Simbabwe: Fleisch für alle nach Zusammenstoß von Bus mit Elefanten

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Die kleine Grenzstadt Victoria Falls im Westen von Simbabwe ist ein Elefanten Hotspot. Die Dickhäuter spazieren durch die Vororte, und es gibt immer wieder Verletzte und Tote.

Elefantenfleisch ist in vielen ländlichen Gegenden Afrikas eine nachgefragte Delikatesse. (Symbolbild/Quelle: Rolf D. Baldus)

Anfang April krachte außerhalb der Stadt auf der Hauptstraße nach Bulawayo ein Überlandbus morgens um 5 Uhr in eine Elefantenherde. Der Bus hatte nach Angaben des Fahrers eines nachfolgenden Fahrzeugs eine Geschwindigkeit von knapp 90 Stundenkilometern. Der Busfahrer hatte einer ersten Herde noch ausweichen können, doch danach wollten weitere Elefanten die Straße überqueren. Drei der Dickhäuter waren auf der Stelle tot. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Fahrer konnte den Bus am Straßenrand zum Halten bringen.

In Kürze erschienen über 100 Personen an der Unfallstelle und begannen damit, die Elefanten zu zerteilen. Selbst aus der Stadt Victoria Falls und aus weit entfernten Ortschaften kamen Menschen auf Fahrrädern, mit Eselskarren und in öffentlichen Verkehrsmitteln, um an dem Schlachtfest teilzuhaben. Polizei und Wildhüter mussten einschreiten, um die Menge zu kontrollieren und die Ordnung sicher zu stellen. Der Bürgermeister eines nahe gelegenen Dorfes sagte laut einem Zeitungsbericht, der Unfall sei zwar bedauerlich, doch die Dorfbewohner seien glücklich darüber, dass sie sich so reichlich mit Elefantenfleisch hätten versorgen können.

rdb

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