JAGEN WELTWEIT TV-Tipps für Jäger

5700

Programmvorschau für den Zeitraum bis zum 16. Dezember 2018.

(Kurzfristige Programmänderungen sind möglich)

Die Jagen Weltweit Fernsehtipps

TV-Programm 19.11. - 25.11.2018

Montag, 19. November

arte, 8.00 Uhr
Frankreich – Wild und schön
Die Brenne, Land der tausend Teiche
Auf der Nordseite des französischen Zentralmassivs entfaltet sich das Berry. Eine seiner sehr besonderen Landschaften ist die Brenne, das Land der tausend Teiche. Zwischen Land und Wasser sind hier zahlreiche Vogel- und Säugetierarten heimisch. Füchse und die äußerst anpassungsfähigen Wildschweine durchstreifen Wälder, Wiesen und sumpfige Ufer, während das auf den Teichwiesen äsende Damwild unwissentlich der Sumpfschildkröte nutzt, denn sie legt in der freigeschürften Erde ihre Eier ab. Im September ist das Röhren der brunftigen Hirsche im Nebel zu hören. Im Winter versammeln sich Enten, Blesshühner und Schwäne, im Februar ziehen die Graukraniche von hier aus zur Fortpflanzung nach Deutschland, Schweden und Finnland. Der fragile Artenreichtum, der die Brenne zu einem beliebten Jagdgebiet macht, ist auf den nährstoffarmen Boden zurückzuführen, dank dem die Region von intensiver Landwirtschaft und Pestiziden verschont blieb.

Dienstag, 20. November

arte, 8.00 Uhr
Frankreich – Wild und schön
Die Vogesen, geheimnisvoller Wald
Der Wald arbeitet wie eine biologische Fabrik, in der jeder seine Rolle spielt und seine Funktion hat. Die von den Pflanzen aufgenommene Energie wird an die Pflanzenfresser weitergegeben und dann nach und nach an jedes Lebewesen des Waldes. Hier leben Eichhörnchen, Füchse, Hirsche und schwarze Raben, Buchfinken, Blaumeisen und Rotkehlchen, auch Lurche und Salamander. König des Waldes ist der wachsame Luchs, auch wenn er durch Wilderer fast ausgerottet ist und zu den bedrohten Arten zählt. Bei Anbruch der Nacht werden Raufußkäuze und Dachse aktiv. Schon vor langer Zeit ist der Mensch ins Vogesen-Massiv vorgedrungen. Durch wenig behutsame Eingriffe hat er die Natur der Region stark verändert. Die hat sich jedoch mittels Evolution stets angepasst. Dieser Mechanismus funktioniert, ist aber sehr störanfällig. Die Aufgabe des Menschen ist es, ihn zu bewahren.

3sat, 13.15 Uhr
Das umstrittene Wildreservat in der Kalahari
Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53 000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um den letzten dort lebenden San Schutz vor Landnahme durch Viehhirten zu gewähren. Doch die Lebensweise der San als Jäger und Sammler gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des dritten Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. …..

Mittwoch, 21. November

3sat, 13.20 Uhr
Estland: Wölfe, Biber, Bären
Der estnische Sänger und Biologe Jaan Tätte und sein Sohn Jaan Junior reisen durch ihre Heimat Estland und beobachten die Tiere, die in der Wildnis des baltischen Staates leben. Kegelrobben an der Ostseeküste hat der Junior schon häufiger gesehen, Biber und Luchse hingegen noch nicht. In Estland hat man eine gute Chance, ihnen zu begegnen. Selbst große Raubtiere wie Wölfe und Bären finden in der baltischen Wildnis noch einen Lebensraum.

3sat, 14.05 Uhr
Hunde, Eis und weiße Bären
Die hohe Arktis ist ein extremer Lebensraum. Zwei Wochen lang wird das Filmteam mit Schneemobilen im Osten der Hauptinsel Spitzbergens unterwegs sein – in der Hoffnung auf spannende Bilder von der Jagd der Eisbären, von Zweikämpfen bei der Rangelei um ein Weibchen und mit ganz viel Glück sogar von einer Eisbärenpaarung.

3sat, 14.35 Uhr
Bärenträume
Im Oktober werden die Bären in der russischen Tundra müde. Vor ihnen liegt eine sechs Monate lange Winterruhe, doch zuvor müssen Vorkehrungen getroffen werden. Die großen Raubtiere müssen graben, polstern und vor allem dick werden. Das Filmteam ist in die Welt der wilden Bären eingetaucht und dabei Kraftpaketen und kleinen Strolchen begegnet. Ernähren sich Bären unterm Jahr hauptsächlich von Pilzen, Ameisen oder Aas, so werden sie im Herbst zu Jägern. Mit einem Tatzenhieb strecken sie mit geballter Kraft und Masse zum Beispiel einen Elch nieder. Diese Beute liefert Fleisch. Und nur die Magie des Herbstes stimmt die Kolosse so …

3sat, 15.05 Uhr
Bruno und der Bär
Seit einiger Zeit koordiniert Bruno d‘ Amicis die „rewilding Apennines“-Initiative. Im Mittelpunkt steht die Wiederkehr der großen Grasfresser Wildpferd, Wisent und Rothirsch. Im Gefolge Luchse, Bären und Wölfe. In den Abruzzen sollen Schutzgebiete zu Korridoren nach Rumänien, den Ostkarpaten, dem kroatischen Velebit verwildern. Doch bis dahin liegt ein langer Weg vor Bruno d’Amicis. Vielleicht 50 Abruzzenbären – eine Unterart der Braunbären, die nur im italienischen Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise und seiner Umgebung vorkommt – gibt es mittlerweile wieder. Das ist trotzdem zu wenig, um eine sichere Zukunft für das Wahrzeichen dieser Region zu garantieren. Fast die Hälfte des Bärennachwuchses überlebt das erste Jahr nicht. Das soll sich jetzt mithilfe eines engagierten Wildtierfotografen und der Rewilding Europe Initiative ändern. Knapp zwei Autostunden entfernt von Rom, in der südlichsten alpinen Region Europas, liegt die Heimat der Bären. Nicht nur der Abruzzenbär, sondern auch der italienische Wolf lebt hier. Große Hirschrudel durchstreifen die einsamen Berge, dazu Wildschweinrotten und Rehwild. Wehrhafte Kuhrassen laufen frei, ebenso halbwilde Pferde. In den über 2.000 Meter hohen Bergen hat man die fast ausgestorbene Abruzzengämse erfolgreich wieder angesiedelt. Ökotourismus soll wieder Arbeitsplätze schaffen. Denn nun sind die Abruzzen zu einer der besten Regionen Europas für das Beobachten von wilden Tieren geworden. Der preisgekrönte Wildlifefotograf Bruno D’Amicis hat dort seine Wurzeln und unterstützt die „rewilding Apennines“-Initiative. Jedes Jahr im Frühsommer, wenn fast alle wilden Tiere Nachwuchs bekommen haben, ist Bruno D’Amicis mit seiner Kamera in den Abruzzen unterwegs und hofft, die ersten Bärenjungen zu sehen. Filmautorin Andrea Rüthlein und ihr Team begleiten Bruno D’Amicis bei seinen Streifzügen durch die wilden Abruzzen.

3sat, 16.15 Uhr
Im Herzen des Balkans
Auf der Suche nach dem Luchs
Fünf große Kastenfallen haben Gjorge Ivanov und seine Kollegen bereits im Mavrovo-Nationalpark aufgestellt, ohne dass sie fündig wurden. Erst die sechste verhilft den mazedonischen Biologen endlich zu einem Balkanluchs. Sie nennen ihn „Marko“ und legen ihm ein Halsband mit einem Satelliten-Sender an. Damit erhoffen sie sich Aufschluss über Wanderrouten und Gewohnheiten der größten, aber auch seltensten Katze Europas.

3sat, 17.00 Uhr
Majestät im Aufwind
Seeadler – Neubürger in Mitteldeutschland
Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern zählen Seeadler zu den größten Greifvögeln in unseren Breiten. Auf der Suche nach Nahrung segeln sie lange Strecken majestätisch durch die Lüfte und erkennen dabei selbst aus fünf Kilometern Entfernung die kleinste Maus. Das Jagdrevier eines Seeadlerpaares umfasst 20 bis 50 Quadratkilometer. Von Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden die großen Vögel intensiv verfolgt, was ihre Population stark dezimierte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erste Schutzbemühungen. Seither hat sich ihr Bestand wieder ausgeweitet. Aus Polen kommend, ließen sie sich in Mitteldeutschland zuerst in der Lausitz, später auch in wald- und seenreichen Regionen Nordwestsachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens nieder, wo sie Ruhe und genügend Nahrung finden. Die Dokumentation „Majestät im Aufwind“ beobachtet die faszinierenden Greifvögel.

3sat, 17.45 Uhr
Rabenvögel – Gaukler der Lüfte
Die Dokumentation „Rabenvögel – Gaukler der Lüfte“ gibt seltene Einblicke in die Welt der Rabenvögel. Sie erzählt von Alpendohlen im Hochgebirge, von Saatkrähenkolonien in Städten, von der kleinen Dohle, die gern in Kaminen, aber auch in Kaninchenbauen nistet, von Raben- und Nebelkrähen – und nicht zuletzt vom König der Rabenvögel, dem Kolkraben. Er ist nicht nur der größte Singvogel der Erde, sondern überrascht mit einer außergewöhnlichen Intelligenz. Raben sind außergewöhnlich neugierig, gelehrig und intelligent. Und es sind die einzigen Vögel, die Werkzeuge nicht nur verwenden, sondern sogar selbst herstellen. Viele leben in festen sozialen Strukturen und sind ihrem Partner ein Leben lang treu. Ausdrücke wie „Rabeneltern“ und „Rabenbrut“ müssten eigentlich als Kompliment aufgefasst werden, denn zu ihrem Nachwuchs sind Rabenvögel extrem fürsorglich.

Donnerstag, 22. November

arte, 7.15 Uhr
360° Geo Reportage
Die Bärenhunde von Nevada
Ein Bär auf der Veranda auf Futtersuche bei den Menschen. Das kann gefährlich werden – für Mensch und Tier. Damit solche Bären nicht abgeschossen werden müssen, hat sich Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey eine friedlichere Lösung ausgedacht: Er fängt sie ein und verpasst ihnen mit seinen Karelischen Bärenhunden einen solchen Schrecken, dass sie lange nicht wiederkommen. „360° Geo Reportage“ hat den Bären-Biologen bei seiner Arbeit begleitet. Es ist der Müll, der die Schwarzbären im US-Bundesstaat Nevada in die Siedlungen lockt. Wenn in der Natur das Futter knapp wird, finden sie hier immer etwas. Die Tiere flüchten meist, sobald sie auf Menschen treffen, doch ein Bär kann auch schon mal angreifen. Vielerorts werden Bären einfach abgeschossen, wenn sie den Menschen zu nahe kommen. Nevadas staatlicher Bären-Biologe Carl Lackey hat eine friedlichere Lösung gefunden, um die Bären auf Abstand zu halten. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn, wie er sie einfängt und abseits der Siedlungen wieder frei lässt. Die wichtigsten Helfer dabei: seine Karelischen Bärenhunde. Sie jagen die Bären mit aggressivem Bellen wieder zurück in den Wald. Das Fenster ist ausgehebelt, der Kühlschrank hat Kratzer, die Bewohnerin ist aufgelöst. Ein Bär ist nachts in ihr Haus eingestiegen und hat Käse und Getränkedosen auf dem Fußboden verteilt. Eine bedrohliche Situation. Deshalb stellen Lackey und seine Mitarbeiterin eine Bärenfalle auf, in der ein Köder den Bären anlockt. Greift dieser danach, schnappt die Falle zu. Ein paar Nächte später sitzt schon ein 200-Kilo-Koloss in der Falle. Er darf zurück in die Freiheit, aber er soll lernen, die Menschen wieder als Gefahr wahrzunehmen und nicht als Nahrungsquelle. Diese Lektion verpassen ihm die Karelischen Bärenhunde. Der Bär ist in Panik, als er aus der Falle springt. Die Hunde hetzen ihn mit ihrem furchterregenden Gebell bis zum nächsten Baum. Dort klettert er hinauf. Er wird erst in Stunden wieder herunterkommen, völlig verängstigt, aber am Leben.

Freitag, 23. November

arte, 15.50 Uhr
Russland von oben
In fünf Folgen geht es vom europäischen Teil mit den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg, über die 5.000er Gipfel des Kaukasus und die Steppe Kalmückiens hin zu einem der größten Flussdeltas Europas – dem Wolgadelta. Das Kamerateam folgt der Transsibirischen Eisenbahn auf dem Weg nach Fernost und fliegt über die menschenleere Taiga und besucht Eisbärfamilien und Walrosse in Cape Schmidt. Am östlichen Ende wartet die Halbinsel Kamtschatka mit 29 aktiven Vulkanen und Braunbären beim Lachsfang.

GEO Television, 21.00 Uhr
Unter Wölfen – Überleben im Rudel
Kameramann Gordan Buchanan möchte mehr über den arktischen Wolf erfahren. Dieser gilt als schwer fassbares und gefürchtetes Jagdtier. Die gefühlvolle Dokumentation begleitet Gordan Buchanan bei seinen Versuchen, mit dem arktischen Wolf in Kontakt zu treten und das Vertrauen des berüchtigten Tieres zu gewinnen.

Samstag, 24. November

Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr
Was leisten Zoos heute? Fremde Arten als Retter
Viele fremde Tierarten sind mit der Zeit hierzulande eingewandert wie etwa Schädlinge im deutschen Wald oder Waschbären. Sie bedrohen unsere heimische Wildnis, gelten als Katastrophe – aber sind sie wirklich immer so negativ einzuschätzen? Caro Matzko und Gunnar Mergner lernen im Nürnberger Tiergarten Tiere kennen, die in ihrer neuen Heimat keinerlei Schaden anrichten. Wie die Flamingos, die sich in Süddeutschland und Holland bereits angesiedelt haben. Die Moderatoren erfahren, dass sich die Natur immer verändert und weiterentwickelt und dass sie sich nicht in einen angenommenen „Urzustand“ zurückversetzen lässt. Doch in einer sich ständig verändernden Natur können Einwanderer ihre neue Heimat auch stärken.

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Rhinozeros – das goldene Horn
Das Horn des Nashorns ist wegen seiner vermeintlichen Heilwirkung auf dem Schwarzmarkt Gold wert. Die Folge: Kriminelle Banden machen Jagd auf die Tiere und schlachten sie ab – allein wegen ihres Horns. Auf einer südafrikanischen Farm versucht man, den bedrohten Tieren zu helfen. Der Krüger Nationalpark in Südafrika ist Schauplatz eines zunehmend brutaler werdenden Konfliktes. Längst haben die Wildhüter in ihren Hubschraubern die Lufthoheit verloren, denn auch die Wilderer jagen inzwischen aus der Luft. Und die Tiere am Boden haben kaum eine Chance … Während noch vor fünf Jahren in ganz Südafrika höchstens ein Nashorn pro Monat gewildert wurde, haben mafiöse Banden gerade einen traurigen Rekord gebrochen: 668 Tiere wurden im Jahr vor den Dreharbeiten abgeschlachtet und nichts scheint das kriminelle Treiben bremsen zu können. Was zählt, ist nur das Horn. Ein Kilogramm bringt auf dem Schwarzmarkt vierzig- bis achtzigtausend Euro. Mauricedale – das sind 65 Quadratkilometer private Wildnis in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krüger Nationalpark. Neben Giraffen, Antilopen, Wildschweinen und Büffeln leben auf dem weitläufigen Gelände rings um die Farm auch 800 Nashörner. Den Nashörnern in Mauricedale fehlt, was sie für Wilderer wertvoll macht: das Horn. Regelmäßig gehen die Ranger auf Patrouille, betäuben Einzelne ihrer Schützlinge und sägen ihr Horn ab. Da im Horn weder Nerven noch Blutgefäße verlaufen, ist es für die Tiere eine schmerzlose Prozedur – die sie sicher vor Wilderern schützt. Das abgeschnittene Horn kommt nicht auf den Markt: Es wird – wie pures Gold – im Tresor einer Bank eingelagert. Früher wurden auf der Buffalo Dream Ranch Rinder gezüchtet, jetzt ist es ein Zufluchtsort für Nashörner. Nach medizinischer Untersuchung und Hornentfernung werden sie von Mauricedale hierhergebracht. Die Ranch liegt weit landeinwärts – selbst mit dem Hubschrauber zu weit für die Wilderer, um rasch über die Landesgrenze zu fliehen.

arte, 18.25 Uhr
360° Geo Reportage
Sibirien, im Reich des Amur-Tigers
Ein blitzartiger Biss ins Genick genügt ihm, um sein Opfer in Sekundenschnelle zu töten. Dem mächtigen Amur-Tiger möchte niemand in der klirrenden Kälte der sibirischen Taiga begegnen: Obwohl er von Natur aus Menschen meidet, gibt es immer wieder gefährliche Zwischenfälle, mitunter gar tödliche. Der Wildbiologe Alexander Batalow lässt sich davon nicht abschrecken. Im Gegenteil: Er begibt sich gezielt in die Nähe von Tigern. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn auf seiner abenteuerlichen Reise ins Reich des Amur-Tigers. Rund 8.500 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt, direkt an der Grenze zu China, erstreckt sich das raue Reich des Amur-Tigers. Hier durchstreift er ein Gebiet, das etwa halb so groß wie Deutschland ist. Dank eines strikten staatlichen Schutzprogramms konnte sich die zuvor stark bejagte Population der Amur-Tiger auf heute etwa 560 Tiere erholen. Der Sibirische Tiger ist ausgewachsen mit einem Gewicht von fast 300 Kilo und einer Länge von fast vier Metern der größte seiner Art und der einzige, der in Eis und Schnee lebt. Und das fast unsichtbar, denn die majestätische Großkatze jagt meist nachts. Die Wälder Ussuriens sind artenreich, und die Tiger hatten bislang meist reiche Auswahl: Rehe, Hirsche und Wildschweine sind ihre Beutetiere. Doch deren Bestand ist bedroht – und mit ihnen erneut der Tiger. Denn durch teils illegalen Holzeinschlag verschwinden aus der Taiga viele Bäume, auch die Mongolische Eiche. Und ohne deren kalorienreiche Eicheln können die für den Tiger wichtigen Wildschweine den harten Winter nicht überstehen. Noch sind die Wälder des Sikhote Alin-Gebirges intakt. Aber das aufstrebende China in direkter Nachbarschaft lechzt nach immer mehr Holz. Mit dramatischen Folgen: Das stetige Verschwinden der Eichen, gefolgt vom Dezimieren der Wildschweine, lässt viele wilde Tiger hungern. In ihrer Not sucht so mancher von ihnen in den Taiga-Dörfern nach Nahrung – und wird so zum „Problem-Tiger“. All dies beunruhigt den Tigerschützer Alexander Batalow. Sein Herz schlägt für den Tiger, und er engagiert sich für ihn seit über 30 Jahren. In seinem Pachtwald betreibt er Jagdwirtschaft und schützt zugleich die wichtigen Beutetiere des Tigers.

Sonntag, 25. November

3sat, 13.05 Uhr
Geschützte Wildnis – Leben im Nationalpark Donau-Auen
Ein Ausflug in die magische Naturlandschaft des Nationalparks Donau-Auen lässt staunen: Sogar einige Seeadler-Paare haben sich dort wieder angesiedelt. Der Film erzählt die Entwicklung der 9300 Hektar großen Fläche zwischen Wien und Bratislava und zeigt in stimmungsvollen Bildern diese letzte große Fluss-Auen-Landschaft Mitteleuropas. Dem schon ausgestorben geglaubten Hundsfisch und eleganten Graureiher, unzähligen Bibern, leuchtend gefiederten Eisvögeln und seltenen Europäischen Sumpfschildkröten – zahlreichen Tierarten bietet der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Wildes Frankreich – Schroffe Gipfel, dichter Wald
Eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen präsentieren Frédéric Fougea und Jacques Malaterre in der zweiteiligen Dokumentation „Wildes Frankreich“. Die erste Folge führt in die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen, festgehalten in spannenden Bildern und spektakulären Geschichten. Das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. In der zweiteiligen Dokumentation präsentieren Frédéric Fougea und Jacques Malaterre ein „Wildes Frankreich“. Für die erste Folge reiste das Filmteam in die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen und hat spannende Bilder und spektakuläre Geschichten festgehalten. Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: 250.000 Jahre lang bewohnte der Braunbär diese Berge. Doch im 20. Jahrhundert war er hier beinahe verschwunden. Inzwischen kehrt der Braunbär zurück und gedeiht dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten ist von Bergen geprägt. Hier verlaufen die Alpen – die größte Gebirgskette des europäischen Kontinents – in einem weiten Bogen beinahe bis zum Mittelmeer. Die Alpen sind der Lebensraum einiger besonders charismatischer Tiere: Hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger hier ist der Wolf. Wie der Bär war auch er praktisch verschwunden, doch nach und nach kehrt Meister Isegrim in seine angestammten Reviere zurück. Das beweisen auch die beiden jungen Wölfe, die erstmals den sicheren Bau verlassen, um neugierig ihre Umgebung zu erkunden. Die Vogesen im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Metern Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Ein Weibchen sucht einen Partner, um eine Familie zu gründen. Doch zuvor wartet der Hausbau: Das Paar geht in den Untergrund, um sich ein Heim zu schaffen, das als Schutz und Rückzugsraum dient. Der Wald ist ein einzigartiger Lebensraum. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau – eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten – eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. Die beiden sind seit ihrer Geburt zusammen: Der eine ist eher vorsichtig, der andere ein Bruder Leichtfuß. Ersterer besitzt ein extrem scharfes Gehör, der zweite eine besonders feine Nase. Und so ergänzen sie einander perfekt: Einer passt auf, der andere sucht nach Nahrung – auf diese Weise haben sie nun bereits sieben Jahre miteinander verbracht. Doch jedes Jahr im Herbst steht die ungewöhnliche Freundschaft auf dem Prüfstand: Wenn Hirschbullen durch die Brunft zu erbitterten Rivalen werden und um die Weibchen kämpfen.

TV-Programm 26.11. - 02.12.2018

Montag, 26. November

Das Erste (ARD), 22.45 Uhr
Die Story im Ersten
Wölfe
Schützen oder schießen?
Die Wölfe sind zurückgekehrt und breiten sich in Deutschland aus. Ob in Niedersachsen, Sachsen oder jüngst in Nordrhein-Westfalen, allerorten werden die Raubtiere gesichtet. Derzeit gibt es 60 Rudel sowie 19 Paare, insgesamt etwa 500 bis 600 Tiere – und immer mal wieder Begegnungen zwischen Mensch und Wolf. Schäfer beklagen Verluste, Dorfbewohner fürchten um ihre Kinder, Politiker von CDU, SPD, FDP und AfD schlagen Alarm und fordern inzwischen den Abschuss von Wölfen und eine Obergrenze für ihren Bestand. Alles nur Hysterie? Oder geht von Wölfen tatsächlich eine Bedrohung aus? Stimmt der Eindruck, dass sich Wölfe in Deutschland unkontrolliert ausbreiten und eine Gefahr darstellen? Monatelang hat Filmautor Herbert Ostwald mit Wolfsforschern, Bürgermeistern, Dorfbewohnern, Tierfilmern und Schäfern gesprochen, um Antworten zu bekommen. Seine Recherchen zeigen ein wesentlich differenzierteres Bild, als es die Schlagzeilen vermuten lassen. Manches Missverständnis beruht auf der verbreiteten Annahme, Wölfe seien scheu. Tatsächlich sind sie „von Natur aus neugierig, aber auch vorsichtig“, so Tierfilmer Sebastian Koerner, der seit vielen Jahren Wölfen so nahe gekommen ist wie niemand sonst. Fakt ist: In den 20 Jahren, seit Wölfe in Deutschland wieder heimisch sind, gab es keinen einzigen Angriff auf Menschen, keinen einzigen Verletzten. Der heimgekehrte Räuber ist so gut erforscht wie kaum ein anderes Wildtier: Hunderte Wolfsberater sammeln bundesweit täglich Spuren, die akribisch ausgewertet werden. Dadurch haben Wolfsforscher einen guten Überblick, welche Tiere sich wo niederlassen. Wenn Wölfe trotzdem ein unnormales Verhalten zeigen, können Behörden schon heute dank vorhandener Managementpläne einzelne „Problemwölfe“ erschießen lassen. Für Nutztierhalter gibt es Subventionen für Elektrozäune und Herdenschutzhunde. Hat der Wolf dennoch ein Schaf gerissen – und ist das beweisbar – gibt es Ausgleichszahlungen. Allerdings müssen viele Schäfer für den Schutz ihrer Tiere einen erheblichen Aufwand betreiben und bleiben auf einem Teil der Folgekosten sitzen. Jagd auf Wölfe halten Forscher trotzdem für Unsinn. Denn die Zahl der Raubtiere reguliere sich allein über ihr Nahrungsangebot und die Reviergröße. In einem Revier pendelt die Größe des Rudels immer zwischen etwa zwei und zehn Tieren, einwandernde Konkurrenten werden vertrieben. Wölfe sind weder Bestien noch Kuscheltiere. Wir können mit ihnen leben. Gefordert sind dafür sachliche Diskussionen statt hitziger Debatten. Ein Film mit überraschenden Einsichten und einzigartigen, zum Teil noch nie im Fernsehen gezeigten Bildern von wilden Wölfen in Deutschland.

Dienstag, 27. November

3sat, 13.15 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)
Ernstbrunn – Montana und zurück
Was unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren, und welche wurden dazugewonnen? In der dreiteiligen Reihe suchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn nach Antworten auf all diese Fragen. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich. Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des WSC. Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen – diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe. Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des WSC, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York: 4500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck. Rückblickend gesteht Fally-Puskás: „Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?“ Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal – alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen – Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo – und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an. Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: „Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!“ Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und herauszufinden, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen, dem Wolf, unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Hundeforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.

3sat, 14.00 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)
Sechs Welpen und ein Todesfall
Auch wenn sie noch mit ihren Betreuern schmusen und miteinander balgen: Die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz entwickeln sich zu frechen Halbstarken. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob – und vor allem mit Leckerlis. „Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts“, weiß Wolfsforscherin Bea Belenyi aus Erfahrung. Das ist bei Hunden anders. „Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe“, sagt Bea Belenyi. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen. Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, stirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen. Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich tragbare Vergleiche anstellen. Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen? Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

3sat, 14.45 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)
Im Rudel geht es rund
Es wird spannend: Endlich wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen. Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen. Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten. Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume, und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das interessiere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben – ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen. Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: „Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert.“ Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig. Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an – die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Test-Raum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudel-Zusammenstellungen zu finden. Kotrschal: „Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen.“ Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen? Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls sommers wie winters als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das – wie könnte es auch anders sein – Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark, Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofia, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen. Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

3sat, 17.00 Uhr
Die Legende vom Hasen und der Sonne
Der Bestand der kanadischen Schneeschuhhasen nimmt alle elf Jahre explosionsartig zu – parallel zum Rhythmus der Sonne, die ebenfalls alle elf Jahre ein Maximum an Aktivität aufweist. Eine Legende erzählt, dass sich die Hasen einst mit der Sonne verbündeten und mit ihr die Welt und den Mond erschaffen haben. Die Dokumentation geht dieser Legende nach. Die Dreharbeiten führten von Südeuropa bis in den Norden Kanadas.

Mittwoch, 28. November

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Polarwölfe – Familienbande
llesmere Island, etwa 800 Kilometer vom Nordpol entfernt, ist die drittgrößte Insel Kanadas und Heimat der Polarwölfe. In der zweiteiligen Dokumentation begibt sich das Tierfilmerduo Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg auf die Spuren des Eureka-Rudels und zeigt dessen Kampf ums Überleben und den enormen Einsatz für die Aufzucht der Welpen in einer der unwirtlichsten Regionen der Erde. Im zweiten Teil der Dokumentation ist der kurze arktische Sommer angebrochen. Die Welpen der Rudelmutter Snow White sind inzwischen ordentlich gewachsen und können ihre Höhle verlassen. Das hat Snow White nicht zuletzt der zum Rudel dazu gestoßenen einsamen Wölfin Blackspot zu verdanken, die sich ähnlich liebevoll um die fremden Welpen kümmert und diese sogar säugt – ein Verhalten, das zuvor noch nie dokumentiert werden konnte und selbst Wissenschaftler erstaunt. Nahrung ist für die Wölfe auch im Sommer nicht leicht zu finden; sie müssen weit laufen, um ausreichend Beute zu machen. Blackspot und Snow White sind durch die Welpen an die Höhle gebunden. Doch während die Leitwölfin vom Rudel versorgt wird, geht die Amme meist leer aus. Eine Situation, die für Blackspot tragisch endet und Snow White dazu zwingt, mit ihren Jungen weiterzuziehen. Die zweiteilige Dokumentation folgt dem Eureka-Rudel und zeigt seinen Kampf ums Überleben und den enormen Einsatz der Tiere bei der Aufzucht der Welpen. Mit intimen und noch nie derart gefilmten Einblicken erzählen die Filmemacher die bewegende und dramatische Geschichte einer Wolfsfamilie – eine Geschichte von Fehlschlägen, Glück und Triumphen inmitten der kargen kanadischen Arktis.

Donnerstag, 29. November

3sat, 13.15 Uhr
Unser Wald (1/2)
Frühling und Sommer
Einst gezähmt und geplündert, bedeckt der Wald heute wieder ein Drittel der Schweiz. Ein Film über Schweizer Wälder und über Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für den Wald. Der Zürcher Michel Brunner spürt besondere Bäume auf und fotografiert sie. Albert Mächler aus St. Moritz ist ein leidenschaftlicher Jäger, aber auch ein renommierter Tierfotograf: Mal pirscht er sich mit Gewehr und Kugel, mal mit Fotoapparat an die Wildtiere heran. Christof Hagen lernte bei den Indianern Nordamerikas, wie man im Wald überlebt. Mittlerweile nimmt er auch andere Menschen mit und bietet Kurse an. Luigi Frigerio ist Forstarbeiter im Engadin. Für ihn muss ein Wald „schön“ sein. Das geht seiner Ansicht nach nur mithilfe des Menschen.

3sat, 14.05 Uhr
Unser Wald (2/2)
Herbst und Winter
Mit einem alten Doppeldecker besucht der Geigenbauer Kuno Schaub den Grand Risoux im Jura. Es ist sein Lieblingswald und gleichzeitig die Quelle des Holzes, aus dem er Instrumente baut. Der Fotograf Albert Mächler wartet im Wald manchmal tagelang, bis er ein Tier vor die Linse bekommt. Und Bauer Fridolin Saladin liebt seinen Wald, selbst wenn der ihm mehr Arbeit macht als Geld bringt.Auch in einem kleinen Dorf im Wallis haben die Bewohner ihren Kastanienwald ins Herz geschlossen – seit er sie vor einer Schlammlawine rettete. Einst gezähmt und geplündert, bedeckt der Wald heute wieder ein Drittel der Schweiz. Ein Film über die Wälder der Schweiz und über Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für den Wald.

3sat, 15.55 Uhr
Wunderwelt Schweiz
Winterliches Graubünden
Graubünden im Winter, das heißt für viele Pistenspaß und Aprés-Ski-Vergnügen. In der Natur herrscht jedoch wegen Kälte, Schnee und Eis ein ständiger Kampf ums Überleben. Ob Steinbock, Murmeltier oder Kreuzotter, sie alle haben sehr unterschiedliche Strategien, um die Eiseskälte des Alpenwinters zu überstehen. Der Film erzählt erstaunliche Geschichten aus dem winterlichen Graubünden und zeigt prächtige Landschaftsaufnahmen. Bei den Murmeltieren lautet die Strategie: Fett anfressen und die kalte Jahreszeit schlafend überstehen. Dieser Winterschlaf ist jedoch nicht mit dem erholsamen Schlaf in der Nacht zu vergleichen – er ist vielmehr eine lebensbedrohliche Notsituation. Forscher haben herausgefunden: Wenn Murmeltiere nicht manchmal aus dem Winterschlaf erwachen und „richtig“ schlafen, dann sterben sie. Verblüffend auch die Überlebenstaktik der Steinböcke. Obwohl sie im Hochgebirge leben, scheinen sie keinen Schnee zu mögen. Sie gehen ihm aus dem Weg, wo immer sie können. In den kalten Winternächten sinkt zum Energiesparen ihre Körpertemperatur in den Beinen auf bis zu 15 Grad. Was für andere Tiere den Tod durch Erfrieren bedeuten würde, ist für den Steinbock möglich – eine Fähigkeit, die ihm das Überleben sichert. Doch auch der härteste Winter ist irgendwann einmal zu Ende, und die Natur atmet auf. Dies wird am deutlichsten beim Anblick von Gamsen, die voller Lebensfreude mit verrückten Sprüngen die Ankunft des Frühlings zu feiern scheinen. Die Murmeltiere haben für so etwas keine Zeit. Ihr Sommer ist oft so kurz, dass die Männchen die noch schlafenden Weibchen begatten. Für sie sind Frühling und Sommer nichts anderes als Vorbereitungszeit für den nächsten Überlebenskampf im Graubündner Winter. Für die Aufnahmen dieses Films waren mehrere Kamera-Teams zu Lande, unter dem Eis und in der Luft unterwegs. Unter anderem wurde ein Cineflex-System eingesetzt, mit dem besonders ruhige Aufnahmen vom Helikopter ausgedreht werden können. Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Naturparadiesen dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder. Die Reihe „Wunderwelt Schweiz“ porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz.

Freitag, 30. November

3sat, 5.50 Uhr
Geschützte Wildnis – Leben im Nationalpark Donau-Auen
Ein Ausflug in die magische Naturlandschaft des Nationalparks Donau-Auen lässt staunen: Sogar einige Seeadler-Paare haben sich dort wieder angesiedelt. Der Film erzählt die Entwicklung der 9300 Hektar großen Fläche zwischen Wien und Bratislava und zeigt in stimmungsvollen Bildern diese letzte große Fluss-Auen-Landschaft Mitteleuropas. Dem schon ausgestorben geglaubten Hundsfisch und eleganten Graureiher, unzähligen Bibern, leuchtend gefiederten Eisvögeln und seltenen Europäischen Sumpfschildkröten – zahlreichen Tierarten bietet der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Der Wolfspakt
Wilde Wölfe gab es immer schon in den Weiten Russlands. Neu dagegen sind neureiche Russen. Sie könnten zu einer echten Gefahr für die Wölfe werden. Aber dann macht einer dieser reichen Großwildjäger eine seltsame Wandlung durch … Die Überlieferung erzählt von einer „weißen“ Wölfin, die einem Nomadenvolk am Ural einst geholfen haben soll. Der Pakt mit den Wölfen schien die Jahrhunderte zu überdauern. Aber in der postkommunistischen Zeit ist auch in Baschkortostan, dem Land der „weißen“ Wölfin, eine berüchtigte neureiche Schicht, die „Neuen Russen“, eingefallen. Sie können sich nicht nur alles leisten, sondern suchen in ihrem Übermut ständig nach Möglichkeiten, ihre Abenteuerlust und Dekadenz auszuleben. Der neueste Wintertrend ist Großwildjagd. Da hat man die teuersten und besten Jagdgewehre, besitzt die größten und schnellsten Skijets und rast damit über die weiten schneebedeckten Ebenen und Täler des Urals. Bevorzugtes Ziel sind Wölfe. Von Rücksicht oder Einsicht in ökologische Zusammenhänge sind diese Jäger weit entfernt. Heute sind am Ural nicht mehr die Menschen, sondern die Wölfe in Not. Der Pakt scheint vergessen. Doch dann taucht wieder eine „weiße“ Wölfin auf …

Samstag, 1. Dezember

arte, 9.45 Uhr
360° Geo Reportage
Sibirien, im Reich des Amur-Tigers
Ein blitzartiger Biss ins Genick genügt ihm, um sein Opfer in Sekundenschnelle zu töten. Dem mächtigen Amur-Tiger möchte niemand in der klirrenden Kälte der sibirischen Taiga begegnen: Obwohl er von Natur aus Menschen meidet, gibt es immer wieder gefährliche Zwischenfälle, mitunter gar tödliche. Der Wildbiologe Alexander Batalow lässt sich davon nicht abschrecken. Im Gegenteil: Er begibt sich gezielt in die Nähe von Tigern. „360° Geo Reportage“ begleitet ihn auf seiner abenteuerlichen Reise ins Reich des Amur-Tigers. Rund 8.500 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt, direkt an der Grenze zu China, erstreckt sich das raue Reich des Amur-Tigers. Hier durchstreift er ein Gebiet, das etwa halb so groß wie Deutschland ist. Dank eines strikten staatlichen Schutzprogramms konnte sich die zuvor stark bejagte Population der Amur-Tiger auf heute etwa 560 Tiere erholen. Der Sibirische Tiger ist ausgewachsen mit einem Gewicht von fast 300 Kilo und einer Länge von fast vier Metern der größte seiner Art und der einzige, der in Eis und Schnee lebt. Und das fast unsichtbar, denn die majestätische Großkatze jagt meist nachts. Die Wälder Ussuriens sind artenreich, und die Tiger hatten bislang meist reiche Auswahl: Rehe, Hirsche und Wildschweine sind ihre Beutetiere. Doch deren Bestand ist bedroht – und mit ihnen erneut der Tiger. Denn durch teils illegalen Holzeinschlag verschwinden aus der Taiga viele Bäume, auch die Mongolische Eiche. Und ohne deren kalorienreiche Eicheln können die für den Tiger wichtigen Wildschweine den harten Winter nicht überstehen. Noch sind die Wälder des Sikhote Alin-Gebirges intakt. Aber das aufstrebende China in direkter Nachbarschaft lechzt nach immer mehr Holz. Mit dramatischen Folgen: Das stetige Verschwinden der Eichen, gefolgt vom Dezimieren der Wildschweine, lässt viele wilde Tiger hungern. In ihrer Not sucht so mancher von ihnen in den Taiga-Dörfern nach Nahrung – und wird so zum „Problem-Tiger“. All dies beunruhigt den Tigerschützer Alexander Batalow. Sein Herz schlägt für den Tiger, und er engagiert sich für ihn seit über 30 Jahren. In seinem Pachtwald betreibt er Jagdwirtschaft und schützt zugleich die wichtigen Beutetiere des Tigers.

arte, 22.00 Uhr
Die Eloquenz der Tiere
Die Sprache, der Mensch und das Tier
Tiere können nicht sprechen – oder etwa doch? Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse konnten nachweisen, dass Tiere über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten verfügen. Was teilen sie einander mit? Lassen sich ihre Botschaften entschlüsseln? Und hat die Sprache von Mensch und Tier vielleicht doch gemeinsame Wurzeln? Diesen Fragen geht die zweiteilige Wissenschaftsdokumentation nach. Einst gab es die Vorstellung, manche Tiere seien so gelehrig, dass sie die Sprache der Menschen lernen könnten. Heute machen sich Menschen auf, um die Sprache der Tierwelt zu erforschen und zu verstehen. Sprechen Tiere wirklich? Wenn ja, was erzählen sie einander? Können auch unterschiedliche Tierarten untereinander kommunizieren, um Informationen und Gefühle mitzuteilen? Sagen die Tiere immer die Wahrheit, oder flunkern sie zuweilen? Können sie wie der Mensch eine „Fremdsprache“ erlernen? Haben sie Namen für die Dinge in ihrer Umgebung? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den ausgeklügelten Kommunikationssystemen der Tiere und der menschlichen Sprache? Die Forschung der letzten Jahre hat es bestätigt: Tiere produzieren nicht grundlos Laute. Delfine geben sich Namen, Fledermäuse haben einen ausgeklügelten Sprachcode, Vögel zwitschern in Dialekten; die Kapuzineräffchen haben sogar eine Syntax. Schritt für Schritt ergründet die Wissenschaft die sprachliche Welt der Tiere. Wissenschaftler versuchen sich als „Dolmetscher“, um der Tiere zu ergründen. Im ersten Teil geht es um Spracherwerb und Sprachentwicklung. Mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass die Sprache von Mensch und Tier vielleicht doch gemeinsame Wurzeln hat. Die Sendung ist auch online verfügbar von 01/12 bis 30/01 auf dem Internetportal von ARTE.

Sonntag, 2. Dezember

arte, 15.30 Uhr
Wilde Schönheiten
Ägypten
Tiere spielten schon im alten Ägypten eine besondere Rolle. Durch seine regelmäßigen Überschwemmungen und Ablagerungen der Sedimente hat der Nil dort eine fruchtbare Flussoase geschaffen. Der Fennek oder Wüstenfuchs ist eine Fuchsart aus der Gattung Vulpes. Er ist der kleinste aller Wildhunde und bewohnt die Sandwüsten Ägyptens.

hr-fernsehen, 18.30 Uhr
Vorsicht Eisbär – hessische Forscher in Grönland
Johannes Lang und Kersten Hänel sind wieder einmal in der Arktis. Sie wollen Schneeeulen mit Netzen fangen, um sie markieren zu können. Polarfüchse versuchen sie mit Sendern auszustatten, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Der Wildbiologe Lang aus dem hessischen Lich und der Vogelkundler Hänel von der Uni Kassel gehören zum Team der Grönland-Expedition – auf den Spuren des Klimawandels. Seit 30 Jahren läuft das Projekt schon, so dass an vielen kleinen Details die Auswirkungen der Erwärmung sichtbar werden. Am bedrohlichsten für die Forscher: Der Lebensraum für die Eisbären wird im Packeis knapp. Ohne Gewehr geht längst keiner der Forscher mehr auf Tour auf der Insel Traill, denn seit Jahren steigt im Sommer die Zahl der Zusammentreffen mit Eisbären an. Das war früher eher die Ausnahme. Aber die Winter werden durch die Veränderungen des Klimas immer kürzer, das Eis schmilzt, den Eisbären bleibt nichts anderes übrig, als zu wandern. Die Zelte werden inzwischen nachts mit doppelten Elektrozäunen gesichert, Tagesexpeditionen ohne Gewehr über die Insel sind zu riskant geworden. Die kleine Hütte noch aus Trapperzeiten wird von den großen Tieren regelmäßig geräubert. Was wartet dieses Mal auf die Expedition? Gefahren oder interessante Entdeckungen – oder vielleicht beides? Rein wissenschaftlich sind es eher die kleinen Tiere, die die Veränderungen sichtbar machen. Lemminge lebten während der langen Winter sicher vor Feinden wie Schneeeule, Fuchs und Raubmöwe unter der Schneedecke und vermehrten sich munter. Einzig das Hermelin wird ihnen gefährlich. Doch der Schnee schmilzt nun Wochen früher, die anderen Räuber kommen früher zum Zug, die Lemmingpopulation wird ständig kleiner – und damit nach und nach auch die Zahl der Schneeeulen und anderen Beutegreifer, die von ihnen leben. Alles gerät durcheinander. Die gleiche klimatische Entwicklung, die Eisbären zu schaffen macht, verändert den kompletten Lebensraum der ansonsten unberührten arktischen Landschaft. Angesichts dieser Tatsache werden die ganze Dramatik und ihre Folgen der menschgemachten Veränderungen viel klarer. Die Forschergruppe sammelt akribisch die Belege dafür. Werden sie Erfolg haben, so dass sich die ganze Plackerei lohnt? Mühsam müssen sie alles mit dem Kleinflugzeug in die Arktis transportieren. Viel können sie nicht mitnehmen. Gut aufpassen müssen sie auf jeden Fall. Wird es ihnen gelingen, ihr Programm durchzuziehen? Spielt das Wetter mit? Haben sie Glück und treffen auch auf früher markierte Tiere?

TV-Programm 03.12. - 09.12.2018

Montag, 3. Dezember

arte, 6.15 Uhr
Wie Tiere fühlen
Ein beleidigter Hund, ein gerechter Wolf, ein verständnisvoller Elefant: Sind Tiere fähig, sich in andere hineinzuversetzen? Haben sie Mitgefühl? Sind sie empathisch, altruistisch, fair und gar gerecht? Neue Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung scheinen zu revolutionieren, was man bisher über die Gefühlswelt der Tiere wusste. Dass es schlaue Tiere gibt, ist mittlerweile bekannt. Auch Primäremotionen wie Freude oder Trauer sind in der Tierwelt verbreitet. Die Dokumentation „Wie Tiere fühlen“ geht der Frage nach, ob Tiere sogar über komplexe Gefühle wie Empathie, Altruismus, Fairness und Gerechtigkeit verfügen. Der Verhaltensbiologe Frans de Waal erforscht an der Emory University in Atlanta, ob Tiere fair sind und wie sie kooperieren. Für ihn ist klar: „Wenn sich ein Individuum egoistisch verhält, wird es in Zukunft Schwierigkeiten haben. Auf lange Sicht lohnt sich Egoismus nicht.“ Die Kooperationsfähigkeit von Tieren wird mit dem sogenannten String-Pulling-Test überprüft. Dabei kommen Tiere nur an Futter, wenn sie zusammenarbeiten.

Dienstag, 4. Dezember

3sat, 13.20 Uhr
Die Wildnis Malaysias
Die feuchten Regenwälder, mangrovengesäumten Küsten und die tropischen Gewässer Malaysias sind reich an einer faszinierenden Tierwelt. Der Film stellt die Fauna Malaysias vor. Die malaysische Halbinsel ist nicht so aufregend für Tierfreunde wie die riesigen Dschungel von Ostmalaysia auf Borneo, doch auch hier gibt es eine interessante Tierwelt in freier Wildbahn zu erleben, nicht zuletzt Tiger und Leoparden. Der malaysische Tiger ist in mehreren Provinzen noch in freier Wildbahn anzutreffen.

3sat, 17.45 Uhr
Märchenhafter Oman
Im Hinterland von Salalah türmt sich das Dhofar-Gebirge auf. Es ist der Rückzugsort der letzten Arabischen Leoparden. Wenn im Sommer die Arabische Halbinsel in Gluthitze versinkt, suchen Tausende von Touristen aus den Golfstaaten im südlichen Oman Zuflucht. Denn von Juli bis September wird dieser Küstenstreifen von den Ausläufern des Monsuns, des Charifs, in dichten Nebel und Nieselregen getaucht. Die Vegetation scheint zu explodieren – es entsteht ein kühles, grünes Paradies inmitten eines Glutofens.

Phoenix, 21.00 Uhr
Alaska – Mit dem Zug durch die Wildnis
„The last frontier“ – die letzte Wildnis – wird Alaska auch genannt, und in der Tat beginnt die Wildnis hier unmittelbar hinter dem Stadtrand, wobei auch eine Stadt in Alaska immer eine ganz besondere Atmosphäre hat, oft spürt man noch die Atmosphäre der Entdecker und Goldgräber, die einst hier lebten. Eine andere Möglichkeit, das Land kennenzulernen, bieten Wasserflugzeuge beim sogenannten Flightseeing. Sie starten nicht von einer Asphaltpiste aus, sondern vom Lake Hood, dem größten Wasserflughafen Alaskas am Stadtrand von Anchorage. So kommt man auch in die entlegensten Winkel des Landes und kann mit etwas Glück Grizzlybären bei der Futtersuche beobachten.

Mittwoch, 5. Dezember

arte, 12.10 Uhr
Home Swiss Home
Im Bann der Berge
In der Ostschweiz hat sich im Elmtal der Wildhüter Michael Freuler die Beobachtung und den Schutz der ältesten Tierbestände Europas zur Aufgabe gemacht. Keiner kennt die tierischen Geheimnisse des Gebirgsmassivs besser als er. Die Sendung ist auch online verfügbar von 01/12 bis 08/12 auf dem Internetportal von ARTE.

hr-fernsehen, 15.10 Uhr
Zoogeschichten aus Frankfurt
Die beiden indischen Löwen im Frankfurter Zoo scheinen Kameras zu hassen. Da muss sich das Filmteam des Hessischen Rundfunks einiges einfallen lassen, um den Zuschauern auch diese beiden Großkatzen einmal präsentieren zu können.

Donnerstag, 6. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland: Der Pfälzerwald
Im Südwesten Deutschlands, unweit der französischen Grenze, liegt der Pfälzerwald. Farbenprächtige Buntsandsteinfelsen sowie unzählige Burgen und Ruinen überragen die nach Pinien duftenden Kiefernwälder. Der Trifels mit seiner erhabenen Reichsburg ist die bekannteste Felsenburg. Wildkatze und Luchs schleichen durchs Unterholz, Rothirsche mit prächtigem Geweih und korsische Mufflons mit schneckenförmigem Gehörn stolzieren im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands umher. Bereits vor 2.000 Jahren wurden im Marschgepäck römischer Truppen kulinarische Köstlichkeiten aus dem Mittelmeerraum nach Rheinland-Pfalz gebracht: Weintrauben, die Mittelmeer-Weinbergschnecke und Esskastanien gelten bis heute als Delikatesse. Im Herbst sind die schmackhaften Früchte, auch „Keschde“ genannt, besondere Leckerbissen für Wildschweine, Mufflons und Rotwild.

National Geographic WILD, 14.30 Uhr
Wildes Europa: Die großen Wälder
Europa war einst komplett mit Wald bedeckt. Aufgrund der letzten Eiszeit, die vor rund 15.000 Jahren endete, schrumpften diese Gebiete dann dramatisch zusammen. Heute haben sich die Waldbestände jedoch erstaunlich gut erholt und umfassen eine Fläche, die 30 Mal so groß ist wie Polen. „Wildes Europa“ reist in durch mediterrane Korkwälder, sommergrüne Eichen-Buchen-Mischwälder sowie die borealen Nadelwälder des Nordens und stellt die dort lebenden tierischen Bewohner vor.

Freitag, 7. Dezember

N24 DOKU, 14.05 Uhr
Auf Leben und Tod – Vorsicht Platzhirsch!
In bedrohlichen Situationen kann eine einzige Tat über Leben und Tod entscheiden. Wie kann sich ein Mann vor einem wütenden Hirsch retten? Die Doku-Reihe „Auf Leben und Tod“ zeigt extrem gefährliche Momente und stellt den Zuschauer vor die wohl kniffligste Frage: Was würdest du tun?

Animal Planet, 17.55 Uhr
Wild und ungezähmt
Ein Haustier bringt Wohlbefinden ins Heim. Es sei denn, die niedliche Schmusekatze fährt plötzlich die Krallen aus und mutiert zu einem angriffslustigen Stubentiger. Dann steht das traute Zusammenleben Kopf. In solchen Fällen weiß der erfahrene Tierverhaltensforscher Jackson Galaxy Rat. Mit einem ausgefeilten Therapieprogramm sucht „Der Katzenflüsterer“ gestresste Tierhalter auf und spürt die Ursachen für nächtlichen Terror, schmerzhafte Attacken oder der Angewohnheit, überall Katzengeschäfte zu verrichten auf. Die Doku-Serie folgt Jackson Galaxy bei seiner Mission, solchem Katzenjammer ein Ende zu setzen und die Tierhalter mit ihren vermeintlich haarigen Teufeln dauerhaft zu versöhnen.

Samstag, 8. Dezember

Das Erste (ARD), 7.10 Uhr
Paula und die wilden Tiere (Jugendprogramm)
Wo ist die Wildkatze?
Tierfreak Paula ist diesmal im Bayerischen Wald unterwegs. Sie sucht nach dem seltensten Wildtier in Deutschland, der Katze. Der Katze? Nein, nicht der Luchs ist gemeint, auch nicht ein verwilderter Stubentiger. Kaum jemand weiß, dass es in Deutschland noch Wildkatzen gibt. Die Tiere sind „Samtpfoten“, die nur sehr entfernt mit unseren heimischen Miezen verwandt sind. Gefährliche Räuber, die allerdings einem Menschen nichts zuleide tun. Denn sie sind so scheu, dass nicht einmal Experten ihre Aufenthaltsorte genau kennen. Mäuse kann man vielleicht mit Speck fangen, aber wie macht man das mit den Wildkatzen? Paula will jedenfalls mehr über sie in Erfahrung bringen. Tierärztin Claudia Schuh und Pfleger Werner vom Bayerwald Tierpark wissen: Da hilft nur Baldrian – und eine Kamerafalle. Paula hat großes Glück: Die Katzen im Bayerwald Tierpark gehören zu einem Auswilderungsprogramm und Paula kann hautnah an sie herankommen. Aber sie flößen ihr auch gehörigen Respekt ein, als sie erkennt, dass die mutigen Räuber sich auch gegen deutlich größere Feinde zur Wehr setzten würden: Sie haben gute Chancen, so einen Kampf mit ihren scharfen Krallen und spitzen Zähnen zu gewinnen.

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Rufe aus der Kalahari – die Sprache der Erdmännchen
Erdmännchen sind die Publikumslieblinge in jedem Zoo. Sie flitzen umher, machen plötzlich Männchen, verschwinden in Erdlöchern und tauchen genauso schnell wieder ganz woanders auf. Christian Herrmann begleitet mit einem Kamerateam die Schweizer Verhaltensforscherin Prof. Dr. Marta Manser, die seit Jahren die Sprache und das Verhalten der Erdmännchen in der Kalahari studiert. Die nächsten Verwandten der Erdmännchen sind die viel größeren Hyänen. Erdmännchen leben in Clans, in Großfamilien in der Kalahari im Süden Afrikas. Sie stehen gemeinsam miteinander auf, einer schiebt meistens Wache, während die anderen nach Futter suchen. Erkennt das Tier eine Gefahr, gibt es sofort Laute von sich. Genauso sozial geht es bei der Nachwuchsversorgung zu. Die Weibchen bringen die Jungen zur Welt und säugen sie, aber auch die Männchen dürfen als Babysitter für einige Stunden die Mutterrolle übernehmen. Gemeinsam gehen die Erdmännchen auch gegen ihre Feinde vor: Bei einem Angriff aus der Luft verschwinden sie blitzartig, bei einem Angriff einer anderen Erdmännchen-Gruppe rotten sie sich zusammen, sträuben die Haare und rücken hüpfend in einer Art Kriegstanz gegen den Feind vor. Einer für alle – alle für einen, das ist ihr Motto. Die Schweizer Verhaltensforscherin Prof. Dr. Marta Manser hat seit Jahren die Sprache und das Verhalten der Erdmännchen in der Kalahari studiert. Filmautor Christian Herrmann hat sie mit einem Kamerateam begleitet.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Leben mit dem Tiger
Sibirische Tiger leben in einem riesigen Gebiet vom Amur-Fluss bis zur pazifischen Küste Russlands. In den 30er-Jahren war die Population so gut wie ausgerottet. Dank eines staatlichen Schutzprogramms konnte der Amur-Tiger in die heutige Zeit hinübergerettet werden. Die letzte Zählung liegt zehn Jahre zurück, 450 Tiere waren es damals. Um herauszufinden, wie viele dieser gefährdeten Einzelgänger es aktuell noch in der Taiga gibt, startete eine Expeditions-Team in den sibirischen Urwald. Sie sind die größten und die prächtigsten Wildkatzen der Erde und gehören zu der einzigen Tiger-Unterart, die in Schnee und Eiseskälte lebt. Sibirische Tiger bewohnen einen riesigen Raum, der sich über 150.000 Quadratkilometer vom Amur-Fluss bis zur pazifischen Küste Russlands erstreckt. Fast drei Meter lang und bis zu 300 Kilo schwer ist der Amur-Tiger und übertrifft damit sogar den „König der Tiere“, den Löwen. Und er kennt nur einen Feind – den Menschen. Zwar nennen die Menschen das charismatische Tier „Herrscher der Taiga“ und bewundern ihn für seine Schönheit, Stärke und Ausdauer. Doch das hat die Wilderer nicht daran gehindert, diese Großkatze skrupellos abzuschießen. In den 1930er-Jahren war die Population so gut wie ausgerottet und zählte vermutlich nur noch etwa 50 Tiere. Dank eines straff organisierten staatlichen Schutzprogramms konnte der Amur-Tiger in die heutige Zeit hinübergerettet werden. Die letzte Zählung vor zehn Jahren ergab 450 Tiere. Im Winter wurden die Tiere erneut gezählt. Die große Frage war: Wie viele dieser gefährdeten Einzelgänger gibt es aktuell noch in der Taiga? Um den letzten aktuellen Wildbestand zu erfassen, starteten russische Naturschützer und WWF-Experten eine spektakuläre Expedition in den sibirischen Urwald. Das Filmteam begleitet die Tigerhüter auf der Suche nach Spuren im Schnee – hinterlassen von der größten aller Raubkatzen. Galina Kirsunova und ihr Team erzählen die Geschichte eines kranken Jungtieres, berichten aber auch von dem oft überraschenden und durchaus gefährlichen Leben der Menschen Seite an Seite mit den Amur-Tigern, die selbst so sehr um ihr Überleben kämpfen müssen.

Sonntag, 9. Dezember

Phoenix, 18.30 Uhr
Wildes Deutschland: Die Donau
Mit fast 3.000 Kilometern Länge ist die Donau der zweitlängste Strom Europas. der Abwechslungsreiche und reizvolle Landschaften entlang ihrer Ufer und eine seltene Tier- und Pflanzenarten haben der Donau den Namen „Königin unter den Flüssen“ eingebracht.

Phoenix, 19.15 Uhr
Wildes Deutschland
Der Pfälzerwald
Im Südwesten Deutschlands, unweit der französischen Grenze, liegt der Pfälzerwald. Farbenprächtige Buntsandsteinfelsen sowie unzählige Burgen und Ruinen überragen die nach Pinien duftenden Kiefernwälder. Die am Ostrand des Pfälzerwaldes verlaufende Weinstraße lädt mit ihren romantischen Weindörfern zum Verweilen ein. Die Natur hat sich hier, in einer der wärmsten Regionen Deutschlands, schon vor Jahrhunderten mediterran eingerichtet. Nicht umsonst gilt der Pfälzerwald als die Toskana Deutschlands.

TV-Programm 10.12. - 16.12.2018

Montag, 10. Dezember

Phoenix, 18.30 Uhr
Der Löwenflüsterer
Der große Start
Die zweiteilige Dokumentation begleitet den Löwenflüsterer Kevin Richardson und seine 30 Raubkatzen auf ihrer größten Expedition, einer Umsiedlungsaktion in das Naturschutzgebiet „Dinokeng“ in Südafrika. Im derzeitigen Schutzgebiet „Kingdom“ hat Richardson über Jahre ein unglaublich starkes Vertrauensverhältnis zu den Raubtieren aufgebaut. Die meisten von ihnen kannte er schon als Jungtiere oder hat sie selbst aufgezogen. Nun sollen die Tiere in ein riesiges Gebiet umgesiedelt werden, in dem wilde Löwen und anderes Großwild frei jagen können.

Phoenix, 19.15 Uhr
Der Löwenflüsterer
Ein neuer Lebensraum
Für die Umsiedlung der Löwen in das südafrikanische Naturschutzgebiet Dinokeng benötigt Löwenflüsterer Kevin Richardson zwölf Hin- und Rückfahrten, die das gesamte Team tagelang und rund um die Uhr fordern. Kevin überwacht die Aktion mit großer Aufmerksamkeit. In Problemfällen ist sofort ein Tierarzt mit Narkosepfeilen zur Stelle. Die Löwen werden in ihrem neuen Gebiet ausgesetzt und entdecken ihr Gehege. Dies ist ein wirklich bewegender Moment nach monatelanger, harter Arbeit.

Dienstag, 11. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 11.55 Uhr
Der Mythos der Buschleute
Der Film nimmt die Erzählung eines alten Buschmanns zum Anlass, um eine Reise durch Namibia vom Innern der Kalahari Wüste bis zum Atlantischen Ozean aus der Perspektive der Ureinwohner Afrikas mit der Kamera nachzuverfolgen. 2.000 Kilometer reist ein Filmteam durch ein Land mit faszinierenden Landschaften und einer vielfältigen Fauna und Flora. Gleichzeitig zeichnet er das Porträt eines der landschaftlich schönsten Länder Afrikas: Namibia. X!au und Ghabbo sind Jäger aus dem Volk der San, Buschleute, die im südlichen Afrika leben. Ohne zu wissen, was sie erwartet, verlassen die beiden eines Tages ihr Dorf Richtung Westen, um das sagenhafte Land ihrer Urväter zu suchen. 2.000 Kilometer reisen sie begleitet vom einem Filmteam durch ein Land mit faszinierenden, bizarren, manchmal surrealen Landschaften und einer vielfältigen Fauna und Flora. Die San sind, genetisch betrachtet, die letzten noch lebenden direkten Verwandten unserer Urahnen. Ihre traditionelle Lebensweise und ihr ganz spezielles Weltbild erlauben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der menschlichen Evolution. Heute droht ihre Kultur im Zuge der Globalisierung unterzugehen und in Vergessenheit zu geraten. Der Film versucht, ihre traditionelle Lebensweise und ihr ganz spezielles Weltbild nachvollziehbar und erlebbar zu machen.

National Geographic WILD, 19.20 Uhr
Yellowstone – Konkurrenz für den Grizzly
Über mehrere Generationen waren Grizzlybären die unangefochtene Nummer Eins unter den Raubtieren im Yellowstone-Nationalpark. Doch dann tauchte plötzlich ein alter Bekannter auf, um den Grizzlys ihre Position streitig zu machen – der Wolf. Der Einzug der Wolfsrudel im Yellowstone-Nationalpark bedeutet für die Bären eine enorme Umstellung. „Yellowstone – Konkurrenz für den Grizzly“ zeigt den Kampf zwischen Wolf und Grizzly um den Platz an der Spitze der Nahrungskette. Mitten in diesem Kampf müssen sich die beiden Bärenjungen Milo und Max behaupten.

Mittwoch, 12. Dezember

WELT, 20.05-21.00 Uhr
Animal Fight Club – Raubkatzen im Duell
Schmusekatze? Von wegen! In der sengenden Savanne Afrikas wie auch im indischen Dschungel kämpfen die wilden Verwandten unserer Stubentiger jeden Tag ums Überleben. Doch nicht nur der Mensch kommt den Großkatzen in die Quere – auch gegen die eigenen Artgenossen heißt es, sich zur Wehr zu setzen. Die Dokumentation geht auf eine atemberaubende Expedition ins Tierreich und hält in spektakulären Nahaufnahmen fest, wie es aussieht, wenn Löwe, Tiger, Puma und Co. im Zweikampf die Krallen ausfahren.

NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Wildes Deutschland – Die Zugspitze – Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der größte Gipfel des Wettersteingebirges. Für viele ist der höchste Berg Deutschlands Inbegriff für Übererschließung, Massentourismus und Raubbau an der Natur. Doch die Zugspitze hat auch eine andere, unbekannte Seite. Abseits der Touristenscharen finden sich einsame und noch fast unberührte Winkel und Täler. Hier verbergen sich vielfältige Lebensräume mit zahlreichen Naturschätzen. Das Zugspitzmassiv ist der einzige Ort in Deutschland, der bis in die Regionen von ewigem Schnee und Eis hinaufreicht. Eine Attraktion und Reise wert, doch hat der Berg weitaus mehr zu bieten. So finden sich an seinen Flanken Highlights wie zum Beispiel die spektakuläre Partnachklamm oder der wildromantische Eibsee, der wegen seines türkisblauen Wassers und seiner malerischen Buchten oft auch „Bayerische Südsee“ genannt wird. Jürgen Eichinger zeigt in seinem Film eine faszinierende Reise vom Tal zum Gipfel, von einer prallen Fülle des Lebens bis in scheinbar unwirtliche Gipfelregionen. Er steigt an den Ufern eines Wildbachs auf und zeigt, wie sich mit der Höhe die Vegetation und das Landschaftsbild samt seiner Bewohner verändern. Man erfährt auch, weshalb mit zunehmender Höhe der Artenreichtum von Flora und Fauna abnimmt und wie sich Tiere und Pflanzen an diese harten Umweltbedingungen anpassen, um dort zu überleben. Der erste Eindruck eines Hochgebirges mag der einer leblosen, nackten Stein- und Eiswüste sein. Im Gegenteil ist es jedoch reich gefüllt mit Leben. Im Laufe von Jahrmillionen haben zähe Tier- und Pflanzenarten gelernt, Unwettern und Wintereinbrüchen zu trotzen. Alpenschneehuhn, Gämse und Murmeltier tragen ein isolierendes Haarkleid. Kreuzotter, Bergeidechse und Alpensalamander nutzen mit ihrer dunklen Färbung die schwache Wärmestrahlung bestmöglich aus. Mit zunehmender Höhe wird der Wildbach mehr und mehr die Lebensader für extrem unterschiedliche Lebensräume. Doch schon binnen weniger Jahre wird er weitgehend versiegt sein, denn seine Quelle, der Zugspitzgletscher, schmilzt durch die Klimaerwärmung dahin. Damit steht auch den Bewohnern an seinen Ufern ein neuer, in dieser Form noch nie da gewesener Überlebenskampf bevor. Jürgen Eichinger ist es gelungen, einzigartige Bilder von der Zugspitze einzufangen. Mit einer Drehzeit von drei Jahren ist der Film wohl der aufwendigste, der über Deutschlands höchsten Berg gemacht wurde. Auch das ist ein Superlativ der Zugspitze.

WELT, 21.05-22.00 Uhr
Animal Fight Club – Gefährliche Begegnungen
Ob in den Savannen Afrikas oder an den weißen Stränden Australiens – überall im Tierreich tobt ein unaufhörlicher Kampf ums Überleben. Das Gesetz des Stärkeren räumt nur diesem das Vorrecht ein, das Fortbestehen seiner Spezies zu sichern. Auch in den verschneiten nördlichen Regionen und den Bergen Nordamerikas gilt es, sich gegen Räuber und feindlich gesinnte Artgenossen mit Klauen, Zähnen und Hörnern zu behaupten – ohne Rücksicht auf Verluste.

Donnerstag, 13. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wildes Deutschland: Vorpommerns Küste
Die Natur an Vorpommerns Küste ist außergewöhnlich: Die einzigartige Landschaft der Bodden steht seit 1990 unter strengem Schutz. Der Nationalpark ist mit über 80.000 Hektar neben den beiden Parks am Wattenmeer das größte Schutzgebiet Deutschlands, das vielfältigste Gebiet ist es allemal. In den Buchenwäldern von Jasmund am Rande der weißen Klippen ziehen Dachse und Damhirsche ihre Jungen auf.

National Geographic WILD, 19.25 Uhr
Puma vs. Wolf
Der Puma-Experte Boone Smith sucht in den Bitterroot Mountains in Montana nach Belegen für den Konkurrenzkampf zwischen den beiden größten Raubtieren, die durch diese atemberaubende Winterlandschaft streifen. Er will die Orte aufspüren, an denen Puma und Wolf häufiger aneinandergeraten. Dafür sammelt und verwertet Boone Smith Informationen bezüglich Jagd-, Futter- und Kampfverhalten der beiden Raubtiere. Smith nutzt sein gesamtes Wissen, das er sich bei seinen Reisen um die Welt über Großkatzen angeeignet hat, um herauszufinden, wie das ultimative Aufeinandertreffen von Wolf und Puma ausgehen könnte.

Freitag, 14. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Winterwelten
Die Filmemacher Annette und Klaus Scheurich haben auf ihrer Winterreise durch die Natur Deutschlands zauberhafte Bilder von weißen Schneelandschaften eingefangen. In eindrucksvollen, aber auch heiteren und humorvollen Aufnahmen, zeigen sie, wie die heimische Tierwelt über den Winter kommt. Der Winter ist eine Zeit voller Gegensätze. Neuschnee umhüllt Berge und Täler mit einem weißen Schleier und verzaubert das Land auf märchenhafte Weise. Glitzernde Eisskulpturen entstehen wie zerbrechliche Kunstwerke aus Kälte und Wasser. Und wenn die Sonne scheint, funkelt die Welt plötzlich in einem ganz neuen Licht. Für viele Tiere beginnt jedoch eine Zeit der Entbehrungen und ein täglicher Kampf ums Überleben. Ob Fuchs, Maus, Wildschwein, Hirsch, Eichhörnchen oder Vogel – jeder versucht auf seine Weise dem Hunger und der Kälte zu trotzen. Ein dichtes Winterfell oder Daunenkleid schützt vor der Kälte, aber die Nahrung ist für alle knapp. Hirsche fahren ihren Stoffwechsel herunter, um mit dem kargen Futter auszukommen und bewegen sich möglichst wenig, um keine Energie zu verschwenden. Wasservögel müssen sich bewegen, denn sonst frieren sie auf dem Eis fest. Eichhörnchen haben gut vorgesorgt und machen sich auf die Suche nach ihren heimlichen Nahrungsvorräten, die sie bereits im Herbst versteckt haben. Der Fuchs dagegen muss ständig jagen. Es ist kein leichtes Unterfangen unter dem Schnee Mäuse zu fangen, und häufig auch vergebens. Die Strategien der Natur sind vielfältig und voller Wunder und führen oft zu erstaunlichen, aber auch heiteren Begebenheiten.

Samstag, 15. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
81° Nord – Auf den Spuren der Eisbären
Nirgendwo macht sich der globale Klimawandel so gravierend bemerkbar wie an den beiden Polen. Vor allem der arktische Eispanzer schmilzt dahin – die Nord-West-Passage ist immer häufiger eisfrei. Diese Veränderungen in der nördlichen Polarregion haben erhebliche Folgen für ihre Bewohner: Prognosen schüren die Sorge, dass noch zu Lebzeiten heutiger Großmütter und -väter der letzte frei lebende Eisbär verhungert.

arte, 21.45 Uhr
Wilde Medizin
Die Superkräfte der Tiere
Tiere sind wahre Superhelden. Sie verfügen über Superkräfte, von denen wir Menschen nur träumen können. Einigen wachsen bei Verlust neue Gliedmaßen nach. Andere bilden in rasanter Geschwindigkeit riesige Knochen. Und manche können sich monatelang in einen Ruhezustand versetzen, ohne dabei Muskeln zu verlieren. Ihre Fähigkeiten könnten auch uns Menschen helfen, zum Beispiel gegen Alzheimer, Herzinfarkte und Osteoporose. Doch diese Superkräfte geben noch immer Rätsel auf. Wie machen die Tiere das? Wissenschaftler versuchen, die Frage zu beantworten, um mit diesen Erkenntnissen Menschenleben zu retten. Um Tiere mit Superkräften zu finden, reicht der Blick in die heimische Natur. Rothirsche etwa sind in der Lage, jedes Jahr ein neues Geweih auszutreiben. Wissenschaftler untersuchen, wie das Wachstum ausgelöst wird. Dieses Geheimnis könnte ihnen verraten, wie auch der Mensch sein Knochenwachstum stimulieren könnte, um Krankheiten wie Osteoporose zu behandeln. Und was kann die Forschung in Sachen Muskeln von den Tieren lernen? Während der menschliche Körper schon nach einer kurzen Phase der Immobilität mit dem Muskelabbau beginnt, bleibt die Muskelmasse des Schwarzbären trotz seiner mehrere Monate andauernden Winterruhe erhalten. Ein einzigartiges Recyclingsystem von Abfallprodukten aus seinem Stoffwechsel macht das möglich. Ließe sich auch beim Menschen der Stoffwechsel auf diese Art reduzieren, wäre das ein großer Fortschritt für die medizinische Versorgung. Der Filmemacher Heiko De Groot hat Forschungsprojekte in Europa und Amerika mit der Kamera besucht. Sein Film zeigt eindrücklich, wie tierische Regenerationsprozesse auch in der Humanmedizin Anwendung finden können – und dass der Mensch dem Tier doch häufig näher ist als gedacht.

Sonntag, 16. Dezember

3sat, 16.30 Uhr
Erlebnis Erde
Der Schwarzwald in Kanada
Im kanadischen British Columbia hat der Deutsche Herzog Carl von Württemberg ein 55.000 Hektar großes Gebiet gekauft, nach seinem Heimatgebirge „Darkwoods“, Schwarzwald, getauft und die einsame Region nachhaltig bewirtschaftet. Bis heute leben hier die extrem seltenen Waldkaribus, Grizzlies und Wölfe, aber auch besondere Vögel. Vor wenigen Jahren ist das Gebiet wieder an einen kanadischen Besitzer zurückgegangen, an die Umweltschutzorganisation Nature Conservancy Canada (NCC). Sie möchte Darkwoods mit seiner besonderen Flora und Fauna nicht nur erhalten, sondern zu einer Vorzeigeregion Kanadas machen. Hilfe bekommt sie durch Garry, den Stream-Keeper, Cori, die Fledermausforscherin, Adrian, den Botaniker und Leo, den Karibuforscher. Der Film nimmt das Publikum in den unwegsamen, ursprünglichen Schwarzwald Kanadas mit und zeigt seine unvergleichliche Natur zu allen Jahreszeiten: Kanada, wie es heute kaum noch existiert.

arte, 19.30 Uhr
Tiermythen
Im Auge des Löwen
Vor langer, langer Zeit … Naturvölker erzählen sich seit Jahrhunderten Märchen über ihre heimische Tierwelt – ob in langen Winternächten oder abends am Lagerfeuer. Sie verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart, bringen den Kindern die Schöpfung näher, dienen der Erziehung und nicht zuletzt der Unterhaltung. Die Tiermythen spiegeln das Weltbild dieser Völker wider und eine für die Menschen wichtige Thematik. Der aktuelle Beitrag der Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit zu den Buschmännern Namibias. Jahrtausende lang haben die San, die Buschmänner Namibias, als Jäger und Sammler gelebt. Im Einklang mit einer atemberaubenden, aber oft lebensfeindlichen Natur. Viele ihrer alten Mythen und Legenden haben bis heute überlebt: Sie erzählen von einer Urzeit, in der die Seelen von Mensch und Tier noch nicht getrennt waren. Löwen haben schon immer eine wichtige Rolle in den traditionellen Geschichten gespielt. Doch seit viele San in Dörfern leben und Vieh besitzen, nehmen die Konflikte mit den gefährlichen Raubkatzen zu. Denn Kühe sind eine leichte Beute für Löwen. Immer wieder kommt es zu Angriffen. Und auch wenn seit längerem keine der wilden Tiere mehr in der Nähe gesehen worden sind, leben im nur 40 Kilometer entfernten Botsuana noch etliche. Grenzzäune, die die Tiere aufhalten könnten, gibt es keine. So auch in Doupost, einem kleinen Dorf im Nordosten Namibias. Die San leben hier heute zwischen Tradition und Moderne. Immer seltener gehen die Männer – so wie früher üblich – auf die Jagd. Als eines Tages wieder die großen Raubkatzen das Dorf bedrohen, begeben sich die Ältesten auf eine Reise in ihre Vergangenheit; auch die jungen Menschen in Doupost sollen sich über ihre tiefen Wurzeln wieder bewusster werden. Mit jedem Tag wird für die San der Spagat zwischen ihrer jahrtausendealten Tradition und der Konfrontation mit einem bequemen Leben schwieriger. Am Ende werden vielleicht nur ihre Geschichten überleben.