JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

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Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 13. November 2022.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 03.10.2022 - 09.10.2022

Montag, 3. Oktober

arte, 18.30 Uhr
Baumeister des Tierreichs
Maßgeschneiderte Behausungen
Nachhaltige und modulierbare Architektur zu schaffen, ist kein Fachwissen, das nur dem Menschen vorbehalten ist. In der Folge „Maßgeschneiderte Behausungen“ führen Zwergmäuse, Biber und Töpfervögel ihr Können vor. Ihre erstaunlichen Bauten aus Holz, Blättern oder Strohlehm sind perfekt an ihre Umgebung angepasst und erfüllen alle denselben Zweck: Schutz für die Familie vor Unwetter und Fressfeinden. Die meisten Tiere bauen keine Behausungen, da diese zeit- und energieraubende Tätigkeit für den Erhalt ihrer Art nicht zwingend notwendig ist. Manche allerdings sind hervorragende Architekten. Als der Homo sapiens noch in Höhlen hauste, errichteten diese Tiere bereits echte Wohnungen für ihre Familien und Nachkommen. Lang vor dem Menschen wussten sie, wie man aus Lehm Ziegeln macht, wie man Grashalme verwebt und sogar wilde Ströme bändigt. Diese geduldig erlernten Techniken und Bauweisen erfüllen bei den Tieren denselben Zweck wie beim Menschen: Es geht darum, geschützt vor Unwetter und Fressfeinden Nahrung zu verspeisen und zu lagern sowie sich fortzupflanzen und die Jungen aufzuziehen. Deshalb versteckt die Zwergmaus ihr kugelrundes Nest geschickt im hohen Gras. Der Töpfervogel baut ein hermetisch verriegeltes Nest aus Lehm. Der Biber platziert seinen Bau mitten in einem ausgeklügelten System von Staudämmen. Doch all diese Behausungen wecken Begehrlichkeiten. Manch einer lässt sich von ihnen inspirieren oder stibitzt ein Stück Mauerwerk. Andere dringen in die Bauten ein, fressen die Jungen oder jubeln den nichtsahnenden Bewohnern ihren eigenen Nachwuchs unter. Und wieder andere besetzen fremde Wohnungen, nachdem sie die Eigentümer vertrieben oder gar getötet haben. In dieser Folge stellen drei Baumeister des Tierreichs unter Beweis, dass sie mit jeder Technik und jedem Baustoff umgehen können, und zeigen, dass jede maßgeschneiderte Behausung perfekt an ihre Umgebung angepasst sein muss.

Dienstag, 4. Oktober

arte, 7.15 Uhr
GEO Reportage
Namibias Geparden – Hoffnung für die Raubkatzen
Ob Kalahari, Namib oder Etosha: Namibia verfügt über eine Fülle von Schutzgebieten und Tierreservaten. Fast 40 Prozent der Landesfläche stehen ganz oder teilweise unter staatlichem Schutz. Davon profitieren auch die Raubkatzen im Südwesten Afrikas. Es gibt schätzungsweise noch 8.000 Geparden, wobei mehr als ein Drittel von ihnen in Namibia leben. Einst war ihr Bestand um ein Vielfaches höher, doch Trockenheit, Wilderer sowie der Wettbewerb mit den Leoparden setzen ihnen zu. Engagierte Tierschützer, Veterinäre und Fährtenleser kämpfen nun um das Überleben der Großkatzen. Namibia verfügt über zahlreiche Schutzgebiete und Tierreservate. Fast 40 Prozent der Landesfläche stehen ganz oder teilweise unter staatlichem Schutz. Davon profitieren auch die dort beheimateten Raubkatzen. Es gibt schätzungsweise noch 8.000 Geparden, wobei mehr als ein Drittel von ihnen in Namibia leben. Einst war ihr Bestand um ein Vielfaches höher, doch die zunehmende Trockenheit, die Jagd der Wilderer sowie der Wettbewerb mit den größeren und stärkeren Leoparden setzen ihrer Population zu. Tierschützer und Veterinäre, ideenreiche Frauen und Fährtenleser kämpfen nun um das Überleben der Großkatzen. Die Raubkatzen Namibias leben meist gar nicht in den eher trockenen Schutzgebieten und Tierreservaten, sondern auf dem fruchtbaren Farmland. Dort werden Abertausende Rinder, Schafe und Ziegen gezüchtet, die für die schnellen Räuber eine leichte Beute sind. Dies führt jedoch zu Konflikten mit den Farmern – sie greifen häufig zum Gewehr. Die Zahl der Geparden geht seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Tierschutzorganisationen zeigen den Viehzüchtern Alternativen auf, um die Raubtiere nicht erschießen zu müssen. So rücken mobile Eingreifteams aus, um die Raubkatzen einzufangen und mit Sendern auszustatten, die den Tierschützern und Farmern die Positionen der Tiere melden. Erfahrene Fährtenleser wie Buschmann Debe helfen den Gepardenrettern beim Aufsuchen und Einfangen der Tiere. Das Gepardenweibchen Amber ist ihm besonders ans Herz gewachsen.

arte, 18.35 Uhr
Baumeister des Tierreichs
Nachhaltige Bauweisen
Städtebau ist Menschensache, könnte man meinen. Dabei sind zahlreiche Tiergemeinschaften in der Lage, Infrastrukturen zu errichten, die in ihrer Komplexität unseren Städten in nichts nachstehen. Sie nehmen dazu die Baustoffe, die sie vor Ort vorfinden, und passen ihre Architektur stets perfekt der Umgebung an.Diese Bauten sind dem Tierreich, was uns Menschen Einfamilienhaussiedlungen und soziale Wohnanlagen sind. Städtebau ist Menschensache, könnte man meinen. Dabei waren zahlreiche Tiergemeinschaften schon lange vor uns in der Lage, durch kollektive Organisation und Arbeitsaufteilung Infrastrukturen zu errichten, die in ihrer Komplexität unseren Städten in nichts nachstehen. Allerdings ist die tierische Baukunst immer perfekt in ihre Umgebung eingepasst und steht im wechselseitigen Nutzen mit der Natur, anstatt sie auszubluten. Man findet im Tierreich das Äquivalent menschlicher Einfamilienhaussiedlungen, sozialer Wohnanlagen oder gar großer Metropolen. In dieser Folge stellen vier dieser tierischen Architekten ihr Können unter Beweis. Sie leben in sehr unterschiedlichen Biotopen und ihre Bauten müssen jeweils andere und immer höhere Ansprüche erfüllen. Die Tiere zeigen, dass es möglich ist, im Einklang mit der Natur zu leben. Den Anfang macht die Grundel in ihrer Residenz am Rande des Korallenriffs. Weiter geht es mit dem Siedelweber, der als Koloniebrüter riesige Gemeinschaftsnester in den Baumwipfeln der Kalahari baut, dann geht es hinab ins unterirdische Reich des Nacktmulls und schließlich in die weitverzweigte Stadt der Blattschneiderameise. Sie alle haben mit ganz unterschiedlichen Widrigkeiten zu kämpfen, und doch schaffen sie es, trotz hoher Bevölkerungsdichte nachhaltige Siedlungen zu bauen und sie im Einklang mit der Natur zu bewohnen.

Mittwoch, 5. Oktober

arte, 17.50 Uhr
Wenn die Natur aufhorchen lässt
Das Mysterium des lautlosen Schreis
Tiere kommunizieren auf unendlich viele Arten miteinander. Doch die akustische Kommunikation ist der sicherste und schnellste Weg der Verständigung im Tierreich. Wissenschaftler aus aller Welt erforschen die Kommunikation der Tiere. Daraus entstand eine neue, eigenständige Disziplin: die Bioakustik oder Tierstimmenforschung. Von den Meerestiefen vor der Südspitze Afrikas bis zu den Weiten der kanadischen Prärie – in dieser Reihe gewähren Tierstimmenforscher auf fünf Kontinenten Zutritt zu ihren Freilichtlaboren: Sie vermitteln faszinierende Einblicke in ein unbekanntes und kurioses Reich der Töne. Die Kamera begleitet sie auf ihren vielfältigen Klangreisen – unter Wasser, zu Lande und in der Luft. Die aktuelle Folge untersucht die Sprache der Landtiere: Im Etosha-Nationalpark in Namibia fängt Caitlin O’Connell mit Hilfe unterirdischer Messgeräte die „Gespräche“ von Elefanten ein. In der Kalahari-Wüste untersucht Marta Manser seit über 20 Jahren, wie sich Erdmännchen verständigen. Jayne Yack befasst sich in Boston mit den Klängen von Insekten und Raupen. Raupen können bei Gefahr Schreie von sich geben, obwohl sie über keinen Stimmapparat verfügen. Im Laufe der Evolution entwickelten die Tiere unterschiedliche Arten akustischer Kommunikation. Landtiere nutzen zum Beispiel die Beschaffenheit des Bodens, um sich mit ihren Artgenossen zu unterhalten oder Eindringlinge zu vertreiben. Im Etosha-Nationalpark in Namibia fängt Caitlin O’Connell mit Hilfe unterirdischer Messgeräte die „Gespräche“ von Elefanten ein. Die Dickhäuter haben Sensoren an ihren Fußsohlen, mit denen sie Signale ihrer Artgenossen wahrnehmen können. Doch nicht nur Elefanten haben außergewöhnliche Verständigungsarten entwickelt. In der Kalahari-Wüste untersucht Marta Manser seit über 20 Jahren das Verhalten von Erdmännchen und wie sie sich in ihrer Gemeinschaft verständigen. Sie haben über 30 verschiedene Laute in ihrem Vokabular – ein Rekord im Tierreich. Kanadische Präriehunde kommunizieren per Ultraschall, damit ihre Feinde sie nicht hören. Insekten wiederum produzieren eine unglaubliche Vielfalt an Klängen, wie Jayne Yack in Boston nachgewiesen hat. Manche Schmetterlingsarten haben Ohren, um herannahende Feinde hören zu können. Raupen vermögen bei Gefahr Schreie von sich geben, obwohl sie über keinen Stimmapparat verfügen. Das Schreien der Raupen ist ein Abwehrmechanismus gegen Vögel und andere Fressfeinde, die dadurch erschreckt und verscheucht werden sollen. Rund um die Welt nutzen Tiere die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um Töne zu produzieren und damit zu kommunizieren. Nach und nach lüftet die Wissenschaft die Geheimnisse dieser verblüffenden Sprache.

arte, 18.35 Uhr
Baumeister des Tierreichs
Tierische Landschaftsplaner
Tierische Landschaftsplaner sind die wahren Demiurgen unserer Ökosysteme. Hartnäckig und nur mit Hilfe ihrer Mundwerkzeuge, Mäuler, Pfoten oder Tentakeln haben sie Savannen, Wälder, Wasserläufe und sogar Ozeane mitgeprägt. Termiten, Regenwürmer, Korallen und Biber demonstrieren, dass es beim Gestalten und Bewohnen von Lebensräumen nicht auf Kraft und Technologie ankommt, sondern auf einen verständigen Umgang mit der Umwelt, der großartige Konstruktionen ermöglicht und eigene Bedürfnisse befriedigt, ohne die Existenz anderer Arten zu gefährden. In der großen Familie der tierischen Baumeister nehmen die Landschaftsplaner eine Sonderstellung ein. Sie sind die wahren Demiurgen unserer Ökosysteme. Der Mensch in seinem Unwissen hat sie gejagt und beinahe ausgerottet. Da sie oft winzig klein sind, könnte man sie tatsächlich für unwichtig halten. Dabei bauen sie für ihre Größenordnung gigantische Anlagen. Die tierischen Landschaftsplaner sind kleine Architekten mit großer Energie, die nicht nur eine Wohnung für den Eigenbedarf einrichten, sondern die ganze Umwelt umgestalten. Überall, wo sie zugegen sind, verändert sich mit der Zeit die Landschaft und Flora und Fauna erstrahlen in einer verblüffend reichen Artenvielfalt. Jeder Landschaftsplaner hat sein Spezialgebiet. Da gibt es einmal die Bodenexperten. In ariden Regionen legt die Termite mit ihrem Bau überall in der Savanne Oasen der Biodiversität an. In gemäßigteren Zonen produziert ihr Kollege, der Regenwurm, Humus in Form von Kothäufchen – ein unerlässliches Substrat für einen gesunden und lebendigen Boden. Für Bäche, Flüsse und Seen ist der Biber zuständig. Als kompetenter Ingenieur für Wasser- und Forstwirtschaft entwirft er um seinen Bau die Auenlandschaften von morgen. Und auf dem Grund der warmen Meere baut die Koralle ihre Festung – ein Sammelpunkt für alles Leben unter Wasser und fester Bestandteil der Tropenlandschaft. Die tierischen Landschaftsplaner zeigen, dass man bei diesem Beruf über den eigenen Tellerrand hinausschauen muss. Die Schönheit einer Landschaft beruht auf ihrer Artenvielfalt, und wer sie gestalten will, muss biodivers denken.

Donnerstag, 6. Oktober

arte, 18.35 Uhr
Gefiederte Nachbarn
Die bunte Welt der Gartenvögel
Geheime Dramen, raffinierte Überlebensstrategien und starke Persönlichkeiten zeigen sich unter den Vögeln in der täuschend idyllischen Kulisse eines Gartens in Klagenfurt. Durch die Jahreszeiten wetteifern Singvögel miteinander um Nahrungsquellen, immer auf der Hut vor ihren tödlichen Feinden: der Katze, die ständig auf der Schwelle lauert, dem Sperber, der von jenseits des Gartenzauns heruntersaust, und der Äskulapnatter, die unbeaufsichtigte Eier raubt.  Rotkehlchen, Zaunkönige, Blaumeisen, Amseln, Schwalben, Mauersegler und Stare sind die Stars dieser Dokumentation, die eine andere Sichtweise auf ein anscheinend vertrautes Territorium zeigt. Die Sendung ist auch online verfügbar von 29/09 bis 05/11 auf dem Internetportal von ARTE.

Freitag, 7. Oktober

arte, 7.15 Uhr
GEO Reportage: Italien
Die Igel-Retter aus dem Piemont
In seinem Job hat Massimo Vacchetta schon fast alles an tierischen Patienten behandelt, vor allem Rinder. Bis die kleine Ninna das Herz des Tierarztes so sehr berührte, dass er sich fortan der Rettung einer Art verschrieb: der Igel. Die uralte Villa des „Igel-Doktors“ hoch über den Weinbergen im Nordwesten Italiens ist inzwischen eine Institution. Doch wie sieht der Alltag in der Igel-Ambulanz eigentlich aus? Wer bringt die Wildtiere zu Dottore Massimo? Und können die oft schwer verletzten Patienten überhaupt wieder zurück in die Wildnis? Orecchio, Ettore, Pino oder Onorina – sie alle sind Patienten bei Dr. Massimo Vacchetta, in der einzigen Igelklinik Italiens. Die nachtaktiven Tiere sind Opfer von Autos, motorisierten Heckenscheren, Sensen oder Mährobotern, ihre Verletzungen sind oft schwerwiegend. Dottore Massimo betreut seine Schützlinge zusammen mit fünf Angestellten und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern rund um die Uhr. Mit Feingefühl und auch unkonventionellen Methoden werden die stacheligen Patienten oft wochenlang aufgepäppelt. Das große Ziel: Sie wieder fit zu machen für ein Leben in der Natur. Angefangen hat alles mit einem winzigen Igelmädchen: „Als ich das erste Mal Ninna in der Praxis eines Kollegen sah, war sie noch sehr klein. Sie wog gerade mal fünfundzwanzig Gramm. Ich war tief berührt – und mir wurde so einiges klar. Zum Beispiel, dass es die kleinen Dinge sind, die einen glücklich machen. Ich betrachtete den Igel, der so zufrieden und glücklich war, wenn er einen Tropfen Milch zu sich nahm und dann in meiner Hand einschlief. Im Grunde lehrte er mich, dass ich den Sinn des Lebens woanders suchen musste.“ Heute, wenn Massimos stachelige Patienten gesund genug sind, werden sie mit größtmöglicher Fürsorge in die Freiheit entlassen. Für den „Igel-Doktor“ ist das jedes Mal aufs Neue ein Moment des Glücks, gemischt mit einer Prise Wehmut – wenn sich seine Igel wieder in ihren natürlichen Lebensraum aufmachen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 30/09 bis 05/01 auf dem Internetportal von ARTE.

Samstag, 8. Oktober

arte, 7.25 Uhr
GEO Reportage
Das Leben der Eule
Ob nun die Schleiereule mit ihrem weißen herzförmigen Gefieder im Gesicht, der Uhu mit seinen charakteristischen Federohren, die er anlegen oder aufstellen kann oder der Steinkauz mit seinen großen leuchtend gelben Augen: Sie sind alle Vertreter der Ordnung der Eulen. Die Könige der Nacht sind lautlose Jäger – und doch zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Engagierten Eulenschützern ist es zu verdanken, dass sich die Eulenpopulation in Deutschland und Europa langsam erholt. Doch was so einfach klingt, ist eine Aufgabe in der viel Herzblut und Leidenschaft steckt. Der Film zeigt die wichtige Arbeit verschiedener Wildvogel-Pflegestationen und Eulenhüter im Rheinland und der Eifel.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Bärengeschwister – Das neue Zuhause
Außergewöhnliche und seltene Bilder zeigen, wie die jungen Bären ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie von ihrer „Ersatzmutter“ lernen, aber auch, was an Wissen bereits in ihren Genen steckt. Die witzigen und überraschenden Situationen, in die die drei geraten, machen den Film zu einem unterhaltsamen und spannenden Abenteuer. Die jungen Bären sind nun schon richtig groß. Immer mehr entfernen sie sich von Vaclav Chaloupek, der die Bärenwaisen aufgezogen hat. Je älter die Bären werden, umso schwieriger wird es, die beiden auf ihren abenteuerlichen Streifzügen durch den fast unberührten Böhmerwald zu bändigen. Vor allem, wenn ihnen doch einmal fremde Menschen begegnen. Die Bärengeschwister sind nicht aggressiv, aber sie haben Menschen gegenüber keine Scheu. Das könnte ihnen irgendwann zum Verhängnis werden. Weil Bären so unglaublich klug sind, gelingt es ihnen schnell, sich in einer durch Menschen geprägten Umwelt zurechtzufinden. Aber mehr noch: Sie akzeptieren ihre besondere Situation nicht nur, sie fühlen sich anscheinend auch noch sehr wohl. Ein Zeichen dafür, wie anpassungsfähig Bären sind. Seltene Filmaufnahmen dokumentieren, wie die Bären ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie lernen, und was an Wissen bereits in ihren Genen steckt.

Das Erste (ARD), 11.30 Uhr
Quarks im Ersten
Wölfe in Deutschland – wie gefährlich sind sie wirklich?
Der Wolf ist zurück in Deutschland. Er gilt als böse, listig und blutrünstig – immer wieder reißt er auch Nutztiere. Und immer mal wieder begegnen Menschen nun Wölfen in Deutschland. Müssen wir jetzt Angst haben in den Wald zu gehen? Und wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass ich überhaupt mal einem Wolf begegne? „Quarks“ zeigt, wie die Wölfe wirklich ticken und wie wir uns am besten verhalten, wenn es mal soweit kommt. Wölfe wurden vor mehr als einem Jahrhundert vom Menschen in Deutschland ausgerottet. Jetzt sind sie zurück bei uns – dank Schutzmaßnahmen. Mittlerweile leben in der Bundesrepublik wieder 157 Rudel. Das freut aber längst nicht alle. Denn die Schäden in der Landwirtschaft sind groß. Wir wollen herausfinden: Wie gefährlich sind Wölfe wirklich für Nutztiere und wie kann man sie richtig schützen? Es gibt aber auch viele Menschen in Deutschland, die sich über die Rückkehr der Art freuen. Und das hat einen Grund: Die Tiere sind nämlich wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Und selbst Jägerinnen und Jäger können ihre Funktion nicht so einfach ersetzen. Warum Wölfe so ein gespaltenes Image bei uns haben und wie genau sie tatsächlich die Natur vor unserer Haustür verändern könnten – all das klären wir in dieser Sendung.

Bayerisches Fernsehen, 19.00 Uhr
Gut zu wissen
Stadt, Land oder Wildnis – wie schützen wir Artenvielfalt am besten?
Ökologen streiten sich, wie man den Artenschwund am besten stoppen kann. Die einen fordern mehr Wildnis und Schutzgebiete, die niemand betreten darf. Die anderen sehen gerade menschliche Eingriffe in die Natur als eine Quelle von Artenvielfalt. Die einen sehen den Menschen als Zerstörer, die anderen als Bewahrer von Artenvielfalt. Das „Gut zu wissen“-Team begleitet Forscherinnen und Forscher im Biosphärenpark Wienerwald bei ihrer Suche nach Pflanzen und Tieren wie Fledermäusen, Flusskrebsen, Wiesenblumen und Pilzen. Ihr Ziel: die Artenvielfalt zu erfassen. Der 105.000 Hektar große Biosphärenpark grenzt direkt an die Millionenstadt Wien an. Auf dem Areal leben fast eine Million Menschen. Der Großteil ist frei zugänglich. Tausende Wanderer, Spaziergänger und Mountainbiker sind hier täglich unterwegs. Ist der Biosphärenpark Wienerwald ein Beispiel für die Zukunft? Zeigt er, wie man auf einer Fläche alles schaffen kann: Erholung für die Stadtbewohner, Tourismus, bewirtschaftete und besiedelte Flächen und trotzdem Natur und Artenvielfalt?

Sonntag, 9. Oktober

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Montenegro
Naturwunder und Bären in den Nationalparks
Der Durmitor-Park ist der größte der fünf Nationalparks des Landes. Mittendrin: die Tara-Schlucht – fast 80 Kilometer lang, rund 1.300 Meter tief. Sie gilt als längste und tiefste Schlucht Europas. Namensgeber ist die 140 Kilometer lange Tara, die wegen der vielen Stromschnellen beliebt ist bei Rafting-Fans. Den Biogradska Gora, den zweitältesten Nationalpark der Welt, erkundet Ramon Babazadeh mit einem Ranger. Der zeigt ihm stille Gletscherseen, einen der letzten Urwälder Europas und die Futterstelle für die Braunbären, die im Park leben.

TV-Programm 10.10.2022 - 16.10.2022

Montag, 10. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Korsika – Wildnis zwischen Bergen und Meer
Schneebedeckte Gipfel, malerische Sandstrände: Korsika ist eine Insel der Gegensätze und bietet zudem eine überraschende Tier- und Pflanzenvielfalt. Bis heute sind nicht weniger als 146 endemische Pflanzen und rund ein Dutzend endemische Tierarten gezählt worden, also Arten, die es ausschließlich auf Korsika gibt. Die Filmemacher Heike Grebe und Michael Riegler porträtieren die unterschiedlichen Lebensräume der Mittelmeerinsel, die hohe Anforderungen an die dort lebenden Tiere stellen. Korsika ist die Heimat des Korsischen Hirschen und bedrohter Schildkröten. Hier liefern sich Mufflons spektakuläre Massenkämpfe und es gibt fliegende Schweine. Korsikas Tierwelt ist tatsächlich sehr speziell. Auf den ersten Blick erscheint Korsika als eine sanfte Mittelmeerinsel mit malerischen Sandstränden. Doch gleich dahinter erheben sich mächtige Felswände. Auf dem „Gebirge im Meer“ sind Wetterextreme keine Seltenheit: extreme Trockenheit, heftige Regenfälle, Brände oder plötzliche Wintereinbrüche bestimmen den Rhythmus, von den mächtigen Gebirgen mit den charakteristischen Laricio-Schwarzkiefern durch die dicht bewaldeten Täler bis hin zu Pflanzenformationen wie der von immergrünen Macchia bedeckten Klippen und subtropischen Stränden. Die Filmemacher Heike Grebe und Michael Riegler sind immer wieder auf die vielfältige Tierwelt Korsikas gestoßen: vom Mufflon, dem Wappentier der Insel, bis zum Korsischen Hirschen, dem endemischen Feuersalamander und den bedrohten Hermann-Schildkröten. Sehr schnell zeigte sich, dass die unterschiedlichen Höhenlagen und ihre Wetterextreme ganz verschiedenartige Anforderungen an die Tiere und Pflanzen stellen, die hier ihren Lebensraum haben. Vor rund 20 Millionen Jahren wurde Korsika vom europäischen Festland abgetrennt. Seitdem ist die Mittelmeerinsel eine Schatztruhe außergewöhnlicher Arten geworden. Obwohl Korsika ein populäres Urlaubsziel ist, sind die seltenen und ungewöhnlichen tierischen Bewohner weitgehend unbekannt. Die Dokumentation rückt sie und ihren Lebensraum ins Zentrum. Zu sehen sind erstaunliche Verhaltensweisen von Tieren, das es nur hier zu bewundern gibt, sowie von Tieren, die in Europa sehr selten geworden sind.

arte, 18.30 Uhr
Extremadura, ein Naturparadies in Europa
Die Extremadura bietet eine reiche Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen und gilt als wahres Naturparadies. Die 40.000 Quadratkilometer große Region liegt im Südwesten Spaniens an der Grenze zu Portugal und den spanischen Regionen Kastilien und León sowie Andalusien. Ein Drittel der Fläche der Extremadura ist Naturschutzgebiet. Hier finden bedrohte Arten wie der Iberische Luchs, der Rabengeier, der Schwarzstorch und der Spanische Kaiseradler Zuflucht. In der Dehesa, einer einmaligen Vegetation mit Stein- und Korkeichenhainen, leben Stiere, Merinoschafe und Schwarzfußschweine Die Gegend ist zudem reich an Vogelarten: In der Extremadura sind die Großtrappe, der Iberienadler, der Rötelfalke, das Purpurhuhn, der Mittelmeer-Steinschmätzer, der Australische Gleitaar und der Weidensperling beheimatet. Bei einer Bevölkerungsdichte von etwa sieben Einwohnern pro Quadratkilometer erfreut sich die Region einer enormen Biodiversität und abwechslungsreicher Landschaften. Reißende Flüsse und Bäche durchziehen die dichten Wälder im Norden, im Süden erstrecken sich die Dehesas und ebene Flächen. Zahlreiche Tierarten wie der Iberische Rothirsch, die Bergziege, die Ginsterkatze, die Perleidechse, der Steinadler, die Wasseramsel, der Gänsegeier oder der Ichneumon sind hier ansässig. Kraniche und andere Zugvögel aus Europa und Afrika verbringen in der Extremadura den Sommer oder kommen wie der Rötelfalke zur Paarung in die Gegend. Der Dokumentarfilm entstand in einer sechsjährigen Beobachtungs- und einer dreijährigen Produktionsphase. Er folgt dem Lauf der Jahreszeiten, und gibt einen Einblick in diese einzigartige Natur, ihre landschaftliche Vielfalt mit ihrer Fauna und Flora. Der Dokumentarfilm betrachtet die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Arten, die mitunter zum ersten Mal mit der Kamera aufgenommen werden konnten, wie etwa die Bienenfresser, die Steinchen schlucken, um ihre Beute besser zu verdauen.

Dienstag, 11. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Abenteuer Überleben – Strategien aus dem Tierreich
Von der Geburt bis zum Tod – in der Natur sind die meisten Tiere vielen Gefahren ausgesetzt. Um zu überleben, entwickelten sie die unterschiedlichsten Strategien, wie Naturfilmer Andreas Schulze zeigt. Um zu überleben, entwickelten sich im Tierreich die unterschiedlichsten Strategien. Jungtiere können dabei oft auf die Hilfe ihrer Eltern zählen und später dann, mit etwas Glück, eigenen Nachwuchs haben. Zuerst aber müssen sich die passenden Partner finden. Unermüdlich tragen die Männchen von Goldammer, Grauammer, Heidelerche und Birkhuhn ihren Gesang vor. Faszinierend ist das Leben der Rosenstare: In Europa brüten sie nur ganz im Südosten regelmäßig. Manchmal jedoch dringen sie bis nach Ungarn vor. Weitere Vogelarten, die im Film gezeigt werden, sind unter anderem Bienenfresser, Feldlerche, Flussregenpfeifer, Flussseeschwalbe, Grauschnäpper, Haubentaucher, Haussperling, Kiebitz, Mittelmeermöwe, Nachtigall, Nebelkrähe, Neuntöter, Schafstelze, Schwarzkopfmöwe und Weidensperling. Während Vögel verhältnismäßig wenige Eier haben, aber meist eingehend auf sie achten, ist es bei der Erdkröte umgekehrt: Sie legt Tausende von Eiern, um die hohen Verluste auszugleichen, die dadurch entstehen, dass sie sich weder um ihr Gelege noch um die Kaulquappen kümmert. Auch in das Leben von Honigbiene, Hornisse, Strandkrabbe, Maurischer Landschildkröte und anderen gibt Filmautor Andreas Schulze Einblick. Jede Tierart folgt ihrer eigenen, oft überraschenden Strategie.

3sat, 16.15 Uhr
Wildes Polen
Tatra, Ostsee und Masuren
Wo leben in Europa noch Wisente in freier Wildbahn? Und wo brüten vermutlich mehr Zugvögel als in jedem anderen europäischen Land? In Polen! Die Natur dort steckt voller Überraschungen. Der Süden des deutschen Nachbarlands wird von den über 2000 Meter hohen Gipfeln der Tatra überragt. Im Nordosten formt die Biebrza eines der größten Sumpfgebiete Europas, ein Paradies für seltene Vögel wie den Kampfläufer. In Masuren brüten Abertausende Weißstörche, mehr als irgendwo sonst auf der Erde. Doch auch die viel scheueren und seltenen Schwarzstörche finden Schutz in großen Wäldern, die bis an die Ostsee reichen. Im Winter fegt ein eisiger Wind über Polens Osten. Nur wer ein dickes Fell hat, kann die kalte Jahreszeit in der Grenzregion zu Weißrussland überstehen. Den Wisenten macht die Kälte nichts aus. Ihr warmes Fell schützt die urtümlichen Rinder gegen jeden Schneesturm, doch der Hunger macht ihnen im Winter zu schaffen. Die Wisente dort gehören zu den Letzten ihrer Art. Einst bevölkerten wilde Herden die meisten Regionen Europas. Heute existieren die einzigen frei lebenden Herden Mitteleuropas im Osten von Polen. Klirrender Frost im Winter in Polen scheint Fischotter und Biber nicht zu stören, sie schwimmen und tauchen unbekümmert im eiskalten Wasser. Beide haben extrem dichtes Fell, das sie perfekt vor der Eiseskälte schützt. Obwohl Otter wie Biber im Wasser leben, sind sie keine Konkurrenten: Biber sind Vegetarier und ernähren sich im Winter von den Blatt- und Rindenvorräten. Fischotter sind das ganze Jahr über aktive Jäger und leben von Fischen und Krebsen. Sobald der Frühling in Polen Einzug erhält, wird es an der Biebrza laut: Abertausende lärmende Vögel nutzen das riesige Sumpfgebiet, um zu rasten und zu brüten. Weißflügelseeschwalben und Schwarzhalstaucher bauen ihr Nest. Und die Balz der Kampfläufer beginnt: Mit auffälligen Gesten präsentieren sich die Männchen den Weibchen. In den ländlichen Regionen Polens leben die Menschen noch im Einklang mit der Natur. Dabei erinnert vieles an bei uns längst vergangene Zeiten: Ein Pferd zieht den Pflug, gemäht wird mit der Sense. Morgens werden die Kühe auf die Feuchtwiesen am Fluss getrieben. Wo sie das Gras kurzhalten, herrschen für Uferschnepfen ideale Bedingungen. Im Norden Polens, in Masuren, leben mehr Störche als irgendwo sonst in Europa. Über 50.000 Brutpaare beziehen jedes Jahr auf Dächern und Kirchtürmen ihre Nester. Überall hört man es klappern, wenn die großen Vögel balzen, sich begrüßen oder ihr Nest verteidigen. Masurens Wälder sind auch die Heimat des scheuen Schwarzstorches, der dort zurückgezogen lebt. Anders als sein vornehmlich weiß gefiederter Verwandter sucht er die Ruhe der Wälder, er ist ein Kulturflüchter. Sogar sein Klappern klingt zurückhaltend, dafür hat der Schwarzstorch weitere leise Rufe und Gesänge im Repertoire. 500 Kilometer lang ist die polnische Ostseeküste. Die Wanderdünen im Slowinski-Nationalpark verwandeln den Strand in eine wahre Wüstenlandschaft. Jahr für Jahr bewegen die Sandmassen sich weiter und überrollen, was ihnen im Weg steht: Wo eine Düne den Wald erreicht, haben Bäume keine Chance mehr, zu wachsen.

Mittwoch, 12. Oktober

3sat, 13.15 Uhr
Vielfältige Vogelwelt Österreich
Von Bienenfressern, Fichtenkreuzschnäbeln und Stelzenläufern
In Österreich sind mehr als 400 Vogelarten nachgewiesen. Manche fallen durch optisch besonders auf: etwa der farbenprächtige Bienenfresser, der Fichtenkreuzschnabel oder der Stelzenläufer. Der Bienenfresser zählt zu den buntesten Vögeln Europas. Er ernährt sich nicht nur von Bienen, sondern von allerlei großen Insekten. Der Fichtenkreuzschnabel besitzt tatsächlich einen überkreuzten Schnabel, mit dem er leicht an Fichtensamen gelangt. Die Beine des Stelzenläufers sind die längsten Vogelbeine weltweit – im Verhältnis zur Körperlänge. Auch wenn nicht alle der in Österreich nachgewiesenen mehr als 400 Vogelarten durchgehend vorkommen, ist diese Zahl für ein kleines Binnenland relativ hoch. Wann und wo welche Vögel entdeckt werden können, hängt zu einem beträchtlichen Teil von den Witterungsverhältnissen und den landschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Innerhalb eines Jahresverlaufs sind im Schnitt etwa 300 Arten zu beobachten. Im Gebiet des Neusiedler Sees leben die meisten österreichischen Vogelarten. Der Bienenfresser liebt trockenes, warmes Wetter. Bei Sonnenschein ist seine Beute aktiv. Durch die Klimaerwärmung verbreitet er sich derzeit stark in Österreich. Die Vogelwelt der kühlen Bergwälder unterscheidet sich stark von jener in der trockenen Tiefebene. Insektenfresser kommen hier nur in den Sommermonaten vor. Vögel aber, die im Winter Samen fressen, können auch in den Bergen überwintern. Der namengebende überkreuzte Schnabel des Fichtenkreuzschnabels ist ein hoch spezialisiertes Werkzeug, mit dem der Vogel gut die nahrhaften Fichtensamen herauslösen kann, die unter den Zapfenschuppen liegen. Die langen Beine des Stelzenläufers sind eine ideale Anpassung an etwas tiefere Gewässer. So kann er in Bereichen fressen, zu denen verwandte Arten keinen Zugang haben. In Österreich gehört der Stelzenläufer zu den zahlreichen Brutvögeln, die sich am Neusiedler See etabliert haben.

3sat, 13.30 Uhr
Eichkätzchen & Co.: Wilde Nachbarn in der Stadt
Sie gelten als frech, akrobatisch – und manchmal auch als zutraulich: Eichhörnchen. Heimisch in den Wäldern des Voralpenlandes, zählen sie zu den elegantesten Kletterern der Tierwelt. Quirlig, leichtfüßig und elegant begeistern die kleinen Nagetiere durch ihre luftigen Sprünge. Die Grazer Parks und Stadtgärten schaffen Lebensqualität: Sie sind eine „Grüne Lunge“ zum Wohl der Menschen – und Lebensraum für diese Wildtiere. In Graz, in der Nähe vom Hilmteich, gibt es eine kleine Auffangstation, die jährlich bis zu 5000 bedürftige Wildtiere versorgt.

3sat, 13.55 Uhr
Miloš und die Luchse
Zwei kleine Luchse aus dem Tierpark sollen in die Heimat ihrer Vorfahren, in die Wälder der Malá Fatra im Herzen der Slowakei zurückkehren. Der Film begleitet den Weg zurück in die Wildnis. Zwei Jahre lang verfolgen Milos Majda, ein stiller Naturbursche und Ranger im Malá-Fatra-Nationalpark, und der Biologe und Tierfilmer Tomas Hulik den Weg der Luchsgeschwister. Dabei ist die Geschichte einer hart erkämpften Freundschaft entstanden.

3sat, 14.40 Uhr
Der Prinz der Alpen
Es ist das imposanteste Schauspiel des Jahres in den Alpen: die Brunft des Rotwildes. Die stärksten Hirsche versammeln einen Harem und verteidigen ihn gegen Rivalen. Die Dokumentation begleitet ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens. Sie beginnt mit den ersten Lebenstagen, schildert die weiten Wanderungen mit seiner Mutter, das Zusammenleben im Rudel und den Überlebenskampf des Wildes im Winter.

3sat, 15.30 Uhr
Radioaktive Wölfe
Tschernobyl, 30 Jahre nach dem Super-GAU: Am Schauplatz des größten Reaktorunfalls der Geschichte ist in den letzten Jahrzehnten ein unbeabsichtigtes ökologisches Experiment abgelaufen. Für Menschen ist das Gebiet immer noch verbotene Zone. Doch riesige Rudel von Wölfen haben die Region erobert und streifen durch die Schwemmgebiete des Prypjat und die verlassenen Siedlungen. Was einst die Kornkammer der Sowjetunion war, ist nun von Wäldern bedeckt. Mit der neuen Vegetation sind Bisons, Luchse und Wölfe zurückgekehrt. Für diese Dokumentation konnte erstmals ein westliches Filmteam mit den Wolf-Experten Barbara und Christoph Promberger in die verbotene Zone vordringen und dieser spektakulären Wiederkehr der Natur nachforschen. Der Film von Klaus Feichtenberger zeigt eine faszinierende, paradoxe Welt, die beides zugleich ist: ein Blick in die Zeit lange vor der menschlichen Zivilisation und ein Fenster in die Zukunft nach der ultimativen nuklearen Katastrophe.

Donnerstag, 13. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Die Schwäbische Alb – Die Tricks des Eichelhähers
Im Herzen Baden-Württembergs liegt eines der artenreichsten Mittelgebirge Deutschlands: die Schwäbische Alb. Sie wird in dieser spannend erzählten Naturgeschichte von einer ganz neuen Seite gezeigt. Vor allem die beeindruckenden Verhaltensweisen des Eichelhähers und die atemberaubenden Blickwinkel aus Hubschraubern, Drohnen und Segelfliegern mit Spezialoptiken, Zeitraffern und Superzeitlupen machen die Dokumentation zu einem faszinierenden Naturerlebnis. Die Schwäbische Alb ist eines der artenreichsten Mittelgebirge Deutschlands. Einst erstreckte sich hier ein kalkreiches Jurameer, dessen Meeresboden im Laufe der Jahrmillionen zu einem Mittelgebirge angehoben wurde. Durch den Kalkboden, den Regen und Frost unaufhaltsam zersetzen, entstanden über die Jahrtausende viele verschiedene extreme Lebensräume: Deutschlands größte Quelltöpfe, urige Wasserfälle, geheimnisvolle Höhlensysteme, bizarr geformte Felsenlandschaften und Trockentäler. Unzählige Burgen, Schlösser und Ruinen wie Schloss Lichtenstein oder die Burg Hohenzollern thronen auf den Berghängen des Albtraufs, der nördlichen Kante der Schwäbischen Alb. Überall auf der Alb ist der Eichelhäher unterwegs. Er nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in einen besonderen Lebensraum, die Wacholderheide. Sie ist ein Markenzeichen der Schwäbischen Alb. Dieser einzigartige Lebensraum ist entstanden durch Wanderschäferei und Schafhaltung. Denn Schafe fressen keine stacheligen, giftigen und bitteren Pflanzen. So konnten sich Silberdisteln, Frühlingsenziane, Küchenschellen und viele seltene Orchideen wie Hundswurz, Bocksriemenzunge oder Hummelragwurz auf den kargen Wacholderheiden ausbreiten. Diese besiedeln vor allem wärmeliebende Tiere wie die Erdhummel und der Rote Apollo, einer der seltensten Schmetterlinge Deutschlands. Weitere Raritäten, wie der Schmetterlingshaft oder die Rotflügelige Schnarrschrecke haben die heißen Trockenhänge erobert. Doch die Wacholderheiden drohen zu verschwinden. Die vielen Schafe, die vor 50 bis 150 Jahren die Alb besiedelten und die Wacholderheiden pflegten, gibt es vielerorts nicht mehr. Daher drängt heute der Wald mit seinen Bewohnern in die Wacholderheiden. Vor allem der Eichelhäher mit seinen Tricks trägt maßgeblich dazu bei. Die Erdhummelkönigin wiederum braucht die bunte Pflanzenvielfalt auf der Heide für den Aufbau ihres Volkes und wird durch den Häher bedroht. Mit Eichelhäher und Erdhummel als zwei gegensätzliche Vertreter ihres Lebensraumes erzählt Filmautor Klaus Weißmann eine einzigartige Naturgeschichte mit der Wacholderheide als Kampfzone der Ökologie.

3sat, 11.00 Uhr
Schneebabys – Der erste Winter
Was bedeuten Schnee, Eis und Minustemperaturen für Jungtiere in den Polarregionen? Der Film begleitet junge Füchse, Eisbären und Kaiserpinguine in ihrem ersten Winter. Kleine Polarfüchse und Karibus kommen im kurzen Polarsommer in den Tundren der nördlichen Hemisphäre zur Welt. Die wichtigsten Fähigkeiten für das Überleben müssen rasch erworben werden, bevor der Winter die Natur am Ende der Welt grundlegend verändert. Zu Winterbeginn sind die Jungfüchse in den arktischen Gebieten schon selbstständig und müssen nicht mehr von den Elterntieren mit Nahrung versorgt werden. Ihr braunes Sommerfell verwandelt sich nun rasch in ein schneeweißes Tarnkleid. Und die Geschicklichkeit, die sie im Sommer beim übermütigen Spiel mit ihren Geschwistern erworben haben, erweist sich jetzt als unverzichtbare Grundlage für das Überleben. Wenn die Eisbärin das Kleine zum ersten Mal aus der winterlichen Höhle führt, in der sie es geboren hat, ist die Polarregion eine durch und durch gefrorene Welt. Für junge Eisbären beginnt das „Abenteuer Leben“ mit einer Rutschpartie den Hang hinunter. Die Bärenmutter hingegen ist nach der langen Winternacht völlig ausgehungert. Sie muss dringend wieder Nahrung finden, und der Nachwuchs folgt ihr bei der Robbenjagd auf Schritt und Tritt. Lässt aber die Sonne das Eis langsam schmelzen, zerrinnt dem kleinen Bären die Welt, wie er sie kennt, buchstäblich unter den Füßen. Nahe dem Südpol hingegen, in der Antarktis, werden die kleinen Kaiserpinguine von ihren Vätern just im Winter ausgebrütet, wenn das Land in extremer Kälte erstarrt. Bis die Jungen erste Watschelschritte auf dem ewigen Eis machen können, dauert es allerdings noch Wochen, denn die frisch geschlüpften Vögel sind auf die Wärme in der Brutfalte angewiesen. Solange sie noch nicht ihr Federkleid haben, würden sie draußen binnen Minuten erfrieren. Die heranwachsenden Jungvögel werden sich später in Gruppen zusammendrängen, um sich gegenseitig warm zu halten, während sie auf die Rückkehr der Eltern und das mitgebrachte Futter warten. Erst wenn das wasserabweisende Gefieder des erwachsenen Tieres das flauschig warme Daunenkleid des Jungtieres ersetzt hat, stürzen sich die herangewachsenen Pinguine in die Fluten und verlassen die Eiswelt der Antarktis für einige Monate.

3sat, 13.15 Uhr
Überleben in der Savanne – Der Etosha-Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark im Norden Namibias mit seiner trockenen Salzpfanne ist eines der bedeutendsten Wildreservate Afrikas. Nahrung und Wasser sind für die Tiere jedoch ein knappes Gut. Zu Etoshas Wildtierpopulation gehören unter anderem Elefanten, Löwen, Spitzmaulnashörner und Hunderte Vogelarten. Die karge Vegetation stellt sie vor extreme Herausforderungen. Und die Plätze an den wenigen und weit verstreuten Wasserlöchern sind hart umkämpft.

Freitag, 14. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Auf der Fährte des Jaguars – Im Dschungel Guyanas
Guyana ist die Heimat exotischer Lebewesen. Der Herrscher im Dschungel des kleinen Lands im Norden Südamerikas ist der Jaguar. Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz folgen mit der Kamera seiner Fährte und entdecken so manche Überraschungen in einer grünen Welt voller Leben. Nicht nur hoch oben im üppigen Kronendach der Tropenwälder pulsiert das Leben. Guyana ist eine der artenreichsten Regionen der Erde. Im tropischen Klima Guyanas fällt mehr als doppelt so viel Regen wie in Deutschland. In diesem empfindlich aufeinander abgestimmten Zusammenspiel hunderttausender Arten können schon kleine Veränderungen eine verheerende Wirkung haben. Der Herrscher über diesen Dschungel ist der Jaguar. Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz folgen mit einem Kamerateam seiner Fährte und entdecken dabei große und kleine Überraschungen in der grünen Wunderwelt, die voller Leben steckt.

Samstag, 15. Oktober

arte, 11.25 Uhr
Metamorphosen – Die Wildnis kehrt zurück
Englands Biber – Der Chaos-Effekt
Es war eine Sensation! Als 2014 Fotos von freilebenden Bibern in England auftauchten, beherrschte das Thema die britische Presse. Denn während in Deutschland ungefähr 25.000 der pelzigen Tiere heimisch sind, war der letzte englische Biber im 16. Jahrhundert von Jägern erlegt worden. Der Ursprung der Biber war ein Rätsel. Deren mysteriöse Rückkehr polarisierte die britische Öffentlichkeit: Naturschützer feierten den tierischen Neuankömmling als Bereicherung für die Natur. Gegner fürchteten, die Nagetiere könnten Krankheiten auf Nutztiere übertragen und durch den Bau von Dämmen die Überschwemmung von Agrarfeldern verursachen. Als die englische Regierung inmitten der hitzig geführten Kontroverse dazu tendierte, die Tiere einfangen zu lassen, ging die regionale Umweltschutzorganisation „Devon Wildlife Trust“ ein großes Risiko ein. Sie übernahm die Verantwortung für die Biber und konnte die Regierung davon überzeugen, die Tiere nicht einzufangen – zumindest vorläufig. Damit die Biber dauerhaft in Freiheit leben dürfen, mussten die Naturschützer in einem fünfjährigen Forschungsprogramm stichhaltig die positiven Effekten der Biber für die Umwelt beweisen. Der Film begleitet die Naturschützer bei diesem engagierten Projekt. Die bisher gewonnenen Ergebnisse überraschen: Die Tiere mit dem Spitznamen „Ökoingenieure“ verwandeln von Menschen begradigte Bäche in eine feuchte Wildnis mit einer explodierenden Artenvielfalt. Ihre aufgestauten Biberteiche reinigen das Wasser und helfen beim Überflutungsschutz.

Sonntag, 16. Oktober

3sat, 16.30 Uhr
Big Five Asien (1)
Der Amurtiger
In Asien stehen seltene Großtiere vor dem Aussterben. Die Doku-Reihe „Big Five Asien“ spürt fünf der größten dieser rar gewordenen Tierarten auf. Im ersten Teil geht es um Amurtiger. Amur-Tiger sind die weltweit am nördlichsten lebenden Tiger und eine von zwei Tiger-Unterarten, die einst in Russland beziehungsweise der Sowjetunion lebten. Die Tiger im russischen Fernen Osten stehen beispielhaft für die Probleme und Rückschläge beim Kampf um ihre Erhaltung. Als einzige Tigerform haben sich Amur-Tiger diesen winterkalten Lebensraum erschlossen. Über sechs Monate im Jahr friert es, und dichte Schneefälle sind an der Tagesordnung. Nicht selten sinken die Temperaturen auf unter minus 40 Grad Celsius. Im kurzen ussurischen Sommer steigen sie regelmäßig bis auf über 30 Grad. Der Landstreifen am Japanischen Meer ist dicht besiedelt. „Tiger-Mensch“-Kontaktzonen sind somit allgegenwärtig. Straßen, Dörfer und Holzfäller-Camps schieben sich immer tiefer in die Taiga. Die Tiger können kaum noch wie gewohnt wandern, ohne zunehmend auf menschliche Ansiedlungen zu stoßen. Die Nähe zu China tut ihr Übriges. Das Land ist der weltweit größte Abnehmer von Tigern und deren „Produkten“. Das Reich des Herrschers der Taiga ist bedroht. Die fernöstlichen Wälder werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Die benachbarten Länder Japan, Südkorea und natürlich China haben einen schier unstillbaren Holzhunger. Reiche Russen chartern Kleinflugzeuge und machen Jagdausflüge bis tief in die Wildnis. Auch die unablässige Wilderei auf zentrale Beutetiere des Tigers, dazu zählen Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine, bedroht die noch etwa 400 bis 500 wilden Amur-Tiger. In winterstarrer Taiga am Japanischen Meer hat sich ein Filmteam auf die Suche nach den letzten „Schneetigern“ gemacht.

3sat, 17.15 Uhr
Big Five Asien (2)
Der Löwe
Die meisten Menschen denken, dass allein Afrika die Heimat der Löwen sei. Doch einst lebten sie in Griechenland, in der Türkei, sie durchstreiften die Halbwüsten Asiens bis an die östliche Grenze Indiens. Und es sind die Jahreszahlen bekannt, als in jedem Land der letzte Löwe an einer Gewehrkugel starb. Gerade mal ein Dutzend Löwen hatte in einem kleinen Waldstück im Nordwesten Indiens die Jagdlust der Menschen überlebt, als sie in ihrem Wald unter Schutz gestellt wurden. Und der König der Tiere begann, um sein Überleben zu kämpfen. Mittlerweile gibt es wieder über 400 Asiatische Löwen. Sie im Nationalpark Gir Forest aufzuspüren und mit der Kamera zu verfolgen, ist ungleich schwieriger als in den Savannen Afrikas. In ihrem Wald, in dem verkrüppelte Teakbäume und Akazien die Sicht versperren, ist das Filmteam gezwungen, den Raubkatzen zu Fuß zu folgen, um sie filmen zu können. Begleitet von Spurensuchern, deren einzige Waffe ein Stock in der Hand ist, macht sich ein Team auf die Suche nach den Löwen und entdeckt nach und nach, dass sich Asiatische Löwen und ihre Verwandten in Afrika zwar äußerlich stark ähneln, aber ihr Sozialleben grundverschieden ist. Die Löwen im Gir Forest zu filmen, ist ein Abenteuer, und je länger es dauert, umso mehr erfährt das Team, dass bei allen Schutzbemühungen des Nationalparks die Zukunft der letzten Löwen Asiens doch ungewiss ist.

3sat, 22.55 Uhr
Tiger hautnah! (1/3)
Die ersten Schritte
Die dreiteilige Reihe des preisgekrönten Tierfilmers John Downer zeigt Tiger im indischen Dschungel hautnah: Spezialkameras werden dafür von trainierten Elefanten mitgeführt. Sie liefern einzigartige Bilder der Großkatzen. Die erste Folge präsentiert vier kaum zehn Tage alte Tiger-Kinder, die bereits neugierig ihre Umgebung erkunden. Zunächst beschützt und gesäugt von ihrer Mutter, wachsen zwei Weibchen und zwei Männchen heran. Eines Tages ist die Tigerin auf der Jagd und ihr Nachwuchs allein, als plötzlich ein hungriger Leopard auftaucht – und die jungen Tiger in höchster Gefahr schweben.

3sat, 23.40 Uhr
Tiger hautnah! (2/3)
Zeit des Lernens
Im Mittelpunkt der zweiten Folge steht eine wichtige Lebensphase von vier halbwüchsigen Tigern im indischen Dschungel: die „Zeit des Lernens“. Ihre Mutter bringt ihnen alles bei. Sie lernen, selbst jagen zu können: vom korrekten Anpirschen über das geduldige Lauern bis zur erfolgreichen Attacke. Immerhin müssen sich die beiden Tiger-Männchen und ihre Schwestern schon bald allein versorgen können, um ihr Überleben zu sichern. Während die Jungen langsam heranwachsen, absolvieren sie auch erste Rangkämpfe – in spielerischen Raufereien erproben sie immer wieder ihre Kräfte und trainieren ihre Reaktionen. Dazwischen erholt sich die Familie bei einem erfrischenden Bad. Am Teich versammeln sich viele weitere Tiere wie Wildschweine und Lippenbären. Die Begegnung mit einem fremden Artgenossen sorgt für höchste Alarmstufe bei den jungen Tigern.

3sat, 0.25 Uhr
Tiger hautnah! (3/3)
Herrscher des Dschungels
In der dritten Folge sind die vier jungen Tiger beinahe ausgewachsen. Sie bleiben bis zu zwei Jahren bei ihrer Mutter, dann haben sie gelernt, was sie im indischen Dschungel benötigen. Tiger werden in freier Wildbahn bis zu zehn Jahre alt. Daher ist es für den Nachwuchs langsam an der Zeit, sich eigene Reviere zu suchen. Von nun an sind die vier unerfahrenen Tiger auf sich selbst gestellt – und wachsen langsam zu Herrschern des Dschungels heran. Während die Männchen zu diesem Zweck Dschungelregionen aufsuchen, die relativ weit von ihrem Geburtsort entfernt sind, bleiben die Weibchen eher in der Nähe und teilen gelegentlich sogar das Revier mit ihrer Mutter.

TV-Programm 17.10.2022 - 23.10.2022

Montag, 17. Oktober

arte, 17.50 Uhr
Korsika, wilde Schönheit
Die vertikale Insel
Online verfügbar von 10/10 bis 16/12
Korsika, Frankreichs größte Insel, liegt im Mittelmeer. Sie gilt als eine der schönsten Inseln der Welt. Das liegt vor allem an ihren reichen Natur- und Kulturschätzen. Vor allem wilde, weitgehend unberührte Landschaften machen den Zauber Korsikas aus. Zahlreiche Wanderer erkunden die korsische Bergwelt auf dem berühmten Fernwanderweg GR 20. Manche versuchen sich im Bergsteigen. Derweil gehen die Einheimischen entlang des GR 20 in der Macchia und in den Bergen lieber auf die Jagd nach dem legendären korsischen Schwarzwild, dem Wildschwein.

Dienstag, 18. Oktober

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Raubkatzen
Tödliche Eleganz
Raubkatzen faszinieren durch ihre geschmeidige Eleganz ebenso wie durch ihren kalten Jagdinstinkt. Der BBC-Zweiteiler über die Raubkatzen würdigt die gesamte Tierfamilie vom Sibirischen Tiger, der größten Katze, bis zur kleinsten, der Rostkatze, die die Urwälder Sri Lankas durchstreift. Der Film zeigt einsame Schneeleoparden im Himalaya und große Löwenrudel in Tansania. Während der dreijährigen Dreharbeiten konnten die Teams Katzen genau beobachten und Verhalten filmen, das selbst Wissenschaftler überrascht. Immer dabei: Neueste Technik die einen exklusiven Einblick in die Welt der stolzen Tiere gibt. Sie denken, Sie kennen Katzen und wissen alles über sie? Lassen Sie sich überraschen. Raubkatzen haben weit mehr zu bieten als nur ihr Image als „Top Jäger“. Katzen haben auch eine sanfte Seite, sie sind intelligent und gefühlvoll, Katzen sind aufopfernde Eltern und erstaunlich gut verschiedenste Lebensräume angepasst. In der ersten Folge steigt eine Expedition in die eisigen Höhen des Himalaja – auf der Suche nach einem Phantom: dem Schneeleoparden. Lautlos und meist unsichtbar, schleicht die geheimnisvolle Raubkatze durch die raue Gebirgswelt. Ein anderes Team beobachtet mit hochempfindlichen Nachtsichtkameras und neu entwickelten Kamerafallen eine Leopardin auf der Jagd in Afrika. Am Strand von Patagonien ist ein Puma auf der Suche nach Beute. Er jagt Pinguine. Weitere Highlights dieser Folge sind der Kronk, der kanadische Luchs und die spannende Hochgeschwindigkeitsjagd der Geparde. In faszinierenden Verhaltensaufnahmen und überraschenden Geschichten gibt der Zweiteiler “Raubkatzen“ Einblicke in die Natur der eleganten Jäger und zeigt, dass diese so gut erforschte Tiergruppe noch immer viele Überraschungen bereit hält.

Mittwoch, 19. Oktober

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Raubkatzen
Heimliche Jäger
Die zweite Folge von „Raubkatzen“ gibt einen erstaunlichen Einblick in das geheime Leben der faszinierenden Raubtiere. Das Jagdverhalten und Sozialleben der meisten Katzen ist schwer zu beobachten und noch schwerer zu filmen. Noch geheimnisvoller und auch sehr wenig erforscht sind die Kleinkatzen. Die kleinste Katze Afrikas ist die Schwarzfußkatze. Ein Löwe ist 200 mal schwerer als sie. Und dennoch ist sie mit 60 Prozent Erfolgsquote der tödlichste Jäger der ganzen Katzenfamilie. Ob Fischkatze, Nebelparder, Pallaskatze oder Serval – Katzen gibt es in so vielen verschiedenen Facetten, dass uns die meisten bisher noch völlig unbekannt sind.

Donnerstag, 20. Oktober

NDR Fernsehen, 6.35 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Herbe Schönheit am Atlantik
Die Adler waren in Schottland bereits ausgerottet und erleben jetzt Dank engagierter Vogelschützer ein Comeback. Das Wahrzeichen der Highlands sind sicher die majestätischen Rothirsche, die vielerorts frei über die Bergkämme ziehen. Im Herbst findet ihre lautstarke Brunft statt. Andere Geräusche dominieren den Frühling. Es sind die Balzrufe der Birkhuhnhähne. Extreme Zeitlupenaufnahmen mit über 2.000 Bildern pro Sekunde zeigen die atemberaubenden Kämpfe in voller Pracht. Ein kurzes Flügelschlagen wird so zu einer ästhetischen Choreographie.

arte, 10.20 Uhr
Wildschweine – Das Comeback
Sie sind die Schweizer Messer unter den Tieren: kompakt, unverwüstlich und für alle Fälle gerüstet. Im vorletzten Jahrhundert galten Wildschweine in Europa als ausgerottet. Heute leben wieder mehrere Millionen Tiere in unseren Wäldern. Und das aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften: soziale Kompetenz und Anpassungsfähigkeit. Eine Dokumentation über ein Tier, das in unseren Wäldern lebt und völlig unterschätzt wird. Und es ist zugleich die Geschichte über sein bemerkenswertes Comeback. Sie haben alles, was zum Überleben wichtig ist: ein ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit – vor allem aber: Sie sind lernfähig. Wildschweine sind die heimlichen Herrscher des Waldes. Das war nicht immer so. Noch vor Jahrhunderten waren sie in vielen Teilen Europas ausgerottet – aufgrund intensiver Bejagung und Abholzung der Wälder. Doch die Wildschweine sind zurück. Ihr Comeback ist spektakulär: In den europäischen Wäldern leben mittlerweile wieder mehrere Millionen Tiere. Und ihre Population dehnt sich weiter aus. Das Wildschwein des 21. Jahrhunderts findet im Vergleich zu seinen Vorfahren veränderte Lebensbedingungen vor. Seine natürlichen Hauptfeinde Braunbär und Wolf existieren in Europa nicht mehr oder stellen zumindest keine Gefahr dar. Der Uhu greift sich zwar immer wieder einzelne Jungtiere, aber gefährden kann er den Bestand nicht. Und auch der größte natürliche und alljährlich wiederkehrende Feind – die winterliche Kälte – kann das Comeback nicht stoppen. Denn durch Klimawandel und Erderwärmung werden die Winter milder, was die Population zwangsläufig begünstigt. Doch die Klimaveränderungen erklären ihr Comeback nur unvollständig. Die Dokumentation „Wildschweine – Das Comeback“ geht vor allem der Frage nach, was das „Erfolgsrezept“ der Tiere ist. Für Regisseurin Astrid Miller war es wichtig, das Sozialverhalten in der Gruppe und die Anpassungsfähigkeit der Tiere filmisch zu dokumentieren. Die Dokumentation zeigt das Leben von Wildschweinen in drei unterschiedlichen Habitaten Europas – im Osten Österreichs, im Süden Frankreichs und im Osten Polens.

Freitag, 21. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 10.50 Uhr
Welt der Tiere
Die Rückkehr der weißen Wölfin
Einst soll eine „weiße“ Wölfin einem Nomadenvolk am Ural geholfen haben. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Heute sind am Ural allerdings nicht mehr die Menschen, sondern die Wölfe in Not. Der Pakt scheint vergessen. Doch dann taucht wieder eine „weiße“ Wölfin auf. Die Überlieferung erzählt von einer „weißen“ Wölfin, die einem Nomadenvolk am Ural einst geholfen haben soll. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Aber in der postkommunistischen Zeit ist auch in Baschkortostan, dem Land der weißen Wölfin, eine berüchtigte neureiche Schicht, die „Neuen Russen“, eingefallen. Der neueste Wintertrend ist die Großwildjagd. Ausgerüstet mit den teuersten und besten Jagdgewehren und den größten und schnellsten Skijets rast man über die weiten schneebedeckten Ebenen und Täler des Urals. Bevorzugtes Ziel sind Wölfe – von Rücksicht oder Einsicht in ökologische Zusammenhänge sind diese Jäger weit entfernt. Heute sind am Ural nicht mehr die Menschen, sondern die Wölfe in Not. Der Pakt scheint vergessen. Doch dann taucht wieder eine „weiße“ Wölfin auf …

Samstag, 22. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Was ist nur los im Tal der Geier?
Zwei ausgewachsene Bartgeier, die ihre Kreise jahrelang über den Tälern der Alpen ziehen, sind plötzlich verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Wilderer am Werk sind. Wieder gibt es eine „Geierwalli“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Licht in das immer wiederkehrende Verschwinden der Geier zu bringen. Nicola und Tauernwind heißen zwei Bartgeier, die ihre Kreise jahrelang über den Tälern der Alpen gezogen haben. Und plötzlich sind sie verschwunden. Der Verdacht liegt nahe, dass Wilderer am Werk sind, vor allem weil dies nicht der einzige Vorfall dieser Art ist. Nina Roth-Callies hat das Projekt der Wiederansiedlung von Bartgeiern in den Alpen von Anfang an begleitet. Jetzt hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Licht in das immer wiederkehrende Verschwinden der Geier zu bringen. Und noch eine weitere Frage treibt sie um: Warum hat es in Österreich bisher kein einziges Geierpaar geschafft, ein Junges aufzuziehen? Eine erfolgreiche Wiederansiedlung auch in Österreich hat sich Nina Roth-Callies als Ziel gesetzt und kämpft dafür mit dem Einsatz und Engagement einer echten „Geierwalli“.

arte, 14.10 Uhr
Spaniens einzigartige Waldlandschaft: Dehesa
Im Süden Europas, auf der Iberischen Halbinsel, liegt eines der vielfältigsten Naturjuwele der Erde: die Dehesa, eine einzigartige Landschaft, die über Jahrhunderte von Tieren und Menschen unter ständiger Einwirkung des mediterranen Klimas geformt wurde und die bis heute eine unglaubliche Biodiversität aufweist. Viele unterschiedliche Jäger, darunter Adler, Luchse und Mangusten, patrouillieren durch die Wälder. Sie alle haben es auf die Wildkaninchen abgesehen, die nur dank ihrer hohen Fertilitätsrate als Spezies überleben können und das wichtigste Glied in der Nahrungskette bilden. Der Iberische Luchs gehört zu den am stärksten bedrohten Katzenarten der Welt und hat sich auf die Wildkaninchenjagd spezialisiert. Zum ersten Mal werden in dieser Dokumentation die Jagd- und Erziehungsmethoden der seltenen Tiere einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Die Wasserstellen der Dehesa bieten zudem eine imposante Kulisse für bewegende und oft auch amüsante Naturereignisse: Geier baden dort nach dem großen Fressen, und ein Mäusebussard liefert sich mit einem widerwilligen Frosch einen aufreibenden Kampf, während andere Frösche in atemberaubenden Zeitlupenaufnahmen Libellen jagen.

Sonntag, 23. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Das Hafenlohrtal im Spessart
Auf den Mittelgebirgszügen des Spessarts erstrecken sich die größten zusammenhängenden Laubmischwälder in Deutschland. In einem seiner Täler fließt wild mäandernd die Hafenlohr. „Dies ist eine alte Landschaft, die gibt es gar nicht mehr. Hier ist die Zeit stehengeblieben“ schrieb schon Kurt Tucholsky auf einer Wanderung durch das Hafenlohrtal. Hubertus Bernhard hat sich immer gewünscht, hierher als Förster zurückzukehren. In dem Forsthaus in Erlenfurt, wo er aufgewachsen ist und sein Vater schon Förster war, lebt er und arbeitet „im schönsten Revier Deutschlands“, wie er sagt. Die Eichen schützt er in einigen Flächen vor Wildschweinen und zu vielen Buchen, damit sie groß werden können.

rbb Fernsehen, 21.00 Uhr
Im Wolfsgebirge der Ostkarpaten
Wenn die Nacht beginnt und der Nebel sich über die Ostkarpaten senkt, zerreißt manchmal das Heulen eines Wolfes die friedliche Stille. Dann hallt das Echo in den Bergen wider und unten im Tal ziehen sich die Tiere eilig in den Wald zurück. Wisente und Hirsche suchen den Schutz der Bäume und des Dickichts, ein Biber schwimmt in sein Versteck. Nur ein Bär harrt aus, ob die Wölfe etwas von ihrer Beute zurücklassen. Drei Jahre lang zog der slowakische Naturfilmer Erik Baláž mit seinen Freunden Jozef Fiala und Karol Kaliský durch jeden Winkel der Wälder und Berge der östlichen Karpaten. Im Dreiländereck zwischen der Slowakei, Polen und der Ukraine suchten sie nach dem Wolf und anderen großen Säugetieren, die hier einst heimisch waren und nun wieder sind. Dieses Gebiet, eines der letzten nahezu unberührten in Europa, wurde schon in früheren Zeiten „Wolfsgebirge“.

TV-Programm 24.10.2022 - 30.10.2022

Montag, 24. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Skandinavien – Norwegen
Filmemacher Jan Haft gelingt es in „Wildes Skandinavien – Norwegen“, die Tierwelt und die entlegenen Landstriche Norwegens aus ungewohnten Perspektiven zu zeigen. Norwegen, ein Land wie aus der Eiszeit: gewaltige Gletscher, raue Gebirge, endlose Tundra und tiefe Fjorde. Filmemacher Jan Haft gelingt es, die Tierwelt und die entlegenen Landstriche Norwegens aus ungewohnten Perspektiven zu zeigen. Zu sehen ist, wie im eisigen Winter Seeadler mit Nebelkrähen um Nahrung streiten – mit fatalen Folgen für die furchtlosen Rabenvögel, wie Lemminge im Frühjahr über dünnes Eis flitzen, und wie Doppelschnepfen ihren klirrenden Balzgesang erklingen lassen. Das Team folgt einer Herde Moschusochsen auf ihrer Wanderung durch die baumlose Tundra. Die Naturfilmer werden Zeugen der eindrucksvollen Brunftkämpfe, erleben die Moschusochsen bei der Paarung und der Aufzucht ihrer Jungen. In einer Superzeitlupe wird die Wucht förmlich spürbar, wenn zwei Kolosse von Moschusochsen mit voller Kraft und Kopf voran aufeinanderprallen. Auch die Ohrentaucher gehen beim Kampf um die Weibchen nicht zimperlich miteinander um. Erst die hochauflösende Zeitlupe macht deutlich, wie heftig die Vögel miteinander streiten. Friedlicher und weitaus graziler geht es beim Balztanz zu, wenn sich die Partner anmutig im Synchronschwimmen üben.

Dienstag, 25. Oktober

arte, 7.15 Uhr
GEO Reportage: Panzer, Wölfe, Rothirsche
Es wird fast rund um die Uhr scharf geschossen – auf dem Truppenübungsplatz der US-Streitkräfte im oberpfälzischen Grafenwöhr. Kaum vorstellbar, dass sich in diesem riesigen, scheinbar lebensfeindlichen, Gebiet genau darum ein einzigartiges Naturrefugium gebildet hat. Unbehelligt von der ständigen Beschneidung ihres Lebensraums, von den Gefahren der Urbanität, leben hier zahlreiche Tierarten. Nun soll der Einfluss des Wolfes auf die großen Rotwild-Bestände des Areals wissenschaftlich untersucht werden. Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr liegt in der Oberpfalz im Norden Bayerns. Er ist mit einer Fläche von 234 km² der größte Truppenübungsplatz der US-Armee außerhalb der USA. Bis auf wenige Stunden morgens und abends wird hier rund um die Uhr scharf geschossen. In diesem Gebiet sind Marcus Meißner und Maria Zetsche vom Wildbiologischen Institut Göttingen und Dresden e.V. mit einer Sondergenehmigung der US-Armee unterwegs. Der Diplomforstwirt und die Tierärztin koordinieren ein Projekt, das den Einfluss des Wolfs auf das Verhalten der Rothirsche herausfinden möchte. Marcus Meißner untersucht schon seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bundesforst das Verhalten der Rothirsche auf dem Übungsplatz. Mit Hilfe von GPS-Sendern wurden Verhalten und Bewegungsmuster des Rotwildes ohne den Wolf erforscht. Jetzt soll das gleiche noch mal gemacht werden, unter dem Einfluss der jetzt hier nachweislich lebenden Wölfe. Dazu müssen die scheuen Tiere wieder mühsam gefangen und mit einem Senderhalsband versehen werden. Gespannt sehen Marcus, Maria und ihre Kolleginnen dem Ergebnis entgegen.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Unsere Eichhörnchen
Eichhörnchen: Den flinken Nagern mit dem buschigen Schwanz begegnet man in der freien Natur, in städtischen Parks und sogar in Gärten. Ihr natürlicher Lebensraum jedoch sind die Wälder weit draußen vor der Stadt. Dort sind Eichhörnchen in ihrem Element. Eichhörnchen lieben Mischwälder mit altem Baumbestand. Dort finden die Allesfresser reichlich Samen, Nüsse, Früchte, Pilze und hin und wieder nahrhafte Vogeleier. Hoch oben in den Baumwipfeln bauen die Einzelgänger ihre Nester. In den mit Moos und Gräsern gepolsterten Kobeln wird nicht nur der Nachwuchs geboren und aufgezogen, sie dienen auch als Quartier für die Winterruhe. Europäische Eichhörnchen können sich keine Fettreserven anfressen. Deshalb müssen sie in der kalten Jahreszeit ein bis zwei Stunden pro Tag Nahrung suchen, den Kobel verlassen und ihre Depots wiederfinden, die sie im Herbst angelegt haben. Zwei- oder sogar dreimal im Jahr bekommen Eichhörnchen Nachwuchs. Nur etwa jedes fünfte Jungtier überlebt das erste Lebensjahr. Die größte Gefahr für Eichhörnchen hat jedoch der Mensch zu verantworten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in England und Italien Amerikanische Grauhörnchen ausgesetzt. Sie sind kräftiger und widerstandsfähiger als ihre europäischen Verwandten und verbreiten einen tödlichen Pockenvirus, gegen den sie selbst immun sind. In Großbritannien sind Europäische Eichhörnchen daher bereits fast ausgestorben und aus Italien droht die invasive Art nach Norden vorzudringen. Für Kameramann Johannes Pötscher waren die Dreharbeiten mit den flinken Eichhörnchen eine besondere Herausforderung: „Um die unvorhersehbaren, akrobatischen Sprünge festzuhalten, habe ich vor den Eichhörnchen-Drehs mit fliegenden Tennisbällen trainiert.“ Es hat sich gelohnt, ihm sind spektakuläre Aufnahmen gelungen.

3sat, 13.55 Uhr
Braunkehlchen, Kiebitz & Kaiseradler – wie retten wir Österreichs Vogelwelt?
Durch den Verlust von Lebensraum sind viele Feldvögel akut vom Aussterben bedroht. Große Greifvögel werden immer noch verfolgt und getötet. Der Film zeigt die gefährdeten Vögel Österreichs und ihre Lebensräume: von den Alpen über Wiesenlandschaften bis zu wilden Seeufern. Besonders heikel ist die Situation der Vogelwelt im Kultur- und Ackerland. Die Intensivierung der Landwirtschaft hat zum Beispiel Grauammer und Rebhuhn an den Rand des Abgrunds gedrängt. Das Naturhistorische Museum in Wien zeigt nicht nur prächtige Exponate: Hinter den Kulissen wird auch an der Vogelwelt im In- und Ausland geforscht. Durch den Verlust von Lebensraum sind viele Feldvögel akut vom Aussterben bedroht. Große Greifvögel werden, trotz erfolgreicher Schutzprojekte, immer noch verfolgt und getötet. Für den Erhalt der Vogelvielfalt arbeiten in Österreich Privatpersonen, kleine Initiativen und große Naturschutzorganisationen. Der Film zeigt die gefährdeten Vögel Österreichs und ihre Lebensräume: von den Alpen über Wiesenlandschaften bis zu wilden Seeufern. In allen Bundesländern Österreichs setzen sich Menschen auf vielfältige Weise für den Schutz der Vögel ein. „BirdLife Österreich“ spielt dabei eine zentrale Rolle: Die „Ampelliste“ zeigt die Gefährdung der heimischen Brutvögel an. Das Verschwinden der prächtigen Blauracke scheint mittlerweile unausweichlich. Tausende Unterstützer nehmen mit ihren eigenen Vogelbeobachtungen an Citizen Sience-Projekten teil und leisten so einen Beitrag zum Vogelschutz. Besonders heikel ist die Situation der Vogelwelt im Kultur- und Ackerland. Die fortschreitende Intensivierung von landwirtschaftlich genutzten Flächen hat zum Beispiel Grauammer und Rebhuhn an den Rand des Abgrunds gedrängt. In vielen Regionen sind sie bereits ausgestorben. Im Vorarlberger Rheintal bemüht sich der Naturschutzbund um die letzten Brutpaare von Brachvogel und Kiebitz. Spezielle Schutzprojekte für das seltene Braunkehlchen tragen in Tirol und Oberösterreich Früchte. Im Schilfgürtel des Neusiedler Sees werden Brutvögel seit Jahrzehnten gezählt und Veränderungen dokumentiert. Das Naturhistorische Museum in Wien zeigt nicht nur prächtige Exponate: Hinter den Kulissen wird auch an der Vogelwelt im In- und Ausland geforscht. Die selbstständige Rückkehr großer, einst ausgestorbener Greifvögel wie Seeadler und Kaiseradler und die Ausbreitung des Rotmilans in Österreich sind große Erfolge der letzten Jahrzehnte. Um Gefahren für die Adler besser zu verstehen, werden Jungvögel mit GPS-Sendern versehen, die ihre Bewegungen aufzeichnen. Denn die Könige der Lüfte schweben weiterhin in Gefahr. Abschuss und Vergiftung von Adlern, Milanen, Weihen und Bussarden sind in den östlichen Landesteilen noch immer weit verbreitet. In der Aufklärung solcher Kriminalfälle kommen zunehmend auch Hunde unterstützend zum Einsatz: Die geschulten Nasen der Naturschutzhunde helfen bei der Suche nach getöteten Vögeln und ausgelegten Ködern. Die Wege, um die Diversität der österreichischen Vogelwelt zu erhalten, sind vielfältig. Und jeder kann dabei mithelfen, die Lebensräume dieser farbenfrohen, großen wie kleinen, lauten wie leisen Vogelwelt zu retten.

3sat, 14.50 Uhr
Turmfalken – Jäger der Großstadt
Turmfalken sind die erfolgreichsten Greifvögel Europas. Sie sind anpassungsfähige Bewohner von Au-Gebieten ebenso wie von alpinen Regionen – und sie sind wahrlich meisterhafte Jäger. Die Dokumentation begleitet zwei Brutpaare: eines in einer gut geschützten Mauernische im Zentrum der Millionenstadt Wien und eines in einer verwaisten Blumenkiste am Fensterbrett desselben Innenstadthauses. Ein ergreifendes Drama entwickelt sich um den Nachwuchs. Während das unerfahrene Brutpaar des einen Nests ständig dazulernt und am Ende erfolgreich ist, mündet die Brut des anderen Paares in einer Tragödie.

Mittwoch, 26. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Alaskas Welt der Giganten – Der Denali-Nationalpark
Im Denali-Nationalpark im Herzen Alaskas ziehen die großen Raubtiere des Nordens, Wölfe und Bären, durch das weite Land und folgen den riesigen Karibuherden. Tierfilmer Günter Goldmann zeigt, dass auch friedliche Pflanzenfresser wie Elche alles andere als hilflose Opfer sind. Im Denali-Nationalpark im Herzen Alaskas leben und jagen Wölfe und Bären. In dramatischen Szenen zeigt der Tierfilmer Günter Goldmann, dass die beiden Jäger erbitterte Konkurrenten, und dass auch friedliche Pflanzenfresser wie Elche alles andere als hilflose Opfer sind. Das TV-Team folgt der Hundeschlittenführerin Karen und dem Ranger Scott, für die der Nationalpark etwas ganz Besonderes ist, viel mehr als nur ein Arbeitsplatz. Sie sind dem Zauber dieser wilden Region im äußersten Norden des amerikanischen Kontinents erlegen und können sich inzwischen keinen besseren Ort zum Leben vorstellen. Den zahllosen Touristen, die jedes Jahr nach Denali kommen, versuchen Karen und Scott ein Gefühl für die Natur und ihre einzigartigen Bewohner zu vermitteln. Es gibt eben nicht nur die großen „Stars“ wie die zahlreichen Wolfsrudel und die Bären, sondern auch eine ganze Anzahl anderer spannender Tiere wie Dall-Schafe, Schneehühner und Steinadler. Für Karen und Scott ist Denali eine der aufregendsten Landschaften der Erde, eine ursprüngliche Wildnis zu Füßen des Mount McKinley.

arte, 19.40 Uhr
Re: Jagd am Polarkreis
Die Samen gegen den schwedischen Staat
In Schweden hat der Oberste Gerichtshof in einem Urteil dem indigenen Volk der Samen die alleinige Vergabe der Jagdrechte für Kleinwild und Fisch zugesprochen. Für die Samen ein historisch bedeutender Moment, für die schwedischen Jäger ein Ärgernis. Es droht die Eskalation eines langen schwelenden Konfliktes: Wem gehört das Land der Rentiere?Das Argument der Samen-Gemeinde Girjas, das letztlich auch den Obersten Gerichtshof überzeugte: Seit Tausenden von Jahren hätten sie hier gejagt, gefischt und das Land als Weideland für ihre Rentiere genutzt. Bis der schwedische Staat kam und ihnen – aus ihrer Sicht – immer mehr Land und damit ihre Lebensgrundlage nahm. Zwischen 20.000 und 40.000 Menschen gehören der Gruppe der Samen in Schweden an. Rund 4.700 von ihnen sind Rentierbesitzer, wie die Familie von Ylva Sarri. Sie begrüßt das Urteil, denn die schwedischen Jäger würden mit ihren Hunden die Rentiere ängstigen und die Arbeit der Samen behindern. Regelmäßig fangen die Halter ihre Tiere ein, um sie zu schlachten und Fleisch und Fell zu verkaufen. Joachim Almgren ist einer von über 300.000 schwedischen Jägern im Land, der nun bangt, mit seinen Hunden in Zukunft nur noch eingeschränkt jagen zu können. Jagd und Fischfang sind bei den Schweden beliebte Freizeitaktivitäten, auf die sie ungern verzichten würden. Was, wenn andere Samen-Gemeinden dem Vorbild von Girjas Sameby folgen und vor Gericht ziehen, um die alleinige Vergabe der Jagdrechte zu erstreiten? Welches ist das höhere Gut: das Wohl der Rentiere oder das Jagdrecht der Schweden?

3sat, 21.05 Uhr
So schlau sind Tiere
Viele Tiere sind schlauer als bisher angenommen: Kognitive und kreative Problemlösung bis hin zu emotionaler und sozialer Intelligenz. Neues Wissen über unsere Verwandten stellt den Umgang mit diesen in Frage. Erstausstrahlung

Donnerstag, 27. Oktober

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Das Steinhuder Meer – Niedersachsens wilder See
Das Steinhuder Meer ist mit seinen angrenzenden Mooren, Erlenbrüchen und Feuchtwiesen Naturparadies und Naherholungsgebiet in einem: Segelrevier, Strandbad, aber auch Lebensraum für seltene Tiere. Der 30 km² große See im Westen Hannovers ist ein Paradebeispiel für Naturschutz, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Biologen haben am größten See Niedersachsens in den vergangenen 25 Jahren eine Fülle von Lebensräumen wiederhergestellt und viele längst verschwundene Tierarten wiederangesiedelt. Der Mensch hat das Gebiet im Westen Hannovers seit jeher geprägt, sei es im Negativen, als in den 1950er-Jahren zahlreiche Feuchtgebiete entwässert wurden, sei es im Positiven, so wurden das Ost- und Westufer des Steinhuder Meers zum insgesamt 310 Quadratkilometer großen Naturpark erklärt. Inzwischen sind viele Flächen wieder voller Leben. Naturschützer renaturierten Feuchtwiesen und Moore, die in Norddeutschland zu den wichtigsten Lebensräumen für seltene Arten zählen. Die Tierfilmer Svenja Schieke und Ralph Schieke beobachteten zwei Jahre lang mit der Kamera das außergewöhnliche Tierleben am Steinhuder Meer. Das Steinhuder Meer, Norddeutschlands größter Flachsee, ist eine wichtige Drehscheibe des Vogelzugs. Im Winter rasten hier bis zu 40.000 Vögel, darunter fast 20.000 Blässgänse aus Sibirien. Im Frühjahr machen Laubfrösche mit ihrer ohrenbetäubenden Balz auf sich aufmerksam. Sie leben oft in denselben Teichen wie Europäische Sumpfschildkröten, beides Arten, die hier ausgestorben waren. Über den Wiesen kreisen nach 100 Jahren wieder Fischadler. Naturschützer bauten künstliche Nisthilfen und setzten gezielt Karauschen als mögliche Beutefische aus. Mittlerweile brütet wieder ein Dutzend Adlerpaare am See. In den Moorgebieten legten Biologen Lebensräume für die gefährdete Kreuzotter an, die sich seitdem wieder vermehrt. Feldgrillen wurden gezielt angesiedelt, um die ausgestorbenen Insekten zurückzubringen. Mit Erfolg, die Grillen vermehren sich stark und locken Vogelarten wie den Wiedehopf an, der sich von Großinsekten ernährt.

3sat, 13.15 Uhr
Freche Viecher: Nandus
Die einzige Kolonie wilder Nandus in Europa lebt in einem kleinen Areal in Norddeutschland. Dort brachen die Vorfahren der straußenähnlichen Vögel vor circa 20 Jahren aus einem Gehege aus. Seither vermehren sie sich ungestört. Landwirte beklagen Ernteverluste, und Naturschützer vermuten einen Einfluss auf seltene Insekten. Ein Forscher ist den größten Vögeln Europas auf der Spur. Nandus mögen es in der Regel eher warm. Sie leben in den offenen Pampas und Ebenen Südamerikas und sind dort vom Aussterben bedroht. Wegen ihrer Federn, ihrer Lederhaut und auch für das Fleisch werden sie in Europa in Farmen gehalten. Einige Exemplare entwichen zwischen 1999 und 2001 aus einem Privatgehege bei Lübeck. Seitdem tauchen Nandus im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern auf. In der offenen Landschaft dominieren weitläufige Agrarsteppen. Dort finden die Nandus, was sie brauchen, um kalte Winter zu überstehen: Raps, Rüben und Maispflanzen aus der modernen industriellen Landwirtschaft. Natürliche Feinde haben die Nandus hierzulande kaum. An einigen Stellen sorgen die großen Vögel mit ihrem Appetit für Ernteschäden und Missmut bei den Bauern. Auch Naturschützer schlagen Alarm: Junge Nandus würden bedrohte Insekten und Eidechsen verspeisen. Obwohl streng geschützt, hat das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns die exotischen Laufvögel ins Jagdrecht überführt. Seither werden Nandus geschossen. Gleichzeitig locken die exotischen Vögel vermehrt neugierige Wochenendtouristen und Naturfotografen zu Nandu-Safaris an. Sie sind von den Straßen leicht zu beobachten, weil sie kaum Scheu zeigen. Sind Nandus eine Gefahr für Bauern und Natur? Ein Biologe folgt den Laufriesen und sammelt Fakten, um mehr über den potenziellen Schädling zu erfahren.

3sat, 14.50 Uhr
Freche Viecher: Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Einst aus ehemaligen Pelzfarmen entwichen, besiedeln sie seit Jahrzehnten Europas Gewässer. Dort bauen sie Höhlen in die Ufer und knabbern an der Vegetation. Während Wasserbauer und Naturschützer die Nager vehement bekämpfen, füttern Tierfreunde sie in den Städten. Wie soll man umgehen mit den umstrittenen Pelztieren? Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Seit Jahrzehnten besiedeln sie Europas Seen, Flüsse und Kanäle. Dort bauen sie Höhlen in die Uferböschungen, knabbern an der Vegetation und gefährden damit Deiche und Dämme. Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhrichtvegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbot und Strafandrohung gefüttert und weitgehend in Ruhe gelassen. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf. Die Dokumentation fragt auch, was die eingeschleppte Tierart in ihrem neuen Lebensraum so erfolgreich macht.

3sat, 16.15 Uhr
Waffen der Tiere (1)
Dschungel
Die erste Folge der dreiteiligen Reihe „Waffen der Tiere“ zeigt, mit welchen Angriffs- und Abwehrmechanismen die Dschungeltiere ausgerüstet sind und wie sie diese im Überlebenskampf einsetzen. Die Evolution hat in der Tierweilt ein Wettrüsten ausgelöst. Jedes Tier hat eigene Waffen. Ob in Dschungel, Prärie oder Ozean – mit Klauen, Gift und Intelligenz kämpfen Tiere ums Überleben. Der tropische Regenwald beheimatet rund zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Es ist ein komplexes Jagdrevier, in dem Krokodile, Jaguare und Insekten tödliche Waffen einsetzen. mit Stacheln, Geweihen und Zähnen kämpfen sie um Beute und Paarungsrechte. Der Jaguar hat den stärksten Biss aller Raubkatzen und geht regelmäßig auf Reptilienjagd. Er jagt allein und kann sogar Schildkrötenpanzer durchbeißen. Fischotter hingegen jagen ihre Beute gemeinsam. Koordiniert treiben sie Fischschwärme zusammen und dann in die Enge, sodass die Beute nicht mehr flüchten kann. Unbemerkt von den großen Raubtieren lauert die Portia-Spinne ihrer Beute auf. Sie frisst andere Spinnen. Dafür springt sie, tarnt sich oder nutzt ihre außergewöhnliche Intelligenz, um das Verhalten ihrer Beute zu analysieren.

3sat, 17.00 Uhr
Waffen der Tiere (2)
Offenes Gelände
Die zweite Folge der dreiteiligen Reihe „Waffen der Tiere“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Ebenen dieser Welt, in der Raub- und Beutetiere strategisch und gut ausgerüstet um ihr Überleben kämpfen. In den Ebenen und Prärien der Erde haben es Raubtiere schwer: Ihre Beute sieht sie schon von Weitem kommen. Das erfordert besondere Überlebenstechniken. Von der afrikanischen Savanne bis zur amerikanischen Prärie finden sich Tiere in Herden zusammen, um Schutz zu finden. Geparden haben es besonders schwer. Sie sind die schnellsten Landtiere der Welt, doch gegen Löwenweibchen können sie nichts ausrichten. Regelmäßig müssen sie ihre Beute den Löwen überlassen, und jedes zweite Gepardenjunge wird von Löwinnen getötet. In Nordamerika hat sich der Kojote den Gegebenheiten angepasst und findet mit seinem hochempfindlichen Gehör selbst unter meterhohen Schneedecken noch Beutetiere. Aber auch innerhalb von Herden setzen Tiere ihre Waffen gegeneinander ein. Bisonmännchen etwa kämpfen bis zur Erschöpfung um das Recht, sich mit den Weibchen zu paaren. Am Ende der Brunftzeit können einige geschwächte Tiere nicht mehr mit der Herde mithalten und werden von viel kleineren Raubtieren erlegt.

Freitag, 28. Oktober

arte, 10.55 Uhr
Polens Osten
Zwischen Wisenten, Wölfen und Elchen
Der Osten Polens ist eine der letzten wilden Regionen Europas. Hier gibt es Tiere, die anderswo längst verschwunden sind. Im Urwald von Białowieża leben rund 1.500 Wisente – riesige und ausdauernde Wildrinder. Die Biebrza-Niederungen bilden den größten Nationalpark Polens und sind für Biber, Fischotter und zahllose Wasservögel von größtem Wert. Durch internationale Zuchtprogramme gelang es hier sogar Wisente anzusiedeln. Dank ihres dichten Fells sind die Wildrinder Kältespezialisten – Temperaturen von minus 20 Grad Celsius sind für sie kein Problem. Die Biebrza-Niederungen sind auch ein Paradies für Biber und Fischotter. Über 100 Kilometer schlängelt sich das Flusstal durch die Landschaft. Hier finden die größten Nagetiere Europas und die agilen Wassermarder noch ausreichend Lebensraum. Die beiden ungleichen Nachbarn haben eine Gemeinsamkeit: Mit ihrem dichten Pelz, der selbst eisige Kälte abhält, sind Biber und Fischotter bestens an ihren Lebensraum angepasst. Auch etwa 2.500 Wölfe leben heute in Polen, vier bis fünf Mal so viele wie in Deutschland. Doch selbst wenn sie im Winter näher an die Dörfer herankommen, hat man sich mit ihnen weitgehend arrangiert. Gefährlich sind sie allerdings für viele Wildtiere wie Elche, die größten aller Hirsche. Noch zeigt die Natur im Osten Polens einen Artenreichtum, der in Europa seinesgleichen sucht. Doch Autobahnen und intensive Landwirtschaft machen auch vor dieser Region nicht Halt und sind eine potenzielle Gefahr für das Leben der Tiere im Nationalpark.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Königstiger – Kampf ums Überleben
Der Film „Königstiger – Kampf ums Überleben“ erzählt die wahre Geschichte einer Königstigerfamilie im Norden Indiens. Der Ranthambhore-Nationalpark in Rajasthan ist weltberühmt für seine Tiger. Für die Raubkatzen ist er mit knapp 400 Quadratkilometern einer der letzten großen Zufluchtsorte im Norden Indiens. Hier lebt die 13 Jahre alte Königstigerin Machli. Ganz Indien kennt und verehrt sie. Noch ist sie die mächtigste Tigerin in der Region, doch sie ist alt und wird ihr Reich nicht mehr lange verteidigen können. Tiger sind Einzelgänger und halten ein Revier normalerweise für sieben bis acht Jahre. Dass Machlis Herrschaft bereits länger als ein Jahrzehnt andauert, zeigt ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Der Rajbagh-See lockt Axis- und Sambarhirsche, die Hauptbeute der Königstiger. In diesem perfekten Umfeld bekommt Machli fünfmal Nachwuchs. Neun ihrer Jungen überleben bis ins Erwachsenenalter. Keines wagt zu bleiben – bis auf Satra. Machlis selbstbewusste Tochter vertreibt in spektakulären Machtkämpfen ihre Schwestern Athara und Unis aus dem Gebiet und stellt sich schließlich ihrer Mutter …

Samstag, 29. Oktober

SWR Fernsehen, 6.00 Uhr
Pflanzen und Tiere
Leben in der Rotte – Wildschweine
Wildschweine sind scheu, vorsichtig und so intelligent, dass sie dort, wo sie bejagt werden, nur nachts auf Nahrungssuche zu gehen. Der Film zeigt ihre typischen Verhaltensweisen: die Fortpflanzung und Aufzucht ihrer Jungen, der Frischlinge, sowie die Nahrungssuche und das Zusammenleben in der Rotte.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Wildes Rumänien – Land der Bären und Wölfe
Im Südosten Europas liegt ein Naturjuwel, das seinesgleichen sucht: Rumänien. Durch seine unzugänglichen Wälder streifen noch Bären und Wölfe, in seinen abgelegenen Dörfern leben die Menschen bis heute im Einklang mit der Natur – vieles erscheint wie aus längst vergangenen Zeiten. Siebenbürgen liegt im Zentrum Rumäniens: Seit etwa 800 Jahren sind hier die Siebenbürger Sachsen zu Hause. Die von Rhein und Mosel stammenden Siebenbürger Sachsen wirtschaften noch heute nach bewährter Tradition, viele sind Selbstversorger: Die meiste Feldarbeit wird von Hand erledigt, Pferde- und Ochsengespanne helfen dabei. Die Karpaten umgeben Siebenbürgen – über 2.000 Meter ragen die mächtigen Gebirgszüge empor. Wenn im Sommer große Schafherden auf den saftigen Bergwiesen weiden, droht ihnen Gefahr durch hungrige Bären. Große Schutzhunde begleiten daher die Schafe und ihre Hirten. Abseits der Alm tummeln sich Murmeltiere – während des kurzen Sommers im Hochgebirge sind sie vor allem damit beschäftigt, sich so viel Speck wie möglich für den nächsten Winterschlaf anzufressen. Rumänien ist ein Land der Kontraste: Lange Sandstrände, Felsklippen und mediterranes Klima prägen die Küste zum Schwarzen Meer. Gut geschützt an steilen Ufern nisten Zehntausende Uferschwalben – in mühsamer Feinarbeit graben sie ihre ein Meter langen Bruthöhlen in die Wand. Wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, tut sich ein weiteres Naturparadies auf: das Donaudelta. Im größten Schilfgebiet der Erde finden viele seltene Vögel Schutz und Lebensraum. Nur hier leben noch große Kolonien von Pelikanen.

Sonntag, 30. Oktober

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Der kleine Panda
Verborgen im Himalaya
Der Große Panda mit seinem auffälligen schwarz-weißen Fell ist weltberühmt. Nur wenige hingegen kennen den Kleinen oder Roten Panda. Kaum einer kann sich diesen schönen und ausgesprochen niedlichen kleinen Bären entziehen. In manchen Regionen Nepals heißen sie Ponja, zu Deutsch Bambusfresser. Daraus wurde der Name Panda abgeleitet. Die Pandas bilden sogar eine eigene Familie im Tierreich. Verborgen in den dichten Rhododendronwäldern und Bambusdschungeln des Himalayas führt der Kleine Panda ein äußerst verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte. Wir folgen einem Weibchen, das gut geschützt in einer Baumhöhle sein Junges zur Welt gebracht hat. Als Nesthocker entwickeln sich Rote Pandababys sehr langsam. Erst nach vier Wochen beginnt das Kleine, in der Höhle herum zu krabbeln. Wenn auch noch etwas tapsig. Der Film „Der Kleine Panda“ ist das erste intime Porträt, das es über diese Tiere gibt. Mit der jungen Mutter und ihrem Jungen erleben die Zuschauer die farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt zwischen Nepal, Bhutan und Sikkim. Hier turnen Hanuman-Languren durch Magnolienbäume, balzen Fasane, die in allen Farben des Regenbogens schillern, geht das kleinste Landsäugetier der Welt, die Etrusker-Spitzmaus, auf die Jagd und klettern ziegenartige Takine mühelos in Steilwänden herum. Die seltsamen Huftiere mit Knollennase haben sogar eine eingebaute Bremse am Huf. Inmitten dieses mystischen Bergreiches mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern konnte das Filmteam hautnah beobachten, wie die Pandamutter zum ersten Mal ihr Junges aus der Höhle in die Wälder des Himalayas führt. Eine Welt im Schatten von 8000 Meter hohen Gipfeln – artenreich und voller Leben. Eine Welt, die es zu schützen gilt.

TV-Programm 31.10.2022 - 06.11.2022

Montag, 31. Oktober

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Das geheime Leben der Rothirsche
Der Rothirsch gilt als „König der Wälder“. Während der Brunft ist ein Platzhirsch stark, gibt an – den Rest des Jahres muss er die körperlichen Reserven wieder auffüllen. Die Hirschkühe bringen im Verborgenen die Jungen zur Welt. Er gilt als der „König der Wälder“. Der Rothirsch – ein Mythos! Oft schon wurde er gefilmt, meist als liebestoller, röhrender Brunfthirsch, der im Herbst um die Weibchen kämpft. Wie die Art aber den Rest des Jahres “tickt“, wird oft übersehen. Während der Brunft ist ein Platzhirsch stark, gibt an, präsentiert sich und schreit sich fast die Seele aus dem Hals – ein richtiger Macho eben. Sein ganzes Streben ist nur auf das weibliche Geschlecht fixiert. Am Ende der Paarungszeit ist er im wahrsten Sinne des Wortes abgekämpft und muss den Rest des Jahres extremen Aufwand betreiben, um die körperlichen Reserven wieder aufzufüllen. In den kommenden Monaten ziehen die männlichen Tiere in Junggesellenrudeln umher und haben nur Fressen im Sinn. Ihre Nachkommen und die Weibchen interessieren sie kaum.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Skandinavien – Schweden
Faszinierendes Tierverhalten und brillante Vogelflugaufnahmen machen „Wildes Skandinavien – Schweden“ zu einem Fernseherlebnis. Die Naturfilmer Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg zeigen Schweden von seiner wilden Seite. Im Norden von Schweden, in den Hochlagen des Sarek Nationalparks, liegt bis zu sechs Monate im Jahr Schnee. Spezialisten wie der Bartkauz haben sich angepasst. Er hört eine Wühlmaus selbst unter der Schneedecke – spannende Zeitlupen-Aufnahmen zeigen die große Eule bei der Jagd. Wenn die Singschwäne im Frühjahr ihre Brutreviere besetzen, sind die schwedischen Seen noch vereist. Beißend gehen die konkurrierenden Männchen aufeinander los. Auch bei den Birkhühnern geht es zur Balz im Frühjahr um alles – erst hochauflösende Zeitlupenbilder zeigen, was genau beim Kampf der Hähne passiert. Wenn Schnee und Eis weichen, kommen im Mai die Elchkälber zur Welt. Jetzt beginnen üppige Zeiten in Schwedens Wäldern und Sümpfen. Nicht nur an den Bäumen, auch im Wasser finden die Elche reichlich zu fressen: Seerosen sind eine Delikatesse. Nach einem kurzen, intensiven Sommer kündigen die Brunftschreie der Elche wieder den Herbst an. Mit mächtigem Geweih gehen die Elchbullen auf Brautschau. Doch letztlich entscheidet das Weibchen, mit wem es sich paaren will.

Dienstag, 1. November

SWR Fernsehen, 15.45 Uhr
Der Pfälzerwald
Der Pfälzerwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, beheimatet zahlreiche Wildtierarten und einen jahrhundertealten Baumbestand. Die Dokumentation begleitet Menschen, die den Wert naturnahen Handels erkannt haben und für den Erhalt der Natur kämpfen. Im Pfälzerwald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands, gibt es Wildtiere und einen jahrhundertealten Baumbestand. Die Doku begleitet Menschen, die sich für den Erhalt der Natur einsetzen. Das Dahner Felsenland ist eines der bedeutendsten Klettergebiete Deutschlands. Auf dem nährstoffarmen Sandsteinboden wachsen die Eichen langsam, Ihr Holz ist besonders hart. Förster Burkhard Steckel betreut das „Millionenviertel“, auf dem die teuersten Eichen Deutschlands wachsen. Manch ein Stamm erzielt bei der jährlichen Holz-Versteigerung mehr als 10.000 Euro. Für Christian Müller-Schick ist Eichenholz aus dem Pfälzerwald der wichtigste Rohstoff. Er ist der einzige Daubenhauer Deutschlands und fertigt Längshölzer für Fässer. Winzer Franz John lässt seinen biodynamischen deutschen Spitzenwein in Pfälzer Eiche reifen, als Pionier naturnahen Wirtschaftens in der Pfalz. Für Aufsehen sorgt auch ein Projekt zur Wiederansiedlung des Luchses.

Mittwoch, 2. November

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Mythos Amazonas – Grüne Hölle oder Paradies?
Ein grüner Ozean aus Bäumen, feucht und düster, unzugänglich und bedrohlich, eine Welt voller Gefahren – so erschien den Europäern einst der Amazonas. Heute wissen wir: Der Regenwald am Amazonas ist ein Wunderwerk der Natur. Es war der Brite Alfred Russel Wallace, einer der frühen Naturforscher des 19. Jahrhunderts, der uns die paradiesische Seite Amazoniens näher brachte. Viele Jahre kämpft sich Wallace durch den undurchdringlichen Wald, um so viele Arten wie möglich zu entdecken. Parallel zu Charles Darwin entwickelte er eine Theorie zur Entstehung der Arten. Von den Wasserwelten der großen Ströme, vom Waldboden bis hinauf ins Kronendach der mächtigen Urwaldriesen – in atemberaubenden Bildern und Geschichten erfährt der Zuschauer, wie verblüffend die Strategien der Tier- und Pflanzenarten am Amazonas sind. „Mythos Amazonas – Grüne Hölle oder Paradies?“ zeigt, wie es im Laufe von Jahrmillionen zu der enormen Artenvielfalt im Regenwald kommen konnte, und wie die Angst vor der Grünen Hölle der Bewunderung für einen einzigartigen Lebensraum gewichen ist.

Donnerstag, 3. November

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Mythos Amazonas – Triumph des Lebens
Der Amazonas Regenwald ist einer der reichsten Lebensräume der Erde. Hier existieren mehr Tier- und Pflanzenarten als irgendwo sonst an Land. Der Regenwald hat große Bedeutung für die gesamte Erde. Amazonien ist weit mehr als eine bunte Ansammlung exotischer Arten – es ist ein Netzwerk aus komplexen Beziehungen, Symbiosen und Wechselwirkungen. Kommunikation etwa funktioniert in dem grünen Universum häufig über Farben – sie locken Partner an oder schrecken Feinde ab. Das Wissen über den größten Regenwald der Erde und seine Bewohner wird immer detaillierter. Ob Mensch, Otter, Kolibri oder Ameisenbaum – jeder spielt eine unverzichtbare Rolle in dem gigantischen Zusammenspiel der Arten.

Freitag, 4. November

Bayerisches Fernsehen, 10.50 Uhr
Welt der Tiere
Die endlose Wanderung
Wenn in den Ebenen von Ndutu im Süden der Serengeti die größte Tierwanderung der Welt stattfindet, sieht man oft vor lauter Tieren das Gras nicht, über 1,4 Millionen Vierbeiner sind schier rastlos unterwegs. So weit das Auge reicht, nur Tiere – eine riesige, endlose Herde, wenn in den Ebenen von Ndutu im Süden der Serengeti die größte Tierwanderung der Welt stattfindet. Mehr als 1,4 Millionen Vierbeiner sind unterwegs: Gnus, gefolgt von Zebras und Thomson-Gazellen. Hier in der Ebene bringen sie ihre Jungen zur Welt. Im Mai ziehen sie weiter, immer dem Regen und dem frischen Gras hinterher. Sie müssen dabei Flüsse überqueren, der gefährlichste ist der Mara an der Grenze zwischen Tansania und Kenia. Felix Heidinger hat die Gnus dabei beobachtet, bei der endlosen Wanderung und dem Versuch, wie die Tiere den Fluss überqueren wollen.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Mythos Amazonas – Alarm im Regenwald
Der Regenwald am Amazonas ist heute mehr als je zuvor durch die Gier des Menschen nach wetterbeständigen Tropenhölzern, Ölvorkommen oder Gold gefährdet. In Christian Baumeisters Film steht der Kampf um die Rettung des Regenwaldes im Mittelpunkt. Vielerorts erforschen Biologen die Tierwelt. Nur wenn sie die Lebensweise von Aras, Jaguaren und Harpyien genau kennen, können sie sinnvoll deren Schutz vorantreiben.

arte, 18.30 Uhr
Extremadura, ein Naturparadies in Europa
Die Extremadura bietet eine reiche Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen und gilt als wahres Naturparadies. Die 40.000 Quadratkilometer große Region liegt im Südwesten Spaniens an der Grenze zu Portugal und den spanischen Regionen Kastilien und León sowie Andalusien. Ein Drittel der Fläche der Extremadura ist Naturschutzgebiet. Hier finden bedrohte Arten wie der Iberische Luchs, der Rabengeier, der Schwarzstorch und der Spanische Kaiseradler Zuflucht. In der Dehesa, einer einmaligen Vegetation mit Stein- und Korkeichenhainen, leben Stiere, Merinoschafe und Schwarzfußschweine Die Gegend ist zudem reich an Vogelarten: In der Extremadura sind die Großtrappe, der Iberienadler, der Rötelfalke, das Purpurhuhn, der Mittelmeer-Steinschmätzer, der Australische Gleitaar und der Weidensperling beheimatet. Bei einer Bevölkerungsdichte von etwa sieben Einwohnern pro Quadratkilometer erfreut sich die Region einer enormen Biodiversität und abwechslungsreicher Landschaften. Reißende Flüsse und Bäche durchziehen die dichten Wälder im Norden, im Süden erstrecken sich die Dehesas und ebene Flächen. Zahlreiche Tierarten wie der Iberische Rothirsch, die Bergziege, die Ginsterkatze, die Perleidechse, der Steinadler, die Wasseramsel, der Gänsegeier oder der Ichneumon sind hier ansässig. Kraniche und andere Zugvögel aus Europa und Afrika verbringen in der Extremadura den Sommer oder kommen wie der Rötelfalke zur Paarung in die Gegend. Der Dokumentarfilm entstand in einer sechsjährigen Beobachtungs- und einer dreijährigen Produktionsphase. Er folgt dem Lauf der Jahreszeiten, und gibt einen Einblick in diese einzigartige Natur, ihre landschaftliche Vielfalt mit ihrer Fauna und Flora. Der Dokumentarfilm betrachtet die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Arten, die mitunter zum ersten Mal mit der Kamera aufgenommen werden konnten, wie etwa die Bienenfresser, die Steinchen schlucken, um ihre Beute besser zu verdauen.

Samstag, 5. November

SWR Fernsehen, 6.15 Uhr
Der Luchsmord – Tatort-Kommissar Andreas Hoppe ermittelt
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Die Täter sollen bekannt sein, können aber nicht überführt werden. Ein Naturkrimi, der bittere Realität ist und den Naturschützer und „Tatort“-Kommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Dort trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Bis ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder auftaucht. Plötzlich führt die Spurensuche zur Pelzmafia. Aber auch die Jägerschaft und die ermittelnden Behörden geraten in die Kritik. In dieser Kurzfassung einer längeren Dokumentation werden Schüler als „Detektive“ angesprochen und erhalten Zugang zu den Themen Artenschutz, Ökologie, Jagd und ethischen Umgang mit Tieren.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Der verzauberte Fuchs
Durch Selektion der jeweils zahmsten Silberfuchswelpen ist es während eines 60 Jahre andauernden Experiments in Nowosibirsk gelungen, besonders anhängliche Tiere zu züchten. Dabei wurde nachgewiesen, dass Domestikation, die sich auch in äußeren Merkmalen wie z.B. Hängeohren und geschecktem Fell bemerkbar macht, bedeutend weniger Zeit in Anspruch nimmt als zuvor vermutet. In einem kleinen sibirischen Ort in der Nähe von Nowosibirsk besuchen Kinder regelmäßig junge sibirische Silberfüchse. Die Tiere wedeln friedlich, lecken zutraulich die Hände der Kinder und werfen sich bäuchlings auf den Boden. Wie anhängliche Hunde, aber keiner hat sie dressiert oder mit Leckerlis gefüttert, um sie zu zähmen. Russischen Biologen ist ein einzigartiges Experiment gelungen: Auf einem Bauernhof in Südostsibirien haben sie in 60-jähriger Selektionsarbeit Wildtiere domestiziert. Das Projekt mit Silberfüchsen, einer sibirischen Farbvariation des Rotfuchses, begann 1959. Der russische Biologe Dmitrij Beljaew vom Institut für Zytologie und Genetik brachte etwa 100 Füchse auf das abgelegene, von Birkenwald umgebene Gelände. Sein Team kreuzte Silberfüchse. Nur die Zahmsten wurden dabei zur Paarung ausgewählt. Beljaew wollte in diesem Versuch Rückschlüsse über die Evolution von Wolf zu Hund ziehen. Und schon am Anfang des Experiments kam das Überraschende: Von Geburt an suchten die Fuchswelpen die Nähe zum Menschen. Auch im Erbgut fand verblüffend schnell die Veränderung statt. „Diese Füchse hier sind sehr anhänglich und empfinden jeden Menschen als einen potenziellen Freund“, berichtet Ludmila Trut. Sie war Doktorandin bei Dmitrij Beljaew und führt das Projekt heute weiter fort.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Kleine Katze – Große Freiheit
Ocilla, ein verwaister junger Margay in Guyana, hat nur eine Chance zu überleben: Die kleine Raubkatze muss für die Wildnis fit gemacht und in einem geschützten Naturraum ausgewildert werden, in dem sie ihren Platz finden kann. Margays sind kleine Raubkatzen, die hauptsächlich durch die Zerstörung der Regenwälder gefährdet sind. Sie leben meist unbemerkt in den Bäumen des Waldes. Guyana ist eines der kleinsten Länder in Südamerika, doch es besitzt wohl die intakteste Natur des Kontinents: unberührte Wälder, wilde Flüsse und starke autonome indigene Gemeinschaften. In einem kleinen Dorf im Süden Guyanas kümmert sich der junge Falton um das verwaiste Margayjunge. Er betreut den Margay ehrenamtlich im Rahmen des Dorfprojektes Yacumbi. In der Wildtierstation landen verwaiste Jungtiere genauso wie von den Behörden beschlagnahmte oder verletzte Tiere. Ocilla ist der erste Margay, der bei Yacumbi ausgewildert werden soll. Monatelang zieht Falton mit dem kleinen Margay durch den Regenwald. Er lehrt das Tier, was er weiß. Denn er ist hier in der Wildnis aufgewachsen, er weiß wie man im Wald überlebt. Dabei nutzt er das überlieferte Wissen seines Volkes der Wapishana. Wo immer es geht, versucht er das Verhalten der Katzenmutter zu imitieren. Da bisher nur wenig über die seltenen und scheuen Katzen bekannt ist, konzentriert er sich darauf, ihm die Gefahren zu zeigen und beizubringen, wo ein Räuber seiner Größe Nahrung finden kann. Klettern und die Fortbewegung in den Baumkronen, die so typisch sind für die kleinen Raubkatzen, braucht er nicht zu lernen. Der Margay muss zeigen, dass er sich ernähren und verteidigen kann. Erst danach ist es an der Zeit, ihn in ein entferntes geschütztes Gebiet zu bringen und freizulassen. Und auch dort stehen dem jungen Margay noch Prüfungen bevor.

Sonntag, 6. November

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Wildes Griechenland
Der unbekannte Norden
Türkisfarbenes Meer, mediterranes Klima und einsame Sandstrände, so kennt man Griechenland. Doch das Land hat noch viel mehr zu bieten! Die verborgene Seite Griechenlands ist rau und geprägt von einer wilden Berglandschaft. 3.000 Meter ragt der Olymp in die Höhe, ein Winterwunderland, das sich im südöstlichsten Land Europas befindet. Im Nordwesten des Landes verläuft auf einer Länge von über 150 Kilometer das Pindos-Gebirge. Seine unzugänglichen Wälder sind eines der letzten Rückzugsgebiete des Braunbären in Europa. Bemerkenswert ist, dass sich das größte Landraubtier Europas vor allem vegetarisch ernährt, drei Viertel seiner Nahrung bestehen aus Pflanzen. Im Nordwesten des Landes liegt die Vikos-Schlucht. Sie ist laut Guinness-Buch der Rekorde mit fast 1.000 Metern die tiefste Schlucht der Welt. In den steilen Felswänden lebt der Felsenkleiber. Der kleine Singvogel ist perfekt an ein Leben in der Vertikalen angepasst. Er kann sogar kopfüber an den Felswänden klettern. Im Herzen Griechenlands ragen einzigartige und bizarr geformte Sandsteinfelsen in den Himmel. Auf den bis zu 300 Meter hohen Felsnadeln thronen die Meteora-Klöster. Die Mönche suchten die Einsamkeit und den Schutz der Berge. Hier oben lebt auch der Schmutzgeier. Er wurde einst gnadenlos bejagt und ist heute extrem gefährdet. Während der Dreharbeiten 2018 lebte im Schutz der Felsen von Meteora nur noch ein letztes Paar.

TV-Programm 07.11.2022 - 13.11.2022

Montag, 7. November

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Skandinavien – Das Abenteuer
Das Making-of „Wildes Skandinavien – Das Abenteuer“ gibt Einblicke in das spartanische und wahrhaft abenteuerliche Leben der Tierfilmer. In Grönland ist Uwe Anders Eisbären auf der Spur. Es ist nicht das erste Mal, dass er die großen Raubtiere filmt – doch die grönländischen Bären gelten als besonders angriffslustig. Als ein Eisbär an das Zeltcamp herankommt, sind alle in Alarmbereitschaft. Die aufregendsten Tage seines Berufslebens erlebt Tobias Mennle in Island: Er ist dabei, als der Vulkan Eyjafjallajökull ausbricht. Die Asche verwandelt das Land in eine Wüste, hochgiftig für die dort lebenden Tiere.

Phoenix, 20.15 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Frühling
Die bildstarke Reihe zeigt in vier Folgen, wie sich die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Kanadas auf die Wetterlagen einstellt. In dieser Folge: Nach den langen, dunklen Wintertagen erwacht die Natur allerorts zu neuem Leben. Nach den langen, dunklen Wintertagen erwacht die Natur allerorts zu neuem Leben. Im Norden Québecs sind die Karibu-Weibchen zu einer 600 Kilometer langen Wanderung aufgebrochen. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, denn die Tiere müssen ihr Ziel erreichen, bevor ihre Jungen zur Welt kommen. Unterwegs müssen sie sich vor ihrem schlimmsten Feind in Acht nehmen: dem Wolf. Der Frühling wird auch durch die Rückkehr der Zugvögel eingeläutet: Die Sternelfe, einer der kleinsten Vögel Kanadas, kehrt aus Mexiko zurück, um in heimischen Gefilden ihr eierbechergroßes Nest zu bauen. Bevor es zum Brüten kommt, muss aber noch der richtige Partner gefunden werden; die Pelikane haben sich eine Insel im Süden Saskatchewans für ihren Balztanz ausgesucht. Darum müssen sich die Schneegänse nicht mehr kümmern, denn die sind bis an ihr Lebensende ihrem Partner treu. Dafür haben sie eine andere Sorge: die Polarfüchse. Bis zu 3.000 Eier raubt ein Fuchs während der Brutphase. Doch der Bestand dieser Kolonie ist nicht bedroht, da sie aus etwa einer Million Gänsen besteht. Dafür sichert der Vorrat das Überleben der Familie Fuchs, denn auch sie hat Nachwuchs bekommen. Die Dokumentation zeigt die vier Wochen alten Jungen bei ihren ersten Laufversuchen. An den Ostküsten lernen derweil junge Schwarzbären auf Bäume zu klettern und Seeotter spielen im Tang. Doch aufgepasst, auch hier lauern Gefahren: Die ansässigen Büffelwölfe gehen auf Otterjagd – und das erstmals vor einer Kamera. Das Frühjahr zeigt somit vor allem eins: Früh übt sich, wer den Gefahren der Wildnis die Stirn bieten will.

Phoenix, 21.00 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Sommer
Der Sommer bringt die Schönheit der kanadischen Landschaften auf ihren Höhepunkt. Die Reise beginnt auf einer Insel vor der Pazifikküste, wo gerade 4.000 kleine Seelöwenbabys geboren wurden. Die Eltern durchstreifen auf der Jagd nach Frischfleisch die peitschenden Wellen, doch sie müssen sich vor den gefährlichen Orcas in Acht nehmen. Im nördlichen Saskatchewan bilden sich bei sommerlichem Wetter die beeindruckenden Dünen von Athabasca, eine 50.000 Hektar lange Sandbank entlang des Athabasca-Sees mitten im borealen Nadelwald. Auf den Bergwiesen suchen Pfeifhasen ihre Vorräte für den Winter zusammen und sind sich dabei nicht zu schade, diese beim Nachbarn zu stehlen. In der Arktis passieren 3.000 Belugawale die Mündung eines Flusses, der in die Hudson-Bucht mündet. Die warmen, geschützten Gewässer sind ein idealer Geburtsort für ihre Jungen – das finden auch die Eisbären und hoffen auf leichte Beute. Der Sommer mit seinen spektakulären Naturschauspielen, extremen Wetterbedingungen und aktiven Tieren gehört zweifellos zu den aufregendsten Jahreszeiten in Kanadas Wildnis. Überall passt sich die Natur an die unterschiedlichen Jahreszeiten an, doch in Kanada ist der Wechsel extrem, spektakulär und vor allem eins: unvorhersehbar. Die bildstarke Reihe zeigt in vier Folgen, wie sich die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Kanadas auf die Wetterlagen einstellt und erkundet an außergewöhnlichen Orten das Zusammenspiel der Natur: Eisbären beim sommerlichen Jagen in offenen Gewässern, Glühwürmchen beim leuchtenden Balztanz und Luchse, die auf der Suche nach Beute die verschneiten Wälder durchstreifen.

Dienstag, 8. November

Bayerisches Fernsehen, 10.50 Uhr
Welt der Tiere
Einsatz auf Malta
Schon bald werden die beiden jungen Wespenbussarde den Horst verlassen und neben vielen anderen Greifvögeln in das Winterquartier nach Afrika ziehen. Eine der Hauptrouten des Vogelzugs führt über Malta geradewegs vor die Flinten einer gnadenlosen Jägerschaft. Naturschützer versuchen, die Abschüsse zu dokumentieren und somit die Polizei zu zwingen, eine Strafverfolgung einzuleiten. Noch umhüllt die beiden jungen Wespenbussarde ein Mantel aus weißem Flaum. Aber schon bald werden sie den Horst verlassen und in das Winterquartier nach Afrika ziehen. Zusammen mit ihnen starten auch andere Greifvögel zu dem langen und gefährlichen Flug. Eine der Hauptrouten des Vogelzugs führt geradewegs über Malta, die Insel im südlichen Mittelmeer. Schreiadler, Wiesenweihen, Rohrweihen und andere bedrohte und streng geschützte Vogelarten fliegen hier auf der Suche nach Rastplätzen jedoch geradewegs vor die Flinten einer gnadenlosen Jägerschaft. Weil weder nationale noch europäische Gesetze dieses Massaker spürbar einschränken konnten, haben sich Naturschützer aus vielen Ländern zu einem mutigen Schritt entschlossen. Mit Fernglas und Videokamera versuchen sie, Abschüsse zu dokumentieren und somit Straftaten zu beweisen.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Bärenkinder
Der Tscheche Vaclav Chaloupek ist ein Jahr lang „Ersatzmutter“ für zwei europäische Braunbärenkinder. Er teilt mit ihnen sein Haus, spendet ihnen Körperwärme, füttert sie und erklärt ihnen die Welt, genau wie es eine Bärenmutter tun würde. Nur durch diese unmittelbare Nähe hat er die einmalige Chance, mehr und vor allem bisher nicht Bekanntes über Bären zu lernen. Bären sind die größten und mächtigsten Landraubtiere Europas, natürliche Feinde haben sie nicht, und dennoch gibt es nur noch wenige Regionen, in denen sie vorkommen. Der Mensch reduziert ihren Lebensraum, drängt sie weiter in entlegene Gebiete zurück. Der Tscheche Vaclav Chaloupek hat nun versucht, mehr über die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere zu erfahren, indem er ungewollt zur „Mutter“ von zwei Bärenwaisen wurde. Ein Jahr lang ist Vaclav Chaloupek „Ersatzmutter“ für zwei europäische Braunbären. Er teilt mit seinen Bären sein Haus, füttert sie und zeigt ihnen die Welt, genau wie es eine Bärenmutter tun würde. Während das Weibchen als vorsichtige Entdeckerin die Welt erkundet, ist das Männchen ein ungestümer Rüpel, der Vaclav oft an seine Grenzen und nicht selten in brenzlige Situationen bringt. Je älter die Bären werden, umso schwieriger wird es, die beiden auf ihren abenteuerlichen Streifzügen durch den fast unberührten Böhmerwald zu bändigen. Angelika Sigl zeigt in ihrem Film intime und sensationelle Bilder von jungen Bären, wie sie ihre Umwelt gemeinsam mit Vaclav Chaloupek erkunden, wie sie von ihm lernen, aber auch was an Wissen bereits in ihren Genen steckt. Die witzigen und überraschenden Situationen, in die die drei geraten, machen den Film zu einem unterhaltsamen und spannenden Abenteuer.

Phoenix, 20.15 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Herbst
Überall passt sich die Natur an die unterschiedlichen Jahreszeiten an, doch in Kanada ist der Wechsel extrem, spektakulär und vor allem eins: unvorhersehbar. Die bildstarke Reihe zeigt in vier Folgen, wie sich die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Kanadas auf die Wetterlagen einstellt: Eisbären beim sommerlichen Jagen in offenen Gewässern, Glühwürmchen beim leuchtenden Balztanz und Luchse, die auf der Suche nach Beute die verschneiten Wälder durchstreifen. Der Herbst steht für den Wandel des wilden Kanadas – während die Tiere im Süden noch in der Sonne baden, müssen die Streifenhörnchen schon Wintervorräte sammeln. Im Herbst wandeln sich die kanadischen Wälder in ein Farbenmeer. Es ist die Zeit der großen Wanderungen. Drei Viertel aller Vogelarten, die in Kanada genistet haben, ziehen wieder gen Süden. Viele von ihnen versammeln sich vor dem Abflug an steilen Felsformationen. Die Strandläufer hingegen machen in der für ihre Gezeitenunterschiede bekannten Bay of Fundy Rast. Bei Ebbe machen die Vögel reiche Beute in Gestalt von Abertausenden Schlickkrebsen. Wenn die Vögel vollgefressen und träge sind, werden sie selbst zur Zielscheibe: An den Stränden der Bucht machen sich die wesentlich schnelleren und stärkeren Wanderfalken unerbittlich auf die Jagd. Das Reifen der Eicheln und Nüsse in den kanadischen Wäldern stellt die Streifenhörnchen vor neue Herausforderungen: Beim Wettsammeln von Wintervorräten müssen unliebsame Konkurrenten in die Flucht geschlagen werden. Weiter westlich bietet die herbstliche Prärie die Kulisse für ein spektakuläres Balzritual. Jeden Herbst aufs Neue tragen die Elche ihre Brunftkämpfe aus, bei denen die Bullen ihre ausladenden Geweihe gegeneinandersetzen. Die Elche bleiben mit den Elchkühen zwei Tage zusammen, um sich fortzupflanzen. Im stürmischen Wasser vor der zerklüfteten Küste British Columbias wacht der Pazifische Riesenkrake sechs Monate lang über sein Gelege von über 80.000 Eiern, um kurz nach dem Schlüpfen der Jungen zu sterben. Indessen beginnen der Seestern und die Seeanemone einen faszinierenden Tanz zwischen Räuber und Beute. In der Hudson Bay sichern die hungrigen Eisbären ihr Überleben, indem sie weiter Richtung Meer wandern, wo sie auf den Einbruch des Winters warten und darauf, dass sich Eisbänke herausbilden. Wenn es so weit ist, können sie endlich Robben jagen. Am Cape St. Mary’s, an der zerklüfteten Küste Neufundlands, klammern sich Tausende Basstölpel-Küken an die Brutfelsen. Ihnen steht ein gefährliches Initiationsritual bevor: Jetzt gilt es, die sicheren Nester zu verlassen und den Sturzflug zum Stoßtauchen in die Meerestiefen zu wagen.

Phoenix, 21.00 Uhr
Ein Jahr in Kanadas Wildnis
Winter
Der Winter ist in Kanada die längste und härteste Jahreszeit. Im Norden dauert der Winter mehr als sechs Monate. Die letzte Folge der Reihe „Ein Jahr in Kanadas Wildnis“ zeigt die faszinierende Verwandlung der kanadischen Landschaften durch Schnee und Eis. Die Tiere müssen sich anpassen, um zu überleben. Auf Sable Island, 300 Kilometer vor der Küste von Nova Scotia, trotzen rund 400.000 Kegelrobben mit ihren kurz zuvor geborenen Jungtieren bei eisigen Temperaturen heftigen Gewittern sowie Sand- und Schneestürmen. In den borealen Nadelwäldern überwintert eine Braunbärenfamilie in ihrem warmen Bau, wo die Mutter ihre Jungen zur Welt bringt. Die erwachsenen Bären brauchen fünf Monate nichts zu fressen; sie zehren von ihren Reserven und verbrennen 4.000 Kalorien pro Tag. In der Arktis geht ein letztes Mal die Sonne unter und überlässt den nunmehr nächtlichen Himmel dem Spektakel der grünen und purpurfarbenen Polarlichter. Futter ist in der kalten Jahreszeit rar: Im Norden von Saskatchewan durchbrechen die nordamerikanischen Fischotter das Eis, um in den kalten Gewässern auf Nahrungsfang zu gehen; sie können dafür bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben. Im Norden von Québec suchen hungrige Rentiere unter der dicken Schneeschicht nach getrockneten Flechten. Tief in den Wäldern des Yukon geht der Kanadische Luchs auf Hasenjagd. Dank seiner großen Pfoten schleicht er nahezu lautlos durchs verschneite Unterholz. Auf Prince Edward Island spürt ein Rotfuchs dank seines ausgeprägten Geruchssinns auch die kleinsten Nagetiere unter der Schneeschicht auf. Der Schnee macht vielen Tieren das Leben schwer – den Wühlmäusen bietet er jedoch Schutz vor Kälte und Raubvögeln wie dem Uhu. Für die Wölfe ist der Winter die Saison, in der sie die meiste Beute machen, sodass sie bei bester Gesundheit sind. Sie scharen sich in Rudeln zusammen, um gemeinsam Rentiere zu erlegen.

Mittwoch, 9. November

Bayerisches Fernsehen, 10.50 Uhr
Welt der Tiere
Herr der Greifvögel
Der Falkner Willi Holzer hat sein Leben ganz dem Schutz der Greifvögel verschrieben. Filmautor Markus Schmidbauer hat den Falkner begleitet und erzählt viele spannende Geschichten aus der Welt der Greifvögel. Nahezu alle gestrandeten Greifvögel im Großraum München und Freising landen bei Falkner Willi Holzer, der sein Leben ganz dem Schutz der Greifvögel verschrieben hat. Zuvor werden die Vögel eingehend in der Oberschleißheimer Vogelklinik untersucht und wenn nötig entsprechend behandelt. Im Frühjahr haben die Greife Nachwuchs. In den Stadtparks ausfliegende junge Waldkäuze sitzen tagsüber manchmal am Boden. Nicht selten werden diese von Passanten gefunden und abgegeben. Willi Holzer versucht, sie wieder zu ihrer Familie zurückzubringen. Oft stürzen in den Städten junge Wanderfalken von Nistkästen, die an hohen Türmen angebracht wurden. Auch diese Bruchpiloten versucht der Falkner wieder auszuwildern. Zuvor müssen sie jedoch in seiner Voliere richtig fliegen lernen und gut fressen. Willi Holzer ist es auch ein großes Anliegen, die Greifvögel vor den noch immer zahlreichen Nachstellungen zu schützen. Als Grundlage dafür kartiert er jedes Jahr die aktuellen Sperber-, Habichts- und Uhuhorste. Regelmäßig kontrolliert er diese, um gezielte Störungsaktivitäten von Greifvogelgegnern rechtzeitig zu bemerken. Der Falkner sucht auch nach illegalen Fallen oder Gifteiern, die ausgelegt wurden, um Greifvögel zu vergiften. Markus Schmidbauer hat in seinem Film viele spannende Geschichten aus der Welt der Greifvögel eingefangen.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Harz – Im Wald der Luchse
Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge hat viel zu bieten: verwunschene Wälder, Wildkatzen, wilde Schafe und einen langen, harten Winter. Der Harz ist sagenumwobener Treffpunkt und ein Naturjuwel mit einer Tierwelt, die man anderenorts in Deutschland kaum noch findet. Über 1.000 Meter hoch ragt der Brocken, der höchste Berg des Harzes, aus der flachen Landschaft. Kahl und Wind umpeitscht ist sein Gipfel, dunkel und wasserreich sind seine bewaldeten Hänge. Der Harz ist ein Regenfänger. Hier fällt zwei- bis dreimal so viel Niederschlag wie im Umland. Im Winter kommt der Niederschlag als Schnee und verwandelt das Gebirge in eine weiße Traumlandschaft. Dabei kann es in den Hochlagen ungemütlich werden. Am Brocken erreichen Stürme nicht selten Orkanstärke und die Temperaturen fallen regelmäßig unter minus 20 Grad. Wildkatze und Luchs streifen durch die nebelverhangenen Wälder, Mufflon und Rothirsch leben hier. Der Luchs ist längst zum Symboltier der Region geworden. Das soll zeigen, dass Naturschutz und Tourismus erfolgreich nebeneinander existieren können. Manchmal kommt der Luchs den Menschen sogar sehr nahe. Doch die gut getarnte Wildkatze wird fast nie bemerkt. Über zwei Jahre lang war Tierfilmer und Harzkenner Uwe Anders für seine Dokumentation im Harz unterwegs. Ihm ist ein besonderes Naturporträt gelungen mit einzigartigen Landschaftsaufnahmen und überraschenden Verhaltensporträts der wilden Harzbewohner.

Donnerstag, 10. November

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wilder Yak – Wildes China
Nur noch etwa 20.000 wilde Yaks leben weitab in der riesigen und unzugänglichen Steppe in Chinas wildem Westen. Als erstes westliches Kamerateam durfte sich dort ein BR-Team auf die Spur der Wildyaks begeben – auf über 4.500 Metern Höhe. Sie leben weitab in der riesigen und unzugänglichen Steppe in Chinas wildem Westen – die letzten wilden Yaks. Noch etwa 20.000 dieser eindrucksvollen Hochgebirgsrinder haben sich hierher zurückgezogen. Ein Gebiet, in dem sie leben, ist die kaum bewohnte, 10.000 Quadratkilometer große Region Yanchiwan. Als erstes westliches Kamerateam durfte sich dort ein Team des BR Fernsehens auf die Spur der Wildyaks begeben – auf über 4.500 Metern Höhe. Es erlebte die Kraft und Schönheit dieser Tiere – und welche Gefahr von diesen bis zu einer Tonne schweren Kolossen ausgeht. Zugleich begleitete das Team Wissenschaftler bei ihren Nachforschungen zur Bedeutung des Wildyaks für den Aufschwung und die Weiterentwicklung Chinas. Der Wildyak könnte dazu beitragen, eine neue Nahrungsressource zu schaffen: Denn ein wilder Yak ist bedeutend größer als das in Zentralasien verbreitete Hausyak. Chinesische Wissenschaftler haben daher den Wildyak mit dem Hausyak gekreuzt und eine neue Rasse gezüchtet, die bis zu einem Viertel mehr Ertrag liefert. Dieses Tier soll tibetischen Yak-Hirten bessere Einkünfte bescheren und die chinesischen Siedler in Chinas Westen künftig mit Fleisch, Milch und Wolle versorgen. Denn dort, in den großen Höhen, können andere Rinder nicht überleben. Und Chinas Führung will den wilden Westen Chinas für seine Bevölkerung weiter erschließen.

Freitag, 11. November

Bayerisches Fernsehen, 10.50 Uhr
Welt der Tiere
Der Krieg der Hörnchen
Außereuropäische Arten bedrohen die einheimischen Eichhörnchen. Vor gut hundert Jahren wurden einige Exemplare von „Sciurus carolinensis“, dem nordamerikanischen Grauhörnchen, in England ausgesetzt. Seither haben sie sich in einem ungebremsten Siegeszug vermehrt und ausgebreitet – „Sciurus vulgaris“, die heimischen Eichhörnchen, wurden verdrängt, bald wird auch das Letzte aus britischen Wäldern und Parkanlagen verschwunden sein. Im Gegensatz zum europäischen Hörnchen aber sind die Invasoren auch noch große Waldschädlinge und Nahrungskonkurrenten der heimischen Vogelwelt. An der französisch-italienischen Mittelmeerküste hat sich auch noch eine zweite „Front“ eröffnet. Neben den amerikanischen Arten bedrohen jetzt auch asiatische Hörnchen die heimischen Tiere.

Bayerisches Fernsehen, 11.50 Uhr
Abenteuer Wildnis
Thailands geheimnisvolle Raubkatzen
Im Nationalpark und Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng haben seltene und bedrohte Raubkatzen wie Tiger, Nebelparder, Leoparden oder Fischkatzen, ihre letzten Rückzugsgebiete. In diesen uralten Regenwäldern gelang es dem Filmteam, die heimlichen Jäger mit ihren Jungen hautnah vor die Kamera zu bekommen. Denn nur in streng geschützten Gebieten besteht die Chance, eines der seltenen Tiere vor die Kamera zu bekommen. Nur in streng geschützten Gebieten wie Huai Kha Khaeng im Südwesten Thailands besteht die Chance, einen der wenigen Nebelparder, Tiger, der nur noch 400 Leoparden und etwa 2.500 Fischkatzen vor die Kamera zu bekommen. Fischkatzen lieben im Gegensatz zu anderen kleinen Katzenarten das Wasser. Denn ihre Lieblingsnahrung sind Fische und andere kleine Wassertiere. Dem Filmteam gelang es, die Paarung der scheuen Einzelgänger zu filmen und sie bei der Jungenaufzucht zu beobachten. Fischkatzen sind mutige Mütter, die ihren Nachwuchs gegen jeden Eindringling verteidigen. Große Huftiere wie Sambarhirsche und Bantengs haben vor diesen relativ kleinen Raubkatzen nichts zu befürchten, anders ist es bei den Tigern. Die mächtigen Raubkatzen bevorzugen es, ihre Beute aus dem Hinterhalt zu überfallen. Tigermütter kümmern sich bis zu 18 Monate lang hingebungsvoll um ihre Jungen. Nur ausgewachsene Elefanten sind für die mächtigen Raubkatzen eine Nummer zu groß. Die Rüsseltiere sind Pflanzenfresser und suchen regelmäßig Tongruben auf, um die mineralstoffreiche Erde zu fressen. Damit ergänzen die Elefanten die fehlenden Mineralien aus ihrer Pflanzennahrung und entgiften zugleich schädliche Pflanzeninhaltsstoffe. Nebelparder leben so versteckt, dass bis heute nur wenige Filmaufnahmen von wild lebenden Tieren existieren. Sie sind von allen Katzenarten die wohl geschicktesten Kletterer, selbst Baumstämme rasen sie kopfüber hinab. Im Nationalpark Huai Kha Khaeng bringen die extrem seltenen Raubkatzen glücklicherweise regelmäßig Nachwuchs zur Welt. Das Filmteam konnte auch eine Leopardenmutter mit zwei Jungtieren filmen. Eines davon ist schwarz. In den schattigen Regenwäldern Thailands leben mehr schwarze Leoparden als anderswo auf der Welt. Wissenschaftler vermuten, dass die dunkle Fellfärbung ihnen dort einen Vorteil bei der Jagd verschafft. Zwar sind die ersten Jagdversuche der beiden Jungen noch ziemlich ungeschickt, aber nach 18 Monaten sind sie zu Jägern herangewachsen, die andere Tiere töten. Die Dokumentation zeigt eindringlich, dass all diese Tiere nur in der landschaftlichen Vielfalt eines intakten Regenwaldes eine Überlebenschance haben.

Samstag, 12. November

3sat, 11.30 Uhr
Wildes Istanbul
Einst Sammelpunkt der Seidenstraßen, ist Istanbul auch für Wildtiere anziehend: als wichtiger Zwischenstopp für Zugvögel wie Störche, Bussarde und Schlangenadler auf der Nord-Süd-Route. Am Land- beziehungsweise Wasserweg sorgen Wildschweine für Aufsehen, denn sie durchschwimmen sogar den Bosporus. Und von den vielen Straßenhunden werden Wölfe angezogen, nicht ohne Folgen: In den Regionen rund um Istanbul paaren sich Wölfe mit verwilderten Hunden. Man spricht sogar schon vom Entstehen einer neuen Spezies, dem Wolfhund. Wolfhunde durchstreifen die Außenbezirke der Metropole, wo sie sich das Territorium mit Füchsen, Dachsen, Wildschweinen, migrierenden Wölfen, aber vor allem den Straßenhunden der Stadt streitig machen. Der Film begleitet einen jungen Wolfhund auf seinem Weg nach und durch Istanbul. Angezogen vom abwechslungsreichen Rudel-Leben der städtischen Streuner sucht er Anschluss in der Stadt. Seine Reise bringt ihn durch die dunklen Gassen der Vororte, lässt ihn eine der Bosporus-Brücken überqueren, durch den geschichtsträchtigen Belgrader Wald im europäischen Norden der Stadt ziehen, bis er schließlich auf Störche trifft, die im Herbst mit ihren Jungen nach Süden ziehen und sich am Rande der Stadt eine Rast gönnen.

Sonntag, 13. November

Phoenix, 20.15 Uhr
Faszination Afrika
Tiere im Okawango Delta
Noch vor 150 Jahren war das Herz Afrikas auf der Weltkarte ein großer weißer Fleck. Das Innere des Kontinents, von dem sich die Kolonialmächte Zugang zu wertvollen Bodenschätzen erhofften, war völlig unbekannt. Expeditionen wurden auf verschiedenen Wegen durch Dschungel und Sümpfe geschickt, um den Kontinent zu erforschen und die Quellen des Nils zu erkunden. Abenteurer und Entdecker lieferten sich erbitterte Wettstreite um Ruhm und Ehre. Mit der Entdeckung des Viktoriasees, des zweitgrößten Süßwassersees der Erde, erreichten sie schließlich das Herz Afrikas. Dirk Steffens nimmt die Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise ins Herz des faszinierenden Kontinents. Er berichtet von abenteuerlichen Erlebnissen, von anrührenden Begegnungen und aufregender Forschung, die immer noch neue Facetten in einem Winkel der Welt enthüllt, der lange Zeit unbekannt war.

Phoenix, 21.00 Uhr
Faszination Afrika
Mala Mala-Reservat
Mit Beginn des südafrikanischen Winters hält die Trockenzeit Einzug in Mala Mala. Nach und nach fallen Bäche und Flüsse trocken, bis nur noch ein letzter Strom übrig bleibt. Der Sand River ist die Lebensader des Reservats. Elefanten und Kaffernbüffel ziehen jeden Tag zu Hunderten an den Fluss, um ihren Durst zu stillen. Doch das lockt auch Fressfeinde an. Für Raubtiere ist die Trockenzeit die beste Zeit des Jahres, um leichte Beute zu machen. Kein Wunder also, dass Leoparden und Tüpfelhyänen gerade jetzt ihren Nachwuchs großziehen – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Denn während sich die Leopardenmutter allein um ihre beiden Jungen kümmern muss, arbeiten im Hyänenrudel bei der Aufzucht des Nachwuchses alle zusammen. Wenn die Regenzeit Einzug hält, wird das Leben für Pflanzenfresser wie Nashörner, Kaffernbüffel und Elefanten wieder leichter. Überall gibt es Wasser und Nahrung im Überfluss. Davon profitieren auch Hornraben, die ihrem Nachwuchs das Jagen beibringen. Und der Waran findet sogar im Nashorndung fette Beute.

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