Reiseinfos Arnhemland

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Viele Flüsse, großflächige Sümpfe, im Küstenbereich üppige Eukalyptuswälder, aber auch interessante Felsformationen und im Westen mehr trockenes Buschland prägen diesen weiträumigen Landschaftsteil von Australien

Von Siegfried Kursch

Das Arnhemland ist Clan-Land der Aborigines. Etwa 20 000 Ureinwohner leben hier weit verstreut.
Der Kakadu-Nationalpark, einer der größten und schönsten Naturparks von Australien, liegt auf der Westseite des Arnhemlandes.
Klima: Hier im Norden ist es ganzjährig tropisch warm. „The Wet“, die nasse Jahreszeit, ist von Ende November bis April. Zu dieser Zeit setzen ergiebige Monsunregen weite Landstriche unter Wasser und machen die Furten der Flüsse unpassierbar.
„The Dry“, die trockene Jahreszeit, dauert normalerweise von Mai bis Ende November.
Anreise: Der Linienflug von Frankfurt nach Singapur dauert etwa elf Stunden, von Singapur weiter nach Darwin nochmals 4,5 Stunden.
Impfungen: Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, vorausgesetzt, man kommt aus seuchenfreien Gebieten. Australien soll frei von Malaria sein. Für die Jagd im Busch ist eine Tetanusauffrischung empfehlenswert.
Wild und Jagd: Hauptwildart für den Auslandsjäger im Arnhemland ist der hier wildlebende Wasserbüffel. Der Banteng kann auf der Cobourg Peninsula bejagt werden. Schwarzwild ist im mittleren und im nördlichen Arnhemland in guten Beständen mit alten Keilern verbreitet.
In den Sümpfen und an den vielen Flüssen und Seen ist die Jagd auf verschiedene Gänse- und Entenarten möglich. Zu den weiteren Jagdmöglichkeiten zählt die Jagd auf Wildziegen auf den North Goulburn Islands in der Arafura-Sea. Wallabies und Krokodile dürfen nur von den Aborigines bejagt werden.
Ferner bieten die klaren Flüsse und die Küstengewässer der Arafura-Sea und des Gulf of Carpentaria gute Angelmöglichkeiten. Nach der Jagd oder zur Bereicherung des Speiseplanes im Jagdcamp kann hier gefischt werden. Besonders interessant ist an der Küste das Haifisch-Angeln. In den Flussmündungen können bis zu 30 Kilogramm schwere Barramundi geangelt werden.
Ausrüstung: Die Jagd im Arnhemland wird über Tag als Pirschjagd durchgeführt. Mit einer Büchse im Kaliber .375 Holland & Holland ist man gut ausgerüstet. Natürlich ist auch ein Repetierer im Kaliber .458 Winchester Magnum eine Alternative, denn weit wird bei der Wasserbüffeljagd selten geschossen.
Für die Jagd ist eine leichte lange Hose und ein leichtes langärmeliges Hemd zum Schutz vor der Sonne, vor Moskitos und eventuell vor Schlangen als Kleidung anzuraten. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Ein leichter Hut oder eine Schirmmütze, Sonnenbrille, Sonnen- und Moskitoschutzmittel sollte auf keinen Fall vergessen werden.
Outfitter: Büffel- und Keilerjagden werden von mehreren Outfittern angeboten, die meisten auf Farmland oder im australischen Trockenbusch.
Echte, erlebnisreiche Wildnisjagden bieten nur einzelne Outfitter an. Da diese Jagden von der Organisation her seht aufwendig sind und das ganze Können des Jagdführers erfordern, sind diese Wildnisjagden teurer als die Jagd auf Farmland.
Der Interessent sollte auf jeden Fall vor der Buchung ausreichende Erkundigungen über den Outfitter, sein Jagdgebiet und über das Preis-/Leistungsverhältnis einholen und unbedingt mit Jägern sprechen, die dort bereits gejagt haben.