig Zeit, ihr Überleben zu meistern.

Phoenix, 21.45 Uhr
Alaska – Im Land der Bären
Die Herrschaft des Winters
Alaska – die kompromisslose Landschaft schafft harte Bedingungen. In keinem anderen Land sind die Saisonunterschiede so groß wie hier. Vor allem der Winter erfordert besondere Vorbereitung. Riesige Gebirge, das Land umschließende Ozeane und die nördliche Lage erwecken einen der härtesten Winter der Erde. Vorbereitung ist alles, wenn sich die kalte Jahreszeit ankündigt – alles ist eingefroren, Stürme wüten, und eine endlose Dunkelheit erfasst das Land.

Phoenix, 22.30 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Alaskas Majestät – Der Denali National Park
Er verschlägt jedem Betrachter den Atem. Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der spektakulärsten Nationalparks der Welt. Ex-US-Präsident Barack Obama hat dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurück verliehen: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Robert Wortmann und Till Lehmann begleiteten ein Jahr lang Ranger, Forscher und junge Abenteurer.

Sonntag, 23. Februar

Phoenix, 7.30 Uhr
Im Zauber der Wildnis
Alaskas Majestät – der Denali National Park
Er verschlägt jedem Betrachter den Atem: Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6.200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der wichtigsten Nationalparks der Welt. Einst hatte US-Präsident Barack Obama dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurück verliehen: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Vor über 100 Jahren wurde die Nationalpark-Idee in Amerikas Westen geboren, damals lebte eine Milliarde Menschen auf der Erde, und die Parks luden sie ein, sich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen. Heute, mit über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wandelt sich auch die Rolle der Schutzgebiete. Die ZDF-Filmemacher dokumentieren ein Jahr hinter den Kulissen des Denali National Park und fragen nach der Zukunft der großen Parks. Sie treffen Menschen, die die Schöpfung der Natur für ein neues Jahrtausend und seine Herausforderungen bewahren wollen. Denny Capps, Chefgeologe des Parks, macht sich Sorgen wegen der Klimaerwärmung. Durch die steigenden Temperaturen taut der Permafrostboden, der weite Teile des Nationalparks bedeckt. Mit dramatischen Folgen: Gerade wurde die Park-Road, die einzige Straße, die in den Nationalpark führt, von einem großen Erdrutsch verschüttet. Davyd Betchkal leitet ein einzigartiges Projekt im Nationalpark. Der Physiker will die Geräusche der Einsamkeit beschützen. Und er schlägt Alarm: Selbst mitten im Nationalpark gibt es immer mehr „Geräusch-Verschmutzung“, vor allem durch Flugzeuge und Helikopter, das zeigt sein über den Nationalpark installiertes Netz von Sound-Aufnahmestationen. Patricia Owen hat ein ganz anderes Problem. Die Biologin ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Denali National Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25 000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher. So auch Frank Stelges aus Essen, der hier den „Big Five“ auf der Spur ist. Der Denali, Alaskas Majestät, hat nach wie vor eine ungeheure Anziehungskraft, vor allem für junge Abenteurer. Sie fasziniert die tragische Geschichte von Millionärssohn Christopher McCandless, der 1992 die Wildnis suchte – und dessen Schicksal im Hollywood-Film „Into the Wild“ verewigt wurde. Viele suchen heute in der Wildnis Alaskas Frieden, physische Herausforderung oder sich selbst. Weitab von jeglicher Zivilisation dem Wetter und der unwirtlichen Landschaft ausgesetzt, begeben sich immer wieder Wanderer in Lebensgefahr und müssen gerettet werden. Der Grat zwischen fröhlichem Abenteuer und Katastrophe ist in Alaskas Weiten extrem schmal. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Denali National Park im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die ZDF-Reihe „Im Zauber der Wildnis“ widmet sich den Chancen der Parks für die Herausforderungen unserer Zeit.

TV-Programm 24.02. - 01.03.2020

Montag, 24. Februar

Phoenix, 21.00 Uhr
Wie Elefanten denken
Forscher sind sich mittlerweile einig: Elefanten sind viel intelligenter als wir je vermutet hätten. „Terra X“ zeigt in atemberaubenden Bildern, was und wie die grauen Riesen denken. Elefantenherden umgehen offenbar ganz gezielt Gebiete, in denen Wilderer lauern, und vermeiden auch sonst gefährliche Kontakte zu Menschen. Die Entdeckung dieses einzigartigen Verhaltens machten Wildbiologen eher zufällig bei einer Zählung vom Flugzeug aus. Diese ungewöhnlichen Wanderbewegungen der Tiere inspirierten die Wissenschaftler zu immer neuen Forschungsprojekten, in deren Verlauf weitere, völlig unerwartete Fähigkeiten der Elefanten entdeckt wurden. Beispielsweise arbeiten die gigantischen Rüsselträger im Team zusammen und teilen einander Erfahrungen und neue Erkenntnisse mit. Elefanten können im Test die komplexesten Probleme lösen und erkennen sich selbst im Spiegel eine Leistung, die man bislang nur von Menschenaffen und Delfinen kannte. Das Gefühlsleben der Tiere lässt sie entgegen der Bezeichnung „Dickhäuter“ als äußerst sensibel erscheinen. Untersuchungen zufolge empfinden Elefanten Mitgefühl, Trauer, Freude, Furcht und Rachsucht. Die Forscher sind mittlerweile davon überzeugt, dass Elefanten zu den intelligentesten und komplexesten Tieren überhaupt zählen.

Dienstag, 25. Februar

arte, 9.30 Uhr
Slowakische Nationalparks
Slowakischer Karst
Der Nationalpark Slovensky kras gehört zu den größten Karstgebieten Mitteleuropas. Im Südosten der Slowakei an der Grenze zu Ungarn gelegen, bietet er mit mehr als tausend Höhlen, tiefen Schluchten, weiten Hochplateaus und bedeutenden Kulturdenkmälern eine faszinierende Welt über und unter der Erde. Höhlenforscher finden dort ein Paradies vor, das es noch zu entdecken gilt. Warme und kalte Klimazonen der Karstlandschaft bieten seltenen Pflanzen- und Tierarten ein Zuhause. Weinliebhabern und Verfechtern selbst gemachter Teigwaren gilt das Tal Turnianska kotlina als die „slowakische Toskana“. Auf der Silicka planina, dem größten Hochplateau der Slowakei, zieht Hirte Gabriel Rusznyak jeden Morgen auf die Weide. Tag und Nacht beschützt der 38-Jährige seine Schafe vor Wölfen. In ihren Bauwagen leben die Hirten ein einfaches Leben. Seinen Hirtenstock, der sein ganzer Stolz ist, schnitzt Gabriel nach einem überlieferten Ritual.

3sat, 13.00 Uhr
Stadt Land Kunst
Uganda, Heimat von „Weißer Jäger, schwarzes Herz“
Elefanten, Giraffen und Antilopen durchstreifen die eindrucksvollen Buschlandschaften, die sich in Uganda entlang des Weißen Nils erstrecken. In diese imposante Naturkulisse tauchte John Huston 1950 bei den Vorbereitungen zu seinem Filmklassiker „African Queen“ ein. Sein Freund Peter Viertel begleitete ihn bei diesem afrikanischen Abenteuer und zog daraus die Inspiration für seinen Erfolgsroman „Weißer Jäger, schwarzes Herz“.

Mittwoch, 26. Februar

arte, 8.00 Uhr
Amur – Asiens Amazonas
Das Flusssystem des Amur erstreckt sich über ein Gebiet von fast 5.000 Kilometer Länge und 4.000 Kilometer Breite. Es reicht von der Mongolei über China bis nach Russland und durchquert dabei Regionen mit unberührter und bis heute kaum erforschter Flora und Fauna. Die dreiteilige Reihe erkundet das Umfeld dieses außergewöhnlichen asiatischen Wasserlaufs. Ein besonderer Ort am Amur ist jene Stelle, an der sich die beiden aus Sibirien und der Mongolei kommenden Quellflüsse vereinen. Welcher der beiden Zwillingsflüsse nun der wahren Amurquelle entspringt, ist eine ewige Streitfrage. Der südliche Quellfluss des Amur, der Cherlen, schlängelt sich durch die größte Graslandschaft der Welt, die mongolische Steppe unweit der Wüste Gobi. Dort durchstreifen eine Million Mongoleigazellen und riesige Viehherden die kalte und trockene Savanne. Es erscheint unerklärlich, wie ein so riesiger Wasserlauf eine derart trockene Landschaft durchfließen kann. Seine fruchtbaren Ufer werden von zahlreichen Vogelarten bevölkert, darunter Jungfernkraniche zur Paarungszeit und Zugvögel auf der Durchreise nach Indien. Steppenadler jagen Murmeltiere, und Wölfe lauern auf Gazellen, während sich die Rabengeier auf die Reste freuen.

Donnerstag, 27. Februar

arte, 15.15 Uhr
Polartag
Skandinaviens Wildnis im Sommer
Die Dokumentation entführt in die wunderbare Welt des Polartages im Norden Skandinaviens. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Es gibt Nahrung im Überfluss, doch Tiere und Pflanzen stehen vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Doch Schlafmangel, Mücken und die ständige Bedrohung durch Raubtiere verbreiten Hektik und Stress. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Die harschen Bedingungen der Polarnacht sind nun Vergangenheit und warme Temperaturen und endloses Licht lassen die Natur nach der Schneeschmelze explodieren. An Land und im Meer gibt es jetzt Nahrung im Überfluss. Dennoch stehen Tiere und Pflanzen jetzt vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es nun ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Zugvögel kommen von weit her, um zu brüten, denn während der langen Tage können sie ihre Jungen permanent füttern. Rentiere ziehen in großen Herden zu ihren Sommerweiden und überqueren selbst das Meer, um sie zu erreichen. Bären fressen jetzt unaufhörlich, um den Verlust vom Winter auszugleichen. Die Leben unter der Mitternachtssonne hat aber auch Nachteile: Wann schlafen die Tiere, wenn es nicht Nacht wird? Wie kommen sie mit den zunehmenden Hitzewellen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius zurecht, wo sie doch eher an extreme Wintertemperaturen angepasst sind? Und wie halten sie es mit den Mücken aus, die zu Myriaden schlüpfen und sie ohne Unterlass umschwirren? Und es ist auch nicht alles friedlich. Raubtiere sind ebenfalls rund um die Uhr unterwegs. Wie kann also eine Bärenmutter ihre Jungen vor Wölfen in Sicherheit bringen? Wie beschützen Vogeleltern ihre Jungen, wenn Raben und Adler ständig Angst und Schrecken unter einer Vogelkolonie verbreiten? Ständige Bedrohung, Hektik und Stress beherrschen das Leben im Nahrungsparadies. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander.

Freitag, 28. Februar

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Skandinavien – Grönland
Grönland ist die größte Insel der Erde mit einem Herz aus Eis: 1,7 Millionen Quadratkilometer groß und bis zu drei Kilometer dick ist Grönlands Eiskappe. Gezeigt wird der andauernde Überlebenskampf der arktischen Tierwelt. Kalbende Gletscher, schwimmende Eisberge und Polarlichter – Grönland ist die größte Insel der Erde mit einem Herz aus Eis. Im Nordosten der Insel liegt der größte Nationalpark der Erde, das Reich von Eisbären, Moschusochsen und Walrössern. In den menschenleeren Weiten leben auch weiße Wölfe. An den Küsten brüten Millionen von Krabbentauchern. Bei Brutbeginn im Frühjahr formieren sie sich manchmal zu riesigen Schwärmen – ein einzigartiges Naturschauspiel. Lange, dunkle Winter mit eisigen Schneestürmen machen Grönland zu einem Lebensraum für Spezialisten. Selbst die mächtigen Moschusochsen geraten jetzt an ihre Grenzen. Der Nahrungsmangel macht ihnen zu schaffen. Nur die Stärksten überleben bis zum nächsten Frühjahr, wenn der Schnee endlich das Land freigibt und die Tundra zu blühen beginnt. Anders als für Moschusochsen ist gerade der arktische Sommer für Eisbären die schwierige Jahreszeit. Sie jagen Robben vom Meereis aus, wenn es im Sommer schmilzt, wird die Nahrung für die Bären knapp. Im Film „Wildes Skandinavien – Grönland“ wird der andauernde Überlebenskampf der arktischen Tierwelt gezeigt. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen und spannende Tiergeschichten machen den Film von Uwe Anders so besonders.

arte, 19.40 Uhr
Welche Rechte haben Tiere?
Tierschutz in den Niederlanden
In den Niederlanden wird Tierschutz großgeschrieben. Es gibt sogar eine Polizei-Abteilung, die sich für das Wohl von Haustieren einsetzt. Doch industrielle Massentierhaltung gibt es auch hier. Warum darf man ein Schwein auf einer Fläche von einem Quadratmeter halten, wenn ein Hund einen gesetzlichen Anspruch auf ein Vielfaches dessen hat? Was macht den Unterschied, wenn es um Tierrechte geht?

Samstag, 29. Februar

arte, 11.10 Uhr
Polarnacht
Skandinaviens Wildnis im Winter
Wenn im Winter nördlich des Polarkreises die Sonne für lange Zeit verschwindet, beherrschen Dunkelheit und Kälte das Land. Doch die Natur kommt erstaunlich gut damit zurecht. Die Pflanzen und Tiere, die dort im Norden Skandinaviens überleben, haben sich mit vielfältigen Fähigkeiten an die extremen Verhältnisse angepasst. Und wenn in dunklen Nächten tanzende Nordlichter den Himmel erhellen, entwickelt die Polarnacht ihren ganz eigenen Zauber. Nördlich des Polarkreises ist die Sonne im Winter für lange Zeit unter dem Horizont verschwunden. Finsternis, eisige Temperaturen und stürmische Winde beherrschen das Land. In dieser extremen Welt der Dunkelheit und Kälte kommt die Natur jedoch erstaunlich gut zurecht. Pflanzen verändern ihren Stoffwechsel oder verstecken sich unter der Schneedecke, um nicht zu erfrieren. Manche Tiere blühen richtig auf, wie der Eisbär, andere halten Winterruhe, wie die Braunbären, oder wandern zu Tausenden zu ihren Winterweiden, wie die Rentiere. Rentieraugen verändern sich, so dass sie selbst im Dämmerlicht gut sehen können. Erstaunliche Anpassungen des Blutkreislaufs und ein dichtes Winterfell schützen die Tiere selbst bei minus 40 Grad Celsius vor dem Erfrieren. Das gilt auch für Moschusochsen und Elche. Die Pflanzenfresser besitzen zudem ein besonderes Verdauungssystem, das ihnen hilft, auch mit magerer Kost durch den Winter zu kommen. Trotz bester Anpassung schaffen es aber nicht alle über den lebensfeindlichen Winter. Der Tod des Einen sichert das Überleben des Anderen. Für Raben, Adler, Vielfraß und Wölfe ist ein Kadaver ein Festmahl. Während das Landesinnere in Kälte und Schnee erstarrt, ist es an der Küste erstaunlich mild. Der Golfstrom hält vor Norwegen auch im Winter das Meer eisfrei – ein nahrungsreiches Refugium für Seevögel und Jagdgebiet für Schwertwale. Die Polarnacht bringt nicht nur Finsternis, Kälte und Gefahr – die Schönheit der Schneelandschaften kommt im langen, farbenprächtigen Dämmerlicht voll zur Geltung. Wenn in dunkeln Nächten tanzende Nordlichter den Himmel erhellen, entfaltet die Polarnacht ihren ganz eigenen Zauber.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Wildes Frankreich – Schroffe Gipfel, dichter Wald
Eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen präsentieren Frédéric Fougea und Jacques Malaterre in der zweiteiligen Dokumentation „Wildes Frankreich“. Die erste Folge führt in die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen, festgehalten in spannenden Bildern und spektakulären Geschichten. In der zweiteiligen Dokumentation präsentieren Frédéric Fougea und Jacques Malaterre ein „Wildes Frankreich“. Für die erste Folge reiste das Filmteam in die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen und hat spannende Bilder und spektakuläre Geschichten festgehalten. Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: 250.000 Jahre lang bewohnte der Braunbär diese Berge. Doch im 20. Jahrhundert war er hier beinahe verschwunden. Inzwischen kehrt der Braunbär zurück und gedeiht dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten ist von Bergen geprägt. Hier verlaufen die Alpen – die größte Gebirgskette des europäischen Kontinents – in einem weiten Bogen beinahe bis zum Mittelmeer. Die Alpen sind der Lebensraum einiger besonders charismatischer Tiere: Hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger hier ist der Wolf. Wie der Bär war auch er praktisch verschwunden, doch nach und nach kehrt Meister Isegrim in seine angestammten Reviere zurück. Das beweisen auch die beiden jungen Wölfe, die erstmals den sicheren Bau verlassen, um neugierig ihre Umgebung zu erkunden. Die Vogesen im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Metern Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau – eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten – eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. Die beiden sind seit ihrer Geburt zusammen: Der eine ist eher vorsichtig, der andere ein Bruder Leichtfuß. Ersterer besitzt ein extrem scharfes Gehör, der zweite eine besonders feine Nase. Und so ergänzen sie einander perfekt: Einer passt auf, der andere sucht nach Nahrung – auf diese Weise haben sie nun bereits sieben Jahre miteinander verbracht. Doch jedes Jahr im Herbst steht die ungewöhnliche Freundschaft auf dem Prüfstand: Wenn Hirschbullen durch die Brunft zu erbitterten Rivalen werden und um die Weibchen kämpfen.

Sonntag, 1. März

rbb Fernsehen, 14.00 Uhr
Die Hohe Tatra
Im Reich der Bären
Steil, verwunschen, unzugänglich – zwischen Polen und der Slowakei liegt eine Wildnis, wie es sie sonst kaum noch in Europa gibt und die viele eher im Norden Kanadas vermuten würden – die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter. An den Hängen des Gebirges wächst einer der ältesten Wälder Europas. Mehr als 1000-jährige Zirbelkiefern wechseln sich mit dichten Fichtenwäldern ab. Heimat der größten Raubtiere unserer Breiten, die andernorts längst ausgerottet wurden: Bär, Wolf und Luchs. Naturbelassene Urwälder voller Wild und nahrhafter Pflanzen bieten vor allem Braunbären ideale Bedingungen. Nirgendwo sonst in Mitteleuropa leben so viele so dicht zusammen wie in der Hohen Tatra. Doch was macht diesen Lebensraum so attraktiv für sie und die vielen anderen seltenen Tiere? Dieser Frage geht die erste Folge nach und zeigt, wie eng das Netz zwischen den verschiedenen Arten gewoben ist.

TV-Programm 02.03. - 08.03.2020

Montag, 2. März

arte, 8.00 Uhr
Polen entdecken!
Vom Riesengebirge bis zu den Karparten
Dass Polen eine der schönsten und wildesten Bergregionen Europas hat, beweist der Abstecher ins alte Galizien. Im Bieszczady-Nationalpark lebt der junge Wildbiologe Bartosz Pirga mitten unter Wölfen, Luchsen und Bären. Nicht die großen Raubtiere sind für ihn gefährlich. Der Mensch sei es, der diese letzte Wildnis durch immer neue Straßen und Grenzzäune zerstöre.

Bayerisches Fernsehen, 10.24 Uhr
natur exclusiv
Amerikas Naturwunder – Die Smoky Mountains
„Ort des blauen Rauchs“, so nannten die Cherokee-Indianer einst die Hügellandschaft im Osten der USA, in der heute der Great Smoky Mountains Nationalpark liegt, der vielfältigste und meistbesuchte Nationalpark der USA, ein Naturwunder, das nur wenige Menschen in Europa je gesehen haben. Wenn sich langsam der Winter aus den Smoky Mountains zurückzieht, erwachen die ersten der über 1.500 Schwarzbären des Nationalparks. Nirgendwo sonst in den USA leben mehr Bären pro Quadratkilometer als dort. Über die Hälfte von ihnen überwintert in Baumhöhlen, teils 20 Meter über dem Boden. Die Jungen werden mitten im Winter geboren und verbringen ihre ersten Wochen im Schutz der Höhle. Ihr erster Kontakt mit der Außenwelt beginnt mit einer waghalsigen Kletterpartie. Aber die Kleinen sind geborene Baumsteiger. Dank der fetthaltigen Milch ihrer Mutter haben sie beste Voraussetzungen, in den Wäldern des Nationalparks zu überleben. Auch die Lichtungen wie Cades Cove locken viele Tiere an. Hier versammeln sich Truthühner, die wilden Vorfahren der Puten. Mit leuchtenden Hautlappen und glucksenden Lauten signalisieren sie ihre Kampfbereitschaft. Flügelschlagen, Beißen und Treten, alles ist bei den Hähnen erlaubt, um zu klären, wer das Recht zur Paarung hat.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Im Reich der Wolga (1)
Ein Strom wird geboren
In Folge des Zweiten Weltkrieges sind die zentralrussischen Wälder stark geschrumpft. Auch die Besiedlung, Staudämme und die Landwirtschaft fordern ihren Tribut. Doch im riesigen Einzugsgebiet der Wolga ist noch immer Platz für wilde Tiere. Wisente, Elche und Wildschweine leben im waldreichen Norden des Wolga-Stromtals neben Biber, Nerz und Fischotter. Die Flusslandschaften sind Lebensräume für Arten, die in Westeuropa kaum mehr vorkommen.

Dienstag, 3. März

arte, 7.15 Uhr
360° Geo Reportage
Kenias Spürhunde: Rettung für die Elefanten
Der Amboseli-Nationalpark in Kenia ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Seine endlosen Savannen sind für etliche Wildtiere ein wichtiger Rückzugsraum. Ihrem Schutz hat sich die Naturschutzorganisation Big Life verschrieben. Deren Ranger führen einen erbitterten Kampf gegen Wilderer und ihre Helfershelfer. Nur so können die letzten der großen afrikanischen Wildtiere in freier Wildbahn überleben. „360° Geo Reportage“ hat die Ranger und ihre Hundestaffel aus sogenannten Tracker Dogs durch den Amboseli-Nationalpark begleitet. Zurzeit werden jedes Jahr allein in Afrika etwa 35.000 Elefanten abgeschlachtet. Meist haben es die Wilderer auf das Elfenbein abgesehen, das vor allem in China reißenden Absatz findet. Geht das Gemetzel weiter, so schätzen Fachleute, wird es innerhalb der nächsten 15 Jahre in Afrika keine freilebenden Elefanten mehr geben. Eine im Jahre 2011 gegründete Hundestaffel von sogenannten Tracker Dogs ist im Kampf gegen Wilderer eine scharfe Waffe der kenianischen Naturschutzorganisation Big Life. Mit Hilfe dieser Spürhunde ziehen Kenias Tierschützer in den Kampf gegen die Wilderer. Der Chef der Hundestaffel ist Mutinda, der selbst ein gefürchteter Wilderer war, bevor er die Seiten wechselte, um als Ranger seinen Dienst zu tun. Mutinda kennt viele Tricks und Fluchtwege der Wilderer. Doch das Einsatzgebiet ist riesig und umfasst Gebiete in Kenia und in Tansania. So ist es schlicht nicht möglich, überall Ranger zu postieren. Die Ursache aller Wilderei ist die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach Elfenbein durch die neue chinesische Mittelschicht. Big Life hat eine klare Botschaft an alle Wilderer: „Es lohnt sich nicht. Wir fassen jeden, der den Wildtieren schadet!“ Nur das kann Wilderer abschrecken. Mutinda ist so oft es geht mit seiner erfahrenen Hündin Dede im Einsatz. Die Treffgenauigkeit der Spürhunde ist bei Wilderern gefürchtet. Viele von ihnen verstehen nicht, wie sie bereits innerhalb von 72 Stunden nach der unbeobachteten Tat gestellt werden können. Doch der Spürnase von Mutindas Hündin Dede entgeht nichts.

Mittwoch, 4. März

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Alaskas Bären – Ein Sommer unter Grizzlys
Der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan ist 5.000 Kilometer durch Alaska, den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten gereist, um Bären in freier Wildbahn zu beobachten. Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reiste der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In der nahezu unberührten Küstenlandschaft der Alaskas trifft er auf eine außergewöhnliche Grizzlygesellschaft. Auf engem Raum leben hier so viele Braunbären zusammen wie nirgendwo sonst. Bärenmutter Nadie führt ihre beiden im Frühjahr geborenen Jungen durch die üppigen Seggenwiesen. Während der Paarungszeit muss sich die Familie ihren Weg durch die gefährliche Kampfzone der Rivalen bahnen. Im Juli füllt sich der Strom langsam mit Lachsen, die zu ihren Laichgewässern landeinwärts streben. Für die Grizzlys eine Zeit des Überflusses, aber auch der Konflikte. Es gibt Streit um die besten Fangplätze. Nur resolute Tiere wie Nadie kommen voll auf ihre Kosten. Oft setzt sich die erfahrene Mutter gegen Männchen durch, die doppelt so groß sind wie sie. Die langen Wintermonate werden die drei Bären in ihrer Schlafhöhle gut überstehen.

Donnerstag, 5. März

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Alaskas Bären – Zwischen Anchorage und Polarmeer
Der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan ist 5.000 Kilometer durch Alaska, den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten gereist, um Bären in freier Wildbahn zu beobachten. Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reiste der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. In Anchorage, der Hauptstadt Alaskas, ist die Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation fließend. Wie selbstverständlich wandert eine Schwarzbärenfamilie vom Wald über den Golfplatz in die Gärten der Wohnviertel. In „ihrem“ Revier macht es für die beiden Bärenkinder keinen Unterschied, ob sie auf einen Baum oder über einen Zaun klettern. Im riesigen rund 240 Kilometer nördlich von Anchorage gelegenen Denali-Nationalpark wirft der Winter seine Schatten voraus. Wölfe lauern den kleinen Arktischen Zieseln auf, die sich für die kalten Monate im Bau gerade ordentliche Fettpolster anfuttern. Auch die Toklat-Grizzlys haben jetzt nur noch eines im Sinn: Beeren. Anders als ihre Verwandten an der Küste müssen die Braunbären im Inneren Alaskas ohne üppige Lachsmahlzeiten auskommen. Der Weg Richtung Polarmeer führt durch spektakuläre Landschaften. Moschusochsen grasen direkt am Straßenrand. Mehrere hundert Kilometer auf dem schnurgeraden Dalton-Highway weiter tauchen plötzlich die fahlen Lichter von Prudhoe Bay, der Erdölstadt am Ende des nordamerikanischen Kontinents, auf. Und bald auch die ersten Eisbären.

3sat, 13.20 Uhr
Dumme Gans, gescheite Gans
Das Image von Gänsen ist eher schlecht. Lebhaft plaudernde Zeitgenossen „schnattern wie die Gänse“. Auch den Ausspruch „Du dumme Gans“ kennt jeder. Doch trifft dieses Bild zu? Der Film begleitet ein frisch geschlüpftes Graugans-Küken auf seinem Weg hin zur ausgewachsenen Gans, die erstaunliche Denkleistungen vollbringt. Vielleicht erkennt man sogar Verhaltensweisen, die im übertragenen Sinne auch für Menschen gelten könnten? Auf jeden Fall sieht man den knusprigen Gänsebraten danach mit ganz anderen Augen. In der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Oberösterreicher Almtal forscht man an einer Gruppe von 180 halbzahmen Graugänsen. Das Ergebnis: eine erstaunliche Komplexität des sozialen Zusammenlebens. Die soziale Kompetenz braucht den Vergleich mit der von Menschenaffen nicht zu scheuen. An den Grünauer Graugänsen werden modellhaft Gesetzmäßigkeiten der Partnerschaft und der Konflikte zwischen Eltern und Nachkommen untersucht.

3sat, 13.50 Uhr
Die „Roten“ der Rhön
Nirgendwo in der Welt kommen Rotmilane häufiger vor als in Deutschland. In der hügeligen, weiten Landschaft der Rhön lebt eine der größten Rotmilan-Populationen Europas. Mit einem faszinierenden Greifvogel-Projekt im UNESCO-Biosphärenreservat werden sie beringt und beobachtet, um ihre Bestände zu kartieren. Der Film zeigt in großartigen Aufnahmen die „Roten“ der Rhön von der Brut bis zum Vogelzug. Das „Rotmilanprojekt Rhön“ erforscht Folgen der Umweltentwicklung für die markanten rostroten Greife. Die ersten Erkenntnisse zeigen: Deutschlands heimlicher Wappenvogel wird zunehmend Opfer der heutigen Landwirtschaft, und er ist ein Beispiel für den Konflikt zwischen Erneuerbaren Energien und Artenschutz. Denn während der dichte Teppich landwirtschaftlicher Kulturen gerade im Frühjahr – zur Fütterungszeit der Jungvögel – schnell den Blick auf Beute am Boden verdeckt, nehmen die Vögel die Brachflächen rund um Windräder zu gerne als Jagdrevier und fallen den Rotoren zum Opfer. Der Film fragt: Wie könnte die Zukunft der Rotmilane aussehen, warum braucht die Natur diese Herren der Lüfte, und was würde fehlen, wenn sie nicht mehr majestätisch über dem Land schwebten?

3sat, 16.15 Uhr
Rabenvögel – Gaukler der Lüfte
Kaum eine andere Vogelgruppe beschäftigt die Menschen so sehr wie die Rabenvögel. Der Film begibt sich auf eine Reise durch die Welt dieser intelligentesten heimischen Tiere. Rabenvögel sind außergewöhnlich neugierig, gelehrig und intelligent. Raben sind die einzigen Vögel, die Werkzeuge nicht nur verwenden, sondern sogar selbst herstellen. Viele leben in festen sozialen Strukturen und sind ihrem Partner ein Leben lang treu. Ausdrücke wie „Rabeneltern“ oder „Rabenbrut“ müssten als Kompliment aufgefasst werden, denn mit ihrem Nachwuchs gehen Rabenvögel extrem fürsorglich um. Der Film liefert viele neue und faszinierende Einblicke in die Welt der Rabenvögel: von Alpendohlen in der Winterwelt des Hochgebirges, von Saatkrähenkolonien in Städten, von der kleinen intelligenten Dohle, die gern in Kaminen, aber auch in Kaninchenbauen nistet, von Raben- und Nebelkrähen und nicht zuletzt vom König der Rabenvögel, dem Kolkraben. Er ist nicht nur der größte Singvogel der Erde ist, sondern überrascht Wissenschaftler zunehmend mit einer außergewöhnlichen Intelligenz.

3sat, 17.00 Uhr
Ein Jahr unter Kranichen
Begegnungen mit den Vögeln des Glücks in Mecklenburg-Vorpommern
Ein Kranich-Jahr in Mecklenburg-Vorpommern – und zwei engagierte Naturschützer auf ihren Spuren: eine Begegnung mit den „Vögeln des Glücks“. Im Frühjahr beobachten die Naturschützer, wie die Tiere vom späten Wintereinbruch überrascht werden. Sie sind dabei, als während der Brutsaison das Hochwasser hereinbricht. Im Herbst sammeln sich rund 70 000 Kraniche in den Bodengewässern, um gen Süden zu ziehen.

3sat, 18.00 Uhr
Der weiße Nandu
Weißes Kleid, gelbe Beine, blaue Augen: „Horst“ ist einer von über 200 Nandus, die in Westmecklenburg leben. Bauern und Forscher sehen die Ausbreitung der flugunfähigen Vögel kritisch. Eine Gruppe von Wissenschaftlern untersucht seit einigen Jahren das Verhalten der Tiere. Mit GPS-Sendern ausgestattete Nandus sollen neue Erkenntnisse über ihr Wanderverhalten geben. Der Film begleitet Arne Korthals, einen der Wissenschaftler, bei seiner Arbeit. Vielen Landwirten sind die „Pampa-Strauße“ ein Dorn im Auge. Sie fressen die Rapsfelder leer und richten somit auf den Äckern großen Schaden an. Deshalb sollen Ranger mit Sondergenehmigung die Gelege der Nandus im Frühsommer manipulieren, um eine weitere Verbreitung der Vögel zu verhindern. Im Jahre 2000 sind sechs Tiere aus einem Privatgehege in Groß Grönau, Schleswig-Holstein, ausgebüxt und haben sich seitdem stark vermehrt. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Laufvögel haben sich erstaunlich gut an die Gegebenheiten in Westmecklenburg angepasst und gehören mittlerweile zum Landschaftsbild. Bereits im Herbst 2017 entdeckt das Filmteam Nandu-Hahn Horst in der Nähe von Schattin. Im Frühjahr sieht man ihn fast zehn Kilometer weiter östlich bei der Balz und bei Revierkämpfen mit einem anderen Hahn. Dann verliert sich seine Spur. Brütet er vielleicht schon irgendwo? Denn bei den Nandus brüten die Hähne das Gelege aus. Wird sein Nest entdeckt? Und werden auch seine Eier von Naturpark-Rangern angebohrt, damit die weitere Verbreitung der Tiere verhindert wird? Bei den letzten Dreharbeiten im Sommer 2018 gibt es eine Überraschung.

Freitag, 6. März

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Alaskas Bären – Wanderer der Arktis
Der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan ist 5.000 Kilometer durch Alaska, den größten, nördlichsten und westlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten gereist, um Bären in freier Wildbahn zu beobachten. Braun-, Schwarz- und Eisbären – Alaska hat sie alle zu bieten. Um sich ein unverfälschtes Bild von ihrem Leben machen zu können, reist der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan 5.000 Kilometer durch den größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Jedes Jahr im Herbst kommen zahlreiche Eisbären auf die Insel Barter an Alaskas Polarmeerküste. Zwischen November und Januar bringen trächtige Weibchen hier in Schneehöhlen ihre Jungen zur Welt. Reste vom Walfang locken Mütter mit hungrigem Nachwuchs an. Je länger der Winter auf sich warten lässt, desto schärfer wird bei den weißen Bären die Konkurrenz um die letzten nahrhaften Bissen. Erst wenn der Ozean zugefroren ist, können sie losziehen, um weit draußen im Packeis ihrer bevorzugten Beute aufzulauern: Robben. Doch weil die Eisdecke inzwischen immer brüchiger wird und früher als in der Vergangenheit zu schmelzen beginnt, verkürzt sich die Jagdsaison für die größten Räuber der Arktis von Jahr zu Jahr. In der unberührten Wildnis der Brookskette wandern riesige Karibu-Herden zu ihren Sommerweiden. Wölfe und einzelne Braunbären folgen ihnen. An einem Fluss weit oben in den Bergen stößt Chris Morgan auf Lachse. Kurz darauf taucht eine Grizzlymutter mit ihrem Nachwuchs auf. Geduldig lehrt sie ihre drei Jungen die Kunst des Fischens. Es ist ihr letzter gemeinsamer Sommer.

3sat, 13.20 Uhr
Faszination Afrika (1/5)
Tiere im Okawango Delta
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und faszinieren mit ihrer Vielfalt an Tieren, die nicht selten einen Kampf um Leben und Tod führen. Zu den faszinierendsten Landschaften zählt das Okavango-Delta in Botsuana. Im Laufe eines Jahres verwandelt es sich von einer grünen Oase in eine staubtrockene Wüstenlandschaft und bringt all seine Bewohner an ihre Grenzen. Das Okavango-Delta in Botsuana ist das größte Binnendelta der Welt. Das UNESCO-Weltnaturerbe inmitten der Kalahari verwandelt sich im Laufe des Jahres von einem weitreichenden Feuchtgebiet zu einer staubtrockenen Wüstenlandschaft. Jedes Jahr flutet Regenwasser aus Angola das 20 000 Quadratkilometer große Delta und bildet einen paradiesischen Lebensraum. Elefanten erfrischen sich im kühlen Nass und selbst Löwen wagen auf der Jagd den Sprung ins Wasser.

3sat, 14.05 Uhr
Faszination Afrika (2/5)
Tiere im Mala Mala-Reservat
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in großer Vielfalt und in ihrem Kampf um Leben und Tod. Am Rand des berühmten Kruger-Nationalparks liegt das MalaMala-Reservat, Teil der größten Wildnis Südafrikas und Heimat der „Big Five“ Afrikas. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Das MalaMala-Reservat liegt am Rand des berühmten Kruger-Nationalparks und ist Teil der größten Wildnis Südafrikas. Löwen, Elefanten, Nashörner, Kaffernbüffel und Leoparden – die „Big Five“ Afrikas finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Mit Beginn des südafrikanischen Winters hält die Trockenzeit Einzug in MalaMala. Nach und nach fallen Bäche und Flüsse trocken, bis nur noch ein letzter Strom übrig bleibt. Der Sand River ist die Lebensader des Reservats. Elefanten und Kaffernbüffel ziehen jeden Tag zu Hunderten an den Fluss, um ihren Durst zu stillen. Doch das lockt auch Fressfeinde an. Für Raubtiere ist die Trockenzeit die beste Zeit des Jahres, um leichte Beute zu machen. Kein Wunder also, dass Leoparden und Tüpfelhyänen gerade jetzt ihren Nachwuchs großziehen – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Denn während sich die Leopardenmutter allein um ihre beiden Jungen kümmern muss, arbeiten im Hyänenrudel bei der Aufzucht des Nachwuchses alle zusammen. Wenn die Regenzeit Einzug hält, wird das Leben für Pflanzenfresser wie Nashörner, Kaffernbüffel und Elefanten wieder leichter. Überall gibt es Wasser und Nahrung im Überfluss. Davon profitieren auch Hornraben, die ihrem Nachwuchs das Jagen beibringen. Und der Waran findet sogar im Nashorndung fette Beute.

3sat, 14.50 Uhr
Faszination Afrika (3/5)
Tiere im Mashatu-Reservat
Das Mashatu-Reservat im Osten Botsuanas wird auch „Land der Riesen“ genannt, denn gewaltige Baobabs – manche mehr als 5000 Jahre alt – wachen über die beeindruckende Tierwelt. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Diese Folge führt in das Mashatu-Reservat am Zusammenfluss des Limpopo und des Shashe im Osten Botsuanas. Seinen Namen verdankt das Reservat den gleichnamigen Bäumen, die hier zu Tausenden entlang der Flüsse wachsen. Bekannt ist es aber auch als „Land der Riesen“: Gewaltige Baobabs – manche mehr als 5000 Jahre alt – wachen über Mashatus nicht weniger beeindruckende Tierwelt.

3sat, 15.35 Uhr
Faszination Afrika (4/5)
Tiere im Luangwa-Tal
In dieser Folge führt die Reise in das Luangwa-Tal, das im Osten Sambias liegt. Durch das Naturschutzgebiet erstreckt sich der gewaltige Luangwa-Fluss. Er ist Lebensader und Heimat für zahlreiche Tierarten. Das Luangwa-Tal liegt im Osten Sambias. Es ist ein Tal der Extreme, das ein einzigartiges Naturschutzgebiet umfasst und unzähligen Wildtieren eine Heimat bietet. Mit einer Länge von rund 800 Kilometern schlängelt sich der Luangwa-Fluss durchs Tal und belebt Busch und Wälder. Seine Ufer ziehen mehr als 60 Säugetierarten und über 400 Vogelarten an. Doch die üppige Pracht verwandelt sich in der Trockenzeit in eine staubige Fläche aus trockenem Sand.

3sat, 16.15 Uhr
Faszination Afrika (5/5)
Tiere in der Wüste Namib
Diese Folge führt in die Namib. Die Wüste ist einer der lebensfeindlichsten Orte der Welt. Nur dank geschickter Anpassung überleben die dort heimischen Tiere die extremen Bedingungen. Mit über 55 Millionen Jahren ist die Namib-Wüste die älteste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 95 000 Quadratkilometern und zählt zu den wenigen Küstenwüsten der Erde. An der Skelettküste peitschen die rauen Winde des Atlantiks über das Land.

3sat, 17.45 Uhr
Wie Elefanten denken
Forscher sind sich mittlerweile einig: Elefanten sind viel intelligenter als wir je vermutet hätten. „Terra X“ zeigt in atemberaubenden Bildern, was und wie die grauen Riesen denken. Elefantenherden umgehen offenbar ganz gezielt Gebiete, in denen Wilderer lauern, und vermeiden auch sonst gefährliche Kontakte zu Menschen. Die Entdeckung dieses einzigartigen Verhaltens machten Wildbiologen eher zufällig bei einer Zählung vom Flugzeug aus. Diese ungewöhnlichen Wanderbewegungen der Tiere inspirierten die Wissenschaftler zu immer neuen Forschungsprojekten, in deren Verlauf weitere, völlig unerwartete Fähigkeiten der Elefanten entdeckt wurden. Beispielsweise arbeiten die gigantischen Rüsselträger im Team zusammen und teilen einander Erfahrungen und neue Erkenntnisse mit. Elefanten können im Test die komplexesten Probleme lösen und erkennen sich selbst im Spiegel eine Leistung, die man bislang nur von Menschenaffen und Delfinen kannte. Das Gefühlsleben der Tiere lässt sie entgegen der Bezeichnung „Dickhäuter“ als äußerst sensibel erscheinen. Untersuchungen zufolge empfinden Elefanten Mitgefühl, Trauer, Freude, Furcht und Rachsucht. Die Forscher sind mittlerweile davon überzeugt, dass Elefanten zu den intelligentesten und komplexesten Tieren überhaupt zählen.

DMAX, 22.15 Uhr
Waidmannsheil
Neue Sendereihe: DMAX geht mit Deutschlands Jägern auf die Pirsch
Spannende Einblicke in die unterschiedlichen Arten und den Alltag im Jagdbereich Jagd und Naturschutz sind derzeit viel diskutierte Themen und nicht jeder ist mit dem Erlegen von Tieren einverstanden. Doch bei der Jagd geht es um mehr als Anlegen und Schießen. Was bedeutet es eigentlich Jäger zu sein? Wer sind die Männer und Frauen, die sich früh am Morgen in ihre Tarnkleidung werfen und auf einem Hochsitz nach Wild Ausschau halten? Was fasziniert sie und was treibt sie an? All diesen Fragen geht DMAX in der neuen, 6-teiligen Serie „Jägerleben“ auf den Grund. Wer mit der Flinte in den Wald will, muss zunächst büffeln und sich mit Hygienevorschriften, Ballistik, Tier-, Pflanzen- und Waffenkunde bestens auskennen. Die Jägerprüfung, das sogenannte „Grüne Abitur“, gilt als eines der härtesten Eignungsverfahren Deutschlands. Nur wer sich mit Naturschutz und Jagdrecht bestens auskennt und auch die geforderten praktischen Fähigkeiten beherrscht, darf sich Jäger nennen. DMAX begleitet Jäger verschiedenster Alters- und Gesellschaftsstufen bei ihren Jagdmomenten und lässt den Zuschauer Naturverbundenheit, Abenteuerlust und Nervenkitzel miterleben. Auf eindrückliche Art und Weise zeigen die verschiedenen Jäger ihren Alltag und was sie an ihrer Arbeit oder ihrem Hobby bewegt und fasziniert. Zu sehen gibt es Jagderfolge und Niederlagen, sowie Adrenalin und echte Herausforderungen. Kein Jägerleben gleicht dem nächsten und jeder einzelne Jagdtag birgt neue Abenteuer, denn die Tierwelt und Natur sind häufig unberechenbar.

Samstag, 7. März

3sat, 6.05 Uhr
Winter im Wildpark Mautern
Schläfrige Wildkatzen, dösende Bären und hellwache Wölfe – im steirischen Wildpark Mautern verbringen alle Tiere den Winter auf ihre höchst eigene naturgegebene Weise. Während der kalten Jahreszeit bleibt der Alpentierpark im Palten-Liesing-Tal für Gäste geschlossen. Die Tierpfleger halten aber regelmäßigen Kontakt zu ihren Schützlingen. Das ist wichtig, damit die Tiere an die Menschen gewöhnt bleiben und nicht verwildern. Manche Tiere schalten im Winter auf Energiesparmodus. Die Winterruhe der Bären zum Beispiel ist ein genialer Trick der Natur, sodass die großen Tiere, die überwiegend Pflanzenfresser sind, gut über die vegetationsarme Zeit kommen. Die Polarwölfe dagegen fühlen sich im Winter ganz in ihrem Element. Sie stammen aus der Arktis; eisige Stürme und Temperaturen von minus 50 Grad Celsius sind in ihrer ursprünglichen Heimat keine Seltenheit. Die Dokumentation zeigt die Tiere des steirischen Wildparks Mautern in Momenten, die Gästen üblicherweise verwehrt sind.

Sonntag, 8. März

3sat, 14.15 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr
Naturwunder der Alpen – Das Engadin
Eine schroffe, dennoch schöne Landschaft im Herzen Europas, geformt von Wasser, Eis und Felsen. Ein Tal, tief verborgen in den Schweizer Alpen, geformt entlang des Flusses Inn und von allen Seiten von Bergen umragt. Gigantische Gletscher überspannen die Gipfel, die enorme Kraft des Eises schneidet neue Wege in die Landschaft. Aber wer würde Ruhe und Frieden in dieser zerklüfteten Landschaft erwarten? Diese karge Wildnis ist eine letzte Zuflucht für viele alpine Spezialisten wie Steinböcke und Gämsen. Mit dem 1914 gegründeten ältesten Nationalpark der Alpen wollte man einen Ort schaffen, an dem die Natur ohne Einfluss durch den Menschen studiert werden kann und die Zukunft einiger der berühmtesten Tiere Europas gesichert ist. Aber Bemühungen, den Luchs und den Bartgeier in das Engadin wieder einzuführen zeigen, dass der Schutz allein nicht ausreicht.

TV-Programm 09.03. - 15.03.2020

Montag, 9. März

3sat, 10.15 Uhr
Kielings wildes Afrika
Seit 25 Jahren bereist Andreas Kieling als Tierfilmer die Welt und berichtet von den schönsten Tierparadiesen. In dieser Folge widmet er sich ausschließlich dem afrikanischen Kontinent. Extreme jeder Art stehen immer wieder im Vordergrund: Von der legendären Serengeti und dem Mahale-Nationalpark in Tansania geht es ins äthiopische Hochland. Von den Regionen rund ums Kap der Guten Hoffnung weiter bis zum Addo-Elefanten-Nationalpark in Südafrika. Die Afrikareise von Andreas Kieling startet in den weiten Grassteppen der Serengeti, dem Inbegriff für afrikanisches Tierleben. Neben den bildgewaltigen Aufnahmen von Elefanten, Löwen, Flusspferden und Geparden gelingen auch die kleinen Geschichten am Rande: Löwenbabys spielen mit einer Schildkröte Fußball. Im verwunschenen Regenwald der tansanischen Mahale-Berge macht sich Andreas Kieling auf die Suche nach unseren Verwandten. 800 Schimpansen sind hier zu Hause, die letzte große frei lebende Population der Erde. Einblicke in ihr Familienleben und ihre spannenden Jagdzüge gibt es hier reichlich. Um die seltenen Äthiopischen Wölfe geht es am nächsten Ziel. Andreas Kieling begleitet in den Bale-Bergen, der größten zusammenhängenden alpinen Landschaft des Kontinents, den argentinischen Biologen Claudio Sillero-Zubiri. Der Wolfsspezialist bekämpft seit Jahren die Ansteckung der Wölfe mit Tollwut durch die Hütehunde der Bauern. Rund ums Kap der Guten Hoffnung macht der Tierfilmer Bekanntschaft mit den riesigen Kolonien von Pelzrobben und Kaptölpeln. Die Begegnung mit Brillenpinguinen geht nicht ganz schmerzfrei ab. Der ungeheure Tierreichtum dieser Region geht zurück auf das Zusammentreffen zweier großer Meeresströmungen: dem kalten Benguelastrom und dem warmen Agulhasstrom. Im südafrikanischen Addo-Elefanten-Nationalpark begleitet Andreas Kieling eine Forscherin und wird zusammen mit ihr Zeuge, wie an einem Wasserloch erwachsene Elefanten ein kleines Kalb aus dem Schlamm retten.

hr fernsehen, 19.25 Uhr
Die Hohe Tatra
Im Reich der Bären
Steil, verwunschen, unzugänglich – zwischen Polen und der Slowakei liegt eine Wildnis, wie es sie sonst kaum noch in Europa gibt und die viele eher im Norden Kanadas vermuten würden – die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter. An den Hängen des Gebirges wächst einer der ältesten Wälder Europas. Mehr als 1000-jährige Zirbelkiefern wechseln sich mit dichten Fichtenwäldern ab.
Heimat der größten Raubtiere unserer Breiten, die andernorts längst ausgerottet wurden: Bär, Wolf und Luchs. Naturbelassene Urwälder voller Wild und nahrhafter Pflanzen bieten vor allem Braunbären ideale Bedingungen. Nirgendwo sonst in Mitteleuropa leben so viele so dicht zusammen wie in der Hohen Tatra. Doch was macht diesen Lebensraum so attraktiv für sie und die vielen anderen seltenen Tiere? Dieser Frage geht die erste Folge nach und zeigt, wie eng das Netz zwischen den verschiedenen Arten gewoben ist.

3sat, 14.05 Uhr
Steffens entdeckt: Südafrika
Gezähmte Wildnis
In dieser Folge ist Moderator Dirk Steffens in Südafrika unterwegs. Die Wildnis wird vielerorts von Menschen gemanagt. Sie entscheiden, wo welche Tiere leben dürfen und auch wie viele. Wie im Kruger-Nationalpark, dem größten Nationalpark Südafrikas, wo geschützt hinter Zäunen Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden leben.

3sat, 14.45 Uhr
Steffens entdeckt: Namibia
Nationalpark im Aufbruch
In dieser Folge ist Moderator Dirk Steffens in Namibia unterwegs. Dort liegt der Mamili-Nationalpark, eines der tierreichsten aber zugleich unbekanntesten Schutzgebiete Afrikas. Obwohl schon 1990 gegründet, ist der Park noch wenig erforscht.

Dienstag, 10. März

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Die Hohe Tatra
Leben am Abgrund
Wie eine Insel aus vergangener Zeit ragt das kleinste Hochgebirge der Welt empor – die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter, ein Lebensraum mit besonderen Herausforderungen und besonderen Bewohnern. Denn hier leben seit der Eiszeit Gämsen und Murmeltier, die sonst nur in den Alpen zu finden sind. Sie bilden hier sogar ihre eigenen Unterarten. Nachdem sich die Gletscher zurückgezogen hatten, blieb es hier eisig und kalt – die Berge der Hohen Tatra wurden zu Inseln für die kälteresistenten Arten. Die Hohe Tatra ist ihr Rückzugsort. Die Gämsen sind besonders gut an Höhe und Kälte angepasst. Sie bekommen sogar ihre Kitze in den höchsten Höhen. Murmeltiere überbrücken die kalte Jahreszeit im Winterschlaf. Andere Tierarten sind nach der Eiszeit wieder eingewandert und haben sich den Herausforderungen in der steilen Bergwelt angepasst, allen voran Rothirsche, Luchse und Bären. Selbst in der warmen Jahreszeit ist kein Verlass auf die Sonne. In der Hohen Tatra kann Schnee zu jeder Jahreszeit fallen, selbst im Sommer. Und ab Oktober hält bereits der Winter wieder Einzug. Über 900 Drehtage filmten Erik Baláz und sein Team die Tiere der Tatra und erzählen in authentischen Bildern ihre Geschichten vom Leben am Abgrund.

3sat, 11.00 Uhr
Die Königinnen der Savanne
Der Löwe als König der Tiere und der Elefantenbulle – viele Wissenschaftler sahen das Leben in der Wildnis bislang als Patriarchat. Stimmt das? Nicht unbedingt: Die Dokumentation zeigt gelebte Emanzipation im Reich der wilden Tiere: kämpferische Löwinnen und erhabene Elefanten-Großmütter, die sich verbünden, um Kinder aufzuziehen und ihnen Sozialverhalten beibringen.

Mittwoch, 11. März

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Mit dem Frühling durch Europa – Von den Alpen zum Polarmeer
Eine Frühlingsreise durch Europa von Süd nach Nord. So verschieden die Landschaften auf diesem Weg sind, so unterschiedlich zeigt sich auch die Flora und Fauna dieser Regionen in den Frühlingstagen. Im zweiten Teil führt die Frühlingsreise von den Alpen bis ans Polarmeer. Die raue Schönheit des Bergfrühlings in den Alpen steht im Gegensatz zu den Blumenlandschaften Deutschlands. Hier müssen Grasfrösche riesige Schneefelder überwinden, dort versinken die Streuobstwiesen Süddeutschlands im Blütenrausch. Weiter geht es Richtung Norden: Die Ostsee, die raue Küste Norwegens, aber auch Tundra und Taiga bieten jede Menge Entdeckungen. Kampfläufer in prächtigen Federkleidern stellen sich zur Schau, aber auch Murmeltiere, Wildschweine, tanzende Kraniche, Rentiere, Papageientaucher und Bären. In jeder Region präsentiert sich der Frühling anders: mal herb, mal lieblich, aber immer faszinierend. Vier Jahre Drehzeit, 20 Drehreisen und 120.000 Kilometer, schönste Frühlingstage, aber auch wochenlanges graues, nasskaltes Wetter mussten die Filmemacher überstehen. Nicht immer war es leicht, die charakteristischen Tiere der einzelnen Regionen mit ihrem Verhalten vor die Kamera zu bekommen, doch die große Tugend der Tierfilmer heißt Geduld – und so sind viele neue Aufnahmen gelungen, immer mit dem Ziel, den Frühling mit seinen vielen Facetten eindrucksvoll festzuhalten.

arte, 16.00 Uhr
Takaya, der einsame Wolf
Auf einer felsigen Insel im kanadischen Britisch-Kolumbien lebt Takaya, der einsame Seewolf. Hunderte Kilometer von anderen Wölfen entfernt gelingt es dem eigentlichen Rudeltier, zu überleben. Die Fotografin Cheryl Alexander hat sich dem wilden Jäger angenähert und über einen Zeitraum von sieben Jahren eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut. Aus Cheryls Untersuchungen geht hervor, woher Takaya kam, wie er auf die Insel gelangte und wie er sich an diesen neuen Lebensraum anpasste. Mit Hilfe von Experten erforscht die Fotografin das Verhalten des Wolfes und zeigt, was man von dem anmutigen Wildtier lernen kann. Auf einer kleinen Insel im kanadischen Britisch-Kolumbien, hunderte Kilometer von seinen Artgenossen entfernt, lebt ein einsamer Wolf namens Takaya. Seine ungewöhnliche Existenz in absoluter Isolation hat die Neugier der Fotografin Cheryl Alexander geweckt. Woher kam Takaya? Und wie war er auf die einsame Insel gelangt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Cheryl das Wildtier sieben Jahre lang begleitet – und eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut. Am meisten überraschte die Fotografin, dass Takaya – als Wolf eigentlich ein Rudeltier – sich offenbar bewusst für ein Dasein in der Einsamkeit entschieden hatte. Vom Festland aus konnte Cheryl das bisherige Leben des Wolfs rekonstruieren. Sie fand Indizien für seine Streifzüge durch kanadische Städte und seine abenteuerliche Überquerung weiter Seestrecken vor der Küste Britisch-Kolumbiens. Aus Cheryls Aufnahmen geht hervor, wie schnell sich Takaya an seine neue Umgebung anpassen konnte. Mithilfe von ausgeklügelten Jagdtechniken gelingt es ihm, für ihn völlig neue Beutetiere zu fangen. Und ein Spezialist erklärt, warum sich sogar das Heulen des Wolfs nach all den Jahren ganz anders anhört. Die Dokumentation zeigt, dass Wölfe weitaus mehr sind als wilde Fleischfresser. Und sie beweist anhand der besonderen Beziehung zwischen Cheryl und Takaya, dass Menschen friedlich mit Spitzenprädatoren zusammenleben können. Doch das Schicksal von Takaya ist ungewiss: Nach einer problematischen Begegnung mit einer Wandergruppe und deren Hund patrouillieren bewaffnete Küstenwachen auf seinen Spuren. Um Takaya ist eine Diskussion entbrannt, die ihm zum Verhängnis werden könnte …

Donnerstag, 12. März

3sat, 16.50 Uhr
Unsere wilde Schweiz
Das Oberengadin
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbock-Population der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben – nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln. Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es: Hier stoßen die Afrikanische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10 000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche. Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in deren Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.

Freitag, 13. März

DMAX, 22.15 Uhr
Waidmannsheil
Neue Sendereihe: DMAX geht mit Deutschlands Jägern auf die Pirsch
Spannende Einblicke in die unterschiedlichen Arten und den Alltag im Jagdbereich Jagd und Naturschutz sind derzeit viel diskutierte Themen und nicht jeder ist mit dem Erlegen von Tieren einverstanden. Doch bei der Jagd geht es um mehr als Anlegen und Schießen. Was bedeutet es eigentlich Jäger zu sein? Wer sind die Männer und Frauen, die sich früh am Morgen in ihre Tarnkleidung werfen und auf einem Hochsitz nach Wild Ausschau halten? Was fasziniert sie und was treibt sie an? All diesen Fragen geht DMAX in der neuen, 6-teiligen Serie „Jägerleben“ auf den Grund.

Samstag, 14. März

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Dem Mähnenwolf auf der Spur
Der Biologe Rogério Cunha de Paula erforscht seit mehr als zehn Jahren das Leben der Mähnenwölfe in Brasilien. Andrea Rüthlein war mit einem BR-Team vor Ort. Der Mähnenwolf ist der größte Vertreter der Hunde in Südamerika. Sein Name täuscht, denn eigentlich ist er kein Wolf. Doch wohl wegen seiner Größe ist er Opfer jenes schlechten Rufs, den man mit den Geschichten um den „bösen Wolf“ verbindet. Auf über 90 Zentimeter langen Beinen durchstreift er die Savannen Zentral-Brasiliens. Aber diese fallen zunehmend Kaffee-, Soja- und Eukalyptusplantagen zum Opfer. Für den Mähnenwolf wird es immer enger, bei der Suche nach neuem Lebensraum verenden häufig Jungtiere auf der Straße. Vorurteile, Unkenntnis und Aberglaube der Einheimischen sind eine weitere Bedrohung für den charismatischen Jäger. Der Biologe Rogério Cunha de Paula erforscht seit über zehn Jahren das Verhalten der Mähnenwölfe im Nationalpark Serra da Canastra und den umliegenden Farmen. Der Forscher weiß, dass nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung das Überleben des Mähnenwolfs langfristig gesichert werden kann. Denn bei den Farmern ist er als Hühnerdieb verschrien, obwohl er sich überwiegend von Früchten wie dem Wolfsapfel, von Schlangen und kleinen Nagern ernährt. Über 60 Mähnenwölfe hat der Biologe schon mit Sendern versehen, um mehr über die scheuen Einzelgänger zu erfahren. Farmer dürfen ihn bei Einfangaktionen begleiten und in Schulen versucht er, Kindern die Angst vor dem „großen bösen Wolf“ zu nehmen. In dem über 400 Kilometer weit entfernten Lazaristenkloster von Caraça ist der Mähnenwolf dagegen eine Attraktion, für die Besucher aus ganz Brasilien kommen. Nacht für Nacht wird er mit Fleisch gelockt, Nahaufnahmen sind die Belohnung für langes Warten.

Sonntag, 15. März

3sat, 13.05 Uhr
Die Raubkatzen von Herberstein
Der Film dreht sich um das Leben von Löwen, Geparden, Luchsen und Pumas in der „Tierwelt Herberstein“, einem der touristischen Leitbetriebe in der Oststeiermark. Er zeigt die Versorgung der Raubkatzen ebenso wie Gesundheits-Checks durch den Zoo-Tierarzt. Schwerpunkt ist aber die Partnersuche – wie europäische Zoos Raubkatzen nach genetischen Richtlinien tauschen, um Rudel aufzufrischen und zu züchten.