Reise-Tipps: Jedem das Seine

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Weissrussland
400 Gramm Gehörn-Gewicht brachte dieser Rehbock auf die Waage.

Kombi-Jagden in Weissrussland

Wer für dieses Frühjahr noch keine Bockjagd gebucht hat, für den könnte sich eine Reise nach Weißrussland lohnen, die auch kurzfristig zu organisieren wäre. Denn hier jagt man auf den Rehbock am besten erst Ende Mai. Zu der Zeit wird Mais gesät, Keiler ziehen in der Nacht auf die Felder. Die Bockjagd kann dann optimal mit einer Keilerjagd kombiniert werden.

Das Revier Braslaw im Gebiet Witebsk (250 km von der Hauptstadt Minsk entfernt) hat gute Voraussetzungen für beide Wildarten. Allein die Fläche seiner natürlichen Wildwiesen umfasst ein Gebiet von über 37.000 Hektar. In einer Jagdwoche kann der Jäger ein oder zwei Keiler und zwei bis drei Böcke erlegen.

Keiler haben hier enorme Körpergewichte, auch Bassen mit 250 und 300 Kilogramm kommen vor. Auch die Waffen sind stark und liegen im Bereich von 19 bis 23 Zentimetern. In der Jagdsaison 2001 kam sogar ein Keiler mit einer Waffenlänge von 27 Zentimeter zur Strecke.

Der Rehwild-Bestand ist gut, allerdings erwartet man hier eher mittelstarke Böcke zwischen 300 und 450 Gramm Gehörngewicht, nur selten darüber. Und noch etwas kommt hinzu: Man darf hier keine Wilddichte wie in Ungarn erwarten.

Eine Jagdwoche kostet in Braslaw 1.100 Euro plus Trophäen-Gebühren für den Bock (500 bis 800 Euro) und Keiler (450 bis 1.500 Euro).

Hansgeorg Arndt


Hansgeorg Arndt

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