Neue Wege der Rotwildbewirtschaftung

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Die Oberförsterei Strzalowo (ehemals u.a. Pfeilswalde) liegt im Norden der Johannesburger Heide. 20.000 Hektar bejagt das Forstamt selbst. Auf den Sandböden der Heide wachsen die besten Kiefern Masurens.

Masuren
Hans Kramer, späterer Elchjägermeister, mit einem 1927 erlegten Hirsch in der Oberförsterei Pfeilswalde, in der er sich als Referendar aufhielt. Foto: Gautschi „Elchjägermeister Hans Kramer“
Neben der Holzwirtschaft spielt die Jagd eine wichtige Rolle. 1997 wurden Rotwildlebensräume mit ähnlichen Standortbedingungen zu Hegegebieten zusammengefasst. Eines dieser Gebiete, die Puszcza Pisca 3/1 (Johannesburger Heide) umfasst die Oberförstereien Strzalowo und Spychowo (82.392 Hektar, davon 43.336 Hektar Wald). 2001 zogen in diesem Gebiet 1.300 bis 1.500 Stück Rotwild (DAVIDS 2005) ihre Fährte, in Strzalowo 1.000 bis 1.100. Um die Qualität des Rotwildes zu heben, speziell die Trophäengüte, erhöhte man nicht nur den Abschuss um ca. 20 Prozent, sondern änderte auch die Bejagungsrichtlinien.
 
Kahlwild:
Schmaltiere: Jagdzeit 15. Juli bis 31. August. Während der Brunft keine Bejagung von Kälbern und Tieren. Sie werden auf Bewegungsjagden in Winter erlegt, die im Abstand von 2 Monaten auf ca. 40 Prozent der Gesamtfläche abgehalten werden.
 
Hirsche:
Schmalspießer sind geschont. Vom 2. bis 4. Kopf werden Hirsche bis zum ungeraden Achter gestreckt. Die Jugendklasse wird sehr zurückhaltend bejagt. Vom 5. bis 9. Kopf wird dezent bis zum ungeraden Zwölfer eingegriffen. Die Maßnahmen machten sich schon bald bemerkbar: Es wachsen zunehmend mehr Hirsche in die Altersklasse hinein. Insgesamt ist auch eine Zunahme der Geweihgewichte zu beobachten.
 

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